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Full text of "Vollständige Sammlung aller ältern und neuern Konkordate : nebst einer Geschichte ihres Entstehens und ihrer Schicksale"

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1 


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I 

4 


I 

Volktandige  Sammlung. 

aller 
altern     und     neuern 

KONKORDATE, 


nebst  ^ 

»  I 

einer  Geschichte  ihres  Entstehens  und 
f  ihrer  Schicksale 


Yon 


Dr.    Ernst    Munchy 

friUier  ProfeMor  der  Kircheii|e8diichte  ond  des  Kirchenrechtg  an  der  Uni- 
Tenitit  Lattich',  dermalen  Hof-  nnd  Staatg  -  Bibliothelcar  Sr«  Majeaat 

de«  Kdnigs  der  Niederlande  in  Haai;.- 


Zw  eiter     Theil. 


Konkordate   der  neuern  Zeit, 


L  c  ipz  ig,  1831. 

J.    C.     Ilinriohtscfae     Buchhanaiung. 


y 


V  o  r  w  o  r  t 


-lyerHerausgebep.dieser  Sammlung  hat  seiner  Ar- 
beit  die  grosstmoglichste  YoUstandigkeit  zu  geben 
gesucht  uud  darum  nicht  nur  die  eigentlichen  Ak- 
tenstiicke,  welche  den  Text  der  Konkordate  ent- 
halten,  sondern  auch  diejenigen,'  welche  ^auf  die 
Geschichte  ihres  Entstehens,  dic  geheimen  und  6f- 
fentlichen  Unterhandlungen,  so  wie  auf  die  aus 
ihnen  enlsprungjenen  Folgen  sich  beziehn,  demPu- 
blikum  mitgetheilt;  femer  ist  aus  Griinden,  die  in^ 
det  Geschichte  der  neuesten  Zeit  liegen,  der  einen 
oder  andem  geschichtlichen  Einleitung  grossere 
Ausfuhrlichkeit  geworden;  zumal  gilt  dies  von"der 
Rubrik  „Schweizerische  Konkordate",  wo  das  Pu- 
blikum  den  grossten  Dank  einem  geistreichen  und 
durch  Schicksale  und  Verdienste  gleich  verehrungs- 
werthen  Publizisten  schuldig  ist,  welcher  das  Werk 
mit  einer  so  ansehnlichen  Beisteuer  bereicherte. 
Der  Herausgeber  selbst  besitzt  jedoch  ooch  wichti- 
ge  Materialien ,  Aktenstiicke  und  Denkwiirdigkei- 
len  mancherlei  Art,  welche  mit  den  Konkordaten 
und  deren  Xieschichte  in  genauester  Verbindung  , 
stehn;  auch  ist  vielfach  dpr  Wunsch  geaussert  wor- 


IV 


\ 


dcn,  dass  dieserSammlnng  noch  die  Unterhand- 
lungen  und  Konventionen  mit  den  Hus- 
siten,  als  gleichsam  ebenfalis  Konkordate,  sodann 
eine  Darsteilung  der  Oesterreichischcn 
und  Italienischen  Kirchenverhaltnisse, 
derUnterhandlungen  derspanischenCor- 
tes  fiir  einKonkordat  imJ.  1822,  eine  Schil- 
denmg  der  Jiegotiationen  verschiedener 
Siidamerikanischer  Republiken  mit  dem 
heiligen  Stuhl  fiir  ahnlichcn  Zweck,  sodann 
auch  cine  Geschichte  der  Nuntia^turen,  zu- 
mal  in  Teutschland,  alsmit  den Konkordats- 
"affaiTen  genau  jcusammcnhangend,  beigefugt  wer- 
denmochten.  Um  dem  anHinglichcn  Plan  dieser 
"Sammlung  nicht  allzu  ungetreu  zu  werden  und  die 
urspriinglichc  Vcrpflichtung  gegcn  das  Publikum 
zu  erfullen,  hat  man  sich  auf  die  zwei  Bande  be- 
schrankt,  welchc  somit  auf  jed^n  Fall  ein  geschlos- 
senes  Ganzes  ausmachen ;  doch  wird  dcr  Heraus- 
^be*  in  einem  Supplementbande,  der  auch  als  fiir 
isifchbestehend;  und  unter  besonderm  Titel  ange^ 
schafftwcrdcjnkann,  das  so  eben  Angedeutete  nach- 
liefern.  Nicht  mindcr  wird  cr  ein  kritisch-lit- 
lerafisch-historisches  Verzcichniss  allcr 
wichtigern  Schriften  aus  alterer,  uiid 
tieucTcr Zeit,  welche  auf  Konkordateun^ 
Konkordats-Verhandlungen  sich  bezie- 
hen  und  soniit  eine  vollstandige  Ueber- 
sicht  derQuellen  fiirBcarbciter  dcskir- 
chenirccfatlichcn  Faches  dem  Supplement- 
bande  anreihen. 

An  der  langen  Verzogprung  dcsErschcinens  det 
zweiten  Abthcilung  trugen  die  politischen  Wirren 


schtiid;  der  geneigte  IJeser  wird  fibrigens  aCbch  er- 
kenneo,  wie  wahr  sowohlinBerogauf  die  Nie^ 
deriande,  als  auf  die  Schweiz,  in  dem  ge^ 
sclHchtKchen  Kommentar  geweissagt  word&B  ist^); 
Alles  traf  ein,  ^ehe  noch  der  Band  ausgedruckt 
worden.  Die  Splitter  des  zerbrochenen  Schwer-^ 
les'  der  weltlichen  Maebt  in  ersterm  Lakide  drangeii 
der  niederlandischen  Freiheit  in's  Auge;  die  Unger 
b6hr  der  Theokratie  aber,  weldie  mftihrer  Freuiir- 
din,  der  Oligarchie,  in  UtlTetien  so  eog  6ick  ter* 


^)  Der  Herausgeber  hatte  manchea  inzwisclien  Erfblgte  ancli 
sclion  friiher,  ioi  J«  i82By  geweissagty  bei  Anlass  dea  Abdnickt 
and  der  Kummentirang  dea  eraten  nachdieiligen  Entwarf^^ 
welcher  von  der  NunHatur  ^len  konkordirenden  KBBtoneA  auf^ 
gedro^gen  werden  aoMte«  Dieseir  Aufsatz  sollte  nerst  in  det 
AU^enHBinea  KircfaeBzeitui^  zu  DarmsUdt  afa^gfidrackt  werden; 
allein  hohere  BucksichteB  notb^eki  die  Censur  zur  Verweige* 
rung  des  Imprimatur.  Nichts  desto  weniger  driickte  der  nun- 
mehr  ▼erstorbene  Minister  i^on  Grolmann  sein  Gefuhl  der 
Tfaeilnafattfe  tmd  der  Znneigung  «u  allen  Ansichten  des  Ver^ 
fassers  in  Sfinem  Briefis  ms,'  der  'noch  vorhanden  uAd  f&r  die 
Gesinnung  jeneS.  Staatsmannes  ein  nicht  unrahmliches  iDenkmal 
ist;  er  druckte  ferner  sogar  den  Wunsch  aus:  der  Aufsatz  mo- 
ge  in  irgend  einem  andem  Journale  dennorh  ecscfaeinen.  I^ies 
geschah  im  Hesperus,  und  er  machte  solchen  Eindruck^  dass 
er  in  der  Schweiz  in  Vielen  hundert^  Exemplaren  abgedruckt 
uttd  Terbreifet  wnrde  und  dass  er  die .  ufr6ntliche  Meinung  iiber 
das.  Angedrohte  nicht  wenig  aufklaren  half.  Der  Nuntius  war. 
damit,  uatiirlich|  hochst  unzufrieden  und  die  guten  Frennde 
xu  Liittich,  wohin  der  Verf.  spater  berufen  worden,  waren 
bereits  dayon  so  genau  unterrichtet ,  dass  der  Courier  de  1a' 
Meuse  bald  nach  seiner  Anknnft  im  wallonischen  Athen  den 
neuen  Professor  der  Kirchengeschichte  und  des  Kirchenrechts 
ganz  besonders  wegen  dieser  Koukordatsaffaire  als  Kelzer  und 
Freigeist  Yerschrie. 


VI 

l 

schwisterte  und  alle '  Verhiillniss6  durch  eidaxider 
wiiTte,  hat  endlich  die  Geduld  des  Volkes  er- 
mudet ,  und  es  ist  dem  loyalen  und  edlen  Gharakr 
ler  der  ]pidgenossen  zuzuschreiben ,  wenn  derDe* 
mokratismus,  als  anderes  Extrem ,  nicht  allzu  hef^ 
tig  vorwarts  schreitet,  und  die  hundertjahrigen  Un- 
4)ilden  durch  den  Unterghng  eines  ebeoso  unklu- 
gen  und  seinen  eigenem  Interesse  feind- 
seligen,  als  unversohnlichen.  und  unber 
lehrbaren  'Gegners  racht 

Die  achte,  gesetzliche,  wohlverstandige  Frei- 
heit  (die  JHerrschaft  des  Gesetzes  uber  die  Will- 
kiihr,'  der  Bildung  iiber  die  Unwissenheit,  der 
Volk$kfaft  iiber  deri  Kastengeist,  aber  auch  von 
unten  wie  von  oben)  hasst,  verwiinscht  und  be- 
kampft  beide  Extreme;  sie  will  unter  jeder  Form 
denklaren,  lebendigen  Geist;  sie  will  dasKleinod 
weder  den  Hiinden  der  Despotie,  noch  der  Aristo- 
kratie,  noch  des  Demos  anveriraut  wissen.  Wahr- 
heit  und  Gerechtigkeit  fiir  Alle  und  in 
Allem!  Ohne  diese  Dcvise  ist  Europa  verloren. 


Haag, 
im  Marz  1831. 


Miinch. 


Inhalt  des  zweiten  Theiles» 


y 


/ 


Seite 

B.   Die  Konkordate  der  neuern  Zeit. 

'  A.   Die   Kankordate   der   Franzoaen. 

I.  Das  Konkordat  yom  Jalire  1801.  Einleilung.  '  S 
CoQTeDtioa  entre  Sa  Saintet^  Vit  Vlh  et  le  gouTeroement  firao^aia.     1 1 

II.  Das  Konkordat  yom  Jahre  1811-  Einleitung.      •     .     •     21 
CoDcordat ..'•-...     60 

UI.    Daa  Konkordat  vom  Jahre  1817.    Einleitung.  •    •     .     52 

Coneordat •••••54 

IV.    Erlaatenide  AkteQatucke  zor  Geacbichte   der  neaem 
iranzosiBchen  Konkordate. 

1.  Pabst  Am  Vli.  Rede  an  die  Kardinale  nacfa  seiner  Rackkehr 
▼oa  der  Krtauig  iV«q»pleont.     ^  .     •     •     • 57 

2.  Bref  de  N.  S.  P.  le  Pape  iVe  FU. D.  27.  Mam  laoa.    •     •     «.65 

3.  Lettrea  apostoliqaea  en  forme  de  bref ,  par  lefiqneUes  sont  d6~ 
darte  ezoanunnni^  et  de  noayeaa  excoBmoni^  fiiMNM^arie  et 
toua  les  auteurs,  ex^tears,  et  faateora  del'osarpati6n  deTBtat 

de  Romey  ei  desautres  Btats  appartenant  aa  saint  si^ge.       •     •  67 

4.  Nolification  de  Pie  m,  Pape.  D.  11.  Joui  1809.   ...  80 

5.  Lettfes  de  N.  S.  P.  le  Pape  Pi'e  F7/.,  ^crites  de  sa  prison  de 
Savone,  concemant  les  tiections  capitolaires.  D.26.  Aotlt  1809.  81 

6.  Lettre  de  Ae  F2/.,  Pape,  aa  V.  F.  le  Cardinal  Jeon  Maury^ 
Bv^ae  de   Montefiasconef  et  de  Coroeto.  D.  5.  Not.  1810.     84 

7.  Lettre  de  Pie  Vll^  Pape,  aa  JBbrard  CorhoUy  Archidiacre  de 
r^lise  metropolitaine  deFforence,  et  Ticaire  capitalairoy  pen- 
dant  ]a  y^cance  du  sl^ge  archi^pisoopal*  D.  2.  D^cbr.  1810.     •     87 

8.  Lettre  adress^e  de  Rome  par  M.  rBT^qoe  d^Orthosia.  A  M. 

r  Archey^oe  de  Rheims.  D.  8.  Mars  1815 90 

9.  Seconde  lettre  'do  m4me  au  mdme.    D.  Rome,  15.  Mars  1815.     95^ 

10.  Lettre  des  Cardinaux,  Archev^ques  et  By^qoes  deFrance, 

a  N.  S.  P.  le  Pape  JPie  VIL  D.  Paris  90.  Mai  1819.         •     v    98 


' 


VUI 

Seite 

11.  Lettre  de  N.  S.P.  le  Pape  Pm  VU^  k N«  V.  F.  les  Cardinaia 

de  la  S.  ^Ii5e  romaine,  les  Archey^qaes  ei  Ev^ues  dn  roy- 
aume  de  France.  D.  Rome.  19.  Aoilt  1819« 105 

12.  D^claration  des  Cardinaux,  Archev^qoes  et  Eydques  de  France. 

D.  Pari»  13.  Sept,  1819.      ...........  113 

13.  Allocotion  prononc^  par  le  S.  P,  dans  le  Conaiatoire  da  ^. 
Aoat  1819.        . 115 

14.  Rapport  an  Roi  par  le  Miiuatre  de  V  Int^rieur,  le  Comte  Decaze$. 

D.  Paria  24.  Ao«t  18X9 120 

B.  Die  Konkordate  der  ▼erschiedenen  teutsclien 
Staaten :    als   Baiern ,  Preussen ,   Hannover  und  der  in  der 
Oberrheinischen    Kirchenprovinz     begriiTenen   Lander  und 
Stadte.     •  ^ 

a 
/ 

Einleitung  zu  den  Urkunden  uber  die  AQfrichtang  dea  Brzbia-      ,  » 

thums  Regensburg.       ••.«•^ •   1S|. 

Binleitong  zu  dem  Baierischen  Konkordat.  • 151 

Bemerknngen  zu  dem  Baierischen  Konkordat.   •     .     •     .     .     .161 
Einleituftg  zu  dem  Preussischen  Kotdcordat.       •.••••  182 

Rinleitung  zU  dem  Hannovrischen  Konkordat;    • 184 

EinleituAg  an  dem  Konkor-dat  f&r  die  Obenrheinische  Ktrchenpro-    ' 

•  vinz^       .     •• •     ••    •      ••    •     .     .     .    184 

I.  Urkvnden  iibar  die  Aafriidituog  dei  Erzbiathuma  Re- 

gensburg  und  seines  Kapitels    1805  und  1806* 
1.  DMarato  de  S.  A  MonaeigDeQr  i'  Eleotenr  ArduchaneeOier 

•  de  r  Empire^^Germanique  »  S.  Maj«  l*Bfflperear  des  Fran^aia.    210 
'    2.  y^rsdibig  znr  Brnjcbtung  des  Metropolitan-Kapilels  za  Regena- 

burg,  eiBgereicht  an  Pabst  Piiu  FH.       •..•...  211 

3.  PabstBdie  Bulle  zvr  AufrichtnDg  dee  Regensburger  Erzbisthums.  212 

4.  Aufrichtung  der  Dotation  dea  ehemaligen  Regensbnrger  Kathe- 

'  dral-,  Bunmehrigen  Theils  des  Metropolitankapitels»    •     .     «216 

II,  Urkunde  des  Baieriachen  Konkordats  tmd  darauf  Be- 
zug  habende  Aktenstiicke. 

1.  Conventio  inter  S.  D.  Pium  FIL<,  S.  P.,  et  Maj.  suam  Maxitn- 
t        ffanttm  Josep&m», Bavariae  Regem •     .     .     .  2t7 

%  Bestimmungen  der  Baierischen  Yerfassungs  -  Urkunde  uber  die 
kirchlichenOegenstaade • 226  - 

8.  Beilage  II.  zu  Titel  IV.  §.  9.    Der  Baierischen  Verfassungsur- 

kunde -  227 

f  4.  Anhang  zu  dem  lOSten  §.  dea  Bdiktes  uber  die  aossem  Rechts- 
Terhaltnisse  der*  Binivobner  des  Kouigreichs  Baiem,  in  Beue- 
huug  auf  Religion  und  kirchliche  Gesellschaften»  in  der  Bdlage 
H.  zu  dem  Titel  IV.  g.  9.  der  Verfassnogsurkunde  dei  K^oig- 
reichs.     .     *.  ' ,   *•     .     -  242 


t 


■  « 

8dto 
ril.     Urkfinae  dc»  FmMia«b6n  KwduNKlaH  udi  datauf  fi^ 

zug  faabendes  Aktensliick. 

1.  BoUa  papalin  cono^rneiu  ordinatkneMi  Tei  eccles^  cathaL  in  te- 
gionibtu  donlhatai  R«gia  'BoroMonwi'*galMtttiaL'  D.  Ainiae  4.  liS* 
JqL  18S1.  (Mit  der  in  der  Geselzsammlung  iur  die  l^dnigU 
PreaM.  Staaten  bekannt  geiAacten  teiitachan  UebersetaangJ    250 

2.  Koni^.  Sanction  Yorstehender  pabatUch^n  JBuUe^  D.  Bedin,)K3. 
Aug.  1821.    i     .     .     .'.'.'.'.'    .'  *1     .     .  "  .*    .     ,  296 

IV.  Urkunde  des  Uannovriaclien  Konkordats,  ,    r 
Bolia  circainacriplionis  dioecesium  Regni  HanuoVerani.    «     *     .    297 

V.  Urkunden  des  Konkordata  fur  die  iu  der  Oberrheini- 
aolien  Kirchenproyinz  begriilenen  Lander  und  Stadte: 
Wiirtenibergy  Baden,  beide  Hesseuy  Nassau,  Frankfurt 
u.  A*,  und  darauf  Bezug  habende  Aktenstucke. 

1.  Bulla  Erectionia  et  CiroHffiBcriptionis  D.   XVU.  KaL  Sept. 

MDCCCXXI 809 

S.  Kircbenpragmatik. ••••••  323 

3.  Fonnalar  des  Fundationsinstraments. •'  332 

4*  Gjrandzugeza  einer  Vereinbarang  uber  die  Verhaltnisse  d«r  ka- 

tiiolischen  Kirche  in  tentschen  Bundesstaaten.     .    •     •     •     •  838 

5.  NoteVerbale  des  envoy^  des  prinoes  et  ^tats  r^unis  de  la  con- 
f^^ration  germanique. 367 

6.  Note  officielle  des  envoy^s,  a  S.  E.  Monsgn.  le   Card.  Conr 

'  $alvij  Secr.  d^  ^tatet  des  brefs  de  S.  Saint.      •     .     .     •     •  368 

7.  Note  Tom  10.  Aug.  1819,  oder  Darsteilung  der  Gesinnangen 
Sr.  Heiligk.  iib^r  die  Rrkl&r.  def  Terehft.  protest 'Fursten  lAid 
Staaten  des  teutschen   Bundes. 378 

8.  Bulla  Leonis  XII.;  Pont.  D.Romae  m.  Id.  April.  1827.  \.     .  410 

9.  Konigl]chWurtemberg.Bestatigung  der  Bullen:  Protida  solers- 

que  und:  adDoininlciGre^s  cnstodiam. ' 415 

10.  Gro»sherzogl.BadenscheBestatigung  derselbenBullen.       .•    •416 
; ' '  ll.  Bescbluss  uber  die  Errichtung  und  Begranzang  des  IKsffaams 

Limborg.    .    .  •    .•     •     •     •     •     •     •     •     •     •'  '•     •  417 

•     ■  1 

G.     Das  Niederiajiii«dli«  K^lskord^t^ 

Einleitnng.     :     . ..*•••  421 

M^ire,  ttireM  ie  8.  Octobr.  1814  aQx  I^otea  PdsMURes^ 
assembl.  dans  le  Cong.  de  Vienne.     ••.-••.••  423 
Jugement  Doctriual  des  Er^qaes  du  ^oyanme  des  Paya-Bai 
sur  lc  serment  ^reserit  par  la  nouyeUe  Constitation.      •     •     •  434 
Cirenlaire  confidentaeUe,  adress^ed.  caUn.  d.  ouniat.  de  V  vMu 
aaKgoatnarn.  des  ^reneii  pmtec  do  royaoBie»  Amx.'5.  Octdbr. 
1827. •     .     •     .  452 


I 


Seite 

Urkundea  ^«t  NkderlaiHUMdMii  Konkordats. 
1.  ConT«ntio  jnter  GmUehnum  /.,  Belgaram  RegOD,  et  hemem  XIL^ 

'  a.  P.  irft*  d,  XVni.  J«a.  BO^bCCXxVlL ;  457 

2^BaUa2i«»MXll.,P.D.Rom.XTI.K4J.Sep(br.MPCC^  460 

D.  DieKonkordate  der  katholisclieuKantoDe 
der  achweizerischen  Eidgenossenscbaft . 


I.  Dokumentirte  und  aus  Quellen  bearbeitete  Geschichte 
der  Schweizerkonkordate,  nebst  histor.  Ruckblicken 
auf  die  voraDgegaugenen  VerhalUiisse  Helvetiens  zum 
beil.  Stuhle,   in  alterer  und  neuerer  Zeit. 

1.  Alies  historiflches  Verhaitniss  der  Schweiz  zn  Rom.     .     .     ,  470 

2.  Losreissang  der  S<^wri2  Ton  dem^isthnme  Konstanz.  .     .     .  4g9 
d.  Erste  Entwurfe  nnd  Venmche  znr  Errichtung  des  Natlonalbis- 

thnms  bis  som  Tode  des  Generalrikars  Crd(<2/in  1819.      .     .     .519 

4.  Yersach-aueinier  geistigen  Revohition  der  kathoL  Schweiz.  ^  •  550 

5.  ZersplittenmgderDiozessiistandeunter  verschiedeueBisthumer.  586 

6.  GeistigeUltrkmontanisvungderScfawaz^  t.  1819  bis  1829.  '  ,  599 

7.  Geschichte  der  letzten  Konkordatsverhandlongen.    ....  624 

^ll.  Urkunden  der  Schweizerkonkordate. 

i.  PabsUiche  Bnlie  fur  die  Emrichtung  des  Bisthums  Clmr-St. 
Gallen  nach  dem,  unter  d.  1.  Mai  1823.  der' Nuntiatur  uber- 
gebenea,  Entwurfe  des  kathoL   Administrationsrathes  in  St. 

Gallcn 687 

. .   2.  Urknnde  des  Konkordats  fur  die  Errichtung  des  Bisthums  Ba- 

sel,  vom  26sten  Marz  1828. :  690 

d.  Bulle  Pabst  hto  XU,  fur  die  Eihrichtnng  dnd  Begranzung  des 
Bisthums  Basel. 694 

4.  Pabstliche  BuUe  fur  die  Verttnbarung  der  Kantone  Aargau  und 
Thai^uinit  dem  Bistltume  Basel,  vom  23stenMarz  1830.    •  702 

5.  Genehmigungsurkunde  der  pabstlichen  Bulie  Tom  23sten  Marz 
1830,  Ton.Seiten  der  betre£fenden^Schweizerkahtohe.     ,     ,     ,  705 

•£.     Itiillenische  Konkordate. 

I.     NeapoJitaniscbQs  Konkordat  yom  Jahre   1818*    Einleit.  707 
1.  Konkordat  awisdien  Sr.  HeiL,  Phbst  Pitts  VU^  und  Sr.  Maj. 

Ferdmand  l^  Konig  beider  Sizitien. 708 

S.  Pabstfiches  Sdiraben,  welches  dielnduit  fur  Ferdiiiami,  Konig  - 
beider  Siulien  nnd  dessen  Nachfolger  enthalt,  Erzbischo^e  und 
Bischdffe.  zu  emennen ,     ,  721' 

3.  PabstUche  Kede  ihi  die  Xardinale,  in  Betreff  des  Torstehenden 
Konkordats.. ^ 722 


• 


\ 


Seite 

4.  PabstHcfaes  Sdnruben  mr  Beitatfgung  des  vonlelieAden  Kon- 

fuardaU. 726 

5.  PabstHchei  Schr^en  an  die  EnbischafiFe  Qnd  Biichliffe  andan 

die  Kaj^tel  nnd  Canonid  der  erlediKten  Kirchen  betder  SiKiliett.  727 

6.  Koiugliche  Yerordnong:  dass  dieRechtedea  Tribunals  der  M(H 
narcMa  Sacnla,  wie  aie  ia  der  Blillo  des  P^bates  BintHcts  Xllh 
enthalten  sind,  durcb  das  nene  Koni^ordat  nicht  anfgehoben 
worden 729 

7.  Voreniviihnte  Bnlie  des  Pabstes  Bensdict  XllL     ....  730 
II.    Sardinisclie  Kirchenverlialtnisse •  745 

F.  Uvknnden  iiber  die  neuesten  Kirchen- 
▼  erhaltnisse  im  romisch-katholisphen  Po- 
lan.    Yorwort. 748 

1.  Anszng  ans  dem  Protoloille  des  Staats  -  Sekretariats  des  K&- 
nigrvclis  Polen. 748 

2.  Drd  Pabstliche  Schreiben  nndBnllen,dle  nene  Einrichtnng  des 
Krchennesens  nnd  der  Sprengel  im  Kdnigr^che  Polen  betref- 
€end. 

a.  iMb  BIDCCCXVn.  IV.  Id.  Maet 755 

h.  Dat.  MDCCCXVra.  XXVIU.  Mart .  757 

f.  Dat.  MDCCCXVra.  Prid.  KaL  JuL 758 


Xll 


B'erichtigungen. 


Der  Dmdc  der  Konkordate  ist  dardi  des  Verfassers  Abzng  nach  dem 
Baag  im  Jahre  1829  und  gpater  durch  etne  Reise  nach  Teutschland  nn^ 
aodann  durch  den  Ausbruch  der  bel^schen  Reyoiution ,  welche  alle  Kraft 
mid  Zeit  in  0e«chlag  nahm ,  etwaa  ▼erzdgert  und  dadurch  auch  hie  und  da 
ffiniges  Yersehen  wordeii.  —  Unter  die  VeratoMe,  die  uns  aufgefallen, 
gehort  ond  ist  su  berichtigen; 

Im  I.  Bande,  in  der^Ulgem..  Binleitung S. 9.,  ist  dasCitat  ans  de  Pradt 
als  Note,  statt  als  Teict,  zu  lesen.  Seite  S  ZeUe  6  Ton  unten  statt 
Christinen  lies  Christiern.  S.  33  Z.  14  Ton  oben  nach  Kirchenx 
Tersammlung  setze  bei:  zu  Kbnstanz.  S.  36  Z.  4  y.  u.  st.  aufge- 
fasste  1.  aufgegriffene. 

Im  n.  Bande  sind  uns  keine  sinnentatellenden  Fehler  au^failen.  Nur 
einige  Wortmederholuiigen ,  einige  harte  Perioden  und  einige  unrichtige 
Inttirpunktionen   haben    \^r  dem  Pnblikum   abzubitten.    Das  Werk  G^- 

erfg  ist  in  dei\  NQteii.S.  5  und  7  unrichtig  cidrt  und  es  muss  heissen: 
u  historique  snr  les  libert^s  de  1'  ^glise  galUcane.  1828.  8.  S.  9  Z.  18  v. 
u*  st.  so  wie  der  1.  so  svie  der  Verkehr.  S.  455  Z.  4  t.  u.  ist 
SteTen  durchzustreichen.  Das  im  I.  Bande  an  elner  Stelle  Terspro- 
chene  kritische  Verzeichniss  der  Schriften  aufgeklar- 
ter"Katholiken  f&r  Reform  und  Emanzipation  ihres  Kirchepwesens  wird 
Im  Supplementbande  ^  dieser  Sammlung  erscheinen ;  erstens ,  um  den  oh^ 
nehin  grdssec,  als  anfanglich  der  Plan  ging,  gew*ordenen  Band  nicht  noch 
mehr  zu  fullen ;  zweiteiu,  weil  wir  jenera  Verzeichnisse  die  moglichste  VolU 
atandigkeit  zu  geben  ^viinschen  und  allerlei  Materialien  erst  noch  erwartet 
werden.  AUes,  was  etwa  noch  an  Urkunden  ondhistor.  Erlauterungen  Ton 
Kennern  des  Faches  Termisst  werden  soUte ,  wird  derselbe  Supplementiiand 
nachliefern  ond  nachholeh.  Der,  Herausgeber  bemerkt  auch  noch  zu  letzt, 
dass  die  Sammlungen  Tor  den  ncuen  poiStischen  ^Tolutionen  Torbereitet 
nnd  dia  historischea  Einleitungen  geschrieben  waren« 


/ 


B. 

Die  Konkordate  der  neuern 

Zeit. 


Die    Konkordate    der    Franzosen. 


x   ' 


/ 


(      V 


:» 


I.  ■     ' 

Daa  Konhordat  pom  Jahre  1801. 


JEinleitung*). 

Die  Irrtliuiner  und  Verbrecben  des  Klerus  und  der  Aristo- 
kralie,  die  groben  Missbraacbe  der  Verwaltongy  die  Unterdruk* 
kong  der  ofientlichen  Freibeiten,.  der  Zwang  gegen  die  kircbli- 
chen,  dieAnarcbie  der  Sitten,  die  Gefabr  des  StaatsbankerotteSy 
die  Unkenntnisfl  des  neuen  Zeitgeistes,  di^  Verblendung  der  Ge- 
waltfaaber,  die  Bemiibungen  der  pbildsopbiscben  Gelebrten,  wah- 
rer  und  fabcber  Apostel  der  Humanitat  und  Kultur  —  AIl  dies 
zoaaflunen,  und  nicbt  eines  aliein^  hatte  die  grosste  politi- 
scfae  Krise,  welcbe  die  Weltgeschicbte  nach  dem  Siege  det 
CbristianismQs ,  der  Volkerwandrung  und  der  ^eformation  kennt, 
endlich  herrorgebracht.  Ueber  diese  Dinge  haben  Philosopben, 
Hiitoriker^  Poliliker  und  Legislatoren  so  vielfach  sich  ausge- 
tprochen,  dast  wir  et  fur  iiberllutsig  halten,  dle  Reibe  der 
Katecfaeten  zu  vermehren  und  daber  unmittelbar  zu  den  Beriih« 
rungen  der  Revolution  |ind  des  alten  Kircbtbums  iibergehen. 

Der  Klemsy  welcber  teit  mebrem  Jahrbunderten  in  Frank- 
reich  teiner  urspriinglicfaen  Bestimmung  vergessen  un4  fast  aus- 
tcUietsIich  der  Dinge  von  die^er  Welt  sich  angemaasst  — -  wel- 
cher  Frankreich  und  Europa  durch  teine  lUchilieu,   A£azarin, 


*)  VgL  TdrzugUch  darOber  J)e  I^radi  T.  H.  £•  ist  nur  «i  be- 
daiieni)  4«tt  dfeter  talentvoUe  und  geistre!icbe  Mann  gar  nie  an't 
Ende  kommt;  einFebler,  welcben  tein  genialer  Landtmann  Tb//ai>t 
ioiitt  den  ehrb'chen  Teutscheu  vorgeworfen  bat«  Sodann  Gr^gotre 
esprit  ^et  h'bert^3  gallicanes;  Paulae  BeitrJlge  tnr  Getcbichte  der 
Kirdie  im  lieiiiii^lmlen  JahrhnHdtrte. 

1* 


Jbwray^  Le  TeOier,   JBemls^    Dubois^    Brienne  n.  s.  w.   mit 
burgerkriegen ,    Graueln    und  Verbrechen   jeder   Art    angefullt 
hatte,  glaubte  auch  zu  Ende  des  achtzehnten  Jahrhunderts  noch 
imnier  Besitzer  des  Moqopols  der  Staatsweisbeit  za  seyn.     Aber 
die  Kenntuisse  jener  .  grossen  Diplomaten .  mit  der  Tiare  gingen 
ibm    bereits   eben  so  sehr  ab ,    als   die  Tugenden  -  der  JBossuet 
und  I^nelon.    Nachdem  er  die  fanatische  Ifltoleranz  mit  schun- 
geisterischpm  Atbeismus  yertauscbt  und   nicbt   nur   die  Ueber- 
zeugung  aus  den  Kopfen  der  Bessern,    sondern  selbst  auch  die 
Ceberreste  des  ahen  Koblerglaubens  aus  dem  Gemiilhe  des  Vol- 
kes  heraus^uspOtten  redlich  mit  geholfen  hatte,  entbehrte  seine 
Macht   aller  polittscheu   uud   moralischen    Stiitzen.     Aus   hofi- 
scher  Eifersucbf  uber  ibren  Einflussy  keineswegs  um  den  Ideen 
des   Jiihiiiunderts  zu  fauldigen,    war  er   Theilnebmer   an   dem 
Staatsstreiche  geworden,  welcher  die  Hauptstutze  der  Priester- 
gewalt«  die  Jesuilen,   yernichtete.     Nacbdem   diese  Pratorianer 
des  Ultramontanismus  gefallen ,  konnte  nur  das  engste  Biindniss 
mit  der  Aristokratie  ihn  retten ;   aber  auch  diese  war  in  den  Par- 
lamenten  durck  ministeriellen  Absolutismus  in  ibren  Gru^dfesten 
erschiittert  und  der  letzte  Ueberrest  von  gesetzlichem  Widerstande 
illusorisch  geworden,  und  es  bestand  hinfort  der  Hauptkampf  blos 
noch  zwiscben  Thron  und  Volk,  Konigsmacbt  und  Freibeit.    Der  , 
Klerus  naherte  sicli  den  Etats*  G^n^raux  mit  hochst  gerin- 
gen  Kenntnissen  Tom  Bedurfnisse  der  Zeit  und  des  LandeSi   ja 
von   der  Politik  und   dem  Interesse  seiner  eigenen  Kaste.     Daa 
damalige  Ministerium  selbst  hatte  die  Wahlen  der  Glieder  jenes 
Standes  so  zu  leiten  gesucht,  dass  sein  Vortheil  mehr,  als  der 
des  Klerus  dabei  erreicht  werden  sollte.     Man  wusste  die  niedere 
Geistlicbkeit   der  hohern  eben  so  gegeniiber  zu  slellen/  als  die 
Gemeinen  und  die  niedere  Noblesse  dem  Hochadel. 

,  AIs  die  General-Staaten  sich  erolFnetfeny  zahlte  der  Klerus  800 
Vertreter  in  denselben.  Darunter  befanden  sich  blos  44  BiscbdSe, 
12  Geisllicbe^  welche  keine  Pfarren  —  und  244 1  welche  Pfarren 
besassen.  Das  VerbaUniss  war  durchaus  ungiinstig  fiir  seine 
^lnteresseriy  und  schon  die  ersten  Vortrage,  Aeusserangen  und 
Motionen  endiiillten  die  grosse  Veranderung,  welche  in  den  Gei- 
stern  Vorgegangen  war.  Dergeistliche  Stand  versuchte  sich  eine 
Zeit  laiig  in  der  RoU%  des  Vermiltlers  ^    ohue  aeine  Krafte  xa 


wSgen  und  am%  Lage  lu  fceriickBichligeii.  BereiU  batte  die* 
ofientliche  Bleinung  uber.das  InsUtut  selbst  denStab  gebrochen; 
das  AnisTbieten  d&  400  Millionen ,  welches  einige  Zeit  friiher 
nrit  Eratannen  und  Jubel  erfullt  un^  den  Nanyen  der  firanzoti- 
adien  Prieaterschaft  verewigt  haben.wilrde^  kam  jetzt  viel  zu 
spaty  in  dem  Augenblicke,  wo  die  Trennang  beschlosaen  war 
und  der  fnrchtbare  Grundtatz  zqr  Devise  diente:  „Lt  D6fi- 
cit  eat  notre  tr^sor.^'    Discite  moniti!   —  —     ^ 

Die  politische  Macht,,welche  alle  iibrigen  Krafte  nunmehr 
verschlang  und  den  Qechten  wie .  den  Gutern  des  Klerus  so 
nahe  trat|  that  solches  nicht  aus  eitler  Hab  -  und  Pliinderungs- 
sncht,  wie  gem^ingeistigQ.  Gegner  der  Revolation  behauptet  ha- 
ben;  es  galt  nicht  ein  Weniger  und  Mehr,  ein  Messen  and  ein 
Wagen:  es  galt  das  Leben  der  Kaste  selbsf ;  man  wollte  nicht 
die  Individualitaten  y  man  wollte  den  Korper  vernichten. 

Nachdem  der  ,,Re!necke  Fuchs^'  de^  grossen  Drama'8, 
der  Abb^  Sieyes^  ^ie  verhangnissvolle  Phrase  ausgesprochen : 
y,Apres  avoir  depouill^  les  pr^tres ,  vous  avez  oubli^  une  chose, 
de  les^  ^gorger»  —  eine  Phrase,  deren  walire  Bedeutang  der 
Erzbiflchoff  von  Mecheln  aus  einander  gesetzt  hat ,  war  es  die 
Aufgabe  des  Kleras:  ^ynicht  femer  Herrschaft  zu  suchen,  son* 
dern  tolerant  zu  seyn,  um  tolerirt  zu  vrerden;  die Pallaate  auf<- 
zogeben  und  in  die  Tempel  zuriicLzukehrcn  ^  das  politische  Ge-' 
lieibe  hattefiir  ihn  aufgehort:  der  alte,  urspriingliche  B^ruf -^ 
die  Seelsorge — wieder  begonnen ;  es  waren  keine  G  r  o  s  s  e  n  mehr 
YOilianden:  -es  fanden  sich  blos  Priester  vor/^  Aber  er  begriff 
seine  Stellung  nicht.  £r  hielt  sich  noch  fdr  bedeutsam  und 
michtig,  damalsy  ala  Niemand  mehr  die  Religion  wollte;  und 
er  war  es  weniger,  als  unter  Bonaparte  und  der  Restaurationy 
wo  viele  sich  nach  ihr  zuriicksehnten.  Er  hielt '  das  fran- 
zosische  Volk  fdr  anhanglich  an  ,die  Sache  des  Zehntens,  als 
bereitB  Dogmen  und  Kirchengebote  Iselbst  in  Verachtung  nnd 
Nichta  herabgesunken  waren.  Dieser  Irrt^um  war  wesentlich 
und  tief  eingreifend.  Mit  der  AssembUe  constituante  begann 
ein  neuer  Zeitpunkt  in  der  Geschicbte  des  Klerus,  nnd  die 
Wirkungen  derselb^n  sind  nocli  iii  unsern  Tagen  bei  ,einem 
groflaen  Theile  der  Nation.  keineswegs  verschwuiiden. 


»     • 


,,0er*  Klefos  — -  driiekt  D^  Prait  wAt  gut  tibh  aus  ^  kam 
zn  diftn  Eiats-G^ni&rauXy  vereinzelt,  ohne  Warzelo  wader 
in  dem  Geiste  noch  in  dem  Herzen  von  irgend  Jemand,  und 
wenn  ein  Vergleich  zwiscfaen  dem  Adel  und  den  Gemeinen 
auf  seine  tJnkosten  hatte  besiegelt  werden  konnen  y  ao  wiirde 
er  ohne  gfosee  Bedenklichkeifen  eingegangen  worden  eeyn.  In 
der  Folge  Tereinigten  sich  Einige  mit  dein  Klerus ,  so  wie  Schiff- 
briichige  nach  dem  Sturme  sich  san^meln,  und  so  wie  gemein** 
schaflHcher  Hass  und  gemeinschaftliche  Furcht  gegen  einen  und 
denselben  Feind  sich  verbiinden,  welche^  mehrere  zugleich  nn* 
terdruckt.  Diejenigen  aber,  welche  sich  hinter  die  Geiatlich- 
keit  verpflanzten  y  suchten,  weit  •entfernty'  mit  derselben  sich 
zu  verschmelzen ,  vielmehr  blos  einen  Verbiindeten  und  keines- 
wcgs  einen  Freund.*^ 

y,WeIch'  ein  Unsteniy  dass  Umstande  vonso  drohender  Na- 
.lur^  gleichwohl  nicht  durcbdrangen ,  dem  Klerus  eine  veran- 
derte:Richtung  zu  geben!  Welcher  Ue^Istand ,  dass,  statt  die 
Kette  enger  zusammen  zu  ziehn,  um  stch  zu  halten,  er  mit 
eigener  Hand  sie  brach,  und  die  Kraft  der  zersplitterten  Bingo 
za  gar  nichts  mehr  ansreichte.  Welch*  Ungluck,  dass  die  kon<» 
stituirende  Versammlung,  welcher  eine  solche  Summe  von  Etn- 
sichty  Grdsse  und  Talent^zu  Gebote  ^tand,  nur  die  Halfte  ih- 
res  Werkes  vollendete;  dass  sie  unter  dem  Gewichte  der  Vor- 
wiirfe,  die  man  nur  allzn  rechtmassig  fiir  jene  harte  Abthei-- 
lung  ihrer  Wirkaamkeit,  hinsichllich  der  Priestery  ihr  mach^ii 
konnte,  stille  stand,  und,  'statt  von  Verkiindung  ihrer  Grand* 
aatze  zur  fireien  nnd  voUstandigen  Anwendung  uberzugehu,  sich 
herabwiirdigte  y  die  Priester\zu  schulmeisterny  und  denselbea 
eigeite  Konstitutionen  zn  zimmern;  dass  sie  vbn  der  Hbhe  ih-- 
res  philosophischen  Standpunktes  heruitterstieg  zu  den  Kleinfii* 
gigkeiten  der  ^riecfaischen  Kaiser,  und  d#ss  sie  im  Namen  der 
Toleranz  Verfojgungen  anordnete.  Man  darf  mir  glauben,  wenn 
i6h  die  Assembl^e  constitnante  anklsge;  ich  habe  sie  genngsam 
gelobty  um  das  Recht  zii  besitzen,  sie  zu  schelten;  ich  bin  ihr 
nahe  genug  gefulgt,  um  sie  ganz  zu  kennen/'  — 

Bei  Erbffnuiig  dieser  Versammlung  war  der  Klerus  getheilt: 
das  Hauptgewicht  der  Opposition  driickte  die  Hohern  aus  sei- 
ner  Mitte.     ^iach  dem  4«  August  nnd  S*  Oktober  kamen  manche 


rar  Bariannog  rarQck';  gemdiuanie  6«f|Jir  Tfrduiigte  yn^ 
deriftrwteiide  Gefolile  «od  Lfidentohefteo.  Ste  erkennteny 
daMy  wer  mit  aUun'  Uebrigen  ioi  G^gensetae  «icfa^  b^nde,  we- 
nigatena  nnter  aicb  eintrachtig  imd  eingiathig  eeyn  niUse.  Daea 
der  firanzdaiaGhe  Klerua  Jemala  dieae  Lehre  Tergeaatfi  konntey 
waa  der  bekannten  JEinsicht  und  Konaeqnems  der  Kaate  iiber- 
hanpt  doch  ao  aehr  wideripricht,  ware  nnerklarlich,  wenn  nan 
den  Schloaael  nicht  in  der  Begierde  gefunden  hatte»  auf  Unko* 
aten  der  andem  Stande  nochmcfar  m  erwerbeni  ab  nian  be* 
reita  nchon  besaaa.  So  erfdllte  sich  denn  die  Bedeutung  der  Morel 
in  jenerFabd  Ton  dem  Hundey  welcher  daaFleiaoh  aua  derSchnan* 
ae  Terlor»  nm  den  Schatten  noch  einea  aweitcn  zuerhaachen^ 

Die  Afiare  niit  dem  Schwur  auf  die  Verfaatung 
brachte  die  meiste  Zwietracfat  nnd  die  meiate  Anarcbie  unl^ 
dea  Klerusy  wie  nnter  genz  Frankreich.  Ihre  Vorgangej  Vm- 
atinde  nnd  Folgen  aind  au  fiinreichend  bekannt,  nm  hier  aber- 
mala  aie  au(zufuhren, .  und  wir  Terweiaen  den  Leaer  deashalb 
nnf  die  Teracfaiedenen  trefflicfaen  Werke,  welche  die  Geachichte 
der  BeTolntion.  abhandeln.  Der  Klerue »  durch  mancfaerlei 
tbo^cfaten  Wideratand  nm  die  Achtung  uad  daa  Vertrauen  der 
NaCion  g^mmen,  aah  aich  bald  nun  dem  blntigaten  Haaae  der 
herrsdienden  Partheien  preisgegebenf  Sprach  er  Ton  der  Re- 
Ugion^  ao  rief  man  ibm  entgegen;  y^Ihr  meint  den  Zehnten;^' 
vertbeidigte  cv  die  Monarchie:  y^Aoh!  ihr  redet  Ton  dem. 
ancien  rigiiney  wcgrin  ihr  den  pr^mier  ordre  de  TEtat  ge- 
Uldet;''  -^  foderte  er  f  igenthumarecfate  suruck  --«  ao 
Ufae  ea;  yyEuere  alten  Giiter  wollt  ibr/^  So  mischte 
aich.lkitterer  Spott.in  4eo  Haaa»  und  k4nn  man  sagen^  der  franzo^ 
aiaclie  Klerua  habe  denselben  nicht  wirklich  Terdient  ?  .  £r  ist 
ala  Opfer  aeiner  eigenen  Grundsetae^  Leidenaicfaaften  und  jfntri- 
ken  gefallen.  Diejeoigen^  w^Icfae  den  Schwnr  leisteten  uod,  nicht 
selbetf  Ton  ireien  Sttickei^i  der  neuen  Ordnnng  Krieg  ankiin. 
digten»  wurden  groaatentheila  gereitet  Die*  Meinung  derMehr. 
aebl  dea  gebildeten  Europa  war,  fUr  diesen.  Scfawor  und  eine 
bereita  genannte  berohmte  Fakultat  von  katholiicben  GoUeage- 
lahrlBo  hette  auadriicklicfa  diese  Verbiadticbkeit  eui^esprochen  *)• 


*)  yeegU,  arignt^  mgnLt  de  l'igUae  eto«  t 


t 

9ffc,l(^ffK^»A  wve  dB0  Tliorlieit  nwA  VMHrecheii  su^eidt; 
fl^  ^ciuncdaifcbenKIenis  liat  mmer  seineiii  naturHphen  yeKkiiii- 
^fefeei^,^^  Ajristok|C|itie,  NienendinEtiropa  ernetlicli  bedanM^ 
^d  ditf.^i^lleideiiy  welchee  man  ihin  xdlte,  gehorte  dieiU  dar 
J^i^clwiclitieein/es  UngliickB  nnd  rein-hnmanen  Gr&nden,  oder 
efnisr  •  poliiiaGheit,  d.  h.  dem  Hasae  gegenf  all^  politiscfae  Meno- 
jmfagf  an^  iwelche  in  den  Kabineteh  bei  Zunahine  ihres  Un- 
g^ttcka  aich  erzeogte. 

^  .  Wir  ttberlasaen  die  Schildening  der  Terschiedenen  Hanpt* 
wortfohrer  der  Klemstache  ebenfalls  den  Leeem  der^ReToln— 
tionagegchiGhte;  man  wird  die  Talente  und  personlichen  Eigen- 
achaften  der  Mmry^  Boehefatioauld ,  Monttsquiouy  liastigntUfy 
BonruifalfjBoisgtlin^  Brienne^  Pompignan^  Cid,  Diilon,  Du'^ 
lau  u.  A.  niemala  in  Abrede  etellen;  aber  anch  clas  Tefhang*» 
nissTolle  Wort  dea  Abbe  Sieyee^,  wdchea  die  Charakteriatik  dea 
oppoiiirenden  Klerus  epthielt,  iat  eben  so  wahr  als  schneidend  ge- 
wesen:  ^ylls  Teulent^itre  libreS|-  et  ils  ne  saTent 
pas  fttre  jttstes.^' 

Die  Deportation  nnd   der  Verfassnngs-Eid  hatten   etgenl^ 

Jich  nnn  drei  Abtheilnogen  Ton  Priestern  geschaffen;  2wei  be- 

fanden  sich*  ansserhalb^   der  dritte  innerhalb  Frankreicfa*    Die 

Emigration  diente  den  Gegnem  der  ReToIntion  nnd  des  Kleraa 

insbesbndere'  mehr,  ala  sie  denselben  Schaden  brachfe.    Tao-' 

aende  fluchteten  nach  Terschiedenen  Landern  EurQpa'^,    selbat 

nach  solchen^  welche  aum  Theil  dnrch  den  Eleiss  uird  die  Ttt-« 

genden  derEnkel  jeDer  Befogi^  Tor  der  Intoleranz  flirer  Vatcr 

anfbliihten.    Merkwinrdig  genug,  sah  man  die  Ketaer  am  aller-* 

gaetfrenndlichsten ;  wabrend  in    mehr  ala    einem>  kathoIischeH' 

'Staate  Verachtnng  und  Hass  die  Emigr^^empCng/  deren  Sitten 

nnd  Hochmutji  daan   auch  nicht  gerinjfe  Veranlasanng  gaben* 

Sie  eiwied^rten.  gemeinaam  mit  dem  Adel  die  genossene  Gaat- 

ffeundscbaft  durch  Laster  atler  Art^  womit  sie  bisherige  •  Nett'» 

linge  darin  bekannt   machten.     £a  ist  gewiss,    nichta  hat  iii 

nenerer  Zeit  z.  B.   Teutschland  so  aehr  demoraliairty    als  dio 

Pnester  nnd  Edlen  der  franzdsischen  Emigration;  diese  Sache  isC 

apr&ehwortlkh  nnter  Axm  Volke  geworden  nnd  hat  aur  Ver- 

mehrang  der  Freunde  der  ReToIntion  nicht  wenig  beigetragen. 

Die  Apalo^e  dea  AIt-^£iafafacUoffii  ^wm  Macheln ».  fatneicfatlich 


dn  |U0iiW  ttnbil^  BctfigMif'  mr  8O9OOO'  fiKnkoHncbiRi^  Pnenlfr 
iiD  Aualamde,  UiikA  iA&t  ■ehr||  itiid  nmis,  als  «iog^g^it  l^ott 
Hatioiialer  Eitdfc«it,  «Is  Lockspeise  ad  captaffdam  ly^ch^dleMiatri 
QOd  als  Oratio  {ut>  domOy  von  Unb^fangenen  betraclif^t^rAeili 

Das  Dekret  Tom  18*  Froktidor  gab  dem  ausgewanderten 
Uentt  daa  Jns"  ppediminii ,.  d.  h.  der  Riickkehr  in  daa  VaCer- 
landy  wieder)  aber  das  Direktoriom  sogerte  mit  den  Maatffre- 
geln  fiir  den  VoUzag  desselben  ao  lange,  dass  diese  VergiiO- 
■ligiuig  xiealich  illnsorisch  blieb.  Gleichwdil  begaben  sich  eine 
groase  Zahl  Priester  nach  der  lange  verlassenen  Heimath  -zn— 
rnck.^  Der  nach  dem^lQ,  Angust  rerordnete  Schwur  entzweite 
Ton  Nenem.  Die  Sorbonne ,  oder  was  von  ihr  noch  ubrig  ge« 
Uieben,  erklarte  ihn  far  zulassig.  Der  konstitntioneUe  Klerua 
Bbte  seiii  Amt  anter  dem  Schutze  der  Gesetze  des  Aagenblik- 
kes  bestmoglichst  aos;  doch' hatte  «r  Ton  der  ^revolutionareii 
Wttth  der  Terschiedenen  ^  sich  wechsekeitig  zerfleischenden  Par- 
ihoen  vieirach  zu  leiden.  Gemeinssme  Drangsale  fuhrten  die 
geschwomen  nnd  die  ungeschwomen  Kleriker  nicht  seltea  -mt^ 
der  zosammeii. 

Wihrend  .dieser  Krisen  und  Katastrophen  war  der  innert 
Zwammf  nhang ,  ao  wie  der  mft  den  ausgewandert^n  Briiderii 
•chr  locker,  nnd  nor  anf  Umwegen  moglich;  die  Verbindong 
snit  A o m  allza  gefahrToII-  und  gleichsam  nur  noch  historisch 
▼orfaanden.  ^AlIea  ging  durch  Mfttelspersonen  Tor  sich,  und  die 
oogeiianQte  -yyFetite  ^glise^'  bildete  sich.  Der  franzbsisefae 
Kleros  nahm  dadnrch  an  innerem  Eifer  iur  die  Interesseh  set-* 
ner  Konfession  ond  an  Innigkeit  fiir  Rom  zu;  was  er  in  den 
Tegen  dea  Glanzes  niir  noch/  weil  es  so  hergebracht  und  Sa- 
e^  seiaes  M^er  war,  fortgetrieben  haite,  ward  in  den  Ta-« 
gea  der  Gfifiahr  und  Hoih  wirklich  non  Ueberzeugung. 

Der  .18«  Brumaire  war  der  Wendepnnkt  seines  Schicksals. 
Hm  Schiiflein  Peiri  fand  in  der  Resktion,  welche  die  Kraft  der 
Aqpoblik  in  die  Hande  eines  siegreicheEi ,  ehrgeizigen  Fiihrers 
iiberljeferte,  seinen  Anker  wieder.  £in  Fusions  -  S jstem  unter 
den  Terschiedenen  PrieetaHy  .mit  und  ohne  Schwur,  wurde 
Iid>liiigsidee  dee  Diktstora,  Die  Partheien  naheiten  aich  ein- 
ander;  doe  neue  Obeifaau^t  des  Staates  wosste  redit  got,  wo- 
zii  Kknis  otid  Pabet  ifam  dienen  aollfien^  -er  schloeicheUe 


10 

r 

dm^  '«Imft,  gendi  lOMrvicfBndea  EiniliiM  «u  giititttiL  Hm 
•iicbU  uber.  die  Vergangenheit  bo  yiel  mogUcIi  einen  SeUeier 
m  siehn  nnd  zwieclien  ibr  nnd  der  Gegenw^rt  eintNd  Verglkich 
3(9  treQBd.  Der  Fabet  ofienbarte  euch  damale  GrandsStGe  fi»k 
Milde  und  Nacbgiebiglceit,  welche  den  ZeilverbaltniMen  und  dem 
einatigen  Beisenden  uach  Wien  aehr  gut  anataiideu.  Piu^  VL 
arbeitete  flir  die  Beligiou  eben  ao  fein  und  tbatig,  ala  Bonof* 
parU  fur  die  f^reiheit.  ^ 

Der  erste  Konsul,.  zum  erstenmal  in  die  Lage  Teraetzt ,  in 
kircblichen  Angeldgenheiten  linterhandeln  zu  mixasen,  aocht^ 
xu  Geachaftariihrerii  Sardu^  aeinen  Bruder  Josephy  die  Herren 
CrHkt  und  Bemier  aua.  Letzterer  gehorte  zu  den  einfluaarei* 
fben  Prieatern  der  Vend^.  Die  Diplomaten  dea  heil.  Stuhla 
waren  die  Kardinale  CoMaMj  SpinctmxA  CazelUi  aie  gehoiw 
ten  au'den  gewandteaten  der  damaligen  Zeit  und  die  Hberwie— 
genden  Talente  dea  £rater>en  ^ird  jeder  Teutacbe  nicht  obne 
tiefe  patriotiache  Trauer  anerkennen  miiaaen. 

Bald  kam  man  ilber  die  Grundlagen  ttberein ;  bald  batte 
Frankreich  ein  Konkordat  und  einen  Kardinal  a  Latere.  Dio 
Ernennung  der.  Biacbdflfe  und  die  allgemeine  Organiaation  dea 
Kirchenweaena  folgten  darauf  unmittelbar,  ao  ziemlich  obna 
Erscbiittemngen  und  LeidenscbafUicbkeiten.  Die.Nation  war 
mude  und  aehnte  aich  nacb  Bube ;  Bonaparte  nacb  Befeatigung 
•einer  Macht  duroh  kirchlichen  Beistand;  Bem  hielt  achnella 
Besitzergreifung  in  dem  bereita  verloren  gegebenen  ^Lande  fur 
bocbst  wichtig.  £a  fehlte  aber  viel,  dasa  alle  Partbeien  der 
nenen  Erscbeinung  dea  Tagea  hnldigten.  Hanebe  Freunde,der 
Freiheit  und  der  Kultur  sahen  nicht  obne  Scbauder  die  Wie- 
derkebr  priesterlichen  Einflosses  in  dem  ao  muhaam  dayon  ge.'^ 
aauberten  Lande  und/  ahneten  die  tiefangelegten  Plane  deage* 
sialen  Despoten  nur  allzu  gut^  welcher  dem  kiihnstrebenden 
BepublikAnismua  anch  Ton  dieaer  Seite  ein  Gebiss  anlegen  wolhe. 
Doch  wir  geben  nunmehr  daa  Konkordat  aelbat|  welchea  nm 
dieae  Zeit  zwiachen  ihm  und  dem  Pabste  geaohloaaen  wnrden 
iat.  Ueber  die  BeachaiFenheit  deaaelfoen ,  seine  .Motfawendigkeit 
ond  Mittzlicbkeit ,  aeine  Vorz^ge  und  Fehler  moge  man  die  wk- 
endlich  Terachiedenen  Heinungen  der  Partbeien  aelbat- verglei- 
eben,   vor  allem  «b«r  waa  der  mehrCanh  angefribrte  pdbliziati* 


11. 

fC^  Prilati    mid  Ifc^ohm  ielbst  in  dicier  Bcmlniiif .  giaiiiM  • 
sdt  liabeti.  *) 

Conventiori  entre  Sa  Saintet^  Pie  VII  et  le  gom^er*^ 

Hement  JYanpaie. 

Le  goQyemeiBept  de  la  r^publiqae'  rficonnait  que  la  reli. 
gion  catboli^ue,  apostofiqae  et  romaine^  eet  la  relijion  de  la 
grande  majorit^  des  citoyens  firan^ais.  ' 

Sa  Saintet6  reconnait  ^galement  qae  cette  m&me  religion  a. 
retir^f  et  attend  encore  en  ce  momei^t  le  plua  grand  bien  et  le 
plaa  grand  ^dat  de^  r^tablissement  du  culte  catbolique  en  France,. 
et  de  la  profession  particuliere  qu'en  font  lea  consuls  de  la  ri- 
pablique. 

£n  cons^qaence,  d'apre8  cette  reconnais$ance  mutuelle,  tant 
povr  le  bien  de  la  religion  que  pour  le  maintien  de  la  tran- 
^uillit^  int^rieure,  ils  sont  convenus  de  ce  qui  suit: 

Art  P*.     La  ^religion  catboliqae,    apostolique  et  romaine^ 

aera  librement  exerc^e  en  France.  .  Son  culte  sera  public|  en  se 

conformant  aqx  r^glemens  de  police  que  le  gouvernement  jugera 

ndceasaires  pour  la ,  tranquillit^  publique. 

IL     D  aera  fait  par  le  saint-si^ge,  de  concei*t  avec  le  gou-  ' 
vemementy  une  nouvelle  circonscriplion  des  dioceses  frangais. 

III.     Sa  Saintet^   d^clare   aux   titulaires   des  ^v^cb^s  iran- 

^aia,  qu^elle  attend'd*eux,    avec  une  ferme  confiance,    pour  le 

bien  de  la  paix  et  de  runit^^   toute  esp^ce  de  sacrifice,  m^me 

celui  de  leurs  si^ges* 

D'apr^  cette  exbortationy  a'ils  se  refusaient  k  ce  sacrince 
command^  par  le  bien  de  P^glise  (reius  n^ann)oins  auquel  Sa 
Sainteti  ne  a'attend  pas),  il  sera  poarvo»  par  de  nouveaux  li- 
tulairea^  an  gouvernement  des  ^vicb^  de  la  circonscriptidn 
Ikonvelle  de  la  maniere  suivante: 

IV.,  Le  prMiar  consul  de  la  rdjtablique  nemmei:a,  dans 
las  troia  moia  qoi  saivront  la  publication  de  la  buUe  de  Sa 
Saintet^,  anx  archev^cbes  et  ^vicb^  de  la  circonscription  nou- 
veUe.    Sa  Sainleti  confirera  riostiiation  canoniqu^  suivant  lea  ' 


^m  >*> 


*)  V0  Fradu  II,  cSi.    Xm  Gum  M^»or«  da  8l.  HAtae» 


f omies ,  ^taUies  ^ar  rapport  i  U  Prance,    ayant  le  cbangemeDt 
d^  gonvernement  .  \ 

y.  Lea  noininations  anx  £v6cb&  qni  yaqneront  dans  la 
avit^y  ^eiront  ^alement  faites  par  le  preraier  conanl^  et  rinsti- 
tution  canonique  aera  donn^e  par  le  iaint-si^ge,  en  conformit^ 
de  rarticle  pr^c^dent« 

'YI,  Les  <^v^ques,  avant  d'enfrer  en  fonctionBy  priteront 
directement,  entre  les  mains  du  premier  consul,  le  serment  de 
fid^Iit^  qiii  ^tait  en  usage  avant  le  changement  de  gouveme- 
menty  exprim^  dans  les  termes  suivans:  ^ 

.  ,yJe  jur^  et  promets  a  Dieu,  sur  les  saints  ^vangiles,  de 
garder  ob^issance  et  fid^liU  au  gouvemement  ^tablipar  la  coa- 
stitntion  de  la  r^publique  fran^aiae.  Je  promets  aussi  n'avoir 
aucune  intelligence,  de  n^assister  4  aucun  conseil,  de  n'entre- 
tenir  aucnne  ligue,  soit  au  dedans,  soit  au  dehors,  qui  soit 
contraire  a  la  tranquillit^  poblique^  et  si,  daris  mon  dioc^e 
ou  ailleurs,  j'apprends  qu^il  se  trame  quelque  cbose  au  pr^ju- 
dice  de  TEtat ,  je  le  ferai  savoir  au  gouvemement/' 

VII.  Les  eccl^siastiques  du  second  ordre  pr^teront  le  m^me 
aerment  entre  lea  mains  des  antorit^  civiles  d6sign6es  par  le 
gonvemement. 

VIIL  La  formule  de  priere  suivante  sera  r^cit^  a  la  fin 
de  I'o£Gce .  divin ,  dans  toutes  les  ^lises  catholiques  de  France: 

Domint^  salvam  fac  rempuhUcam.       * 
Dominef  salvos  fac  coMulee» 

^  IX.  Les  ^v^ques  feront  une  nouveUe  drconscription  des 
paroisses  de  leurs  dioc^es,  qui  n^aura  d'effet  que  d^apres  le 
consentement  du  gouvernement. 

X.  Les  ^v^ques  nommeront  aux  cures.  Leur  choix  ne  pourra 
tomber  que  sur  des  personnes  agr^^es  par  le  gouvemement. 

XL  Les  ^v^ques  pourront  avoir  un  chapitre  dans  leur  ca- 
th^drale,  et  un  s^minaire  pour  leur  diocese^  sans  que  le  gdu- 
vernement  s^pblige  a  les  do.ter.  * 

XH*  Toutes  les  ^glises  m^lropolitaines,  cathddrales,  parois^ 
siales  et  antres  noii  ali^n^es^  n^essaires  au  culte,  seront  mises 
|l  U  disp^sition  des  ^vi»ques«' 


'   • 


13 


Xin.  Sa  Saintel^»  poQr  l^  bien  de  la  paixet  HieuTeitx 
rdteblbseflaent  de  la  raligion  catholiqiiey  didare  qne  ni  dle|.iil 

4 

gee  aucceeteiursy  ne  Iroubleront  en  ancune  mani^re  les  aoqui- 
reora  dee  biens  eccUsiastiqttes  ali^dnea ,  et  qn^en  cons^uence  la 
J>ropri^t^  de  ces  iti^mes  biena ,  lea  droits  et  reTenoe  y ,  attacb^ 
demeoreront  incommutablea  entre  leura  maiua  ou  cellea  de  leuri 
ajant-cauae.  ^ 

XfV.  Le  gouvernement  aasurera  un  traitement  convenable 
anx  ^%*4quea  et  aux  cur^a  dont  lea  dioc^ea  et  lea  curea  aeront 
compria  dana  la  circdnacription  nouvelle.  ^ 

XY.  Le  goovemement  prendra  ^galement  dea  meaurea  «ponr 
qne  lea  catboliquea  frangaia  pmaaent»  a'ila  le  yeulent,  faire  ea 
JaTeor  dea  ^gliaeay  dea  fondatioaa. 

XVL  Sa  Saintet^  reconnatt  dana  le  prenrier  eonaul  de  la 
r^ublique  fran^aiae»  ka  m^mea  droita  et  pr^rogativea,  dont  joula- 
aait  prea  d'eUe  randen  gouTemement 

XVIL  II  eat  tonvenu  entre  lea  partiea  contnictanteai  que 
dana  le  caa  ou  quelqu^ttn  dea  aucceaaeura  du'  premier  conaul 
actncl  lie  eerait  paa  cathQliqney  lea  droita  et  prArogativea  men- 
tionn^  datia  Partjcle  ct*deaaua,  et  la  iioffliinalion  anx  4vich^ 
aeront  r^l^,  par  rapport  a  lui,   par  une  npuvelle  conventioiu 

Lea  ratifioationa  aeront  ^chang^  a  Pariay  dana  reapace  de 
qnaraiile.  joora. 

Fait  a  Paria^  le  26  meaaidor  de  Tan  IX  de  la  f6pid>Iiqaa 
Iran^aiae. 

Articlea    orgeinifuea, 

Ajt  l^.  Aucuiie  buUey  bref,  reecrity  iioteij  mandal^ 
proviaion,  ^gnature  aervant  de  proyiaioA,  ni  autrea  exp^ditiouf 
de  la  ^ur  di  Rome,  meme  ne  concemant  que  lea  particuliera^ 
ae^pooiTont  ^tre  re^uea,  publi^ea,  imprim^ea  ni^utrem^t  mi^ 
aea  k  ex^cution ,  aana  rautorisation  du  gouvernement. 

2«  Attcun  individu  ae  diaant  nonce,  I^gat,  vicaire  on  com^ 
misaaire  apoatolique,  ou  ae  pr^valant  de  loute  aatre  d^nomina- 
tion,  ne  pourra^  aana  la  m^me  autorisation,  exercer  sur  le  sol 
fran^aia  ni  ailleurs^  aucuue  fonction  relative  au^  affairea  de  P^- 
gliae  gallicane. 

3«  Lu  d^creta  dea  ajnodea  ^trangera;  m&ne  c^  dea  con- 


14 

^H'  giMirmXfnt  pomToiif  ttr«  pnblUs  en  Fruicey  «TBHt  que 
Je  gouvememeDt  en  ait  ejsainin^  la  forme,  lear  confbmiiiA  av«D 
ko  loie,  droits  et  franclixees  de  la  r^pnMique  fran^ise^  et  tont 
HBeqtga^f  dans  lenr  pnblicatiooy  pourrait  alt&er  ou  int^resser  k 
tciMiqQillit^  pttbliqtie. 

4b  Aucun  concile  vational  00  m^tropoUtaiB,  aneun  ajnode 
dioc^aein^  aucnne  assembl^  d|£lib^rante^  n^aura  lieu  sans  la  per- 
missioil''  exp!re^Be  du  Vgouvemement. 

«  6.  Toules  les  fonctions  eccl^siastiqnes  seront  gratuites^  sauf 
les  obligatioDs  qai  seraient  autoris^es  et  fix^es  par  les  ^^glemens. 

6«  11  y  aura  reoours  au  conseil  d'^tat  dans  taos  les  cas 
d'abus  de  la  part  des  sup^rieurs  et  autres  personnes  ecd^iasti- 
ques:  les  cas  d'abu8  sont  I'osnrpation  ou  l'exc^B  du  pouyoir, 
la  codtraTeBlibn  aux  lois  et  riSglemens  de  la  r^publique,  I'in— 
Ihactiott  des  TegIes'consacrto  par  les  oanons  re^us  en  France^ 
rattentat  aux  libert^s,  franchises  et  ooutumes  de  1'^glise  galli^ 
teane^  el;  toute  entreprise  ou  tout  procdd^  qui,  daus  fexercice 
du  oulte,  peut  compromeltre  Itoimeur  des  citoyens^  troabkr 
•rbitraSrement  leur  qonsmnoey  d^g^n^rer  contre  eox  en  op» 
pressioB  ou  en  injute^  oa  en  scandale  publio. 

7.  II  7  aura  pareillement  reeoura  au  conseil  d'^taty  a'fl 
esi  port^  att^inte  k  r-exercice  pubUc  du  cultOy  et  k  la  liberti 
que  les  lois  et  les  r^glemens  garantisseat  k  ses  minisires. 

8.  Le  recours  comp^tera  k  toute  personneint^ress^e;  kdi^ 
faut  de  plainte  particuliere,  il  sera  exerc^  d'office  par  les  pr^ 
fets.  Le  fonctionnaire  pablic,  eccl^siastiqae ,  ou  la  personne 
qoi  Youdra  exercer  ce  recours,  adressera  un  m^inoire  d^taill^  et 
sign^y  «u  conseiller  d'^tat  charg^  de  toutes  les  affaires  ooncer- 
nant  les  caltes,  lequel  sera  tenu  <3e  pr^ndre,  dans  le  plus  oouil 
d^laiy  tc^  les  renseignemens  conTenables,  et,  sur  son  rapport; 
Pafaire  sera  suivie  et  dtf nitivement  termin^e  dans  la  forme  ad^ 
ministpative,  ou^renyoy^e,  selon  Texigence  de  cas,  aax*  autori'- 
tia  coiDpdteiites. 

S  e  c  t  i  0  n     premiire» 

Dispositione  generalee» 

p.  Le  ttiti  cadioli^ue  sera  exerc^  sous  la  diredtioh  des  ar- 
cbey^ques  et  ^viques  dans  lears  dioceses,  et  sous  celle  des  tu^ 
i^^s  dan^  leurs  paroisses.       ^    ^ . 


16 

10»  ToBl  priYxfiiga  poitAiit  •xesiptioii  m  «ttribatiai»  d«  U 
jnriidietion  ^piscopale  est  abdi. 

11.  Lea  archev&qiiee  et  ^v^ues  pourront  i^ee  raQtoriei^ 
tton  du  gouvernenieot,  ^tablir  dane  leora  dioceaea  dea  cbapitrea 
cath^draux  et  dea  a^minairea ;  toua  ijutrea  ^bUaaettieila  eoe}^ 
aiaatiqaea  amit  aapprim^» 

12.  11  aera  ]ibre  aux  archevdqnea  el  ^v^uea  dajouter  % 
leur  nom  le  titre  de  citoyen  ou  celni  de  monaienr;  toutea  aor 
tres  qualificationa  aont  interditea. 

8  t  c  t  i  o  n    IL 
D«t  archgpi^ue»  ou  m^iropoiicains* 

18*  Lea  archeviquea  consacferont  et  installeront  leors  auf» 
firagana;  en  cas  de  d'empAchement  ou  de  refua  de  leur  pat^ 
3a  aeront  soppUe^  par  le  ploa  anden  ^viqoe  de  l'arrondiaa^ 
ment  m^tropolitain. 

14.  Ds  veilleront  au  maintien  de  la  foi  et  de  la  diacipline 
idasia  les  dioctees  d^pendans  de  leor  m^tropole. 

15«  Os  connaitront  de  r^clamationa  et  de  plaintea  portte 
conti%  la  conduite  et  lea .  d^dsiona  des  ^v^ues  auflragane. 

S  e  o  t  i  on    JXL 
J)o9  Mquetp   dos  vieairoM^gduiraux  ot  dot  Miminair^ 

16«  Oil  ne  pourra  itre  nomm^  ^v^ue  avant  PAge  de  trente 
anai  et  st  On  i/est  originaire  fran^ais. 

17.  Avant  Pexp^dition  de  rarr^t^  de  nomination,  celui  ou 
ceux  qui  aeront  propoa^,  seront  teuua  de  rapporter  une  atte. 
atation  de  bonne  vie  et  moeurs,  exp^di^e  par  T^v^qu^  dana  le 
dioceae  duqud  ih  anront  exerc^  lea  fonctiona  du  miniat^  00* 
d^aatiqu^y  et  ila  seront  examin^s  sur  leur  doctriae  par  un 
^vique  et  deux  prtoea  /^ui  seront  commis  par  le  premier  con» 
sul,  leaqnels  adreaaeront  le  r^sultat  de  leur  examen  au  conaeiL. 
ler  d'^tat  charg^  de  toutes  les  affaires  concemant  lea.  cnltea. 

18«  Le  pr^tre  nomm^  par  le  preoiier  'consul  fera  ses  dili- 
gences  pour  rapporter  rinatitution  du  pape.  Jl  ne  pourra  ex- 
ercer  aucune  fonction  avant  que  la  bulle  portant  aoo  iastitu- 
tiou  ait  regu  I'at(ache  du  gouvemement/  et'qu'il  ait  pr^t^  en 
persomie  le  aerment  ptescrit  par  la  *  convention  pasa^  entre  H 


16 

gotttmieaMil  finrHta^  ^  ^  iaint^sUgel  Ot*mmm%  BenifprAt^ 
aa  premier  cen^iil^  VL  ea  tera  dressi  proces  Terbal  par  le  ae- 
criCaire  il'^iM«  '        .  .         ' 

19^  Lee  Mbtfnt^  nonmerotlt  et  institneront  les  cur^;  n^- 
anmoine/  ile  maBifeettaront  leur  nomination,  et  ilane  donueront 
Pinetittttion  cauoniqae  qn^apr^  que  oette  nominatioa  aura  i\i 
Mgti^  par  le  preoiier  conflul, 

20.  Db  seront  tenus  de  r^aider  dans  lenrs  dioctees;  ib  ne 
pourront  en  sortir  qu'avec  la  permission  du  premier  consuL 

21*  Chaque  ^vAque  pourra  nommer  deux  Ticaires  g^n^rauz, 
et  cbaque  a/cheVique  pourra  en  nommer  Irois ;  ils  les  choisiront 
parmi  les  pr^tres  sj^nt  les  qualit^  requises  ppur  i&tre  ^v^ques. 

22.  Ile  visiteront  annnellemfnt  et  en  personne  une  pirtie 
de  lenr  diocese,  et,  dans  respace  de  cinq  ans,  le  diocese  entier. 
Xh  cas  d'emp^chement  i^time,  la  visite  sera  faite  par  nn  vi- 
caire  g^n^ral.  * 

28«  Ceuz.  qui  serent  choisis  pour  renseignement  danis  lea 
a^minairea  sottscriront  la  d^claration  faite  par  le  derg^  de  Francei 
en  16829  et  publi^e  par  un  ^dit  de  la  m4me  ann^e;  ils  se  sou- 
mettront  A  y  enseigner  la  doctrine  qui  y  est  contenue;  et  lee 
^v^ques  adresseront  nne  eipMition  en  fbrme  de  cette  soumis- 
sion  aa  conaeiller  d^Aat  cherg6  de  toutes  les  afiaires  conoemttit 
les  ccdtee.  ^ 

24»'  Lta  iwbqaes  envezront  tontes  les  ann ies  k  ce  consoller 
d'£tat  le  nom  des  persoones  qui  ^tttdieront  dans  les  adminaireei 
et  qui  se  destineront  k  T^tat  ^ccMsiastique, 

2&  Ds  ne  pourront  or^onner  auci^n  eccl^siastiqaei  s'il  ne 
jttstifie  d'une  propri^te  prodnisant  an  moins  un  rerenu  annnel 
de  trois  cents  francs,  sii  n'a  atteint  Vkge  de  Tingt.cinq  ans, 
et  sfil  ne  rtenit  les  qualit^  requises  par  lee  canons  revus  en 
France»  Les  ^v^ues  ne  feront  aucnne  ordination  avant  qtie  le 
nombre  des  personnes  a  ordonner  ait  ^te  soumis  au  gouyerne- 
ment  «t  par  lui  agr^. 

S  e  c  i  i  o  n     IV. 

Les  cor^  ne  pooi^pnt  entrer  en  fonctions  qu^apr^  avoir 
priti^  entre  les  mains  du  prtfct,  le  sermeut  prescrit  par  la 


conYentian  paasee  cntre  le  gonTenienitot  eft  le  uial^^i^M  e^rik 
dress^  proc^s  -  verbal  de  cette  preatetipn^  pur  }a  eecv^taise  ig^r^ 
n^al  de  la  pr^fectnre,  et  copie.  coUaliomiie  leor  eu  )eer»4^UYf^> 

II  aeront  mia.  en  poaseaaion  pa«  le  cucd  ou  ]e.£p:etre  que 
r^^ue  d^gnera«  lU  seront  tenua  de  riaider  «J^aa,  lenra  pi^ 
roiaaes»  Lea  cur^  aeront  imm^diatement  aoumia  aux  ^v^fu^ai 
dana  rexercice  de  lenra  fonctiona.  <  ,^ 

Lea  Ticairea  et  deaseryana  ezerceront  lenr  nunuiere~'80U8 
la  snryeilJance  et  la  direction  des  cur^a,  IIs  seront  approuir^ 
p«r  rev^ue  et  r^vocables  par  lui. 

JLucun  etrapger.ne  pourra  ^tre  employi  dans  les  Ibnclionet 
da  ministere  eccUsiastique  sana  permission  du  gouverneraeatr 
Toute  fonction  est  interdite  a  tout  eccl^siAstique,  mime  fran-* 
9aia  qui  n*appartient  a  aucun  diocese. 

Un  pretre  ne  pourra  quitter  8on  diocese  ponr  aller  desser-> 
vir  dana  un  autre,  aans  la  permission  de  son  ^vdque. 

S  e  c  t  i  o  n     V. 

DgM  chapitreM  eaihidraux^  et  du  gouvernemeni  dee  dioeeeee  pendanl 

la  vacance  du  eiege» 

Lea  ercfaev^aee  et  ^v^ques  qui  voadront  nser  de  la  (**> 
cnUi  qui  leur  est  donnie  d'etablir  dea  cbapitrea,  ne  pourronl. 
le  faire  sana  avoir  rapporti  I'aatorisation  du  gouverneuienty  taut 
peor  r^ablisaement  lui-mkne^  qoe  pour  le  nomb|:«et  le  cboix 
dee  ecd^siastiques  destines  a  les  former. 

Pendant  la  vacance  des  sieges,  ii  sera  ponrva  par  le  n^i^ 
tropolitain^  et  a  aon  ddfaut,  par  le  plua  ancien  dei  ev^ues 
aaffiragansy  au  gouvernement  du  diocese. 

Lea  vicaires-g^n^raux  de  ces  dioceses  continoeront  Ieui;#^ 
fonctionsy  mime  apres  la  mort  de  l!^v^oe  et  }aaqu'a  son  renv 
phcement.  .  ^        - 

Lea  fn^tropolitains^  lea  cbapitrea  catb.idraux  seront  tenua^ 
aens  d^Iai,.  de  donner  avia  au  gouvernement  de.  la  vacanoe  d^ 
aiigeay  et  des  mesures  qui  anront  iii  prisea  pour  le  gouveme» 
ment  des  dioccses  vacans.  \ 

Les  vicaires « g^n^aux  qai  gouverneront  pendant  la  vacance^ 
ainsi  qne 'Jea.  m^tropoliVaina  ou.caipitulairesi  ore  se  perinettront 
aucune  innovalion  dans  lea  usagca  et.  couUuoejB  d^a  dioc^ea»  ^    , 

2 


18 

T  (  tr  t    ta 

I 

II  ii'y  aura  qu^una  Kturgie  et  un  cathfehume  pour  toataa 
lea  ^glitea  catboliguea  de  Fraace. 

Aucun  curi  na  pourra  ordonner  flea  pri^rea  publiqnea  es« 
fraordinairea  dans  aa  paroiasei  aana  la  permiMion  ap^iale  do 
r^y^qae* 

Aucune  f&te,  a  rexception  du  Dimanchei  no  pourra^tre 
^tablie  aana  la  permisdon  du  gouvernement.  ' 

Lea  ecd^iastiquea  uaeront,  dana  lea  c^^monies  religieuaea, 
dea  habita  et  ornement  convenablea  a  leur  titre:  ila  ne  pour- 
ront|  dans  aucun  cat,  ni  soua  aucun  pr^texte»  prendre  la  con- 
IjBur  et  lea  marques  diatinctivea  r^terv^ea  aux  ^viquea. 

Toua  lea  eccl^siaitiques  aeront  habiU^s  ^  la  frangaiae»  et  en 
noir;  lea  ^v^quea  pourront  joindre  k  ce  coatume  la  croix  pa* 
atorale  et  lea  bas  violets. 

Les  chapellea  domeatiquea,  lea  oratoirea  particuliera  ne  pour- 
ront  fttre  ^tablia  aana  une  permisaion  expreaae  du  gouvemementp 
accord^e  aur  la  demande  de  r^vique. 

Aucane  c^r^monie  reiigieuse  n'aura  lieu  hora  dea  ^ificea 
eonsacr^  au  culte  calliolique,  dana  lea  villea  oji  il  j  a  dea 
templea  destin^s.aux  diffi&rens  cultee. 

Le  m^me  temple  ne  pourra  ^tre  conaacrA  qu'&  un  mime  cplte. 

11  y  auray  dana  iea  cath^dralea  et  paroiaaes,  one  place 
distiogu^e  pour  les  individua  catholiquea  qui  remplisaeot  lea 
autoril^  civiiea  et  militaires. 

L'4v^que  se  concertera  avec  le  pr^fet  pour  r^gler  la  ma- 
niere  d'appeler  les  fideles  au  service  divin  par  le  son  des  do* 
^es.  On  ne  pourra  lea  sonner  pour  toute  antre  cauae,  aana 
la  permiasion  de  la  pt^jce  locale. 

Lorsque  le  gouyernement  ordonnera  des  pri^rea  publiqneSf 
les  ^viqnes  se  concerteront  avec  le  pr^fet  et  le  commandant 
militaire.  du  lieu ,  pour  le  jour,  'l'heure  et  le  mode  d'ex^cQtion 
da  cea  ordonnances.  '  ^ 

1.  Les  pr^dications  solennelles,  .eppel^es  sermons,  et  cel«» 
les  connues  sons  h  nom  de  stationa  de  TAvent  et  du  Careme. 
ne  aeront  faitea  quQ  par  des.  pr^trea  qui  en  auront  obtenu  nno 
autorisation  sp^ale  de  Tev^ue. 


19 

^  8«  Let  cmnit,  amc  piihiet  Se^  ine»ft«9  paroissialei ,  prieront 
et  feront  prier  poor  la  proepMt^  4e  la  r^pubbqiid  fran^aiee  et 
ponr  lee  coiteiils. 

8-  Ue  tte  ee  permettronti  dmt»  lettre  infttrttvf ione ,  aifctine 
ineolpatioii  directe,  oa  iDdirecte,  soit  eontre  les  p^iYOdneft^  soit 
confre  lee  aotree  ciiltee  antoris^  dane  TEtat 

4*  He  ne  feront,  au  pr6ne|  aucune  pnblication  ^trangire 
k  Pesereioe  da  cake,  k  moiiu  qu^e  n*y  eoient  autoria^s  par 
le  gouvemement 

Ds  ne  donneront  la  b^n^ctioB  nuptiale  qn^i  cenx  qui  justi- 
fieroot,  en  bonne  et  due  formei  ayoir  contracti  mariage  devant 
Fofficaer  ciTil. 

Lee  registree  tenas  par  les  ministree  da  cnlte ,  n' tont  et 
ne  poovant  ^tre  relatift  qo'a  Fadministration'  dee  iacremens^  ne 
pourront,  dans  aucun  caij  euppl^r  les  registree  ordomt^  par 
la  loi  pour  conetater  T^t  civii  dee  Fran^ais* 

Dans  to^s  lee  actee  eccl^iastiques  et  religienx,  on  eera 
obHg^  de  se  eervir  du  calendrier  d'^quinoze^  ^tabli  par  les  loie 
de  la  r^publiqae^  on  d^signefa  les  jourii  par  lee  nome  qu^ile 
avaient  dans  le  calendrier  des  solstices. 

Le  repoe  des  fouctionnaires  publice  eera  fixd  au  dimanehe. 

S  e  c  i  i  Q  n    prsmi^rt. 
X>#  la  cireoMcripMn  d§9  archwSchi*  ci  dcs  MchHc* 

II  j  cnira  m  France  dix  arcbev^ques  ou  mitropeleo  et  cin* 
qoante  ^v^oes* 

La  eirconscriplion  des  m^tropolee  et  dee  diocoaee  seia  laite 
coiifbrm^ment  au  tableau  d-^joidt 

S  c  c  t  i  o  n     IL 

Dc  ta'  circonscripiion  dcM  paroicccc^ 

II  y  aura  au  moins  one  paroi^se  dans  cbaqoe  jua|]ce-de.paix» 
11  eera,  en  outre^  ^taUi  aotlint  de  eueeursalee  que  le  be- 

ioin  pourra  yexiger* 

Chaque  ^v^que,  de  eoncert  avec  le  prefet^  r^lera  le  nom- 

bre  et  V^tendue  de  cea  snccursales ;-   les  ]ilane   arr^l^a  seroiit 

eoouiis  ao  goovcmementi   et  ne  poiuioiit  ^tre  mis  k  ex&sotioa 

aans  soo  autorisoitQO« 

2* 


'  MAiieQiifl>p«]3ftiftTda  tcnikoM  fininptis  ne  ponm  ^reSrig^e 
en  cum  ott  en.  aiMoniMlt  sfena  l!autonialion  «oqpBeMe  du  gou<» 
vememeBt* 

Les  pvitvei  detteviuin»  iee  Mcoomks  sont  nomm^s  por 
l^  ^yeques. 

S  ^  c  t  i  o  n    UL 
Xfu   traiwnmu    ds*.  mimslras, 

Le  traitement  des  arcbev^ques  sera  de  15)000  fr. 

Le  traitement  des  ^viqu^s  sera  de  10^000  fr. 

Les  ^cures  seront  distribu^es  en  deux  classes. 

Le  traitement  des  cur^  de  ]a  prcmiere  classe  sera  port6 
a  1>600  fib ;   celui  d(es  cures  de  la  teconde  classe  a  l,00d  fr. 

Les  pensions  dont  ils  jouissaient  en  .ex^cution  des  lois  de 
rassemblte  constituante  seront  pr^compt^es  sur  leurs  traitemens. 
.    Les  conseils  -  g^n^raux  des  grandes  communes  pourront,  sur ' 
kurs   biens  niraux  ou  sur  leurs  octroisy    leur  accordek*  une 
angmentation  de  traitement|  si  les  circonstances  Texigent 

Xes  vicaires  et  desservans  •  serout  clioisis  parmi  les  eccl^- 
siastiques  pensionn^s  en  ex^cution  des  lois  de  rassembl^e  con- 
stituante. 

Le  montant  de  ces  pensions  et  le  produit  des  oblations 
fornleront  leur.ti^aitement. 

Les  ^v^quds  r^digeront  les  jprojets  de  r^glemerisTelatifs  aux 
oblations  que  les  ministres  du  culte  sont  autoris^  a  recevoir 
pour  radministration  des  sacremens.  Les  projels  de  reglemens 
r^dig^  par  les  ^v^ques  ne  pourront  ^lre  publi^s  ni  autrement 
mis  a  ex^cufion^  qu'apres  avoir  ^l^  approuv^s  par  le  gouvex^ 
nement.  ' 

Tont  eccl^siastique  pensionnaire  de  TEtat  sera  priv^  de  sa 
tpension,  s'il  refdse,^  sans  cause  l^gitime,  les  fonctions  qui  pour- 
ront  lui  itre  confi^es. 

Les  coBseils-g^raux  de  d^psrtement  sont  autoris^s  a 
procurer  aux  ardiev^ques  et  ^v^ques  un  logement  eonvenable. 

Les  presbytores  et  les  )ardins  attenans,  nonali^^,  seroot 
rendos  aux  cures  et  aox  desservans  des  succursales:  k  d^fant* 
de  ces  presbyt^es,  les  conseils^g^neraux  des  commnnes  sonl 
autoris^s  a  leur  procurer  un  logemeiit  et  jardin.  ■   • 


81 

Im  fendaUotis  qat  ont  pdOf  ob|cl  Vmatadm(  jht  anoislres 
et  Pezerriee  du  calle^  ne  poarront  eomiBter  qa^en  rentes  con- 
slilaees  sor  rfitstt  elles  seront  accept^s  psr  r^y^que  dioc6- 
sam,  et  ne  powiTOiil  Alre  oK^etttees 'qa^areo  Paaloiisation  du 
goaTemement* 

Les  immettbles,  aotres  qae*les.  Mificet  destin^s  au  loge- 
ment,  et  les  jardins  attenans,  pe  ponrront  ^tre  afiect^s  a  des 
litres  ecclesiastiqaes,  ni  possM^  par  les  minislres  du  colte,  d 
raison  de  lears  foncUons. 

S  e  c  t  i  o  n     IV, 

DeM  idificM  deuMs  4»  cuUe»  , 

Les  Mifices  anciennement  destines  au  culte  catholique, 
actaellement  dfinsles  mains  de  1a  nadon^  a  raison  d'un  ^difice 
par  cure  et  par  succursale,  seront  mis  a  la  dispositiion  des  ^v^- 
ques  psr  arr^t^-  du  pr^fet  du  d^partement.  Une  exp^dition  de 
cea  arr^l^  sera  adress^e  au  couseiller.  d*Etat  charg^  de  toules 
les  aflaires  concernant  les  cultes. 

II  sera  ^tsbii  des  fabriqnes  pour  yeiller  k  rentretien  et  a 
la  conservation  des  teinples,  k  Padministration  des  aum6nes. 

Dans  les  psroisses  ou  il  n'y  aura  Yoint  d'^difice  disponible 
ponr  le  calle,  r^T^que  se  concertera  avec  le  pr^fet  pour  la 
d^gnalion  d'an  edifice  conrenable. 


\ 


Daa  Kqrikordat  pom  Jaf^re  1811. 


Sinieiimg  oder  Vebereicht  der'  iirc/iUch^poliiieeken  Vorgange 
zwiechen  J^unJbreich  und  dem  heiligen  Slukle. 

Nachdem  Tiue  VLy  ^raechi^  auf  fremder  Erde  gestorbeu, 
wiMten  die  KardinSle  den  gelehften  und  frommen  Kardinal 
Chiaramcnti  S5u  seinem  Nachfo^ger^  und  derselbe  nahm  alsbaYd 
den  Namen  ond.  die  Gnlndsalze  des  V6rgangei*s  an.  Als  Bi- 
schoff  von  Imola.  hatte  er  durcb  republikanischen  Feaereifer,  in 
Predjgten  ond  Schriften^  nicht  geringe  Erw^tongen  von  sich 
erregty  welche  Pabst  Pius  VIL  naluriicherweise  uicht  befrie- 


\ 
/ 


digili  kMbls  A)« '  f!MH  nie  iibtr^0g  «in  katlioliMW  OlMrpria- 
ster  aaf  den  beiL  Stohl,  unter  so  tmarigen  AttMlebten  llir  den* 
eelbte.     Die  GniiittHlitxli  aer  R^olutioii  nnd  dee  Anli-Kircb« 
thoms'  l^en  dnrch   den  grbteten  Tlieil  tob  Europa  aiegreid& 
geniirarden ;   und   obgleicb  die  PoliCik   des   berubmtesien  Helden 
der  NeujBeit  den  grbssten  Xbe!)  der  Friichte  dieaer  Reyolntion 
iiir  sicb '^nd  fiir  seinHaus  einruBammeln  'sioh  bemiibte,  so  blie^i 
ben  sie  docb  noch   immer  in  der  Regel  die  ▼orberricbenden» 
Bie  Priestergewalt  konnte  nur  dadurch  sich  einigennaassea  ret- 
ten,  dass  ate  yertraulich  an  die  miiitariscbe  sijch  anschloss;  fiir 
die  Kriiftigung  der  Vblker  im  poUtischen  Geborsame  gegen  die 
neue  Ordnung  der  J>inge  konnte  sie  gegettseiiig  des  Scbutzea 
f&r  die  alten  Gbt^en  gewiss  seyn,  wenn  nur  dem  Zeitgeiste  ge- 
bbrige  Recbnung^  dnrcb  Klttgheit  und  Massigung,  gebracbt  wer* 
den  woUte.    Dieser  Pakt  kam  jedoch  nur  balb  zu  Stande  und 
sch^ferte  ^uletct  gan^licb,    d«  das   militarische   Prinvip   alhm 
g^waltiam  und  berrisch  das  priesterliche  meistern  und  massigto 
wollte;  in   rein-kirchlicbe  Recbte  konnte  man  ungestraft  eine 
Zeit  lang  greifen ;  als  aber  auch  Hand  :ln  das  Patrimoniom  Pfr* 
tri  und  an  die  irdischen  Herrlicbkeilen  gelegt  wurde,   da  er^ 
wacfate  der  Muth  der  Ver^weiflung  in  dem  tiefgebeugten  Pabste^ 
und  dieser  Muth  blieb  Sieger  uud  balf  den  GewaltherTn  stiir- 
zen.    Die  racberiscben  BuHen  Plus  F'!!*  und  die  Umtriebe  der 
gebeim^  Kongregatjonen  haben  pro  rata  gewiss  eben  so  Tiel 
beigetrageny  als  die  Manifeste  der  spanisohen  Gortesy    als  der 
Winterfrost  von  Rnssland»  die  Bajonette  der  Preusseny  die  Be^ 
geisterung   des  teutscben  Volkes   und  die  diplomatiscben  Mar 
nbuvres  der  Herren  yon  MeUmiich  tind.*C(i9tlereatgh^    Die  rb« 
mischen  PSbste  waren  niemah  machtiger,  als  in  den  Tagen  ih-* 
rer  grbsaten  Hitlflosigheit;  das  Mitkid  der  Vblker  nikl  die  Ach- 
tung  Tor/persbnlicbenTugenden  abbnte  nicbt  selten  mitLastern 
der  Herrschaft  und  mit  Irrthumem  des  Systems  aus. 

Wir  iiberlass^  ee  den  politisoben  und  Kirchenscbriftstel»^ 
lem,  des  Fabstes  Pim  VIL  Persbnlichkeit,  Eigenscbafteo  xm^ 
Verdienste  ^^u  scbilderii  und  zu  preiseo;    bi^  folge  ni|r  eine 


•^«mp^ 


•)  Vcrgl  firi^io  jiiccU  Denkwilrdigkeiten,  von  de  Vottw. 


4» 

kme  8kki6  $doM  VWEUItiiit«6  subi  Jjw^soMch^  MmkB  v/uk 
ma  denen  iSttalaob^rliaapte.  ,     ' 

D«r  •nte  bedeatende  Schrittr^  welcbeadir  neaoObediirt 
n  Begriindiuig  freundacheftlidier  VerhaltnifM  mit  dem  maoh^ 
tigen  Staate  nntemommeiiy  war  die  Krdauiig  dee  gUicklichen 
Kriegere  eom  Kaiser  der  fran^^oeen.  £•  war  ohngeCahr  da« 
Sehanipiel  Ton  Pabet  Za/charias  nnd  Pippm^  was  hier  aicb 
wiederholte»  nnr  mit  dem  Uroetandey  dafe  der  Konig' diesmal 
gcetorben  nnd  dai  Kooigtham  selbst  in  Trhmmem  war.  Da- 
dnrch  /  daae  Pius  FIL  dae  heOige  Oel  dem  £akel  Ladwi^^  IX. 
•ntzog  «nd  auf  dae  Baupt  des  Koreen  goee,  eohn.te  er  eini* 
germaaaeen  das  isolirte  Frankreich  mit  dem  monarchiecheii  Eu* 
ropa  wieder  ana :  dieaea  letstere  iretsieh  ihro  die  Abijnrpng  rom 
Prinsipe  nm  ao  eher^  ala- daa  Beiapiel  anderer^  yon  der  Kir- 
che  geheiligter,  Uaurpationen  entachuldigend  vorechwebte.  Der 
nene  Kaiaer  veraehmahte  die  Notre  Daine  von  AUeimay  um  in 
der  Kathedrele  vou  Paria  die  Salbung  zu  empfangen ;  der  Pabat 
reiate  in  beaehwerlicher  Jahreazeit  dabin,  dem  Wunache  dea 
Giinatlinge  der  Fortuna  sa  willfahreiu  Wie  worde  wohl  Jo^ 
ha»ne9  Jl^iUkr  «*  hatte  er  aeine  Beiaen  der  Pabate  vervollatandigt 
oder  vervoUatattdigen  woUen —  dieaen  Abschnitt  vor,  und  wie 
wohl  nach  dem  Jahre  1807  ihi^  beachrieben  haben? 

2a  Fentatnebleau  ~  dem  verhangniaavoUen  Orte  —  weL 
cber  bdde  liaoncr)  Nt^^oleon  und  Pius^  sur  Zeit  dee  hochaten 
Gknate  nnd  der  tie&tan  Erniedrigung  aah,  hatte  die  erste  fie- 
gepiang  alatt.  Daa  verbrecheareiche  Paria,  daa  groaae  Grab  ao 
vieler  Helden  und  Opfer  der  Aevdlution»  welchea  Mirabeau 
nnd  Marai  im  Panlheon  der  St*  GenevevakJrchei  Danion  ala 
Oottediii|g«Mir  uad  Rob^ierre  ala  Opferprieater  dea  hochaten 
Weeena  Vor  Kursem  noch  triumphirend  geaehen,  empfing  mit 
nuachendem  Beifiille  und  gUnzenden  Featen  den  Oberhiilen  der 
rdmiacfa-katholiachen  Kirohe.  Solcbe  grauaam-bittere  ParoSien 
liebC  dae  Sehickeal^  wekhea  gleich  nhs  mit  den  Konigen  und 
mit  den  Mationeii  apielt  I  — -  Diaciti  monitil 

Die  Aeiaa  dea  Fabatea  baite  —  wea  ihn  aelbst  und  aein^ 
geheimen  Wiinache  betraf  —  einen  rein  -  politiachen  Zweck  ge» 
habty  die  Biickgabe  der  drei  Legatiooen.  Sie  ward  ala  Preia 
6^  die.groaae  WilUalirigkeit  gefodiert,    mifwelcher  Bom  die 


SMitj^il&flol^titfUgiMBiiibtJ  Alwr  «li  die  Sadfe^Tordbi  ge-* 
^jmag^k^WsiXv^^^  ^^  demi<ik:h  derPreit.  Man  spTach  alao 
f6niier1>to^ntfdif>^on^^heileii,  weleh^e  der  Religion  gewihrt 
Tvierled  M^tlerr,  und  zwar  erst  jm  Fehmar  des  merkwiirdigen 
Jlhtes.  Dttt  £lrsbi8chi^ffe  von  Toui*8^  Aix,  die  Bischoffe  toii 
Tvoyes  f  Autttti,  Nintei  u.  s.  w.  wendeten  sith  desshalb  an  Pm, 
welcker  immer  noeh  ^  die  Legationen  hauptsachlich  im  Aage  -^ 
dte  riin-ktrchlichen  Interessen  nicht  bertihrt  hatte.  La  2b«r- 
iDupin  yfon  Troye»  war  das  Organ,  dureh  wielches  sie  das  s&b-^ 
mige  Oberhaupt  an  seine  Pflicht  erinnerlen.  Der  Pabst  unter- 
nabm  es  mit  NapoUon  iiber  die  gewunschten  Punkte  zu  un- 
t^rhandeln  ;^  aber  mit  geringem  Erfolge*  Es  kam  fast  so  viel 
^s  nichts  zu  Stande.  Daran  trug  der  Umstand  nicht  wenig 
Schuld ,  dass  der  gewandte ,  einflussreicbe ,  vermogliche  nnd  ,be- 
liebte  Kardinal  Caprara^  welclier  zn  Paris  seit  einigen  Jahren 
ein  Haus  gebildet ,  und  bei  welcliem  der  grosste  Theil  des  pabst- 
lichen  Gefolges  wohnte,  ztt  den  Beratfaungen  niemals  beigezo*» 
gen  wurde,  und  ein  steifer  Anhanger  des  GeremonieUs  der  ro. 
mischen  Hof-Kanzlei,  Kardinal  diPietroj  des  Pabstes  getreuer 
AcLates  in  allen  vorangegangenen  und  gefblgten  JNotheny  die- 
selben  ausscbliesslich  leitete.  £in  anderer  war  die  ^eringe  Har» 
monie  zwischen  dem  fran^osisehen  und  italienischen  Hoch-Kle- 
xus;  ^ener  feinund  gescliliffen,  Dieser  anraaassend  ond  unkun- 
dig  der  Bedurfnisse  der  franzosisehen  Rirche,  und  voU-Sehn* 
Sttcht  der  Wiederkebr  nach  dem  goidenen  italien  —  auf  diese 
'Weise  konnte  durchaus  keine  rechte  Beriihrnng  statt  finden, 
ttnd  die  Rbmer  reisten  ab^  obne  Spuren  der  Achtung  oder  dee 
Bedauerns  hinterlassen  .zu  haben.  lA^  funfmonatliche  Anwe» 
«enheit  des  pibstlichen  Bofes  im  Lande  war  fast  ofane  Nurzen ' 
fnr  die  Ndtionalkircfae ;  die  drei  Legationen  blieben  im  Besitze 
des  Imperators,  wekher  gliioklicberweise  nnn  gekront  nnd^sei- 
ncr  Sache  sicfaer  war,  Y^ia  wenige  Achtung,  welohe  die  rdmt- 
schen  Pralaten  ibm  eingefldsst^  hatte  nicht  wenig  zu  dles^ 
Stimmung  und  za  Yttreilelung  des  Eeisezwecker  beigetragea. 
Der' Uebergang  von  der  Nichtachtung  zur  Veracbtung 
war  nnr  kleiii  und  nnbemerkbar. 

IJnter  den  Punkten,  welche  den  Pabste  vorziiglidi  viel  zu 
thun  gemachty    werden  aufgesabit:   die  organischen  6«- 


tetse  nnjl  di«Lebr«  von  d#n  b^kMa^ttitti^TJeiiiSStstM 
Lmiufig^s  XIV.  Schrtiben  in  4cgr  Ha»dy  mr  liV^  melir  .dU 
eiimiel  beariiht,  den  Kjiiier  •aue  groMen/Folienlefli*.  die-tor'  het^ 
beiacbleppen  liets  ,  von  dee  Pebites  Reckten.^itftd  Infal'» 
libilttat  m  iibenengep*  Sapoieon  fiel  ihmideher,  eyiet. 
tend  wie  er  war,  einee  Taget  nit  der  Frage  in  da^  Wwtt: 
),B^iiger  Vater,  balten  Sie  mioh  denn  far  einen  Kmrl  IV>^  iraiB 
Spanien?'^  —  ^Der  Pabat  —  aagt  Hr.  De  Pradi  mit  Reeht^ 
batte  niemala  laager  al»  acht  Tage  in  Frankreieh  irerweilen 
aoUea.  Mit  iw  Frende  von  Verbannten ,  wdche  die  There  ib* 
rer  Hdmath  wieder  ticb  enchloasen  sebn,  reitte  aein  Gefolge 
ab«  £r  ward  in  Lyon  wanuer,  ala  knrs  Yor  ibm  JNkpoleon 
(der  nach  Torin  abgegangen  war),  empfongea.  Diese  grpaae 
Stadt  scbien  bia  in  ihre  Grundfeaten  eracbattert  dfirdi  die  bei* 
apieiloee  Beg^qiiog  jener  zwei  glanzenden  Gestirne.*^  —  Wel- 
diea  Scbanapiel  and  weldier  Anagang  batte  aieh  fiinf  Jahrhun» 
derte  suTor  w^l  ergeben ,  wenn  auch  Kaiaer  FriedrUh  IL  und 
Fabst  Jnnozrnz  IV.  zn  Lyon  aich  begegnet  batten?  -^ 

Za  Lyon  war  ea,  wo  der  Erzbiscbofr  von  Turin,  der  dea* 
aen  aicb  immer  noch  geweigert  hatte,  auf  bestimmten  Befebl 
detf'  Pabatea  seinan  Hirtenatab  in  des  Kaisers  HiLnde  abgab* 
Vachdem  IHus  nnd  NapoUon  noch  einmal  zusammengespeist 
nnd  diplomatiacbe  Hofiicbkeiten  sich  erwiesen ,  treniiten  sie  sich* 
Ent  im  Jahre  I8IS9  za  Fontaineblean,  haben  sie  aidi  wieder- 
geaeben*  Der  tiefe  Grimm  aber  iiber  getaiischte  Hofihnagen 
und  Terfdlte  Zwebke  ging  in  Mark  und  iHut  'des  beiligen.  Stuh* 
lea  iiber,  und  frass  um  aich  wie  ein  giftartiges  Cebel.  Der  Anfang 
«ir  grossen  Katastrophe  wnr  gemacbt  Hoc  erat  in  £atia  --^  —  -^ 

Der  franodsiache  Poblizist,  welcher  uber  Geiat  nnd  FoW 
gen  der  vier  Konkordate  uitd  iiber  Piu9  iind  Napokon^s  Ver^ 
luiltniaae  geachriebeny  bat  mit  vielem  SoharUane  nnd  mit/rei- 
cbcr  Menschen-  und  Sachenkenntniss  die  ofienbaren  wid  gehei- 
men  Beweggronde  anseinandergesetzt,  -welche  zwei  M&Dner.zn 
einem  Kmnpfe  «uf  Leben  *und  Tod  wider  einander  triebeni  obne 
dase  aie  persdnlacb  sieh  gebasat  biitten,  Die  Intriken  dea  Hofea 
der  Tuilerien ,  des  Kardinals  Fiisch  ibsbesondere ,  welcber  znm 
Verdeiben  der  eigenen  >Fannlie  nicbt .  wanig^  beitrug  •  und  jetzt 
n^t(^-:deB  VQimgliebaten  BegiinaligflTn  '  der  Kongregation  und 


2ft 

/ 

m 

dfer  JMrittn  {gKbiMt >  md  thea  tq  tMVMy  «b  jcfte  te  ]iMli« 
gBit  dtoUet»  entmeUt,  wdcher  dareh  aein  Benehmen  uod 
dweh.eeinB  3teUiiog  m  .den  Feindea  desKaiters,  den  Unvil- 
len  des^elhcn  g^reizt  und  die  spa^ern  harten  Meessregeln  naoh 
§kh  gezogm  ;hat  Wir  iabren  jedoch  in  /  der  hietoriechen  Ue* 
beteicht  Yon  den  Hauptereignisien  fort» 

Die  Micbtechlang ,  welche,  mit  Aasnahnie  der  Feraan 
dea ;  Pabatea  aelbat ,  der  pabatliche  Hof  bei  NapoUon  gef un. 
dea,  wurde  yon  Frankreich  getheilt  Die  welachen  PraUlen 
fiUten  diea  tief  und  Plane  der  Bacfhe  eneugten  aich  in  ibnen« 
JehrbunderCe  lang  in  den  Kijnaten  dea  BetrugM.  und  der  DipU- 
matik  Meister,  aahen  aie  aicfa  ^lotxlich  geapielt  und  ela  Dtt« 
pee  hingettellt  Man  fiog  daher  alabald  su  operiren^an.  Die 
Idee,  daaa  NdpoUon  Uanrpator  aey,.  worzelte  nach  und  uach/ 

NapoUon  wer  imEwiacben  auch  zum  Konige  Ton  Italien.ger 
krbnt  worden;  er  hatte  Oenoa  einverleibt;  Luoca  Terscbenkt 
fiv  herrachte  ztt  Floreoz  dnrch  Clarke^  und  aomit  in  gens  Ober-< 
itelien«  Dieae  nette  Nachbarachaft  machte  Oestenreich  fiir  aeine 
Beiitzung  Venedig  zittern;  ea  zitierten  Neapel  und  Rom;  aber 
der  Schreoken  verachlosi  noch  4en  Mund*.  Anch  Belgien  w^ai? 
mtt  Frankreich  yereint:  die  katholiache  Kirche^atte  damit  eine 
ihrer  getreueaten  Beaitzungen  verloren.  Bald  schloasen  aich  die 
natiirlicben  Feinde  dea  neuen  Kaiaerthuma  eng  einander  an: 
Nei^ely  £nglend,  Oeaterreich  und  Bom  yeratanden  aich  genau 
md  kuerten  ihrea'  Vortheils. 

Keapel  war  durch  engliachen  Beiataod  im  Jahre  1799» 
Heeh  ungehenem  Treuiosigkeiten  und  Gemetzein  und  Graneln 
nnd  Verbrechen  jeder  Art,  restaurirt,  jedoch  nnnmehr  eine 
Art  Leben  von  England  geworden.  Der  peraonliehe  Hasa  der 
gmuaamen,  fanatiscben  und  bufaleriichiki  Konigin  Karoiln^  ge* 
gen  Frankreioh  aohiirte .  fiir  und  fiir  die  Flamme.  Englajnd» 
naeh  dem  Brnche  dea  Friedena  von  Amiena  neuerdinga  mit 
Frankreieh  aaf  .dem  iLrtegsfnsse,  ging  da,  wo  offenea  Auftreten 
niohta  &ncfaleee^  odw  uathnnlich  war^  mit  der  Borae  in  der 
Hand,  ala  boser  Geiat  TonEoropa,  umher.  Die  brittische  Oli-» 
garcbie  und  der  Krainer/Neid|  welche  so  lange  in  die  Maske 
'  des.Bifers  fiir  «utopaische  Freiheit  aicli  verhiAUt^  jedoch  yon 
1814  bie  stt  Canning^s  aweitem  Eintritte  in  daa  Kabiaeti  wul 


2r 

VM  #tiam  Toia  «1,  Ui  jetct,  in  ftrar  ftoxtA  OModttlNM  vfld 
Nitfdertradifigkeil  sich  gtseigt  haben,  flrbtitattti  gawliitflig  mm 
UnMtnrse  jeder  politiscbeB  Freiheit  oder  dee  Aiifb]6heiM  irgend 
einer  Mecht  dnrch  endere  Priniipien,  ele  die  ihrigen.  Ven* 
Lord  Herpey  m  Florentf  (1798)  an»  hie  zu  Lord  B^ntinh  (Mt4) 
in  Neepel,  wnrde  der  Sliden  £nrope'e  nneonidriiofa ,  Von  8t« 
Jeaiee  ene,  in  Bewegung  geeetzt.  Der  mephtigete  Feind  von 
Frenkreieh  nnd  der  neuen  Dyneetie  eber  war  Oeiterfeieb.  Ela 
geietvoUer  tentecher  Schriftsteller  het  in  neueeten  Tegen  dio  > 
Gftmdsiige,  die  Zwecke,  die  Mittel  nnd  dee  Alter  der  PoKtik 
dieeee  Kebinetee  in  einem  Meieterwerke  ene  einender  geselst^ 
«leo  dese  wir  hierin  ▼dllig  euf  ihn  verweisen*). 

£e  wer  ein  grossee  IJngludc  fiir  Itelien ,  selbst  fiir  Napo^ 
lemt  nnd  seine  Dynastiei  dess  Joseph  .BonapiorU  eeodertey  dijl 
Krone  dee  Konigreiches  Itelien  eich  aofselzeiv  sn  lassen.  Dieser 
Uaistand  hiitte  des  ^Schickeal  de^  Halbinsel  entschieden  nnd 
Oeaierreich's  PoKtik  emassigt  So  eber,  ale  der  fransdsischo 
Keiser  eelbst  den  Seepter  Yon  Itelien  und  Jowph^  els  sinsbarer 
Fiirst  nnter  der  Oberherrfcheft  seines  Bmdere^  denjenigen  ton 
Veapel  ergriff,  konnte  Oesterreidb  nicht  mehr  ruhig  bleiben. 
Fnr  diese  Frege  wnrde  bei  Austerlitz,  fiir  diese  bei  Wegram 
geetritten« 

Mechdem  anf  des  Heupt  des  Imperitor^s  die  eiserae  Krono 
gesetst  wordeuy  vereinigten  eich  die  feindlicben  Milchte  imnef 
mehr  nnd  mehr.  Der  Mittelpunkt  ihrer  Inlriken  war  die  Ro* 
ttdenx  des  heiligen  Vaters.  Als  Oesterreich  besiegt  nnd  der 
trenloee  Bourbon  Ton  Meapel  zum  sweitenmel  nech  der  Insel 
Sicilien  vertiriei^en  worden  wery  offenberten  sich  elle  die  Spu«* 
ren  jmer  Verechwdmng^  in  welche  Rom  eieh  eingelessen» .  ^iDie 
Herzen  weren  euf  den  Gesichtern  zn  ersohen^n;  man  les  derin 
niehtSy  els  Base  gegen  Frankreich.'^  Der  osterreichbche  Minifiter 
nad  die  cn^iscben  Sendlinge  heirschten  zu  Rom,  Diese  Stadt 
ward  die  f  reistett  eller  neepotitenischen  Vertriebenen.  Maa 
mieebendelle  degegen  dio  naoh  Meepel  siehendea  SoUUten  aoft 


*)  /•  SchnelUr ,  Qeiterreiob^s  Einfluss  auf  Teutscblaad  und  Eu* 
lopa  (mit  ▼ielen  Noteu  des  hoben  Censorty  Bitteis  v^  Ommy  Sluttg^ 
bei  FnMu  i8S9.  .2  Biisie» 


\ 

88 

j^A%  W«{Be*  Aueh  ersclrwvrto^M  fethjbdige ,  in  der  Mitte  xwii 
•chen  fteiden  Halften  der  Helbinsel  liegende  Rom  die  Yerbin- 
dnngen  unter  deneeften  aumrordentlich;  samnitlich  DrMichen 
mehr  als  genog,  tim  einen  Mann,  von  NapoUone  Gliick  wid 
Stinnnung,  za  Sassersten  Maassregeln  zn  reizen. 

Das  romisdie  Kabinel  selbst  beging  so^yiele  Thorfaeiten  nnd 
.Misegriffe,  dass  es  einen  grossen  Theil  des  nachmals  Erduldeten 
skfa  selbst  saschreiben  musste»  liaofaerlich  genug,  glaubte  es 
mit  mehrern  andem  >Feinden  des  Imperators,  durch  einige 
iibel  hergestammeUe  y  uichts  besagende  Entschaldigimgen  konna 
es  dieselben  wieder  gut  macfaen,  uud  vor  dem  klarsefaendsten 
Manne  von  der  Welt  gebehrdete  es  sichy  wie  vor  einem  Blin- 
den.  ,,Man  betrachtele  ihn  —  fofart  der  alte  Ensbiscfaoff  fort  — 
wie  etnen  unempfindlitfaen  Korper,  mit  welcfaem  alle  moglichen 
£%perimente  gemacht  wcrden  konnten.  Man  kiindigte  ifam  Krieg 
an,  als  wenn  der  Krieg  niclit  dem  Starkem  allen  Gewinn  und 
allen  Verlust  dem  Scbwacfaern ,  dem  einen  Eroberung ,  dem  an« 
derii  Enltfaronung  bracfate;  und  als  man  darauf  sicfa  schlagen 
und  vertreiben  liess^  schrie  man  iiber  Usurpation^  Ehrgeiz, 
Verletzung  der  Rechte'^).    Man  sefae  faielr  einen  g^Uichen  Hof, 


*)  Les  incony^niens  de  cette  manie  de  faire  seryir  la  religibn 
k  la  politique  te  r^r^tentent  partout:  c'^tait  en  France  comme  k 
BiOBUf ,  la  maladie  du  temps.  Les  minais  r^»Itats  eurent  lieu  daae 
les  deux  endroits ;  cette  question  eat  si  majeure  que  son  imporUmoe 
m^engage  k  y  reTenir. 

Napolton  a  ditooua  S.  Sulpice ,  lea  P^res  de  la  foi ,  la  Trappe, 
ierme  ]a  bpuche  k  M.  de  Freyssinous.  Que  Pon  soit,  sinc^re ;  qixe 
Hfttaait-on  dana  eea  maiaonaf  que  disait  ce  pr^dicateur?  quellea  ^tsient 
leur  teudaoce,  leura  liaisona,  leura  correspondanoea ,  leuraToeuz  bien 
distijoctay  bien  connua?  Ces  maiaona  n^^taient-ellea  point  lea  canauz 
de  tout.ce  qui  venait  de  Rome*;  ne  regarderait-on  paa  comme  stu- 
pide  un  gouvemement  qui  verrait  froidement  une  suite  de  manoeu- 
vres  tram^es  et  auinea  contre  lui?  Au]ourd*hui  m6me  cela  serait- 
il  aouffert;  toUrerait^on  un  pr^dicateur  qui,  r<luniaaant  autour  de 
hu  u»  trouirtBau  afSd^,  d^damerait  k  jour  fixe  contre  tout  oe  qui 
se  fait  en  France?  Prenait-oa  lea  gouvemana  de  ce  tempa  poor 
dea  imb^illea)  dea  aveuglea  ou  dea  aourda? 

■Dea  ^hommea  s^etablisaent  aur  nne  terre  aacr^Of  ila  prennent  la 
relrgion  pottr  ^criteatf:  entre  leura  maina  elle  devient  un  drapeau. 
De  l^,  comme  d'une  citadelle,  ils  font  ]^euvour:  dea'  traita  snr  leurft 


89 

w«kher  in  wcttlich-palitiselie  latiiken  «ieh  fkflaMftjttiid  iMi 
dopt»elfinnig  eiefa  betriigt.  Er  vepHert  nun  des  8|>m1  an4  4nroh 
cigeneSehold  in  eioen'Abgriindvge§chleQdert|  klaglt  m^  Ton  m* 
nem  Gnbei  das  er  dnrch  aein  vei^kehrtes  Benehiheii  sM^b  eelbet 
gegrabcn,  iiber  Beleidignng  der  Aeligiou.'^  9,()y  hqhi  -^ 
kjonnte  der  ijidere  entgegenm&n  —  eo  kast  denn  eaere  Poli- 
tik  fahren,  wenn  ihr  nicht  die  Weohsel  nnd  die  f  olgen  dev«* 
seUien  tragen  wellt.^'    Aenfennes  -  Toua  —  wir  lasaen  den  Frask 


«naenus;  lee  y  va«-t»on  okercber,  ils  erient  k  la  profaoation,'  au 
aacrilbge:  n^ett-^e.point  une  moquerie  v^ritable,  et  t^il  7  a  profa*: 
nation,  n'est  elle  point  leur  ouYrage?  L>ors^ue  des  assi^g^  se  retir 
reiit  datu  une  dglise  et  tirent  des  coups  de  fusil  par  les  fendtres, 
7  a-t-il  inipi^t^  k  les  d^bnsquer?  Ne  changez  point  les  temples 
en  poetes  de  guerre,  si  vous  voulez  les  tenir  k  Pabri  de  la  guerre, 
GomxneBt  se  r^unir  dant  les<  templet  eontre  les  gouvememens  ?  Vous 
Toot  mettez  en  ^tat  de  guerre  avec  le  gouvernementy  vous  subirea 
les  effets  de  la  guerre.  Vo^ez  ce  qui  est  arriv^  k  M.  Tabb^  Vinsonm 
Je  n^ai  pas^voulu  ^tre  seul  dans'  Paris  k  ne  pas  entenclre  M. 
d^  FrefSMinous.  Ce  qui  s^en  publiait,  m^avait  pr^par^  d^avance  k 
C0  qne  j*allait  voir.  Son  auditoire  (itait  une  v^ritable  assembl^O 
ooniro-r^volutionnaire  teaant  set  s^snces  k  S.  Sulpice;  il  fallait 
^tre  aveugle  pour  7  voir  autre  chose.  Le  parti  se  r^unissait  Ik^ 
cro^ant  7  trouver  une  stlret^  qui  lui  manquait  ailleurs,  Des  d^cla- 
mations  cbntinuelies  contre  la  philosophie,  contre  la  r^volution,  des 
allusions  toujours  taisies  contre  le  gouvemement,  formaient  le  fondt 
det  disootfrt.  L^esprit  de  parti  applaudfssait ,  la  raison  g^missait  de 
oe  d^plorablcspSctacie  qui  moutrait  nne  ^lise  transform^e  en  thddtre 
pour  un  parti,  et  en  ar^ne  pour  un  autre.  L^orateur ,  coofiant  parae 
qu^iJl  se  sentait  appuy^,  d^bitait  avec  un  air  de  triompbey  mais  eu 
st^le  bien  vulgaire^  des  pensees  bien  communes^  t«lles  qu'elles  se 
trouvent  dans  tous  les  cahiers  de  th^ologie,  s^erobarrassant  par  fois 
daas  des  *  ^nettions  plus  fortet  que  Ini  (il  m'a  fait  trembler  dans  celle 
des  mintclet)»  et  aii  totid,  il  ^tait  loin  de  tatit£Eiire  par  Pabtence 
abtolue  du  talent.  L*etprit  de  parti  en  cr^,  mait  le  goilit  u'adniet 
pat  toujourt  mqs  cr^ationt.  On  peut  etre  k  la  foit  un  ecoli^siastique 
2^1^  et  respectable  et  un  g^nie  tres  mediocre.  Let  eccl^siastiques 
de  cette  esp^e  ^taient  en  xeligion  ce  que  le  fauboorg  S.  Germain 
tflait  au  .civil«  A  -F^tersbourg  la  centi^e  partie  de  ce  ^i  s'ett  favl 
on  dit  au  f aubourg.  8.  Gcrmain ,  aurait  peupld  la  Sibtfrie.  Oi»  n« 
Veikt  souffen^  dans  aucan  -  pa^s  de  l'£urope.  Daos  T^glise  Gomme 
dans  le  monde  la  froude  ^tait  devenue  le  bon  ton,  oar  on.  en  est 
vena  au  point  que  dant  l'^glite  il  faille  aussi  dn  bon  ton.  •  •  • 
He  Pmdt  H  Ste^dOt 


10 


'  k  JTifigion  ^  dMises  k»  •fen*  anglais  at  aotrichieBr,  «t  il  ne 
Ipoiuarritera  point  d^eneombra.  Alora  on  ne  viendra  pas  Tona 
idiereher  a  Reme,  et  Tona  la  garderes  aans  coiitestation.  De 
lionne  foi,  ai  NapoUan  eiit  snccomb^,  qn^eossies  vons  fait? 
Vms  TOiilies  k  cbasser  de  riialiey  il  le  aavait;  il  a  ^t^  k  ploa 
fort,  il  vons  a  chass^ :  la  loi  da  talion  pent  paraitre  dure,  mais 
eat-^elle  injnste?  II  fant  a'entendre  bien  soi-mteiey  cW  mal* 
henrensemmt,  ce  qni  manqne  a  presqne  tdnt  le  monde :  il  fant 
•avoir  ne  pas  se  mMer  de  politiqne,  ou  lorsqu'on  a  eu  k  mn^ 
ladresse  de  le  faire  sans  moyens  de  le  sontenir,  ne  pas  venir 
aprte  le  malheur  crier  que  la  religion  est  attaqode.  Ce  langage 
peut  encore  tromper  quelqoes  dil|>es,  convenir  k  qnelques  hy* 
pocrites^  mais  il  irrite,  il  ^loigne  les  gens  sens^s,  cenx  qni 
aiment  la  raison^  la  dart^  dans  les  discoors  et  dans  les  actjons^ 

/  k  sinc^rit^ ,  et  le  bon  ordre  qni  fait  qtte  chaqne  chose  est  k 
aa  place.  Vous  vous  liez  aux  vaineos  d' Austerlitz ,  et  quand 
vos  mauvais  amis  occup^s  d'enx  seuls  vons  laissent  vis-i-via 
d'nn  vainqneur  dont  Toeil  a  p^n^tr^  jasqu'au  dernier  replis  de 
votre  coeuTy  alora  vous  invoques  k  respect  dA  k  la  reUgion^ 
vous  prodames  qoe  les  bien.heorenx  ap^tres  sont  indign^ !  k 
qnel  signe  Pont-ils  fait  connattre?  quel  langage!  dans  qnel 
tempSi  et  k  qnels  faommes  Padressez-vons!  Invoquex  ces  glo- 
xienx  princes  dn  c6llege  apostoliqoe,  lorsqoe  les  dogmes  sacr^ 
qu*ik.noua'ont  transmis  et  qo^ils  ont  scellA  de  lenr  sang  se« 
ront  attaqu^4  alors  nous  acconrerons  toiis  li  votre  voix,  parce 
qu'elk  parlera  son  langage  naturel,  celui  de  !a  ^eKgion:  Ian«* 
gage  ins^parable  de  la  raisoui  sans  laquelle  il  n'y  ent  jamais 
de  religton,  kngage  p^e  de  Tordredont  la  religion  est  k  pre* 
nier  garaot  Uais  qoand  il  a'agira  de  la  flomagne;  des  kga» 
tions,  les  ap6tres  n^en  ont  jamais  entendu  parler.  €e  n^est  pas 
de  la  religion  cela,  ce  sont  des  provinces:  eh  bien!  qu'elles 
/Sttivent  les  lois  applicables  par  la  politique  aux  provinces  et 
aux  terriioires  qni  sont  les  enfans  naturds  de  k  polilique 
eomme  k  apiritoel  est  celui  de  la  religion.  La  politiqoe  sa« 
cr^e  tf*est  tokrable  qoe  dans  JBoMuei;  dans  Rome  an  temps  de 
IfapoUon^   dler  n'est  propre  qu'ii  vous  en  faire  chasser. 

'  Qudques*Qna  s'imagiaent  qu'ii  Rome|  on  ne  iait  que  ,de 


fl 

I 

la  rdigioii  (  ih  1001  tou^iURl  prilt  i  tonihtr  o  gnont:  ^«Sib 
liMit  rhittoiro,  ot  qa^ils  «pfirennoMt  ^  diatiagMr  ontvo  fediif 
do  la  r«ligiion  qui  o»t  ton^omo  ocoapA  d^tUe^  ol  la  0o«r  do 
Romo  qoi  ost  tr^t-souvont  occup^e  d'eutro  cfaoe^  Cetto  conr 
\k  a  toujonrt  Au  baon  partager  aon^  lemps. 

Quelquee  autres  eo  figurent  qu'il  no  •'agit  qoo  do  pridro 
nne  certaine  attitude,  et  de  a^^tablir  eor  dea  principes  a  aoiy 
en  argumentant  de  tout  ce  qne  Ton  peut  tirer  do  ^ieux  arao* 
naux  d^cr^ditea.  Qnelle  caim^I  quelle  illntiott !  avec  un  bom* 
mo  tel  qu'^tait  NcqfoUpn^  c'^tait  pr^cia^mont  oe  qu'il  faUait 
ponr  ae  pesdre*  11  ^ait  plna  aubtil  quo  oeux  qai  vonlaient 
Pembarraaaery  il  ^tait  plua  fin  qne  leo  ergotenra  de  RoniOi 
il  ^tait  plna  fort  qo'enx;  il  atait  en  borrenr  lea  pointillerieay 
lea  tortooait^s:  rattaquer  par  dea  embdches  ^lait  le  reporter 
aur  aon  terrain  propre  ^  pr^endro  1'arr^ter  aTec  dea  subAiIit& 
tb^logiqoea  ou  diplomatiquea  ^tait  onblier  qu'il  ^tait  ,portonr 
d'nne  ^^e  on  posaeasion  do  couper  tona  lea  noends  gordieno« 
ao  montrer  a  la  iois  en  ennemi  et  on  ennemi  faible^  toit  k 
iBojen  ioDuUible  de  f  attirer  chez  sei.  NapoUon  avait  pour  babi* 
tndo  de  regarder  faire  aon  ennomi,  et  puia  de  fiiire  aon  plan  snr 
aea  faotea;  avec  Rome  il  n'eut  qne  l'embarraa  du  cboix :  oar  il  ost 
impossiblo  d^aaaembler  pltia  de  contreaena  qu'on  ne  faisait  a  Romei 
Si  lea  cardinanx  Consaipi  et  Caprara  aTaiont  contmo^  do  iingK^p 
rien  de  tout  cela  ne  aerait  arriv^a  La  caoae  premiore  dea  mal» 
beura  ae  tronto  dana  lea  conseila  aveu^es  qui  pr^Talurenl  au 
retour  de  France:  il  n'7  a  rien  de  plus  dangereux  quo  la  fai-r ' 
blesse  qui  s'abandoiuio  k  la  violence.  Cest  oUe  qoi  a  amou^ 
la  lutto  eatro  Je  papo  et  Napoleon;  il  eut  le  malbeur  do  so  U» 
Trer  aux  ultra  de  son  paja:  ila  firent  Ik  oe  qu^ila  font  pao* 
toQt.  Un  6  a^tembre  en  permanence  domit  loa  attendre  pn^ 
tont  OQ  ils  iteoteot  de  a'^ablir. 

Cetto  Intte  engag^e  sana  jugement  fnt  aontenuo  per  Romo 
avec  gaucberie,  par  NapoUon  avec  violenoo;  on  vit  d'tttt  cbtA 
loa  oxcos  de  la  maladreaao,  et  de  rautre  cenx  do  la  force:  il 
faut  a  la  foia  beancoup  m^priser  lea  premiera,  et.beaocoop 
balr  lea  aeconds/'  — 

Ja  vfobl!  .ao  aind  die  Oinge  au  nobmen,  welcbe  in  dem 
igen  Kampfe  aidb  eioignet,   odor  viobndtf  donaoiben 


»      •  ■ 

h6r|>«igi^iii|irl  h.^l>eii;  uod  so  aini  ste  au«li  in  spaterer  Zeit 
iibeirall  su  nebaien^  wa  Rom  mit  teinem  Eiqfluaae  aufgetreten 
iat,  Stets  wie  eioe  politiach  -  intrikante  Macht  handelnd»  will 
ea  doch- fortwabrend  ala  religioae  behandelt  aejn,  und  der  hei- 
lige  Petraa  aoU  mit  fieinem  Anaehn  dazwischen  treten,  da,  wo 
Si^onjtfagua  nicht  durchgedrungen* 

Naoh  der;  Yerhaogqisavollen  Schlacht  bei  Ansterlitz  (1805) 
und  dem  Preaaburgex^Frieden,^  war  Napoleona  Macht  noch  mehr 
geatiegen.  Neapel  war  —  erobert,  Rom  von  aeiner  Herraohaft 
umgeben.  Jeizt  tbat  daa  glimpflichflte  Benehmen  und  di^  tief- 
ate  poUliache  Wei^heit  noth.  Aber  statt  desaen  wablte  man  zu 
]Leitern  der  Geschafte  eine  Anzahl  Ton  PrUaten  aua,  welche 
die  widerwartigstep  y  abatosaendaten  und  unwissendsten  Hen'- 
achen,  und  weder  die  Zeif^  noch  die  Verhaltnisse ,  noch  den 
O^goer  un4  dessen  KraAe  su  beurtfaeilen  im  Stande  waren; 
und  man  fing  einen  Krieg  mit  diplomatischen  Noten  an"^).  Da* 
swiachen  kam  der  Krieg  mit  Preusseo  (1806)»  und  Napoleon 
war  in  Preusaen  und  Polen  bescbiinigt  Der  romische  Hof  be- 
nutzte  diese  Zeit  redlich  fiir  Intriken  aller  Art.  Die  spanischeQ 
Angelegenheiten  verwickelten  sich,  und  der  heilige  Yaterwirkte 
nicht  wenig  mit,  die  Monche  in  ihrem  Vorhaben  za  ateifen» 
An  die  Cortea  aelbst  hatte  er  nicht  so,  viel  gedacht.  Scbon  die 
friihem  Riistungen  des  Friedensfursteir,  im  Einverstandnisse  mit 
Eom,  halten  auf  dem  Solilachtfelde  von  Jena  dten  Entschluss  ia 
NapoUon  erzeugt,  die  Verralhereien  des  heiligen  Sluhlea  em- 
pfindlich  zu  beatrafeu.  £s  ward  deraelben  aber  auch  spater 
gar  kein  Ende.  Fremde  Intriken ,  Beschutzung  neapolilanischec 
Bauber,  Aufuahme  aller  missvergnugten  Italiener,  Begiinstigong 
englischer  Sendlinge,  Meuchelmord  von  Franzosen  auf  allen 
Strassen  des  Kirchenataates,  —  dies^Ues  waren  ^Nadelsti** 
che"  von  der  Art,  dass  aie  Schwertachlage  uothwendig 
nach  aich  zieheiL  mussten. 

Nach  der  Buckkehr  aua  Preusaen  (August  1807),  Ter«- 
fiigte  aich  N(q>oUon  noch  im  Movember  deaselben  Jahrea  nach 


*)  On  aait  ce  qtae  c^est.  Un  proc^s  commeuctf  par  la 
politesse  et  fiui  par  le  canon,  d^  que  la  mod^ration 
ne  tient  paa  la  plume.     Fradi,  307. 


Italien,  und  enfsefxte  die  spaniscfa-lioatfconische  ^atnffie  iri 
Etrorien  des  koniglicfaen  Tfaronesy  welcfaeif  er  ilit^aelbst  ifOvor 
Terwilligt  faatte.  Dies  war  das  Vorspiel  Bir  Spanien  ^elbat  JltiA 
ancli  fiir  Kom.  Er  durfte  nirgends  im  KiidkenFeihd^ 
fain terlassen,  welcJie  eben  so  treuloa  als '^efafaT- 
lich  waren.  Diea  iat  das  Gehohnnisa  seiner  Politik  gegen  mehr 
als  eioe  Machty  die  er  vernichtete.  ,yLes  perfidies  des  au- 
tres  ont  fiiit  sonvent  k  aes  yeux  rexcuse  de  sa  per- 
(idie  propre^—  diese*Wort8  des  alten  Intrikanten  enthalteii 
cine  Wafarfaeity  die  mad  faei  Vergleicfaung  seiner  Polilik  mit  derje- 
nigen  der  iibrigen  immer  melur  und  mefar  rofalt/  Seine  diplomati-^ 
scfaen  und  kriegeriscfaen  Verbrecfaen  find  zum  mindesten  fitr  den 
Aufam  und  fiir  grosse  Ideen  voUbracfat  wdrden;  aber  fur  weL 
clie  Ideen  sind  denn  die  der  neuesten  Zeit  yollbracfat»  und 
wofur  die  Halfte  von  Hellas,  Italien,  Spanien  und  Portugal  ge« 
schlacfatet  Worden?  — 

Der  Marqui$  von  AlquUr  war  im  Jafare  1807  znletzt  Ge- 
sandter  des  Kaisers  km  piibstlicfaen  Hofe  gewesen ;  so  viele  Un-' 
terredUDgen  dieser  Diplomat  ancfa  mit  Plus  und  dessen  Ministern 
hatte,  so  vielmal  hberzeugte  er  sicfa,  dass  weder  der  Pabst 
selbst^  noch  seine  Leute  genau  mit  dem  Volksgeiste  und  deni 
Stande  der  offentlichen  Meinung  in  Frankreicfa  vertraut  seyen; 
das  Kompliment  der  Kniebengung  beim  Einzuge  in  die  verscfaie- 
denen  Sladte,  wafarend  der  bekannten  K^se^  faatte  man  rbmi- 
scfaer  Seils  tfaoricht  g^nug  fiir  den  sicfaern  Ausdruck  innerer 
Biihrung  und  Hochachtung  genommeu.  Darauf  baute  nun  die 
weltlich.kirchliche  Polilik  des  romischen  Hofes  fernere  An<* 
maaasungen  und  Plane  und  zog  daraus  die  KraAe  ifares  hurt- 
niickigen  Widerstandes.  * 

Das  Scfareiben  des  Generals  LemoKrois^  Befefalsfaabers  in  den 
Legationeuy  worin  uber  die  Einkiinfte  der  Proviuz  Macerata 
Anfscfaluss  faegefart  wurde,  zeigte  ber^ils  das  scfalimme  Verfaalt* 
niss  nnd  des  Kaisers  feindiicfae  Gesinnung  an.  Im  Janner  '  des 
folgenden  Jahres  uberreichte  derMarquis  von  jilquler  deni  Kar- 
dinalstaatssekrelare  eine  NotOy  worin  die  Marschordnung  fnr  eine 
Heeraiiule  von  6000  Mann  beschrieben  wwr^  welche  unter  Be- 
fefal  des  Generals  MioUis  nach  Ncapel  sich  b^geben  sollte;  aK 
lein  bald  evfulir  man  ifare  eigentiiche  Bestimmung  y  aemlich  der 

S 


34 

Besetzang  des  Kirche0sta«te8.  Der  Anscblag  dee  Pabstee  an 
den  Straasen  Roma,  vrorin  iiber  den  Eintrilt  franzoaiecher  ^rup- 
pen  im  Patrimonium  Petri  Aufklarung  gegeben,  und  von  einer 
Ixanzbsischen  Regierung,  stattYoH  dem  Kaiser  Napoleonj  ge« 
sprochea  wurde,  hatle  noch  zu  mehrern  lebhaflen  Erorterun- 
geii  zwiachen  dem  Marquia  und  dem  Staata^ekrelare  Anlass  ge- 
boteu.  Der  Pabst,  ala  er  aein  Schicksal  sicb  ernillen  aah,  wai:f 
die  lang  vorgehalteae  Maske  von  aichy  gab  eine  ^  Bechtfertigung 
aeiner  Reise  nach  Frankreich  und  eiue  Analyse  der  Forderun^ 
gen  -Napoleon^9  heraus,  welche  darin  bestanden:  1)  dass  ein 
Patriarch  Alr  Frankreich  ernannt;  2)  daa  burjgerliche  GeseMs- 
bucfa  vom  Klerus  angenommen;  8)  die  Freiheit  alier  Bekennt- 
ntsse  verkundigt;  4)  tnit  den  allzu  zahlreichen  Bischoffen  in  Itar 
lien  eiae  Reform  vorgenommen  werden  soUte ;  5)  dass  die  pabst- 
lichen  Bullen  fiir  die  Bi^thitmer  undPfarreu  Italiens  abzuschaf* 
fen  seyen;  6)  dass  der  Pabst  die  Monchsorden  aammt  und  son- 
ders  abschaffe ;  7)  die  Prlestei*ehe  frei  gebe,  und  endlich 
8)  den  Prinzen  Jo^eph  JBonaparte  zum  Konige  von  Neapel  krdne. 
Di4  meisten  dieser  Forderungen  enthielten  Dinge,  die  kein  ro- 
mischer  Pabst  be>villigen  konnte  und  noch  kann,  ohne  die  An« 
inaassung  vieler  Jahrhunderte  und  die  Ueberfltusigkeit  seinea 
Daseins  selber  einzugeslehn. 

Nach  der  Note  des  Marquia  vqm  28«  Hornung  I8O89  worin 
der  Aufenlljalt  franzosischer  Truppen  in  Rom^  als  rein  mu 
litarische  Maassregel,  in  Verbindung  mit  der  neapolitaniachen 
Armee,  erklart  worden,  und  worin  ferner  die  Zerstreuung  nea- 
politaniscl^-bourbonistischer  Zusammenkunfte,  die  Verhaftung 
aller  englischen  Seodlinge  und  die  Abreise  der  Neapolitaner  von 
Geburt  in  dem  Kardinals-Kollegium  nach  der  Hauptstadt  je- 
nes  Konigreiches,  zum  Behufe  der  £idesleiatung  an  Joseph  Na- 
poleon,  gefordert  worden^  begannen  die  gewaltsamern  Staats- 
streiche. 

Der  Kardinal  Doria  war  inzwischen  in  der  Wiirde  Caso^ 
ni's  gefolgt  Derselbe  begann  damit,  den  neapolitanischen  Kar- 
dinalen  jene  Reise  formlich  zu  verbieten,  so  wie  auch  die  An- 
nahnie  d^r  Einladung  des  Generala  MioUi's  zu  einem  frennd- 
achafUichen  Mahle.  Dia  piibstlichen  Truppen  wurden  nunmehr 
unter  die  frauzoaischen  gesteckt    Vergebena  verwahrte  aich  der 


35 

Iieilige  Stulil  auf  das  FeierlicliBte ;  aud]  das  Verbot  ah  die  ila- 
liemachen  Kardinale,  ihren  Weg'  fortzusetzen,  falb  sie  nicfaf 
dnrch  Gewalt  dazu  gezwungen  werden  sollten,  hatte  nur  noch 
mehr  Erbilterung  zur  Folge.  £ben  so  war  ea  mit  dem  Breve 
der  Fali,  worin  der  heilige  Yater  dem  Kaiaer  mit  dem  Bann- 
fiuche  drohte.  Noch  zu  £nde  dea  JUarzen  erhielt  anch  Doria 
leinen  Nachfolgery  in  der  Person  des  Kardinala  GabriellL  Der- 
•elbe  benachriditigte  dle  fremden  Gesandlen  Yon-  der  gewalt- 
thafigen  Entfernung  der  Kardinale;  der  Minister  Ton  Spanien 
aber  erhielt  von  Pius  aus  die  Aufforderung^  Augenzeage  aU' 
dessen  zu  bleiben,  was  fortan  sich  nun  begeben^  wurde. 

Aro  2.  April  erliess  Napoleon  die  merkwiirdige  Verordnung, 
durch  welche  die  drei  Legationen  und  die  Mark  Aukona,  als 
einverleibt  mit  dem  Konigreiche  Italien,  erklart  wurden.  Der 
minister  der  auswartigen  Angelegenheiten  erhielt  die  Nachricbt^ 
daas  seine  Vollmachten  erloschen  aeyen  und  begehrte  seine  Paase, 
Dies  war  die  formliche  Kriegserklarung.  Die  Forderung  des  Kai- 
serSy  dasa  k&n.nig  ein  Drittheil  der  Stellen  des  heiiigen  JLMe^ 
gtams  mit  gebornen  Franzosen  besetzt  werden  soUte^  gosa  noch 
mehr  Oel  in  den  Brand. 

'  Sofort  abennals  ein  neuer  Staatssekretar  in  der  Person  des 
Kardinals  Pacca^  der  jedoch  nicht  viel  niehr  wirken  konnie,  als 
alle  fruhem.  Der  Pabst  erklarte  (2.  August)  dcn  £intritt  .je« 
des  seiner  Unterlhanen  in  das  frauzosische  Heer  fiir  Felouie  und 
Hochven*ath  ;  ebenso  belegte  er  die  BUrgergarden ,  welche  au^ 
der  niedrigsten  Volksklasse  gebildet  worden  und  grobeu  Aus- 
schweifungen  in  Rom  sich  iiberliesen,  mit  dem  Banne.  £r  schiitzte 
Pacca,  welcher,  seinea  unzeitigen  Fanalismus  willen,  auf'Jlf/o/* 
W^  Befehl  verhaftet  werden  solltey  mit  seiner  eigenen  Peison, 
Darauf  schleuderte  er  gegen  den  Impcrator  neue  Drohuhgen  des 
Bannes,  mittelst  eines  Breve's  vom  3.  April  1809*  Umsonst; 
das  Verhangte  geschah. 

Am  17.  Mai  sprach  Napoteon  das  Attfboren  der  weltlichei\ 
Macht  des  Pabstes  mit  schueidendem  Lakonismus  und  mit  bit- 
terer  fronte  aus,  wobei  der  bekannte  Schriiltext  ,,mein  Reich 
istnichtvon  dieserWelt**  —  die  Hanptrolle  spielte. 
Bom  ward  fiir  eine  der  guten  Stadte  des  franzosischen  Reicbs 
crklirt*    Der  Pabst  hatta  nnr  Ihrahen  >   Gebete  und  die  Stra- 

3* 


S6 

fen  d^s  ISmineb  dagegen.  Er  verliangle  alao  die  letztern  iiler 
das  gewaluame  Kriegsfaaopt.  Die  beruliinten  Bannbullen  gegen 
NapoUon  und  detsen  Anbanger  erschienen  demnach  (10.  u.  11« 
Juni).  DerKirchenstaat  worde  vbllig  einverleibty  und  ala  Piusy  daa 
Oeschcbene  durch  freiwiUige  Zustimmung  zu  bekiliftigeny  mann** 
lich  und  furstlich  standbaft  sich  weigerte,  ging  die  Abrufarung 
desselben  aus  Rom  nJach  Savona  und  apater  Ton  Savona  nach 
Fontainebleau  (1812)  vor  sichy  woriJber  die  Ejnzelnheiten ,  als 
weniger  hieher  geborend,  in  der  politiBchen  Geschicbtey  so  wie 
die  weitlaujGgen ,  bald  apologetischen ,  bald  tadelnden  Bemer* 
kungen  und  EroFterungen  de  Pradt^s  in  dem  mebr  angefuhr— 
ten  Werke,  und  eben  so  Napoleon^s  Recbtfertigong  und  Auf— 
schliisse  bei  O^Meara  und  Las  Cases  zu  vergleichen  sind. 

Hinaichtlich  der  Kardinale  wurden  nicht  minder  scharfe 
Haassregeln'  ergriffen;  die  Unterthanen  der  Konigreicfae  Itaiien 
nnd'  Neaper  erhielten  di^n  Befehl ,  in  ihr  Vaterland  zuriickzo- 
kehreni  und  den  betreifenden  Regierungen  den'£id  der  Treue 
zu  schworen.  Als  sie  desaen  sich  geweigert,  zwang  man  sie 
Rom  zu^  verlassen  und  berief  sie  nach  Frankreich  ein.  Vier- 
sehn  unter  ihnen  wurden  nach  verschiedenen  St^dten  dieses 
Landes  verbannt  und  ihrer  Wiirden  und  Giiter  verlustig  er— 
kliirL  Die  Kardiniile,  welche  nach  Frankreich  gegangen,  und 
die  Eingebornen  des  LandeSy  waren  nach  und  nach  so  ziemlich 
in  zwei  Partheien  unterschie^en,  «je  nachdem  sie  in  AustibuDg 
ihrer  Wiirde  nnd  bei  ihrem  Auftreten  im  offentlichen  Leben 
mehr  oder-  minder  den  alten  Grundslitzen  treu  blieben.  Die 
Verschiedenheit  der  Ansichten  trat  besonders  bei  Anlass  der 
zweiten  Vermahlung  des  Kaisers  im  Jahre  1810  scharf  hervor. 
Die  Frage:  ob  sie  der  religiosen  Ceremonie  beiwohnen  konnten 
oder  nicht  ?  macbte  viel  zu  schaffen ;  bei  dem  biirgerlichen 
Akte  erschienen  Alle  bis  auf  Caprara;  bei  dem  kixchlichen 
fehlten  die  meislen.  Daliir  traf  sie  von  Seite  des  Beleidigten 
schwere  Ahndung.  Sie  wnrden,  als  sie  des  folgenden  Tages  in 
den  Tuilerien  erschienen,  verbaftet,  die  Zeichen  ihrer  Wiirde 
ihnen  unlersagt,  ihre  Giiter  mit  Beschlag  belegt.  Die  Betroffe* 
ncn  sahen  sich  sofort  als  Mailyrer  an  und  empfingen  ab  solche 
Ton  den  empfindsamen  Glaubigen  Verehrung. 

Nichts  desto  weniger  fanden  bald  wiederum  Unterhandlun- 


87 


gen  zWiteli€Q  Napoie&n  und  JPlus  ^M,  za  Aasgl^iohaitg  ihrer 
wechselseitigeti  Streitigkeiten.  Die  zwei  kircUichen  Komniissio* 
nen  Tpm  Jahre  1809  a.  1810  und  von  1811  ^  zu  diesem  Zwecke 
eingesefzt,  verroehrten  sie  jedoch'  iu  Tielen  Pankten^  and  die 
Geisllichkeit ,  hesonders  h«i  dem  hekannten  Charakter  des  Peh-* 
etes  y  'hefand  sich  oft  in  der  peinlicbsten  Veilegenheit,  d4 
ziwjschen  dem  geisllichen  und  wettlichen  Gehidter  Entscheiduli^ 
flie  drangte,  und  die  yerhaltnisse  der  Politik^  dte  eigene  Ge* 
sinnung  nnd  die  Stimmung  des  reinpabstlichen  Pablikums  gleich 
•ehr  zu  herikksichtigen  und  die  Verbindungen  zwischen  Haapt 
ond  Glieder^,  sowohl  durch  den  ausgeschleuderten  Bann  des 
£ineny  als  durch  die  Folizei-Iaterdikte  des  Andem  erschwert 
waren. 

Bie  erste  Kommission  suchte  aaf  den  Geist  Napoleon*s  ver- 
aohnend  eidzuwirkeHy  seine  Vorurtheile  gegen  das  Kirchthum 
jni  zerstreoen  und'  sein  Vertrauen  zu  erwerben.  Die  Haupt- 
schwierigkeit  bildete  stets  die  Trennung  der  weltlichen  Terri- 
toriairrage  von  den  reinkirchlichen  Angelegenheiten.  Der  Mi-- 
mstex  Hegnaut  de  St,  Jean  (Vj^ngely  leistete  bei  diesen  Ver«> 
suchen  treflliche  Dienste.  So  verzogerte  er  langere  Zeit  die 
BekiAintmachimg  des  Senatuskonsults^  welches  miltelbare  Ver- 
binduBg  mit  denai  ^ahste  untersagte.  Inzwischen  erschien  eine 
Denkschrift  derKommission,  ^velche  deh  Kaiser  iiber  mehre- 
res  ber^higte.  Dieselbe  suchte  bei  ihren  UntersucMngen  Ge* 
genstaude,  welche  die  ganze  Christenheit,  solche,  welcheFrank- 
reich  insbesondere ,  und  endlich  solche,  welche  allein  die  An*- 
gelegenbeit  des  Tages  betrafen ,  jederzeit  zu  trennen. "  Als  diese 
ersttfe  Kommission  sich.  aufgelost^  waren  gleichwohl  die  Kir- 
chenverhaltnissey  in  Folge  neuer  Begebenheiten ,  verwickelter^ 
als  je,  geworden.  Die  Breven  des  Pabstes^  himichtlich  der 
Kapilnlar-Vicarien  von  Paris  und  Floreuzy  undUnruhen,  durch 
geistliche  Betriebsamkeit  in  Frankreich  angefacht^  bewirkten, 
dass  des  Pabstes  GefangenschaA  harter  ward« 

Im  Janner  1811  bildete  sich,-auf  Napohon^s  Befehl,  eine 
nene  Komnlission.  Man  stellte  an  sie  BegehreUy  welche  weiter 
unten  im  Zuaammenhange  folgen  werden,  nebst  den  Antworten, 
welche  sie  za  erlassen  sich  bewogen  fand.  Die  -Kommission 
halle  drei.Hauptau^beu  ihrer  Thatigkeit:    1)  das  Interdikt  der 


88 

Verbihdarfg  mit  i^m  Pabate  za  liIntertTeiben ;  2)  «ine  MasBsre- 
gei ,  ih  Betrieff  der  kd&onischen  EinsetzQiig  nnd  S)  dem  Pabste 
Freiheit  nnd  AusBolinang  mit  Napoleon  zu  erwirken.  Za  Ehde 
des  Mai^zen  1^11  endigten  ihre  Sitzungen.  Die  Mitglieder  er^ 
hielfen  den  Befehl,  sich  ilicbt'VOn  Paris*-ztt  eritfemen.  Zu  Ende 
Aprils  gingen  der  Erzbischofp  von  Totirs  und  die  Bischoffe  von 
^^anles  und  Trier  nach  Savona.  Der  Palriarch  von  Venedig  ge- 
selUe  Bich  ihnen  .bei.  Die  VoIImachten  /  welche  sie  vom  Kaiser 
'irhalten  halteu,  ^v^aren  folgende : 

Dle  ZuBammenberufung  eines  allgemeineu  Konziliums  {(at 
den  9.  Bracbmond)  eoU  angesagt  werden. 

Das  Konkordat  von  1801  besteht  nicht  mehr,  weil  der  hei^ 
lige  Vatcr,  eincr  der  kontrahirendeu  Theilei  wesentliche  Klau-^ 
sehi  desselben  zu  erftillen  sich  weigert;  die  BischdfTe  sollea 
kiinftig  auf  dieselbe  Weise^  eingeseizt  werden,  wie  vor  dem 
Konkordate  K6nig*8  Pranz  L  Diese  Weise  soll  vom  Konzilium 
gei-egelt  und  von)  Kanziliom  gut  geheissen  werden. 

Gleichwohl  erhalten  die  Abgeordneten  allerlei  Ermachti-* 
gungen  zur  Abschliessung  eines  Vcrgleichs ,  von  denen  aber  nur 
Gebrauch  gemacht  werden*  soU,  wepa  der  Pabst  zur  Versoh*^ 
nung  sich  geneigt  zeiget.  : 

Zwei  UebeTeinkommnisse  soUen/  jedes  Tom  andem 
nnabhatigig,  ^getrolTen  werden.  Das  eine  bezieht  sich  auf  die 
Einsetzung  der  Bischofie;  hin«'chUich  dicBer  kommt.der  KaiBer 
auf  das  Konkordat  vom  lahre  1801  zuriick,  unter  zwei  Be- 
dingungen  :  1)  der  Pabst  wird  die  bereitB  ernannten  Bisohoffe 
einsetzen;  2)  kiinftig  sollen  alle  Ernennungen  d^m  Pabste  in 
der  gcwohnlichen  Form  mitgetheilt  werden,  zam  fiehufe  der 
kanbnischen  Bestatigung.  Ist  diese  binnen  eines  Zeitreums  von 
drei  Monatcn  nicht  erfolgt,  Bo-aoll  die  geschehene  Ernennung 
dem  Metropolitan  mitgetheilt  werden;  dieser  setzt  sodann  aei^ 
nen  Suffk^agan  und  der  Suffragan  den  Erzbischoff  ein.  Daa  ah* 
dere  Uebereinkommniss  wirJ  auf  Regelung  der  allgemeinen  An* 
gelegenheiten  Bich  beziehn. 

Basen:    Riickkehr  des  Pabstes  nach  Bem,    im  Falle  er 

den  durch  das  Konkbrdat  vorgeBchriebeuen  Eid  zu  leiBteil  em-^ 

/Willigt.  Im  entgegen^esetzten  Falle  wird  er  seinen  Sitz  zu  Avignon 

nehmen  und  voUe  Freiheit  haben.  alles  Bein«6eisiliche  ifu  ver« 


59 

wahen  nnd  telbst  in  den  fijstideDxeii  dtr  vertcliiedefien  cLrist* 
lichen  Machte  Geschiiitstrager  zu  uulerhalten.  Alle,  Souvera- 
neo  zukommenden  Ehrenbezeigungen  wird  er  fortgenietaen ;  za 
seinem  Unterfaalte  empfangt  er  zwei  Millionen  jahrlicher  Ein- 
knnlte.  All'  dies  jedoch  bloe  dann,  wenn  er  ▼erspricht^  nichta 
im  Reiche  Torzimehmen,  was  den  vier  Artikelu  von  1682  wi* 
dentreitet. 

Die  ahgeordneten  Bischoffe  miissen  am  !•  Juniue  auf  der 
Riickreiee  ti6h  befinden. ' 

Wenn  vorslehende  zwei  Uebereinkiinfte  zn  Stande  gekom- 
men,  ist  der  Kaiser  geneigt,  iiber  alle  noch  ferneren  Punkte  mit 
dem  Pabste  sich  za  verstehn,  als  da  sind:  Die  Errichtung  von 
Bisthiimem  zn  Herzogenbusch ,  Amsterdam,  Rotterdamy  Ham- 
burg,  Bremen,  Montauban  u.  s.  w. ;  Beschiitzung  der  Religiosen  in 
Palastina^  durch  den  franzosischen  Hof;  Wiedlererbauung  des  hei- 
ligen  Grabes;  der  Missionen;  der  Archive  des  heil.  Stuhles  u;s.  w« 

Die  Abgeordneten  sollten  die  BuIIe  vom  10.  Juni  1809 
und  die  gemachten  Versuche,  im  Reiche  Unruhen  zu  erregen, 
niemals  aus  den  Augen  verlie^en.  Sie  hatten^  dem  Pabste  alle 
Hofriiung  dfes  TViedergewinns  weltlicher  Herrschaft  abzuschnei* 
den^  ihn  auf  die  Zusammenberufung  des  Konzils  und  die  mog* 
hchen  Beschliisse  desselben  im  Geiste  friibeter  Zeiten  aufmerk» 
8am  zn  niachen* 

Der  Pabsty  zuerst  in  grosser  Unruhe  iiber  Charakter  und 
Zweek  dUe^er  GesaodUchaft,  empfing  sie  giinstiger,  als  man  er- 
warten  konote;  er  zeigte  sich  weder  dem  besprochenen  Konzi* 
fium,  noch  einer  ^ VersohnuDg  ungeneigt;  nur  machte  er,  hin- 
8ichtlicli  der  Beschliisse  des  erstern  iiber  Einsetzung  von  Bi- 
poL^Seo  und  Funkte  der  allgemeinen  JKlirchen;$pcht,  das  Recht 
leiaer  Mitwirkung  geltend;  und  bedauerte,  inBezug  auf  letz* 
terey  dasa  die  gehorigen  Mittel  und  Wcgezum  Erlass  von  Bullea 
in  giUtiger  Fonn ,  besonders  in  Abgange  eiiies  Konseils,  ihm  ab- 
geschnitten  seyen.  £r  verhiess  jedoch  auf  den  Fall  seiner  Be- 
freiong  das  Beste  hierin.  Am  zehnten  Tage  endlicb  nach  An- 
kunft  der  bischoiUicben  Bolhschaft,  erliess  er  oiiie  NotOi  wel^ 
che  versohnenden  Geistes  und  eine  £inleitung  zu  endlicheni 
VergleiGhe,   aber  blos  in  seinem,  K^ibinette  verfasst    und   von  . 


4ft 

ilim  pit^dieifsesiy^jk^aevvrega  aber  mit  Miner  Unterachrift  ver- 

sehen  waf  *). 

Maii  zog  aus  diester  Mote  nichts  destoweniger  folgende 
Scliliisse:  1)  Die  Note  enthalte  alles,  waa  das  Konzil  verlange; 
2),der  Pabst^Jiabe  dem  Konzile  da»  Recht,  in  der  allgemeijien 
Kirchenzucht  Yeranderungen  .  vorzunehmen ,  keineswegs  bestrit- 
ten;  3)  der  Pabst  habe  eingewilligty  den^eridten  Artikel  der  Tier 
Salze  des  Kierus  voity  Jahre  1682  zu  unterzeichnen  und  mache 
hinsichllich  der  ubrigen  nur  Schwiengkeiten  von  solcher  Art, 
welche  leicht  zu  heben  seyen;.4)  er  bestehe  auf  der  Bannbulla 
nicht^  als  wolle  er  ^ie  rechllich  geltend  macheuy  sondern  suche 
blos  seine  £hre  auf  gute  Weise  heraus  zu  retten ;  5)  er  habe 
auf  alle  Hoffnung  der  Ruckkehr  nach  Bom  verzichtet  und  be- 
haupte  blos  noch  das  Becht  der  Ernennung  von  suburbican 
Bischoilen. 


*)  Sa  saintetfS,  pfenant  en  consid^ration  les  besoins  et  le  voen 
des  ^glises  de  France  et  d^Italie ,  qui  lui  ont  ^t^  pr^sent^s  par  Par- 
cheveque  de  Tours,  et  par  les  ^vdques  de  Tr^^es ,  de  Nantes  et  de 
FaSnzay  et  Toulaut  donner  k  ces  ^glises  une  nouvelle  preuve  de 
son  affecUon  paterneUe ,  a  d^Iar^  aux  archev^ques  et  ^v^ques  susdits : 

1.  .  Qu'eUe  accorderait  rinstitution  canonique  aux  sufets  nom- 
m^s  par  sa  majest^  imperiale  et  royale,  dans  la  ferme  convenue 
k  V4pot[\\e  des  concordats  de  France  et  du  royauoie  d*£talie; 

2.  Sa  saintel^  se  prdtera  k  ^tendre  les  m^mes  dispositions  anx  ^gli* 
ies  de  la  Toscane,  de  Parme  et  de  Plaisauce,  par  un  nouveau  concordat ; 

3«  Sa  saiatet^  consent  qu^il  soit  ins^r^  daus  les  concordats 
mie  clause,  par  laquelle  elle  s^engage  ii  faire  en^dier  des  •bnlisi 
d^institiition  aux  ^^vdqnes  nomm^s  par,  sa  majest^,  daBa<un!tempi 
d^termin^  que  sa  saintet^  estime  ne  pouvoir  pas  etre  moindxe  de 
siz  mois  ^  et  dans  le  cas  oii  elle  diff^rerait  plus .  de  six  mois  pour 
d'autres  raisons  que  Tindignit^  personnelle  des  snjets,  elle  inveitit 
du  pouvoir  de  donner  en  son  nom  les  bulles,  apr^s  lessix  mois 
ezpir^s,  le  mtftropolitain  de  IVgltse  vacante^  et  ^  son  d^£nft  !• 
plos  ancien  ^vdque  de  la  province  ecd^astique ; 

4.  Sa  Saintet^  ne  se  d^termine  k  ces  ooncessions  que  dans 
resp^rance  que  lui  ont  fait  coucevoir  les  entretiens  qu^elle  a  eus 
avec  les  ^v^ques  d^ptit^,  qu^elles  pr^pareraient  les  voies  k  des  ar- 
rangemens  qui  r^tabHssent  l\)rdre  et  la  paix  de  T^glise ,  et  qui  ren- 
dent  au  saint-si^e  la  libei^t^^  rindi5pettd«noe  et  la  dignit^  qui  Ini 
conviennent. 

Savone,  le  19  mai  181L 


41 

Das  KoBxiliuni  ward  m  delr  Tbiit  fuv  den^d.'' iuaius  einbe- 
rofen*).  Die  Interessen  der  Katholiken  aller  der  Lander^  iiber 
welclie  Napohon  herrB^dite  oder  herrscherischen  £milu8«  iibte,, 
d.  h«  Frankreicby  Italien  und  Teutschland  sollten  darauf  beruck. 
aicfaUgt  werden.  Der'Fur6t  Pnmas,  Karl  v.  Dalherg  und  die' 
Titalar*  oder  SniTragan-BiAchdfie  von,  Teutftchland  wurden  mit 
dasu  eingeladen.  Die  Zahl  aller  gegenwarligen  Pralaten  b^trug 
Inindert.  Der  Kardinal  Faach  ,  Napoleorh^s  Verwandter^  ein 
hochat  intrikanter,  dem  JesuilismuB  nachmals  so  sehr  ergehener, 
Mann,  iiihrte  den  Yursits.  Die  Kultminister  von  Frankreich 
imd  Italieu  aassen  ala  Bevollmiichtigte  dea.  Kaiaers  und  Koni-« 
gea  bei. 


*)  Wir  geben  hler  aus  df  Tradt  das  Formular  der  Einbenv* 
fuagsschre&en : 

M.  l^archevdque  de  —  M.  P^v^que  de  -~ 

Lcfl  ^lises  les  plus  illustres  et  les  plus  populenies  de  1'empire 
sont  Tacaotes.  Une  des  parties  contractantes .  du  concordat  Ta  m^- 
<x>nou.  La  conduite  que  Ton'  a  tenue  en  Ailemagne  d^puis  dut 
ans'a  presque  d^trait  P^piscopat  dans^tte  partio  de  la  chr^entA^ 
il  n^y^a  anjpurdliui  que  huit  ^v^quesy  grand  nombrli  de  dioc^ses 
sont  gouvern^S  par  des  vicaires  apostoliqnes. 

On  a  troubl^  les  chapitres  dans  le  droit  qn^ils  ont  de  pour- 
▼ojry  pendant  la  vacsnce  des^si^es  k  Padministration  des  dioc^seSy 
et  l'on  a  ourdi  des  manoeuvres  t^n^breuies ,  tendantes  ^  exclter  le 
disordre  et  la  sMtion  parmi  nos  sujets;  les  chapitres  ont  rejet^ 
dea  breis  oontraires  k  lenrs  droita  et  aux  saints  canons. 

Gependant  les  enn^s  s*^conIent,'  de  nouyeaux  ti^tt  viennent 
k  ▼aquer  tous  les  jours;  s'il  n'y^tait  pourvu  promptement,  Tepis- 
copat  sVteindrait  en  FVance  et '  en  Italie  comme  en  Allemagne. 
[Das  heisst  soviei  als:  die  Lente  waren  nach  und  nach  ▼emimfti- 
gev  geworden.T' 

Votilant  pr^enir  lin  ^tat  de  choses  si  contraire  au  bien  de  la 
reiigioa ,  aux  principes  de  l'^g1ise  gallicane  et  aux  inl^dts  de  1'Etaty 
aoQs  avons  vMUx  de  r^nnir  au  9  juin  prochain  dans  T^lise  de 
Notre-Dame  de  Patis,  tous  les  ^r^ques  de  France  et  d'Italie  ep 
copcile  national. 

Nous  desirons  ^onc  qu'aussit6t  que  tous  aurez  re^u  la  pr^ente^ 
▼oos  a^  k  Yous  mettre  en  route  afin  d'Mre  arriv^  en  notre  bonne 
▼ille  de  Parisy  dans  la  premifere  semaine  de  juin*  Gette  lettre  n'^- 
tant  k  autre.fin*  .... 


DieRegelimg  der  kanonischeii  Einsetznng  Bildete  den  vor- 
feugliobsten  nnd  beinefae  ausschliesslichen  Gegenetand  der  Bera- 
diang,  und  die  Hanptfrage  drehte  sich  daram,  vor  %a  sorgen, 
dase  kdnftig  keine  andern  Htndernisse^  als  rein  kanonische,  dieae  ^ 
EinseCzung  Tersogern  konnen  soUten.  Die  Frage  lag  in  der 
Matur  der  Dinge  gegriindety  nnd  Napoleon  verfocht  zu- 
glei^h  die  Sache  aller  Regierungen.  £r  hatle  aich 
jedoch  sehr  in  seiner  Ansicht  von  der  festen  Anhanglichkeit 
des  Kleiiis  an  seine  Sache  geirrt;  der  Klerus,  zwischen  Pabst 
pnd  Kaiser  in  die  unangenehme  Wahl  gestellt,  neigte  bald  mehr 
zu  dem  wstern  sich  hin,  dessen  Drangsale  zu  dem  Esprit  de 
Corps  der  Kaste  auch  noch  personliche  Hochachtung  ervi^eckt 
hatten.  Ueberdies  in  die  geheimern  tJnterhandlungen-  und  nahem 
Vorgange.  uneingeweibt,  uilheilte  er  nur  nach  den  vorUegenden^ 
ofFentlichen  Akten ,  und  seine  Einfalt  selbst  war  es ,  welche  • 
ihn  desto  mehr*  erbitterte  und  verwickelle.  Er  fnrchtete  Fall* 
atricke  und  Gedankenhinterhaltey  und  die  Vorurtheile  von  Na" 
poleoris  philosophischem  Atlieismus  und  geringer  Lieoe  fiir  die 
Beligion  bestarkten  ihn  noch  in  Furcht  uxid  Argwohn.  Ver* 
achiedene  andere  Umstiinde,  entsprungen  aus  Unkenntiriss  der 
Weltlage,  ihrer  eigenen  Stellung,  der  Personlichkeit  des  Kai. 
aers  und  aus  dem  Glauben  an  drohetide  Gefahren  und  Verfol* 
gungen ,  kamen  noch  hinzu  und  verwidkelten  die  Sache. 

,Am  11.  Brachmond  ging  die  feierlicha  EroiTnung  vor  sich. 
Bald  zeigten  sich  die  grossen  VerschiedeDhelteu  der  Nationalitat 
in  Charakter  und  De^kweise  der  verftammelten  Pralaten.  l>\^ 
franzosischen  BischolFe'  ausserten  weit  mehr  ultramontanische 
Grundsatze,  als  Italiener  und  Teutsche,  tind  beide  letzten  wa- 
ren,  wie  de  Pradt  richtig  bemerkt  hat,  mehr  Gallikancr  als 
erstere  selbst*  Verstimmung  und  Gahrung  ofTenbarten  sicb,  nach 
langwierigen  Reden  und^Erorterungen^  von  alle^  SeiteA^  und 
die  Fordemngen  des  Kaisers  fanden  beinahe  siimmtlich  ungiin- 
atige  Aufnahme.  Die  Kommission  der  BischoiTe  hatte  vorge*- 
schlagen:  das  Konzilium  fiir  kompetent  ZQ  erklaren  bei  Ent- 
scheidung  der  Art  und  Weise  der  Einsetzung  durch  den  Me* 
tropoliteny  ,in  yorkommeudem ,  nolIiw;endigen  Falle.  Allein  in 
der  Sitzang  vom  9ten  auf  den  lOten  JuUns  anderte  sieh  Sire  6e- 
•innungy  mit  Mehrheit  einer  einzigen  Stinxne*    Man  fand  in  der 


is 

t 

firaglieheD  Note  Sr.  HdKgkeil  dte  erfordeviicben  Fotm«litateit 
Bicht,  mid  diete  entsciieidezi  bti  ,der  romiadbeii  Prieiteffscliaft 
natnrlicherweiae  allea  in  Sacben,  der  Kircbe  und  dier  Religtofl^ 
sa  alien  Zeiten  tind  in  allen  Landern.  Ebeaso  ianA  man  aucb 
deo  Zoeatx,  hinsicbtlibh  der  durch  Metropolitane  TorsQnahi- 
menden  Einsetzung,  nicbt  worilich.in  den  Zugeatandaissen  des 
Pabatea  ausgedriickt 

Ber  Biacboff  yon  Toumay  war  Bericbterstatter.     In  den 

Grandsatzen   eines  fanatiachen  Theologen   der  Lowener  FakuU 

tat  j  dea  Abb^  Dupivier  *) ,    nnd  in  dem  Hasse  belgiscber  Hart* 

nackigkeit  wider  alle  Forderungen  dea  Jabrhunderts  'auferaogen, 

wirkte   er  nicbt   wenig   durch   die  Art  der  Abfasaung   auf  di^ 

Gegenwarligen.     £in  teutscber  Don  Quixote^   Baron  i^on  Drosi^ 

Coadjutor   von   Miinater,    redete  keck  yon   der  Gefangenacbaft 

des  Pabatea.     Andere  mebr  bracben  in  lange  und  heftige  Eror- 

terungen  wider  die  vier   gallikanischen  Satze  aus.     Der  Erzbi. 

BchoS  von  Bordeaux  fuhrie  Beschlusse   des  beriichtigten  Konzi« 

liums   von  Trideiit   an,  welche  dem  Pabste  zur  Verbangung  dea 

Bannes  iiber  kirchenfeindliche  Sourerane  verlieh^n.  .  Daa  Komd- 

dieuspiel  setzte;  noch  lange  mit  ungewohnlichem  Feuer  aicb  fort^ 

bis  die  Rubrung  den  boclisten  Grad  erreichte  und  auf  den  Vor- 

acblag    des   letzgenannten  Pralalen^    die  Versammlnng  in  Masse 

nach  St.  Cloud  gi ng*,  um  vom  Kaiser  die  Befreiung  dea  Pabates 

zu  erflehn.     Da  fiel  von  des    getauscliten  Napoleon^s  Augen  die 

Binde;  er  erkannte,  in  welcV   gefabrliches  Spiel  er  sich  einge- 

lassen.     Das  Konzilium  w^ar  naliirlich  schon  vor  diesem  Schritte 

aufgelost. 

Napoleon  verwiinaobte  sein  Konkordat^  welchea  er  ala  die 
Hauptquelle  dea  Uebels  ansah,  und  welches  ibm  aeine  Italiener 
verdorben;.  er  ausserte  aich  gegen  de  Tradt,  vor  Sai^ary  ^  m 
bittern  Worten  iiber  aeine  MissgrifFe;  er  liess  drei  Pralaten,  wel- 
che  er,  auf  Kardinal  FasMa  Bezeichnung^  fiir  die  Urheber  dea 


*)  Dieser  Mensch  geborte  zu  den  Urhebern  der  lacherlichen 
und  ubsinm*gen  Revolution  in  Brabant^  des  tollsten  Produktes  aristo- 
Iratisch-pfaffitcher  Anmaassung.  in  der  Geichichte;  uad  man  schil- 
dert  ihn  als  einen  der  Hauptverfithrer  dea  damaligen  Erzbischoif*a 
«on  MedMln. 


htrtdackigeA  Widerstandes  ansah  ^  Tagea  darauf '  T^haft^ii  uad 
^•rmeliiier  dadurch  die  Zahl  der  Martyrer  in  der  Meinung  dieur 
Hasse  des  Klerus.  £r  zwang  die  Mitglieder  dea  Konzils,  nach 
ruaf  und  zwaozig  Tagen  noch  einmal  sich  zu  yersammela  uud 
nachstehendea  Dekret  ward  mit  Einmiithigkeit  angenommeu:      i 

1)  Das  National-Kouzilium  ist  ToUberechtigt ,  iiber  dis 
Einsetzung  der  BischoQe,  im  Falle  der  Noth  zu  entachciden.    : 

2)  Die  Bi^choffsitze  konnen,  dem  Geiste  der  Canonea  ge^ 
mass,  nicht  iiber  ein  Jahr  erredigt  bleiben ;  wahrend  dieser 
Zeit  mussen  Ernennung,  Einsetzung  und  Weihung  atatt  findeu. 

S)  Da%  Konzilium  wird   den  Kaiser  ersucheuy    in  Erneu- 

nung    der  Bischoffe,    den   Konkordaten   gemiiss,    furtzufahren.^ 

Die  Ernannten  Averden  an  den  Pabst  sich  wenden,  um  die  kfi-» 

Bonische  Einsetzung  zu  erhalten.    ' 

4)  Sechs   Monate  nach   ertheilter  Nachricht   von  der  ge-* 

acbehenen  Emennung,  soU  Se.  Heiligkeit  gehalten  seyn^  in  der 

von   den  Konkordaten  vorgeschriebenen  rorm ,   die  Einsetzung 

zu  ertheileil.     Wenn  diese  sechs  Monate  yerstnchcn ,    ohne  dast 

aolches  geschehen,    so   hat   der  Metropolit,    uud  in  dessen  Ab- 

gang,    der  alteste  Bischoff  der  Provinz  jene  Einsetzung  vorzu- 

nehmen.     Daa  Letztere  soU  auch  dann  geschehn^    wenn  ea  um 

Einsetzung  des  Mefropolitan  sich  handelt. 

£ine  Bothschaft,  bestehend  aus  secha  Biachoffen,  uber- 
brachte  diea  Dekret,  mit  Erlaubniss  des  Kaisers,  nach  Savona 
an  den  heiligen  Vater.  Um  demselben  den  Vorwand  zu  be— 
nehmen,  dass  er,  aus  Abgang  eines  Konseils^.  nichta  in  ^ehq- 
rigerForm  beschliessen  konne,  schickte  man  ihm  i^f  Kardi- 
nale  zu.  Diese  waren:  die  Kardiniile  de  Sayannoy  Fabricio 
Ruffo^  RovereUa,  Doria,  DugnarUni  und  der  firzbischoff  voo 
Edessa,  des  Pabstea  Almosenier. 

Am  1.  Septemher  noch  begannen/  zu  Savona  die  Berathun«> 
gen.  Der  Pabst  zeigte  sich  wilHg  in  Allem  und  bestatigte  das 
Dekret  des  Kon^ilium.  Die  ehrerbietige  Adresse  desselben  be-> 
antwortete  er   ebenfalls  mit  freundlicher  Huld*)«    Man  auchte 

*)   ^ref  de  N,  5.  P.  U  pape^  confirmatif  du,  deerep  du  concUe  nauo^ 
nalf  du  5  aoiit  1811,  en  date  du  20  septembre  1811. 
Pie  VII^  Souverain  Pontifft^ 
,  A  nos  chers  fils  les  Cardinaux  de  la  sainte  ^lise  romainef  et 


nan  anch  "Pltu  snr  Verbesserung  der  Biillen  fiir.  melirere  Spren^ 
gely  in  dendn  iVapoZ?on'«  lifame  ansgelassen  worden^  aa.  wie  aa. 


h  nos  Tto^bles  fr^res  les  arcliev^qnes  et  ^vd^es  assembl^  k  Fa* 
na,   salnt  et  bto^ctioa  en  notre  Seignenr. 

Depuis  le  moment  od,  malgr6  1'insulfisance^  de  nos  m^rites^ 
la  proTidence  nous  a  ^leres  &  la  dignit^  de  Souverain  Fontife,  noua 
aTona  tonjours  cbercb^  arec  une  sollicitude  paternelle  k  donner  de 
dignes  '  et  bons  pasteurs  auz  ^lises  qui  araient  eu  le  malbeur  de 
perdre  leur  ^^que.  Nous  regrettions,  et  nous  ^prouvions  une 
grande  anxi^t^  de  coeur  de  n'avoir  pu,  dans  ces  derniers  temps» 
poor  des  raisona  qu'il  est  inutile  de  rapporter  ici,  remplir  entifere* 
meht  nos  voeur,  comme  nous  raurions  desir^. 

Dieuy  dans  sa  bont^,  a  permis  qti^avec  l*agr^xhent  de  notre 
tr^-cber  fils,  JSapoUon  /^,  Empereur  de  Fran^ais  et  Roi  d^Italie, 
qnatre  ^v^ques  vinssent  nous  visiter  et  nous  supplier  respectueuse- 
ment  de  pourvoir  aux  dglises  de  France  et  duroyaume  dUtalie,  qui 
aont  priv«es  de  leurs  propres  pastenrs,  et  de  fizer  nous-m^me^  la 
mode  et  les  conditions  convenabies  pour  arriver  k  la  conclusion 
dHme  afiEaire  si  importante. 

Nous  avons  re^ u  ces  v^n^rables  fr^res  avec  la  bienveiUance  et 
1'airection  patemelle  qu^ils  avaient  droit  d^attendre  de  notre  part; 
nous  leur  avons  fait  connaltre  nos  intentions,  et  nous  les  avons  laissi 
partir  d^aupr^s  de  nous  dans  Tespoir  que,  de  retour  k  Pans,  i)e 
pourraient,  en  se  conformaut  k  nos  instructions ,  m^nager  un  ac* 
conunodement  g^n^al. 

Nou3  rendons  d^bumbles  actions  de  gr^ces  au  Dieu  tout-puis- 
sant  qui  a  daigu^  ezaucer  nos  priferes,  et  favoriser,  dans  sa  mi- 
sMcorde,  1'benreux  accomplissement  de  nos  voeuz.  D'apr^s  una 
nonvelle  autorisation  de  notre  tr^s-cber  fils  NapoUonJL^y  cinq  car^ 
dinaux  de  la  sainte  ^glise  romaiue,  et  notre  v^n^rable  ir^e^  I^ar* 
cfaev^que  d'Edesse ,  notre  aum6nier ,  se  sont  rendus  aupr^  de  nous. 
£n  outre  trois  archev^ques  et  cinq  evdques,  d^putes  ^ar  vousi  nous 
ont  remis  la  lettre  que  vous  nous  avez  «crite  le  cinq  des  ides  dtt 
mois  d'aoiit  de  la  presente  ann^e ,  laquelle  ^t^it  sign^e  par  un  grand 
nombre  de  cardinauz  de  la  sainte  eglise  romaine ,  d'arcl|ev^ues  et 
dMveques.  Us  nous  ont  rendu  un  compte  exact  de  ce  qui  s'est 
pass^  dans  Tassembl^e  gen^rale,  tenue  k  Paris  le  5' aoi^t  1811,  et 
nous  ont  respectueusement  suppli^  d'y  donner  notre  approbation. 

Apr^s  un  mtlr  ezamen,  nous  avons  ^prouv^  une  v^nfable  joie, 
en  voyant.  que  d'un  commun  accord  vous  vous  6tiez  co^form^  k,' 
nos  vues  et  k  nos  intentions,  et  que  vous  aviez  renferm^  en  cinq 
articles  ce  qne  nous  avions  pr^cedemment  approuv^  et  detevmin^. 
A  rexemple  de  tant  d^illustres  ^v^ques  qui  vous  ont  pr^c^d^  et  qui 
toient  liignes  de.  vous  servir  de  modfeias  ^  fous  nous  avei  adress6  de 


46  t 

diieai  Bri«f(/  m  dem  Ktiser  ztt  Termdgen;   nnd  P/o^  gab  in 
beiden  Stiicken  nach.    £r  schrieb  am  25.  desaelben  Monals  ei« 


notivelles  )>riM«s,    soit  dans  votre  asfembUe  g^njrale,   aoit  par  roa 
deput^s,    potir  nous  engager  k  confirmer  le  tout  d^une  manitoe  so* 
-lennelle.      '  • 

On  ne  peut  douter  de  yos  sentimens,  en  lisant  la  lettre  que 
nous  venons  de  citer.  Vous  6tes  entr^s  avec  nous  dans  les  plua 
grands  d^tails'  sur' toute  Taffaire,  en  nous  t^moignant  avec  Uneaf* 
fection  filiale  votre  inviolable  attacbement  k  la  chaire  de  Pierre  et 
an  saint-si^ge,  et  ce  respectueux  d^vouement  que  vous  ont  trans-* 
mis,  comme  k  titre   d*heritage,v.vos  plus  anciens  pr^decesseurs. 

Nous  trouvons  convenable  de  transcrire  ici  litt^ralement  ces 
cinq  articles  que  vous  nous  avez  souniis,  et  dopt  la  teneur  suit: 

Article  premier.  „Les  archevdch^  et  ev^ch^s,  conform^ 
ment  ^aux  saints  canons ,  ne  pourront  rester  vacans  plus  d'une  ann^e, 
dans  lequel  espace  de  temps  la  nomifiation ,  1'institution  et  la  con- 
a^cration  devront  avoir  leur  pleine  et  entiere  ex^culion." 

Art.  11.     „Le   concile  suppliera  Pempereur  de  continuer,    en 
^vertu  des  concordats  ,  k  nommer  aux  sieges  vacans;    et  les  ^vdquea 
nonim^s  pnr  l'empereur  auront  recours ,  dans  la  forme  accoutum^e^ 
au  souverain  pontife  pour  obtenir  Tinstitution  canonique.** 

Art.  III.  y,Dans  les  six  mois  qui  suivront  la  notification  faite, 
«elon  Tiiisage  ordinaire,  au  souverain  ^ontife,  sa  saintet^  donnera 
l*institution ,  conform^ment  aux  concordats." 

Art.  ly.  „Si,  au  bout  des  sixmois,  sa  saintet^  n*a  pas  donnd 
rinstitution ,  le  metropolitain  sera  oharg^  d*y  proc^der;  et  &  son 
d^fauty  le  plus  ancien  ^vdque  de  la  province  ecclesiastique.  \Ce 
demier,  s'il  s'agit  de  l'institution  d'un  metropolitain ,  la  donnera 
^galement. 

Art.  V.  „Le  pr^ent  d^cret  sera  soumis  k  rapprobation  de  aa 
aaintet^ ,  et  en  cons^quence ,  sa  majest^  iVnipereur  et  roi  sera  huin« 
blement  suppli^e  d'accorder  k  six  <|veques  qui  seront  d^putes,  la  per« 
mission  de  se  rendre  aupr^s  du  saint  p^re ,  pour  lui  demander  re- 
spectaeusement  la  confirmation  d^un  d^cret  qiii  ofi^re  le  setd  mojen 
de  rem^dier  aux  maux  des  ^glises  de  France  et  d'ltalie.'^ 

Voulant  donc  venir  an  secours  de  T^glise,  et  ^loigner  autant 
qfi'il  est  en  notre  pouvoir,  et  avec  Taide  de  Dieu,  les  grandes  ca» 
lamit^s  qui  la  menacent,  apr^s  en  avoir  mftrenient  d^lib^r^  avec  nos 
v^nerables  fr^res,  les  cinq  cardinaux  de  la  saint#  ^glise  romaine, 
et  notre  vto^rable  fr^re  Tarchevdque  d^Edesse,  notre  aum^nier,  et 
en  nous  attachant  k  la  teneur  des  concordats,'  en  (vertu  de  notre 
autorit^  apostolique ,  nous  approuvons  et  nous  confirmons  les  articlea 
rappart^  ci  -  dessus ,  lesquels ,  comme  aous  venoat  de  le  remarquer, 
aont  confbrmea  k  not  Vttes  et  k  notrc  volont^. 


*7 

genbandig  und  die  battei].  Einleitiuigeii  sa  T^lUger  Awoboiuig 
schienen  g^trofien* 


Mais  daxkB  le  ca»  oii  apr^  rexpiralion  des  tix  moit,  et  en 
fupposant  qu^il  ne  se  trouvAt  aucun  emp^chement  canonitjue,  le 
m^tropolitain 9  ou  ler^^ue.le  plus  ancien  de  la  prorince  eccl^iasti* 
quey  aurait  k  proceder  k  rinstitution ,  conformement  k  Tarticle  Iv, 
noua  voulons  que  le  dit  metropolitain ,  ou  le  plus  ancien  ^v^que 
de  la  province  ecdesiastique ,  fasse  les  informations  d^usage,  qu^il 
exige  de  celui  qui  doit  ^tre  institu^  et  consacr^,  la  profession  do 
foiy  et  tout  ce  que  Ton  a  coutume  de  demander,  en  observant  les 
r^gles  ordinaires,  et  ce  qui  est  prescrit  par  les  canons;  enfiu,  qu'il 
rinstitue  expressement  en  notre  nom ,  ou  au  nom  du  souverain  pon- 
tife  alors  existanti  et  qu^il  ait  soin  de  trantmettre  le  plut6t  possibla 
au  saint-siege,  les  aetes  authentiques  qui  constatent  que  toutes  cee 
choses  ont  et^  fid^Iement  accomplies. 

Nous  avons  deja,  nos  tr^s-chers  £lIs  et  nos  v^n^rables  frferesy 
donn^  des  eloges  k  votre  couduite  et  k  vo»  sentimens;  mais  nous 
ne  pouvons  nous'empdcher  de  vous  louer  de  nouveau,  de  ce  que, 
dans  une  affaire  au^si  importante,  oii  il  '8'agit  entre  autres  choses 
de  mati^res  qui  regardent  la  discipline  universelle,  vous  iious  t^ 
moigneZy  comme  il  convient,  k  nous  et  k  T^glise  romaine,  qui  est 
la  m^re  et  la  maltreue  de  toutes  les.autres,  une  soumission  filialo 
et  une  veritable  obtissance. 

11  nous  reste,  nos  trfes-chers  fils  et  nos  v^n^ables  fr^res,  k 
voas  exhorter  et  k  vous  conjurer,  par  la  grande  mis6ricorde  de 
notre  Divu,  de  donner  tous  vos  soins  et  de  faire  tous  vos  effbrte  . 
pour  continuer  k  ^difier  P^glise  de  J^sus-Christ  par.  vos  bonnes 
moeurs,  vos  boiis  exemples,  et  la  pratique  de  toutes  les  vertus,  et 
de  tAcher,  k  Taide  d'une  foi  agifsante  par  amour,  de  diriger,  do 
soutenir,  et  de  rendre  de  plits  en  plus  paH)|it  le  peuple  fidfele. 

Dieu  vous  accordera,  sans  doute,  les  grAces  n^cessaires  pour 
parvenir  k  uu  si  noble  but;  car  le  mtoe  Dieu  qui  a  jetd  en  voua 
le  fondement  d^une  aussi  bonne  oeuvre,  daignera  la  perfectionneri 
afin  que  les  progrl»s  du  saint  tronpeau,  dans  la  voio  du  salut,  de- 
viennent  pour  les  pasteurs  le  sujet  d^une  r^ompense  ^temelle. 

Continuez  .aussi,  nos  tr^s  chers  fils  et  nos  v^nerables  fr^s, 
coBtittuex  k  donner  k  la  sainte  ^lise  romaine ,  au  si^ge  apostdlique, 
de  nouvelles  pretives  de  rotre  amonr  et  de  votre  respect  filial,  k 
le  oonliultery  k  lui  ^tre  soumis  et  inviolablement  attach^s.  „C*esl 
k  lui  ,*^  pour  terminer  par  les  paroles  de  saint  -  ^r^n^e ,  la  plus  bril^ 
lante  lumi^re  de  IMglise  de  Lyon  et  m^me  de  toutes  les  ^glises  de 
la  Gaule,  „c'est  k  lui  qn^k  raison  de  sa  sup^riorit^  toinente,  doi- 
vent  recourir  toutes  les  ^glises,  c'est  k  dire,  les  fidMes  de  tous  lee 
pajty  conune  ajraat   toujoinrs  conserV^  la  traditioa  qui  vient   dee 


<«  AUmidiV/Bof&t»)  weleher  -die  Saprematie  des  Koaziliniiift 
iiber  Atsk.  Bthal  ^eriilirie  ittid  welchen  Napoleon  \n  den  VoUU 
maohten,f)j^   welcbe  er  der  KommiBaion   ausgestcllt,    durchaos 

ap^kres.^  *  £b  lenant  une  pareille  conduite,  et  en  voos  attachant  k 
la  piarre  immuahle,.  vous  serez  utilesli  l'assembl^e  des  fidMes,  k 
^a  sQ4^i^t^  civile,  et  k  S.  M.  rempereiu:  et  roi,  auquel  nous  sou- 
haitons  en  notre' seigneur  Jdsus-Christ  toute  sorte  de  biensy  etTOut 
recevrez  dans  les  Gieuic,  pour  avoir  di^ement  rempli^  votre  mini- 
etfere^  la  oouronne  ^temelle. 

Pleins  d^amour  pour  vonsy  nos  tr^s  obers  £r^s,  nout  ¥00^ 
b^nissons,  et  aveo  les  «entimens  d'une  affection  patemelley  nous 
donnons  ^galement  notre  bto^diction  apostoli^e,  au  clerg^  et  aux 
fidMeS'  conH^s  k  vo»  soins. 

Donn^  k  Savone,  le  20  septembre  1811 ,  la  douzifeme  ann^e 
de  notre  pontificat.     Sign^,  Pm  FU^  S.  P. 

^)  iMtructhns  dotind^*   d  la  ^econde  deputation  envtjjrSg 

d  Savone» 

Monsieur  ,l*archev^tfue  de  — 

Nous  vous  avons  nomm6  pour  porter  au  pape  le  dtoet  du 
concile  et  hii  demander  son  approbation.  Cette  approbation  doit 
£tre  pure  et  simple.  Le  d^cret  s'^tend ,  sur  tous  les  ^v^ch^s  de 
TEmpire,  dont  Rome  fait  partie,  et  sur  tous  les  ^vdch^s  de  notre 
royaume  dUtalie  ^  dont  Ancdne ,  Urbin  et  Fermo  font  partie ;  il  com- 
prend  ^galement  la  Hollande,  Hambourg,  Munster,  le  grand  du- 
ch^  de  Berg,  nilyrie  et  tous  les  pays  r^unis  k  la  France  et  qui  y 
seraient  r^unis.  Vous  refuserez  de  recevoir  I*approbation  du  pape, 
si  le  pape  veut  la  donner  avec  des  rdserves,  hormis  celles  qui  re- 
garderont  r^v^ch^  de  Rome  qui  n'est  point  compris  dans  le  d^cret. 
Nous  n'accepterons  non  plus  aucune  constitution  ni  buUe,  des^el- 
les  il  r^sulterait  que  le  pa^e  ref^rait  en-son  nom  ce  qu'a  fait  le 
concil«. 

Nous  avons  d^clar^  que  le  concordat  a  cess^  d^^tre  loi  de 
TEmpire  et  du  Royaume,  nous  y  avons  6%^  autoris^s  par  la  vi^la- 
tion  de  cet  acte  pendant  plusieurs  annto  de.Ia  part  du  pape. 

Noua  sommes  rentr^s  dans  le  droit  commun  des  canous  qui 
conf^rent  au  m^tropolitain  le  droit  d^instituer  les  ev^ques..  Nous 
rentrohs  donc  dans  le  concordat;  nous  approuvons  le  decret  du 
concile  k  condition  quil  n*aura  ^prouv^  ni  modification  ni  restri- 
otion  ni  reserve  quelconque,  et  qa'il  sera  purement  et  simplement 
accept^  par  sa  saintet^,  k  d^faut  de  quoi  vous  d^clarerez  que  noua 
aommes  rentrds  dans  Tordre  commun  de  l'egli^e  et  que  rinstitutioa 
oanomque  est  d^vohie  an  m^tropolitain ,  sius  Pintervention  du  pape^ 


49 

■nireGlit  ierlialtcsi  wiaieii  wcUla,  Tdrdirib  iiHm  widlenitei  Der 
Pebst,  baifnadug  in  dicser  kircbenreiAllielien  Ketwei  vn^ 
Unupation  seiner.  Vorfabreni  batt^  in  den  «iiegeeteUten  'Sdii«i«> 
ben  uod  Breven  den  Namen  des  Konzili  attigeUMen^;  der  Ket* 
eer  wj>Ul»  die  Abgeordneten  beitinmenf  nodb  eimnttl  mit  depi 
Pdbete  dariiber  m  ▼erhandebi;  aber  sie  tragetf  billige' Sdtetr^ 
dort  Tor  dem  lieillgen  Vatef  ^elbst  einen  so'  kilzlicben  FiiQlLt 
£a  erortern,  bei  welcbem  selbst  daa  Kon^ifium  vouBssel  einajt 
gescbeitert  war,  und  mit  dem  die  Jlaupftstarke  dee  «fioslolisoh» 
romiscben  Despotismns  zosammenstttrzt. 

Der  erzurnte  Napoleon  bestrafle  die  Zogemden  dadurcb^ 
dass  er  sie  z^nrangy  den  Winter  iiber  in  dem  langweiligen  Sa- 
Yona  xn.  bleiben.    hji^  w;ebrend  dieser  Zeit  erlassenen  Bulieii 


oomme  II  ^it  d^nsage  aVant  le  concordat  de  IPranpois  I"^.  et  de 
JUon  X.  Autsit6t  que  sa  saintet^  aura  approuy^  le  d^cret  satit  r^ 
serve  ni  xnodification ,  nous  nous  entendront  pour  la  circonscription 
des  dioc^ses  des  departemeus  de  Rome  et  de  Trrasim^ne,  de  la 
Toscane,  de  Hambourg,  de  la  Hollandey  du  grand  duch^  de  Berg 
ct  de  nUyrie. 

Nous  n^entendons  pas  conserver  plus  d^un  ^Tlcb^  par  oent  mille 
ames  de  population  dans  les  d^partements  de  Rome  et  de  Trasim^ 
ne;  d^ne  le  reste  de  la  France,  il.y  a  un  ^v^ch^  par  500,000  ames. 
Vous  pouvez  d'ailleursy  si  le  pape  est  dispos^  k  faire  cesser  les  que. 
relles  qui  existent,  lui  faire  connaitre  que  ^ous  scymmes  anim^s  des 
m^mes  principes  qui  nous  ont  dict^  les  instructious  donn^es  auz 
^v^ques  lors  de  leiir  derni^re  mission.  Aussit6t  que  le  pape  anre 
donn^  son  approbation  au  d^cret,  vous  renverrez  par  estafette  k 
notre  ministr^  des  oultes ;  et  jrous  resterez  k-  Savone  jusqu*&  nouvel 
ordre  pour  servir  au  pape  de  conseil  dans  les  affaires  ult^rieures 
qne  BOin  aarions  k  traiter* 

Si  -le  pape  refuse  rapprobation  pure  et  simple  du  d^crety  ▼OQS 
Ini  dfelarerez  que/.Ies  concordats  ne  sont  plus  loiz  de  l*£mpiro  ek 
dn  Rojamne  qui  rentreilt  dans  le  droit  commun  pour  Pinstitution 
canoniqne  des^^qnes,  c'est-&  dire,  qu^il  y  sera  ppurvu  par  les 
synodes  et  par  les  m^tropolitains.  .  Nous  nous  reposons  sur  votre 
i^ie  pour  la  religion ,  pour  notre  aervice  et  ponr  le  bien  de  '-votre 
pajs:  notts  comptons  que  vopt  ne  montreres  aucune  faiblesse  ei 
qne  tous  n'aeoepterei  rien  qu^  nous  n^accepterions  pas  et  qui  se- 
rait  Gontraire  k  la  teneurt  des  pr^sentes,  ce  qui  embaraisenut  ise 
a&ires  au  lien  de  les  axranger  et  de  les  «impiifier. 


60 

I 
1 

darftendahir>  ioFdge  jener  Uimlaiidey  nicht  bekannt  gemacht 
werden. 

Rer  WinterlSll  auf  1812  verstrich  ohne  besonders  merk- 
wiirdige  Erei^aiise  in  kirchliehcr  Hinsicht  Die  Anstalten  ziun 
Terhangnisevollen  Feldzoge  nach  Ruasland  nahmen  alle  Zeit  ond 
Aufmerksamkeit  in  Beschlag.  Die  Nachricfat  vom  Ersclieinen 
einesi  englischen  Geschwadei^a  anf  der  Rhede  von  Savona  be— 
alimmte  Napoleon,  den  Pabst  nach  Fontaineblcau  abfuhren  zu 
lassen.  Das  bishenge  Betragen  der  eingeselzten.Kommission' ge- 
gen  den  Pabst  und  msbesondere  auch  des  Prafekten  von  Mon- 
^notte  y  Grafen  ron  C/iahrol^  war  anstandig  und  wiirdevoll  ge- 
wesen,  und  man  halte  sich  gegenseitig  unangenehme  Auftrage  und 
peinliche  Stellungen  bestmoglichst  zu  versiissen  getrachtet. 

Aber  bald  anderte  sich  Stimmung  und  Sprache,  wie  die 
Scene  und  die  Spieler  auf  dem  Weltschauplatze.  Napoleon^  von 
aeinen  riesenhaften  Ideen  in  kriegerisch^politischer  HinsichC 
ganz  errullt,  suchte  im  Jnnern  des  grosseu  Reiches  alles  zuvor 
zu  beruhigen  und  zu  schlichten  y  ehe  er  ganz  ah  die  Ausfuh- 
rung  derselben  ging.  Der  BischoiF  von  Nantes  erofTnete  die 
Unterhandlungen  y  jedoch  ohne  Erfolg.  Der  Pabst  horte  die 
Bothschaft  nicht  an.  Da  verfiigte  der  Kaiser,  welcher  in  der 
Niihe  von  Fontainebleau  eine  Jagd  angestellt  hatte,  selbst  sich 
dahin.  £ine  lebhafte  Unterredung  fand  statt,  iiber  welche  eine 
Reilie  der  abgeschmacktesten  und  nichtswiirdigsten  Einzelnheiten 
im  PublJkum  verbreitet  worden  sind  *).  Nach  einigen  Stunden 
kam  daa  neue  Konkordat  zu  Staude,  wie  folgt: 

ConcordaU 

Vonlant  mettre  un  terme  aux  dilTerens  qul  se  sont  ^lev^s 
entre  eux,  et  pourvoir  aux  diflicult^s  survenues  sur  plusieura 
afikires  de  r^glise,  sont  conventis  des  articles  suivans,.  comme 
devant  servir  de  base  a  un  arrangement  d^Gnitif. 

Art.  I^.  Sa  Saintet^  exercera  le  pontiGcat  en  France  et 
dans  le  roj^aume  d'Italie,  de  la  m^me  maniere  et  avec  les  m&- 
mes  formea  gue  aes  pred^cesseurs. 


*,    .     ,  „  ....        .   .  /, 


•)  Auch  Herr  von  Chateavhrioju  hat  zu  solchen  Dingeu  sich 
hergeliehn ,  fV>Iohe  zum  Glficke  gegen^artig  von  keinem  Unbefange- 
neu  mehr  geglanbt  werden. 


•  61 

!•  LeaambasmdearSy  miniatres,  charg^fo  d^afiaires  des  pnis* 
sancea  pr^  le  Saint  Perei  et  lea  ambassadeurs ,  ministrea  ou 
charg^b  d^affairea  que  le  pape  ponrrait  avoir  prea  des  ptrfssan» 
cea  ^trangereS)  jouiront  des  imniunit^  et  prinUges  dout  jouis-r 
sent  les  membres  dn  corpa  diplofmatique. 

8.  Les  domaines  qub  le  Soint  P^re  poss^dsiti  et  qui  ne 
sont  pas  alien^Sy  serot^t  exempts  de  toute  espece  d'imp6ts;  ils 
seront  adminislr^s  par  ses  agens  ou  cbarg^s  d'affaii*es,  Geux 
qui  seraient  ali^n^s  seront  remplac^s  jusqu'a  la  concurrence  de 
deuz  millions  de  francs  de  revenu. 

4.  Dans  les  six  mois  qui  suivront  la  notification  d'us8ge 
de  la  nomiiiation  par  Pempereur  aux  arcbev^cb^s  et  ev^cb^a 
de  Pempire  et  du  royfume  d'Ita1iey  le  pape  donnera  rinstitu- 
tichi  canonique,  conformcment  aux  concordafs,  et  en  vertu  du 
pr^sent  indult,  rinformalion  pr^slable  sera  faite  par  le  m^tro- 
politain.  Les  six  mois  expir^s^  sans  que  le  pape  ait  accord^ 
rinstitotion  y  le  m^tropolitaiui  el  a  son  d^faut,  ou  8'il  s'agit 
du  m^lropolitain ,  Ti^v^que  le  plus  ancien  de  la  province  pro- 
cedera  a  rinstitution  de  Pev^que  nomm^;  de  mani^re  qu'un 
si^ge  ne  soit  jamais  vacant  plus  d*une  ann^e. 

5-  Le  pape  nommersj^  soit  en  France,  soit  dans  le  royau- 
me  d^Italie^  a  des  ^vicb^s  qui  seront  ult^rieuremcnt  d^sign^ 
de  concert* 

6«  Le^  six  ^vicb^s  suburbicaires  seront  r^tablis ;  ils  serpnt 
a  la  Domination  du  pape.  Les  biens  acluellcment  existans  se- 
ront  reslito^s,  et  il  sera  pris  des  mesures  pour  les  biens  ven- 
dos.  A  la  mort  des  ^veques  d'Anagni  et  de  Bicti ,  leurs  dioce* 
ses  seront  r^unis  auxdits  six  ^«vecb^s,  cQnform^ment  au  con- 
cert  qui  aura  lieu  entre  S.  M.  et  le  Saint  Pere. 

7-  A  r^gard  des  ^v^ques  des  Etats  romains,  absens  de 
leurs  dioceses  par  les  circonstances ,  le  Saint  P^re  pourra  ex- 
ercer  en  leur  faveur  son-  droit  de  donner  des  ^v6cb^  in  par. 
tibus.  II  leur  sera  fait  une  pension  egale  au  revenu  dont  ils 
jouissatent ,  et  ils  pourront  etre  replac^s  aux  si^ges  vacans ,  soit 
de  Pempire,    soit  du  royaume  d^Ilalie. 

8.  Sa  Majest^  et  Sa  Saintet^  s&  concerteront  en  temps  op- 
portun  aur  la  reduction  a  faircy  s'il  y  a  lien^   aux  ^v^ch^  de 

4* 


■\ 


52 

la  Toscane  et  da  pays  de  Ginea,  ainsi  qne  ponf  lea  ivMiiB  a 
^tablii*  en  HoUande  ot  dans  les'  d^partemens  ans^tiques. 

§•  La  propagande ,  la  p^oitencerie,  les  archives,  aeront  dta« 
blies  dana  le  lieu  du  s^jour  da  Saint  P6re. 

10*.  Sa  Majeat^  rend  aes  bonnea  grJicea  aax  cardinaoz, 
iv^qfiea,  pretrea,  laica  qai^  ont  encoura  aa  disgrice  par  aoite 
dea  ^v^nemens  actuels. 

11.  Le  Saint  Pere  se  porte  aux  dispositions  ci-dessua  par 
consid&ation  de  l'^tat  actuel  de  T^glise,  et  dans  la  confiadce 
que  lui  a  inspirde  Sa  Majest^  qa'elle  accordera  sa  puissante 
protection  aux  besoins  si  nombreux  qu  a  la  religion  dans  le 
tempa  ou  noua  vivona.  — 


Das  Konhordat  vom  Jahre  1817. 

Kaiaer  andPabst  reicbten  sicb,  nacb  gescblossenem  Ver' 
trage ,  den  f  riedenskuss ;  aber  Napoieon  M^ar  dennoch  im  Gan-* 
zen  der  Betrogene;  der  Pabst  batte  durch  NapoUoris  Haat 
fiir  das  neue  Konkordat  neuen  Muth  und  neue  Hofihungeii  ge- 
fasst  \  die  verhafleten  Kardinale  wurden  zwar  augenblicklicli 
freigegeben  \  aber  Plus  verweigerte  die  Annahme  einer  zu 
aeiner  Veriiigung  gestellten  Summey  und  die  fdr  die  neu— 
ernannten  Bischbfie  gefoderten  Bullen.  Der  Kaifler,  in  sei— 
ner  Geduld  ermiidet  iind  von  andern  Sprgen  gedrangt,  fasst^ 
aich  kurz  und'  erliess  ein  Dekret,  welcbes  den  Geist  aeines 
kimftigen  Systeois  verrieth  *).     £r  hatte  sich  anheischig  gemachf^ 


*)  Le  concordat  sign^  k  Fontainebleau ,  qui  r^gle  les  affaires  de 
r^lise,  et  qui  a  M  publi^  comme  loi  de  P^tat  le  13  f^vrier  1813, 
est  obligatoire  pour  nos  archevSquesy  ^v^ques  et  chapitres,  qdi  se- 
ront  tenus  de  s^y  conformer.  Aussitdt  que  nous  aurons  nomm^  k  un 
^rteh^  yacant,  kx  que  uous  raurons  fait  connaitre  au  Saint  P^e  dans 
'  les  formes^voulues  par  le  concordat,  notre  ministre  des  cultes  enverxa 
une  exp^dition  de  la  nomination  au  mi&tropolitaxn ,  et  ^  s^il  est  question 
d'un  m^tropoiitain ,  au  plus  ancien  ^v^que  de  la  province  eccl^iasti- 
que$   la  personne  que  nous  aurOns  nomm^  se'pourroim  par<>devaut 


^# 


V 

das  Konkordat  nicbt  vor  Berichtigung  gewisser  Punkte  bekannt 
za  macben.  Dennoch  beeilte  er  aicb,  solcbes  zu  tban.  Inzwi-: 
schen  trafen  die  Kardinale  ein,  Der  Bruch  fand  stati.  Der 
Fabsty^  welcher  nach  A^vignon  inewischen  seinen  Sitz  Terlegt, 
war  medemm  zaher  geworden.  Das  grosse  Ungliick  in  Russ* 
land  gab  neiien  Schwung  Und  Muth  zum  Wideretande  und 
weckte  den  alten  Uasa.  Die  Feinde  des  Imperators  wirkten 
Ton  Terschiedenen  Punkten  auf  die  Stimmung  der  Pralaten  und 
dea  Klerus  ein.  Das  Kbnkordat  Ton  Fontainebleau  Terlor  mit 
der  Macht  des  Urhebers  faglich  me^ir  an  Ejraft  und  JiedeutaDg.' 
Allenthalben  erhob  der  Klerus  siegreich  die  Fahne.  Mit  den 
Kosaken  zogen  die  Jesuiten  wieder  ein ;  mit  den  Bourbons  .alle 
Anmaassungen  und  Abgeschmacktheiten  der  Ultramontaner.  Die 
Charte  Ludwi^s  XKIIL  gab  den  Franzosen  einige  Biirgschaf- 
ten  politischer  Freiheit ;  ein  neues  Konkordat  suchte  die  kirch- 
lichen  zu  Ternichten.  Die  Verrather  der  Nationalsache  und  die 
Feinde  jeder  Freiheit  arbeiteten  gemeinschafUich  mit  den  Enthu- 
siasten  des  Pabstthums,  die  Ideen  der  Bevolution  auch  in  den 
Gmndsatzen  des  Galiikanismus  zu  .erstirken. 

£in  gewisser  Abb^  Salomon ,  Tom  Pabste  zum  Bischoffe  Ton 
Qrthosia  ernannt,  derKardinal  Pacca,  durch  seine  iiberspann- 
ten  Grundsatze  schon  frnher  berucfacigt,  und  endlich  der  Graf 
von  Bkuicaty  ein  alter  Intrikant  der  £migrationy  spielten  eine 
meikwiirdige  AoUe  hiebei.  Alles,  was  seit  1801  geschaffen, 
geschlichtet  nnd   Ton  der  Kirche  anerkannt  war,    wurde  ails 


le  m^tropolitain  y  lequel  ferales  enqu^tes  Touluesy  et  en  adressera  le 
T^soltat  au  Saint  F^re.  Si  la  pers^nne  nomm^e  ^tait  dansle  oas  de- 
qaelque  exdnsion  eccl^iastique ,  le  m^tropolitain  nous  le  ferait  con*  , 
nattre  sur*le-cliamp;  et,  dans  le  cas  oii  ancun  motif  d^ezGlusion  ec- 
d^astiqne  n'einsterait ,  si  I^institution  u'a  pas  M  donn^e  par  le  pape, 
dans  les  siz  mois  de  la  notific^tion  de  notre  nomination ,  aux  termes 
de  1'art.  4  du  coricordat ,  le  metropolitain ,  assist^  des  ^v^ques  de  la 
prormce  ecdi^siastique ,  sera  tenu  de  donner  ladite  institution. 

Nos  cours  connaitront  de  toutes  les  afiEaires  connues  sous  le  nom 
d'appels  comme  d*abus,  ainsi  que  de  toutes  celles  qui  r&ulteraient  de 
la  non-ex^cution  des  lois  du  concordat. 

Notre  grand  }uge  {ur^sentera  un  projet  de  loi  pour  ^tre  discut^ 
en  notre  conseil,*qui  determinera  la  proc^dure  et  les  peines  applica- 
bks  dans  oes  matiferes.   . 


64 

t 

nicht  geschelien  betrabhtet;  -^  so  sonderbar  bewabrte  sicb  die 
Infallibilitat  — -•  "Wir  iibcrgenen  das  eide  Gewirr  alP  der  dip 
plonialiscben  Finten  urid  Betriigereien.  Nacbstehendes  Konkor- 
dat  aber  liefert  folgendes  Endergebnisa:, 

» 
ConcordaU 

V  Au  nom  de  la  tres-sainte  et  indivieible  Triniii, 

Sa  Saintet^  le  souTerain  pontife  Pie  VIL^  et  Sa  Majeat^ 
tres  -  chr^tienne ,  aniin^s  du  plus  vif  d^sir  que  les  maux  qui, 
depuis  tant  d^annee»  ^  aflQigeat  Teglise  cessent  entierement  en. 
France,  et  que  la  religi(m  recouvre  dana  ce  royaume  Bon  an- 
cien  ^clat^  puisque  enlin  Pheureux  retour  du  petit-fils  de  saint 
Louis  sur  le  trone  de  s^s  aieax  permet  que  le  regime  ecclesia- 
afique  y  soit  pli^s  convenablement  r^gU,  ont  en  cons^quence 
r^solu  de  faire  une  convention  solennelle,  se  reservant  de  ponr- 
Toir  ensuite  plus  amplement,  et  d'un  commun  accord^  aux;  in- 
t^r^ts  de  la  religion  catholique. 

1.  Le  concordat  pass^  entre  le  souverain  ponlife  L^on  X^ 
et  le  roi  de  France  Frangois  I^^,  est  r^tabli. 

SL  £n  cons^quence  de  Particle  precedent|  le  concordat  da 
15  juillet  1801  ceese  d*avoir  son  effet. 

3*  Les  articles  dita  o^ganiques,  qui  furent  faits  a  rinsu  da 
Sa  Saintet^,  et  publida  sans  son  avcu  le  8  avril  1802  >  en  mima 
temps  que  ledit  concordat  du  16  juillet  1801,  sont  abrog^  en 
ce  qu'ils  ont  de  contraire  a  la  doctrine  et  aux  lois  de*  r^glise. 

4.  Lea  ai^gea   qui  furent  supprim^a   dans   le  royaume  da 
France/  par  la  buUe  de  Sa   Saintetd  ^u  29   novembix    1801, 
seront  r^tablis   en  tel  nombre  qui  sera.  convenu  d'Qn  commtui' 
accord ,   com\ue   ^tant  ,le  plus  -  avantageux  pour  le  bien  de  la 
religion. 

5.  '  Toutes  les  ^glises  archi^piscopales  et  ^piscopale^  du 
royaume  de  Frauce  ^rigees  f)ar  ladite  buUe  du  20  novembrc^ 
1801»  aont  conserv^es  ainsi  que  leurs  titulairea  actuels. 

6*  La  disposition  de  Tarticle  pr^c^dent,  relatif  a  la  con-r 
servation  desdits  titulaires  actifels  dans  les  archev^ches  et  6v^- 
ch^s  qui  existent  maintenant  en  France,  ne  pourra  empccher 
des  exceptions  particuUeres^    foud^es   sur  des  causes  graves  el 


legilimea,  ni  que  qnel^iieB^uiis  desditsrlitilliarea.  actufils  i^e  puis- . 
aent  etre  tranaf^nb  a  d'autre8  ai^ea*   * 

7.  Lea  diocesea ,  ^tant  d^a  ai4ge«  aotuelleuifBt  e^itnna  qw 
de  ceu^  qui  aeront  de  nouveau  ^rig^af  aprea  iivoir.  demand4  le 
couaeotenient  dea  titulairea  actuela  et  dea.cliapitre8..dea  si^gea 
yacana,  aeront  circonscrita  de  la  manierQla  plua  Adapt^^aleuF 
meiUeure  adminiatration. 

8.  II  aera  assur^  k  tous  leadita  si^^Sy  tant  exialfins^  qu*a 
eriger  de  nouveaUy  une'dotatiou  conv^nablc  en  biens  fonds  et 
ea  rentes  sur  T^tat  y  ^ussitot  que  les  circonsLances  1»  permet- 
tront^  et,  en  attendant ,  il  s$ra  donn^  a  leurs  pasteurs  un  re- 
venu  sudisant  pour  amdliorer  leur  sprt. 

II  sera  poaryu  ^galement  a  la  dotation  des  cbapitrea,  des 
curea  et  a^minaires^  tant  existana  que  de  ceux  a  ^tablir. 

9^  Sa  Saintet^  et  Sa  Majest^  tr^s  -  cbr^tienne  conn&isscnt 
tous  lea  maux  qui  aHligent  P^glise  de  France*  Elles  savent  eg£f- 
lement  combien  la  prompte  augmentation  du  nombre  des  si^ges 
qui  existent  maintenant  sera  utile  a  la  religton.  £n  consequencey 
pour  ne  paa  retarder  Un  avantage  aussi  ^minent,  Sa  Saintete 
publiera  une  buUe  pour  proceder  aans  retard  a  r^rectiou  et  k' 
la  nonvelle  circonscription  de  dioceses. 

10*  Sa  Majest^  tres-fcbretienne,  voulant  donner  un  nou* 
vean  t^moignage  de  son  zele  pour  ia  religion,  emploiera,  de 
concert  avec  le  Saint  Pere^  tous  ies  moyens  qui  sont  en  son' 
pouvoir,  pour  faire  cesser,  le  plus  t6t  possible>  les  d^ordrea 
et  lea  obataclea  qui  a^opposent  au  bien  de  la  religion  et  a  I'ex^« 
cution  des  lois  de  P^glise. 

11.  Les  territoires  des  anciennes  abbajes,  dftes  nullius, 
aeront  unia  aux  dipc^ses  dans  les  limites  desquels  ils  se  trou- 
veront  enclav^s  a  la  nouvelle  drconscription. 

12-  Le  rctablissement'  du  concordat  qui  a  ^ii  suivi  en 
France  jnsqu'en  1789  (stipuK  par  Tart.  1*^^.  de  la  presente  con- 
Tention}^  n'entrainera  pas  celui  des  abbayea,  prieur^s,  et  au- 
trea  b^n^ficea  qui  existaient  k  cette  ^poque.  Toutefois^  ceux 
qni  pourraieilt  ^tre  fondes  a  Tavenir^  seront  sujets  aux  rcgle- 
mens  prescrits  dans  ledit  concprdat. 

13«  Les  ratifications  de  la  pr<Ssente  cotivcntion  seront  ^clian- 
g^es  dans  un  mois,  ou  plus  tot,  si  faire  se  peut. 


s 

14.  D^  que  letdites  retificationa  anront  ^t^  jchang^,  'Sa 
Saintet^  conGrmera  par  une  buUe'  la  pr^sente  conyention,  et 
eHe  publiera,  auaait6t  apr^,  une  ^conde  bulle  pour  fixer  la 
circonscription  dea  dioceaes. 

£n  foi  de  qnoi,  lea  pl^nipotentiairea  reapectifs  ont  aign^  la 
pr^ente  convention;  et  y  ont  appoad  le  cacfaet  de  leurs  armes. 

Zr.-C  Consal^'l}  Blaccaa  dCjhdps, 

Rooiey  11  juin  1817« 

Die  vier  gallikaniscben  Satze  waren  ao  gnt  ala  vemichtet 
und  daa  famoae  Konkordat  von  1616  nur  in  verand^er  Ge- 
atalt  wiederhergeatellt.  Alle  patriotischen  Gemulher ,  die  Mehr- 
zahl  der  Nation,  wie  die  bedeutendsten  Glieder  der  Kammern 
erhoben  sich  dagegen^  die  Tribune  tind  die  Zeitblalter  wieder* 
hallten  vom  Geschreie  der  Missbilli^ng;  Manner,  Wie  Gre^ 
goire*)f  Lanjuinais  **)  nnd  de  Pradt***)  erhoben  aich,  um 
in  eigeneii  Werken  und  Abhandlungen  das  Funeste  der  von  der 
fiegierung  ergriffenen  Maassregeln  zu  schildern  und  wo  moglich 
zu  vereiteln.  Die  Mioister  wagten  nach  alV  diesem  ea  nicht, 
das  Machwerk  in  die  Kammern  einzufuhren.  ^  Man  schloaa  je- 
doch',  damit  nicht  der  Anschein  erlittener  Niederlage  gewon- 
nen  werde,  im  Jahre  1819  eine  einstweilige  Konvention -{-) 
ab,  welcher  die  meisten  Bischoffe  nach  und  nach  beitraten. 
Zwei  Jahre  darauf  erklarte  der  Konig,  bei  Anlass  der  Bekannt- 
machung  einer  pabstlichen  Bulle,  dasa  alle  darin  enthaltenea 
Klauseln  und  Fomieln  weder  den  Gesetzen  dea  Reichsy  noch 
den  Rechten  dcr  Krone^.  noch  den  vier  Satzen'  der  'gallikani- 
achen  Kirche  schaden  aollten.  In  Praxi  jedoch^  war  die  Sache 
f  ii  r  den  romischen  Hof  gewonnen ,  besonders  bei  den  bekann« 
ten  Neigungcn  der  Konigsfamilie '  und  den  machtigen  Operatio- 
nen  der  geheimen  und  weit  verzweigten  Kougregation.  Nur  in 
der  aiegreich  verbreiteten  Masse  von  Bildiing  uud  im  oflantli-? 
chen  Geiste  des  Volks  ist  bis  jetzt  noch  ein  Damm  gegen  die 
unseligen  Wirkungen  jenes  Konkordata  zu  finden. 


*)  Essai  historique  sur  les  libert^s  de  r^glise  gallicane.   Paris  1818, 
**)  Appr^ciation  de  la  loi  r^ative  auz  trois  concordats.  Paris  1817* 
♦♦♦)  Les  4  .concordats  etc. 
f)  De  Pradi  rEurope  et  TAmMque.     Paria  IStl. 


«7 

ly    .  ,  •;  •■  .  ■•'.    I. 

Erlauternde  Akten^tiiche^    .  ., 
zur  Geschichte  der  neuemfranzikischen  Kvhkordate. 


^    1- 

Pa6s£  Piwf   VIL   Rede    an  dU   Kardoidle  nach'  sekut  Miick' 

helir  ifon  der  Kronuag  Napoleon^s*), 

Venerltbiles  Fratres. 

Ab  illo  Qsqae  teinporis  nioiiiento>  quo  e  Gallia  redaces  Vr-^ 

bem  ingresri  sumns,  Vob  in  Consistorium  vocare,  Ven.  Fratres, 

ardenter  optavimus,  ut  sicut  de  Nostro  illuc  proficiscendi  pro- 

poaito  ad  Carisaimum  in  Christo  Filium   Ndpoleonem  Imperiali- 

bas  losignibue    decorandum  Vos  certiorea  feceramusy   ita  salu- 

tares  froctus,  quos  ex  eodem  itinere/Deo  iuvantey    coUegimus, 

abaque    mora   Vobis   exponeremus.      Desideriis    tamen    Nostris 

obsequi  adhuc  non  potuimus^    quod  multa  pro  Ecclesiis,    quas 

mox.  proponemus,  paranda,    et  £piscoporum|  quibus  eae  com- 

mittendae  sunt ,   examen  'maturandum  a  Nobis  esset.     Laelamur 

autem  Nostris  lioc  die  Vptis  satisfacere  Nos  posse,  qui  solemni 

Sanctorum  Apostolorum  Pelri,  et  Pauli  Festo  proximus  est,   ut 

acilicet  bonis,    quae  praecipua  iUorum  ope  consequuti   sumu8| 

ad  Yestram  cognitionem  deductis^  ardentiori  pietate^  gratissimo- 

que  plane  animo  gloriosi  eorura  Martirii  meihoria.m  recolamus. 

Secnnda  Novembris  anni  proxime  elapsi  die  Roma  y  ut  sci* 
tiSy  discessimusy  Votaque,  et  Auguria,  quibus  Populus  Ro- 
manaa  Nostrum  studiosissimusy  ad  plura  passuum  millia  ex 
Urbe  efrusuSy  Nos  prosequutus  est^  ut  suavissitnos  poterni 
ismoiis  sensus  in  Nobis  ex^itarunt  et  felicem  'itineris  exitum 
portenderunt.  Etroriae  fines  ingressi,  Floreptiamque  delati, 
aatis  explicare  non  possumus  quo  gaudio  perfusi  simus, 
cum  affluentes  nndique  'Populos  intueremury  ut  in  bumilikate 
Nostra*  Petri  8uccess6rem,  Christique  in  Terris  Vicarium  ve« 
nerarentar.    Inter  omnes   autem  excelluit  Carlssima  in  Chriato 


*)  Aus  8.  Vaters  Anbau  der  n^ten  KiroKengeMluchte. 


X 


68 

Filia  Nostra  Mhria  jiloyaia  Etrnriae  Begina,  qnae  aplen<- 
didiBsimis ,  et  amantissimis  devotion»  in  Mos  suae  significatio*- 
niboa  nori  aolum  excepit,  scd  morari  etiam  Nos  voluit,  ut  Sa- 
cramentumConfirmationis  dilectisaimo  Eius  Filio  Ludovico  EAxn- 
riae  Regi  impertiremur.  Sacra  huiusmodi  Caeremonia  magnifico 
apparatu  celebrata  eat ,  in  eaque  peragenda  Matris',  Filiique  pie- 
tatem  una  cum  omnibus,   qui  aderant,  admirati  aumus. 

Festinato  per  Italiam  itinere,  nbi  luculeuta,  et  amplisaima 
eximiae  in  Nos  deyotionis  argumenta  in  omnibus,  quoa  pera- 
gravimua,  Locis,  praesertim  verb  Mulinae,  Regiiy  Parma^,  Pla- 
centiae^  Dertonae,  Alexandriaeque  Nobis  oblata  suot,  Augustam 
Tanrinornm  pervenimusy  quo  iam  profecti  erant  Ven.  Frater 
Noster  S.  R.  £.  Cardinalis  Camhaserius  Arcbiepiscopus  Roto— 
mageilsis,  dileclusque  Fiiius  Salmatorius  obviam  Nobis  a  Fran- 
corum  Impetatore  missi^  qui  Nostrum  in  Galliam  ingressum  fe- 
licem,  faustumque  suo^nomine  augurarentur,  tcstarenturque  si- 
mul  vebemens  illud,  qi!io  idem  Imperator  tenebatury  Nos  vi«- 
dendiy  habendique  desiderium.  Galliam  itaque  ingressi  sumus, 
inclitaeque  illius  Nationis  Populi  adventu  Nostro  laetissimi  pa— 
]am  intimos  suae  Religionis,  pietatisque  scnsus^  ore  etiani,  ipso-^ 
que  corporis  habitu  ubique  ostenderunt.  Ubique  Provincia- 
rum  Praefecti,  quique  Magistratu  aliquo  aut  Civili^  ant  Militari 
fungebantur,  orationes  ad  Nos  haftuerunt,  observantiae  in  Noe 
ipsos^  et  Apostolicam  Sedem,  obsequiique  plenissimaa.  Lngduui 
a  Ven.  Fratre  Noatra  S.  R.  £.  Cardinali  Feschio  illius  Urbis 
Archiepiscopo  excepti  sumus,  qui  liberalitate ,  magnificentia^ 
impenso  in  Nos  studio  y  omni  denique  ofliciorum  genere  Nos 
amplissime  cumulavit.  Tanta  Lugdunensium  pietas,  tantaque 
frcquentia  fuit,  ut  vastum  illud  Metropolitanae  Fcclesiae  Tem- 
plnm^.  quo  Nos  ad  Sacrnm  faciendom  contulimus,  capiendae 
optimor^m  Civium  undique  accurrentium  multitudini  salis  non 
esset.  Quo  tum  gaudio  exultavimus !  Quas  miserioordiarum  Patri 
ob  tantam  rerum  conversioHem  gratias  egimus !  Quem  in  mo- 
dum  nostra  erga  potentissimum  Francorum  Imperatorem  charl- 
tas  exarsity  cui  Religionis  per  Conco|^datum  ab  ipSo  cum  Nobis 
initnm  in  publicam  lucem  revocatae,  lateque  in  Gallia  reflore- 
scentis  gloria  dcbetur! 

At  Nobia  Lugdunenai|    ut  ita  loqUamuT}  triumpho   diutius 


59 

gaodere  non  licnit.  Ardentissimo  enim  desideno  impelldsaniar 
•d  Imperalorein  conveniendum ,  et  inaugnrandum ,  pertraotan* 
daque  cum  '£o  Beligionis  negotia,  quaa  ob  res  tantam  iter, 
omni  difScultate  postfaabiUy  aubceperamua.  « 

Recta  igitur  in  Fontis,  ut  dicitar^  BeUaquei  Arcem  coa- 
teadimus,  ubi  poteniiaaimi ,  N6strumque  amantiasimi  Prindpis 
adspectu  complexibusqae  frui  denique  Nobis  datum  fyit.  Qaa 
Yoluptate,  quo  gaudio  compleii  sumus  primo  illo  eios  Impera- 
toris  occursu,  cuius  Nomen  iiaes  Terrarum  ultimos  perTosit,  et 
cuioa  oper^  Deus  usus  est,  ut  Gotbolica  Beligio  in  Gallis  pu- 
biioam  rursus  in  ^hicem  emergeret !  £ura  prdfecto  diem,  et 
quos  alios  in  Arce  Fontis  Bellaquei»  suadente  humanissimo  lai^ 
peratore ,  transegioMis  /  ut  ab  itineris  iricommodo  leraremur, 
memoriy  gratissimoqae  semper  animo  •  recoIemos« 

Praefata  ex  Arce  y  ubi  maximam  Imperatoris  benevolentiam, 
et  maoificentiam  expei^ti^  admiratique  sumoSy  Lutetiam  Parisio* 
Tum  una  perreximus.  Ibi  condicta  die  (quae  fuit  secunda  De» 
cembrisy  eademque  prima  Adventus' Dominica)  Imperatons^  et 
carissimae  in  Christo  Filiae  Nostrae  /o^f/^/itna^,  optimae  £iu» 
Coniugisy  znter  illius  Civitatis,  totiusque  •Galliae,  quae  suis  quasi 
aedibus  mota  illuc  commigrasse  videbatur,  ovationes,  ingenti 
snpra  modum  pompa,  et  sacro  f  aolemnique  ritu  consecratio,  et 
Goronatio*  peracta  est. 

Augusta.  huiusmodi  Caeremonia  expediti,  animum  ad  peri* 
tractanda,  ut  diximns,  Beligionis  negotia  statim  convertimus.  Id 
antem  eo  maiori  fiducia  fecimus,  quod  Imperator  ipse  datis^,  ut 
compertum  Vobis  est,  litleris  signiiicaverat,  se  fami]iareB,Nobi»cam 
sermones  habere  velle,  quibus  Catholicae  Beligionis  amplificandaey 
Diviniqud  Cultus  in  pristinum  splendorem  restituendi  ratio  quaei/ 
rereiur.  Atqoe  hic  sine  gratissimi  animi  sensu  commemorare  aon 
possumus  hilaritudinem  illam ,  comitatem  y  benevolentiam  y  animi* 
que  propensionem ,  qua  Nos  apostolica  libertate  desideria  Nostra 
exproipentes  audivit,  et  Nostras  pro  Catholi()ae  Beligionis  bono, 
Gallicanaeque  £cclesiae  splendore,  SancLae  demum  huius  Sedis 
auctoritate,  ac  dignitate  petitione.8  excepit. 

Nostra  praecipuum  in  modum  intcrerat  de  sincero  pauco* 
rom  £piscoporum  in  CJatholicam  unitatem'  reditu  cognoscere, 
qoi  antequam  canonicam  a  Nobis  instiiutionem  obliaerent^  con- 


60  ^ 

grao  suae  reconciliatioiiis  testimonio  opus  habaermty^  illam  ta- 
men  consequuti  ita  se  getserant,  ut  Nos  de  germanis  eonun 
aensibuft  yalde  «oUicitos  redderent*  Hanc  vero  aollicitudinem 
paucoa  poat  diea  iidem  suBtulerunt.  Verbis  enim,  et  acriptia, 
quae  Nobiscum  attulimus,  Apostolicae  Sedia  indiciis  cnrca  £c. 
eksiaatica  Galliae  negotia  firmiter ,  atque  «z  animo  se  adbaerere, 
et  subiicere  declararunt.  Qua  tum  consolatione  impleti  snmua! 
Ut  iUorum  laciymis  dum  patema  eos  Cbaritate  complecteremar, 
illacxTmavimus !  Ut  vero  tu>nsolai&o  baec  nostra  non  solum  diu* 
turna  sit,  sed  etiamaugeatur,  confidimus  illos  certa,  et  paten- 
tia  argumenta  daturos,  quibus  eorum  declarationem  sincero  pror- 
aus  corde  factam  esse  constet ,  omnisque  de  ipsis'  in  posterom 
querendi  occaa^o  Nobis  adimatur.  Quod  ut  $aty  scrutatorem 
cordium  Denm  enixis  prectbus  obsecramuSy  ut  quod  bonum 
opus  praestiterant ,  sua  gratia  roboret,  atque  perficiat 

Gravissimo  buiusmodi  negotjo  per  Nos  absoluto,  alia  statim 
euscepimiiSy  quae  ad  Religionis  bonum,  ad  Ecclesiae  libertatem,  ad 
Cleri  decuSy  ad  sacrorum  Ministroram  numerum  augendumy  ad  eos^ 
qua  decet  ratione  subatentandos,  pertinebant  Fiducia.fretiy  quam 
Nobis  humanissimus  Iraperator  ingessit ,  eaque  'libertate  usi ,  qua 
Ministerium  Apostolicum  exerceri  oportet,  Ecclesiae  Gallicanae 
plagas  y  temporum  iniuria ,  et  opiiiionum  pra  vitate  eidem  in» 
ilictasy.  et  quas  patitar  angustias,  verbo,  scriptoque  lUi  expo- 
suimus;  et^  petitiones  bac  super  re  Nostras  £idem  significavi. 
mus.  Quae  Nobis  Imperator  responsa  dedit,  ek  quidem  et  of- 
ficii  erga  Nos,  licet  immeritoSy  plenissima  sunt,  et  ^nagnam  in 
spem  Nos  erexerunt  fore,  ut  Gallicana  Ecclesia  sensim,  eC  gra^ 
datim  convalescens^  pristinum  denique  vigorem,  formamque  re. 
cuperet.  Quaedsm'  profecto  mala  eius  indoHs^sunt,  ut  licet  re- 
pentino  impetu  ingruerinty  si  quis  tamen  extemplo  sanare  ilJa 
velity   ingravescant  potius,  quam  tollantur/ 

Nec  sola,  Ven.  Fratres,  spe  Nos  ali  putetis.  Multa  facta 
snnt)  quae  faciendorum  quoddam  quasi  pignus ,  aiTbamque  prae- 
bent.  Societates  Sacerdotum  Missionis,  et  Puellarum  Cbaritatisy 
quas  S.  Vineentius  a  Paulo  tam  salutariter  instituit,  siicris,  pro- 
priisque  vestibus  insignitae  ism  revixerunt :  pecuniae.  Divino  cul- 
tui  exercendoy  et  Cathedrolibus  repar^dia  comparandae  ratio 
publico  Decreto  statuta  est:    amplae^   conspicuaeque  aedea  apo- 


61 

ibidein  ClericorniD  Seounariis  attribQtae  suiit;  nt  eadem 
SemiDaria  pecQaianiy  aut  fQndos  sibi  baereditate  relictoa  conae» 
qui  posaint  y  permisaum  est :  quae  Tero  Senunaria  ad  Metrop<H 
iitanaa  Eccleaiaa  pertinent  certia  iam  gaudent  aubaidiia  a  publico' 
aerarip  aubniini6trati8 :  qui  reditua  praefatarum  Ecckaiarum  €a- 
thedraliuim  £piacopia/et  Canonicia  conatituti  erant,  aucli  auntl 
Manicipia,  Provipciaeque  aumptua  facere  iubentur  cdnaervandia 
tempUa,  et  aacra  aupellectile  decoraudia  neceaaarioa :  Societaa 
Miaaionum,  ut  dicitury  exterarum,  propagandae  in  liltimaa  ter- 
caa  orthodoxae  fidei  deatinata/  Imperatore  annuentey  ita  reati* 
tata  eaty  ut,  et  bona,  quibua  potiebator,  recuperayerit,  et  no. 
Toa  acqoirendi  fundoa  poteatatem  adepta  sit.  Operarii  ad  apar» 
gendum  apNid  gentea  Evangelii  aemen  miaai,  Imperatoria  aucto. 
ritale  iavantur,  et  proteguntur.  Noa  ipai  praestantibua  aliquot 
Congregationia  Miasionis  Sacerdotibua  ad  Sineoaium  oraa  aanctia- 
aima  Aeligiooe  imbuendas  proficiacentibui  Apostoljcam  exullanti' 
•nimo  benedictionem  impertiti  aumua.  Neque  tot  inter  curaa 
Falriarchalem  Nostram  Basilicam  Lateranenaem  omnium  Urbia^ 
€t  Orbia  £ccleatarum  Matrem ,  et  Caput  ol>livisci  /poluimua ,  quae 
cum  reditua,  quoa  pridem  in  tiallia  posaidebaty  ob  praeteritaa 
rerum  viciaaitudines  amisiaset,  munificentia  generosisaimi  Prin-*. 
cipia  recrealur.  Praeterhaec,  alia  etiam  maximi  momenti  facta 
annt.  In  makidatis  itaqiie  datum  est  ut,  quam  habent  £pi8Copt 
ipirituale»,  ac  disdplinares  £cclesiasticorum  culpas  iudicandiy 
inqoe  eoa,  cum  opus  ftterity  canonicia  poenis  anima^vertendi 
poteatatem,  libere  exerceaot ;  Ministrorum  temporaiium  ad  eam- 
dem  poteatatem  importnnis ,  iniustisque  vinculik  coercendam  co- 
natna  reprimantur;  obstacula  iuVentuti  in  Clerum  cooptandae 
obiecta.imminuantnr:  cbristianae  demum  adolescentum  institu* 
lionia,  et  apiritualia  infirmorum,'  militum,  agrestiumque  salutia 
cura  suscipiatur»  Hi  Nostrorum  cum  Maximo  Principe  coilo- 
qoiorum  fmctua,  uberiorum,  quos  ab  eo  petivimus,  ab  eiusque 
religione  expectamus,  pignua  Mobia^  et  arrham,  ut  supra  dixi- 
0tta,  praebent 

Neque  vero  alia  plurai  quae  Nostro  in  Galliam  adventa 
Pater  Miaoi^oordiarom  Oeua  operari  dignatna  ibidem  est,  apiri* 
tnalia  bona.silentio  a  Nobis  praetereUnda  aunt.  Quo  animi  fer* 
vovey   qnibu»  pietatia  aenaibua  GaUiarum  Papuli  summum  Ca«^ 


I 


62 

iiiolicae  Eitcleske  PMtorem  in  Nobis  Tenerati  sint)  scitis.  Qnos 
aocfefpistis  ea  de  re  huntfoSy  ii  veritatem  non  aequant,  tantum 
abeat,  nt  snperaTerint.  NQllis  enim  Terbis  exdtatae  apud  Gal- 
loa  Religionis  amor,  Zelua,  exercitium  exprimi  posaunt.  Mise* 
'  rioors  profecto  Deus  tantis  iter  in  Galliam  Nostram  benedictio- 
nibus  cumulare  dignatus  est,  ut.  eodem  itinere^Cbristifideliura 
in  Galliis  spirituali  bono  supra  omnem  modum  consultum  .fuisse 
Episcopi  ipsi  saepissime  aflirmare  non  dubitayerint.  Nos  ad- 
missione,  et  adloquio  omnibus  satisfacerey  omnium  precea  an- 
dire,  cum.  fieri  potuit,  explere,  spiritualibus  malis  med^ri,  ani- 
mos  ad  pietstem  acuere  numqaadiidektitimus.  Omnes  Lutetia^ 
Paraecias  invisimus,  ibique,  uti  et  postea  Lugduni,  plura  bo- 
miuum  milHa  eucbaristico  pane  Ipsi  refecimus.  Hospitalea  item 
domos  cbristianae  cbaritati  erga  iniirmos  ex6rc^ndae,  aut  lu- 
yentuti  informandae  sacras,  yisitavimus.  Ingens  Catholicorum 
^urba  Nos  ubique  circumstabat ,  sequebatur,  deducebat,  suarn* 
<que  benedictionis  apostolicae  a  l^obis  accipiendae  cupiditatem 
numquam  satis  explesse  sibi  yidebatur. 

Quid  autem  de  praeclarissimo  Ecclesiae  Gallicanae  Clero 
dicemus  ?  Qui  tantis  in  Nos  studiis  exarsit ,  cuiusque  tanta 
fuerunt  in  Nbs  merita,  ut  ad  Nostros  grati  animi  sensus  erga 
illom  expromendos  poene  impares  simus.^  Omnes  autem  dicendi 
yires  excedunt  amor,  zelus,  yigilantia,  labor,  quibus^  Episcopi 
praesertim,  commissum  sibi  Gregem  pascunt,  et  Religioni,  cn- 
ius  Ministerium  exercent,  bonori  sunt,  eiqne  reyerentiam  apnd 
ipsos  illius  hostes  apprime  conciliant.  Cuius  quidem  rei  cum 
Nos  ipsi  testes  fuerimus,  hinc  debitis  iilum  laudibus.  coram 
Uniyersa  Ecclesia  omandum  a  Nobis  esse  merito  iudicayimus. 

Quae  item  ad  Nostri  Ministerii  ofRcium  pertinent,  eadem 
Parisiis  obire  non  omisimus,  Ven.  Fratres  Nostros  S.  R«  £. 
Cardinales,.qui  Nos  comitati  snnt,  et  eos',  qui  Lutetiae  mora'» 
bantur,  in  Consistorium  yocavimus,  pileumque,  Cardinalitiae 
Dignitatis  insigne,  Cardinali  de  Belloy  Arcbtepiscopo  Parisiensi, 
nec  non  Cardinali  Cambaseres  Arcbiepiscopo  Rotomagensi  ea 
aolemnitate,  eoque  ritu  dedimus,  quem  Apostolicae  Constitutio- 
nes  praescribunC.  Vacaijites  £cclesias  novis  Episcopis  instruxir 
mus,  quorum  aliquos  in  yasto  S..  Sulpitii  Templo  innumerabili 
^     Spectalorum  multitndine  cii*cumsepti  cooaecravimus.    Paucis  anle 


diebusy  jqMJmm  Latetia  proBcifcercmnr,  Principeoiy  Napoleonem^ 
LnperatonA  Fratris  Filiuniy«  mAzimo  apparatu,  •ommaqae  Pro^ 
cerom  splendiMimae  illius  Aulae  frequentia  lastraHhus  Sacra** 
menti  Biiptismatis  aquis  abluimus;'  Solemnis  hoiusmodi  Caere- 
monia  in' sub^rbano  Saint  Cloud,  pt  dicttur,  secessu  peracta 
a  Ifobis  esty  Imperatorque  ipsey  et  spectatissima  eius  Mater^ 
Infantem  sacro  e  fonte  religiosiaaime  susceperunt.  Hae  nostrae 
fuerunt  in  Galliia  curae;  ,Lae  gloriosissimi  Francorum  Impera-' 
toris  providentiae  \  liaec  devotae  in  Religionem  Galiicae  Natio^ 
nis  argumenta;  bic  denique  suscepti  a  Nobis  itineria  exitus. 

Rebus  ita  confectis>,  advenlante  iam  yeris  tempestate,  in 
urben^,  et  Sedem  Nostram  revertendum  Nobis  esse  iudicavimus. 
Debitis  itaque  oiEciis  com  invicto  Imperatore  perfuncti ,  a  cuius 
latere  divellebamur,  novisque  auae  erga  Nos  voluntatis  pigoov 
ribus  gratifisim^  acceptis,  Nos  itineri  d^nuo  commisimus»  Gum* 
que  Cabillonum  pervenisaemus»  solemnes  dies  Passioni,  et  Re* 
surrectioni  Dominicae  recolendap  sacros  ibidem  celebravimus^ 
Qnalis  foit  Cabillonensiumy  et  advenarum  ex  finitimis  oppidta 
undiqne  illuc  concurrentium  pietas !  Quale  in  Nos  studium  pari 
cum  observantia  coniunctum !  Inde  Lugdnnum  profecti  aumus 
Lugdunenses  sui  erga  Nob^  et  Apostolicam  Sedem  amoris,  et 
obsequii  testimonia,  quae  Nobis  iam  dedbranty  maiore  fortaasis^ 
quam  antea,  contentione  renovarnnt.  Veni  autem  Frater  Noster 
Cardinalis  Feschius  Lugdunensium  Archiepiftcopus  omnia  magnt* 
ficae  hospitalitatis  ofGcia  Nobiscum  rursus  exercuit.  Oblatafcit 
bic  Nobis  esse  illius  ornandi,  testandique  grati  animi  erga  ipsom 
Nostri  occasionem  plane  gaudemus.  Nec  tacere  volumus  cele- 
berrimnm  illud  Bealissimae  Virginis  de  Foro  lulii  dictae  sanctua* 
rium,  a  Nobisy  cum  Lugduni.versaremur/incredibili  cum  illo- 
mqfk  civium  ezultatione  reseratum  esse^  et  publicO|  ut  anteai 
cultui  restitutum.  Angustae  Taurinomm,  ubi  eximia  civiom 
religioy  maximusque  in  Nois  amor  iterom  emicuit^  Imperatorem 
Napoleonem  revisere,  el  alloqu^,  summae  Nobis  voluptati  fuit. 
Ecclesiasticas  Galliae,  Italiaeque  res  illi  denuo^  atque  diligen- 
tissime  commendavimns ,  et  repetita  pro  singularibus  £ius  in 
Nosy  et  Catbolicam  fieligionem  meritis  graliarum  actione,  recta 
iter  in  Etruriam  aggressi  Fiorentiam  pervenimus. 

Splendidissimus,  laetissimusque  fuit  Noster  eam  in  urbem 


f« 


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I 


ingr(e88U9*    .Pra^aa|i88i4na  Etmme  RegiDa  iteralif  amplittiiiiae 

muniflcentiae  dgiQiuii^nlj^ ,  singnlartm  erga  Noa  devotionem  siuBi 

rursua  taatfita  eajt.    Maioris  autem  iisomnibnay   ^naa  FJorentiae 

cepimu8y   cmu>iatipni#^  gratiam  omnipotepa^  et  misericors  Deus 

Nobie.ibidem  pcaeparaveral;.    Primo  Nostrp  in  illam  Urbem  ad- 

yenttt  iam  fpraeaenaeranui»»    Ven*  Fratrem   Nostmm   Scipionem 

Riccium  Piatojienaem  olim,    et  Pr^ten^em  Episcopnm,    de  ae 

cum  Mobiay  et  Sancta  Catbolica  Romana  £ccle8ia  recondliandoy 

^uod  a  longo  Noa  tempore  optabamus^   bonique  oronet  avidia* 

sime  operiebantnr,    graviter  cogitare.     lam   vero    cogitatiouem 

hanc  suam  Nobis  in  praefatam  civitatem  rever^is  egregio  plano» 

que  imiiando  exemplo  compievit.     Filiali  enim  cum  fiducia  No- 

Bis  8igniGcaTity  se  formulaey-quam  ipsi  proponere  Nobis  placuis- 

aet,    sincero  corde  subscripturum'.    -Nec  fidei,   quam  Nobis  de- 

derat,  defuit.     Formolam  ehim  per  Ven«  Fratrem  Nostfum  Ar- 

chiepiscopum  Philippensem    ei  missam   Jegit^    admisit,    suaque 

manu   signavit.     Hac    ergo   Formulay    quam  reparando  scandalo 

publicam  in  bognitionem  deduci  concupivitj^  declaravit,  se  pure 

et  simpliciter^  omninoque  ex  animo  accipere^   et  venerari  Con* 

atitutiones  a  Sede  Apostolica  factas,  quibus  errores  Baij^  Jan^ 

MniJ ,  Quenelli,  et  illorum,  qui  eos  sectati  sunt,  proscribuntnri 

praesertim  vero  BuIIam  Dogmaticam:    Auctorem  fidei,  qua 

octoginta  quinque  Propositiones  damnautur  e  Synodo  Pistorienai^ 

qnam  ip8e  coegerat^  et  publicari  iusserat,  excerptae:    has  pro- 

pterea  Propositiones*  omnes^  et  singulas  se  reprobare,  et  damnare 

iis  qualificationibus  9   iisque   sensibus,   qui  in  praefata  BuIIa  ex- 

pressi  sunt ;  denique  in  Sanciae  .Ecclesiae  Catholicae  Apostolicae 

Bomanae  fide,  inque  omnimoda  subiectione^   veraqiie  obedientia 

Nobis,  Nostrisque  Successoribus  tanquam  in  Petri  Cathedra  Se* 

dentibusy  et  lesu  Cbristi  Vicariis  velle 'se  vivere,  et  mori.   Poat 

aolemnem  adeo  declarationem ,  £nm  ad  Nos  accersivimus ,  For- 

mulamque  a  se  subscriptam  Nobis  denuo  asserentem ,  et  snorum 

aensuum  sinceritatemy  atque  inlimam  Dogmaticia  aanctae  memo- 

riae  pii  Sexti  decisionibus   submissionem  ^iteratis  verbis  testan- 

tem,  addictnmque  suiun  Orthodoxae  Fidei,  Sedique  Apostolicae 

mediis   etiam  in   erroribus  animum  profitentem,   paterne  cpm- 

plexi  aumna,  meritaque  ob  acium,  quem  gessiti  laude  commen- 

i|atum  omni   charitatia  «ffecUi  Nobia^ '  Catholicaeque  Eccleaiae 


recondliavImiM.  Cm  y«ro>  datii  bop^r  a3  Kos  "Ittteriif»  qui- 
bus  de  feliciy  fanstoque  Noatro  io  Urbem  reditu  !Nbbid  gratula- 
tur,  retractationeui  Florentiae  factamy  raiam  ie  babere  eonfir-- 
m»Terit,  patemo  Cor  Nostrtim  gaudio  rorsus  afiecit. 

Haec  erant  Ven.  Fratres.,  qiiae  Vobit  anmifitianda  esse  ia«* 
dicavimus.  Reliquum  est,  ut  Datoris  bonorum  omnium  Dei 
Throonm  cumfiducia  adeamus,  Eique  per  Beatissimos  Aposto- 
los  Pelroniy  et  Paulum  buiniliter  supplicenfusy  ut  quae  ab  infir-* 
mitate  Nostra  ad  sui  gloriam,  ad  Religionis  incrementum^  ad 
^iritualem '  animarum  salutem,  ad  Catliolicae  Ecclesiae,  Sedis^ 
gue  Apoatolicae  bonum  incboata  sunt,  miseratione  sua  tneatnr, 
aogeat,   atque  perficiat. 

2. 
Bref  de  N.  S.  P.  le  Pape  Pie  ril"). 

^  A   notre   cher  fil*   Napoli^n, 

Depuis  que  par  une  disposilion  diviney  nous  avons  ^t^, 
aans  aucon  m^rite  de  notre  part,  ^Iev6  au  supr^me  pontificat, 
yous  avez  et^  temoin  de  nos  d^sirs  pour  la  paix  de  tous  les 
peoples,  et  pour  la  paix  de  T^glJse  catbolique;  vous  avez  ^t^ 
tdmoin  de  nos  soins  pour  la  paix  spiriluelle  dii  peuple  frangais  et 
de  notre  condescendance  patemelle ;  vous  avez  ^ii  t^moin  de  nos 
^venrs  k  IVgard  de  r£g1ise  Gallicane  et  de  vos  sujets  ;  vous  avez 
^t^  t^nioin.que  nous  nous  sommes  prM^',  en  toutes  circonstan-* 
ces  y  ju9qn'oa  pouvait  s^^tendre .  le  poiivoir  de  notre  ministere, 
dans  les  concessions,  et  les  concordats  avec  l'empire  Fran^ais 
et  le  royaunie  dUtalie;  enfin  vous  avez  ^L^  t^moin  des  sacrifi- 
cea  immenses  que  nous  avons  fails  et  support^s  pour  le  bien 
^tre  et  le  repos  de  la  nation  Fran^aise  et  Italienne,  au  pr^ju^ 
dice  de  notre  peuple,  quoique  dej^  r^duit  k  la  disette  et  a 
rimpnissance ,  par  les  vicissitudea  qu*il  avait  souflertes. 

Cependant,  malgr^  tant  de  faveurs  signaUes,  vous  n'avez 
pas  cess^  de  decbirer  notre  coeur,  et  de  nous  r^duire^  sous  de 
vains  pr^textes,  dans  un  ^lat  d'aQIiction  la  plus  profonde,  et 
de  mettre   k  r<jpreuve  nos  devoirs  sacr^s  et  notre  consdence* 


*)  Atis  De  Prqdt  les-quatre  Conoordats. 


66 

Eii  cMnpcimUoii  da  eoiico!i4at*  eecUriartique,  Tons  ne  nons 
aTev  rendla  qae  \m  destrdciion  ,da  ce  mtoe  concordat,  par  les 
lois  s^sr^esy  dHes  organiqaes.  Vous  nous  aveK  fait  des  pro« 
positions  ^tadiSes  k  dessein^  inoonciliables  aTec  la  morale  4van. 
g^ique,  avec  les  maximes  de  IVglise  aniyerselle.  En  compen«- 
sation  de  la  paix  et  de  n6s  faveors^  depais  long  -  temps  le  do- 
maine  da  saint  si^ge  a  dd  sapporter  la  cliarge  ^norme  de  vos 
troMpeSy  et  les  vues  ainbitieuses  de  vos  commandansy  en  sorte 
que,  depuis  1807  jusqu*a  pr^sent,  elles  ont  consomm^  k  pea 
pr^s  cinq  millions  d'^cus  romainSy  sans  maintenir  la  promesse 
solemnelle  du  remboursemetit  da  rojaame  dMtalie.  En  compeiv 
sation  de  ces  sacri6ceS|  vous  nous  mvez  d^pouilU  du  ducb^  de 
B^n^vent  ei  de  Ponle  Corvo^  tout  en  promettant  au  saint  siege 
les  r^compenses  les  plus  g^n^reuses.  Pour  compli^menty  vous 
avez  pr^sent^  quelques  articles  a  notre  ssnctionj  conlraires  au 
droit  des  gens,  a  Punit^  et  aux  canons  de  T^glisb  catboliqoe, 
et  au  bieu-^lre  des  catholiques  dispers^s  dans  les  royanmes 
toangerSy  destructifs  de  notre  independance  et  de  la  libertd 
eccl^iastique  3  ponr  compl^ment  et  compensation,  vous  avez  en- 
yabi  hostilement  nos  domaines  qui  furent  donn^  par  )a  muni— 
ficence  et  la  pielS  des  monarques,  principalement  fran^ais^  au 
saint  si^ge  apostoliquey  et  consacr^s  k  Tind^pendance  et  a  la 
libert^  des  successeurs  de  Saint  Pierrey  et  confirm(^*s  depuis 
plus  de  dix  si^cles  jusqu'a  pr^sent,  par.  tons  les  princes  catho* 
liqnes;  afin  qu'il  pdt  demeurer  au  milieu  des  enfaiis  premiers 
n6s|  dsns  une  libert^  et  une  independance  absolue.  Enflavous 
avez  envahi  hostilement  la  capitale  m^me,  et  vous  avez  renda 
rebelle  la  milice;  vous  avez  occup^  les  postes  et  les  imprime- 
ries ;  vous  avez  arrach^  de  nolre  sein  les  conseillers  intimes 
pour  la  direction  des  affaires  spirituelles  de  l'^glise,  les  mini- 
stres  deJ^£taty  et  vous  "nous  avez  constitu^  noUs  memes  pri- 
sonniers  dans  notre  r6sidence  apostoliquey  en  pesant  militaire* 
ment  sur  notre  peuple.  Nous  en  appelons  pour  la  d^cision  de 
cette  mani^re  d^agir  de  voire  part,  au  ^1*01^  de  tous  les  peu^ 
pleiT;  nous  en  appelons  a  vous  meme^  comme  a  uu  fils  con- 
sacre  et  asserment^,  pour  r^parer  les  domm^ges^ 
et  potir  soutenir  les  droits  de'  l*^glise  catholique; 
nous  en  appelons  enfin  k  la  jusiice  du  tris-haut.     Vous  abuftes 


67 

de  la  finve ,  foolatit  anx  piedY  Ioiib  1m  jlavtrfrs  iaorta  ^  el  prhi- 
cipakm^t -an  pr^judioa  de  P^glise;  voiu  n<ma  faroareK  aiBBiy 
^  oe  qae  nous  fassions  dana  rbaniiKl^  de  notre  ooeur,  ntage 
de  cette  force  que  le  Diea  tont  puiMant  k  miee  en  noe  maiaiy' 
ai  par  la  suite  ▼ous  nens  donnesE  dee  motira  uAt^rieurt  de  fairs 
eonnattre  k  runivers  l|t  justicede  notrecAase;  car  les  maui; 
qtti  pourront  en  r^ulter,  tombeKont  snr  TOtre  t'esp0nsabilil& 
Contrestgn^vaa  secr^tariat  da  rambassade,  le27niara  1808* 

8. 

Ijeiires  etpostoiiqiies  en  forme  de  href^  par  hequdUe  €on$  de^ 
dar^s  excommunUe^  et  de  noUveau  excomm^ruie,  JBuona^ 
pctrte  et'  toue  lee  aut^eure^  exScuieure  y  ei  fauieure  de  Pueur*» 
paiion  de  PEtai  de  Ramey  et  dta  autres  JEtaie  apparteHarU 
au  aaini^eUge*). 

■ 

Pie  rn,   Pape, 
Fpur  en  perpS$uer  le  eouvenir^ 

Lorsqne  dsns  la  m^moraUe  jonm^  da  2  f^^Trier^  les  trou-i 
pe§  fitan^aisss  apres  avoir  envabi  les  plus  ricbes  prot^ntes  de 
r£tat  pontifi*cal,  ont  fait  ane  irrnption  aoudaine  dans-  Bome 
m^mey  il  nous  a  ^ti  impoastble  d'attribuer  iin  pareil  attental 
avifiiement  aux  raisons  politiques  et  militaires  qne  lea  usurpa*- 
tears  niettaienl  en  avanl;  c'est»i-  dire  de  se  d^fendre  dana  cetto 
ville,  et  d^elmgner  leurs'  eoaemis  du  territoire  de  la  aainte 
Egliaoilloaiainex  noUa  n'y •  avons  va  au  contraire  qoe  le  d^sir 
de  tirer  vengeance  de  notre  fermete  et  de  naAre  oonstance  k 
refqser  de  botts-  soumettre  anx  pr^entions  du  goavemem^nt 
inin^afa*  Hoos  avons  vu  snr-^Ie-cfaamp  que  cet  attentat  avait  ^ 
on  pb)et  bien  plas  ^tenda  que  de  simjples  pr^ntions  nilitai«i 
Me  et  moaienlan^es ,  ou  nne  simple  d^monstratson  de^^n^ 
teafenient  envers  nous.  Nous  avons  vu  xeviyre,  rensltre  de 
lenrs  oendreS)  el  reperaftre  au  grand  joor  les  complets  impies^* 
qttir  seaiblaient  sinon  reprimds,  aa  moina  assoapisy  de  eeshom- 


*)  VergK  damit  die  Varjanten   und    dle  lit.   histor.  Notizen 
^er  d^eses  denkwifrdfge  Aktenstilck  in  $,  Vaters  Anbau   der   neu* 

6* 


68        ' 

00^68  fxonrpi^  6l  trooipeurfi  qui  mMiUienl  introdnire  dea  secte» 
de  perdilion,  pac  le  seoours  d'atie  pliilosopbie  Taine  et  falla* 
cieuse,  et  qui  Iramaieiit  ainn  depois  lo^grtemj^s  la  destruclion 
de  ^olre  sainte  reUgign.  JSqub  ayons  va  ^ue  dans  notre  per- 
sQnne,  on  attaqiiiaily  on  circonyenait , .  on  combattait  le  saint- 
ai^ge  du  bienheureux .  Prince  des  apotres^.  dfins  respoir  que  sa 
chute,  si  toulefois  elle  ^tait  poSBible,  entrainerait  n^cessaire- 
ment  avec  eUp  la.ruine  de  V^gl^se  calholiquey  fondee  pa^  son 
divin  auteur  sur  ce  si^ge,    comme  sur  une  pierre  in^branlable. 

Nous  avions  pens^,  nous  avions  esperenagueres,  que  le 
gouvepiement  Fraii^ais  instruit  par  Pexperience  des  miilheurs 
dans  lesqueU  cette  puissant^  nation  s'^taSt  vue  entrain^e  pour 
avoir  liqhe  la  brid^  a  Vimpi^(6  et  au  schisme,  et  conv^inca 
parle  voeu  unanime  de  la  grande  majoritt^  des  citoyens^  s*elait 
enfin  v^ritablemeut  et  profond^ment  p^netr^  de  rimportance 
extr^me  dont  il  ^tait  pour  la  stbret^,  ainsi  que  pour  le  bon- 
heur  public  de  r^tablir  de  l>onne  foi  le  libre  exercice  de  la  re^ 
ligion'  catholiqtiey  et  de  leprendre  sous  sa  pfbtection  particu- 
lief>e,  Mus  psr  cette  opioion ,  anim^s  par  cette  esp^rance,  nous 
quiy  tout  indignes  que  nous  sommes,  tenons  sur  la  terre  la 
place  de  celui  qui  est  le  Dieu  de  paix,  a  peine,  nous  fumes— 
Bous  apergns  qu'il  s'ouvrait  une  perspective  de  r^parear  les  dd-. 
sastres  de  T^^glise  en  France ,  Tunivers  entier  nous  est  t^ota  * 
de  Pempressement  avec  lequel  nous  nous  sommes  pr^t^  a  des 
trait^  de  paix ,  et  combien  il  nous  en  a  cout^ ,  et  a  nous  et  h  ^ 
^cette  nieoie  ^glise,  pour  icondi}ire  ces  trait^  ^  la  fin  qu'il  m 
iti  possible  d'obtenir.       ^  , 

Mais  grand  Dien!  a  qnoi  notre  espoir  a-t*il  abottti?  quel 
a  iti  le  fruit  d^finitif  da  notre  condescendeoce  et  de  notre  li^ 
b^ralit^?  Depuis  le  moment  ou  cette  psix  a  et^  piromulgu^e^ 
nous  avons  ^t^  r^duits  a  faire  entendre  la  plainte  dn.  proph^ta:. 
voici  que  dans  la  paix  mon  amertume  ^evient  encore  plos  ami^nei^ 
nous  n'avons  pas  dissimul^  cette  amertume  k  P^gljse,  ni  a  noi 
fireres  les  cardinaux  de  la  sainte  ^ise  romaine  dans  ralloeu* 
tion  que  noQs  leur  fimes  en  consistoire  le  24  de  mai  de  Tan 
18029  pour  leur  signifier  que  dans  cette  promulgalion  on  Svait 
ajout^  a'Ii^  convention  que  nous  avions  faite,  quelques  articlea 
ignor^s^de  nous,  que  nous  improuvames  des  qu'ils  nous  furept 


69 

coiiiiastf  '£q  effiet,  par  tet  artieles,  nonseulenieiit  pu  an^ntit 
dans  i'exercice  de  Ja  religion  calholiquey  dans  lee  pointa  ^es 
plus  gravee  et  leB  plas  importants,  la.  libert^  qai  avait  ef^  as- 
eur^  Terbalement  y  conyenue|  et  Bolemoellement  promife  dans 
la  prdambule  m^me  de  la  convention,  comme  en  ^tant  la  base 
et  le  fotidement;  mais  encore  dans  quelqnes  unt  de  ces  articles 
]a  doctrine  m^me  de  T^vangile  se  trouve^  atUqu^e  de  pr^s.  Le 
r^ultat  de  la  convention  que  nous  (Imes  avec  le  ^ouvernement 
de  la  r^pnblique  Italienne,  fut  ik-peu-prds  semblablet  ces  m^ 
mes  articles  que  nou^  avions  pris  tsnt  de  soins  de  garantir  de 
tonte  interpr^tation  srbitraire  et  ^quivoque,  ayant  et^  precis^* 
ment  interpr^l^s  d*une  inani^re  absolument  arbitraire  et  la  plus 
ouvertement  frau^uleuse. 

Apres  avoir  vu  ainsi  vicder  et'  d^natnrer  les  conditiona  de 
Fane  et  de  rautre  de  ces  conventions,  qui  avaienl  ^t^  stipu- 
1^8  ea  faveur  de  r^glise,  et  la  pubsance-  spirituelle  ayant  ^t^ 
«insi  soymise  a  la  volont^  de  la  puissance  latquey  bien  loin 
qaels  efiets  salulaii^es  qoe  nons  nous  ^tions  promis  de  ces  con- 
Tentionsy  eussent  et^  ybtenus,  nous  eilmes  au  eontraire  la  dou<« 
leor  de  voir  les  nalheari  et  les  desastres  de  P^glise  de  J&usr 
Christ  s'accrottre  et  s*^tendre  chaque  jour. .    ' 

Kons  ne  nous  arr^tons  pss  ici  k  rappeler  et  k  ^num^rer^ 
ran  af^r^s  rautre^  ces  msux  et  ces  d^sastres,  ils  sont  assex 
publiqnement  eonnus  et  d^plor^s  de  tons  les  gens  de  bien ;  nous 
les  ^vons  d'ailleurs  safBsament  expos^s  dans  deuz  allocutions 
consistoriales  que  nous  TlUiesy  Pune  Ie.l6  de  mars  de  la  m^me 
msn^e  I8O89  etque  nots  avons  cheroh^  k  faire  connaitre  pu- 
fcliqaement,  antant  que  fa  permis  T^tat  de  contraintedans  le** 
quel  nous  sommes  plac^s.  Par  ce  moyen ,  le  monde  saura ,  et 
la  post^rit6  verra ,  quels  ont  ^t^  nos  sentimens  au  sujet  de  ces 
ai  nombreux  et  si  grands  attentats  du  gouverpement  fran^ais 
aar  les  objets  relatifs  a  PEglise:  on  reconnailrti  quelle  patience 
^t  quelle  longanimi(6  ilnous  a  fallu  pour  nous  taire  ai  long- 
temps;  parce  qu/ayant  la  paix  a  coeuri  et  ayant  conpu  le  ferme 
eepoir  d^apporter  un  remede  et  de  mettro  one  fin  a  tant  de 
mauXy  nous  avons  de  jour  en  jour  diffdrd  d'61ever  la  voix  en 
public.  On  verra  quelles  ont  ^t^  nos  peines  ei  nos  solliciln. 
desy  et  combien  par  nos  acVjonsy  nos  prieres^  nos  vives  soUi-* 


citatiiMU  ot  HM  gdinif^eiik«n3|  noas  ooas  «omoieli  efftfrc^i  saiu 
reUclie  de  gu^iir  les  plaies  failes  k  rEglise)  et  d^empecher  qu'il 
ne  loi  filt  portd  de  noavelles  atteintes,  Maia  c'^8t  en  vain  qtte 
noua  avons  ^puia^  toutes  les  re^sources  de.  Miuaiililey  de  la 
vod^ration,  et  de  la  douceur  avec  lest^ueUes  nous  nous  som- 
mes  ^tttdi^  josqa^a  present  a  d^endre  Iks  dr^its  et  les  intereta 
de  I'f)gU«e,  aupres  de  celui  qoi  s'^tait  associ^  aux  conseils  dea 
impies  poar  la  d^troire  de  fond  en)0omUe;  de  6elQi  qui,  a  ce 
dessein»  avait  feint  de  lui  ^fre  attaclie,  alin  de  la  trabir  plua 
ais^ment;  et  qui  avait  sembl^  loi  ^ocorder  proteciion,  afin  de 
Popprimer  plus  siirement. 

On  nous  avait  souvent  et  long-temps  fait  concevoir  de 
grandes  esperancesi  surtout  lorsque  notre  voyage  en  France  fut 
d^ir^  el  s^ilicil^.  Bieni&t  on  commeoi^a  a  ^uder  nos  deman- 
dea  et  nos  prieres,  par.des  tergiversations  astuciauses,  par  dea 
'faax-rfuyans  et  par  des  r^ponsas  ou  dilatoires  ou  perfides;  en 
nn  mol,  il  a'en  fut  tena  aucun  compto,  parce  que  le  tempa 
approdiait  de  meitre  •en  oeuvre  les  tramescontre  ce  Saint-Siego 
et  contre  TEgliae  de  J^sas^-Cbrist;  et  Poh.cckmmenga  a  kiouo 
attaquer  et  a  notts  accabler  de  demandea  touiours'  nouv^es  oa 
ezQrbitautesy  ou  capjlieu^eat  et  dont  la  nature  in^iquait  snf-* 
fisamment  et  abondamment  qa^on  av^it  en  yue  denx  objets  ^ga. 
lement  funestes  et  d^sastreux  pour  Je  Saint*3iege  et  poar  1'Egli^; 
«'est-fi^direy  de  nuus  faire  ii^ahir  honteosement  notre  minist&re 
ai  nous  y  consl^tions;  ou,  si  nous  noos  j  refusions^  de  faire 
de  notre  refus  un  motif  pour  nous  d^larer.une  guerre  ouverte* 

Mai^  comme  notre  conscience  ne  nous  permettait  pas  d'ac« 
c^der  k  ces  demandes.  pn  fit  aossitdt  de  notre  refus  un  motif 
de  d^cber  d'une  manicre  boatiie  des  troupes  contre  cette  Tille 
sacr^;  on  s'empara  du  cbaieau  Saint-Ange;  on  posa  dea  di&ta^ 
cbemeoB  dans  les  rues  et  dans  les  plsces;  et  m^me  le  palaia 
quirinal  que  noas  habitoBs^  fui  entonr^  avec  menac^a  par  de 
nombreuses  troupes  d*infanterie  et  de  cavalerie  et  avec  da  ca- 
non.  Mais  avec  raide  deDieu,  par  qui  nous  pouvoos  toot,  et 
forts  de  rimportanee  de  nos  devoirs,  nous  ne  noos  sommea 
point  laiss4  iniimider*  ni  ebranler  dans  notre  r^solution  pai: 
cetie  teiTeur  subite,  ni  par  cet  appareil  de  guen*e.  Noas  avons, 
paisiblement  et  avec  calme»  ainai  ^ue  nous  le  devioos, .  c^Ubre 


7t 

les  c^^OM^niet  aacr^s  et  les  myttires  divina  qui  tpnyenaieiit  i 
la  soleinnit^  de  cette  trea-sainte  journ^ey  et  nous  i^TavoQa  owia 
ni  par  crainte,  ni  par  oubli,  ni  par  o^gligence^rieo  de  ceique 
notre  devoir  ezigeait  de  noua  dana  cea  copjoiicloi^ea.  p^itiquea. 

Nooa  noua  z^ippeliona  aYec  Saint-Ambroiae  (de  Pasilic.tra- 
dend.  n.  17)  que  le  aaint  homme  Naboth,  propri^taire  de  aa 
▼igne,  aonmi^  de  la  donner  au  Roiy  parce  que  celui-ci  voulait 
y  fiiire  planter  dea  kgumeay  avait  rdpondu :  Dieu  me  garde  d^ 
c^er  ainsi  rh^ritage  de  mes  peres.  Bien  moina  avons-uous 
jog^  qn'il  nous  fut  pHrmis  de  c^dcr  k  autrui  un  h^ritage  aussi 
«Dcien  et  aussi  sacr^  (nous  voulons  dire  la  souverainet^  tem« 
pilreUe  de  ce  saint-si^ge,  posaed^e  depuis  une  sr  longue  auite 
de  siedea  par  Jes  pontifea  Bomains  nos  pr^ddcesseurs,  d^apres 
rordre  ^video^  de  la  divine  Frovidence),  ou  de  cpnsentir  tacir 
tement  a  ce  qoe  qui  que  ce  soit  se  nif  en  possession  de  cette 
capitale  do  moode  chr^lien^  dans  laqueile,  aprea  avoir  renvera^ 
«t  d^troit  Id  tres-aiin^te  forme  de  gouvernement ,  qui  a  M  laia- 
Bit  par  J^sos^Chnst  a.  sa  aainte  ^gliie,  et  r^gUe  par  lea  canona 
sacr^s  ^tablis  par  Tesprit  divin^  on  substiluerai£  a  aa  pl^ce  uo 
code  contraire  non-aeulement  aux  canons  aacriSsy  mais  m^me 
iocompatible  ayec  les  pr^ceptes  de  rEvangile^  et  qui  introdui»- 
xaity  ainsi  qu'ii  a  d^ja  fait,  on  oouvel  ordre  de  chosea,  qui 
teod  maoifestement  a .  associer  et  a « confondre  toutes  les  aectea 
«t  tootea  lee  ^operatitiona  evec  T^glise  calholiqoe. 

Naboth  ddfendit  aa  vigne  ao  priz  de  aon  aang  (St-Ambr. 
ib.).  Pooviona-nQUs,  qnelque  chose  qui  dut  eo  arriver,  nepaa 
d^ieodre  Jea  droita^  et  lea  possessions  de  la  sainte  ^glise  romaine 
^oe  noos  noos  sommea  oblig^a,  aooa  aerment,  et  ne  paa  reven-. 
«Uqoer  la  ^libert^  do  ai^ge  apostolique,'  qui  e^t  tellement  li^e 
avec  la  libert^  et  les  immuoii^s  de  l'6glise  universelle?  £h!  de 
(Qoelle  importance,  en  effet^  n'est  pas  cette  principaut^  tempo- 
jpelle^  et  de  quelle  n^cessite  n^est-elle  pas  poor  assurer  au  chef 
floprkne  de  l'£gUse  le  libre  exercice  de  la  puissance  spirituelle 
qoe  Dieu  ]oi  a  accord^e  sur  le  monde  enlier?  Si  Pon  man- 
qoait  de  pireoyes  poor  le  d^montrery  ce  qui  se  passe  mainte- 
nant  oe  le  prouv^rait  que  .trop  clairemeot.  Quoique  nous  ne 
fieoa  soyoDs  jamais  complus  ni  dans  les  honiieurs  ni  dans  lea 
xeveous,    ni  dana  la  puiasance  de  cetle  principaut^  aouveraine. 


doiil  >1^  iiwt  «6t  bien  tioign^  et  de  notTe  caract^  et  da  trea 
aaint  jnatitut  que  noas  avone .  embrass^  et  toujours  cb^ri  de» 
noa.  ph4a  leuiiee  ana,  noua  ayona  n^anmoins  senti  qa'il  etatt  de 
nptre  devoir  indispensable,  k  dater  dudit  jour,  2  f<^vrier  180^ 
qiialqae'  cntique  que  fiit  la  position  oii  nous  nous  trouvions, 
4e  £ii^e  par  le  canal  du  Cardinal,  notre  secr^taire  d'£tat,  une 
protestation  solemnelle  k  refiet  de  rendre  publiques  les  caoses 
de-  tribulations  aui^quelles  nous  sommes  livr^,  et  notre.  inten* 
tion  demaiotenir  dans  leur  int^grit^  les  droits  du  saint-si^ge. 

Yoyant  cependant  que  les  menaces  ne  leur  servaient^de 
rieny  les  usurpateurs  r^olurent  d'adopter  envers  nous  un^autra 
systeme:  iis  tenterent  par  un  -certain  gerire  de  pers^cution  plua 
lent,  mais  qui  n'en  ^ait  que  plus  fdcheux  et  plus  cruel ,  d*^ 
branler  peu-a-peu  notre  constsnce  qu*ilS'S'apercevaient  n^avoir 
pu  abatlre  par  une  teireur  subite.  Cest  pourquoi  depuis  le  2 
fdvrier,  daus  ce  palais  ou  uous  avons  iti  detenus  comme  pri- 
aonnier,  il  s'est  ^  peine  6coul6  un  jofir  qui  n'ait  ^t^  marqa^ 
par  quelque  insulte  au  saint-siege,  ou  par  quelque  tribafatioa 
qui  nous  ait  ^t^  inflig^e. 

Tous  les  soldats  qui  nons  servaient  aa  maintieft  de  Tordre 
et  de  la  discipline  divile,  nous  ont  ^t^  enlev^s,  et  incorporda 
aux  troupes  fran^aises;  nos  gardes-da-corps,  tous  homniea 
choisis  et  de  rordre  de  la  noblesse»  ont  ^t^  envoy^  k  la  cit»- 
delle  de  Rome;  ils  y  ont  ^t^  d^tenas  plusieurs  )ours,  et  en&a 
licencies  et  dispersds  ^  on  a  ,mis  des  gardes  aux  portes  et  aux 
principaux  endroits  de  la  ville;  on  s'est  empar^  iniiitairemeni 
de  la^poste  aux  lettres,  de  toutes  les  imprimeriesy  surtout  de 
celle  de  notre  cliambre  apostolique  et  de  la  propagande;  oa 
nous  a.eHcore  enlev^  la  facuU^  de  faire  imprimer  rexpresnofli 
de  nos  volontcs  et  celle  de  proclamer  nos  ordres.  L^adminu 
stration  et  la  justice  publique  ont  ^t^  troubl^eset  arrk^eSb 
6(4Iicit^s  par  la  fraude,  par  la  ruse,  par  toutes  sortea  d'arti&- 
ces  a  foruier  ce  qu'on  appelle  des  gardes  nationaies,  nos  sujeta 
SQnt  devenus  rebelles  envers  leur  Ugitime  souverain.  Les  plus 
audacieux  et  les'  plus  corrompus  d*entre  ettx,  portant  la  cocarde 
tiicolore  fran^aise  et  italienne,  et  prot^g^  par  ce  signe  de  la 
revolte  comme  par  un  booclieir,  se  sont  r^pandus  de  tous'c6* 
t^Sy  tant6t  eo  troupes>   tant6t  aeuls»  ct  se  sont  portis  a,  toua 


n 

les  exehn  contre  les  mihifttres  de  IMglise,  cont^  le  ^tdietne^ 
jnent ,  contre  toos  les  gens  de  bieti ,  soit  qti^ili  en  ^sseilt  Por->> 
dre  ou  la  permission  tacite.  Qn  a  commenc^,  tti^ltgti  nos  rt^-^ 
damations,  a  imprimer  dans  Bome,  et  h  r^pandtSB  dan^  le  pUi- 
bKc  et  dans  r^tranger,  des  joumavx,  ou  cDmme  otk  dit,  des 
feoilles  periodiques,  pleines  dSnjures,  de  sarcc^meSy  m^itie  de 
calomnies  contre  la  puissanco  et  la  digniU  pontificale;  quelqnes  ^ 
d^claralions  de  nohre  part  ou  si^^  de  notre  main  ou  par  nolre 
ministre,  et  affich^es  par  notre  ordre  aux  iieux  accoutum^Sy  en  ont 
M  arrach^  par  les  plus  vils  satellites,  mises  en  pteces  et  foul^es 
anx  piedsy  malgr^  rindignation  et  les  g^missemens  de  tous  les  hom- 
mes  de  bien.  Oes  jeunes  gens  imprudens  et  d*autres  citoyens  ont 
M  inTil^s,  dhis  et  inscrits  dans  des  conventicules  sospects,  prohi- 
b^  avec  la  plus  grande  sev^ril^  par  les  lois  civiles  et  eccl^siasti^ 
ques^  m^e  s<^us  peine  d'excommunicatioll  par  nos  pr^d^cesseurs 
ddmeni  XIL  et  BenoU  XIV.  \  plusieurs  de  nos  ministres  et  offi^ 
oerS|  tant  de  Rome  que  des  provincea,  hommes  de  laplus  grande 
iiit(6gT](^  et  fid^lit^y  ont  ^t^  ou  vex^s  ou  jet^s  en  prieon,  on  exiUs 
aa  loin.  On  a  fait  a  main  arm^e  des  recberches  depapiers,  ainsi 
qve  d^toits  de  tout  genre  dans  les  biireaux  des  magistrats  de 
TElat  pontifical^  sans*  exceptioUy  et  jusque  dans  le  cabinet  de 
iK>lre  premier  minisfre:  trois  fois  nous-avons  remplac^  notre 
pranier  ministre  secr^taire  d'fitat;  trois  fois  il  a  ^(6  enlev^  de 
notre  propre  palais  avec  violetice*;  enfin  la  i>Iupart  des  cardi- 
naux  de  la  sainte-^glise  romaine  qui  restaient  pres  de  nousy 
oonune  nos  coop^teors,  ont  4&t^  i  main  armde^  arrachis  de 
BOtre.  sein  et  d^port^s  au  loin.  • 

Toutes  ces  choses,  et  d^autres  attentats  non  moins  indignes 
et  andacieuxy  ex^cut^s  au  mepris  de  tout  droit  divin  et  fau-« 
jnain,  sont  si  connus  du  public,  qu*il  est  inutile  de  les  retra«» 
cer  et  de  les  ^num^rer.  £t  nous  n'avons  pas  n^glig^ ,  confor- 
m^ent  aux  devoirs  de  notre  place,  d«f  faire  de  vives  repr^sjen* 
tsitions  sur  chacun  de  oes  actes^  afin  de  ne  jamais  paraitre  y 
«▼oir  conniv^  ou  donne  notre  assentiment.  Ainsi  d^i  d^ponil- 
l^  de  presqne  tout  F^clat  de  notre  dignit^,  et  des  soutiens 
de  notre  autoril^,  et  priv^  de  tous  les  secours  n^cessaires 
poar  rempUr  les  fonctions  de  notre  ministere,  et  surtout  par- 
lager  notre  soUicitude  entre  tontes  les  ^glises  et^  enfin  accabl^', 


oppartDi^f,  toontiait^s  par  toas  lesgeima  de  temary  d'injureey 
et  de  ▼exation,  et  entrav^s  chaque  joor  davantage  dana  Pexer- 
cice  de  nietrc  double  puisaance  temporelle  et  spirituelle,  si  iioae 
en  avons  eiicore  conservd  jusqu^a  ce  mpment  quelque  ombre, 
^uelque  apparence,  nous  ne  le  devonB^  aprea  le  Dieu  totttpuis* 
••nt  dont  la  ,providence  noua  a  donn^  tant  de  marquea  de  pro^ 
tection,  uoos  ne  le  devona  qu'a  notre  fernuetey  ii  la  prudence 
de  noa  officierSy  connne  a  celle  du  clerge;  rasauj^dafement  de 
la  puiasaace.  sacr^  dea  ~^veqaes  au  pouvoir  laiCy  >Iea  vioiencea 
de  toas  les  geiirea  faites  k  leura  consciences,  et  finalement,]|eur 
expulsion  de  leurs  proprea  si^gesy  leur  d^portation,  et  d'au» 
tres  attentats  sacril^gea  de  ce  genre  contre  la  liberte^  les  im- 
Hiuoil^s  ^et  la  doctrine  de  T^glisei  commis  aussitot  dans  noa 
EtatSy  ainsi  que  dans  les  autres  pa}''^  qui  ^taient  tomb^  ante* 
riearement  au  pouv^ir  de  ce  meme  gouvernement  •  •  •  Voila, 
yoila  lea  briUans  gages,  le*  monumeos  iUustrea  de  cet  attacl|e«- 
^ent  mecveilleux  a  ia  religion  catbolique,  qu'il  ne  cesso  paa 
nime  encore  aujourd'iiui  de  vanter  et  de  promettrel 

Pour  nousy  depuis  long-temps  abreuv^s  de  tant  d'amer- 
tames  par  ceux-momee  dont  nous  devions  ^ioina  les  attendxv^ 
let  toument^B  de  toute  maniere,  nous  noua  afHigeons  moins  de 
notre  sort  pr^ent  que  du  sort  futur  de  nos  persi&cuteurs.  Ce- 
pendant  si  la  colere  du  Seigneur  s'est  Ugerement  allum^e  con-* 
tre  nousy  il  ae  r^onciliera  de  noaveau  avec  ses  serviteurs,  Mais 
eeltti  qui  a  chercb^  a  nuire  a  r^glisef  comBient  pourra.t.il 
Aviter  la  main  de  Dieu?  Mon  Dieu  n'exceptera  personne,  et 
il  ne  respectera  la  grandeur  de  qui  que  ce  soit;  car  c'est  lui 
qoi  a  fait  le  petit  et  le  gfand,  et  cest  an  plus  fort  qu'est  r^- 
•erv^  le  plns  fort  chitiment.  Et  plut  i  Diea  que  noua^puisr 
sionBy  a  quielqtte  prix  qne  ce  .fut|  m^me  a  celui  de  notre  vie^ 
d^toumer  la  perdition  ^temelle  et  op^rer  le  salut  de  nos  per<p 
e^coteurs  que  nous  avons  toujours  ch^ris,  et  que  nous  ne  cea* 
serons  jamais  d'aioier  de  tout  notre  coeur!  Piut  h  Dieu  qu'il 
nous  lut  permis  de  ne  jamais  nous  4dpartir  de  cet  esprit  do 
charit^  et  de  douceur  que  la  nature  nous  a  donn^y  et  que  no- 
tre  volontd  a  mia  en  pralique;  et  qae  noUs  puissions  a  l'ave- 
nir,  comme  noaa  ravons  fait  jtuqv^ici^  noua  abstenir  d'employer 
la  Yerge  qui  nous  a  ^t^  donn^e  en  oi&me  temps  que  la  garde 


»    N 


di$  teui  le  tronpeaa  de  J^suB-Cbrist,  dantf  1«  pertotntie  do  bim* 
faeureiix  Saint  Pierre^  par  le  prince  dee  paateure,  peur  k  cor^ 
rection  dea  brebis  ^gar^es  et  obstinc^es ,  et  poor  rexeiople  et 
la  terrenr  salataire  dea  autres. 

Mais  le  jnofnent  de  rindulgenee.  est  pass^.  Certes  il  n*y 
a  qae  ceux  qui  veulenl  ^tre  aveugles  qui  puissent  ne  pas  vodr 
•u  teudent  des  attentats  austi  nonibreux,  et  quel  cn,sera  Je 
r^sultat,  81  on  n'y  met  opposition  a  temps,  de  la  uianicre^quiil 
est  •'possible  de  le  faire.  D^un  autre  ^M  y  il  n'est'  pelrsonne  qui 
ue  voie  qu'i]  ne  reste  absolument  plus  d^esp^ranoes  jqu^  leur# 
auteurs  puissent  ^lre  fl^chis  par  les  repr^seotations  ^  ies  con* 
eeils,  les  prieres,  ni.  les  supplications^,  ni  devenir  plus  favpra^ 
bles  a  P^glise.  Ils  ne  laiss.ent  plus  d'acces  4  ces  raoyens;  ils  y 
sont  sourds;  ils  n'y  r^pondent  qu'en  accujnulant  injures  sur  inV 
jores.  II  ne  peut  plus  se  faire  quils  pretent  roreille  ft  qu^ils 
ob^issent  ii  r^glise*  comme  des  enfans  k  une  tendre  mere ,  et ' 
comme  des  disciples  k  leurs  maitresy  ces  in^mes  hommes'  qut 
ne  m^itent  rien,  qui  ne  font  rien,  qni  n'entreprennent  rissi 
ai  ce  n'est  pour  se  Tasservir  conune  une  servante.  a  son  mattrei 
•t  pour  la  renverser  ensuite  de  ?fond  en  comble* 

Que  nous  reste«t«il  donc  nsiintenant  a  faire  si  nous  voa**  . 
lons  ne  pas  encounr  le  reprocbe  de  n^gligence  et  d'ine(rtie,  et 
peut-^tre  m4me  celui  d^avoir  d^ert^  honteiisement  la  cause  de^ 
JMeu!  Que  nous  reste  t*il  a  faire^  disons-nous^  si^ce  n'est 
de  faire  taire  toote  consid^ration  bumaine  ^  d'abjurer  toute  pru» 
denco  de  la  chair,  et  de  mettre  a  ex^cution  ce  pr^ceple  de 
rEvangilex  i,Que^  celui  qui^n^^coute  pas  rEglise,  soit  pour  toi 
<^mme  le  payen  et  le  publicain  (Matth.  XVIK.}/'  Qu^ils  ep* 
premieBt  encere  une  fois  qu'ils  sont  soumis  par  la  loi  de  J^ua» 
Christ  a  notre  trfrne  et  a  notre  commandement*  Car  nous  tteiv 
^ns,  aussi,  ndus,  uue  souverainet^  ^^et  une  souverainet^  bien 
plns  nobk;  k  moins  qu*il  ne  faille  dire  que  l'esprit  doive  ci^ 
der  k  la  chair  et  les  choses  du  ciel  a  la  terre/^  (Saint  Greg. 
de  Haz,  or.  XVII  ad  maur.)  Tant  de  grands  pontifes^  illu- 
str^  par  lenr  dootrioe  et!  leur  saintet^^  en  sont  venua  autrefois 
k  ces  extremit^s  pour  d^fendre  ainsi  la  cause  de  T^glise  contre 
des  Rois  et  desPrinces  endurcis,  tant6t  pour  Puu^  tant6t  ponr 
Pautre  de  ces  crimes  que  les  sainta  canons  frappent  d*anath4me! 


76  ^ 

Cratndrona-noizs  -donc  de  «nivre  lenr  exempley  apres  des  for^ 
&its  fii  nombreux,  si  ^norines,  si  atroces,  si  sacril^gesy  si  con- 
nu8  partoot,  ai  manifeatea'  aux  yeux  de  funiven!  !N'avon8  noua 
paa  bien  plus  a  redouter  d'etre  accus^s  avec  raison  de  Pavoir 
fait  trop  tard,  au  lieu  de  ]'avoir  fait  tdm^rairement  et  avec 
pr^cipitation !  surlottt  lorSque  par  ce  dernier^attentat^  le  plus 
grave  de  tous  ceux  qu'on  ait  commis  ju8qu'ici  Contre  notre 
souverainete  temporellet  nous-  sommes  avertis  quil  ne  nous  sera 
plus  libre  d^ormais  de  remplir  ce  devoir^  si  important  et,  si 
ndcessaice  de  notre  ministere! 

--  Cest  pourquoi,  par  Tautorit^  du  Dieu  tout  pnissant^  par 
celle  des  saints  ap^tres  Saint  Pierre  et  Saint  Paul,  et  par  Ia> 
notre,  uous  ddclarons  que  tous  ceux  qui,  apres  rinvasion  de 
cette  ville  et  des  Etats  ecclesiastiques^  apres  la  violation  sacri' 
l^ge  du  patrimoine  dn  "bienheureux  Saiiit  Pierre,  prince  des 
apotresf  comnylse  par  Ics  troupes  fraijgaises  (attentats  qui  ont 
excit^  nos  justea  plaintes  dans  les  deux  allocutions  consistoria- 
les  dijk  mentionrt^es  ainsi  que'  dans  phisieurs  .protestations  et 
r^lamations  qui  ont  M  publi^es  par  notre  ordre)  ont  agi  dans 
ladite  vilie  et  dans  les  provinces  de  Ffitat  de  Pfiglise  cont^  lea 
immunit^s  eccldsiastiques  tt  les  droits  temporels  de  TEgHse  et 
du  saint  si^ge,  nous  declarons,  disons^-nous^  que  ceux  qtii  ont 
commis  quelques  un  de  ces  attentats,  ou  qui  les  ont  ordonn^Sy 
favoris^i  conseill^s,  ou  y  ont  adh^r^,  ainsi  que  ceux  qui  les 
ont  fait  ex^cuter,  ou  qui  ont  servi  eux-memes  k  les  ex^cuter, 
ont  encouru  Pexcommunication  majeure,  et  les 
autrea-  censures  et  peines  eccl^siastiques  fulmi- 
n^es  par  les  eanons  sacr^s,  par  les  constitutions 
ap^stoIiqueS)  et  les  d^crets  des  conc^les  g^n^rauxi 
notamment^par  celui  de  Trente  (sess.  XXVI/  cap. XI^ 
ile  r6forme»},  et  ai  besoin  est,  nous  les  excommu- 
niona  e^t  les  anath^matisons  de  nouveau^  et  d^cla- 
rons  qu'ils  ont  ^galeipent  encouru  la  perle  de  tousprivil^- 
ges  quelconqueSy  grices  et  indulta  qui  leur  ont  Mi  accord^s, 
de  quelque  maniere  que  ce  soit,  taiitpar  nous  que  par  les  pon- 
tifes  Romains  nos  pr^decesseurs ;  et  qu'ils  ne  pourront  .^tre  ab- 
80US  et  lib^r^  des  censures  aiusi  eiicourues  par  qui  que  ce  soit^ 
si  non  par.nonS)  ou  )par   le  poutife  fiomain  eiistant  dans  le 


77 

temps  (except^  a  ?artic1e  de  la  moxt,  et  alort  eA  retombant 
soos  le  poids  des  memes  censiiTes  aiissilot  qu^ils  seront  hors  de 
danger)  et  de  plas^  Jes  d^clarona  inliabiles  et  incapables  d'ob- 
tenift  le  b^n^6ce  de  1'absoluLion ,  jusqu'ji  ce  qu^ils  aient  r^tracti 
pabL'quementy  r^voqu^^  cass^  et  aboli  tous  les  effets  quelcon— 
qnes  de  leurs  attentatSy  et  jasqu'a  ce  qulls  aienl  r^tabli  plei- 
nement  et  elficacemeut  tonles  choses  dans  leur  ^ ncien  ^tat;  et- 
qa'ils  aient  d^ailleurs  fait  a  VEglise^  a  nous^  et  au  saint  si^ge, 
la  joste  satisfaction  qu'ils  nous  doivent  sur  les  chefs^cidessus 
cnoncds.  Celt  pourquoi^  'par  lel  pr^septes,  nous  ordonnons 
pareiUemeot  que  {qvs  ceujic  d^ja,  mentionn^)  meme  ceux  qui 
m^Cent  uoe  mention  spccialoy  et  leurs  successeors  en  ofGce, 
ne  pourront  jamais,  sous  aucun  pretexle  quelconque,  se  croira 
exempts  et.dispensds  de  r^tracter,  rtdYdquer,  casser  et  annuler 
tous  leurs  atteutats;  ni.  de  sati&faire  rdcUcment  et  eifectivement 
an  prMable  et  comme  il)  cpnvient,  ji  TEgliset  au  saint.siege 
et  a  nous^  nous  Youlons  au  cohtraire  que  poor  le  pr^ent  et 
pour  ravenir  cette  obligation  conserve  sa  force,  si  jamais  ils 
Tculenl  obtenir  le  b^efice  de  rabsolotion. 

Cependaht  lorsque  nous  sommes  oblig^s  de  tirer  aibsi  da 
£oiirreaa  le  glaix.e  de  la  sev^rit^  de  rEglise^  nous  n'oubliona 
paa  que  boos  tenons  sur  la  terre,  quelqu'indigpe  qoe  nous  eo. 
soyons,  la  place  de  celui  qqi^  mime  lorsqu^il  exerce  sa.justice, 
]}'4>ublie  pas  de  pardonne^r;  c^est  pourquoi  nous  commandons 
et  ordonnons,  d'abord  a  nos  stijets^  puis  k  toos  les  peuplea 
cbr^tiens,  en  vertu  de  la  sainle  obiissancey  que  pe^sonne,  a 
roccasion  ou  sous  le  pr^texte  de  nos  p^r^entes  lettres  apostoli- 
qoes,  ne  pr^sume  apporter  dommage^  injore^  pr^judice,  ^ou 
tort  qoelcooqoe  aux  biens^  aux  droits,  aux^  pr^rogatives,  de 
ceox  contre  qui  ka  prdsentes  lettres  sont  dirig^y  car  en  les 
poniseant  do,  gisnre  de  peine  que  Dieu  a  mis  en  notre  pouvoir, 
et  en  vengeapt  tant  et  de  si  gi:aves  injures  faites  a  Diea  et  k 
la  fainte  Eglise^  nous  nous  proposons,  par  dessus  tout^  que, 
ceox  qui  nous  tourmentent  maintenant,  se  convertissent,  et  de 
mdme  soient  couronn^  avec  nous  (St  Aug,  in  ps.  54,  ▼•  i*)> 
ai^heureusement  Dieu  leur  accorde  la  p^nitencej  afin  de  con- 
nattre  la  yiriU,  (II  ad  Tim.,  Qnp.  11,  ▼.  25)*  ^    n 

Cest  poorquoi^  levapt,  uos  mains  au  ciel  dans  rhumilili 


n/ 


?8 


Ae  aotre  co«iir,  fandit  que  notift  remettous  et  recoininaiidont  a 
Dieu  la  jtiste  caase  que  notis  d^fendona ,  qui  ut  p1ut6t  la  siemie 
qoe  la  n^tre,  et  tandie  que  nous  confessons  qu^avec  le  secours 
de  sa  grdcey  nous  somnies  pr^ts  k  boire' jusqu^il  )a  lie,  pour 
la  caose  de  son  Eglise,  le  cslice  qn'il  a  daigti^  boire  le  pre-* 
mier  ponr  elle,  nous  ie  prions  et  le  conjurons  par'  les  entraiU 
les  de  aa  mis^ricorde,  de  ne  point  m^priser  ni  ^rejeter  les  orai* 
sons  et  les  prieres  qne  nous  faisons  jonr  et  nuit  pour  leur  re- 
penttr  et  leur  salut.  QuUl  sera  beau  et  consolant  pour  nous 
le  jouT  ou  nous  verrons  ^  par  la  gr&ce  de  la  mis^ricorde  divine^ 
les  memes  enfans  qui  nous  causent  aujourdlrat  tant  de  douleur» 
et  sde  tribulations ,  se  rdfugier  dans  notre  sein  paternel^  et  s^em- 
presser  de  revenir  au  bercaiL 

Nous^TouIons  que  les  pr^sentes  lettres  apostoliques  et  toiu 
tes  les  choses  qu'elles  contiennent^  nepuissenty  en  aucun  temps 
^tre  attaqn^esy  combattues,  (nr^me  sous  le  pr^texte  que  ceux 
qui  y  sont  ddsignes  et  tous  ceux  qui  ont,  ou  pr^tendent  aroir 
int^r^t  au  contenn  desdites  lettres,  en  quelque  manicre  que  ce 
soity  de  quelque  etat,  grade,  ordre^  pr^^minence  et  dignit^ 
qu^elles  puissent  ^tre^  ou  quelque  dignes  d'ailleurs  qtt'on  les 
suppose  d'une  mention  ou  d^nomination  sp^cifique  et  individtt» 
elle,  n'y  auraient  pas  consenti ;  ou  qu*ayant  ^t^  appel^s^  cit^i^ 
et  entendus,  ils  n*auraient  paS*  ^l^  suffisamment  conyaincas .  de 
la  T^ritd  et  de  la  justice  de  la  cihise  pour  laquelle  les  pr^sen-*' 
tes  ont  ^t^  rendues;  oa.pour  tout  autre  cause,  couleur  ou  pr4^ 
texte  que  ce  soit.)  Oes  m^mes  lettres  ne  poorront/  en  aucun  temps, 
£tre  consid^r^es  c^mriie  entach^es  dti  vice  de  subreptidn ,  d^obre- 
ptioni  de  nuUit^y  de  d^faut  d'intention  de  notre  part  ou  de  d^faut 
de  consentement  des  personnes  qui  y  sont  int^ressdes/ni  de  totttf 
autre  d^faut  quelcon^ue;  et  sous  ce  pr^teicte  ell^s'ne  pourront  ^tre 
tfttaqu^es,  afimileesy  r^tVact^es ,  mises  en  conti^oVerse  ou  rdduiteai 
atuc  termes  de  droit;  et  Ton  ne  pourra  all^guer  contre  elles,  ni  le 
droit  de  r^clamation  verbale,  ni  celui  de  restitution  en  entibr  dkns^ 
8on  premier  ^tat,  ni  toot  autre  remede  de*  droit,  de  tkit, '  oit  def 
gr^c^ ;  ou  que  ce  remc^de  apres  atvoir  ^t^  sollicit^  ayant  iti  a6cor. 
Siy  ou  6tant  iantini  m&ne  de  notre  j^ropre  mouvement,  science  et 

^  p  f 

pleine  puissance^  il  ne  piiisse  servir  ^''aucune  maniere  a  qui  qae  ce^ 
sdic  en  ju^emtot  ou'  liors  d^  jttgeoiefat:  mais  d^crtitdns,    que 


\ 


19 

i 

ces  pfifenties  lettrts  doiTent  toujoars  demtiirar  fernes,  Telides 
et  efficaces»  ayoir  et  obrenir  lenr  plein  et  entier  effet>  et  ^tre 
inviolaUemeBt  et  in^branlablement  observte  par  toas  ceox 
qu^elles  concement  et  pendant  tent  )e  terops  quVIlee  les  con«* 
cemeront:  et  qn^elles  doivent  ^tre  ainsi  et  non  autremeat  ja«* 
gteB  soit  par  les  juges  ordinaireSy  aott  par  les  jnges  d^I^gu^a^ 
m^e  par  le»  auditeurs  des  causes  du  palais  apostolique  et  les 
cardinaux' de  la  sainte  ^glise  romaine,  meme  les  l^gats  a  la- 
tero'  et  les  n^^nces  du  saint*si^ge  et  tous  aatres  quelconqoes 
qoi  jouisaent  et  jouironty,  de  qaelqae  pr^i&minence  et  puissance 

que  ce  soit,  leur  6tant  k  enxy  et  a  cbacun  d'eux,  ]a  facult^  et 

■  'I 

Paotorite  de  les  juger  et  de.les  interpr^ter  diffiremment;  d^ 
darant  finalement  nul  et.noh  ayenu  toat  ce  qui  pourrait  ^tre 
fatt  et  tent^  contre  elles,  sciemment  ou  par  ignorance,  de  la 
part  de  qnelque  autortt^  que  ce  soit. 

Et  malgr^  ce  que  dessas;  et,  en  tant  que  de  besoin,  non« 
obstant  notre  regle ,  et  celles  de  la  chancelierie  apostolique  sur 
la  conservatiun  des  droils  acquisy  et  les  autres  constitations  et 
ordonnances  apostoliquesy  et  tous  les  autres  statuts  et  cootn^ri 
mes  corrobor^s  par  serment,  autorisation  apostoliqae,  on  touts 
antre  confirmation;  nonobstant  tous  nsages  et  styles  m^me  im- 
m&noriaux,  tous  priyil^ges,  indalts,  letlres  aposioliques  publi^es 
pr^c^emment ,  et  accord^es  k  toutes  autres  personnes  quelcon- 
qoes,  de  qttelque  baute  dtgnit^  'eccl^iastique  oa  s^ca)iere  qu'el-' 
les  poissent  ^e  rev^taes ,  et  qoelque  qualification  qu'elles  puis^ 
sent  avoir,  et.quand  m^me  elles  pr^tendraient.  ayoir  besoin 
d^one  d^signation  expresse  et  sp^ciale,  sous  quelque  teneur  et 
forme  que  ce  soit;  nonobstant  encore  toute  autre  caose  d^-« 
gatoire,  insolite,  et  irritante,  et  tous  autres  d^crets  qui  sem- 
bleraient  ^man^s  du  propre  mouvement)  science  certaine,  et 
pleine  puissance,  soit  en  consisioirey  soit  de  toute  aiiire  ma^ 
niere,  et  qui  serait  en  opposition  a  ce  qui  est  enonc^  ci-des- 
sus  ^quand  m^me  ils  auraient  ^t^  rendus  publics  et  reiiir^s 
plosieurs  fois,  et  quelqne  nombre  de  fois  quMIs  puissent  avoir 
M  appronv^dsy  confirm^  et  renouveUs;  noos  d^larons  que 
noos  ddrogedns  par  ces  pr^entes ,  d'ane  fa^on  expresse  et  sp^ 
ciale,  et  pdur  cetie  fois  s^^Iement,  a  ces  constitutions,  qlaoses, 
cootoflMs^  privil^esi  induks  et  aotes  queleonques,  etneos  eor 


lendona  ^thlji  m)it  d^g^i  quoiqu^  ces  actes  oa  ^elqnea-nna. 
d^texn-aienfc  paa  ^4  in«(r^  ou  sp^fi^  ezpreM^oient  dana  les 
pK^enteS)  qQelqne  digoes  qa'on  les  suppose  d'one  menlion  ap^ 
cialey  expEesee  et  itidividuelle ,  ou  ^anc  forme  particuliere  ea 
pareil  oae^  Vottlant  qae  lca  prdsentes  aient  la  meme  force',  qoe 
ai  la  tenemr  des  constitutions  a  supprimer,  et  celle  des^clauaea 
sp^ciales  -a  observer  y  ^aieut  nomm^ent  et  de  mot  a  mot  ex- 
prim^es,  et  qu*e1Iea  obtiennent  leur  plein  et  cniier  efiet,  non- 
obstaot  toutes  cboses  a  ce  contraire^  et  comme'  cea  pr^entea 
iettres  ne  peUTent  ^tre  publi^es  ea  sure)^  partouty  et  princt- 
palement  dans  les  lieux  ou  tl  seri^t  plns  n^cessaire  qu'elles  le 
fuasent,  ainsi  qa'il  conate  notoirement,  nous  voulons  que  cea 
lettres  ^  ou  leurs  exemplaires,  soient  afiich^  et  publies  aux  por- 
tes  de  r^glise  de  Latran ,  et  de  la  Basilique  du  prince  des  apo- 
tresy  ainsi  qu'a  la  cbancellerie  apbstolique  et  dans  la  grande, 
cour  au  mont  Citorio,  et  a  Pentr^e  du  Champ.^de-Flore  de 
cette  ville,  co<nme  il  est  d'usage;  et  qu*etant  ainsi  affich^ea  et 
publi^es ,.  elles  fussent  loi  pour  tous  et  chacun  de  ceux  qu^ellea 
conccrnent,  comme  si  elles  etaient  intim^es  a  chacun  d'eux  no* 
minalement  et  personnellement. 

Voulons  de  plas  qu'&  des  copiee  trapscritea  ou  imprim^ea 
des  presentes  letlres,  signees  par  quelques  notaires  publics  et 
Uiunies  du  sc^au  de  quelques  persoones  constitu^es  en  dignit^ 
ecclesiastique,  foi  soit  ajout^e  en  toua  lieax  et  dana  tous  lea 
paySy  soit  en  jugement  soit  ailleurs,  ainsi  qu'a  roriginal. 

Donn^  a  Rome,  pres  Sainte-Marie  Majeure,  sous  ranneau 
du  pecheur,  le  dix  jain  dix  huit  cent  neuf,  Fan  ^  de  notr^ 
poutiBcat 

Sign^,  Pie  FJJ,  Papo, 

4.  , 

Notification, 

Pie  Fllf  Pape. 

Par  l'autorit^  du  Dieu  toW-puissanty  dea  sainls  apolre» 
Pierre.et  Paal^  et  par  la  n^tre,  nous  d^clarons  que  voos  et 
tous  vos.  coop^ateurSf  d'apr^  Tattentat  que  vous  venez  de^ 
commettre ,  avec  eacourtt  rexcoBimoniQation  (comme  lont  an- 
iiQOG^  uos  biulles  apostoliques  qui , '  daos  des  oecasions  sembla* 


U^  •*afiGclipDt  dtns  lea  li^ux  aGeoiituii}&  Aa  QeHetiUf)^  >.Moiii 
d&Iarous  avoir  au$si  encoura  1'  exooinaiaBicaUoit,  ftous  cenx 
^ai,  depuis  la  derpiere.  inTasion  vioIeQte  de  oette  ville^  .^i  ent 
lieu  le  2  f^vrier  de  re^n^e  de;-ni^re^  ont  eonmiia  ^t,dana 
Rome^  8oit  dana  TEtat  eccl^iaetiiquei  lee  attentaie  contre  lear 
^ela  noua  avone  r^lam^,  non-seuleoient  daue  le  grMMil  npnibre 
dea  proUetations  faites  par  nos  secr^taires  d^Etat,  qui  ent  ^ 
auccessivement  remplacds,  mais  encore  daos  nos  deux  allocuT 
tions  consistoriales  des  14  mars  et  11  jailtet  1808.  Nous  d^ 
darona  ^galement  ezconununi^  tous  oeux  qui  ont  ^t^  les  maupi 
dataires,  les  fauteurs,  lea  conseiUers,  et  quiconque  aurait  coo» 
pir^  a  rex^cution  de  ces  attentats  ou  les  aurait  commis  lui- 
m^me* 

Donn^  a  Aomey  k  Sainte-Marifr-Majeure,  le  11  juin  ISOd^ 
et  Tan  dixi^me  de  avtre  pontificat, 

A  la  Place  du  ^ceau, 

Pi€  Vll^  Pape. 

■ 

6. 

Lettris  ds  N.  S.  pire  h  Pape  PU  Vll,    ^critee  de  aa  prUon 
de  Savone^  concemant  iee  ilecUone  ctipiUilairie, 

,  Prems^re  lettre* 
if.'  M.  le  eardinal  Caprara^  Atckepifue  de  Mitan, 

Monsieur  le  cardinal, 

J*ai  re^u  ici  le  19  du  courant,  votre  lettre  dat^e  du  20 
juillet^  par  laquelle,  comme  Archevique  de  Milan,  vous  me 
dites  que  S.  M«  Tempereur  des  Fran^ais  d^sire  que  j'accorde 
rinstitulion  canonique  aux  ^veques  d^sign^  pour  remplir  letf 
ai^ges  vacans  dans  ses  Etats.  Vous  ajoutez  que  S.  M.  consent 
a  ce  que,  dans  mes  bulles,  je  ne  fasse  isucune  mention  de  sa 
nominaiiony  pourvu  qucy  da  ma  part,  je  supprime  la  clause 
proprio  motUy  ou  toute  autre  ^quivalente. 

Pour  peUy  M.  le  cardinal  qiie  vous  rdfl^chislieK  snr<  cette 
^position,  il  est  imposaible  que  vous  ne  voyiez^  pas.  que  je 
ta  puia  y  «cquiesGer  sana  jreconnaltre  le  droitde  nomination 


• 


82 

de  remperenTi  et  la  facult^  de  1'exercer.    Vous  dkes  qne  inea 
balles  seroiit  accord^es,  non  a  lui,   mais  a  IMnsfanpe  du  conseil 
et  du  miniatre  des  cultes;   d^abord  la  chancellerie  apostoliqae 
ii'admet  pas  de  telles  instances  de  la  part  des  laiquess  et  pni^ 
ce  conseil,  ce  ministre^  ne  sont-ils.  pasPempereur  lui-m^me, 
Bont-ils  autre  clitfse  que  les  organes   de  ses  ordres  et   ies   in- 
atrumens  de  ses  volont^s?  Or^  apfes  tant  dlnnovations  funestes 
k  la  religiony  que  Tempereur  s*est  permises,  et  cpntre  lesquel— 
les  j^ai  si  souvent  et  si  inulilement  r^clam^;    apres   cea  vexa-« 
tions  exercees  contre  tant  d' eccl^iastiqucs  de' mes  Et^ts;  aprea 
la  ^d^poiiation  de  taut  d'  dvSques  et   de  la   majeure   partie  dea 
cardinaux;    apres  Pemprisonnement  du  cardinal  Pacca  a  Fene- 
strelles;   apres  rusurpation  du  patrimoine  de  St.-Pierre;    aprea 
m'^tre   vu  moi-m^me   assailli  a   maih  arm^e   dans  mon  palais, 
train^  de  ville  en  ville  sous  une  garde  si  ^troite,    que  les  k.vk*- 
ques  de  plusieurs  lieux  qu^on  m'a   fait  traverser,   n'avaient  pas 
la  libert^  de  m'approcker  et  ne  pouvaient  pas  me  dipe  un  seul 
mot  sans  temoin;  apres  tous  ces  attentats  sacril^ges  et  une  ia«i 
iinit^  d'  autres  qu'il  serait  trop  long  de  rapporter,  que  les  con- 
ciles  g^n^aux  et  les  constitutions.  apostoliques  ont  frappd  d'ana»- 
themey    qu'ai-je  fait!     qu^ob^ir  a  ces  conciles  et.  a  ces  consti- 
tutions,  ainsi  que  Texige  mon  devoir.      Comment  donc  aiijourd' 
4iui  pourrais-je  reconnaitre  dans  rauteur  de   toutes  ces  viofen- 
ces  le  diroit  en  questioUt   et  consentir  a  ce  qu'il  Texercat?    le 
pourrais-je  sans  me  rendre  conpable  de  prevaiication ,   sans  me 
contredire  moi-m^me.   et  sans  donner  avec  scandale  aUx  fide— 
les,   Heu  de  croire,    qu'abatt^  par  les  .maux  que  j'ai   soufFerta^ 
et  par  la  crainte  de  plus   grands    encdre,  <|e   suis   assez    lache 
pour  traliir    ma  conscience    et   pour  approuver   ce   qu*elle   me 
force  de  proscrire?  Pesez  ces  raisons,  M.  le  cardinal,  non  k  la 
balance  de  la  sagesse  Immaine,  mais  au  poids  du  sanctuaire,  et 
vous  en  sentirez  la  force.  ^ 

Dieu  sait  cependant^  au  milieu  de  ces  cruelles  agitations, 
combien  vivement  je  desii*erais  pourvoir  aux  sieges  vacans  d4 
oette  ^glise  de  France  que  j'ai  toujours  cbt^rie  de  prMilection! 
avec  quelle  ardeur  j'adopterai«  un  exp^dient  qui  me  permeb- 
trait  de  remplir  mon  4ninistere  sana  blesser  mea  devoirs!  Maia 
comment^  aeul  et  sans  aegours,  puis  je  prendre  un  parti  dana 


83 

ime  afSaire  de  cette  importance?  On  is'e  enlev^  toiis  mea  eot^ 
aeillers ,  on  les  a  -^loign^s  de  moi ;  on  in'a  mis  dana.  Pimpnis- 
sance  de  commnniquer  librement  avec  aacun  -d^enx^  il  ne  me 
reste  personne,  qni  dans  une  discassion  si  ^pineuse  puisse  m'ai- 
der  de  ses  kimieres;  on  ne  m'a  pas  mime  laiss^  la  ressoiurce 
d'un  secr^taire.  Mais  si  rempereur  a  an  y^ritable  attacbement 
pour  l'£g1ise  catholique,  quMl  commence  par  se  r^concilier 
avec  son  chef ;  qu^il  abroge  ^es  funestes  innoTations  religiensea 
contre  lesquelles  je  n'ai  cess6  de  reclamer;  qu'il  me  rende  ma 
libertc,  mon  si^ge,  mes  oificiers;  qu'il  restitae  les  propri^tea 
qni  formaientj  non  mon  patrimoine,  mais  celui  de  St.-Pierre; 
qti'il  replace  sur  la  cbaire  de  St.-Pierre  son  cbef  supr^me, 
dont  elle  est  yeuve  depuis  sa  captivit^;  qu'il  ramene  aupres 
de  moi  quarante  cardinanx'  que  ses  ordii^s  en  ont  arrach^s; 
qa'il  rappelle  k  leurs  dioceses  toos  les  ev^ques  exil^s,  et  sur 
le  champ  Tharmonie  sera  r^tablie.  Au  milieu  de  toutes  mea 
tribnlations ,  jene  cesse  d'adresser  mes  plus  ferventes  prieres 
mu  Dieu  qui  tient  tous  les  coeurs  en  sa  maiq,  e(  de  rinvoquer 
pour  I'auteur  de  ces  roaux;  je  croirais  mes  'prieres  pleinement 
exauc^s  s*il  plaisait  au  Tout-Puissant  de  lui  inspirer  de  plus 
salotaires  conseils:  mais.si  par  un  secret  jugement  de  Dieo,  il 
en  arrive  Butrement,  en  d^plorant  tous  ces  malheurs,  on  ne 
pourra  du  moins  me  les  imputer ;  je '  ne»'  n^gligerai  rien  '  de  ce 
qui  sera  en  mon  pouvoir  pour  les  ^viter  et  j'y  apporterai  toule 
Pattention  et  toas  les  m^nagemens  possibles.  Quant  a  ce  qu'on 
affecte  de^r^pandrOy  •  que  je  compromets  les  choses  spiritu^Ies 
ponr  des  int^rfets  purement  teraporels,  c'eiit  une  calomnie  qu'il 
voua  est  ais^  de  confondre,  M.  le  cardinal,  qui  ^ouj  par  jour 
avez  su  tout  ce  qui  s'est  passe ;  vous  savez  tres^bien  que  quand 
il  ne  serait  question  que  de  Pusurpation  du  patiimoine  de  St- 
Pierre,  je  ne  pourrais  en  abandonner  la  d^fense  sans  manquer 
k  un  devoir  essentiel,  et  me  rendre  pai^jure. 

A  votre  lettre  en  dtait  jointe  une  de  M.  le  cardinal  Mawry^ 
et  on  m'eii  a  remis  en  m^me  temps  une  troisi^me  de  M,  T^v^ 
que  de  Cazal,  tous  trois  pour  le  m^me  objet  Accusezoen,  je 
voos  en  prie,  la  r^ception  k  ces  messteurs,  et  communiquez 
leur  cette  r^ponse;  je  me  r^erve  d'^crire  plus  amplement  a 
M.  le  cardinal  Mau^ry^  de»  que  )'eii>  dtirai  le  kisir;    en  atten^ 

.   6* 


84 

dant  assurez-lea'  de   mea  aeDtimena  et  receTez  ma  Mn^diction 
patemelle  et  apostoligue. 

Savone  le  26  aodt  1809. 

Pie  FH  Pape 

6. 

jIu  i^inirabU  frhrB  le  cardinal  Jean  Maury^    Mque  de  Monte^ 
fiaecone  et  df  Comeio^  a  Parie.  ' 

V^n^rable    frere^     aalnt    et    b^n^dlction    aposto«- 
lique, 

II  y  a  cinq  joura  que  nous  avons  re^u  la  lettre  par  la- 
quelle  V0U8  nbus  apprenez  votre  nominalion  a  rarchev^cb^  de 
Parls,  et  votre,  inslallation  dana  le.  gouvernement  de  ce  diocese. 
Cette  nouvelle  a  mis  le  comble  a  nos  autres  afilictions,  et  nous 
p^netre  d'un  sentimeht  de  douleur  que  nous  avons  peine  k 
contenir,  et  qu'il  est  irapossible  de  vous  exprimer.  Vous  ^ties 
parfaitement  instruit  de  notre  lettr^  au  cardinal  Caprara,  pour 
lors  archev^que  de  Milan,  dans  laquelle  nous  avons  expps^  les 
motifs  puissanta  qui  nous  faisaient  un  devoir,  dans  T^tat  pre- 
aent  des  choses,  de  refuser  Tinstitution  canonique  aux  ev^ques 
nomm^s  par  l*Empefeur:  vous  n'ignoriez  pas  que  .non  seule- 
ment  les  circonstances  sont  les  m^mes^  mais  quelles  sont^de— 
venues  et  deviennent  de  jour  en  jour  plus  alarmantes  par  le 
Souverain  m^pris  qu'on  afFecte  ^our  rautorit^  de  rEglise  \  pnis* 
qu'en  Italie  on  a  port^  Taudace  et  la  t^m^ril^  JQsqua  d^truire 
g^n^ralemenl  toutes  les  communautes  rehgieusea  de  Tun  et  de 
Tautre  aexe,  supprimer  jdes  paroisses ,  des  ^vecfa^s  ^  les  r^unir, 
les  amalgamer,  leur  donner  de  nouvelles  d^marcations,  sans  en 
excepter  les  si^ges  suburbicaires ;  et  tout  cela  s*est  fait  eu  ver- 
tu  de  la  seule  autorit^  imp^riale  et  civile;  car  nous  ne  p^r- 
lons  pas  de  ce  qu'a  ^prouv^  le  clerg^  de  T^glise  Romaine,  la 
mere  et  la  maitresse  des  autres  ^glises»  ni  de  tant  d'autres  at- 
tentats.  Vous  n'ignoriez  pas,  avons.nous  dit,  et  vous  connais- 
siez  dans  le  plus  grand  d^tail,  tous  ces  ^v^nemens:  et  d^apres 
cela  nous  n^aurions  jamais  cru  que  vous  eussiez  pu  recevoir  de 
rJEmpereur  la  nomination  dontnous  «vons  parU|  et  que  votre 


86 

1 
«  • 

joie  m  nons  ranaongant  fdt  telle  qne  si  c'^tait  poar  yona  la 
choae  la  pliia  agr^able  ef  la  plus  conforme  a  vos  voeux. 

Est-ce  donc  ainsi  qu^apres  avoir  si  courageusement  et  ai 
^loquemment  plaide  la  cause  de  Teglise  calholique  dans  les 
temps  lea  plus  orageux  de  la  r^volution  Fran^aisey  vons  aban- 
donnez  cette  mkme  ^glise,  aujourd'hui  que  vous  Ates  combM 
de  ses  digniUs  et  de  bbs  bienfaits,  et  li^  ^troitement  a  elle  psu: 
la  religion  du  serment?  voui  ne  rbugissez  pas  de  prendre  parti 
<2ontre  nous  dans  un  proces  que  nous  ne  soutenons  que  pour 
defendre  la  dighit^  de  T^glise?  Est-ce  ainsi  que  vous  faites  as- 
sez  peu  de  cas  de  notre  autorit^  pour  oser,  en  quelque  sorte, 
par  cet  acte  public,  pronohce):  sentence  contre  nous  a  qui  vous 
deviez  ob^issance  et  fidelite?  Mais  ce  qiii  nous  afHige  encore 
davantage,  c'est  de  voir  qu'apres  avoir  mendi^  pres  .d'un  clia- 
pitre  radministration  d*un  arcLev^ch^i  vous  vous  soyez  de  vo- 
tre  propre  autoriley  et  ^ans  nous  consnlter,  charge  du  gouver- 
nement  d*nne  autre  ^glise^  bien  loin  d'imiter  le  bel  exemple 
dn  cardinal  Joseph  Feack^  archev^que  de  Lyon,  lequel  ayant 
^te  npmm^  avant  vous  au  m^me  archev&ch^  de'  Farb^  a  cru  si 
sagement  devoir  absolument  s'interdire  toute  administration  spi- 
ritnelle  de  cette  ^glise,  malgr^  Tinvitation  du  chapitre, 

Nous  ne  rappellons  pas  qu'il  est  inoui  dans  les  annales 
ecd^asliques  qu'un  pr^tre  nomm^  a  un  ^v&ch^  quelconquey 
ait  dt^  engag^  pai*  les  voeux  du  chapitre  a  prendre  ^le  gouver- 
nement  du  diocese  avant  d'avoir  re^u  rinstitution  canonique: 
nous  n'examinon8  pas  (et  personne  ne  sait  mieux  que  vous  ce 
qu'il  en  est)  si  le  vicaire  capitulaire  ^Iu  avant  vous^  a  doun^ 
librement  et  de  plein  gr^  la  demission  de  ses  fonctions,  et  s'il 
n^a  pas  c^d^  aux  menaces,  h  la  crainte  ou  aux  promesses^  et 
par  cons^quent  si  votre  dlection  a  ^t^  libre,  unauime  et  r^gu- 
liere;  nous  ne  voulons  pas  non  plus  nous  informer  s'il  y  avait 
dans  le  sein  du  chapitre  quelquW  en  elat  de  remplir  des  fon* 
ctions  aussi  importantes;  car  enfin,  ou  veut-on  en  venir?  on 
▼eut  introduire  dans  F^glise  un  usage  aussi  nouveau  que  dun- 
gereux,  au  mbyen  duquel  la  puissance  civile  puisse  insensible. 
ment  parvenir.  a  n'^tablir  pour  I'administration  des  sieges  va- 
canSy  que  des  personues  qui  lui  seront  eutierement  vendues:  et 
qui  ne  voit  ^videmment  que  c'est  nonseulement  nuire  a  la  li- 


86 

heM  de  rEglise,  mais  encore  oavrir  la  porte  aa  scfaisme  et 
aux  ^lecti^tis  inTalides?  Mais  d'ailleur8  qai  Toas  a  d^gag^  de 
ce  Ken  apiritael  qai  toos  anit  k  r^^gliae  de  Moritefiatcoae?  oa 
qai  eat^ce  qui  voaa  a  donnd  dea  dispenses  poar  Mre  da  par 
an  chapitre,  et  voas  charger  de  radoiiniftration  d'un  autre 
diocese?  Quittez  donc  aur  le  champ  cette  administrationi  noa 
aeulement  noiis  vous  rordonnonSy  mais  nous  vous  en  prions, 
nous  vous  en  conjurons,  presses  par  ia  charite  paternelle  qae 
nous  avons  pour  vous;  aCn  que  uous  ne  soyons  pas  forcds  de 
proc^der  malgr^  uous  et  avec  le  plus  grand  regrct,  conform^ 
ment  aux  statuts  des  SS.  Canons:  et  personne  ii^ignore  les 
peines  qu*ils  pi*ononcent  contre  ceux  qui  prepos^s  a  une  ^glise» 
prennent  en  main  le  gouvemement  d^une  autre  ^glise,  avant 
d'6tre  d^gages  des  premiers  liens.  Nous  csp^rons  que .  vou^ 
vous  rendrez  volonticrs  a  nos  voeux,  si  vous  faitcs  hien  at— 
tention  au  lort  qu'un  iel  exemple  de  votre  part  ferait  a  Peglise 
et  a  la  dignite  dont  vous  ^tes  revetu:  nous  vous  dcrivons  avec 
toute  la  lihert^  qu*exige  notre  ministere;  et  si  vous  recevez 
notre  letti^e  avec  les  m^mes  sentimens  qui  Pont  dict^e,  voos 
verrez  qu*elle  est  un  temoignage  ^clatant  de  notre  tendresse 
pour  vous. 

•s 
s 

En  ettendant,  noaa  ne  cesaeroos  d'adres8er  an  Diea  boD, 
aa  Diea  toutpuissant,  de  ferventes  prieres  pour  qa'il  daigne 
appaiser  par  une  seule  porole  les  vents.et  les  temp^es  d^ 
dia^n^  avec  tant  de  fureur  contre  la  barque  de  Pierr^;  et 
qa'il  nous  conduise  enfih  k  ce  rivage  si  dibir^  ou  nous  pour- 
rons  librement  exercer  les  fonctions  de  notre  nrinistere.  Nous 
▼ous  donnons  de  tout  notre  coeur  notre  b^nddiction  apo^ 
stoli  que. 

Dohn^  a  Savone^  le  6  novembre  1810,  •  la  onzieale  ann6e 
de  notre  pontiilcat 


87 

I  « 

7. 
A  rtoir^  fih  cMriy   E^ar4  Corbalif    Jbrcludimcr§i  de  l^^lw 
mitropoUtaine   de  florence,    §t   veeaire   capiiulaire    pen^ 
dani  la  racanee  du  eiigtt  atcAiipiecopaly  d  Morence^ 

Notre  clier  fils,  lalut  et  b^n^diction  apostoliqucf. 

II  BOU8  est  tr^8  facile  de  r^pondre\aux  questions  qui  nous 
ont  etd  faites  tant  en  votre  nom  queu  celui  du  cliapitre  m^- 
tropolitain  de  votre  ville*  Toutes  ces  questions  ae  r^duisent  a 
cellea  ci:  1.  le  v^n^rable  frer^  eveque  de  Mancy,  nomme  de- 
pais  peu  h  rarcbevecli^  de  Fiorence,  en  vertu  de  quelle  auto- 
jite  Ta  t-il  pu  ^tre  I^itimement?  car  c'e8t  un  privilcge  dont 
ne  jouissaient  paa  m^me  les  grands  ducs  de  Toscanei  auxquels 
no8  pred^cesseurs,  en  reconnaissance  des^  services  signales  qu'il8 
avaient  rendus  a  rEglise^  avaient  seulement  accorde  la  faveur 
de  proposer  pour  cfaaque  eglise  vapante,  trois  ^ujets^parmi  les. 
^uels  le  souverain  pontife  en  cLoisissait  un  a  son  gre^  (favcur 
que  nou8  n'avon8  pas  Iiesit^  d'accorder  aussi  nous  memes  au 
dernier  Roi  d'£trurie  et  a  la  fieine  regente,  a  cause  de  leur 
iendre  piete.) 

2^   Le  susdit  ^v^que^  peut-il  etrey    par  le  cfaapitre  xnetro- 

,  politain  de  Florence,  d^l^^e,    et  du  comme  vicaire  capitulaire 

QU  administrateur  de  cette  eglise, ,  aprea  votre  d^miBsion  ?   peut. 

ilj    en  vertu  de  cette  del^gation  ou  election,,   ^tre  revetu   vali* 

dement  de  quelque  f^cidtCy  p^uvoir,  ou.juri^diction? 

Nous  avons  d'abord  nn  p^lebre  canoa  du<  sai^t  concile 
oecQm^nique  II ,  de  jLyou,  lequdl  dans.aa  pr^voyanc^j,  .defend 
iqae  ccthii  qui  a  itA  ohoisi  pour  une  ^glise,  puisse  avant  Vix^ 
atitiition  eanonique,  ■  ae  obarger  de  radmii^iatratian  ou  'gouverf-^ 
nemcnt  de  celte  ^glise,  .sou^  Iq  nom  d'econome:  pu  pr^cHreur^ 
ou  sooa  toute  d^nominatiou  en  aucu|ie  piameve.,  soit  eci  tout 
aoit  en  partie^  du  gouyemement  tanti  apiritue|.'  quc  ter^ppirel,; 
qu^il  puisae  enfin  regir  et  se  cbarj^er  ^e  Af?)^  P^.P^*  lui^i9\f^<De 
ou  par  toa|  autre.  Ces  paroles  sont  M.generale^  ^t  ai,.plaires^ 
queUes  ezelaent  toute  exceplioi)  et.  \ov^  interp9-/iit>iiion«^  A 
Psppui  de  ce  canoq^  nous  citcrpns  I^.jdecretales  ide  Bonlface 
VUI^  (injuDCta^  jj|^r4e  dans  les  est]iiva|[.  comm,),  el.Iea  con<^. 
8(itutioi|s  de^  »OJS^yerA>^  pontife»  JdexQ^^V ^  J^^i^  JiH    Cip- 


8§        • 

( 

m^  f^^lf  /ujfs  IH  lesqvellas  oonfirmeDt  et  donnent  ime  nou« 
velle  force  k  ce  canon;  lesqneUet,  enfin^  pnt  ^ti  re^nee  pu: 
reglise,  univerMllo  aTec  tant  cU  reapecty  quelles  sont  deyenues 
la  'sanction  et  la  base  de  cette  discipline  salutaire,  qui  a  €16 
etx  vigueur  jusqu^^  pr^sent  dana  toute  F^glise.  ,  "^ 

^  Or  le  concile  de  Trente  qui  a  d^teroiin^  et  fixe  les  de— 
voirs  des  cliapitres  catbedraux,  lort  de  la  vacance  du  si^ge, 
bien  loin  de  deroger  en  rien  au  canon  de  Lyon  et  a  tant  de 
decreU  des  souyerains  pontifea,  au  contraire  les  suppose  ^Ti— 
demment,  quand  il  d^clare  que  les  cbapitres  n^ont  d'autre  fon^ 
ction,  et  par  consequent  d'autre  pouvoir  que  celui  de  clioisir 
dans  la  Luitaiue,  un  ou  plusieurs  ^conomes  avec  un  olficial^ 
ou  vicaire  capitulaire.  II  d^clare  ensuite  que  ces  m^mes  ^co* 
nomes  et  ofliciaux  ou  vicaires^  une  fois  elus,  ne  d^pendent  plaa 
du  chapitre^  mais  de  rev^que  futuPi  a  qui  apres  sa  promotioh 
au  gouvernement  de  T^glise  vacante,  il  est  ordonn^  d^exiger 
d'eux  le  rendement  de  compte  de  leur  conduite^  jurisdictiony 
administration  et  fonction  quelconque,  et  de  les  punir  s^ils 
avaient  commis  quelques  fautes;  quand  m^me  ils  auraient  obte- 
nu  du  chapitre  Tabsolution  et  1'enti^re  d^charge  desditea  fao- 
tes.  D'oa  d^coulent  deux  cons^quences  ^videntes:  la  premiere 
que  les  oHlciaux  une  fois  ^tablis/  Fexercice  du  gonvemement 
eccl^siastique  ne  r^side  plue  entre  les  mains  du  chapitrey  mais 
entre  celles  des  pfemiers:  la  seconde,  que  cet  ofGcial  capittu 
laire  doit  n^ce^sairenlettt  itre  une  personne  distincte  de  I*^^*- 
que  qui  trera  j^romii. 

Ainsi  doncy  d*apre8  les  sanctions  canoniqnea  et  pontifioft^ 
ieSy  d^apres  la  disciplin^  qtii  ^st  en  vigueur  dans  I'^glise,  et 
conli^e  laqudle  il  ne  peut  exister  aucune  d^I^gation  I^gitimOy 
le  v^n^able  frere  ^v^que  de  Nancy,  dont  il  est  question,  eat 
absolnment  inbabile  bux  fonctions  de  vicaire  ou  ofBcial  capi- 
tu]'ai]fe  de  1'^glise'  mdtropolitaine  de  Florencei  par  la  m4me 
qu^il^  tU  nomm6  archeve^ile  de  cette  ^glise. 
'  '  Mais  ije  qut  le  rend  sdrtont  inhabile  a  celte  ^ection,  c'e8t 
qu^il  a  contracte  avec  tine  autre  eglise,  un  mariage  spirituel, 
quine  peut  ^lre  dissous  que  par  une  dispense  expresse  da 
si^gfe  iipoBtoHquey  ce  qni  fail  que  T^veque  d'une  "^lise  ne  peut 
etre  transKre  aune  autre,  «sans  une   feveur'  s]^€ciale  du  saint 


69 

aige^   favenr  qtie  Ton  n^accorde  jamaia  qu^  pbtit^d^  ^aisoTia 
grayea  et  l^gttimet.  •'' 

Puisquil  en  est  ainsi,  voua  comprendrez  saua  doute  qu^ 
voua  vooa  rendriez  coupable  de  t^nerit^  et  d'une  tres  grande 
faute.  81  V0U8  voua  d^ettiez  de  voa  fonctiona.  pbur  ouyrir  a 
nn  autre  une  entr^e  que  F^glise  lui  a  ferm^e^^  vous  compren- 
drez  qne  toute  del^gation  de  ce  genre,  faite  par  le  chapitr% 
non  seulement  est  blimabley  roais  encore  qu'elle  aerait  nulle  et 
invalide:  comme  aussi,  pour  plus  grande  pr^cautiony  autaut  que 
beaoin  soit,  nousla  d^clarons  aujourd'hui  et  ponr  lora  nuUe 
et  invalide^  en  vertu  de-notre  autorit^;  parceq^'en  cela  on  at^ 
tenterait  auz  plus  saintes  loix  de  Teglise  et  a  sa  discipline  or- 
dinaire,  et  que  ce  serait  tendre  ^vMemment  k  obscurcir  et  d^-' 
truire  les  principes  de  la  mission  l^gitime,  ^  m^priser  et  an^an- 
tir  rantorit^  du  si^ge  apostolique, 

Voili  ce  que  noua  avons  cru  devoir  vons  ^rire  en  pea 
de  mota,  uniquement  -  parceqae  vous  nooa  avez  demand^  notre 
aentiment ,  et  aon  point  qne  nous  soop^onniona  qae  rien  -  de 
aan&lable  put  arriver^  aoit  de  votre  part,  ou  de  oelle  da  cha- 
pitre  m^tropolitain  de  Fiorence,  aoit  de  la  part  de  notrevdn^ 
nble  fr^e  T^v^que  de  Kancy.  "Soub  avona  de  vous  une  si 
feante  id^e,  qne  non  aeulement  nbus  ne  craignons  pas  qae  voue 
niifprisiez  les  r^f^emens  desSS.  canons,  mais  au  contraire  noua 
aommea  trea-persuad^ »  que  voua  aertz  toujours  pr^ta  a  <  lea 
observer,  k  les  faire  connaitre  et  a  les  d^fendre  malgrd  Jea 
neiiacee-et  la  flattarie. 

CTest  pourquoi^,  en  notre  nom  et  par  notre  ordre,  vous 
ferez  part  de  celte  d^claration  de  nos  sentimens  a  nos  cliers 
£l8  les  dignitaires  et  les  chanoines  de  T^glise  metropoliti^ine 
de  Fiorence^  et  nous  vous  donnons  a  tous,  du  fond  de  notre 
coeur,  notre  b^n^diction  apostolique. 

Donn^  a  Savone,  le  2  d^cembre  ISiO,  ,  la  onzieme  ann^ 
de  Dolre  pontificaU 

Pie  rily  E^ape. 


90 

Leitre  adreaeSe  de  Rome  par  M.  PSuique  d^Orlhoeia. 

A  M,  VArchevique  de  Bheims, 

8.  nan  1815. 
Monseignenr, 
Je  n^ai  re^u  la  leltre,  dont  TOtre  excellence  m'a  honor^, 
da  29  janvier,  que  le  1^^  mars,  et  encore  par  liaaardy  car  le 
roi  de  Sardaigae  arr^te  lea  courriera,  de  France,  je  ne  «ais  aoua 
qael  pr^textOy  depaia  six  aemainesy  et  nous  ^tiona  dana  une 
veritable  peine  d'^tre  ai  long.femps  Bana  letlxea  de  France. 

.Vo8  lettreSy  monseigneury  sont  pour  moi  une  v^ritable  jsa- 
tisfaction,  car  je  n'en  ai  pas  d^aillenra*  Nous  attcndons,  avec 
impaticnce^  r^ponse  k  la  note  que  voua  a  port^ie  M.  le  comte 
Julee  de  Polignacy  pour  moi,  je  crois  qu'elle  eat  facile  k  faire, 
car  je  auia  invariable  dans  ma  fa^on  de  penser;  et  )e  croia 
mime  qa'il  n'y  a  que  ^'avia  que  j'ai  ea  Thonneur  de  vous 
manifeater  qui  pnisse  arr^ter  un  schisme  tant  a  craindre;  car 
personne  n'a  plus  le  mot  a  dire,  en  regardant  comme  noa 
avena  le  concordat  de  1801 9  et  r^tablissant  Tancienne  drcon^ 
jBcription  des  dioceses.  II  a  ^chapp^  a  M.  de  Sambucy  de  me 
dire  qu^il  vous  avait  donn^  le  conseil  de  demander  le  nombre 
dea  ^viquea  que  le  roi  d^sire,  et  qa^on  envojAt  en  m^me  temps 
la  nomination  dea  sujets  destin^s  a  remplir  les  si^gea  que  voua 
aurez  conserv^s;  je  lui  ai  r^ponda  net  qa'il  avait  donn^  un 
mauvais  avu:  car.  si 'vous  demandez  seulement  un  certain  nom-» 
bre  d'^v^cl]^Sy  ce  sera  abandonner  le  principe,  et  ce  s^ra  une 
nouvelle  cr^ation  d'^v^ch^s :  Tancien  clerg6  de^  France  ^  si  illu- 
atre^  si  distingu^,  ne  peut  pas  6tre  sujet  a  de  pareilles  vicissi- 
tudes;  et,  si  vous  envoyez  les  sujets  avant  la  bulle,  on  se  per- 
mettra  des  r^ilexions  9ur  lesdits  sujets;  on  ira  jusqu'a  dire 
qu'on  supplie  le  roi  qu'il  en  nomme  d^autres,  si  quelques-uns 
ne  plaieent  pas.  '  On  veut  toujoars  a^eloigner  du  point  de  la 
qneation;  il  ne  8'agit  pa»  de  cr^,  il  ne  8'egit  pas  d^innover, 
il  8'agit  de  rendre  a  rEglise  de  France  son  lustre;  il  8'agit 
qae  le  roi  conaerve  lea  droits  de  sa  couronne*  R^tablir  lea 
anciena  dioc&aea  dans  leara  limiteSy  c'est  reconnaitre  ie  principe 


91 

« 

qn'lla  "n^ont  du  jamait  ^tre  d^truits.  Quand  la  bull^  aera  reo- 
due,  c*e8t  alora  que  le  roi  Terra,  dana  sa  haute  aageasay  ce 
qu^il  j  B  k  faire;  c^est  alors  que  S.  H.  daignera  anterroger  le 
clerg^  de  France^  pour  yoir  ,ft'il  est  exp^dient  de  r^unir  qbel« 
quea  ev^ch^  pour  le  bten  de  TEglise  de  Fr^nce,  comme  plu- 
aieura  foia  on  a  voulu  le  faire  pour  Grasse^  Veuce  et  S^nez. 

Votre  ezccllence  pr^entera  ensuite^  dans  la  forme  accou^' 
tum^e,  a  S.  M*,  les  sujets  dignes  d^etre  ^v6ques,  ce  qui  deman- 
le  plus  mi^res  r^ilexionSy  et  ensuite  on  se  presentera  au  pape 
dana  les  formea  canoniques  et  usilees  en  France  depnis  Fran^ois 
l^.  L'aTis  que  M.  de  Sambucy  avoue  avoir  donn^^  d'envoycr 
au  pape  la  liste  des  sujets  nomm^s  avant  la  concession  de  la 
bulle,  prouve  ^videmment.a  votre  excellence  qu'il  s^est  laiss^ 
iniluencer  par  les  personnes  qu'il  voit  ici,  puisque  c^est  exa- 
ctement  ce  qu'oo  a  demancl^  "au  roi  dans  la  note  communiquee 
a  volre  excellence  par  le  nonce  du  pape,  en  date  du  16  se- 
ptembre  ISl^,  et  dont  vous  avcz  bien  voulu  me  donner  copie. 
Je  Tous  supplie,  monseigneur^  de  vous  en  faire  donner  une  se- 
conde  lecture;  il  y  est  dit:  Sa  Saintet^  n'a  pas  lieu  de 
douter  que  le  roi  se  fera  un  plaisir  de  lui  notifier* 
confidentiellement  les  personnes  qu'il  a  intention 
de  noramer;  innovation  qui  compromettrait  les  droits  du  roi; 
et  comment  M.  de  Sambucy  a-t-il  pu  se  preter  a  vous  donner 
iin  pareil  aTis?  Dans  la  derniere  note,  tous  ne  devez  vous  ar* 
xklcf  qu'a  un  seul  aKicle,  celui  oii  il  est  dit  que  Sa  Saintete 
coBsent  a  r^tablir  }'^8^^>^  ^o  France,  et  tous  les 
ev^ch^s  que  le  roi  jugera  a  propos  de  demander. 
£h  bien!  .  que  le  roi  daigne  dire:  Je  les  demande  tous. 
J^ai  entendu  parler  sur  le  bref,  k  l'ev^que  de  Bale:  IIs  TOUfr 
draient  l'an^antir,  a'ila  le  pouTaient.  £t  une  pfrr 
aonne  en  place  m'a  assur^  que  monseigneur  Teata^  secr^taixe  a 
latinis,  qui  Fa  r^dig6^  pourrait  bien  6ti*e  disgraCi& 

Voua  aTez  bien  raiaon  de  dire  que  les  raisons  qu'on  donne 
pour  ne  pas  l'^tendre  a  toute  TEglise  de  France,  sont  bien  fift- 
tiles.  Enfin  il  existe;  sUl  existe  pour  une  Eglise,  il  exist^  pour 
tontea  lea  autres;  &i  on  ^tait  in^bfanlable  sur  le.  projet  que 
j^aTaia  indiqu^,  et  dans  lequel  je  persiste,  on  obtiendrait:   aTOC 


eMM  conry  il  favt  avoir  de  la  timciiif  de  1«  fermet^;  on  n*a 
JAmair  insa  en  avant  iine  chose  qui  les  ferait  tremUer:  Cest 
qHO  lo  conoordat  de  1801»  ayant  6t6  fait  sans  le  roi, 
ii  ne  pettt  le  lier  en  aucune  maniere^  ci^r  poar 
qa'ifn  acte  li^B,  il  faut  qu'il  ait  ^t^  coneenti  par 
toutes  les  partios  int^reas^es.  Et  le  roi  ^tait  fu- 
rieusement  int^ess^  a  ce  que  eon  ancienne!  Eglisey  si  re- 
nomm^e^  si  belle,  si  illustre,  ne  fut  pas  boulevers^e;  le 
roi  a  beau  jeu  de  g'en.tenir'&  son  avis;  son  droit  est  incont^ 
gtsble.  Des  trois  commissaires  qu^on  nous  a  laiss^s,.  il  n'y  a 
que  ^jUana  d'^c]air^,  mais  il  est  de  mauvaise  foi;  pourqijioi 
rambassadeur  ne  dit-il  pas  a  ce  pspe:  Yotre  Saintet^  m'a  en- 
voy^  son  pro-secr^taire  d!etat ,  pour  •  ro^  dire  gu'e11e  traiterait 
avec  moi  ou  avec  le  cardins^l  Pacca;  d'apres  cela,  je  pe  re— 
Gonnais  plus  la  commission;  que  Votre  Saintet^  la  consulte  si 
elle  Veuty  mais  nous  ne  la  reconnattrons  plus  pour  organey 
mais  seulement  le  cardinal  pro-secr^taire  d'etat  a  qui  Votre 
Sajnteti  a  donn^  ordre  de  traiter  avec  nous,  et  dans  le  plus 
bref  d^Iai, 

.  Oui,   on.dit  ici  en  effet  que  Consalpl  veut  tout  finir,  et 
quTil  insinue  des  difficultds  pour  avoir  le  temps  d'arriver. 

Le  pape  a  accord^  tout  au  demier  gouvemement,  et  tont 
ce  qu*il  a  demand^,  parce  qu41  a  dit,  je  veuX|  et  a  6t6  in- 
variffble  dans  ses  demandes.  * 

Nons  avons  n^oci^,  voila  notre  tort;  il  fallait  dire  an 
pape:  Je  ne  veux  que  le  concordat  fait  avec  mes 
anc^tres  et  vos  pr^ddcesseurs,  et  je  n'en-veux  paa 
d'aatres;  je  n'en  reconnais  pas  d'autresy  ou  il  n'y 
en  a|ira  point  comme  auparavant;  et  je  vais  aB*> 
sembler  le  clerg^  de  mon  royaume  pour  aviser 
auz  moyens  a  prendre. 

Une  pareille  d^efmination  ferme  les  aurait  fait  trembler ; 
ib  seraient  k  voe  genoux,.  et  voos  etes  anx  leurs;  car  ils  vous 
disent^  I^emander^  Ton  vous  donnera.  Qoi  est  offens^^  ici*? 
t^est  le  roL 


Je  connais  cette  cotir ,  je  eonnais  les'  Ro4 
maina;  il  fant  parler  ainai;  maia^  plaaieura  m^ 
1'ont  dity  Tona  nia  finisses  xien,  paroe^qil^e  Tona  ais 
Tonlez  ptasy  Tons  ne  demande.z  pas  aVec  ^nergie& 
Voil^  ce  que  des  gens^bien  pensent  m'ont  ditt  Oaj^ 
moQseignenr.  L'insoaciance,  1'irr^Iigion  ont  gegnl 
ce  paya-ci;  on  ne  pense  qa'au  tempere].'  £t  lea 
Italiens  qui  dnt  et^  en  France,  aTouent  que  le  bott 
Dien  j  est  mieux  serTi  qu'ici>  oii  il  j  a  une  grande 
dissolution  de  moeurs.  Croiriec-Tous  que,  dana 
le  car^me,  il  n'y.a  que  les  mercredi,  jeudi  et  samedi 
saints  de  maigre,  et  qne  les  v\sndredis  et  samedis 
ordinaires  on  appr^te  tout  an  saindoux  et  au  lard> 
sous  le  pr(^texte  que  rhuile  est  chere!  II  est  Trai 
qii'on  est  m^content  ici;  on  a  cri^  l'autre  jour  aa  papoi^  en 
sortant  d*une  ^glise,  et  donnant  sa  b^nMiction  ik  Foldinsirex 
Rftziouni^  non  benedisioni^  du  manger  et  non  des  bdn^ 
dictions,  ct  en  secouant  leors  bnis  en  rsiir* 

Votre  excellence  a  bien  raison   de  dire   qne  la  Frsnce  a 
toujours  4i^  ]a  premiefe  k  Tenir  su  secours  du  pape,  et  m^me 

r 

s  pr^sent  c'e8t  la  plus  fidele.  Voyez  ce  qui  se  fait  en  Alle- 
magney  ou  la  religion  catbolique  n'a  pas  le  plus  petit  privil^ge 
plas  que  les^  autres,  m^me  les  Juifs,  k  qui  on  va  donner  la 
qualit^  de  citoyen.  £n  Espagne,  uu  envoy^  du  papey  nomm^ 
inon8eigneur'JVa2a/£y  et  trois  religieux  qui  allaient  dans  ce  roy« 
aame  pour  des  sfiTaires  eccl^siasliques,  mais  dans  le  fond 
poar  se  m^ler  de  1'intdrieur  de  la  discipline  de 
c^tte  Eglisoy  "ont  ^t^  renvoy^s  de  Barc^Ione^  et  sont  de  re- 
toar.  Je  suis  d^sol^  monseigneury  de  vous  savoir  si  soufirant, 
et  je  con^ois  qu^  notre  incerlitudSy  que  la  difScuIt^  d^op^rer 
le  bien  auginente  vos  souffirances. 

Pai  ^te  profondement  afflig^,    monseigneur,    de  Toir  que, 
dans  tout  l^  royaame  et  m^e  k  P^tranger,    on  ait  solennise. 
d^iine  mtni^re  si  impbsante    rafireux  21   janviery    qui   reTeille 
bs  souTenirs  les  plus  amers,  et  qne  nous  n'ayons  rran  fait  ici. 
^en  ai  eu  fid^e;  mais,  cohune  la  personne  en  qnestiony   l'eni- 


94 

bMMideiir.  n^aim^  pas  qti'on  lui  tugg^re  de»  id^ee ,  je  n'ai  paa 
os^  Ini  inniraer  ce  qu'on  deTait  faire:  je  me  suis  contenl^  de 
dire  la  messe  dana  ma  diapelle  prr^^e,  et  je  ne  suis  pas  aorti 
de  tout  le  jout.  Quant  a  moi ,  inonseigneur ,  dont  yohs  aves 
la  bont^  de  Toua  occuper ,  mon  affiiire  n^eat  pas  une  affaire, 
et  elle  finira  quand  le  roi  voudraj  dispaitf  le  mois  d'aoilt,  M. 
rambassadeur  n'en  a  plus  parl^,  mais  cela  ne  m'6te  nullemeat 
fDft  consid^ration-.  M.  le  cardinal  Pacca^  prosecrdtaire  d*£taty 
dennant  un  diner  d'£taty  c'est-a-i[ijre  diplomalique ,  m^inyita 
avee  le  prince  de  Saxe-Gotba,  lea  ambassadeurs ,  ie  loxdi  Hol^ 
land  et  le  dnc  de  Bedford\  j'^tais  le  seul  ^v^^ue  et  le  aeol 
avditeor  de  rote.  Bome  ne  fait  nulle  difBcult^  de  dire  que 
cela  ilnira  bi$nt6t;     au    reste,     j*ai    une    conduite    noble^ 

mesuree   et   discr^te,    et  M.  Pambaasadeui^,  a^il  dit 

■I 

ln  v<^rit;'^  sur  mon  compte,  dira  quejejouis  d'une 
ednsid^ration  m^rit^e^  et  toute  la  Hgation  en 
dira  de  m6me.'  Je  tiens  toujours  le  rang  et  1'^- 
tat  que  doit  avoir  Pauditeur  de  rote  frangaia^  en 
^gard  a  mes  revenus  born^a. 


L'empereur  d*AIIemagne  vienf  de  nomner  le  aien,  monseig. 
neur  Odescalchi;  il  a  eu  son  billet '  de  la  secretairerie  d'£tat 
pour  etre  regu.  Voilit  pourtant  un  jeune  homme  qui  pasae 
avant  moi^  il  est  vrai  qu'on  m'a  dit  qu^en  ma  qualite  d'^v&que 
j^aurais  la  pr^s^ance  sur  les  autres,  et  surtout  aux  chapelles 
papales,  ou  ie  serai  ''assis  sur  un  tabouret  a  c6t^  da 
pape  avec  la  mitre  en  tete,  au  lieu  que  les  au* 
tres  spnt  assis  sur  les  gradins  du  tr6ue.  Monseigneur 
de  Grkgori  vient  de  dire  a  T^vegue  de  Pergame  qu'i^dartf  avait 
donnd  sa  d^mission;  on  me  l'a  dit  de  plusieurs  cot^s^  mais 
jie  ne  voia  pas  arriver  le  billet  de  la  secrdtairerie 
d'£tat.  ^     \ 

On  dit  qu*nn  archev&que  a  fait  un  ouvrage  d^testable  et 
plein  de  fansset^  Je  crois  qu'il  est  intitule  Fragmens ;  je  prif- 
rai  votre  ezcellence  de  me  Tenvojer^  8'il  ti'est  pas  volumineux:, 
M«  J^rrand  mon  .ami  m»  Tenverrait .  certaiaement*    Ce  monsieur 


06 

a  fait  beaQconp  de  nial  dajis  Plnterregne.  H  ed&fimuoC 
BuonaparU  dans  tontes  ses  id^,  et  lui  faisait  Groire  tout  fsk 
cile  et  perrDis.  Au  reste,  pour  moi  qui  ai  toujours  ^t^  obligtf 
de  vivre  ii  Paris  oa  dsns  les  environs,  je  'conaais  tout  naon 
itioDde;.  et  si  Totre   excellence  avait  besoin  de  renseigneBiens 

aur  tels  ou  teb  individusy    elle  peut'  me  ies  demander.     Fen- 

« 

dant  nion  administration  apostoliqAe  en  Normandioy  j^ivais  pria 
des  renseignemens  exacts  sur  tous  les  pr^lres  de  difKrens  dio- 
c^es,  et  d'une  maniere  fort  iinpartisle,  m^me  sur  le»  prMrea 
intros;  c'est  ainsi  que  j'avais  envoj^  des  notices  tr^s-vraies  et 
tTM-exactes  k  Pie  VIj  sur  tous  les  ev^qoes  intrus  constitution- 
neb^  qu*il  m'avait  deinand^es,    . 


9. 

SecoiuU  lettre  du  mime  au  mime^ 

¥ 

Rome,  15  mars  1815. 
Honseigneur, 

Yous  savez  i  pr^sent,  ^  Faris,  la  fuite  de  Buonaparte;  et 
nous  apprenons  qu'ii  etait  en  rrovence,  a  Digne,  le  4  de  c& 
mob. 

Cetfe  fuite  nous  a  fait  connaltre  ehcore  pliis  les  hommes 
avec  qui  nous  vivons.  D'abord,  nous  avons  vu  ^u^il  y  a  beau- 
co\ip  de  jacobins  K  Bome,  qui  se  r^jouissaient  de  cette  fuite^ 
et  faisaient  courir  les  bruits  les  ,  plus  absurdesi  ensuite  lea 
Anglaisy  en  parai^sant  nous  plaindre  ironicjuement ,  mais  ensuitO  , 
en  exaltant  les  moyens  de  Buonaparte y  le  grand  nombre  des 
m^contens  en  France ;  enfin^  ils  le  regardaient  d^ja  comme  mai« 
tre  de  la  Franee;  cl'autres  dlsaient:  Fourquoi  n'avoir  pas  eu 
^oujours  quelque  vaisseau  en  observalion?  £t  quand  on  leur 
r^pondait:  Mais  vous  en.aviez,  vous  autreSy  vous  aviez  m^me 
un  commissaire  dans  rile(  Maisy  vous  disaient*ils ,  -nous  n'^* 
tions  point  cbarg^  de  Farr^ter.  ^  £t  pourquoi  y  ^licz  -  vous 
donc?  dis-je  avec  vivacit^f  au' (ils  du  fameux  lord  North,  qui 
pasae  pour  avoir  beaucoup  d'esprit«  Je  cbn^ois  que^  si  vous 
aviez  vu  Suonqparte  seul  de  aa  personne  ae  proniener  sur  mer, 


98> 

dc  Mp^ba(i^^;M^  .4Rme.ceDta  homn^nm^Sj  et  de  la 
Gfivideije  1  JU  pjrai^i^»  dftvoir  dea.  bitiinens  qui  la  ^enconti^iefrt, 
o*fet  de  rinteiW^VM  Qw '^les-youe?  vu  alles-.voi;^?  Diteei 
moosieur,  i^uefifpue  ^tei  ooupabloi  benreuseoicjit,  le  temp^ 
de  la  p]i.iIaiit];opie-  de«yo$  spuverains  alli^a  eat 
pasa^y  c'e8t  a  nous  ^  en  f;iire  juttice;  ayou«z,  mon- 
eieur,  que  you#.  ^tea  jaloux  de  voir  la  proapMt^  de  la  France 
retiattFe*  .  0  ne  r^pondit  paa  un  mot^  et  je  ebangeai  de  dia- 
^ours*. 

D'nn  autre  c6t^,  la  conr  de  Rome  yoyait  d^h  le  gouyer* 
nement  cbang^  en  France.  Buonctparte^  dahtn'  aes  proclama-^ 
tiona,  appelle  encore  h  la  libert^  lea  peuplea;  sa  mere,  encore 
^  Porto-Ferrajo  avec  madame  Bertrand^  a  dit  a  des  Anglais 
qui  sont  all^  la  yoir,  gue  sbn  fila.ne  combattrait  plua  ponr 
conqu^rir;  et,  s^adressant  anx  Anglaiay  elle  leur  a  dit:  et  il 
offrira  une  paiz  honorable  a  1' Angleterre,  Ces  Anglais  aont 
d^testablea;  presque  toua  ceux  qni  aotat  yenua  en  Italie  ont  iX^ 
yoir  Buonaparte  dana  Pile  d*£ilbe,  et  m4me  ila  j  yont,  qnand 
il  n'y  est  plus,  yisiter  la  m^re,  Ici,  on  laisse  entrer  qnarante- 
aiz  caisaea  que  la  m^r6  a  enyoy^ea,  aana  lea  visiter. 

Le  G^irdinal  Fesch  a  dit  avant-hier,  cbez  la  marquise , Jfoau 
nmo^  aoeur  de  la  ducbease  d^Eeclign^j  que  Buonaparte  avait 
d^j^  une  arm6e  de  cinquante  mille  hommea;  que  Massina  ^tait 
pour  lui,  et.que  trente  d^partemena  av^ient  envoy^  dea  d6pa- 
tations  k  I'ile  d'£Ibe,  pour  rinviter  ii  venir  eh  France,^  et  idtait 
tout  tadieux.  Dana  toutea  lea  occasionB,  cet  bomme  ae  montre 
coBtre  lea  Boiwbona^  il  eat  indigne  d'Mre  archev^que  de  Lyon, 
et  je  croia  bien  que  yotre  excellence  trouvera  un  moyen  de 
rcconduire.  Ceat  un  ennemi  du  roi;  il  faut  entendre.  aea  do-^ 
meatiquea.  II  refuaa  en  janvier,  ii  rambaasadeury  de  venir  a  la 
meaae  qui  ae  dit  h  Saint-Jean-de-LatraUy  le  jour  de'  Sainte- 
Lucie,  en  m^oire.  de  Henri  IK  Quoique  I'ambas3adeur  Tait 
trop,  bien  trait^,  qn'il  Tait  invit^  .a  diner  deux  foia,  k  peine 
a-t-il  rendu  la  viiite  une  fois.  Quant  ^  moi,  je  ne  ,  lui  ai 
jamaia.fait  viaite,  et  m^e^  chez  rambaaaadeur^  je  Tai  ignord. 


iMcim  qni,  jasqa^i  ce  mcrdiett^  atait  pte-u  ItldiflBMA?  JMW 
soli  firere,  prend  fait  et  caaae  poor  loi»  ilviMbkry '  ehte  i^ 
princesse  de  GaUesy  qni  arrivait  de  Naples,  H  a  tdiu  lee  pi^e-' 
poa  lea  plus  ind^cens;  ila  donn6  ritlB6*4ii*e  d^  BUbnapcu^f 
que,  le  69  il  serait  a  Grenoble;  le  89  i  tyw^  et  le  ld,.A' 
PaHs;  et  qa*il  doit  avoir  en  ce  mouient  qaatre-^vJngt  miH^ 
hommea. 

Cette  princesse  de  Galles  eBt  comme  nne  folle; 
elle  repart  aujourd^hui  '^ans  BYoir  tu  Rome,  et  va  a^embarquer 
a  Anc6ne.  Bier  et  ayant-bier,  elle  a  eu  conslamment  k  sa' 
droite  et  a  ta  gaucbe  le  cardinal  Fesch  et  Lucien  toute  la  soi- 
r^e,  et  n'a  vu  que  lea  Anglais  et  quelques  mij  istres  ^trangers; 
aucun  Fran^ais  n'y  a  iii.  Au  jeste,  le  pape  s^est  raccoib^ 
mbd^  avec  Murat-,  c'est-a»dire»  qu'il  a  pli^  et  fait  un 
paa  en  arriere.  II  y  a  un  mois  qu^il  avait  fait  fermer  la 
poste  de  ^aples,  et  m^e  avait  fait  enlever  les  leltrea  de  for- 
ce,  pour  les  faire  porter  k  la  posle  papale.  Bhs  lors,  toute 
commnnication  fut  interrompue ;  mais  nous  a vons  vu  avant- 
hier,  avec  ^tonnement,  rouvrir  cette  poste  de  Naples*  Votre 
ezcel.lence  voit  qii'il  n'y  a  que  la  France  qui  n'ol>- 
tient  rien«  Cest  que  nous  ne  parlons  pas  ici  avec  la  fer- 
mtVi  et  la  dignit^  qu'il  convient  a  une  grande  puissknce. 

'  LucUri  Buonapariej  le  cardinal  FescJi^  Louis^ei  madame. 
ZJiitia,  voilii  les  protecteurs  z^l^s  de  cet  hoard,  que  cette 
conr  poltronne  voudrait  conserver  pour  auditear  de  rote 
de  1a  Frahce,  qui  est  en  correspondance  suivie  avec  euZy  qtt4Ia 
soUicitent  d^arriver  &  Rome.  Son  valet  de,  cbambre,  qui  l*at-« 
tend,  le  dit  h  tout  le  monde.  L%8  envoy^s  pienipotentiai* 
res  d^Autricbe,  d*Espagney  obtiennent  tout  ce  qu^ils  de- 
mandent^  parce  qtt'ils  ont  toujours  la  meoace  en 
bouclie. 

Qui  a  fait  plier  le  pape  arec  Murat  ?  (?ett  qu^ 
a  ordonn^  a  son  consul  de  demander  ses  passe-porlSy  et  qu*il 
a  dil,  dans  une  lettre  qu'il  a  ^crite  au  pape,  qu'il  demandait 
paaaage  pour  quelques  troopes^  qu'on  a  reius^  pottrtant^  en  in- 
diqaant  nne  aatre  route. 

n  ne  serait  pas  hora  de  j^pos  qae  Sa  Hejeste.  fdt  in« 
straite  de  toat  cela« 

7 


«8 

CtilA  kltre*  anmil'  dA  Toa«  «jiweri  monseignettr,  pliit6t; 
«M^  )k  la  Migatioib  on  ,p'9L  pat  eu  ki  bont^  de  me  £iire  «Tertir 
que  Mi  u0eaM/9^m>ii#  pMsait  ^t  demettrait  hait  heurea  li  Rome; 
car.  il  a  dtn4  'diAS  rambaaaadeur,  oii  je  n^^taia  «paa. 

lliUo  tendrea  reapecte  &  yotre  excellence 

rEv^qne  d'Orthoaia. 

P.  S.  Le  pape  n*a  paa  r^pondu  ^  la  lettre  dea 
^v^qnefty  remiae  k  Conahlvi^  parce  que  vona  raviez 
aign^e  comme  titulairea  de  voa  aitSgea;^  da  reste, 
on  i'a  troavee  trea  bien. 


V. 

Femere  Aktenatiicke  zur  G^scfuehte  des  Kdntordatea 

von  1817. 


i      10. 

Ltitre  den  CardLnaiiXj    Archti>iquta  H  Eifiques  de  Franeey   a 
S.  S.  U  Pape  Pie  K£l 

Trea  Saint-Pere,  il  nous  est  enfin  donni  de  rompre 
nn  ailence  que  lea  circonstances  diflicilea  ou  nous  noua  troo- 
viona  ezigeaient  de  nous,  et  dont  la  prudence,  ai  fortement 
recommand^e  &  stB  disciplea  par  le  divin  Mattrei  noua  avait 
fait,  juaqu'ii  ce  jour^un  devoif.  Enfin,  il  noua  est  permia  de 
d^poaer,  dana  votre  aein  paternel,  lea  atigoissea  de  notre  im% 
lea  amertumea ^de.  notre^coeur»  et  lea  p^niblea  aollicitudea  dont 
noua  aommes  agitds;  c^eat  la  aeule  conaoiation  qui  noua  reate 
dana  notre  abattement. 

Elle  a  ^t^  de  courte  dur^ei  tr^a  Saint^Pefe,  la  joie  que 
nouA  avait  fait  ^prouver  la  ,convention  paas^e  entre  votre  Sain- 
tet^  et  le  Roi  tr^a  chr^tien,  et  que  noua  aviona  congue  dea 
granda  et  heufeux  desseina  qui  avaient  ddjii  en  partie  re^a 
lear  ex^cution^  et  dont  l'entier  accomplisaement  promettoit  pour 
Pavenir  dea  avantagea  plua  prdcieux  encorei  lea  «nciena  noeuda 


f9 

>  • 

qiri  «xutaient  enfrt  la  Fraiice  et  h  Sthtt-SiiSge'  riiimr^  de 
noureatt ;  los  lyrticles  cootrairei'  k  la  dooHine  et  aax  lois  eeel6- 
•iaAtiqoee,  q«i  avaient  ^l^  faiti  k  Ftintt  de  Tofbe  S^inlet^  ^  et 
pablids  sans  son  aveu,  abrog^i;  nne  drconeeriifytien^nouTeNe 
des  dioceses  plus  avantegense  au  bien  de  la  i*sl>g!oa;  leor 
angnientation  proportionn^  aax  besoins  des  fideles  autsnt  que 
lee  cireonstanees  pouTaieot  le  permettre^  le  ritabliseeoient  des 
si^ce,  dont  Torigine  «remonte  h.  la  ploa  baute  antiquiti,  et 
rappelle  les  plos  beaux  sonvenirs;  Passoranoe  d'ane  dotation 
convenable  stipuUe  pour  les  ^glises;  la  r^iohiiien  prise  de  tr«« 
vailler  insensiblement  a  r^parer  les  mailx  de  la  religion;  la 
nomination  des  ^veques,  leur  pr^cooisation ;  ronion  de  T^pisco- 
pat  resserr^;  tout  nons  annon^ait  que  Ffiglise  gsllicane  tou- 
chait  a  la  fin  de  ses  trop  longues  ^preuves,  et  marchsit  vers 
ttne  restauration  tant  d^sir^e,  D^j^  le  peuple  chr^tien  com— 
men^ait  k  loner  le  Seigneur,  et  toute  la  France  chantait  un 
cantiqoe  nouveau  d^all^gresse  et  d^actions  de  grices. 

Haisy  helas!  tres  Saint-Pere^  la  joie  de  notre   coeur  s'eit 
^vanouie,  et  nos  concerts  ont  ^t^  chang^s  en  lamentstionsy  lors- 
^ne  nous  avons  iti  t^moins  dea  conlradictions  qui  se  iont  ^le-  ' 
v^es  antour  de  none,    et  des  difBcolt^s  saoa  upmbre  qu'on  a 
multipli^es  sous   toutes  les  formesy    poar  oous  emp^cher  de 
goi^ter  les  fruits  d'un  bienfait  qui  devait  faire   refleurir,    avec  \ 
la  foi,    les  bonnes   moeurs  conservatrices  des   tr6nes   et   de  la    \ 
eoci^t^.     Ce  merveilleux  accord  a  ^t^  suspendn;  les  buUes  d^in- 
stitotion,   donn^es  par  votre  Saintet^  aox  ^v^ques,  ont.i^t^  rer 
tenues  jasqu'^  ce  jour.     £n  vain  nous   avons   trsvaill^  h  diasi* 
per  toos  les  nuages,  et  k  lever  tous  les  obstacles;  en  vain  nous 
avons  r^clam^.     Nos  eflorts,    nos  repr^sentations ,    nes   pri^res^ 
les  sacrifices  m^mei  auxquels  nous^tions   resign^s,    tout  a  ^t^ 
inutile.     I^e  siience   le   plus   absolu   sur  les    efiaires  de   notre 
Eglise  a  iU  1a  seule  r^ponse  k  nos  sopplications;    enfin^   apr^ 
tant   et  de  si  longs  retardemens^    nous  avons  presqne  perdu 
tonte  esp^rancf  de  sslut. 

En  effety  tres  Saint-Pire,  et  nous  ne  pouvons  le  dire  sans 
la  plos  profonde  tristesse,  depuis  ce  momettt,  ou  des  joors  plus 
sereins  semblaient  devoir  succ^der  aux  orages  dont  nous  ^tions  . 
battue  depuia  taot  d^anndes;  T^tat  de  rEglieey  loin  de  s'am61io- 

7*      ' 


100. 

rei*  eh  Thnce^  ^st  derentt  et  devient  de  jonr  en  jonr  plus  d^* 
plorable.  Non-seulement  noue  n^avons  point  eenti  s'ali^ger  le 
poids  de  nda  dbuleura,  mais  il  s>st  encore  appesanti  sor  iionay 
et  le  temps  nVst  peut-itre  pas  ^ioign^,  ou  il  sera  comme  im-' 
possible  de  releyer  nos  ruines.  La  discipline  ecclisiastique  se 
relAche;  un  grand  notnbre  de  dioceses  ne  sont  point  suCGsam- 
ment  gouTernes;  les  fldeles  errent  comme  des  troupeaux  sans 
pasteurs;  ies  ^tablissemens  ^scclisiastiquea  languissent;  le  sacer- 
doce  s^aiTaibUt  par  dea  pertes  que  ne  r^pare  point  un  petit 
norobre  d^^l^ves  du  sanctuaire,  souvent  entrav^s  dans  leur  to- 
cationy  inqui^t^s  dans  leur  instmction^  on  d^conrag^s  par  ]'a-> 
spect  de  la  mis^re  et  des  d^godts  qui  les  atlendent  daua 
Texercice  du  saint  ministere.  La  religion  est  attaqu^e  de  tou- 
tes  parls ;  •  ses  ennemis  semblent  r<^unir  toutes  leurs  forces  con- 
tre  elle,  et  ne  se»proposent  rien  moins  que  de  ran^anlir.  Dans 
ce  royaume,  autrefois  si  chr^tien  et  si  fidele,  les  livres  implea 
Tont  et  se  r^pandent;  lea  doctrinea  pernicieuses  gagnent  comme 
la  gangrene ;  les  d^risions,  les  satjres ,  les  calomnies  sont  pro- 
digu^es  k  Penvi  aux  liommes  apostoliques ,  aux  missionnairea 
pleins  de  zele,  qui  se  consumenty  avec  nn  sncces  si  marqu^y 
h  pr^cher  le  retonr  at  ki  foi,  et  par  suite  k  la  paix  et  au  bonr 
heur.  Pour  comble  d'aiIliclion »  nous  avons  vu  bannir  publi- 
qnement  des  lois  r^pressives  le  nom  de  la  religioUi  et  rejeter 
aihsi^a  pierre  angulaire  sahs  laquelle  il  ne  saurait  y  avoir  dt^ 
difice  social.  Les  «v^ques  qni  gouvernent  les  dioc^sesy  et  cenx 
qui  sont  destin^  aux  si^ges  actnellement  vacans,  ne  pouvant 
agir  de  concerti  asservis,  opprim^s  soas  ces  m^mes  reglemens 
qu'avait  impos^s  une  domination  ^trangere  et  tyrannique,  t6^ 
duits  k  combattre  k  part,  succotmberont  infailliblement ;  et  dana 
nn  temps  donn^,  plus  court  peut-^tre  qne  ceiui  qui  avait  mar- 
qtxi  l'usurpation|  r£glise  de  Fr^nce  tombera,  pour  ne  plus  se 
relever. 

Ah!  que  nons  avx>ns  bien  snjet  de  g^mir  avecle  proph^ 
et  de  dire,  en  pleurant  comme  lui;  k  quelle  d^solation  sommea- 
uous  donc  r^duits,  tt  quelie  est  la  confusion  on  nons  sommes 
tomb^s?  Les  ennemis  ont  port^  la  main  sur  toiit  ce  qu'il 
y  a  de  plus  saint  et  de  phis  d^sirable  parmi  nous;  ils  ont 
ouvert  la  bouche  contre  nous;  ils  ont  aiffle,  grinc^  des  dents» 


c   -  101 

et  ib  ont  dit^  nops  d^vorerons.     Notre  £nrca  ^.^puis^e;   nos   ^ 
pr^tres  sont  comiuii^;   lee  vieiUarde  tombeiit  «ux  portea  da 
sanctutire,  et  leB  jeunes  gene  ne  les  r^pUcevt  point;   notre 
Eglise,  eemblaUe  k  la  fiUe  de  SioUj  ne  fait  plu^  enteudre  qu'une 
Toix'  moiiTante. 

A  de  si  croelles  doulenrs  se  m^Ient  dee  iuqui^tndes  aussi 
cnienee  et  des  embarrat  extr^es.  Da^  un  tel  ^tat  de  d^p^ 
rissementy  nous  sommes  ^  a|^pel^  poui^  chercber  un  remede  a 
tant  de  maux;  mais  nous  sommes  oblig^  de~le  dire^  guoiqu'a 
regret,  cette  confiance  tardive  n*est  point  elle-meme  assez 
enlicire  ponr  nous  oflnr  le  moyen  de  rappliquer  edlcacement. 

Apres  nons  avoir  laiss^s  dans  rignorance  des  projets  con- 
^na  pour  changer  les  dispositions  du  concordat  de  1817}  et 
des  bulles  qni  en  sont  laisuite;  apres  avoir  propos^,  rann^e 
demiere,  nne  r^ductibn  de  si^ges  '  archi^piscopaux  ou  ^pisco- 
panx,  doht  le  r^tsblissement  semblait  ^tre  la  seule  difiicOlte 
qai  s^opposAt  albrs  k  rex^ution  des  trait^  conclus  entre.Votre 
Saintete  et  le  Roi|  on  nous  signale  tout  d'un  coup  maintenant 
cette  iBX^cntion  cbmme  ^tant  deVenue  impossible  par  des  obsta. 
.  dea  insnrmontables;  on  nous  annonce  qu'il  a  fallu  entamer  de 
iiowelles  n^gociations ;  inais  on  ne  nbus  espose  ni  ce^  bbsta- 
ekm  que  nous  n'avions  jamais  pens^  pouvoir  ^tre  iusurmonta- 
bleSy  ni  Pobjet  de  ces  nouvelles  n^gociations.  On  nous  parle 
de  faire  cesser  la  Tiduil^  d'un  grand.nombre  de  si^ges,  ce  que 
Von  regarde  comme  le  plus  presssnt  besoin  de  TEglise  de 
France,  tsndis  que  ce  qui  nons  parait  le  plns  presssnt  et  le 
plos  n^essaire  pour  elle,  est  d'obtenir  un  ^tat  ferme  et  con-»> 
yenable)  qui  lui  permette  d^aiTronter  de  noovelles  temp^tes,  8'il ' 
en  snrvenait^  tel  que  serait^  par  exemple^  I'6tat  ou  Taurfiit  pla* 

"  cte  rex^ntion  da.concordat  de  I&IT;  on  se  propose^  au  con- 
traire^  de  ]ui  donner  un  ^tat  provisoire,  qui^  P^ut,  si  tontefois  . 
il  ne  devient  pas  d^finitif,  la  tenir  un  grand  nombre  d'ann^es» 
aiDon  snr  le  pencbant  de  sa  ruine,  du  moins  dans  une  p^nible 
et  humiliante  inoertitudey  sur-leuL  si  on  la  laisse  mime  provi 
soirement  sous  le  jong.  de   ceux   des  articles   organiques,   qui 

,  soDt  contraires  k  la  doctrine  et  aux  lois.de  rEglise,  contre 
lesquels  Votre' Saintet^  a  si  souvent  r^dam^y  et  dont  elle  a 
8tipal&  rabfogation  dans  le  demier  concordat     D'ailleurs;   en 


M  '■  noiii  bttant  pbiitt  connittfard  h  fome  k  employer  pour  eir 
venir  k  cet  ^Ut  provisdire,  on  ue  noilt  ]ai0M  pa$  U  facuil^  de 
jnger  l3e  s^  botiforniiti&  aux  r^gles  ctnoniqaes. 

'B  n'est  ptnsqttestion,  pour  le  moment,  qne  de  ponrvoir 
anx  cipqttante  si^ges  qin  existaient  avant  le  concordatde  1817  y 
et  cependatit  il  est  constant  qne  P^tendue  de  la  pluparli  de  ces 
dioc^es  a  M  reconnae  comme  trop  consid^rable  pour  les  for- 
oes  des  ^v^qnesi  et  par  cons^qaent  comme  nnisible  au  bien  des 
fideles.  Mous-m^mes  avions  r^pondu  a  une  consaltatioa  qOi- 
nous  avait  ^t^  faite,  rann^e  derniere,  qa'une  r^ductipn  dea 
si^ges,  au  nombre  des  d^partemensy  ne  pouvait  ^tre  que  pr^- 
jadiciable  au  bien  de  r£glise,  quoiqne  nous,  noos  en  fussiona 
cependanL  rapport&y  pour  1'op^er,  a  la  haate  sagesse  dos  denx 
Augastes  chefs,  que  tant  de  malheurs,  de  vertus  et  de  prodi* 
ges,  devalent  n^cessairement«  r^unir.  On  nous  assure  k  la  v^ 
ritiS  qae  Yotre  Saintet^  est  dispos^e  a  autorisep  cet  arrangement 
provisoire;  mais,  sous  divers  pr^textes  qu'il  ne  nous  est  pa» 
donn€  de  juger,  on  a  cru  devoir  ne  pas  nous  montrer  aucune 
piece,  aacun  acte,  oii  cette  disposition/  ce  consentement  sment 
exprim^Sy  en  sorte  que  nous^^ne  savons  pas  au  juste  ce  que 
Votre  Saintet^  d^ire,  ce  qu^elle  a  c^d^^  et  quelles  sont  peatp>' 
^tre  les  conditions  qo^elle  a  mises  a  des  concessious  qu^elte  n'a 
ssQs  doute  failes  qu'&  regret.  Malgr^  nos  demandes  et  noa 
instaniftSf  le  bref  que  nous  avons  su  avoir  iii  ^rit  par  elie  h 
ce  sujeti  ne  nous  a  point  ^t^  remis. 

'  Yotre  Saintetd  comprend  ddjlt  Aans  doute^  pair  ce  simplo 
aperi^u,  combien  est  ^pinense  la  situation  ou  nou»  nooa  trou-- 
vons  y  et  oombien  il  est  difBdle  d*{vit0^  k  la  foia  }es  ^cueils 
qui  se  pr&entent  de  loutes  parts,  Mille  pens^s  contraires  m 
combsttent  dans  n(^tre  esprit^  le  ipressent,  nous  pereetit  le  eoear; 
Favenir  nous  dpouvante.  De  quelque  c6l6  que  tioos  tourmons 
Bos  regards^^nous  apercevons  dss  dangefs;  qnelque  parti  que 
nous  prenions,  nous  to^ibons  dans  la  n^cessit^  ou  do  contrister 
14  Roiy  ou  de  contrarier  le  sonverain  Pontife,  ou  de  laisser  lee 
fideles  sans  secours,  ou  d'abandonner,  avec  trop  de  facilit^i  lee 
plUs  chers  iht^r^ts  de  P£g1ise«,  Nous  craignotts  de  foarnir  a 
nds  ennemis  des  armes  terribles ,  et  de  provoquer  ieur  haine^ 
leurs  vexations »  Ut^t  censare  f    cat  9s  ne   demanderaient  paa 


108i, 

I 

BI161IX  qm  de  poavoir  nana  littzibii«rr  «v^  him  ic^«  4i(  ta^ 
MO,  ootM  projprf  fluUiear« .  et.de  dire,  ea  AWiii*  muJUDt;    U  / 
perte,  6  Itreel^   TieQt  de  loi^-ni^aie.  ^  NeufL.r^f^ene  eocoire  , 
ploe,  po«r  peu  gue  l'ea  «'^certe  diyi  rj^glef  oi^dioeiref»  de  qoub 
esposer  de  n^veev  ii  d^  diviAifWie,    de  reieu/idter  SU  .que^ 
relles  religieuses,   et  des   d^cbiremeoa  plue  d^ploreblee  ^^e  la  , 
pere^cotioii  eUe«>iii&ne;    da  moine  poue  creigpoue  de  laieaer  se 
perp^er  uiie  diasidence  i  laciuelle  Je  publicetion  du  demier 
coQoordat  eiicoit  mje  un  terme* 

Ywikf  tres  Saint-Pere,  la  triete  poaition  oii  noua  Bommea 
jidvits,  Tona^lea  yeux  abnt  ouvcrta  aur  noua;  les  fideles  sont 
«ItentiCi;  Timpi^t^  observe,  Les  hommea  de  toutei  les  opioiona 
ont,  en  quelque  aorte^  ^lev^  contre  noua  un  .ti^ibunal,  d'ou  ila 
ae  pr^parent  u  juger  kiotre  conduite,  et  nons  avona  besouiy, . 
•iaei  que  le  diaait  aaiot  Jean  Chrysoit^ine»  parlant  des  apotres, 
d'iin  ae^ours  puissant  et  extraordineire,  pour  nou^  faire  garder 
nne  juste  mesure,  afin  de  ne  paa  paraltre  intervertir  les  loia 
du  royaume»  loraque  nous  prenons  la  d^ense  de  le  doctrine  et 
de  la  diaeipliaeeccl^iestiques}  et  eussi,  «fin  de  ne  pas  Itre 
accus^  de  cerrompre  la  puret^  de  la  foi^  et  d'^nerver  la  dis' 
dplioei  en  nous  effor^ant  de  montrer  qUe  noua  ne  voulona 
pius  violer  les  lois  de  l'£taty  nouf  devoi|S|  a  l'exemp1e  des  ap6-. 
tree  de  J4sna-Christ,  repousaer  Vun  et  reutre  aoup^on^  cbei^cber 
i  nona  condliar»  eomine  eux^  reatime  et  le  respeptj  g^mme 
enz,  trayailler  k  acqu^ir  et  a  conserver  le  titre  de  aauveura, 
de  conaervatenrSf^  de  bi^faiteura  di;  genre  liumain*  , 

'Maiai  trea  Sainl^Pere,  il  nappertiadit  m  k  cbacun  de  nona 
en  perttcnlier,  ni  B^^me  i.ncitts  ,tQiis  enwqlble^  melgrd  runion 
uiliine  qiai  regne  entre  noiia,  de  rempHr  upe  t^che  ^ussi  diOi- 
gBoj  de  seoteiur  un  fardeau  ausai  pesant.  U  ne  d^pend  point 
de  noue  aeida  de  aortir,  avec  Pbonnenr  qui  convient  a  des  ev^* 
i|aesy  d^ane  position  aussi  critique  et  eussi  embarrassante#  Une 
raasanrce  nona  reate;  nous  reoabrasaons^  nous  la  safsissons  avec 
empreaaementy  comme  Pancre  immbbile  da  saluf;.  Cest».  e 
rexemple  de  nos  pr^d^cesseura»  de  noua  attacher  avec  plus  de 
lorcei  a'il  eat  poasible,  a  le  ehaire  apoatoUque;  c'est  de  mar- 
cher  Gonalssnment  aoua  linfluenc^  et  la  direction  de  notre  chef^ 
c^eat  de  deinander  evec  cenfiance^  de  reoevour  avec  |oie|  d'exe-  , 


'  .;9f  tf(ief  WV^  vrmimM»   ce  qoe  le  iricaire  de  J^ras-Gbriit  sor  la 

tf rre,  le  fiitice^  4es  ^v^f oea,  croira  devoir  d^cider  dans  f inti- 

^fi^jt  de  )e  f cJilpoii*  .  Alorft  le  Seigpeor  sera  loui  dane  rassem- 

^.}^^,8mktfi^   alora  aeulettieiit  noa  plaintes  finiront,.  nes  lannea 

,.fi^erQxjXf^  nosfravaux  aiuont  trouv^  fuiB  r^compenae,  et  nos 

esp^rances  seront  aeoplqplies. 

.'  Ainsi  doncr  tres  Saint-Pereii  pleins  de  U  donleor  qoi  noiu 
presse.et  de  JCinqni^tude  qui  nous  agite,  nous  cricrtis  vers  vouay 
jf^ous  recourons  a  Votre  Saintet^ ,  afin  qu^elle  nous-  dise  cl«re- 
jnent  et  librement  ce  que  nous  devons  penser,  ce  que  nous 
dcvons  faire  dans  ces  drconstances.  II  vous  a  ^t^  dit,  ea  la 
personne  de  saint  Pierre,  avahcex  en  pleine  mer;  c'est*4-direy 
selon  rexplication  de  saint  Ambroisey  y,Enfoncra-vons  dana.  lea 
qnestions  les  plus  profondes/'  ^ous  vous  prions  de  noua.ai- 
der  de  yos  conseils^  de  nous  ^airer  de  vos.  lumieres,  de  noos 
aflermir  par  volre  aulorit^;  nous  vous  en  prioney  non-seule- 
ment  comme  le  chef  de  rEglise,  en  qui  nous  faisone  profeaaioa 
de  reconnaitre  et  de  respecter  la  primaut^  d'Iioniieiur  ct  de 
juridiction  qne  J^susXhrist  voua  a  confiee,  mais  encore  que 
la  y^ndration  que  nous  avons  pour  vos  vertus^  nous  pennette 
de  vous  le  dire,  comme  1'arbitrey  le  conciliatenr,  le  m^iateur, 
^ue,  r^ssembl^s  en  yne  seule  famille,  nous  choisissons,  a  qui 
nous  nous  confions  avec  la  plus  gninde  s^corit^  et  dont  PaviSy 
la  ddd^oo^*  le  jugement|  feront  notre  force»  notre  su^et^  et 
notre  consolatibn. 

Cour  ce  qui  est  de  nos  int^r&ts  personnelsy  tr^  Saint-^Pere^ 
8'il  fant  appeler  ainsi  les  resles  de  notre  pauvrete,  .nous  renoU'. 
velons  ici  la  disposition  dans  laquelle  ont  toujours  et^  les  6v&« 
quea  frangais^  de  les  remettre  entre  vos  mains  des  qu'il  sera 
"  jug^  n^cessaire  potur  le  bonheor  de  TEglise;  et  c'est  avec  d'aix- 
tant  plus  de  confiance,  que  nous  avons  la  certitude  que  Votre 
Saintet^  satt  allieri  quand  il  est  p^sseirei  la  fenneti  le  plos 
courageuse  a  la  plus  imperturbable  patience.  Les  saerificfs, 
quels  qu'ils  soient,  nous  les  regardons  poor  peu  de  diose  et 
m^me  pour  rien  f  ponrvu  que  nos  eglisei  puissent  }ouir  de  la 
paix,  et  que  nous  procurions  danotre  mieux  le  salut  des  £de- 
les.  Notts  neus  faisons  gloire  de  ne  poiot  chercher  ce  qui  est 
a  noHs,.  mais  ce  q«s  est  a  Jteua<Chria&|   et  uous  tfoaa  estimons 


•165 

frop  baurmx;  k  PexemphB  fle  Tupt^e^  qiklf  «dft  pdriK  bu  im. 
Hta  d«  BOUfi  MMt  par  notra  vie,  adH  par  iwrtr e  mbrl  ' 

Noitt  Toti»  avaiu  onvert  tiolro  ooeBr,  trik  Sltitft*Kro^^  artec 
f  oot  rabandoa  ^e  nbiis  inipirent  nob^  p9^  £Ihr1e  '  eVivers 
Votre  Sasntct^y  l^  eentioieiit  do  a#B  beaoins  et  ninidtrr  de  la 
T^iit^  alaquelle  nous  devions  ce 'tteioigitege. 

n  no  ooiis  reste  plos  quo  dWresser  k  Diea  tottt^puissant 
des  pri^res  continne1ies>  ofin  qu'il  tous  oomnioniqtie  cette  sa- 
gesse  qui  prMde  a  ses  conseile  supr^mes,  et  qtii  sait  atteindro 
ii  son  bnt  oTec  aatant  de  force  que  de  doaeerir.  Daigne  en* 
coro  lo  8eigneiir,  tr^s  Ssint^P^re,  tous  accorder  de  longues  et 
psisibles  ann^!  daigne  le  Dieu  des  mis^rirordes  /  qui  a  op^r^ 
poor  noos  tant  do  inervedles,  tous  d^dofnmager  i6i  bas  des 
^reaTes  auzqaelles  il  e  Toulu  mettro  votre  constance!  puisse-» 
t-il  Tous  dooner  enfin  la  oonsolation  de  voir  cette  antique  et 
c^lebro  Eglise  reler^  et  npanie  par  dle  du  lait  de  la  do- 
ctrine,  raoim^e  sobs  Totre  pontificat  par  un  nouveau  souffle 
de  r^sprit  saint,  resserr^e  de  ploa  eo  plua  dans  les  liens  do 
ronit^  caiholiqoe ,  et  briUanie  -  d'ane  clarl^  semblable  k  eelle 
qa'clIo  r^pandait  dons  ses  plus  boaux  joorSy  lorsqne,  ^ouvern^e 
par  tant  de  sainta  et  saTajis  ^Teqdos^  et  prot^g^e  par  nea  rois 
tres  glorieuz  ot  tros  cbr^tiens,  «llo  faisait.Ia  joie  dtt  Saint* 
Si^e  et  l*onieineiit  de  P£glise  aniTersello. 

Prmteni4s  aox  pieds  de  Totro  Satotel^,  noas  loi  d^man* 
dons  tr&s  instamment  sa  b^nddiction  apostoliqae* 

De  Totre  Saintet<S,  tr^  Saint-Pere, 

les  tres  bambles.  ires  ob^issans  et 
tres  d^vou^  fils  et  serviteurs. 
Paris^  SO  mai  1819. 

11. 

Ld/re  (k  K,  5.  P.  U  Pape  PU  VU^    a.  no*  PkierabU^  frerts 
Ue  Cardinaux  de  la  sainie^  Mgliee  rom^w^    lee  uirdtet'^ 
qaee  et  Epfquee  du  rGyaume^  de  France.    . 
(Atoniteur  du.30  septembre  ]319<) 

Pie  VIIj  Pope. 
V^n^raUes  frto»,  salut  ot  b^nUiotion  apoatoliqtie;    NoUs 
avons  re^a  la  lettre  quo  Toua  inoas  aTez  aidress^  en  oommun^ 


IM 

la  80  nsii  9  laqiidle  •  iA&  tigote  psr  qikarente  d^wtre  vom, 
■eit  plac^  tvr  !••  ti^ga»  aotaeb,  aoit  ^^  inttitn^  par  nont^ 
ttnA  eqyendtnl  tmir  «oeort  prit  potttttion  de  leara  ^gliteti 
toit  tenienitnt  noaMi^  par  le  RoL  La  pBtmik^e  choae  qne 
noua  airioQt  4  Toiit  dire  dana  notre  r^onto»  c^ett  do  Tout.ma- 
nifetter  que  let  tentiaiene  ezprini^  dant  Totro  leilre  -01  let 
attorancet  y  oontennet  de  Totre  excoUente  Tolontd^  nout  ont 
rempli  d^une  joie  extr&ne.  Nout  arout  connu  par  cette  lettro 
quoy  ne  chereliant  pat  ce  qui  ett  ii  Tont,  mait  ee  qoi  ett  & 
J4tut*Chritty  par  reffat  dn  sele  dont  Tont  Alet  enflanmi&  ponr 
le  bien  de  la  religion,  Tont  &tet  tout  pr^tt  k  det  tacrifiote^ 
quelt  qu^ilt  toient,  ctt  Tons  let  regtrdez  mAme  pour  rien,  poor* 
Ttt  quSIt  puittent  contribuer  au  talut  ^temel  det  fidelet,  et 
que'  Tont  puistiw  Toir  Tot  ^glitet  jonir  enfin  do  la  paix  diti* 
rie.  Nout  aTont  autti  tpprit  ptr  eette  lettre,  aTec  nn  tenti* 
ment  de  reconnaisBtnce,  que,  dtnt  let  nombrentet  difficult^  qut 
la  cante  catbolique  ^prouve  en  FranoOy  Tout  pentes,  ainsi  qne 
Tout  le  d^clarez,  qu'une  teule  rettource  Tout  rette,  taToiry  a 
Pexe&ple  de  Tot  pr^ddceeteorty  on  ttitittant  avec  emprettement ' 
l'ancre  ture  et  immobile,  de  Tout  attadier  encore  aTec  jilut  de 
foroei  t'il  ett  pottibloi  k  la  chairo  apottoIiqnOy^  et  marcber 
conttammenti  ainti  que  Tont  Tout  eacprimeK|  tont  l'influence  et 
la  direction  de  Totre  chef.  Nout  tTont  tu  en  outre  quOi  dtot 
lam^e  leltre,Wont  aves  ezprett^ment  dMtr^  qne.Tous  re- 
cevres  aTec  joie  et  que  Tout  exdcuteres  tTtc  nnanimit^  ce  qut 
lo  Tictire  de  J^tut^Chritt  tnr  la  terre,  le  prince  det  ^T^neti 
croira  deToir  d^cider  dant  Hnl^&t  de  la  religion.  Nont  avont 
obterr^  finalemeot  dant  votre  lettroi  que  Tout  demandes  tret 
inttamment  que  nout  Touliont  Tout  aider  de  not  conteilt,  Tont 
Mairer,  comme  Tout  le  di,tet|  de  not  lumietseti  et  Tout  'afi*er- 
mir  par  notre  «utoriti;  et  que  Vout  dMarea  reoonnaitM  et 
retpecter  notre  humble  pertonne^  non.teulement  comme  le  chef. 
de  rEglite  k  qni  J^ut-Chritt  a  conf^^  U  primaut^  d'honneiir 
et  de  juridictioni  mtit  encore  nqut  regarder  comme  Parbitre, 
le  conciliateur  et  le  mediateur  que  vout  Tout  Atet  cboiti,  k 
qui  Tont  Tout  Atet  coftfi^  tTec  la  plut  grande  t^urit^,  et 
dnnt  rarit^.  la  d^ciaioni  ie  jngement|  feronty  ainti  que  Toot 
Toua  ezprimea  de  Ja  maniere.la  pku  obligeantei  Totre  force» 
Totre  tiktji  et  votre  contolation. 


•^ 


Daos  aotre  irhB  ifarcleftt  Aim  de  neia^dier  '«ix  .Tiwnr  ^vi 
aGUfent  la  religioa  calliQfique.ea  Fraaee»  et  d^^ster-lea  obi- 
atacles  qui  aa  soDt  oppoaes  a  rexicutioii  iu  Qoiic<ardiit.dal817» 
"voa  ieDtifDena  ci-desaua  mentiorin^  et  si  liavteineQt  evpriin^. 
ZKNia  ont  fait  pourtoivre  encore  avec  plus  de  confiance  lea  n^*. 
^dationa  enlaoa^  a  cette  fin  avec  le  Roi  tres  dir^ien,  ^tant. 
peraoad^  que  runion  ^troite  des  ^v^ues  entre  eux  ^  et  aveo 
le  chef  Bttpr^me  de  PEglise,  aussi  bien  qae  leui^  resolution 
d'ex^cuter  avtc  unanioiittf  ce  que,  apres  noiia  toe  concerU 
avec  votre  Roi,  noua  auriona  jug^  convenable  de  r^sondre  dana 
la  Seigaeury  aeront  ^inemment  utiles  a  obtenir  cea  ayai^agiee 
qoe  noui  noua.sommet  propo<^« 

£n  attendanty  apres  avoir  pris  en  consid^ation  oe  qua 
▼ooa  nous  avez  expos^  dana  votre  lettre,  et  avant  de  mettre  a 
eJL&ution  ce  que,  pour  applaiiir  le  chemin  a  rarrangement  tor 
tal  dea  affairea,  nons  avons  cra  d^oir  d^cider  et  ex^uter  sana 
delaiy  vu  rurgence  que  vous-memes  reconnaissea  des  besoins 
prdaena  et  tres  graves  de  la  religion  catholique,  nous  avons  rd* 
aolu  de  voua  instruire  nous-mAme  de  ce  que  nous  avons  con* 
<;ert^  avec  le  Roi,  afin  qne  vous  puissiee  ,lt  connailre  les  pre. . 
mrers,  et  qu^ayant  pria  pleioe  et  parfaite  conneissanee  de  toute^ 
Paffaire,  vous  soyex  en  ^tat  de  d^poaer  la  crainte  dont  noua 
avoaa  vu  par  votre  lettre  que  vons  ^tes  agit^s. 

En  effett  ce  qae«  dans  T^tat  aetuel  dea'  chiMes,  Bona  avona 
jogi  ^tra  nniqnemeot  poaaible  de  jEaire  pour  le  momenty  ne 
vo«a  ayant  pas  M  pleinement  communiqu^i  ainsi  que  vous  lo 
dites,  voaa  nenous  avex  pas  dbsiniul^  votre  crainle  que  oe 
qni  210  aero  d*abovd  qu'ane  disposition  provisoiva,  ne  devjenna 
par  la  aaita  iin  ^tat  d^finitif  ^  ou  ne  subsiite  au  moina  dttrtmt 
lohgoes  aon^ea  au  d^triment  de  r£glise,  et  qae  l^tablissemettt  ^ 
temporairo  de  cet  ordre  de  choeea  ne  sott  IU  k  des  conditiona 
qni  vous  aont  inconoues.  Or/  il  est  juste,  v^n^bies  fireFea, 
qae  vous  soyea  enlierement  d^livr^  de  ces  craintei* 

Vons   coDuaissez  parfaiteodeni    Pempresaement  a-^e  lequel  > 
Dooa  avona  travailU  k  concAure  une  conventiom  slvec  le  Boi' 
trte  din&tien,   afin  de  pourvoir,    moyeimant  -on    arrangemeiit 
heoreax  dee  affairea  de  PJEgliae  dana  le  royaome  de  Francey  au 
aaiol  dea  fid^Iea  qoi  y  dameoiteBt,  aeleii  qoe  nos  devoira  apo«* 


108 


stdli^Mi  nbit0  ett  font  la  ki,  et  de  aititCiire  aax  Toeax  du 
Roi,  qde  Bons  aimoiis  ioat  particnli^rementi  et  de  toua  les 
homttieB  de  fyien. 

« 

Mai8  vous  n'ignorez  pas  non  plus  que  rex^cution  de  cette 
convention  est  encore  aujourd^hui  suspendue,  et  que  les  fruits 
alondans  que'  nous  nous  en  promettions  ont  ^t^  contrari^  et 
retard^,  uon  sana  nous  causer  la  plus  viye  douleur. 

£n  eSety  il  a  ^t^  port^  a  notre  connaissance ,  au  nom  du 
Boi  tres  clir^tien,  que*  les  si^ges  ^piscopaux  de  France  ajant 
4t6  .augmentes,  selon  les  voeux  de  ladite  Majest^,  jiisqu^au  ndhi- 
bre  de  quatre-vingt-douzei  par  nos  lettres  apostoliques  du  27 
Juillet  1817  >  les  charges  publiques  du  royaume  de  France  ne 
permettent  pas  de  soutenir  le  poids  de  tant  de  dotations ,  et 
demandent  n^cessairement  quelque  diimnulion  du  nombre  des- 

diu 

core  oppos^ 

1817»  conclu  avec  le  Roi  tres  chr^tien;  et  que  par  consequent 

Sa  Majest^,    pour  ^csrteir   ces  obstacles,    s^est  trouv^  dans  la 

n^cessit^  de  s'entendre  avec  nous. 


lits  si^ges,  et  que  jles  circonstances   dudit  royaume  avaient  en- 
ore   oppos^   d'autres    obstacles   a   rex^cution    du   concordat  de 


Comme  nous  n^avons  rien  plns  k  coeor  que  de  x)Bcaeillir 
oes  fruits  abondans  que  nous  nons  sommes  promis  de  la  coa<* 
vention  8Us-»mentionn^e,  et  de  voir  qne  les  afiaires  eccl^iaati- 
qiies  soient  ^-^gl^es  d'une  mani^e  stable  dans  le  florisaant 
royaume  de  France,  dsns  notre-d^sir  de  satisfiiire  aiix  voenx 
de  Sa  Majest^i  autant  qne  les  devoirs  de  notre  apostolat  noos 
le  peflnettent,  nous  lui  flmeft  sayoir  que  nons  ne  nous  aeiiona 
pas  refus^  &  quelque  diminution  du  nombre  des  sidges^  ai  lea 
inlMis  de  PEglise  et  du  royaume  reussent  abs<^ument  deman— 
AL  Cependanty  connaissant  qne  la  d^tennination  des  nouvelles 
limites  des  diocesea  selon  la  natnre  des\lieuz  et  la  commodil6 
des  fid^es,  et  les  op^rations  n^cessaires  pour  ex^ter  la  di* 
minution  demand^e  des  si^ges^  n^essairement  n^entraifleraient 
pes  peu  de  temps,  nous  avons  jug^  que  notre  soliicitude  apo- 
slolique  exigeait  que,  dans  rintervalky  il  fiU  piris  qudqne  exp^ 
dient  temporaire^  afin  de  r^medier  au  moins  le  plus  t6t  aox 
manx  pr^sens  dont  on  nous  a  expos^  qne  les  ^g^lses  de  France, 
fmim  de  la  pvdsence  de  leurs  pasteuri;  sont  afflig^. 


Toote  celte  affaire  ayant  donc  i\k  n\tirtiseiii  el  fifndffnti 
long-tempa  ezamia^ey  \et  traitto  doirant  l'e»paQe  de  pIusienM 
moia  encore^par  dea  letires  ^critea  et  re^uea  d^uo^  partet  dn 
rautrey  voici  ce  qoe,,  de  rayia  encore  d'ane  con^gation  choi- 
sie  de  nos  v^ndrables  fr^rea  lea  cardinaux  de  la  eainte  Eglise 
Tomaine,  aprea  avoir  implor^  les  lumieres  d*^n  Iiauti  ncus  avona 
jug^  de  disposer  pour  Ja  conduire  a  fin. 

f  a^  le  moyen  d^une  allocution  que  nona  prononcerons  se. 
lon  les  formes  ordinairea  dans  le  consistoire  jgue  nous  allona 
t^iir  bientoty  nuus  ferons  connattre  qu*il  nous  a  ^te  ezpos^,  au 
som  ^u  Boi  tr&s  cfar^tien^  que  les  cfaargesqui  pesent  actuelle-1 
_ment  sur  le  royaume,  et  qui  ne  permettent  pas  T^tablissement 
de  quatre-vingt>douze  si^ges  ^pisc6paux,  et  d^autres  emp^che- 
mensqui  se  sont  oppos^s  a  1'ex^cution  de  Ja  convenlion  du  11. 
jilin  ISIT»  ont  produit  que  Sa  Majest^,  pour  les  ^c^rteri  s^est 
trouv^e  forc^e  a  s'entejidre  avec  nous,  et  k  demander  .qudque 
r^duction  dans  le  nombre  des  si^ges  dont  elle  avait  demandd 
r^rection ;  que  dans  ce  but,  le  Roi  tr^  chr^tien  s'est  adress^  k 
Fautoriti  apostoligue  pour  que  cette  r^duction  fdt  effectu^e  de 
la  meilleure  maniere  possible,  eu  ^gard  aux  circonstances  du 
royaome,  aelon  lea  regles  preacrites  par  lea  saints  canona;  que 
cependant  cette  operation  devant  entrainer  iin  lapa  de  temps 
consid^blei  et  d'aiileura^  ayant  ^t^  instrutt  du  malheareox.^tat 
dea  ^glisek  de  France^  et  de  la  viduit^  de  plt^sieurs  de  aea  ai^ 
gea,  no«a  4tvt>na  jug^  que  notre  sollicitude  apostolique  no|ia 
faiaaitan  devoir  de  venir  en  attendant  a  leur  secours;  qu^di 
prenant  cette  r^olntiony  noua  i&ant  propo84§  dV^rter^  par  ce 
nouveaa  t^moignage  de  rindulgence  apostoU^ue,  l'emp^cfaemen( 
qa'on  nooo  a  expos^  ^attre  daas  les  circonstancea  actuellea  da 
royaoaiey  de  r^abltaaement  de  quaLre.vingt*douze  ai^eiSy  et  de 
poov^r  obtenir,  en  favenr  de  rEglise»  les  avantages  que  noua 
nona  somraea  promis  de  ladite  convention^  nous  avons  ^tabli 
de  conc^der  en  ilttendant  aux  arcfaeV^ques  et  ^veques  qui  gon- 
vernent  actoellement  l^Egliso  de  France,  aans  on  «xcepteTsCeox 
qoe,  dana  notre  consistojii»  da  1*^'  octobro  1817^  noua  avooa 
traDaf<£r^  k  d'autrea  a^g^,  la  facult^  de  conaerver  les  si^gea 
dont  ila  aont^  en  ce  moment  en  poasesaiooi  et  d*  continDer  k 
tigx  dana  cet  intervalle^  loora  dioiaesfiSy  aans  ^o'il  aoit  fait  av^ 


110 

\ 

I 

ttt^*' <AAii^^ttttt '4ait0  leun  ltiMt«s  ni  dans  le»  rapporti  iii4tn>- 
p<xKt«iiii  daiit  leaquels  iU  ee  troovent  actttenement^  et  de  om* 
d^der  peTiilleiiient  aiix  ^Ttques  canoniquement  promus  anx  M- 
igee  «fni  exiataient  «vant  la  conaoription  de  1717,  la  facnlle 
d'aller  gouvemer  temporairement  ceB  ^glisea  dana  lea  Kmitea  et 
dana  ¥4tat  oik  ellea  le  tronvent.  Les  chosea  ^tant  r^gl^  ainai, 
lea  ^^ues  que,  sar  la  nominationdu  Roi  tr^a  dir^tien,  noiu 
•inons  pr^pos^  aux  si^ge»  ^rig^  par  noa  lettrea  apostoUques 
dn  27  Tuillet  de  ran  1817  >  devront  nteessairement  s'abstenir 
^de  Fexercice  de  Pinstitution  danonique  qu^ils  ont  re^ne ,  joa* 
qu^li  ce  que  la  r^duction  demand^e  des  si^ges  soilt  d^termin^. 

Ponr  proc^der  k  Pex^cution  de  ce  plaui  nons  nous  y 
prendrOns  ainsi  qu'il  suit,  savoir: 

Mona  ^rirona  des  lettres  en  forme  de  bref  ^  aux  archevA. 
ques  et  ^v^quee  titttlaires  des  dioc^es  ezistans  avant  ^a  bulle 
de  1817>  et  lea  autoriserons  k  contlnuer  Pezerdce  de  leur  jnri- 
diction  dana  tous  lea  lieux  de  lenrs  dioceses  respecUfs,  et  dans 
f^tendue  des  Hmites  qui  circonscrivaient  chacun  de  cea  dic 
b^ses  ant^rieurement  k  la  bulle  prdcit^e;  en  dpnnant  encore  le 
pottvoir'  aux  archeviques  de  reconnaitre  provisoirement  poar 
leurs  suffragans  les  ^vggnes  qui^.avant  ce  temps,  ^taient  sujefa 
k  leur  droit  mtoopoiitain,  et  en  enjoignant  robKgstion  aux 
^v^ques  de  Tecpanattre  provisoirement  rautoril^  dea  archev&^ 
ques  desqnels  ils  '^taient  «ufiragans  avant  ce  temps, 

iNous  eo^rons  pareillement  des  lettres  en  forme  de  bref  ii 
chacun  des  archev^ques  et  ^v^ques  auxquelSy  post^rieurement 
au  concordat  de  18179  nous  avons  accord^  Pinstilution  canoni<* 
qne  ponr  des  si^ges  ezistans  avant  cette  ^poque;  et  nous  leur 
eignifierons  de  prendre  sans  retard  possession  de  leurs  si^gei, 
et  de  gouvemer  provisoirement  ces  dioc^ses  dans  l*^tendue  dea 
limiteSy  et  avec  les  m^mes  rapporta  m^tropolitains  qui  ^taient 
en  vigueur  avant  lea  susdites  lettres  apostoliquea  du  27  juillet 
1817. 

£t  afin  qne  lea  dioceses  exiatana  avant  la  circonscription 
de  1817)  qui  sont  actuellement  vacans^/  ne  demenrent  pas  non 
plas  priv^  plus  lon^temps  dePasssatance  des  pasteurs,  noua 
dornierons  l^stittition  caneniquey  cPnrorm^tnent  a  nos  leitrea 
apostoliqnes  dn  27  jniUet  1817|  eux  individns  Domm^  par  le 


.;•>«     li 


m 

# 

Boi  k  CM  nigtB,  apris  qna  kiir  proc^  «Qr»  M  NMrait>  cn  ]a 
fbruM  ordinaire;  et  cette  «^ine  m^hode  eem  enoom  preiiqii^ 
«Dvere  les  ^lieee  qni,  dena  cel  interfelley  ■«'eetf^JKdire^.  juequ-i^ 
co  qii'iuie  DoaTelle  circoiiecriptioii  soit  ^Hgf^  d'iiiie  jgeanitoe 
•Mde,  ▼icndront  it  Teqaer. 

Enittite,  i^acun  des  ^viquea  ^ui  oere  proina  par  «aeaa  au 
ei^es  auementionn^af  ainai  que  ceux  que  noua  propoaecona  euz 
•i^ee  qm  yiendront  a  vaquer  k  ravenir^  racevrent  ^aleneot 
de  noua  dee  lettrea  en  forme  de  bre^  dana  leaqneliee  noue  laiir 
signifierona  que  quoiqu*ila  aient  re^u  rinatitotion  canonique  cob- 
form^nent  aux  lettrea  apoatoliquea  da  i27  juillet  1817»  pluaienra 
Mm  cit^ee^  ila  devront  n^annMmia  n^gir  proviaoirement  lenra 
diocteea  dana  lea  limitea  et  avec  lee  rapporta  metropolkaiiia 
qai  eadataient  avant  la  dernite  circonacrjption  qne  noua  avona 
deoern^e.  Finalement,  pour  ce  qui  regarde  lea  ^v^quea  que» 
ear  U,  nomination  du  Roi  trea  chr^tien,  noua  avona  pr^oa^a 
aux  ai^gea  nouvellement  ^g^  per  noa  lettrea  apoatoliquea  du 
27  juillet  1817  y  noua  leur  aignifierona  de  aVibateniry  dana  oet 
intervalle,  c^eat^iudire  juaqu*^  ce  que  le  diminution  dea  ai^ea 
dont  noiia  evona  parl^  plua  heut,  aoit  d^termin^  de  feire  iiaage 
do  rinatitotion  canoniqne  qu'ila  ont  regue. 

Quant  k  ce  qni  conceme  PEgliae  d^Avignon,  qui  .«  ^t^ 
^rig^  en  archev^ch^  par  lea  Icttrea  apoatoliquee  da  27  juillet, 
plasieara  foia  mentioiindea,  comme  il  n^eat  paa  poaaible,  en  pre- 
nunt  cette  meaure  proviaoirei  de  la  regarder  comme  ^piacopale, 
par  conaiqoent  noua  la  laiiaerona  aoua  le  r^gime  dea  vicairea 
capitulaireai  ou  hien,  ai  le  Roi  trea  chr^tien  raime  mieux,  neoa 
conf<&rerona  un  titre  in  partibus  infidelium  it  I*eccUaiaati- 
que  que  le  Roi  nooa  d^clarera  etre  dana  riotenlion  de  nommer 
a  ce  ai^e^  et  noua  lui  donnerona  proviaoirement  Padminiatra- 
tioiKde  ladite  Egliaei  dana  lea  limilea  dioc^ainea  et  avee  lee 
repporte  in^ropolitaina  qui  exiataient  avant  nea  lettrea  apoato<- 
>  Kquea  dn  27  juiUet  1817- 

Tel  eatie  plan  que,    pour  epporter  quelque  remede  tem- 

poraire  aux  maux  lea  plua  preaaana  dea  dgliaea  deJFrano^  nooa 

,  o  angg^r^  notre  affection  aignal^e  pour  cea  ^Haea,   pour  le  fioi 

trea  chr^eny  et  pour  toute  la  nation  frangaiae,  plen  qae  nooa 

allona  mettre  bientftt  k  exfcution. 


/ 


113  .  - 

V 

I 

qmunoatti^^oof  d<i' toiw  «itpofte^,   qae  lea   dispodtiotw.  proTi* 

.  loiiW  qoo^  Wiia?*XoMo  dm  dfcomimeAB^  nont  ayooo  jug^  do- 
▼oir  prendre,  ne  soot  li^ea  ii  auciine  copdition.  'aiosi  que  Tooa 
senrfifieyi  le^toftpQonii^ry .  et  qtt'il  n'eat  nuUemeoL  ii  qraindre  qae 
ce^  ^tftt»*  tMDpomM  dio  aa.  natnre,  devienno  perp^luelf  ou  da  ' 
mfiim  darer  longMi  000606  aA  pr^udice  des  ^glisea  de  rranco* 
£fc  nfin  qij»  icoeti  ^iiiiiiieK  ^oigaer  tout-a-fait  oette  crainite  da 
voib  oooiiray   mfm  ne  voulons  paa   qne  Yoits  ignoriea  nonplua 

.  le  ^tteoigfiage  aolennd  et  ^c^tant  de  aon  excellente  yolont^ 
que  Sa  Majeal^  a  bien  youlu  noua  donner  toot  r^ceininentj 
car,  qnoique.  Sa  Mi^eat^  noua  eut  d^montr^,  dana  tout  le  cours . 
de  1»  n^gociationi  aa  yolont^  d'une  znaniere  ai  poaitiye,  qae 
noua  n'iiurioeia  pn  mtete^aoup^onner  ce  que  youa  craignez,  ce« 
pendant,  afin  de  ne  laiaae^  ii  personne  aucun  lien  ^  dea  doutes  . 

,  ou  a  dea  aoup^oiia,  elle  nous.a  d^clar^,  mojennant  une  note 
ollicielle  que  noua  poas^dona,  que  aon  intention  est  d'abr^er 
le  plua  qu'il  aera  poaaible  la  doree  dea  mesurea  provisoi^es  qui 
oot  ^t^  conyenuea  entre  noua  et  Sa  Majest^,  pour  rem^dier 
anx  maux  lea  plua  presaana  dea  ^glises  de  France;  que  son 
intentfon  est  ^galement  d'employer,  de  concert  ayec  nons,  toua 
les  moyens  qui  sont  en  son  poavoir  pdur  faire  jouir  ces  ^gli-- 
aes  des  ayantages  qut  duiyent  resulter  pour  elles  de  T^tflt  stable 
et  d^flnitif  qu'elles  doivent  ayoir,  comme  aussi  de  r6aliser,/aui«  / 
yant  les  formea  constitutionnellea  de  aon  royaume,  et  k  meaure 
qoe  lea  ressoorces  de  TEtat  le  permettront  sans  surcliarge  poor 
Ms  peuples,  raugmentation  du  nombre  dea  ai^ges  ^piscopaui^ 
aelon  qu'il  sera  reconnu  ndcessaire  pour  les  besoins  des  fid^lea» 
Les  t^moignages  ^clatans  que  nous  avons  regos  de  yoa 
aentimens  unanimes  et  de  votre  d^votion  singuliere  enyera  la 
cbaire  "de  aaint  Fierre,  et  de  la  confiance  que  justement  yooa 
ayez  plac^e  dans  notre  sollicitude  apostolique,  ne  nous^permet- 
tent  pas  de  douter  que  vous  yerrez  ayec  satisfaction  ce  que, 
dans  cette  diiBcile  situation  deS  alTaires,    nous  avous  jug^  de- 

.  yolr  decideVk  Et.puisque,  lorsque  m^me  vous  ne  connaissiex 
pas  si  distlnctement  nos  ihlentionsy  vous  nous  avez  expresa^- 
ment  d6clar6  que  youa  receyriez  ayec  joie  et  que  youa  ex^u- 
teriez  avec  unaninnt^  ce  que  nona  auriona  Hddi  dan^cette^  af» 


ita 

laire,  aoQS  4aT09#.Atre  d^s^twil  plot.  emifm  gQ^cfMroo . «yoir 
le^  de  oovfr-istoe  luie   pkiQe  el  perCute  a^fien  lio/  toiMf  noe  < 
pro|el«,  Too»  To|u  mauitieodree  enpore  jim  faisnee  des»  oMle  ^ 
r^soletipiu    •  

Noes  mras  le  pfoinettonty  v^D^Uot  Maree^  de-vetri  ttto' 
illastre  ordrey  ii  qtti^  poor.  set  aiMte»  iupMeon  et  ponr  «io  * 
-verlQS  ^rouvte^  1101V  pertjona  une  Mtnae  tonto  «pertioiilidrey 
pour  leqnel  none  •onunes  mmi  da  plue  grind  intMlv  ef  qa^ 
noae  GMriuont  tres  affectueutement.  Ponr  gege  earar^  de 
notre  teBdresee,  noue  Toue  donnone  de  tont  aotve  ooenri  rini^ 
raUee  Irereey  le  UaMictioa  epoetoliqae. 

Donn^  k  Romey  prefSainte-Mane-Hajettre^  le  19  aodt  1819| 
le  20*  de  notre  pontificat . 

Pie  rUy  Pape.    ' 

12. 

lySclaration   des   Cardincaix^    Arche%'Sque%  et  M^^que%  de 
France, 

(Monitear  da  30  teptembre  1819«) 

Noue  soussign^s  cardinaux^  archev4ques  et  ^v^ques,  apres 
avoJr  lu  aTec  la  plue  reapectuease  attention  le  bref  de  notre 
tres  Saint-P«re  le  Pape  Pie  VII ^  e  nous  adres8(&  eu  reponse  a 
la  lettre  que  noos  avions  .^crite  k  Sa  Saintet^  le  jour  de  la 
Pentec6tey  SQ  mai  18 19^  et  par  laquelle  nous  raYions  pri^  de 
ae  rendre,  dans  les  difficiles  circonstances  ou  nous  nous  trou- 
Tions»  rarbitre,  le  conciliateur  et  le  m^dii|teur  que  nous  ayions 

»  • 

cbois]^  auqael  nous  uous  ^tions  confi^s,  et  dont  ravis,  la  3^ 
dsion  et  le  jogement  devaient  faire  notre  force^  notre  sdret^ 
et  notre  consolation;  geraissant  sur  le  uialheureux  ^tat  ou  se 
trouve  r^glise  de  France.  sur  la  viduit^  d'un  graud  nombre  de 
eea  si^ges,  sur  les  retards  quont^prouv^  jusqu'^  ce  jour  la 
poblication  et  rez^cution  des  conventions  pass^es  en  1817 
entre  le  souverain  Pontlfe  et  le  Ro\  tr^s  cbr^tien;  desirant 
pourvoir  au  salut  des  fid^lesi  et,  autant  qu  il  eat  possible,  ^car- 
ter  tout  pr^texte  de^  rompre  runit^  catboliqoe;  nous  conflant 
en .  la  parole  r<nrale  de  Sa  Maje^e.  coiicevant  de  son  amour 
pour  la  rdigion  respoir  ^'un  prompt  et  meilleur  avenir  qiu 


114 

doit  r^her  de  F^tat  stabie  et  dMnitify  fratAh  i*fme  teaniirv 
poBitire  et  iolennene;  le  eakkt  nonfi  de  Dien  inroqttfS^'  aTons 
unanimement  r^solu  d^adbdrer,  eomuie  ndtu^d^claronii  adli^rer 
pleinement  anx  meenres  proviaoirea  qoe  Sa  Saintete  a  cra.de- 
Toir  4tra  adopt^es,  et  qa^elle  noua  a  fait  connattre  par^ta  iettre 
devoir  bient6t  adopter  poor  apporter  ^uil^e  renMec  teiiipo-i 
raire  aux  mardx  preatam  de  l'£giiae  de  France.  Cest  paur* 
quoi  nous  tnvitons,  exboitons  et  coffjurotta,  en  notre  aeigaeur 
J^ut^Cbristy  le  clerg^  et  lea  fidelea  dea  dioceaea  de  France,  de 
demeurer  a  notre  oxemple  ^troitenient  unie^  soua  cette  regle 
provisoire  de  discipline|')es  a^^ertiaaant  qtt*ila  ne  pourraient  a^eii 
ecarteri  pour  quelque  cauae  que  ce  aoit,  saM*  rompre  lea-liena 
desrunit^y  et  aans  abandonner  la  Toie  du  aaliit. 

>  A  Paria,    ce  treize  aeptembre  de  ron  de  notre  Seigneur 

1819. 

•}-  jd.  cardinal  de  P^rigord;  * 

4-  C.  O»  cardinAl  de  la  Luzeme. 

f  X.  ly,  cardinal  de  Baasset. 

-f  Fran^lB  dt  BemU^  ancien  archevique  d^Albi,  nommd 
a  rarchev^cb^  de  Bouen. 

-(-  Jean-BaptUtey  arcbev^que  de  Tours, 

^  Gabrielj  arcbev^qqe  de  Besan^on» 

f  ^nneJLouis-Henrl  de  la  Fare^  archev^que  de  Sens. 

-}•  Fran^is^  archev^qne  de  Toulouse. 

\  Jean^Ctiarles  de  Coucy^  arobev^que  de  Beims. 

\  Jean-Claude^  arclieveque  d'ArIes. 

\  iStienne^Antoine^  archev^ue  de  Vienne. 

-f  Jean^ltouie  d^HiUeon  de  Bonnac,  ancien  ^v^que  d*Ageh. 

-j-  Anne^Antoine-Jules  de  Clermont- ibnnerre,  ancien  ^v^que 
de  Chdlons-sur-Marne. 

-f  Charlea^  ahcien  ^v^que  de  Trivea,  nommi  a  l'6viclii 
d^Auxerre. 

-|*  LouU^Jo&epJi^Siffren  de  Salamon^  ^T^que  d^Orthosia, 
nomm€  k  r^v^ch^  de  Bellej.  ^      ' 

\  Jean^Bdptiete  de  Latilf  ^v^que  de  Charlrea*  ^  *- 

f  Hyacinthe-Louisy  £v^que  de  Samosate. 

JStienne*Jeajp^B€q)tiete^Louis  de»  Gailois  de  la  Tour^  ar- 
cbev^ue  '4^1tt  de  Bourg^*  *  '^^ 


116 

Maro^Marig  de  BombetteSy  ^^»  ^la  4'A«mlit* ,-  ^ 

Jearh-Paul  Gaetan  (U  JPina^  ^f^que  Ua  de  B<z]fn«. 

Louie-SyUfeetre  d^  la  C^dire^  ^iqM  dt  BeMvaii^ 

Louie-JuUe^Francoi&^  £jindignij  ^Yique  ^a  deNantes. 

Jean^Marie  de  Ibntem^y  ^v^que  ^a  de  Neven. 

Paul-ThirUe-David  d'^9troey  ,eveqoe  ^lu  d'Orange. 

jilexandre  LoiUe^Chiwlee^Roee  de  iMetangee'^  -^v^qoe  &n 
de  P^rigueux. 

Jean^Bapiiete  de  BouHU^  ^vdqoe  4Iu  de  Peiiierf. 

Charle9'jindrS'T0MiMeaint--BrunQ  Ramond  de  Laiande^ 
^^oe  ^ltt  de  Bodex. 

jHexie  Seeeely  ^v^ue  ^lu  de  S^es^ 

Roch^Etienne  de  Flchyy  ^v^qoe.^lu  de  SoiMons^  nonmie  k 
fivicb6  d'Aijtuo. 

jiuguetin^Louie  de  MontblanCj  Av^ue  ^lu  de  Saiot-Dies. 

daude-Magdeleine  de  la  Myre^Moryj  iv^que  Au  de 
Troyee. 

GmUaione^AuJbin  de  Filliley  ^v^ue  &a  de  Verdttn. 

Je^in-Bapiiete  Duboie,  ^v^que  nomai6  d*Aire«    • 

JeanJoeeph^Marie^Fictoire  de  CoMac,  iv^oe  nomni^  de 
Meaux.  ^ 

CUttsde^Joeeph^Judith^Pranfoie^Xavier  de  Sagey^  ^v^oe 
Bonaoi^  de  Saint-CUnde. 

Antoin^Xanfier  d^  Neyrac^  iv^que  nomm^  de  Terbee, 

13.        - 

AUocution  prononcie  par  le  S,  P.    daae   le  Coneistoifre   du  2S 
aout  1819. 

.  (Moniteor  do  8  lepteiDbre  1819.) 

V^n^rablee  fr^resj 

VoQs  conneiseei  -  poffai tement »  v^n^ables  freres,  par  ce 
que  nons  toos  avons  ezpos^  dans  Pallocution  que  oous  vons  avooe 
adress^e  dans  le  oensistoirs  secret  du  B  juillet  1817»  Tempres.* 
aement  avec  lequel  nous  avons  travaill^  a  oenclure  une  con-* 
-vention  avee  le  Boi  ixkm  chrAtien,  tifin  de  pourvoir»  moyennant 
im  arrangement  beureux  des  affairea  de  PB^iee  dans  le  royaume 

8* 


\ 
/ 


118  '  ^ 

de  FranQe»  an  .9«Iot  des  fidMes  de  ca  royiniiiiey  eeloa  qtle  noe 
devoirs  «poetoliquep  noue  en  font  la  Ioi|  et  aneei  afin  de'eat]»- 
fair^  aux  yoeax  du  Boi  tres  cbr^ticn ,  qat  uoua  affectiotinona 
d^une  maniere-toute  particulierei  et  a  ceux  de  tout  lea  bommea 
4e  bien»  Mais  voua  n'ignorez  pas  non  plus  ^ue  rexecution  de 
cette  convention  conclne  le  11  juin  1817f  est  encore  aujour- 
d'bui  Buependue,  et  qua  les  auitea  heureusee  que  noua  noua  en 
promeUiotis  ont  iii  contrari^es  et  retard^,  non  sans  noua 
caaeer'la  plua  vive  douleur.  £n  effet,  il  a  et^  porl^  a  notre 
^^onnaissance ,  au  nom  da  Roi  tres  chretien,  que  lea  charges 
qui  pesent  aur  le  royaumey  et  qui.ne  permettent  pas  T^tabbV 
aement  dea  qnatre^vingt-douze  si^ges  ^piacopaux,  ainai  que 
d'autrea>  emp^chemena  qui  ae  aont  oppoa^a  k  rex^cution  de  la- 
dite  conveptjon,  ont  forc^  Sa  Majeat^i  pour  les  ^rter,  ii  a'en- 
tendre  avec  noua  et  a  8ol]i<;iter  quelque  r^duction  dans  le 
nombre  de  ai^gea  dont  elle  avait  demand<&  TiSrection*  Dana  ce 
.but,  le  Roi  tr^a  dir^tien  a^est  adreaae  a  rautorit^  apoatolique 
pour  que  cette  riduction  fdt  effectu^e  de  la  meilleure  mantere 
poasibleeu  egard  aiix  circonstances  dana  leaqaellea  ae  trouve  le 
royaume}  et  .aelon  lea  regles  prescrites  par  lea  aaintacanona. 
Comine  npua  n'avons  rien  tant  a  coeur  que  de  recueiUir  cea 
fruits  abondans  que  noua  nous  aommea  promia  de  ]a  conven- 
tion  aas.mentionn^e^  et  de  voir  que  lea  affairea  eccl^iaatiquea 
aoient  enfin  r^gleea  d'une  maniere  stable  dana  le  floriaaant  roy- 
aume  de  France;  ayant  d'aiUeura  le  d^air  >de  aatiafaire  aux 
voeux  de  Sa  Majeat^,  autan^que  lea  devoira  de  notre  apoato- 
lat  noua  le  permettent,  noua  lui  fio^ea  aavoir  que  noua  ne  noua 
cefuaiona  paa  a  quelque  dinjinution  da  nombre  dea  si^gea  ai 
lea  intdr^ta  de  r£gliae  et  du  royaume  le  demandaient  abao* 
lument. 

Cependanti  connaiaaant  que  la  d^terminatiion  dea  nouveUea 
limites  dea  dioc^ses,  selon  la  nature  dea  lieux  et  la  commodite 
dea  fidel^a,  Cit.  que  :Iea  op^ationa  ndoaaaaisea  popr  ex^cuter  la 
diminution 'demand^  dea  ai^gea,  ,ue  pouri^aieDt  paa  ^tre  ternuU 
n^ea  en  peu  de  f«nipa;  ayant  ^t^  ipatruit  du  malfaeurenx  ^tat 
dea  ^gliaea  de  France,  et  de  la  viduit^  de  pluaieurs  de.cea  ai^- 
gea,  noua.  avpnit  j/ifgi-  qiie  qyptre  ao)licit|ide  apoatoUqqo  i|oua 
iaiaait  un  d^volfr^^e;  .ten}(»  w  Htteqdanti  k  le«pr  mow^,  et  de 


.117 

prendre  qaelqne  exp^dient  temlporAiTe,  afia  de  rem^dier,  le  plofl 
tbi  possible,  aax  maux  clont  les  ^lisea  de  France,  priv^^a  d^ 
la  pr&ence  de  leurs  pasteurs,  aont  actuellement  afflig^es.  Noua 
^tant  propoa^y  en  prenant  cette  r^Dlation,  d^^carter  par  ce 
noQveau  t^mbignage  de  Pindulgence  apostoliqtie,  rempdcliemeiit 
qaiy  ainai  qtt'on  noiis  Fa  expos^,  r^salte  de  r^taUiseement  d^ 
quatre-vingt-douze  aidgea  dana  lea  circonatancea  actoelletf  da 
royaame;  ayant  ausai  poar  objet  d'obtenir  en  faveur  de  1'EgHse^ 
les  avantages  que  noua  noaa  aommea  promia  d'e  ladite  conven^ 
tion,  apr^  avoir  mdrement,  etpendant  long^tempSy  examib^ 
toate  cette  afTaire,  et  ravoir  trait^e  durant  Peapat^e  de  pluaieora 
mmsy  aoit  dana  lea  lettrea  que  noua  avons  ^critea  et  re^ea  k 
ce  sajet,  aoit  en  consultant  une  congr^gation  form^e  de  queL 
qnes-ana~  d'entre  tous^  et  apres  avoir  impIor6  lea  lumiirea  d*en 
Bauty  voiei  les  dispositiotia  que  noos  avona  jugd  convenable 
d^adopter  pour  la  conduire  a  fin.  Nous  aommea  donc  r&olua 
d^accordeTy  cn  attendant,  aux  archev^ques  et  dvequea  qui'  gon- 
Ternent  actnellement  les  eglisea  de  France  (et  aans  excepter 
ceux  que,  dana  notre  consistoire  du  l^  octobre  1817,  noua 
avons  tranafc^^s  a  des  si^ges  nouyellement  ^rig^s),  la  facult^ 
de  conserver  les  ai^ges  dont  ils  aont  en  ce  moment  en  posses- 
sion,  et  de  continuer  a  r^gir  dans  cet  interialle  leura  dioceses^ 
ftans  qu'il  eoit  fait  aucun  changemcnt  dans  lenrs  limites  ni 
dans  leura  rapporta  metro|>oIitains  dana  lesquela  ils  se  tronvent 
sctnellement ;  nous  conc^dons  pareillement  aux  ^v^ques  canoni- 
qnement  promus  aux  si^ges  qui  existaient  avant  la  circonscri- 
ption  de  1817;  la  facult^  d'aller  gouverner  temporairemeut  cea 
^glises,  dans  les  limites  et  dans  P^tat  ou  elles  se  trouvent. 
Les  chosea  ^tant  r^gl^es  ain^,  lea  ^vfequea  que,  sur  la  nomi-* 
nation  du  Roi  trea  chr^tien,  nous  avons  pr^poses  aux  siegea 
ingii  par  nos  lettrea  apostoUqaea  da  27  juillet  de  Pan  1817^ 
devront  n^cessairemiBnt  a^abstenir  de  Pexercice  de  rinstitution 
canomqae  qtt%  ont  re^ne  ]U8qu'a  ce  que  la  r^daction  deman- 
d^  des  si^gea  aoit  d^ermin<^. 

Poor  procdder  a  Pexdcatioa  de  ce  plan^  noiia  noaa  y 
pren^ronii  ainsi  qtt'il  anit: 

Ntma  dcrirons  dea  lettrea  «n  forme  de  bref  aux  archev^ 
<|ues  et^  ivtquea  titobdrea  dea  dioceaea  exiatank  avant  la  bulle 


)       I 


118 

de  ISfty  et  leur  manderons  •  de  coutinUer  Pexerdce  itf  leor 
jaridictioB  dans  tpus  les  lieux  de  leurs  dioceses  respectjrs  et 
dans  r^tendde  des  limilei  qui  circonscrivaieDt  chacun  de  ces 
dioceseft  ant^rieurement  a  la  buUe  pr^cit^e,  fn  donnant  eiicore 
le  pouvoir  aux  archev^ques  de  reconnaftre  provisoirement  ponr 
leurs  suffragans  les  ^vdques^qui,  avant  ce  tempSy  ^laient  sajeta 
a  leur  juridiciion  m^tropolitainey  et  en  enjoignant  robligation 
atuc  eveques  de  reconnaitre  provisoirement  l'auiorili§  des  arche- 
v^ques  desquels  ils  ^tsient  suilragans  avant  ce  temps.  Nous 
icrirons  pareillement  des  letlres  en  forme  de  bref  k  chacun 
des  archev^ques  et  ^veques  auxquels  posi^rieurement  au.  cbn«* 
cordat  de  1817  lious  avons  accord^  Hnstituiion  canonique.poor 
des  si^ges  existans  avant  cette  ^poque, '  et  nous  leur  signifierons 
de  prendre  sans  retard  possession  de  leurs  si^gesy  et  de  goa- 
verner  provisoirement  ces  dioc^ses  dans  l'^tendue  des  limitea 
et  avec  les  m^mes  rapports  metro^olitains  qui  ^taient  en  yi» 
gueur  avant  les  susdites  leitres  apostoliques  du  27  joillet 
1817. 

£t  aGn  que  les  dioceses  existans  avant  la  circonscription 
de  1817^  qui  sontactuellement  vacans,  ne  demeurent  paa  plua 
long-temps  priv^s  de  Passistance  des  pasteurs,  nous  donnerons 
rinstittttiqn  canonique,  conform^ment  a  nos  lettres  apbstoliqaes 
du  27  juillet  1817,  sur  la  circonscription  des  dioceses  de 
France^  aux  individus  nomm^s  par  le  Roi  a  ces  si^ges^  api^es 
que  leur  proces  aura  ^le  instruit  en  la  fqrme  or^inaire,  et 
cette  mdme  m^thode  sera  encore  pratiqu^  envers  Jes  ^glises 
quiy  dana  cet  intervalle,  c^est-a-dire,  jusqu'!^  ce  qn'uaia  nouvelle 
circonscription  soit  r^gl^  d'une  matoi^re  sta^Iey  viendront  k 
vaqutr* 

Ensuite,  chacun  dea  ^v^ques  qui  seta  promu  par  norus  anx 
si^ges  sus.mentionn^|  ainsl  qtie  ceux  que  nous  pr^poserons  aux 
si^ges  qui  viendront  a  yaquer  II  1'avenir,  recevront  igalement 
de  nous  des  lettres  en  forme  dc  bref^  dans  lasquelles  noui  lenv 
signifierotts  que  quoiqu^ils  aient  re^u  rinstiiuCion  canobique, 
conformement  aux  letires  apostoliques  du  27  joiltet  18i7t 
plusieurs  foia  cit^es,  lls  devront  n^ahnioins  r^gir  ppovitfoiAmfent 
leurs  dlocescs   diinS/les  limitak  n  svec  les  rapport^  ^' n^tPopoUr 


^19 

toins  foi  exiaUieat  ayant  If  d^rniire  cijrcoaiqrjption  gi|e  npya 
fvons  ^tablie. 

Finalementj  ponr  ce  qni  regarde  lea  ^vdques  qiie,  eur  |a 
nomination  da  Roi  trea  chr^lien»  naoa  ^yon%  p^^pos^s  aux  ai^- 
ges  nouTellenient  ^-ig^  par  oqa  lettreii  .apostoliques  da  27 
j^illet  1817,  nous  leur  maifderons  de  a^abstenir  dana  cet  iuler- 
yallei  c'eBt*a-dire^  jasqu'a  ce  que  la  diminu(ion  dee  ai^ge» 
dant  nous  ayons  parl^  plua  haut  aoit  d^termip^j  de  faire  usage 
de  rinstitution  canonique  quUlg  ont  regue» 

Quaqt  a  ce  qui  concerne  T^gliae  d^Avignon,  qui  a  ^t^  ^ri- 
gde,  en  archev^cLd  par  lea  lettrea  apostoliquea  du  27  juillet  suar 
naentiopn^es^  couioie  il  n^est  paa  possible,  en  prenaut  celle 
mesure  provisoire,  de  la  regarder  conuue  ^pisix^pale,  nous  la 
lai.Hseron8,  par  cette  raisouy  sous  ]e  gottvernement  dw  vicaii'es 
capitulaires^  ou  bien,  si  le  Roi  tres  chr^^tien  raime  mieux,  nous 
con£6rerons  uu  titre  iu  parUbus  infidelium  a  reccl^siasti- 
que  que  le  Boi  nous  d^clarera  d'^tre  dons  riuleiition  de  nom- 
mer  a  ce  ai^ge,  et  nous  lui  donnerons  provi^oirement  radmi- 
niatration  de  ladite  ^glise  dana  les  limitea  dioc^Bainea  et  avec 
lee  rapporla  m^tropolitains  qui  eziataient  avant  lee  leltrea  apo* 
etoliqDes  du  27  juillet  1817-  Tel  eat  le  plan  quf ,  |iour  ap^ 
porter  quelque  rem^de  temporaire  aiuc  maux  lea^pl^s  pr^saans 
des  ^lisee  de  Fra^ce^  noua  a  aogg^^  notre  affection  signal^e 
poor  ces^eglises,  pour  le  Roi  trea  chr^ien,  et  poiv  tpute  )a 
Hation  fran^aise,  et»  afin  que  penonne  ne  paisse,  aoup^ooner 
qoe  les  dispositiobs  provisoireSy  que,  Ttt  la  forco  dea  circon- 
stancesy  nous  avone  jug6  dewir  prendre  dana  cet  intervalle^  ne 
deviennenl  perp^tuelles,  on  dn  moins  ne  durent  longues  anu^es, 
uooa  avooa  demand^  au  Roi  tr^  chr^tien  qae,  conform^ment 
auJL.  intentions  qa'il  noys  a  manifest^es  dana  tout  le  ooors  de 
la  i^odat^on,  il  voul&t  bien,  au  moment  de  rex&ution  de*  la 
xaesure  pr^visoire  sas-f|ientiQnn^i  nous  declarer  ce^  mtoies  in- 
tentions  d'uae  manicjre  '^ellement  posiLivej  ^)ie  persoiine  ne  pipisse 
q^ntorver  de  pareils  douiesi  l^  Aoi,  dfina  le.  d^ii^  M  donner 
m  t&pioignage  solennel  de  son  ^TCceUente  volonlc^y  nous  a  de- 
^ivip  p^r  aue  not^  offioielley  /^ue  aoii  int^tioti  eat  d'ahr4ger, 
M  jfif^.  q^'il  fera  possible,  l^.  dvr^  dei|  mesures  provisoirea 
qw  ont  m  convenuef  entre  jriwe  ei.  B^  %g  ^^mcji^^^iw^  aux 

if,:'f  » 


k«.  -.  I- 


Ittp  ♦ 

mipcc  te  f)«lr  prMiABS  dtf  P£gliie  de  Frwce;  qui  iMii  inTeiition 
rjf 8t.  i^igelcffiei^/  d'einploycry  de  oonoert  aYec  movm,  tous  les  moj- 
:.eiifl^;giii  «iDiileii  (»011  pouvoir  pour  faire  jpuir  cette  Egliie  dea 
0f0alLagi^  qui  c^inUent  ponr  elle  de  T^tat  atable  et  d^finitif 
/qii'QUe  ddit  avoir>  cooioie  aaflsi  de  r^liser,  suiyant  les  fonnee 
constitutionnelles  de  aon  royaume,  et  a  meture  que^  lea  reBaooiu 
.cea  de  TEtat  le  permettront,  sana  surcharge  pour  aea  peuplea, 
rAUgmentation  dtt  nombre  des  si^ges  ^piacopaux^  aelon'  qu^ 
a^a  reconnu  o^ceasaire  pour  les  bqsoins  dea  fidelea. 

Lee  chosea  ^tant  r^^lees  ainai,  en  mettant  la  main  k  roeu*» 
vre  eana  le  moindre  retard,  nous  allona  proposer  aux  ^liaea 
de  Vannes,  de  Valence,  de  Saint-Brieux,  d'Orldansy  de  Saint- 
Flonf  et  de  Strasbourgy  les  personnes  nommdes  par  le  Roi, 
ayant  d^a  regu  les  lettres  de  leur  nomination  et  lea  procea  sur 
}es  qualit^  des  nommes  dtant  pr^ts. 

Oans  les  nombreuses  difEcull^s  que  la  cause  catholique 
^prouve  en  France,  nous  esperons,  vdndrablea  freresy  que  lea 
mesures  que  nous  avons  jug6  ^tre  tiniquement  possible  de  pren* 
dre,  pour  le  moment,  pour  apporter  quelque  rem^de  temporaire 
aux  mauic  plus  pressans  des  6g]hea  de  Francey  et  pour  appla- 
nir  le  chemin  k  rarrangement  total  des  afiaires,  seront  ^mi- 
nemknent  utiles  pour  obtenir  ces  avantages  que  nous  nous  som- 
mes  proposds,  et  qu'il  nous  sera  donnd  de  voiry  par  la  faveur 
du  p^re  des  misdricordes,  les  ^glises  susmentionndes  joiur  enfin 
de  la  paix  d^sirie. 

14. 

Rapport  au  MoL 

.     QSiaoiUm  du  4  aeptenbre  1819«) 

Sire, 

Votre  Majeatt  ai'a-ordoim<  de  lni  piraposer  Peaploi  ,da 
inillionde  r^ervie^  eorapris  aa  badget  do  mon  miniat^re,  dans 
le  cfaapitre  des  dcpeHses  eccl&iastiques;  son  intention  atov^ooxs 
jM  quAoettei^anime,  «insi  qae  les  fonda  reatant  iibrea  sur  les 
-rtetTOB^aintfeieofes» '  fliiiciit  ^r^artia  cette  anuM  en  aecotm 
oictraonndiiiaiBeB^  vDie.eki  amelieew^ns  peittumeiitea ,  dana  toulea 
lea  parties  essentielks  da  serviee  irdigieuae. 


<•. 


m 


Hua  afin  qn^  Vetr*  Majwt^  ][mbie  ittiMar?  4f^fMir^9^i^ 
litid  des  mefiires  bieDfkieantes  qiii  l\>€C»IMift'  eii  dr'MMMity"'}e 
lui  deinande  la  peizpiasion  de  mettre  Ms  aeft  Jftaltitii  ^tffttf^^e 
c^lea  qm,  depnis  son  heurenx  Mtour. 'att  'ti^^ne- 4e  a^  )pikm, 
ont  d^j^  srgoal^  sa  piense  sollicrtttfle  d«ft  lec^Mera  dlis  ^nalt^ 
ann^ea  qni  viennent  de  a^^conler.  <     .    »        > » 

Votre  Majestif  a  ^ev^  de  ;500  francs  k  750  et  i  900  francs 
ponr  lea  septuag^naires ,  le  traitement  de  vingt-^six  miUe  ^ud- 
cursales ;  elle  a  accord^  un  suppletnent  de  250  francs  k  qnatre 
mille  cinq-cents  vicaires,  r^tribu^s  par  les  paroisses  qui  lcs 
ont  demand^ ;  elle  a  Bx6  une  indemnite  de  200  fr.  pom*  plds 
de  deuz  mille  pasteurs,  qui  sont  autoris^  k  c^Arer  une 
aeconde  messe  dans  lea  snccursalea  vacantes  et  voisines  de 
la  lenr. 

Mille  bonrses  de  400  francs  ont  ^t^  ajouttSes  k  1,850| 
qni  ^taient  pr^cedemment  fond^es  pour  les  ^eves  des  s^mi- 
nairea. 

Le  traitement  des  curds  de  premi^re  et  seconde  classe  s'eat 
nogmente  en .  proportion  de  leur  ^ge:  500  frauQs  ont  et^  ajou- 
tea  k  celui  des  vicaires-g^n^raux  et  membres  des  cliapitres; 
6,000  francs  a  celui  des  ^y^uea  titulaires;  10,000  francs.  i 
celul  dea  archevfeques.  .        ,  •     . 

Ainsi,  ,de  trente  mille  ecd^siastiquea  qip  ezarcent  actue^ep- 
ment  leur  ministere  en  France  avec  un  traitemimt,  de  ret;^,.  ^ 
ii'en  est  pas  nn  qui  n*ait  ressenti  les  beureujc  efibts  de  la  pr^- 
aenoe  de  Votre  Majeste  aa  milieu  de  ses  snjets. 

Elle  a  fait  en  ontre  distribuer,  par  rentremise  dea  ^vi* 
quea ,  nn  aecoura  annnel  de  200,000  fr.  aux  andena  cur^  et 
desaervana,   que  Ykge  et  les  infirmit^  obligent  de  quitter  leura 

fonctions. 

Bm  ^k  aeMinie^  tat  v^artte,  par  M.  le  graindei-Mnionier, 
k  cenx  qna  dea  eansei  aenUablaa  ont  e»pooh6a^de  arepsend]» 
im  aarnce-.aolifc-  ■  .  -   j.i  r  t.  . 

800^000  franca  a^aft/enooBO  codiii>  oha^ae  ann^i  aw 
asperieni*  diee^iBi,  po«Hct  le  «Bonfaigimen^/  dcn  anoienBea  rali- 
j^aea,  it^^  infinniA,»  el.  nSajaiit  paa  4^ateeaMaaoiiroaa>9iie 
lenr  penaion  TMuile  dfa.denx  ^aeia^  -        *     im>      j  ^    •* 


t 

Si  tooft  ces  actes  de  justice  et  de  bienlaisancp  ont  eie 
.pottibleay  c^est  qu'ilr  ^taient  devancea  par  le  Toeu  public  ^  c'eet 
^ue  lea  deuz.  chambres,  aecondant  lea  deairs  du  moiiarqiie  ^  ont 
accru  de  lOyOOOtOOQy  en  ti^ois  annees,  le  budget  du  clerg^  II 
^tait  born^y  jus^u^en  ,1815,  a  U>500;0D0  ir.^  il  dcfpass^  aujour- 
d'bui  22,000,000  9>  sans  j  comprendre  11,000*000  de  pensions 
ecc]^astiqueS|  dont  une  parlie  est  imputable  sur  les  traitemens. 
II  est  sans  exageration  de  dire  que  ces  sommes  sont  presque 
doublees  cbaque  aonee:  1.  psr  celles  que  les  conseils-g^neraux 
de  tous  les  d^partemefis  et  des  milliers  de  communes  votent 
habituellement  pour  supplemens  de  traitemens  eccl^siastrquesy 
pour  ackaty  'constraction  ^t  reparation  d^edifices  necessaires  au 
culte;  2.  par  les  legs  et  donations  autorises;  3.  par  les  reve- 
mia  dea  fabriques^   4.  par  le  casuel  et  les  oITrahdes  des  fideles. 

Tant  d^efforts  sous  le  poids  des  chargea  les 
plus  accablantesy  ont  attest^  au  monde  chretien 
les  sentimens  religienx  de  la  France. 

L^autorite  supr^me  s*lionore  d'avoir  presid^  ai  ces  efibrts^ 
et  il  peut  n^etre  pas  inutile  d/en  rappeler  rensemble ,  afin  que 
la  bonne  foi  ne  puisse  plus  m^connatlre  ni  leur  ^tendue  ni  letir 
^vidente  nccessit^.  Le  sort  des  ministres  de  la  reli- 
gion  ^tait  d^plorable^  Votre'Majest^  «  tout  fait 
pour  l'adeucir,  et  dans  une  proportion  telle  qa'ii 
eilt^^t^  juaqu'ici  presqu'impossible  de  faire  da- 
Tantage,  et  pre,sque  cruel  de  faire  moina. 

Les  plaies  de  l'£gtiBe  de  France  oot  ^t^  ai  profondes,  qu'el- 
les  ne  pourront  ae  ferm^  en^erement  qu'avec  cellea  de  r£tat; 
maia  le  ten^  n^est  pas  loin  ou  les  unes  et  lea  autres  aurout 
disparli  aona  rinfluence  d'un  Gouvemement  paterne|.  et  r6- 
paratenr. 

Renferm^e  dana  sea  dbvoirs  qui  sont  autant  de  bienfaita 
envera  ia  soei^t^,  la  religipn  est  rappni  des  EtalSy;  parce.qu'elle, 
est  la,  sauve-garde  dea  moeurs  et  le  svpplen^eot  des  Ipis. 
Etrangere  a  Pexercice  du  pouvoir  civil,  elle  q^  s'y  mele  que 
par  le  aeoours  qn^elle  lui  pr4le  ou  ^i^elle.  en  reyoit|  en  dont 
elle  n-aae  qa'att  profit  dn  peuple  mkn^  h»  }usUce  et  la  po- 
liljque  eomiKiandent  de.Jni  accorder  tout  ce  qui  est  n^cessaire 
pour,  remplir  oette  toucbante  etaalut^  vocatipn.     Dans  uu 


r 


121 

Aat  «m  les  ponToirs  politiqnes  et  les  droits  des  dti^ttis  soiit 
r^I^s  par  ime  charte  constiJutiODnelle ,  domier  k  la  rdigioil^ 
c'est  donner  anx  malhenreux  qu^elle  sonlage,  a  la  morale 
qii'elle  ^eve,  k  la  vertu  qn*elle  cr^e  et  qn^elle  sbutient;  oe 
xft^est  point  angnleilter  indiscrHement  une  sntorit^  tempor^e, 
que  le  to^  ^clair^.de  TEglise  ne  r^clame  pas,  c'est  procureir 
senlement  k  cette  inflnence  tonte  spirituelle  et  toute  morale 
qae  la  religion  conservey  dans  Finter^t  mdme  des  gouTernemens, 
et  dont  ils  voudraient  'vaiijeraent  la  d^poniUer^  le  moyen  de  se 
inontrer  et  d'agir,  satis  ^tre  discr^dit^e  par  rimpuissance  de 
faire  le  bien  et  de  seconrir  cen^c  qu^elle  doit  consoler. 

Honor^e  dans  ses  malheurs  par  les  vertus  ^u'elle  a  U.^ 
-plojies  au  milien  de  la  pers^cution,  lEglise  de  France  n'a  pae 
besoin  de  grandes  ricbesses  pour  ^re  utile  et  respect^e;  msis 
longtemps  elle  a  ^te  opprim^e  et  affaiblie  par  une,  panvret^ 
contraire  k  Tinter^t  m^me  dePElat,  qui  veut  que  toutes  les, 
parties  dont  il  se  compose  jouisaent  des  avantages  qni  leur 
«ppartiennent^  et  soient  satisfaitesi  pbur  ^tre  unies  et  conconrir 
^alement  au  bien  public» 

Votre  Majest^  veiit  que  cette  ann^e  de  son  r^gne  sott  ea- 
csore  marqu^e  par  de  nottveaux  et  nombreux  soulagemens  ap- 
pliqu&  aux  divers  besoins  de  la  religion. 

Le  plus  urgent  est  celui  qu'epronvent,  depuis  trop  long- 
temps,  les  diocei^  priv^  de  premiers  pastenrs.  On  sausa 
bientot  que  ia  sagesse  rojale^  de  concert  avec  le  Ae£  de  2*£g1ise|. 
xi'a  rien  epargn^  pour  le  faire  cesser. 

Les  ^eques  ont  iit  ihvit^  k  faire  connattre  lee  besoins 
de  leurs  s^minaires.  Ces  t^tablissemens  sont  grev^  do.  denx 
•ortes  de  d^penses. 

Celles  relatives  aux  censtmctions  et  r^iaration»,  d^peo- 
daient  auparavant  du  vole  dcs  eonseils  giEni^aux  des  d^par* 
iemens;  elles  en  sont  di^sotmais  affiranchies»  Les  pr^ts  doi- 
▼ent^en  connaitre  la  n<6oessit^  d:  les  proposer.  Le  ministre  de 
rinterienr  y  pourvoit  snr  nn  cin^t  speciaU 

Mais  la  d^pense  eonrante  ddis^i^inaira  varie  daM  chaque 
localit^,  anivaot  la  cherfa^  des  liubaiMaaces  et  la  nombre  de 
leors  Akw%»}  Mb  n^est  jamais  coaverte  par  lenrs  reraius  ordi- 
naires^   qui  ne  sont  encore  qne  le  produit  des  bousseo  et  fidui 


m 


Au  faiMeB  p6iidDtf8|  que  ptu  de  Mmmarifltas  loitt  en  ^Ut  d'ac* 
4fiStt^.  Sl  ce  d^ficit  ett  cotnbl^,  ce  ne  peut  ktite  qne  par  la 
^»6ro8it£  peracAinelle  dea  ^v^ques,  ou  par  des  collectea  r^p^ 
-^^•Uailaiea  diocteea.  Une  ordoonance  du  SO  juin  demier  a 
dMin^  8OO9OOO  fvanca  a  diininuer  cette  g^ne  partoot  oii  elie 
^t  pltt»  siinrible. 

^  .Je  regrette  -que  la  lenteur  de  qoelqu^a  diocesea  k  fonrnir 
lea  renaeignemena  qui  leur  ^taient  demand^s  ,^  ne  m'aient  paa 
enoore  permia  de  lea  comprendre  dana  cette  r^partition,  dejk 
faite  en  grande  partie.     ' 

Lea  r^parations  dea  ^glisea  paroiasialea  et  dea  presbjterea 
t^nt  JL  la  charge  djes  commanea,  maia  trop  aouyent  leura  faiblea 
y^enna  n^y  peuvent  'auffire.  Votre  Majeat^  a  appronv^^  par 
im  otdonnances  du  SO  mars  et  du  SO  jnin,  qu^un  fonda  de 
660,000  franca  Mt  emptoy^  aux  aubyentions  qu'elle8  soUicitent 
pour  cet  objet. 

Plusieura  congr^gations  reUgieases  de  femmes,  autoris^ea 
depuia  long-tempa  et  si  recommandables  dans  lea  ^arapagnea 
par  rinstruction  gratuite  des  enfans  et  le  soin  des  malades  dans 
lea  viHes^  par  1'^ducation  cbr^enne  dea  jeunes  personnesy  ver^ 
raient  qnelquefoia  p^rir  leura  plus  beaux  ^tabUssemens  ou  re* 
nonceraient  k  en  former  de  nouyeaux  la  ou  ils  sont  le  j^Iua 
ni^cessairesy  si  le  Gonyernement  ne  les  aidait  a  aupporter  qud. 
^nes.  frais  extraordinaires  ^  trop  an-desaus  de  leurs  modiquea 
ressources.  Votre  Majest^  m'a  permis  d'appliquer  200,000  fr» 
k  ce  genre  de  bienfait. 

Pendant  la  demi^re  session,  des  Toix  se  sont  ^lev^ea  dana 
la  cfaambre  dea  d^put^  poar  repr^senter  PinsufEsance  du  se- 
oonrs  annuel  de  600)000  francs,  divis^  entre  six  a  sept  mille 
Yeligienses  pauvres  et  abcablees  des  infirmit^  de  la  vieillesse; 
on  a  propoB^  d*6iablir,  en  favenr  des  survivantes,  la  reversibi*. 
lit^,  dea  pensions  qui  8'i&teignent  par  le  deces  de  leurs  conN- 
pagnea.  €e  voeu»  qqe  des  motifs  d'ordre  dana  le  systeme  g^ 
n^al  des  finances  n'ont  pas  permia  d'accueillir,  se  trouve  rea- 
Iis6  d'une  autre  mant^re  par  rautorisation  que  Votre  Majeste  a 
daign(&'  me  dontter  d^ajouter^  dea  cettd  annee»  150,000  francs  ik 
h  snbventton  qne  lea  religiensea  re^oivent  snr  las  fonds  du  Mi* 
niacire  de  fintSnenr. 


m 

Vm  legere  eagaieBtalMMi  dans.: celle.de  SOOfiQO  kw^  M^ 
cordee  aaz  cuf^s  et  deesevyana  en  retrute,  et  une  x^pjup^^tim 
mienx  faite^  vont  niettre  lea  ^Y^quea  k  portee  d'^ikvec.»^00 
francs  le  maxicniim  dtt  aecoura  aox.  aciogenaHPea ;  k  4Q0.fr. vcim 
laidea  septoag^nairea ;  aSOOfr.  celoideapsrtoeedlaii&ge  iofirieiir» 

Vne  d^cision  dn  27  bramaire  an  11  (18  9oveail>re:180S># 
avait  ^tabli  que  sur  la  pr^aentaliiMi  dea  ^v^qoee^  et  k  tiire 
d'indemniti^  oii  de  jr^compenae,  quclquei  cur^a.  de  deoxjema 
claaae  pourraient  ^lre  pertonnellement  promua  au  titre  et.ra 
traitement  de  la  prekniere.  Gette  faveur  ai  aouvent  m^rii^e  et 
si  propre  ^  entretenir  one  louable  ^ulation  dana  Peaprtt  da 
aagesae  et  de  charit^  qui  convient  au  miaistere  paitoral^  ne 
s^etait  ^tendae  qa*a  quelqoes  diocesea  et  dana  dea  paroportiona 
in^alea;  Votre  Majeatd  a  daigne  permettre  quelle  devtnt  cnMOr 
m}me  a  toua  et  qa'elle  8'j  maltipli^t  jusqu  a  la  coiicarrence  dn 
dixieme  des  curea  de  deuxieme  claase. 

Apres  tant  de  marquea  de  la  bont^  royale,  )'oae  eocore 
riavoqber  pour  un  bien  plaa  g^n^al  et  plua  easeotiel  a  la  re^ 
Vgiony  puiaqu'il  tend  a  porter  aea  lumik*ea  et  aea  coBsolationa 
dana  cette  partie  nombreuae  de  la  popttlation  d^  canqpagneai 
qui  g^mit  da  malliear  d'en  itre  piav^e. 

Le  but  moral  qoi  se  pr^sente  dana  un  avenir  doigii^,  aecaU 
de  placer,  anX  fraia  de  TEtati  un  pasteur  dana  chaqoe  conir 
mjiaie  rurale*'  Toutea.  en  ont  le  m^e  besoin,  et  toutea  j-  0OX 
le  mema  droit  par  leur.  concOura  aox  cfaargea  pabliqoea;  .jDiaia 
1'insafBsance  du  nombre  dea  pr&trea  et  la  gravit^^  de  cattQ  d^ 
peoae^  seront  encore  Long-tempa  deux  obstaclea'  diffiqle^^l  aur« 
monter.  Ui  foxxerenty  lora  du  r^labliasement  do  culte  pisblio 
cai  Vnmcey  k  qboiair  entre  lea  communea  celLea  qoiy  par  leur 
popalation,  lear  importance^et  lea  avantagea  de  leur  aiUiatioD^ 
jn^ritaient  d'^itre  ^rigdes  e4  cbefa*lieiix  deiparoisaea,  ,avec  le 
tilre  de  corea  oa  di^  anccarsalea.  Cette  premiere  op^ration  fii(t 
laite  en  1804;  elj^'  A4  modili^e  en  1807  par  on  acte  da  GoOr' 
vtomettient  qni  liHg^ttenta  h  nombre  dea>  a^ocuraal^;  il.  en  rif 
pialta  laae  noiiveUe  c^rconaoi^ption  {ifurolsaifJa.  qoi  aubsiale  e^r 
coro '  «yjoinrd?lMM »  et  contre^  laqueUei  beamccmp.  ^e  qommme^ 
ont  rM^mi^  |iirc«;qa'eUea  y  perdirent  4^  .tibr^  de  sncqprialeai 
dont  l4an.  4^1iaea  avaient  joai  depuia  18048  .et,/|i|i  Ait.ajlan 


tMHIlpMti  oa  nmiellBnitot  oocovd^  ii  d^aiitret  ^ses'  dviniiiie 

CMltlNfe  - 

.  Get  comntiiiftSy  d^oQAlte  de  roTantago  d'&tro  poToiMeOf 
VmI  xodoaiaiidi  avoc  insUnco,  Eilea  ont  repr^ent^  tant6t  la 
dif&ciilt^  do  leoxa  comoiiinications'  ayec  un  paateur  ^loign^  taii- 
t6t  la  pr^firenco  diie  k  une  poailion  plus  centrale,  k  uno  eglioe 
ploi  yasteet  niieax  r^par^e^  a  un  presbyt^e  rachet^  on  facile 
k  r^tablir.f  Gea  faite  ^taient  aouvent  atteat^  par  lea  ^v^ues  ek 
lea  pr^feta.  K^anmoipa  le  gouTemeisent  pass^  n'eut  ancun- 
^ard  a  cea  plaintea^  ou  lea  eloigna  par  la  dure  condition  de 
n^^riger  une  anccuraale  qu'autant  qu'on  en  aupprimerait  nne  . 
antre,-  afin  que  le  nombl^e  nen  fdt  pas  augment^. 

Gea  demandes  se  sont  reprodnites  avec  plus  de  confiance 
soas  le  gouvernement  de  Votre  Majest^  Elle  a  daign^  en  ac* 
cueillir  plusieurs;  mais  aucune  solution  g^^rale  n*est  inter-* 
Tenne. 

0  est  Trai  que  le  d^ret  du  80  septembrO'  ISOTy  laissait 
anx  communes  r^unies  a  d^autres  paroissea  la  possibilit^  d^obte- 
nir  r^ction  de  leura  ^lises  en  chapelles,  sous  la  condition 
d^assncer  le  traitement  complet  de  lemr  cfaapelain,  ou  en  aiw 
hexea,,  pourru  que  quelquea  particuliers  s^accordassent  k  pron^ 
dro  le  n6me  engagement»  ^ 

Ceat  en  effet  sous  ces  deux  titres,  qtie  six  cents  (^glises 
non-paroissiales  sont  ouvertes  et  desservies  dans  le  royamno.^ 
On  a  long-temps  aollicit^  la  -mtoo  d^cision  pour  beaucoup  d^aii- 
tres;  mais  il  ^ait  difScile  d*accomp]ir  toutes  les  formalitda 
prMableSy  ot  1«  plupart  de  ces  demandes  n'ont  eu  aocuno 
auite.  Cependant  Votre  Majeat^  en  a  r^cemment  accorde  pln*  , 
sieurSy  et  j,'i^nrai  soin  de  lui  soumettrey  sans  retard,  toutea.col'* 
lea  qui  me  parriendroiit* 

Mais  parmi  les  communes  qul  ont  cbnsery^  lears  ^gUaea 
et  qui  d^sirent  la  pr^ience  d'un  ecol^iastique  ponr  les  desser^ 
vir^  il  en  est  qni  n'ont  aucun  moyen  de  Ini  foornir  un  trai- 
tem^t,  on  qOi  ne  poumient  j  aufSi-e  qn'eiK  partie.'  Ce.iM^ 
ost  siir-tout  frtfquent  dans  les  pays  panvres  et  montogDecnt 
dont  80  oompooent  plusienrs  dioceses  au  centre  ^^00  midlde 
la  iVaBOO.  Cest  Ik  que  des  chemins  difficilea  et  impraticabloo 
dHMni  Vliiv#r,  aourent  do  grandoa  di^noos,  s^par^iiO  des  ho^ 


nmmx  et  cles  Villiges  entiers  9%  leor  ^lfso  f  etoiselAle',  teiidii^ 
qo'ane  aotre  plas  Toisine  pourrait  lear  ^tre  oavertey  ou  boifiiiie< 
ncciirsale  aoaTeUe,  all  y  a  9ea  moCifa  aaffiaane  poilbr  leiir  ac* 
coFcSer  cette  firrettr^  oa  conune  cbapeile  vicariaie ,  ai  par  ^wk^ 
§aea  aacrificea  jointi  au  soppMnient  de  860  iranca  que  vs^ott 
do  Trdsor  le  vicaira  de  lear  paroiaae^  cea  vvllBgea  peuveat 
obteoir  qae  son  domicile  soit  &d'  a«  tniliea  d'e«3G« 

*"  Les  premierB  artides  du  projet  d^ordonnance  ^ftfe  j'ax 
?Iionnenr  de  soumeltre  i  Votre  Alsjestdy  ont  poar  objet  de 
cr^er  cette*  double  ressoarce;  ils  satisfont  aux  plus  constantea 
r^lamations  des  superieurs  eccl^siastiqaes ;  dana  le  quart  de  la 
France,  ils  ^tablissent  en  principe, 

1.  Que  cinq  cents  succursales  nouvelles  pourront  Hre  ^ri- 
gees  dans  les  dioceses  qui  n^ont  que  peu  ou  point  de  parois* 
ses  vacantes,  et  qni  fournissent  un  nombre  si^ffisant  d'ecc1^* 
siastiques; 

2.  Que  les  vicaires  accprd^s  aux  paroisses  trop  etendues, 
pourront  ^tre  places  dans  une  autre  commune  que  celle  du 
ehef.Iiea  paroissial,  ponrvu  qu'elle  ait  une  6glise  en  bon  ^tat, 
et  qu'elle  se  cbarge  de  fournir  au  vicaire  le  traitement  preicrit 
par  Pacte  dn  30  decembre  1809* ' 

Ainsi,  'radministration  des  aiFaires  eccl^siastiques  sera  d^- 
gagee  de  deux  entraves  qui  Ini  avaient  et^  prec^demment  don- 
n^es.  1.  £n  exigeant  la  suppression  d^ane  succurfiale,  avant 
d'en  eriger  une  autre,  comme  si  la  loi  du  18  germinal  an  10 
(8  avril  1802)9  ne  portait  pas  express^ment  qu'il  y  en  aurait 
a«tant  -  que  le  besoin  le  demanderait,  £«  £n  supposant  'que 
le  droit  des  vicsires  a  Pindemnit^  de  250  fr.»  foumie  par  le 
Tr&or  doit  dependre  de  lenr  r^sidence  au  che^lieu  de  la  pa* 
roisse^  tandis  que  c'est  pr^cisement  \k  ou  cette  r^idenca  peut 
tee  moins  n^cessaire,  puisque  le  pasteur  y  habite  lui*m^e. 

Mair  Yotre  Uajestd  ne  pent  se  flatter  que  ces  eflbrts  suf^ 
fisent  poor  pourvoir  entierement  aux  besoins  des  fideles  de  aon 
rojaame* 

Ce  n^est  pas  asses  en  eflbt  de  rendre  plas  compl^te  etplaa 
^gale  la  distribntion'  des  secoars  de  la  nsli^n  dans  ies  iio* 
ciser  0&*il  est  possible  de  se  les  proettnr,   h  sollieKade  de 


m 

oii  cas  secours  manquent  snr  plimeors  pou^f. 

o^aaT^rdvlrfttn^oKflktnfafind  «tnia..'graTe.  ^  afEUge  qHelqiia* 
fki6mA  'da^iiplitfriuatav jiict^eQ^  .fet.  qui  a^ileaA  fnafae  dtaam 
lea^p^»  xilA^ItoaiitollfeLdfiida' .Fv#i^  paiioBt  ou.lea  cesaouF. 
cea  piiia  faxA^^cJ^iVagdeaitme  4it  Ae  :l!iiidaitvie  et  le  *Toiafr« 
nage  dtaa  goaadea lYiHea  attivaiit>Jft  JMnaaae)  dle.cnilnaMaa  ZMra^ 
raeiit  catte' 'FiieaAion  ansai  a^eitae  qiie.  celle  da.aaceidooiu;  Lea 
anriena  paaieiibra  .^''toiyieBt»  ^  ct  1a  nomiire  de  cenx  disstiiifa  a 
lea.jrempkoertTa  dans  ane^propprtioii.d^crpissante  avec  le^iber 
9At0 1  'phia  de  tvois  mille  socciirsales  restent  ▼acantJBa,  JCsate  da 
ministres  pour  les  desservir;  .qui  croirait  qa^au*  saia  de  la  c^ 
Tilisatien  Ja  plus  aTaoc^e,  et  dans  le  royaome  trea  cbr^tieii» 
deB.caatonSiricbeay  des  commiin^  peupl^es  d'agricttlteura  aont 
encore  exposee»^  a  ne  plus'  voir  la  trace  du  culte  de  leura  an- 
cteesy  et  pourraieiit  en  perdre  jusqu^au  aouveniry  si  Fon  ne 
cherchftit  un  moyen  de  faire  p^n^trer  cbez  eUea  lea  preouerea 
notiona  de  la  moral»  ^yang^lique* 

Cest  Ters  ce.  but  que  Votre  Majest^  veut  dirlger,  la  solli— 
citude  du  aele  apostolique  qui,  dans  ces  derniertf  temps,  a  por- 
t^  la  puissance  de  ses  efibrts  sur  les  Villes  d^ja  fournies  d'im 
clerge  nombreuXy  et  dans  la  residence  m^me  des  ^v^ques^  tan- 
dis  qu'un  besoia  plus  r^l,  un  succes  plliis  liibdeste, '  mais  im«- 
possibi?  ^  calomnier,  les  atlend  sous  le  cbaume,  ou  la  parole 
de  Dieu  ne  releotit  plus. 

Un  pr^Iat  vte^rable»  H*  rarobev^que  de  Bordeaux,  est 
d^ja  aU^  au-devant  des  vues  de  Votre  Majest^,  en  donnant  an 
exemple  digne  de  sa  longue  exp^rience  dans  Ies'Vertus  et  lea 
devoirs  de  F^piscopat.  .  II  a  cboisi,  parmi  les  eccl^iastiquea 
form^  sous  ses  yeux,  anim^  de  son  esprit^  le  petit  nombre  de 
ceux  qu'il  se  propose  d'envoyer,  deiuc  a  deux,  comme  pr&trea 
de  secom*Sy  dans  les  campagnes  priv^es  de  pasteursy  pour  y 
f^nnoncer  r^vangile  a  la  gcn^ratipn  qui  yeleyc^  et  admiiiistrer 
les  sacremens  aux  fideles, 

Votre  Majestd  a  ajpplaudi  ji  cette  .in^tution^  garantie  par 
Iaifage4S€(  de.  ^loi  .q]»i  Jla  fo^m^e^^  ^V^o.a,  po^f  .7  subyenir^ 
<9Jt  .|nattE0,4;  y^  ^ji^siti^n. , ^  M«  rarcbev^^iiet  ^^  Bfi^i^ifxx^ 


cavles  dans  son  diMtee.  ."  -'^  ''''"  '""  ^*^^  •'•' 

L'«rt  4  da  projet  d^ordoimim  joftit  i  i'  xm^fff^rt^  Ibffre 
lom^meeTantage.akz  dioc^e,  qui^pMtYel«ienfclO'tnio&eliesbkfjq[ 

li  ne  me  ree^,  Sire,  qii'ii  pr^enter  a  Vodpo  Mejciit^  re^^! 
deo  d^penaes ,  qui  Tdeultent  des  nouvettes  disponlioiii^  qile  }e:> 
▼ieni  de  hii  soomettre;  V^vsctioa  des  oinq  cents  SMonrsaks  :.ne(/ 
eera  qne  sacceseive;  elle  diniiuiiera  d'autant  lo  mMidire  des  vi**"' 
cttrials^  en  partsgeant  les  grandes  paroisses,  oa  ils  .^talont  n^ces^-. 
ssires;  elle  pr^entera  donc,  a  peu  prte  partonti  utoe  ^onoiuib' 
do  260  fir^-  k  cM  d'ane  d^pense  de  7d0i  ce  qui  r^uira  la  d^ 
pouse  toula  k  260,000  ir.  ou  300,000  fr. 

Lo  'choix  plus  ^convenable  dn  domicile  des  vicoires  daus. 
leo  ammdisseihens  p^oissiaux,  n'entratae  auoano  cbargo  noa^ 
vdk  pour  le  Tr^r.  -  - 

L'aUocation  du  dixiiime  du  traitement  des  succnrsales  v»*» 
caatesy  no  podvant  Atre  applicable  qu'aux  dioc^ses  ou  ces  vo* 
cances  sont  nombreuses,  elle  n^excedera  pas  250>000  fr. 

Le  million  de  r^erve  compris  au  budget  du  clerge  soifira, 
non-seulement  a  ces  d^penses,  mais  encore  k  celles  qui  n'^tant 
pos  pr^vues,  pourraient  se  prdsenter  dans  le  cours  de  Pann^^ 
et  a  raUocatiQn  de  200,000  fr.  que  Votre  Majest^  vient  d'ac* 
corder^  pour  raccroissement  si  urgent  du  s^minaire  dioc^aiu 
do  Paris. 

Ainsi,  sans  charge  nouvelle  pour  seB  peuples,  Votre  Maje- 
st^  par  une  constante  progression,'  amdiore  Tetat  pr^ent|  et 
asoure  ravenir  du  sacerdoce;  de  I^gers  sacrifices  pour.  le  Trd- 
sor  deviennent  de  grands  bienfails  pour  rEglise^  en  manifestant ' 
avec  ^clat  tout  ce  que  rordre  public  attend  de  la  morale  et  de 
la  religion^  et  tout  ce  que  le  souverain  veut  faire  pour  soute- 
nir  honorablement  le  clerg^  dans  la  pieuse  modestie  de  ses  be« 
soins  et  de  ses  voeux.  Cest  dans  les  degres  Infeneurs  de  la 
religiony  si  la  sublimit^  d'une  vpcation  partout  ^g§Iement  ^ainte 
permeLtait  ce  langage^  c*est  sur  les  ecclesiastiques  les  plas  rsp* 
proch^  du  pauvre,  par  leur  situstion  comme  psr  Tobjet  de 
leuis  soins,  que  Votre  Majest^  fait  porter  des  bienfaits  qui^ 
loin  d'dtre  enlevl^s  k  la  dignit^  de  Npiscopat,  fourniront  ause 
^^ues  de  noiivejuix  mojens  d*^tendre ,  sur  toiis  les  pointi  de 

9 


180 


lenrs  dioc^sea,  cette  salu^aire  inHuence,   per  lequelle  ib  entrent 
en  pi^rtage  du   deYoir  aacr^   de  veiller  aa  maiutito  du  reep^t 
pour  la  paix  publique  e(  pour  lea  loia  de  TEtat 
Je  auia ,  avec  reapect , 
Siro;    • 

l)e  yotre  Majeat^ 
Le  trea  d^vond  et  trea  fidde  aojet, 
le  Ministre  de  rlnt6rieur| 

Sign^  le  comte  Decazee. 
Paria,  le  24  aoilt  1819. 


J  !■ 


I     « 


B  • 

Die    Konkordate 
.    der  verschiedeiien  teutschen  Staaten; 

al&:  Baieniy  Prenssen,  HaniiOTer  und  der  in  der  Ober^ 
rheinischen  Kirchen  -  Provinz  begriSenen  Lander  nnd 


Stadt 


e. 


^  Allgemeine    Eialeitung» 

Die  Folgen  der  franzofiscfaen  Revolution ;  welcbe  alle  polL 
lischen  Yerhaltnisse  in  mefat  als  exnem  europaiacfaen  Lande,  za« 
mal  aber  in  Teuttchland/durcb  einander  gewirrt  und  geandert^ 
waren  ntcfat  minder  fiihlbar  im  katfaoliachen  Kirchthume  dea 
heiligen  romischen  Reitihes.  Die  Sakularisirangen  wareo  sehr  eif- 
rig  Hand  in  Hand  mit  den  Medialisirnngen  gegangen.  Jeder 
neue  Friedenschluss  raubte  neuen  Bisthiimern,  Stiften  oderKlo- 
atem  daa  Daseyn  und  dem  pabstlichen  Stohle  eine  neue  Stiitze 
aciner  Macfat,^  Leider  kam  das  von  Seite  der  weltlicfaen  Macfat 
dadorch .  gewonnene  Gut  nicht  immer  zum  Frommen  in  ibre 
Hande;  der  Leichtsinn  nnd  der  Luxus,  dieVcrschwendung  nnd 
die  Habgier  aehalteten  ofl  frech  und  willkuhrlich  genug  mit  un- 
geheaern  Sumnien ,  und^  an  der  Stelle  ron  Friestern  und  Mon- 
chen ,  berlBiScherten  sich  nicht  selten  Giinstlinge  und  Maitresseny 
Kriegsknechte  und  HoQndcn  mit  dem^  was  die  Nation  billig  fdr 
fromme  nnd  allgemdn  nntzliche  Zwecke  Terwendet  wissen  wollte. 
Nichts  desto  weniger  war  das  Interim  zwiscben  dem  Aufhoren 
gaistlicfaer  Gewalt  und  dev  'Wiederfaerstelluiig  dereelben  ein  im 
Ganzen  mefar  wohlthiitijgeri  9\a  acbadlicher  Zeitraum  ~  fiir  die 
Knltar  im  ABgtaeinen  nnd.dtn^-Teineni  Katfadaarismoa 

^  9» 


/ 


1S18  ' 

I 

dkrdi  fiie  TOft  ifaren  Blrteti  rerlMsenen  Scfaaafe  gewohnten  sicfa 
fdit  Treien  Sia<^eti  mefar  aiv  einander  nnd  faalfen  akfa  aelbtt  so- 
>e)6fat;  der '  Verkefar'.dier  Katfaoliken  mit  Bekennem  anderer  cfanst* 
Hefaen  ReKgioneil  wurde  idniger,  «md  ein  neuea  Gescfaleofat,  mit 
ISrcfaticfaer  Zuefalhitfae  unbekannt,  faatte  Zeit  za  ,einer  rein- 
rixtosthticfaen  mid  reincfaristlicfaen  £ntwickIong  erfaalten.  Freiere 
Forscfaung  und  edlere  Andacfat  kefarten  bei  vielen  Tansenden 
eld;  deren  Ucbenseugung  das  Uebergewicht  pabistiscfa^n  £influs-i 
s^s  firtifaer  fn  Bahden  gefaalten  faatte.'  Viele  wiirdige  Stellyertre* 
ter  abgefaend^r  Birlen  liessen  den  Mangel  derselben  kaum,  em- 
plthd^n,  irad  bereits  ist  nian  in  neuesten  Tagen  von  mefar  als 
einer  Seitedurcfa  triibe  Erfafarungen  zu  den^  Wunspbe  ▼ermocKt 
worden,  dass  ds^s  Provisorium  docfa  n'och  rechtlange 
gedauert  faaben  mocfate. 

I)ie  meisten  Sakularisirungen  wnrden  den  betrcffenden  Reidis. 
stSndeh  2ur  Entscfaadiguqg  fiir  Landstricfae  angewiesen,  welche 
aUf  dem  linken  Rfaeinbfer  an  Frankreidfa  abgetreten  werden  muss- 
ten.  Frahkireich  und  Russland  schiitzten  den  Vollzug  dieser 
empfindlicfaen  MaasBregelm  *  Der  Reichs  -  Deputations- 
schlnsa  zu  Regensburg  Tom  26.  Hornung  1803»  ^^^" 
cfaer  Bo  mancher  lamaitiacfaen  Herrli6fakeit  etn  £nde  maehte, 
wair  der  Baupt-Todesstreich  fiir  die  teutaeheny  katlielitefaen 
Blsthiimer,  Stifte  und^SJoster.  Diejenigen  dea  Reich8<ȣrz- 
katizlera  waren  ailein  yon  der  allgemeinen  Verfaguag  aus- 
genommen.  / 

'  Di^  Landesherren  erhielten  &'  Foige  diasea  diplonn^cben 
StBatssireiGfaea  alie  •akukrisirten  Kircheugiiter  zii  freier  und  ufl* 
bescfarankter  Befbgnisa;  jedocfa  mit  der  Bediagitngs  dieDomkir« 
chan«  deren  Beibefaaltung  genefamigt  werden  wiirde,  auszQstalteHi 
ntid  tfe  Rufaegebalte  der  Pralaten  und  Gcistliofaea*  aller  aufge* 
fa^enen  Kircfaen  zu  faestreiten*  Die  strengen  Anhanger  des  Ka- 
tkolMsiinis  in-aeinen  weltlichen,  fiDanztellen  Interesaen  erboben 
zwar  mit  Macht  ifare  Stimme  gegen  diese  Verfugungen;  allein 
dw'  atigenaieHife  Riaiefaavmanmhmg.  tom  J.  1803  erklarte  sie  fiir 
das.  einzige  Ik^tlel,  deh  fur  das  Wofal  des  gesammten  teutscfaen 
l^piieriandte  <Mnd  die  Erhaltong  des  Reiciuiverhandea  aelbst  so. 
n<>t}^>^efidlgeti'.  &i^Be^tan4  i^tL  bitfefttigen  tind  ein^  gute  Ordnnng 
imReiche  herzustellen.   Unterdopi  l^Februar  1806  ^rf^lfi^  ^^ 


BiiU*  PftUt  AiiA  Flhy  ^dcbe  di«  V4rietsvi«i:d«»v«R^cbA^ 
fichen  StiMes  vpq  Maias  aach  Regeiuburg.gfodiiiNigt^r..*^',  JE^ji^ 
kkthbliBeher  Pablinat,  welQhem  ydci  mit^eins^loeo/Beff^erlpia-r' 
fODy  hier  vdrtlieh  felgen,  luid  v<elcber .  die^e^  YeFVfr^JWnhcmg^ 
ale  kein  geringee  Unrecht  nnd  Uoheil  betmcbtoty  \ei4wii:ft  *Yaz| 
den  fernem  Vorgangeo,  bia  «iit  fte^tenratiaii»  naabftehexpidft 
Schilderaogs  ^)  ,    •  •         r  i 

^Der  westphiiliache  Friede  hatta  for  aeculaiaairt  erlcaniit^ 
-waa  fiir  l3ie  k^tholiaqhe  Kirclui  diirdi  die  Ki|;cbf nvBeforaialip;il 
ohnehin  achon  verloren  war.  Bieaamal  erfolg(te  eine  unglei^ 
bedentendere  Seculariaation  ohne  Kirchecuindemagt  uAd  die 
Beaftnrheber  aaimnt  ihren  Helferny  die  2u  Paria  und  Begimar 
bnrg  sa  Markt  aaaaen^  waren  aelbat  Katboliken*'*  ^**) 

^Waa  aiuaerhalb  der  za  Teatachland  gehorigen  Stiaten 
Oeatrdcha  aod  etlicher  preussiached  Provia^ien  gereUet  ward^ 
und  doch  nnr  flir  kurze  Zeit,  beatand  ia  dem  kleinen  Aeat  von 
alten  ond  in  den  neaen  Besitsuagen  dea  Kurniraten-Beicbserz- 
kanxlera,  dann  in  den  Beaitzongen  der  beiden  geistlicben  Bit-^ 
Itrerden,  Per  Stuhl  sn  Mainz ,  den  Innocen%  UL  in  der  ka- 
tholiachen  Chriat^abeit  fUf  den  nachsten  nach  dem  heiligenStohl 
stt  Bom  eriJirt  hatte^  w,ard  iibertragen  anf  die  Oomkircbe  za^ 
Begenabnrg*  Ala  ob  das  Oberhaupt  der  katholiachen  Kirohe  da* 
bei  nnbetbeiligt  und  unberechligt  %^  ^  and  ea  aeiner  Sanotion 
nieht   bedikfa)   f^^verfagte  >die    Beichadeputation,    wortUch 


^  iBdaniaelban  JiJire  ersehien  daniber  ein  iohaifar  Kovimeatary 
ia  Form  einer  aDODymen  Flogscbrift. 

'^  Neaesti^EiBTicbtungdes  katbol.  Kirchenwetees  in 
den  fcoai^l.  Preassischen  Steaten.    FraQkfart  a«  M.  18S2. 

***)  Oiess  iit  ein  angesiemender  Aasfall  aaf  Dalherg  aod  }Ve9$enberg* 
Wollte  Gutt,  dass  alle|  welche  damals,  aas  gewissen  Kabtneten,  ssa  Ber- 
Un  nod  xn.  Faria  geiessea  ,  ffiir  teatsche  Kjiltor  aad  Natioo  eben  eo  selw 
geeorgt  hatten ,  aU  jene  l^aiden  Manner.  Dieser  Yorwarf  jedoch  p  den 
nao  aach  in  Gorree  ,fTeatschIand  nnddie  HeTolution,'^  nur 
etwas  starfcer  ansgesprochen  ^  findet,  kaan  weDigstens  nioht  aUe  trefiea^ 
w^die  an  Paris  mit  .deo  fransosiacben  Bischoffeo  rathschlagteo*  Der  Abbd 
d^  Fradt  lehrt  nns  ein  anderes.  \ 

i)  Dn*  heilige  Yat^r  hatee  leidar  soliOD  lange  d«rth  Verletsalig  v4r« 
baodeaer  Konkordate  eio  boses  fieispiel  gegeben «  und  alles  .auf  die  Spitze 
der  Gewalt  gestellt.  Wer  vertragsmassiges  Recht  nic.ht  hatt,  dem  ist  maYi 
ee  zn  hallen  ebenlaUs,aioht*s^hQldlg.  Derheilige  Vater  taft  alte  Verti&ge 
DjidUebereiakomnmiase  tSj^  onr  ati,  wfno  sie.ihm  selbst  nutaeo;  im  «nt- 

fegengesetzteo  Falle  findeif  sich  zu  itom  hond^rt  Ausfluchtei  deren  Wir- 
oog  ao  panlytirea.  •.•!... 


\  / 


134 

nacli  ier  Ton  im  Tekmittelndcn  SHohten  ertiahenenWrichrift, 
daa^  Mdie  Wiirden  eines  Metropolitan-Erzbisch^ffe  ond 
^rimas  von  Teutschland  anf  ewige  Zeiten  mit  dem  Stidil 
sn  Regensb^rg  Tereinigt  bteiben*^  ^ollten.  3ie  vevfdgte,  dase 
^^derKarfurst-Erzkanzler^nach  den  Stataten  aeiner  aiten  Metro* 
politan^lLirche  laolle  gewShlt  werden;''  ferner,  dass  ,,8eine  Me-> 
tropolitan-Gerichtbarkeit  sich  iiber  alle  auf  der  rechten  Hhein— 
aeite  liegehden  Hieile  der  ehemaligen  geiatlicheB  Proyinsen  Yon 
Mainz,  Trier  und  Coln  erstrecken  soHe,  jedoch  mit  Aosnahme 
der  koniglidh*.preas8ischeA  Staaten;  ingleichen  fbr  die  salzbnrgi* 
ac1ie'i^rovinZy  so  weit  sich  dieaelbe  iiber  die  mit  Pfklzbatern 
▼ereinigten  Lander  ansdehnt/'  *  Zugleich  ward  die  Ausstatlmig 
des  Kut-Erzkanzlers  begriindet  auf  die  Farstenthiuner  Aachaf- 
fenbarg  und  Regensbarg,  mit  luhegriff  der  in  der  Stadt  Regens- 
burg  befindiichen  mittelbaren  und  unmittelbaren  Slifle,  Abteien 
nnd  Klostery  auf  die  Reichsstadt  Wetzlar,  das  Hana  G>mpostell 
zu  Frankfurt,  und  auf  eina  Jtffarrente  von  850;000  Golden  Yon 
dem  Ertragdes  RheinschiflTahrt-Octroi/^ 

),Unterdessen  hatte  der  heilige  Vater  am  tO,  Sept.  1801 
das  franzbsische  Concordat  geschlossen,  andy  die 'dttrck  4en 
Liineviller  Frieden  von  Teutscfaland  an  Frankrefch  gescfaehenen 
Territprial- Ablretungen  stillschweigend  berUcksichtigend ,  durch 
eine  BuIIe  vom  1.  Dec.  itol  yerordnet,  dass  nicht  nur  in  dem 
alten  Fjfanki^eich ,  sondem  auch  in  den  nea  Jiinzagekommenen 
Landem  eine  neue  Eintheilung  itt  Dtocesen  statt  faaben  aoUe. 
Bei  dieser  ward,  unter  Anderem,  mit  AuSiebtuig  der  zeithefigen 
Mainzer,  Colnischen  und  Trierischen  MetropoliUin-^G^rechtsame 
auf  der  Jinken  Rheinseite,  so  wie  der  erzbischoflleh .  colniedKn 

Diocesan-Gerechtsame   auf  derselben  Seite,   ein  neues  Blstham^ 

I  •         , 

das  von  Aachen,  errichtet^  und  dem  Erzbisthum  Matns  w^* 
derfuhry  nach  tausendjHhriger  Dauer/eine  wesentliche  Verin- 
demng.*' 

y,Durch  den  Ltineviller  Frieden  wareu  die  teutsclien  Staa«- 
ten  auf  der  linken  Bheinseite  an  Frankreich  gekommen.  <  Wieht 
nur  die  Provinz  oder  der  Metropolitan-Spfrengel  des  Erzbischofs 
von  Mainz,  sondern  auch  die  Dioces  oder  der  bisdbofliche  Spren- 
gel  desselben^  hatte  sicfa  auf  biid«  Seitgn  des  Rheins  erstrecfct. 
Dieses  konnte  bei  der  scfaarfen  politiscfaen  Abgrenzung  zwiechen 


Teotechiaad  mti  ftwkrtach  ferQerUn  liicht  ItcBtebeii.  'Ja  der 
neneo  kirchficli  -  gedgf ajpbudien  EinUieilQng  werd  der  urelte 
SiiM  des  heiligen  Bonifaciiu^,  dieaee  Jlpoetela  Vion  Teutechlend| 
«ua  eiDeoi  etzliiaclidflichen  in  einen  Uo88  biacbofiieliem  vcjrwen* 
'dell^  £e  Domkirche  m  Meinz  horte  eufy  eine  Metropolitan.Kir- 
che  m  iiBjn,  und  ihr  Biachof  ward,  mit  dem  euf  der  linken 
Bheinaeite  gelegencn  Theii  der  Itfeinzet  Diocee,  eiQ.  Suffraged 
4ee  JtrzbiachoCa  von  Mecheln/' 

,,Auf  aoLche  Weiae  wai;  der  auf  der  linken  Rheinseite  ge« 
legene  Iheil  der  biaberigen  MainsEer  Didcea,  wie  politisch  durch 
den  LiineviHer  Frieden^  alao  niio  auch  kircbJich  ge achieden  von 
demjenigen  Theii^  welcher  auf  der  rechten  Seite  dea  Bheina  ge-^ 
legen  iat.  Auf  dieaen  beatanden  noeb  nnirerandert  die  Bechte 
dee  zeitherigcn  Erzbiachofa  von  Mainz^  Carl  yon  Dalberg^  und 
•einea  Dooicapitela*  Auch  batte  der  Pabst  in  der  genannten 
Bulle  Tom  1»  Dec.  1801  aaadriicklich  die  Terwahrende  Clauael 
hinzngelngt^  i,daaa  die  Rechte,  rrivilegien  ujfid  Juriadictionen  det 
£rzbiacbdfey  Capitel  und  Ordinarien,  in  den  za  Frankreich  nicht 
gehejrtgen  Landeatheilen^  forll&eatehen  sQlIten/' 

^Demnacfa  faatte  man  atif  der  rechten  Bfaeinaeite  neeh  ei* 
nen  Eeat  von.  Tormeliger.Meinzer  Dioeea  ond  ProTinz.  £e  be« 
etand  dafnr  ooch  ein  £rz.  und  fiischof,  mit  einem  DomcapitcK 
Aber  i^,.beidd  ermaagelte  ea  aq  tinemSitz,  einer  Reaidenz,  uod 
«n  einem  TiteL  .  Ward  ^m  neuer  Sitz  dafiir  errichtetj  ae  konn. 
tea  anf  .aolcb^n  .die  Eechte  (md  Vorzi^ge  dea  Uainzer  £rzatillea 
Bbertntgea  m^rdea*^' 

,Jn  dieaer  jErwiiguog  riebtete  der  heilige  Vater  aein  Augetf- 
Bcrk  auf  di^Oomkirche  za  Regenabargy  bai  welcher^  durch 
4iaa  Ableben  ibrea  Biacbofay  im  Jabr  1805  eine  Sediavacanz  ein* 
gelreten  wiMr,  und  deroa  Adminiatration  cr  Torhin  schdn  dem 
Tormaligen  Erzbiachof  Y9n  Hainz,  Carl  ron  Dalherg  ^  iibertra- 
gen  batte.  -in  einem  Cctnsiatoriam,  welchca  er  am  1*  Feb.  1805 
in  dem  erzbiacbdflichen  Pali^afe  zn  Paria  hielt|  erbob  er  die  va- 
oente  Domkirche  zn  Regenaburg  zu  eii^r  ,^Metropo]itan^ 
&irche7  mit  erzbiajcbollicher  Dignilat,  Jnriadiction  and 
Soperiovitat,  ao  wie  mit  deQJ^enigen  Privilegien  ui)d  Vorrechten, 
litelny  Ebreniosd  Voffzag^n^.  wcliJie  der  Stuhl-ieu,  Mainz  und. 
dtaaca  Erzbiee^hofCf  rechtmiiaaig.  und  rubig  beseaaen  batten.^* 


*  • 

C.gV  dif^f^  ffjuw^  ,M^  „«iiutweaett*'J  1)  denjeiiigan 

'TbdJL  ^^ep^Mi^fi^r  •lUoQeBeiif  der  recbten  Rbeinaeitey  iiber  "Wttl- 
<^en/,dem  Yfpsiaaligm  .MeinMr  Embiechof»  Carl  pon  DaJberg^ 
die  bif cbojlidie  }iuri«dicti<m  miTBiTUckt  gebliebeii  war ;  £)  deoi- 
jeiirgei^  Xbeil  dex  Bf^enabuvger  Dioaee,  welcber  (▼ermdge  des 
jileicizedqpilJbitiiuUTB^iipticbbu^  Tooi  25-  Febr.  1803)  der  LanK 
desbobeit  dee.deoujigen  Aeicbe-Kttrerzkenxkre,  geweeenen  £i»- 
bifcljiofii  v^n.,Mfan9,  unterworfen  wer;  der  ubrige^  der  Landea- 
J|i9beit  aildereif  FuraUn  unterworfenej^  Tbeil  dieaer  DtoQea,  aoliie 
der,  .durcb.  pfipatUche.  Anordnung  bereita  beatebenden,  geiatla* 
cben  AdmiDiatration  deaaelben  £rsbiacbofa  anvartra,ttt  bleiben/' 

^^8  S  u  f  f r a  g  a  n  e  der  neu  enicb tetefn  erzbiachoflicben  luia 
}(fitropp1itan-Kirche  von  Regentibnrgf  wnrden  ibr  Ton  dem  Papat 
engewieaen:  1}  diejenigen  Bischofe  und  deren  Kircben  «ttf  deni 
r^cbten  iiheiniifer,  welche^  vorhin  za  dem  Mainzer  Metropoli*- 
tan-Sprengel  gefaorten;  2)  die  iibrigien  Bi«tbttmer .  aaf  der  re<:h- 
ten  Seite  dea  Bheinay  wdche  dem  Metropolitanrecht  der  Erzbi^ 
thiimer  Trier,  Coln  und  Salzburg  anterworfen  geweaen  warei^ 
oder  ea  damala  noch  waren,  jedoch  unter  der  Bedingnng^  daaa 
hieza  die  (von  dem  neuen  Regensburger  Ercbiacbof  nadisua»> 
chende)  Einwilligung  dea  Brzbiacbofa  von  Salzbnrg  und  dea  ga» 
weaenen  Ersbiscbofa  von  Tiieri  ao  wie  dea  Coltuadhen  Doom»- 
pitelsi  erfolge;  im  iibrigen  mit  ^ttsnabme  der  uater  dailreidn<- 
pche/ und  preuaaiscb^r  Hoheit  gelegeoeu  Kircbenj  wdallenthaL 
ben  unter  YorbehaU  der  Gerecblsaine  dea  heiligen  Stnfabt  in 
^bsicbt  auf  Dioce8an.£rricbtnng  uivl  £intheilttng  der  Provit|sen,^ 

„Ala  Krzbischof  ward  difser  neuenBegenabargerMelna» 
politan.Kircbe  vorgesetzt^  der  gewesene  £rzbischof  von  Maiaz^ 
Carl  ifon  Daibergy  mit  der  Befttgniss,  dieselbe  in  spiritnalibaa 
et  temporalibaa  m  regieren  und  za  verwalten/' 

y,Die  Einrichtung  eiqea  penen  Metropolitan*  Capitela 
iur.  die  Regensbiirger  erzbisebofliche  Ktrchc^,  und  eigener  Statn* 
ten  flir  dasselbei  iibertrug  Se.  Heiligjteit  dem  netten  frzbiacho^ 
doch  mit  Beriidksichiigttng  dea  allaeitigen  Interesae,  imd  n^t  Vor- 
behalt  der  Jp^apstlichen  Geuebmigung,  ancby  bia  dabini  obne  Be. 
eintrachtigung  )diBc  iGereditsame  der  Maiiuer  n^d^Regensburger 
DomherreD*    Dieseni  Kapitel,  sollte^  nach  erhaltener  papstlicber 


SAnhlay  die  ErwahlQng  einto  netieii  EttM^of^^v^h  lle^eiufitii|g 
juiatehei],  uiid  swar  id  Geniasaheh  'der  BecAtcf^iia  ^Sttit^  it: 
•Itaa,  uua  aup^primirien ,  Maiiitef  MMt^epblil^^Cirdhe;  Vii^^^ 
jadoch,  yor  Emchtuiig  und  p'i(p^ieh«]^  Beaiib*gMg  des  RegeififlL 
Iborgar  MetropeiliUn-CapitelBy  eineB^gen^ljm-^ex^^Sedirnttab^reinlL 
aroteoy  ao  sollta&.Uoaa  die  Domherren  der  yorniafikem  Main^ei* 
Domkirche,  iaoerhalb  dea  geaetzmaaexgen  iSettrattnta;  und  fswai* 
nach  der  Forio  ond  den  Stetuten  der  afrpprilnirten^Stainzer  M^- 
tropolitan-Kirehe^  zu  der  Wahl  einea  neuen  !Er2Uadht>(k  you 
llainjE  achraiten,  mit  Vorbehalt  papstlicher  Genehmigung:^' 

^yWiirdeder  neue  Ersbiachof  yon  Regensburg^stefben^  ehe 
▼oo  dem  romiach^  Hof  iiber  denjenigen  Theil  der  Regensburge^ 
Diocea^  wakber  unter  fremder  Staatahoheit  ateht,  und  Mnelcher 
der  Admiaiatralion  dea  genanoten  £r2biacho£i  anvertraut  war, 
▼erfugt  ware,  ao  behieit.aich  der  Papat  dea^l^  beliebige  Ver. 
ffignng  beyor.** 

t^Ue  dieae  Beatimmungen  enthMU  ein  papatljchea  Breye, 
.«lolirt  Paria  vom  1.  Febr.  1805y  welchea,  ao  viel  man  weias, 
niiSen^  a9ch  gedruekt  iat  Unyerkennbar  iat  darin  der  S5.  $^ 
dea  fieicfaadepiitationa-Haaptsehlaaaea  nir  Grundlage  genommen, 
dber  mii  ^tr^oiiacher  Voraicht;  welche  den  Geiat  papstlich-hier- 
orehiadher  MachtyoDkommenheit  nie  yerlaugnet  *),  iat  darin 
|eden  Wort  yennieden;  weldtea  an  die  Secalariaation  in  Teutsch- 
land  erinampn  k&nntey  an  den  Depatationa.Rece8a  oder  an  irgend 
«ine  andere  inm  welOichen'  Hachten  getroffene  Uebereinkjinfl. 
Bieigeiise  Aoordnang>  aen>at  die  Emennung  dea  neuen  Erzbi- 
edbo&y  eraefaeint  a)a  fraib  Willena]heatinmiaug  dea  Papates.    Die 


*)  Diess  hat  nma  leidei^  io  neaeater  Zeit  znr  Qeniige  wieder  erftitiren* 
IXe  Bereitwilligkeit  nnd  Gescbmeidigkeit  des  Pabstee  jedo^h|  «a  einer 
Xftity  ifre  er  tom  erstea  Konaoly  ntid  dem  Kaiser  der  Franzosen  uoch  .et- 
WBS  adholFen  oder  mu  fitrchteii  hatte,  Ist  ihrea  apostolUchea  Charaktera 
wegen  besonders  bemerkenswerth.  Nach  dem  Verf.  dieser  Schildervqg 
aelbat  Mao  acheiDt  der  Pahst  hier  dodi  gans  ans  freiem  ^illen  gehandelt 
zn  haben.  Die  ewige  Ghamiileoni^  Nator  da  roadaehen  FoUtikt  welohe 
ohne  Ir^e^d  einen  InnerD  ^  edlern  Charakteri  a^ets  Qnr;  mit  den  UmstiiDieA 
baiilt,  ead  Aiedertr^ditig  und  hochmiithigy  je  nach  denstibeny  immer 
ner Prpfity4ni.gepiettten,8ienttdas  Wortea^aacht^  dieaelstea,  walohe 
dea  aofgeklarten  Katholiken  lang^t  jeoe  y^rao^ti;x\g  ei^feflosst  hat»  jBoi% 
wefoher  sie  iiber  den  Missbrattch  einer  relA*geiatigen  Gewalt  erfdllet  siad. 


I 


18« 

V^eranlasamg  dasu  wird  mit  wenigen  W<>rteii  im  £tngang  bloss 
Ton  d«r  neiien,  durch  die  Bulle  vom  1.  Dec«  1801  erfolgten 
IMcesttn-Eiadieilttng  Frankreicha  hergeleitet  Aber  eine  Be* 
a*immung  dee  R^ichsdepntations-Hauptachltiued  iat  nicht  «ufge* 
nommen,  jnilhin  Terworfen,  diejenige,  dass  der  MetrepoKtan- 
Erzbiflchof  von  Regenaburg  Primaa  von  Teutschland  seyn  aolle. 
Bemerkenswerth  ist,  daa:k  dessen  ungeachtet  der  firsbi^hof  in 
seinem  Staats-Titel  noch  im  Jahr  1807  sich  ,,Erzbischof  und 
Prin/is''  nannte,  und  diesen  geistlichen  P^imat  sorglich  vou  aei^ 
nen  weltlichen  durch  den  Beisatz  unterschied^  jyFiirst-Primas  ^er 
Theinischen  Confoderation/' 

-,yNach  den  Berechnungen  einer   gewohnlichen  Politik  t  hatte 

man  vertranen   konneti,    dass    diese  kirchb*che  EiniTchtung  Ton 

« 

lan^er-  Dauer  seyn  werde,  und  dass  ddfs  Secularisationswesen  in 
Teatschiand  mit  dem  Reichsdeputations-Schlusse  sein  Eiide  er- 
xeicht  habe.  Aber  sclton  die  naehfte  Folgezeit  ibelehrte  vom 
Gegentheil/' 

y^Dem  tausendjahrigen  Reich  der  Teulschen  sprach  d^r 
irheinische  Bund  (12.  Jul.  1806)  das  Vernichttmgsurtheil.  Den 
oeuen  Erzbischof  von  Regensburg  verwandelte  die  Bundes-Acte 
aus  einem  Kurfursteii-^ErzkanKler  uad  LandeajFienm  des  teot'^ 
-schen  Reichs,  in  einen  Fursten  -  Priroas  des  rhetnischen  Bundes 
tond  souverainen  Fursten  von  Regen^urg,  Aschaffenburg,  Franfe* 
furt  und  Wetzlar;  von  Frankfurt,  weil  diese  ahebrwiirdige^ 
dnrch  Ihre  Handelsbeziehungen  fur  ein^n  groesen  Theil  von  Ea- 
Topa  Wfchtige  Reichsstadt,  nebst  ibrem  Gebiet)  aeinem  Scc^et 
in  dcr  Bundes-Acte  nnterworfen  ward.**  *) 

lyAttch  dieseni  Verfa&ituiss  war  nur  kurze  Daner  verliehen. 
Vermoge  eines  mit  dem  Protector  des  Bundes  a;n  19«  Febv. 
1810  geschlossenen  Verlrags  fdhrte  seit  dem  1.  Miirz  1810  der 
Furst-Primaa  den  Titel:  Grossherzog  zu  Frankfurt,  Forst^P»- 
mas  dea  rheinisphen  Bnndes ;  Erzbischof  zn  Regensbnrg.  '  Er 
mu^sie  namlicfay  ausser  der  teutscheh  Halile  dea  Ertrags  voBi 


*)  F«it  solke  iHMi  avs  dioser  aifil  aa»  andera  Stelleb  ni^r»  tehliesseil, 
data  der  Verfaaser  i^ner  Sohrirt,  woraus  gegeawartiger  Ao«»Qg  entnoni^ 
men,  eia  geborncr  Fraakfiiiter  sey.  Maof  weisa,  wie  vi«ie  Vraakfarter  AeA 
cdtea  Pralateit,  laoaare  Zeil  ihren  Fiirstoa,  dor  ihaen  nur  Gates  erseigtr, 
im  Uebennatho  nachnMb  behaadolt  haben. 


RhekisofaiiBfi]iit.Octroiy  das  Fiirsteiitliam  ll«g«iitb«rg  mNd^ 
polem  ablretan,  der  es  aofort  tm  Baierai  uberliest.  Zwftir^r^ 
hialt  er,  als  Ertatz,  den  grotsieB  Theil  des  flnrstetidiiiiiu  FnMa 
and  der  G^ofiwhaft  Hanatt,  diey  tiebst  seioen  iibrigen  Landem^ 
▼oo  nnn  an  das  Orosshersogibttm  Frankfurt  bildcten^  aber  mi* 
{^eich  erU&rle  iVbpo^oir-diesen  Gesainmtslaat,  der  nunmebr  di# 
AnsstattOBg  des  Erzbiethama  h&lte  biiden  soUen,  ereatuell^fdr 
aecvlarisirt.'* 

y^Dureh  eine  Ade  <yom  li  ]MUirz>  1810  Terordnete  dieser 
Besdhutzery  dasa.jiach  dem  Ableben  des  damaligen  Groesherzogs^ 
Primas  und  JEizbischofs,  das  Grosshersogthum,  Tereinigt  mit  der 
Wurde  eines  Primas  des  rbeiniachen  Bnndes^  als  Erbstaat  an 
seineB  Stief--  and  AdoptiT«>Sehn  falien  solley  an  den  Prinzea 
£ugen  NtgpoleQn^ .  damaljgen  Vicekbnig  von  Italiet».  •  IMeser  Erb^. 
SouTerain  sollte  dann,  wenn  der  ersbisch^fliche  Stuhl^ 
liir  welcheD  der  datnii^e  Erzbiscbof  im  Mai  180S,  knrz  Tor 
Eoichtuog  des  rheinischen  Bundes,  den  Cardinal  J690ph  "Peeclt^ 
Napoleona  Sliefblieim^  von  dem  Papst  zum  Goadfotor  'U»d  J^ach* 
folger  »^  erbeten  hattei  von  Begensburg  naeh  Prankfart 
▼  ersetzt  seyn  iNrerdey  dem  von  iih-m  hiezu  ernlinnten  Pr&IateB 
«ine  Jahsrevte  von  60,000  FnadKen  'entrichlen.  So  wilre  der 
Stuhl  von  Begcnsburg,  den  der  Beiehsdepotations-Hauptsohluss 
Bitf  ein  Slsalsgebiet out  Landeshohett  gesetzt  hatte^  ohne  Laud 
tmter  fremde  Herrschaflfc  versetzt  wordfen.'* 

,,Die  Veraetzang  erfolgte  nicht,  wohl  aber  die  Secularisa». 
lieci^  JSiqmlem  fiel,  ond  mit  ihra  das  Grossherzogthum  Frank- 
fort^  iiber  dessen  Bestsndtheile  die  Schluss-Acte  des  Wiener  Coiu 
gresses  veriJlgte.  Nach  der  Volkerschlacht  von  Leipzig  hatte 
der  Grossherzog  und  firzbiscbof ,  sein  Schicksal  ajbnend^  dsis 
Grecsherzogtkum  verlassen ,  •  und  sich  in  sein  Bisthtun  Constsnz 
zuriickgezogen,  wo^  ett  vielleicht  fur  daa,  w^s  er  io  seinem  en» 
gen  Verh&ltaisa  mit  Napoieon  in  den  Augen  des  beiligen  Vaters 
verschuldethaben  mochte^  *)  in  dem  Semiaarium  zu  Meersbui^g 


«)  Er  bstte  nlolit  mehr  Tersolialdet,  sls  Kaiteri  R^nige,  Fifrsten» 
StaatsnSaa^  nnd  Patrioten ,  welche  binnen  20  Jahren  so  Tteloial  ihre  Oe^ 
•fnaBVKen  &adsrteB  nnd  derKetbwendigMt  slcb  erffsbeny  ohne  die  gross^ 
•rtige  FeridaKehkeiTsa  tSlteny  welcfae  Koiti  P,  Dclberg  bls  asa  eefner  To- 
desstnnde  begleitet  hat. 


«tfifbi^.MQVf^bngnftf^  j^pttlicber  Yondbrift  PoniiteiUB  ihat;  ^) 
eif ,  i4eip  ^f49l<  Jebi^e  friilier  da«^  oben  enrahnte  BreVe  ▼om  1« 
ff^bpr.,  180fi  ffft  oenfuris  cm  effectu^^  abeolTirt  bistte.  Km  Votf 
i^  Wieoer  jCongrees  verlegte  er  eeuien  Wobasitii  nach  Regeaa^ 
t^argv  jseirye  Tyirkaainkeit  aof  geistlicbe  Angelegebbeit  besdiraD- 
k^ocU  li^ienCongress^Acte  bewilUgte  ibnii  als  y,Tomialigeni  geist* 
lipbeu  Fursten^S  eine  Jabrrente  von  lOOiOOO  Guldea;  eie  nanote 
ibn  ,,Fur^t  Primas''.  Za  Regensbyii^g  am  10.  Febc  1817,  aUrb 
dleser  duncb  Wiirden)  wie  durch  Geist  und  Gemiitblidikeit  aui- 
ge^Eeichiiete  Pralaty  ein  denkwiirdiger  Gegenatand  der  Lannen 
des  ScbicksalSy  depen  in  jenem  Sturm  der  Zieit.anch  ein  wtoiger 
beweglicbes  Gemuth  nip]}t  gandich  wiirde  entgangen  seyn/^  **) 
^Die  beiden  geistlichen  Ritterorden,  der  Tetttacbs  und 
d^,  jfohannjiter-Orden,  hatten  auf  dem  Reichsdeputations- 
^ag  xu  Regensburg  ibre  teutsoben  Besitzttngen,  ebenlalls  kadio* 
liscbes  Kirchepgut,  das  einsige  reichsunnittelbBre »  wdcbes  ne- 
]beu  denL  kurerdumzlerischen  der  Depntations^Schlttss  verschont 
hatte,  aus  dem  Secularisations-Strudel  noch  gerettet.  Sogar 
iJntscbadigung  fiir  iliren  Yerlust  in  dem  teutscben  LSodertbeii 
deiL  linken  Rheinseite  hat^n  sie  erbalten.  Aber  in  dem  Zeit^ 
raum  von  dem  Presburg«r  Frieden  von  1805  bis  zqi  dem  Wiie- 
per  von  1809  ging  aucb  fiir  sie  Alles  verloren,'^ 
i.  .^Dem  Joha^niter«^Qrde.n  teutscher  Zaiigo  nahm  der 
Fresburger  Friede  die  Gra&chaft  Bondorf  fiir  Wirtembei^gy  und 
yerscbiedene  ia>  atodern  teutschen  Landern  zerstreat  liegenden 
Besitzangen  und  GefaUe.     Di^  rheiiuscbe  Bundea«Acte  entJiog 


k^*MMirt*A«MiiB 


*)  Die  Baupt-Pomtens  war  wohl:  das.  Geriihl  erlittenen  Undankes 
▼oii  Seite  mancher  Menschen ,  denen  er  Wehlthater  gewesen  $  die  Oe- 
ma^heit  deip  Bel;ragens  tou  Peraonniigen ,  welche  mit  patHotitchen  8ea- 
timens  ein  M^tier  tiieben.  £s'  gab  Lente,  welche ,  wie  gegen  NapoUon 
telbst,  also  anch  gegen  DoAfff^^ ,  den  Tritt  bei  dem  ^faUenen  Lowen 
aich  erlaabten.  Die»e  SnbjectSy  welche  den  edlen  Matm  selbst  am  Pnst 
det  Altars  mit  Schmiihnogen  verfolgteny  hnt  die  Zeit  nnd  der  bestere 
.trheil  der'Natioa  bereite  geriGhtet* 

**)  Wir  daaken  dem  gnten  Manne.  f&r  dietes  Epitaphlnnf.  Znm 
GJiicke  bedarf  Dalberg  weder  sein  Bedaaern,  noeh  sein  Lob.  Kompeten- 
tere  Bllmnsen  haben  dariiber  eatsohioden*  Dat  teatsche  Volk  wird »  trotz 
jenec  Anhanglichkeit  aa  NapoUan,  das  Aodeiikea  einet  der  edeUten  Pra- 
lotea  nnd  Fiurttea  ebrea»  weno^lle  Romlinge  von  ihm  langtt  vergessen 
tejin  .weirden»  'Dte  neaesten  Begebenheiten  habeil  uas  dea  Werth  Ton  ttan<* 
chem  Friihem  ertt  recht  f iihiber  ^emasbt* 


m 

f 

ihm,  (Str  Baden  aiic]&  ien  Best  teiner  Bentzilngen-, '  lia»  ^ilrhM'^ 
thimi  Heitenheini  und  aUe  Zugelidrlmgen  destelbeuj^  WMeni^ 
herg  sog  die  in  teinent  Lande  befinfiiclien 'Oeftlle  des  Orden^ 
eiD,  und  bildete  daraut  eine  Dotation  tefnet  Militlr^Verdieiitl^ 
ordent.  Dat^lbe  that  'der  Konig  Ton  Wei\phaUftk,  dnrck  M 
Decret  ▼om  16.  Febn  1810,  sur  Dotatton  det  Ordent  d\Br  wett<^ 
philischen  Krone.  Die  Giiter  der  baieriachen  Znnge  woHenj 
dnrcli  ein  Edict  vom  8«  Sept.  1808  9  den  Staatsdomainen  ■  ein« 
verleibt.  Alt  tchdn  die  Graftehaft  Bondorf  abgerfssen  war; 
naohto  dat  Johannitermeitterlhom  oder  dat  malteser  Grostprio^ 
rat  der  teuttchen  Zongei  aeine  nahe  gauKliche  Atiflbsnng  afa. 
nend^  einen^Vertnch,  dnrch  einen  Staattttreich  tich  za  retten: 
Am  28«  Janner  1805  achlotteii  zvt  Munchen  die  Bailli^a  yon 
Pllil*d  imd  von  Flachslanden  einen  Vertrag  mit  Baiem,  durch 
wdchcn  dem  noch  mindeijabngen  koniglichen  Prinzen  Carl  von 
Baieniy  der  schon  Grossprior  der  baierischen  Ordenszunge  dea 
Malteter-Ordent  war,  di^  Wiirde  linet  Coadjutort  nnd  Nadi« 
folgers  dea  funf  und  achtzigjahrigen  Fiirsten  Johtnnitermeistert 
veraprochen  ward.  Dagegen  nahm  der  Kbnig  unte^  teinen  un« 
mittelbaren  Schutz  nicbt  nur  die  atten  Betitzungen  'det  tea1> 
■di^  6rostprioratt;  er  rertprach  auch,  allen  teinen  EiaflUat 
anzuwenden,  um  ihm  zu  dem  Genust  der  im  Dcfputations« 
Sdiluaa  zugeticherten  Enttchadigungen  zu  yerheifen.  'Der  Konig 
er^ntCe  diete  Maattregel  den  Hofen  yon  Stuttgart  und  .Cadt- 
nihe,  wider  welche  die  zoletst  erwahnte  Stipulation  znnachtt 
gerieiitet  war;  er  Jiete  aQoh  in  Bom  dnrcA  teinen  Getandtekt 
da  Breye  zur  Wahlfahigkeit  und  Ditpensation  yoa  dem  Goi^ 
Ittbde  der  £heIotigkeit  lur  den  Prinzen  nachtuchen;  aber.  der 
geeze  Vertrag  bliab  ohne  Folge/'  *)  ,    i     •   ^  -    s 

/  ,,Nieht  heate^  erging"  ea  dem  Teuttphen  Ordenl     Die 


1    •      I  •       * 


*>  Ueber  den  Johaaaiter-Orden  uad  dessea  letzte  VerhEltDiMa 
Tgl.  die  ioteresMii^eSchrlft  einet  der  aasgeiaidiiieteteB  katbel.Kaadiiisteii^' 
J.^.Sam^r^  Verfi  derPandameBta  Jaris  Secleaiestioi,  nVelcher 
ebeniaUs  die  Ehre  genosSf  exkoimBiiuiisirt  aa  werdeD»  uod  seater  angehaiteit 
warde,  Poniteea-  sn  thnn.  Der  Hof  bestiminto  tim  y  •das  BneUein'  cn 
aohnnl^i  ale  et.gedniokt  var»  koa&sairte  inan  ea.  »tDiesa  >»|C.ilenre»t 
iohn"  —  pflegte  der  wiirdige  Greia  nit  aroniachew  Seufaer  eusaarnfant 
ween  er  bei  Brwabenoe  dea  Maitbcaer^^Ocddns  ia  teiQee  Yortr^gen  aaf 
die  SchiGksale  janer  Muih  xn  ^iredHi^  ketk      ^ 


•  i ,    1» 


142  ^ 

» 

FiiiitiUAiiNrttMItfiUte  des  Teutochmeistersy  des  Erslterzoga  jinton 
TM  Oertfeibb^  adiienen  Hiiii  Anfangs  eini]^en  Halt  zu  verschal^ 
fefi;  d^dl  bHe))  es  bei  dem  Schein.  Kaum  hatte,  im  HeifMt 
1^069    IfitpQiton,  den   Feldzug    wider  Oestreich   eroffnet^    als 

''Baierii,  Wirtemberg  und  Baderi  die  in  ihren  Gebteten  befindli* 
ehen  Ordensgiiter  Jn  Besilz  nahmen,  nm,  jeder  fiif  sich|  bei 
dem  yermutfaeten  nahen  SchifiPbruch  des  Ordens,  wenigstena  ao 
weit  daa  Zurorkommungs  «•  und  Zurntkbehalhingsrecht  iiben  zn 
konnen.  Der  Presbnrger  Frieda  {9fi*  Dec.  1805)  erklarte  llir 
erblich,  im  Mannstamm  nach  Erstgeburtre^chteines  von  ^em 
Kaiser  von  Oestreidi  za  benennenden  Prinzen  aeinea  Hausea,,- 
die  Wiirde  des  Teutschmeisters^  die  Gereehtsame^  Domainen  und* 
Einkiinftey  die'  vor  dem  jetzigen  Krieg  nach  Mergentheim,  dem 
Hauptort  des  Ordens,  gehorteui  dessgleichen  die  iibrigen  fiechtOy 
Domainen  und  J^nkiinfte,  die  in  dem  Zeitpunct  der  Auswechae- 
king   der  Ralificaiionen   des  Friedens  mit  ditm  Teutschmeister 

>  wfirden  verbunden  seyn,  endlich  diejenigen  Domainen  und  Ein- 
kiinftey  in  deren  Besitz  der  Orden  in  demselben  Zdtpnnkt  sieh 
befinden  werde.  Zugleich  ward  die  in  dem  Bodensea  gelegene 
Gommende  Meinau  an  Baden  abgetrelen/' 

y,Ueber  den  Sinn  jener  Stipulation  erhob  aich  ein  Streit 
awischen  dem  Hoch-  und  Teutschmeister  und  denen  Hqfen,  die 
in  ihren  Gebieten  wahrend  des  Kriegs  Ordensgiiter  occupirt 
batten.  Aber,  ehe  noch  dieser  Streit  geschlichtet  war,  erkliirta 
NapoleoHy  im  Anfang  seines  niichstfolgenden  Kriegs  mit  OesL^ 
reichy  durch  ein  v1)n  Regensburg  datirtes  Decret  vom  24.  April 
ISOQ^  deu  Teatschen  Orden  fur  aufgehoben  in  allen  rheini» 
schen  Bundesstaaten ,  indem  er  zogleich  dessen  ganzea  Besitz-* 
thum  den  Bundesfarsten  zawies,  in  deren  Gebiet  es  gelegeii 
war.  In  dem  Wiener  Frieden  vom  4*  Oct.  18099  erkannte  Oeat- 
reich  diese  Yernigung  an,  in  Ansehang  allerausser  dem  ost- 
reichischen  Gebiet  gelegenen  Ordensguter.  NapoUons  Decret  ward 
eine  frachtbare  Mutter  von  Zwistigkeiten  zwischen  den  Fiiroteii^ 
die  sich  in  das  Ordensgot  und  die  Schulden  und  Pensionen  der 
Ordensglieder  zu  theHen  hatten,  zwischen  Baiern,  Wirtemberg^ 
Baden,  Hessen,  Nassau  und  den  Theilhabern  des  vormaligen 
Grossherzogthuma  Frankfurt^  bis  solche  duxch  einen  reichhalti. 
gen  Hauptvertragy  geschlossen  zu  Mergentheim  nn/lS^  Mu  i8l5( 


H9 

■      V 

bdgeUgt  mirdeB.  Vorber  icboa  waren  in  dar  rbeyiifcliiea  fiun^  . 
des^Acte  einzelne  Ordens-Commenden  en  Baierni  ^irtepibergy 
Baden  und  HobenzoUem  -  Hecbingen ,  mit  PjopHeiLal  pmd  Sou^ 
Terainetat,  gegeben  worden.  Endlicb  "«rendetey  ;m  Sept.  1811, 
ancb  der  Konig  von  Sacbse^  die^  Teut^cbordens  -  Qiit^  «einaa 
Landea  den  Universitaten  Leipzig  und  Wittenbergi  dann  daa 
Fiirstei^ecbnlen.  Pforte,  Mcissen  und  Griminay  ala  unvTiderrufit- 
cbee  Eigenthum  zu.  So  ist  denn  dieeem  Ordcn  voii^  aeinem  jrei* 
cben  Erbtheil  nicbts  iibrig  geblieben,  als  seine  Besitzungen  ia 
Oettreicby  und  im  Konigreicb  dor  Kiederlande  die  Giiter  der  * 
Ballei  Utrecbt.  Das  Ordenabaus  in  der  freien  Stadt  Ffankfurt^ 
nebst 'den  dazu  geborigen  Giitern.  und  Gefallen,  besilzt  Oest« 
reicb  mit  Souverainetat  und  Proprietat^  kraft  der  TViener  Con- 
gress-Acte,  Art.  6t/'  ♦)  ,     ^ 

^So  kann  man  mit  Wabrbeit  sagen,  dasa  auf  dem  Gebiet 
des  teutschen  Reichs,  uacb  seinem  U^fang  von  1792;  Niemand 
war,  llir  welcben  die  franzosische  RevolUtion  Grundnrsacbe  go- 
worden  iati  sn  so  grossem  und  allgemeinem  Verlusti  wie  ftif  die 
katbolischo  Kircbe.  Man  scbatzti  ungeTabr,  den  aus  den  voren 
wabnlen  Secularisationen  fnr  sie  bervorgegangenen  Verlust,  an 
Gnndbesitzangen,  Einwohnem  und  Einkiinften  (dieae  in  rbeini* 
scheB  Gulden),  den  Wertb  der  Landesberrlicbkeit  ungerecbnet, 
aiif  beiden  Seiten  des  Rbeins;  "^y* 

1)  auf  der  linken.        Q.  M.        Einw.        Einkiinfte,  FI. 
Rbeinseite,  auf     .    4^4.        800,600«  5,450,000. 

2)  anf  der  recbten 

'  Rbeinseite,  an  .  ' 

a)  nnmttdbaren 

Besitznngen    .    I,t95.     2,861,176.        12,726^. 


^  Dieser  in  jede  Art  Gemeinheit  nnd  ScBandlicbkeit  wahrend  der 
letzten  Zeit  teiner  Daner  rertnnkene  Orden  hatte  bloss  dat  Schiclual  er* 
l&llty  dessen  die  dlTentliche  Meinnng  ihn  langst  wiirdig  erUarfe  hatte* 
Wie  Don  Qoizote  die  irrende  Ritterschaft  noch  im  16.  Jahrhanderte  za 
behanpten  nntemahmy  so  voUte  der  Maltheser-Orden  lacheriicherweise 
noch  im  19^  Jahrhnnderte  die  Welt  ron  der  Nothwendigkeit  seiaer  Wio* 
derherstellnng  iiberzengen^nnd  in  Grtecbeuland  amdten,  was  er  nicht  ge- 
siet  hatte.  Diess  ist  der  grosste  Fluch  der.  Mittelmassigkeii  and  Nich^ 
tjgkeit,  dass  sie  ihren  Tanf-  nnd  Sterbeschein  nicht  za  lesen  Tersteht.  ^ 

**)  KUiber**  Ueheraieht  der  dSpUnnatischen 'Verfaaadlangen  des  wie- 
ner  GongresscS)  3»  Abtfa.»  8.  40^^ 


m 

^»u:>l  (90  .1)  9tM*i   -^.  '«hAh*^'    "  Hiwr.        Birftaiifte  FL 

lu  r.oeb)oiiitliiiMlli<7e<> 

n  .  :  i  *  Moirfhlridater     .;    •    r    •     •     •    •     •     *     •    S,870»000. 


n 


••' 


^'"•'    '    «tfiamnien  .     .     1,719.     3,162,676.         21,026,000. 

^,Sonach  blieb^  da  eelbst  papstlicher  Bannstralil  frucbtloa 
gewesen  ware^  da  .Warnung  und  Beschworung  im  Beichtstuhl 
ihre  Wirkiin^  verfehlt  hattenp  der  katholischen  .  GeiaUichkeity 
Tom  Hochsten  bis  zum  Niedrigsten,  Nichts  iibrig,  als,  nach  ei^ 
ner  biindigen  Rechtsyerwahrungy  sich  in  die  Harte  dea 
unerbittlichen  Schicksak  zu  fugen^  und  sich  der  Hoffnung  ei^ 
ner  versohnenden  Zukunil  unter  Gebet  und  Seuizen  zu  iiber- 
lassen.''  *)  • 

,,Preuasent  Landenrerlnat  im  Ti}siter  Friedeny  und  die  fraa- 
zosische  £roberung  der  hannoverischea  und  kurheseischen  Stia- 
tpn  war  eiii  oeues  Miasgeschick  fur  die  katholiscbe  Kirche 
Teatschlands^  sie  dienten  groasentheils .  zur  Ausstattung  des 
iieuen  Konigreichs  Weatphalen  und  dea  Groasherzoglliaaia  Bei^ 
Biezu  kam,  dass  JSapolfionj  vom  Decembar  1806  bis  in  d«n 
October  18Q8y  den  teutschen  Bund,  angeblich  n«r  fur  Siid«> 
teutschland  gtstiftet ,  bis  an  die  I^iisteu  d^iT'  Ost-«  und  Nordaee, 
^urch  AfLfnahoie  v^n  drei  und  zwanzfg.Bundesstaaten  xn  dan 
iirspriinglifhen  sechf^ehn,  erweiterte^  ja  daas  er  A^gar,  durch 
ein  Seiiatus«-CoiisuU  ^om  IS.  Dec.  1810»  eein  eigenes  Kaiser* 
reich  bis  aa  ebeq  diese  Kiisten  ausdehnte,  indem  er  die  drei 
Hansestadte,  die  Staaten  von  Oldenburgy  Salm-Salm  nnd  Sah»^ 
Kyrburg,  ttodden  |[rdssten  Theil  4er  her/io^ch.*areab^gischen^ 
so  wie  verachiedeue  Bezirke  des  Konigreichs  Westphalen  und 
des  Grossherzogthums  Berg,  unter  dem  Namea  dea  hanseatiadiea 
und  des  lippf-D^arteuientSy  mit  Frankreich  vereinigte.  £a 
ward  auu  auf  dieae  neueii  Pjrovinsen  das  franxosische  Konkoiv* 
dat  voa  1801  fiir  anwendbar  erkliii^t,  und  ihnen  eia  neueaBia-» 
thnffli  iAlinata:!  «a  die  $teUe  dea  alten»  bestimmt*^* 


■  ,         ,   r  i 

•.       <  <i«w.«l..p«l 


*j  KlSbfr^g  tToharBtcIit  der  diplomatischett  Verhandlongen  des  wiener 
Gp^gtesseii  a  iMh,  b^4gXf. 


■ 

^ltar  B4lclisdepQtotion8*B«opUdiIiiM  Imtta  (f,  62)  fosfg»- 
setxt,  dass  die  enbiftchoflicfaen  Qnd  bH^hliiawmd^Aen  in 
ihrem  bisherigen  Zustandebleiben  e^lteni^rfabfldM^andert 
Dideeean-Eiiirichtung  auf  reichsgeeetaliQbe  ^iAlrt  jiiiiiiflTiii  teyn 
werde,  woTon  daim  anch  di^  Cinpch^ng^ideii.ldiiAflftigett 
Domcapitel  abhange,  £r  haUe  ($.  35)  deneh  LaQ^eaherrfn, 
welche  Ton  der  ihnen  ertbeilten  allgemeinen  Seculariaftiont- 
Befogiua»  Gebrauch  mafchen  wiirdeD,  eine  Verwenduog  secularu 
aiiter  Gater2iir  featen  nnd  bleibenden  Austtattung  der* 
^enigeh  Doinkirchen  zur  Piiicht  gemacfat,  welche  wurden 
beibehalten  werdeb.  An  Ansfuhrung  dieser  heilsamen  tiestim«-  ' 
mungen  war-nunmehr  nicht  £u  denken,  da  n)it  der  untergegsn- 
genen  Beichsstaatsgcwalt  der  MiCtelpunkt,  Ton  welchem  der 
nothige  Antrieb  ausgehen  musste,  Terschwunden  wa^^,  der  Be». 
achiitzer  des  rheinischen  Bundes  Aogelegenheiten  dieser  Art  we« 
nig  oder  nicht  behersigte,  so  Tiele  Yeranderttngen  der  in  dem 
Depnjlatioos*Schluss  als  wesentlich  Torausgesetaten  Umstande  ein- 
gotreten,  und  nodi  taglich  zu  besorg^ n  ,waren,  so  dsss  itian  fast 
allgemein  sich  gewohnt  za  haben  schien,  den  ganzen  politischen 
Zustradi  der  Dinge  als  unsicher  nnd  Torfibergehend,  wenigstans 
mtr  «la  etnstweQig  oder  proTisorisdi  zu  betrachten/^ 

,,Zii  eineni  feetcn  Zostande^  auch  in  Hinsicht  auf  die  ka- 
tholisch-^dstUchen  Verhaltnisse,  konnten  erat  der  Pariser  Fiiede' 
und  die  SGhliiss.Acte  dea  Wiener  Coogresses  TerheHen.  Die  teut-' 
sdian  Lander  snf  dey  linkea  Bheinseite  wurden  Ton  Frankrefch 
wieder  getrennty  die  preussische  Monarckie  ward  wieder  herge- 
stslk  nnd  sogar  bis  an  Fraiikreichs  Grinzen  ansgedehnt,  Han*' 
noTery  Braunaibweig)  Kurhessen  und  Oldenburg  worden  in  iht4^ 
Staaien  wieder  eingesetzt.  Wirzburg  und  Aschaffenborgkamdfl 
an  Baiem^  Falda  gri^tentheiis  an  Kurhesseii,  Frankfart  Ward' 
wieder  frei^  Oldenburg^  Goburg  und  Hessen*  Homburg  erbielten' 
aoUTeralne  Landeetheile  liitks  des  Bheins,  der  teotsche  Btmd' 
ward  gestiftet^  ond  teutsche  Reefatlichkeit  kehrte  in  den  Schoos' 
der  Begienuigen  zorfick.^ 

„Der  Wiener  Cengress^  aiuf  weloben  die  ketholfdehe  Kir^e 
in  Teutschland  hiublickte^  fand  die  kirchlichen  Stiihuigsguter, 
die  Giiter  der  Domcapitel,  so  Tiele  andere  Fonds  fiir  Atxi  Kul- 
tusj  entweder  Verausser^  oder  mit  den  StaatsdoipaiAen  Tereinigty 

10 


IM  ^ 

I 

mid  M  nirgeRd  dBvon  fiir  £•  Cireht  giaorgt.  Oire  «Iten  Bi« 
•chofe,  docli  niir  penMOiitrC,  hatteii  nodi  Reg«nabiirg  nnd  Con* 
etanx,  HildeBbeim  nnd  Paderbom,  Eiolistedt,  Pftsaan  ondf  Corvei, 
«Ile,  bia  anf  die  beiden  Euletat  genanntea,  schoii  4iber  tiebensig 
Jahre  alt.  Der  Bischof  von  FuMa  starb  «n  demselben  Tage^ 
wo  der  Con^ess  erblhet  ward*  Dieser  nnd  alle  hier  nicbt  ge^ 
nannten  Bischofesitaey  mit  Ausnahme  des  Mainzer,  der  nach  dein 
franzdsischen  Concordat  besetzt  war,  fand  man  erledigt,  und 
dabei  feblten  die  Capitely  welche  die  erkdigten  Dioceseiii  hitten 
administriren  koonen.  Di^  noch  iibrigen  Domcapitolaren,  meist 
eehr  alt,  wanen  pensionirt  fmA  zerstrent'* 

f,Unter  diesen  Umstiinden  war  su  erwarteny  dass  an  den 
Congress  audi  fiir  die  katholisphe  Kiixhe  in  Teatschland  drin- 
gende  Antgige  gemacht  wiirden.  Die  ausgedehntesten .  waren 
die,  welche  der  heiJige  Vater  unmittelbary  dorch  seinen  Le- 
gaten,  den  Cardinal  Conacdi/i^  machte.  £r  forderte  geradesu: 
Wiederaufrichtung  des  heiligen  romischto  .Reichs,  ala  einea  Mit- 
telpnnctes  der  politischen  fonheit  (aller  christlichen  Staaten)» 
eonseciirt  durch  die  Heiligkeit  der  Religion;  Wiederherstelhuig 
der  weUlichen.  Forstenthdmer,  deren  man  die  Kirche  beraubty 
und  die  man  sogar  weltlichen  Fiirsten,  katholischen  und  nicfat*< 
katholiadien,  xngetheilt  habe;  Herausgabe  der  Guter  pnd  Ein- 
kiinfte  der  Geistlichkeity  eowohl  der  weltgeistlichen,  als  auch 
der  regnlaretty  beiderlei  GeschlediteS)  und  stiftungsmassige  Vor*- 
wendung  derselben*  Diese  Anforderungen  waren  so  weitgrai"» 
fend,  dass  ein  Umstun  derDinge,  demjenigen  der  franzosischen 
Rerolution  nicht  unahnlich^  dazu  gehort  hatte|  sie  xu  befrio* 
digen.^^  *) 

^yUeberdiess  traten  auf  dem  Congress  for  die  teuteche  ka-* 
tholische  Kirche  im  Ganz^,  drei  Oratoren,  wie  sie  sich 
nannten»  gemeinschaftlich  anf ,  alle  drei  liir  nicht  aufgetragena 
Geachaftsftthrung  in  guter  Absicht  ^(negotiorum  gestio) ;  Freikarr 


*)  Ja  wohl!  Der  Pabtt  forderte  noch  Tiele  andere  Dingey  welehe 
in  den  Protokollen  6'ffentlich  sa  nenneii ,  den  gnten  Freuoden  nnd  Be- 
•cHiitzern  Politik  yerbot.  NachmaU  protestirte  er  gegen  den  WienerKoa* 
greas,  der  ihm  dooh  geictllche  nnd  weltliche  Macht  sariickgegeben »  wt« 
weiisnd  ;«eia  Vorfahr  gegen  den  weitphaiischen  FHeden,  fiihrta  deo  Je* 
•oitiam  nnd  die  loqQisition  ein  n.  s.  w.  Solche  Gluckseligkeiteo  brachte 
deakatholischen  ydikem  dia  Beendigong  das  Promopiaau. 


14» 

vwh  fFambold^  DoindedMiit  wtt  WMnniv  WffmtUhyJftHimLiM 
\m  dcr  Domkircba  sa  Speier^  nnd  ^aU»»^  •m '^]tlidler,  tov^ 
OMlt  Sjndioas  des  AodreMfttiftm  n  Woms.  «Sio  b^itrebUa 
«ich,  die  UngiiUigkeit  ond  Niditigkeit  der  darch-  den  Reiehsde. 
potation8«*SeUoM  Terftgten  deeularwation  dai*zothi)n.  Sio  vvt^ 
langten  Zoziebong  der  Repratentaiitea  ifarer  Kirche  .  aaf  dm 
Congreas,  bei  fierathung  der  teatscfhen  Angelegenheitcn^  so  weit 
die  Kirche  dabei  interessirt  sey.  la  der  Haaptsache  fordertea 
flie  lor  die  Kircbe  aoraek:  alle  ihre  kirchhchen  Be^itzongeOy 
welche  noch  nocht  Teraoasert  sind;  ihre  veraosserten  Besitxon. 
geOy  so  weit  sie  nach  Rechtigrondsatxen  einlosbar  sind^  in  An- 
sehong  des  ubrigen  Kircheneigenthamss  ztireichenden  Ersatz 
doreh  angemessene  Entschadigong,  io  onbeweglichem  Besitzthom^ 
wenigstens  so  viel  als  zor  Fundation  der  Bistfaumer,  der  Dom- 
capitel,  der  Seminarien,  der  Pfaxreien,  der  kircblichen  uod 
wohlthatigen  Institute  nothig  sey.  Endlich  begehrten  sie,  dass 
die  Kirche  in  ihre  eigenthiimlichen  Recbte  wieder  eingesetzt, 
ond  in  dem^Besitz  ihrer  Recbte,  n^it  Inbegrifi  der  freien  Wahl 
der  Bischofe  dorch  die  Capitel,  gesicbert  werde,  dsss  man,  in 
Absicht  auf  die  Verhaltnisse  der  Kirche  zu  dem.Staaty  den 
irobem  Zustand  wieder  herstelley  ond  dass  auch  in  allem<Uebri« 
gen  der  Grondeatz  der  alten  teutsdwn  Kirchenfreibeit  als  GTOn&- 
loge  aufgesteUt  Werde*  Endlich  widera^tzten  sich  dieae  Wort* 
fuhrer  der  Einriickung  eines  in  Vorschlag  gekomaenen  Artikel^ 
in  die  teotsche  Bande8.Aete^  Wiorio  der  kathoJisoben  Kirche  eine 
VeKCMSong  bloM  TerheiMen  ward  ^  yywekjiey  onter  der>  Garantie 
dee  BuadM,  ibre  Rechte  ond  die  zn  Bestreitang  ihver  Bedorf^ 
niaae  nothwenjigen  Mittel  sicbem  sollte.^' 

yyNeben  diMen  Oratoren  entwickdte  aaf  dem  CongreM;  iiir 
die  katholiscbe  Kirche  im  Ganzen,  Torz£igliche  Thiltigkeil  der 
General- Vicar  des  Bislhoms  Gonstanz^  Freihem^ois  W^uniwgy 
eeitdem  bekannter  noch  geworden  dopch  ein  MiMTeretiindntM 
mit  der  romischen  Corie.  £r  Terlangte  unter  Anderemy  dass 
ivat  kanonische  £inrichtnng  und  AoMtattaog  der  Kirohe^  ihrer 
£rz*  und  Bistfaiimer,  durch  ein  mit  dem  ^apst  efaefltens  abzu- 
sddiesaendM  Conkordat  geaorgt  werde;  dsM  alle  Bifttbiinier  zu-* 
sammen  ein  Ganzes  bilden  sollten,  als  teutsche  Kircfae^  unter 
einem  PrimM^   dsM    die  Bisthimier  ond  Domcapitel^.  so  Tiel 

10* 


t4d 

M^Kkhy  'tti8cflil«R  MiiUcfa  werieii»  doch  mlt  Vorbehalt  ange^ 
messenef  Beriditigtmg  der  Diocesan^Granzen ;  dasa  tie  mit  ]ie^ 
g^tn  Grihidetty  tr^rlnmdett  mit  LandsUindsohaft,  mochten  dou 
tirt  Verdetty  untto  ei^ener,  selbstfltindtger  Verwaltqng;  daas 
fiberhhupt  di^  ft^e  WMcsaihkett  der  Kirchenbehorden ,  von  den 
StaitfsbebdHeh  nfdit  beeihtx^chHgt,  vielmehr  geschiitsl  werde/^'^) 

,;Pur  particnlKre  ^^egenstande ,  fUr  die  SastentatioB  der 
Mitglieder  der  secalarisirten  £rs^,  Dom-  und  anderer  geistli-* 
cben  Stiflte,  aitf  beiden  Seiten  des  Rheihs,  iur  die  Pentlonen 
der  Bfitgliedei^  det  teutschen  Ordens  und  des  Fiir«ten  Primas^ 
ti^aten  eigene  Wortfizhrer  auf.*' 

,,Der)enige  Theil  der  Congress-Bevollmachtigteny  welcher 
siofa  mit  der  ErrichCung  des  teuttchen  Bundet  betchi&ftigte,  wid* 
mete  auoh  der  kathoHschen  Kirchenangelegenheit  teine  Auf- 
merksamkeit.  Er  fand  bald,  das  eine  mehr,  alt  der  ojlien  an«- 
gefidirte  Artikel^  in  dat  £inzelne  gehende  Bettimmung  der  Bun- 
dei-Acte  unuberwindKche  Schwierigkeiteii  finden  werde.  Ja,  es 
kam  sehr  'und  vriederholt  zur  Erorterung ,  ob  auch  nur  dieaer, 
von  pestreicii  nnd  Preussen  in  Vorschlag  gebrachte,  Artikel 
aufzunehmeh  sey?-  Am  £nde  siegte  sogar^  nach  auffallendem 
Hin-'tiild  Herwanken,  auf  Baierns  Antrag,  die  verneinende 
Heinutig,  obgleieh  der  papstliche  Legat  der  Einrnckung  nidit 
abhold  War.  £t  blieb^lto  der  ganze,  hochwichtige  Gegenstand 
in  der  Bnndes-Acte  unberiihrt.^ 

yyDer  pfipstliche  Hof  war  mit  Be^hungt-  und  Unteilat^ 
atmgrfiandltmgea  des  Gongresses  tknzufried^n.  Er  fand  weder 
dfe  Territorial  -  oder  ^'eltlichen  Anspriiche  und  Gerechtsame 
det  heiligen  Stuhlt,  ndch  die  kfarchlichen  Angelegenheiten  geho« 
rig  berficksichtigt.-  Daher  uber^ab,  am  Schluss  det  CongretteS^ 
der  6ardinal-Legat  eine  feierliche  Proteatation  wider  alla 
VerTdgungen  tmd  Unterlassungen  desselben,  welche  die  r5mi<« 


♦)Die»8  ist  sehp  wahr!  Der  FrtihmvonTTesseniergf  den  mangleich- 
wohl  bald  darsuf  alt  Feiad  der  katholischen  Kirche  hinzQstellen  «ich  be- 
nahtet  hat  datnafa  faat  nar  swiel  gethan  und  den  erAromen  Wolf  in 
derFabel  grossmiithig  anfvrarmea  heJfen.  Br  wendete  fiir  die  katholiachen 
KirehaniatereMen  ieiaen  effgeBen'  uad  Minea  Briidera  ESnilQat  ao«  Die 
Papiere  des  reritorbenen  Ckmsdlvi-kiitaiten  dariiber  Zengniss  aeben.  Aber 
die  romisohe  IS^nrie  hat  nie  iUr  •WoUthatett)  nar  fiir  Belei£gQDgen  ein 
Gedaohtniss. 


149 


sdbe  Cittie  d«r  jrdiu#cb-laatlioli$db^  KirdMi  iiberluii^  saiU^a 
d^  Intei^M  der  kAtlioliacli«&  Kircha-TeattcM^uid^y 'wieauqli 
den  Te»ritiNri9l«Aiipprudieo-  «nd  Goir^elMvefiieii  de»  .heiligen 
Stohle  inebeeondere,  for  nachlheilig  hieltV  *):  . 

>  iiHatte  gleiefa  der  Coogreee  ein  leiilendee  Yerhelteiiy  in 
Absieht  eof  die  katboIiech^kirchliGhea  AngeiegenheiLei^  fiir  rath^: 
lidi  onichtet,.  ao  war  doch  einleachtend ,  Saas  diese  in  dem 
Zaatandei  worin  aie  aich  befandeni  ohae  welentlichen  Naohr 
theil  d^  Kirchei  'xind  ohne  Beonruhigaug  vielier  Gewiaaeu,  ia 
dia  Lauge  nicht  bleiben  konnteo.  Der  Epiacopaft,  dieaer  wfsenl^ 
licfae  Be&tandtbeil  der  kalholiachen  Hierarchiei  war  iu  einem 
groasen  Theil  wo  Aicht  aeinem  Untergiuigi  "doch  aeinem  Verfali 
nahei  wenigatena  war  aeine  Exiatenz  fiir  die.Zukunft  nicht  ge-. 
aacbert.  Seit  1803  hatte  der  £rzbiacbof;.lietropoIit  yon  Begeni» 
buxf  bei  dem  piipstlichen  Stuhl  dringende  yorateUongen  deaa. 
laalb  eingereichti  ea  achien  aber,  dasa  man  hier  uber  die  zu  er* 
grdfendeo  Maa«rege}n  mit  aich  nicht  einig  werden  konntei  und 
dem  altromiacheni  oft  bewahrt  erfundenen  Teny»oriairaoga-Sjf/«^ 
stem  auch  dieaamal  den  Vorzug  gab.^'  **) 

^lm  Jahr  1810  apracb  der  Srzbiachof-Metropolit  aeinft 
Wonache  nad  Vorachlage  aogar  in  eioer  eigenen  Drockachrift 
aoa.  Der  Friede  der  teutachen  Kirchejp  meiote  er,  fevde  her* 
geatellt,  wenn  daa  franzoaiacbe  Concordat  auch  fiir  ^ie  rheini-, 
achen  Bnndeaataaten,  aufgenommen  wiirde.  Dann  werde  }  e  d  er 
Staat  einea  oder  mehrere  Biachofe  zu  emenoen  habeni  die» 
nach  erhaltener  papatlicher  Beatatigungi  dieaelba  geistliche  Ge« 
walt  auaznuben.  haiteni  wie  die  framfoaiachen  Biachofe.  Die 
biachdfliche  Dotatioo  habe  jeder  Souverain  zu  geben*  Kleiner^ 
Staaien  wurden  aich  zu  abwechaeloder  Beoeooong  dea  Biachofa 
zo  yereioigeo  haben.  Der  £rzb|achof  erklarte  aich  aogar  bereit| 
aeine  MetropoIitao*Gerechtaame  io  deo  Boodeaataaten  gaoz  auf* 
zogebeOi   wenn   der   heilige  Vatei^    und    der  Protector  dieaea 


*)  AUf  faier  erwahnten  CoogrMsvflrbandlnDgeD  fiodet  mao  aasfiihr- 
llch  ond  nach  ihrem  ZasammrDfaaog  Torgetragen  ond  beorUiMlt  io  JClii^ 
ber*s  aogoC.  Ueberueht  etc,  AbOi.  3»  S.  d97  -603. 

**)  Der  romitohe  Hof  wivd  eo  laege  forifahrcn  zn  temporisiren, 
faia  die  maohtjge  Tempea  anob  iba  arit  elienr  ^eiaen .  PratenaioneD  einst 
verschlingt*  .  "  V 


iso 

Ojftkr  fifr  iioA^vtaS^  erachteki  wfirden^  ittm  Frieden  der  KitAt 
mid  za  Wiei3erlieeMfel(ahg  des  Epiicopats.  Diese  wofalgetnttiw 
ten  Wibseln' IftHdeiiy  wie  ^s  flcheiAt,  auf  keinerSeite  Eingang; 
^ie  blieben  obne  Erfblg.*^ 

^^UHterdessen  wurden ,  dnrch  eingetreteae  Todesfalle »  der 
Bivcbafis^  ia  Teutschland  ioimer  weniger,  selbst  der  Weibbi<* 
acbdfey  80  daes  intbesondere  die  AttBspendong  des  Sacrameatea 
der  flrmung  an  die  Glanbigeily  an  Tieleq  Orten  niit  bedeuten- 
den  ScbWierigkeiten  verbnnden  war.  Dem  K.onig  yon  Sachaen 
allefn  gelang  fdr  seine  Staaten  die  Vermebrmig  des  Epiacc^ata, 
obgleich  er  achon  einen  Landesbiscbof  in  der  OberlausitZy  dea 
Bischof  JLack  isu  Bautzen,  hatte.  Von  dieaem^  durch  den  Papst 
luezu  anCgeforderl^'  ward  des  Konigs  Beicfatvatery  der  zeitherige 
apOftolibxbe.Vicary  Doctor  Schneider^  in  dei'  Capelle  der  ka- 
tliolitchea  Hofkirche  zu  Dresden  am  14.  Jul.  1816  feieiiicb  zum 
Biachof  geweifal.*'  *) 

y^ald  nacfa  ^uiloaung  der  tentacben  Reichsverbindung, 
echiea  man^  Ton  S^ite  dea  papstlichen  Hofes,  einige  Versuch^e 
macben  za  woUen,  durch  Particular-'£inverBtandnia« 
ae  ^"^^^i  Bey  ea  unter  dem  Namen  .von  Concordat  oder  in  ir- 
gend  einer  audem  Form^  vorerst  mit  den  macbtigeren  Fiirsten 
dea  rheiniaofaen  Bundea,  die  teutschen  Kirchenangelegenheiten 
ordnen  zu  woUen.  Aber  auf  betden  Seiten  ward  zu  viel  er- 
wartety  nnd  war  man  zu  wefiig  geif^igt  nachzugeben^  als  dasa 
ein  giioatiger  £rfolg  daa  Werk  hatte  kronen  konnen.  In  jener 
Absicfat  haUe  Pius  Fll,  im  Jahr  1S07  an  die  Hofe  von  Baiern 
und  Wirtemberg  einen  Nuncios  gesendet,  in  der  Person  dea 
ErzbiachoGBvon  Tyrus,  della  Genga»  Miinchen  verlieas  dieser 
Abgesandte  obiie  Zeitverlusty  so  bald  ihm  klar  geworden  war, 
dass  gewissen  Forderungen  des  Papstes  nicht  Geniige  ge- 
scbehen  werde.  >  £r  begab   aich  nach  Stuttgartp  und  erwirkta 


*)  Die  Uoternehmnngen  dei  Ultra  •  Katholizismns  in  Sachsen,  beson- 
ders  aber  die  iadustriose  Thatigkeit  des  Bischoffs  Mattemumn  sn  scfail- 
dem,  'ftbeHawea  wlr  eitiem  kathQltsefaen-  ^achsen.  ^  Ueber  4ia  Sach«schen 
katfaolischeniCirchenTerhaltaisse  und  deren  RegnUmng  vgL  das  Konig- 
liche  Mandat  bel  DrosU-Hulshojf^GtnnisaLtztAe^  gemeinen  Kircfaen- 
rechtes  der  Kathollken  und.  Evangelischfta.    Miiaster  18S$. 

**)  Die  articnlar-EinverstandBisse  haben  leider  nnr  an  sehr  und  au 
nnfaeilvoU  in  den  KonkordaU -jUnterfaandlnngen  operirt. 


451 

hct  dmk  Ktoig  di«HU4eK«ftmig.jtiiiBl;  PonoM  %u  y^lmifi* 
laogep  mit  iliiB«  ,Kaimi..vM«a.  dimB  ifn,.(range,  ao  TwUets  er 
«nch.  diesen  Hof  plotzlich;  er  begab  aicti  t^jch  Para^  um  hW» 
in  Gemeiaschaft  mit  Caprara  imd  Bugarre^  den  Forderungen 
dea  Gebietera  Ton  Frankreich  die  atandhaAe  Weigerung  dea 
Papates  entgegenzuaetzen.  Dem  Konig  von  Wirtemberg  misBCel 
eehr  dieee  achnelle  Abbrechnng  der  Unterhandlungen.  Za  aei- 
ner  Rechtfertigung  heaa  er  aofort  die  Actenstucke  allen  be- 
freandeten  Machten  mittheileny  auch  dem  Landanunann  der 
Schweit^y  der,  wegen  einer  Angelegenhejlt  des  Cantona  Luzem, 
ohnedieaa  gegen  dea  Papat  eingenommen  war/'  — 

Glucklicher  fielen  die  Parttku]ar->Einverstandni8se  und  die 
Partikular-Unterhandlungen  in  Baiern  aus^  dessen  Konkordats- 
Geschichte,  als  bei'  weitem  Tom  aller  nachtheiligsten  und  Ter« 
hangnissTolIsten  Einfltiss^  auf  T^tschland  und  auf  das  Scliick* 
sal  mehrerer  anderer  Konkordate,  wir  nun  im  Zusammenhangey 
begleitet  mit  geschichtlich^kirchenrechtlicfaen  fiemerkungeii  iiber 
alle  einzelnen -Artikel  des  Yertragesy  hier  mittheilen.''  £ine  rei. 
che  Blumenlese  Ton  den  bisberigen  Resultaten  desselben  ho£fen 
wir^  durch  lauter  beglaubigte  Thatsacheo  an  einem  audern  Orto 
mitzutlieilen,  Thatsachen,  welche  den  schlagenden  Bewefs  fiih^ 
ren,  dass  Widerspruch  in  den  Grundsatzen  und  Mangel  an  ge» 
sundemSinne,  an  polif ischem  Takte  und  staatsrechtltchenKennt- 
nissen,  ferner  gedankenlose  Frbmmelei,  geistsiecher  M^stizis* 
mus^  ra£Gnirte  Jesuitik  und  romantischer  Bombast  znsammen 
eine  aolcbe  Reihe  "fon  Don  Quixotiaden  herbei  fiihren  konnen^ 
wie  sie  die  Phantasie  der  humorfstischsten  Sstjnriker,  den  Ver* 
fasier  des  Katzensprungs  mit  eingerechnpt,  kaum  za  erdichten 
Termag.  /  ' 

Zwolf  Jahre  sind  bereits  Terstrichen^  seit  der  Abschluss 
eines  Konkordats  Ton  Seite  der  koniglichen  Regierung  in  Baiem 
mit  der  romiscben  Kurie  iiber  die  Feststellung  der  kirchlichen 
An^elegenheiten  der  KathoIikeU;  als  der  entschiedenen  Mehrzahl 
der  Einwohner  dieses  Konigreichs,  in  Teu^chland  bekaimt  ge-^ 
macht  wurde,  tmd  sowohl  in  dem  Lande,  welches  dasselbe. 
znnachst  beriihrtey  als  im  iibrigen  Theiie  der  teutschen  Buudes- 
ataaten  grossea  Au&ehen,  hier  und  da^,beiFrommen  undFreun- 


r 


sdiarfeD,  jy<efa*-  bittwy»-»th»<<deirilen  Tadil  trrtgte. 

ra*^^^  VM' tilif^fl'enMi(%en  Zeifen  'lier  galt  Baiem  fur  das  Land, 
itf  Witcheni'  nocb  die  atarkste  Anl^angliclikeit  an  den  Altglau- 
Ben;  tind  hwcaAt  ancTi  an  dessen  sichtbarea  Oberhaapt  in  Eoniy 
Keyrache.'  Indeas,  so  wehig  anch  der  alte  Kurfursty  KarlT/ieo^ 
rfSorjein  Freond  Ton  Seuerungen  war,  nnd  so  grosses  Genilil 
-fwi  pcrsSnlicher  Freundschaf^  fdr  den  damah*gen  Pabsl  Plus  VL 
itn  Herzen  diesea  Fiirsten  vorwallete,  so  sefar  auch  dieser,  und 
dfe  ganaee  Prieaterschaft,  an  ihrer  Spitze  der  bekannte  gefallige 
Beiiihtvater,  Pater  Tranh  *),  aus  dem  Icsuiter-Orden,  den  Lieb- 
Ungs-N^gangen  des  Aegenten  zu  achmeicheln  wnsste:  so  trat 
doch  A^%  dorch  'der  Zeiten  Umschwung  gesteigerte  Bediirfnisa 
der  Staatsattsgaben,  wahrend  dea  Bevolutiontkrieges ,  und  vor-  ' 
«iifglich  durch  den  Ueberzug  Tom  Jahre  179^  herbeigefufart,  so 
latitherirory  dass  selbst  der  frommeKurfurst  zarDeckung  der  drin- 
gendsten  Leistangen,  welchen  das  Land  in  Folge  aeiner  Verbin- 
dungen  zum  teutschen  Reiche  sich  nicht  entziehen  konnte,  seine 
ZuQueht  nur  zu  dem  Antrage  auf  Sakularisatipn  einiger  baieri- 
•chen  Kloster  zu  nehmen  sich  genothigt  fand,^  und  auch  dafiir 
wirklioh  eine  pabstHcIie  Bewilligungs-Bulle  erhalten  hallej.die 
d>er  nie  ofiFentlich  bekannt  wurde  **)• 

Der  VoIIzug  diesisr  Sache  verzogerte  sich;  wie  leicht  vor- 
auszusehen  war,  mehrere  Jahre  laog/  und  der  alte  Kurfui-at 
starb  daruber,  den  16.  Febr.  1799. 

Uebrigens  war  im  ganzen  Umfange  des  KurFtiratenfhunis, 
nnt  welchewi  damals  auch  noch  dio  Pfalz  am  Bhein  nnd  die 
Berzoglhiimer  Jiilich,  Cleve  und  Berg  verbunden  waren^  da$ 
Verhaitoias  dej:  katholiachen  Religionabekenner  zam  pabstUefaen 


^)  Dieser  baierMcfae  Pater  C^riUors  bedec^te  mit  dem  Schleier  der 
Kaelisicht  ▼on  Seite  der  Mntter  Kirche  (qui  est  toujoars  une  boQDe  m^re) 
die  grobsten  Schandlichkeiten  und  ^asachweifaDfen  an  jenem  Kaxnridsea 
Hofe^  wenn  nor  den  neuen  Ideen  Zaam  nnd  Zugel  angelegt  ward. 

*^  Selbstder  rrdmraeOnig  von  Spamensteht' jetztim  Begriffitf,  ein 
ahnliches  Salorilegiam  zo  begehen. 


«  .1 ..  I 


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i 


StaUe  VDgelrilbi;    wie  m  iM«  JMMdM^  ^%iSitiaM 
dtirch  den  WMtpbSlbekeii  WHtim^hMkaadtiY^^^yii j^-  '^-^^'^ 

Mit  dem  Begierungs-^  Nectifolgeg-  m  iKp^«m^ynttffiqi»»y  Jea 
Herzoge  yod  Zweybriickeny  MaainUiim  ^'^p^o'/^*'r!!^^'  >ff 
dner  sehr  mirabigen  Epocbe  an  da#  ^U«il9^|id^,r,t^y..,|£biep| 
nun  freilicb  im  GefolgB  de|*  tou  ili^ii^  g^ip|iaiEesif^^ ;  IMiqji^t^cie^ 
eine  andere  fiicbtong  der  Dinge  uherjiaupjt,.  ^d  i(qn],ii(.  aucl| 
der  Kixchenangelegenbeilen  einstttrelen.  Per  ^Ugel  d^.  j^tf ajt^r/ 
gewaft  wnrde  mit  bewundernawuxdiger  Enfrgie  eryriSena.  ni^ 
es  zeigte  sicb  dentlicb^  das^  nur  der  Zeileu  Sfun^,  (ef  wafr 
eben  damals  der  Krieg  gegen  Fraukreich  wiedjer  aftug^broc^hqiii^* 
itnddas  Land  mit  osterreicbischen  Truppen  ubersobweinmJi,)  di^. 
Ausnihrung  der  aufgenommenen  Entwii^fe  tfaeils  g^zlioh,  hia^» 
derten^  theils  auf  giwtigere  Tage  auszusetzen  zwangen.. ,  .   : 

Die  ungUicLliche  '  Wendung  des  Kriegcs  uod  der  ifweite 
Einbmch  eines  franzosischen  Heeres  notbigteq  im  Jahre  iBQQ 
die  Regierungy  zu  Deckung  der  ^  feiodlichen  Brandscbatzma^e^ 
nnd  des  UnterhaUes  der  schleu^pig  nnd  bcdeutend  Termebrt^n 
Troppen,.  nach  dem  Kircbensilber  zu  greifei^,  welches  .dorc^bk 
eigne  Kommissarien  eiogefordert,  und  nur  das  zum  Gotte^ienst^ 
nnenlbehrlichste  Geralhe  jeder  Kirche  •  gelasseo  wurde. 

Der  Drang  der  Zeitereignisse ,  und  das  damals  auch  ejngor 
tretene  Ableben  des  Pabstes  werden  wohl  schwerlich  gestattet 
baben,  mit  dem  pabstiichen  Stuhle  tiber  die  .eben  gemeldete 
Slaatsriegel  Ritckspracbe  zu  nehmen,  wenigstens  verlaulele  nichts 
hierron ,  nnd '  es  eyfolgte  in  kirchlicher  Beziehung  einige  Zeit 
liindnrch  veder  Nenerung  noph  Abaiiderung. 

Bald  naeb  dem  Fripdefl   ¥on  LuneTille   begaTnt  der  .sieoe 
Geiat  der.  baieriscbea  RegierfiQg  yBich  in  allen  Zweigen  derselbeit' 
juit  der  pr^iswiirdigsten  J^aft  zu  entwickeln  **k    Zuer8t>war«- 


*)  Baiern  war  fiir  Rom  das  enropaisclie  Pera.  Dau  es  im  Ultnanenta- 
iiismQa  knechtis^ Terfa^lieb,  daflir  sorgte  man  durch laqaisitionen,  Kerker  und 
BlatgeraBte,  and  toh  jesaitischer  Seite  darch  planmHssige  Verwilderung 
dea  Unterrichts.  Unter  dem  Karf.  Max»  Jofephl.  hegann  es  «u  tageo* 
Yrgl.  ober  dea  KQltarsnstand  Baierns  nnd  die  Kirchehverhaltnisse ,  vom 
16.  bis  Eo  Bode  des.18,  Jhdta.  dio  WeKJbo  Togfi,  AT^f^lraM&irt  ^^t^i^ 
Zschokke^  Bucher  u,  k,  .,.    ,,^    ,,:  i.'.c   .    1     .' 

*)  DieTAsLOhtr  Arandap  phoiseuif  Pombalj  Kaunin  fMonigelas  and 
vois  Maanen,  was  aoch  im  Eiuzelnen  iiber  sie,  ihre  Maasregeln  nnd  derea 


V* 


dMk  diiKSMer  ie$  Ifilancloi,  Ablmd  sowolil,  ala  di%.  Aet^  aOr 
^^anfiten.Bettelmdiicbay  siftidaTianrt;  nni  nadi-erfelgt«rBeaiti^ 
ttahMie  aammtlkheT  EntschadJjgun^Blaride  erfnhren  auch  die  Dom- 
etifker,  Abteien  ond  iibrigen  Klbster  daa  gleiche  Looa* 

Alle  diese  Yerfugttngen  worden  mit  aeltener  Uebereinafim-» 
ttmng  im  Gauzen^  gleidisam  nach  dnem  tiefdorchdachten  Plsne 
tmd  mit  einem  rastloeen  Eifer  ansgefuhrt*  Ea  war  fiir-den  on* 
befangenen  Beobachter  ein  erhebendea  Scfaanapiel,  dieaen  ELampf 
touf  Leben  und  Tod  des  Neuen  mit  dem  Alten  za  aehen^  nnd 
den  Triuraph  des  Neuen  zu  feiern.  Das  Altc  aohien  unt^  depi 
Dracke  aeiner  eignen  Last,  und  der  vielen  dasselbe  begleitendea 
XJnbequenilichkeiten ,  ^ie  bis  zur  atarren  Unbeholflichkeit  ango-* 
waehsen  waren,  zn  erliegen.  Das  Neue  kampfte  unter  der  Ae-p 
gide  der  Macht,  und  so  konnte  sein  Sieg^  auch  noch  vom  hb^ 
haften  Wunsche  des  bei  weitem  grbseern  Theils  der  Zeitgenos* 
aen  begiinstigt,  nicht  lange  unentschieden  bleiben,  Daa  Mondi* 
thnm  erhielt  durch  die  Staatsgewalt  den  Todesstosa»  die  Freunda 
des  Lichts  freueten  sich,  ^t  nach  Y^haltniss,  Alter  und  £rfak« 
nmg  mehr  oder  weniger  lant,  und  jeder  sah  einer  besaem  Zo. 
Icunft  entgegen.  £s  liease  sich  freilich  wohl  hier  die  Fraga 
aufwerfeuy  ob  dieser  Eifer  fiir  diegute  Sacheder  Auflclaraiig  nipUt 
oft  zu  weit  gingy  oder  Wenigstens  inden  Formen  sich  ver- 
sah?  Jedoch  ist  diess  eigentlieh  nicht  der  Ort,  diese  Frage  sU 
beantworten  und  wird  wohl  fiiglicher  in  einer  eigenHn  umstand* 
licheren  Schilderung  dieser  fiir  Baiem  so  denkwiixdigen  Perioda 
mit  erforderlicher  historischer  Wiirdiguog  yon  einem  unbefaa-* 
genen  Geschichtschreiber  einst  erfolgen  milssen.  £a  verhiiHeia 
an^ar,  dass»  iibcr  alle  diese  Vorschritte  einige  Einleitangen  bei 
dem  Tomischen  Hofe 'getroffen  worden;  aber  wurde  die  Ueber* 
einkunft  verzogert,  oder  durch  die,  nnwandelbare  Stabilitat  atlu 
mendeuy  Gmndsatze  der  Kurie  ganzlich  vereitelt,  hicrvon  erfuhr 
man  iqi  Publikum  nichtSi    und  daa  einmai   begonuene 


gesetElichen  and  moralisclien  Werth  gesagt  werden  msi^,  geli6'ren  sa  deci 
erstett  Wohlthatern  <its  Meuschengeschlechts,  sn  den  Todtern  dsr  Drach«a 
vbA  Liadwiinaer  g«istiger,  somit  viel  aofalimmerer^  Natur,  als  jene  des 
Mytho8|  nemlich  solcher,  die  die  Kaltar  und  die  £ntwi<^kelang  aller  edlea 
Krafte  gefahrden ,  der  Drachen  det  Aberglaabens.  der  Unwissenheit '  oad 
«teP&ffares. 


m 

giiig  sehMii  Ckmg  imt  •  AlmilsQliriilett.  '  Aie  jKIoiltfgttUr  mm^ 
deii  ftls  Staatogat  «rkldrty  nnd  anm  Tottlieila  d«r  St««td»«a^ 
mr  BelebnDg  der  Industrie  nnd  Agnknltnr  tMuAxL  oder  neeii 
Umetanden  und  Gelegenbeit  anch  in  grosBern  KompIexeD  '  i^ei% 
kanft,  die  Kirchen,  welche  nicht  unmittcdbar  zum  pfarri{che& 
Gottesdienstegehdrted;  niedergerissen,  nnddie  iibrigen  Gebattde,dx^ 
wegen  Lage  oder  Ifmfang  keinen  KuLttfer  finden  kdnnteni  dem 
Zafane  deHr  Zeit  iiberlassen.  Korz  e«  gewann  daa  jknsehen,  ab 
ob  alle  dieae  Instiittte^  auch  bis  anf  ihr  Andenken,  der  Vertil^ 
gung  geweibt  bleiben.  mueslen,  und  der  Gedanke  an  diQ 
Moglichkeit  ihrer  Restitation  in^s  Reich  der  tTd»- 
moglichkeit  verbannt  werden  sollte*  £in  hoher  Staats'. 
beamter,  von  dem  der  Antrieb  zu  allen  diesen  Dingen  damala 
aoiging,  80II  eich  auch  beinahe  in  eolcheny  den  Vorgehenden 
ihnlichen  AuBdracken,  vor  dem  Kreise  eeiner  nahera  Umge- 
buhgen  ge&ussert  haben.  Aber  ach!  mit  des  Schicksals  Mach- 
ten  iat  kein  ew'ger  Bund  zu^^echten,  und  das  Dnkraut  wur«- 
selt  achnell.  Die  Reformationen  gingen  so  fort,  bis  in  kxrchli^ 
chen  Angelegenheiten  bald  nichta  mehr  zu  reformiren  iibrij^ 
blieb;  auch  fingen  nach  und  nach  die  Ton  eolchen  in  £ifer 
Tollzogenen  Unternehmnngen  faet  unzertrennlichen  Uebelstaade 
an,  sich  einzufinden.  Aub  finanziellen  Riickeichten  wurden  die 
Penaionadre  der  Monchskloster  und  jene  der  Abteien  zur  Seel- 
aorge  nof  dem  flachen  Lande  zagelassen,  und  sa  diesem  mora« 
liscben  Unkraute  wieder  ein  weiter  Raura  zur  uppigen  Ausbrei- 
tiiBg  geatattet.  Mit  dem  Gefuhle  erlittener  Krankung,  nebeh  der 
achon  iriiher  vorhandenen  iiblen  Gesinnung,  erfiillt,  nahmen 
diese  MediokritKten  der  Neuzeit  ^  so  ^viel  mbglich  Rache  an  ihr 
xxmdi  an  dera  Spiritaa  temporis;  wie  der  Hauptobskurant  f •  Geiger 
2B  Luzern'  eins^sich  aixsgedriickt  hat, 

Die  Verbindung  mit  FrankreicK  v6rstarkte  'natiirlich  die 
Kraft  der  B^erung  im  Inneniy  die  sich  im  Jahre  1808  durch 
Eintiihrung  der  "^damaligen  Konstitution  und  Publikation  dea 
BeIigions-£dikts  vpllstandig  auszusprechen  suchte.  Dieser  Jahr- 
gang  zeichnete  aich  anch  durch'  £rricbtung  der  allgemeinen 
Stiftungs-Administration  aua,  die  vermoge  dea  Organisationa^ 
Edikta  allea  Stiftungsvermogen  ergreifen  musstei  es  mochte'nun 
dem  Kulliiay  der  Wohllhatigkeit  oder  dem  Unterrichte  gewidmet 


tS6 

mjn^  iliU^.^gfxmsi^  Varl^pag^  jd  ihr&m  Iim«m^  m  Ord;* 
Wftjj.^^M^^^  "^d  ;FplgeTichtjg]&eit  eiii  Meiater«tuck  d«t  Ur-^ 
kebi(r%,.«}^cIiU^>e4oqh  un.  Jn-»  und  Audande  ¥iel  Auleelieii,  uod 
l^ieb  iguaa^  vorziiglich  dem  katfaolisclien  Klerus  eiii  ewiger  Dorn 
im  Auge  und.  im  Herzen.  —  Dieselbe  lultte  sEwer  in  Foige  ihrer 
iixnera  VortreQlichkeit  eine  wahre  aegenavoUe  Wohlthat  dea 
Vater^axids  werden  konnen,.  wenn  nicht,  faat  ikber  eanimtlichen 
wit  ihrem  VoUzuge  beauftragten  Individuen  ein  ungliicklicher 
jpeist  gewaliet  hatte,  der  sie  zur  Erfuliung  ihrer  Geschafle,  so-r 
wohl  in  Beziehung  ^auf  dae  Materielle  der  ihnen  vertrauten 
Sjtiftungeni  ala  das  Wohl  der  hierbei  betheiligten  fndividueo,  bo. 
liihig  machte,  und  znr  unYeraiegbaren  Quelle  der  Beschwer- 
den  wiirde. 

Die  Didzesan-Verhaltniaae  geriethen  bei  dieser  Wirlhschaft 
in '  iuf mer  tiefern  Verfall.  Oh  hieruber  Anzeigen ,  oder  Be- 
achwerden  bei  dem  romischen  Stuhle,  als  Oberhaupte  der  katho- 
liachen  Kirche,  gemachl  wurden,  iet  bei  aller  Wahrscheinlich* 
keit  uirgenda  mit  Bestimmtheit  bekannt  geworden^  und  daa  ^e^ 
nehmen  der  Regierung  zeigte  klar,  daas  sie  wenig  geneigt  seyn 
durftei  auch  den  eifrigsten  Interzessioneh  Seiner  Heiligkeit  Ge— 
lior  zu  gebeuy  und  dessen  Antragen  (^ewahr  widerfahren  io. 
lassen* 

Es  trat  nunmehr  die  Periode  eio,  welche  in  des  pabatli-r 
chen  Rom's  Jabrbuchem,  mit  einem  Stillstande,  oder  giinzlicher 
^irkungslosigkeit  bezeichnety  jmi  wahrend  welcher  ider  Pabst 
aelbst,  Yom  Kardinalkollegium  geti;ennty  nicht  yiel  mehr  als  ein 
Gefangener  Frankreichs  und  Napoleons  war,  wie  oben  erzahlt 
worden  ist.  In  diesem  Zeitraume  war  fiir  das  Heil  der  katholischen 
Kirche  und  ihrer  Geistlichkeit  nicht  viel  zu  ho£Een,  und  diese 
jnusste  sich  im  Gedrange  der  Zeiten  entweder  in  Geduld  fas* 
aeu;  oder  sich  zu  helfen  suchejd,  so  gut  sie  immer  konnte^  waa 
aie  auch  meistens  that.  .  ' 

Der  Sturz  des  Kaiserreichea  in  Frankreich  und  der  Wiener 
Kongress  fingen  bald  an,  ihre  Folgen  auch  in  Baiern  zu  aus^ 
sem,  und  der  Pabst,  dessen  mannlicher  Muth  imUnglucke  iliui 
die  Verehrung  so  vieler  Ilerzen  gewonuen^  glaubte.nun  ernster 
iuftreteu  zu  miissen^  upd  fand  fur  nbthig,  die  Wiederhjerstel- 
lung  des  Ibsuiter.Ordens  zur   Befestigung  des  Altars  und  der 


,  m 

m 

ThrcfnB^m  empftUeiiy  Tvrrietb  aber  dadardt  in  dtot  A^end^ 
hdlsdienden,  so  wie  der  itiliigen  Beobaehter  zu  baM  nad  «tt> 
adnr  den  Geisl  ^aeines  Stondes,  imd  die  PdKlik  teinei'  Winde. 

Dass  Aom  nie' gans  ohne  boiiiYliehe  Freuftd^  in  Baieni' 
geWeben^  war  mrai:  kein  Geheimniss^  aber  eben  6o,  gewisi  '^nt 
bia  auf  diese  Zeit  ihre  Unwirksamkeit,  nnd  giiDzIichex'  Jtftoigel 
an  Ansehen  mxd  V^traueo.  AJlein  eben  ao  gewiss  kafnn  be-^ 
banptet  werden,  dass  um  diese  Zeii  sicherlich  theils  Auflbrde« 
nmgen  und  Antrage,  theila  heimliche  und  minder  hdunlic^' 
Annaherungs-Versuche  Ton  Seiten  der  idmiseheii  Kurie  und 
ihrer  Freunde»  die  sicb  nunmehr  anch  durch  eina  bedetttende 
Anzahl  junger  Schwarmer  .yerstarkt  belracfaten  konnten,  an  die 
Hegiemng  oder  eigentlich  an  die  Ferson  des  allgemein  geliebten 
Konigs  gemacbt  wurden.  AUein  sie  Waren  yon  keinem  bedeu— 
tenden  Erfolge;  denn  dieser  Monarch,  wenn  gleich  von  hdchst-' 
menschenfreundlichery  wohlthatiger.  Gesinnung,  war  kein  Fromm. 
ler,  ^ad  gewphnt^  in  allen  Angelegenheiten  der  Regierung  seinen 
Kinisterien,  deren  ersler.  und  oberster  Chef  zngleich  sein  ver* 
trauter  Freund  war,  zu  vertrauen.  So  lange  aber  der  ernste, 
geistvoll-kriiflige  Monigilaa  an  der  Spitze  der  Staatsgeschafte 
atand^  und  der  Geist^  den  er  ihnen  seit  fiinfiBehn  Jahren  ein- 
geiiaucht  und  sorgsam  genfthrt  hatte,  in  ihren  Hallen  vftht^ 
Bess  sichy  wenn  derselbe  gleich  seit  dem  fiieder  Vertrage 
in  Etwas  gefahmt  'war,  an  eine  laut  auszusprechende  Ver-»^ 
einjgung  mit  '  Rom  iiber  die  Verhaltnisse  desselben  au  den 
katholischen  Kirclien  und  deren  Glaubensgenossen  nicht  woU 
denken. 

Indess  dte  faeimlichen  Insinnationen  dauerten  fort  £ine 
ToMiglidie  Triebfeder  derselben  hatte  sich  am  Hofe  und  in 
der  NeSie  dea  Konigs  selbst  seit  langen  Jabren  eihgesdilichen^ 
luid  dorcb  klnges  Benehmeny  gelehrte-  und  MenschenkenBtniss' 
aich  auch  zu  erfaalten  gewusst..  £s  war  Pater  Sambuga^  der 
Religionslehrer  nicht  nur  des  Kronprinzen  und  jetsst  regierenden 
^  Koiligfl,  sondern  auch  der  ubrigen  koniglichen  Kinder;  denn  es 
verdient  bier  biBmerkt  zu  werden,  dass  K6n)g  MaxirAiUdns 
beide  Gemahlinnen,  .die  erste  aus  dem  Hause  Hesaen-Darmstadt 
nnd  die  jetzt  noch  lebende  Koinigiii' Wittwe  aus  dem  Hause 
Baden,  der  evangelischen  Konfesiibn'zugetban  ^aren^  und  docb 


•        I 


i6B 

iMe  KioAkt  beiderld  GescUeclits  in  d«r  katkolischen  Religion 
«nBogett  wardert,  Dieser  Mann  nntt^  nat  sdionen  Ketotni^n 
in  eeineui  Facbe  Torxiiglich  ansgernetet,  ein  gewandter  Rednery 
micli  in  Fhilolbgie  und  in  den  schonen  Wissepichaften  nicht 
nnbewanderty  und  mit  dem  aeltenalen  Fleissei  ansgettattet,  lirnr 
eine  wahre  und  Suaserst  wirksanie  Stiltze  der  Sache  des  roini- 
achen  Hofei»  und  diirfte,  aein^r  Wiirde  als  Metosch  und  G«- 
lehrter  unbeschadet^  mit  dem  AusdrBcke  Romling  im  voUen 
Sfnne  dee  Wortea  bezeichnet  werden.  Ihm  war  die  Sache  Roma 
nnd  der  katholischen  KirchQ  Eins,  und  alle  eeine  Bemiifaungen 
in  Schrifty  Wort  und  That  waren  auf  die  Ausbreitnng  und 
Vergtrossernng  ihrer  Macht  berechnet. 

Wer  Zweifel  hiergegen  aufwerfen  wollte,  dev^miiaate  auf 
partheilose  Finsicht  der  hinterlissenen  Papiere,  und  beaondera 
der  in  etrengster  Ordnang  gehaltenen  Anfsatze  seiner  Korre- 
ftpondenz  mtt  defi  kbniglichen  Kindern,  wie  eie  bei  seinem  Ab* 
leben  vorgefunden  worden  y  vetwiesen  werden  ^),  ^  Auch  die 
vieljahrigen  Anstrengungen  des  nunmehrigen  BischoiFs  SaiUr 
miissen  hier  mit  in  Erwagung  gezogen  werden.  Die  Wirksam- 
keit  dieses  Mannes  anf  einen  Theil  der  katholisphen  Jugend^  durcli 
viele  herrliche  Schriften  voll  geistvoller  Mystik,  aber  auch  alle 
mit  f^in-jesuilischer  Tendenz  verfasst,  ist  unermesslicli  gewe- 
sen.  Verfasser  selbst  erinnert  sich  noch  recht  gut  daran,  mttwelch 
achwarmerischer  Verehrung  er  einst  an  ihm  gehangen,  bis  That* 
sachen  die  Gesinnungen  belenchteten  und  die  Binde  ihm  von 
dep  Angen  fleL 

*  Der  fromme  Eifer  des  Konigs  Ludwiga  iva  den  katholi- 
schen  Glauben  ist  rein  die  Frucht  von  Samhugaa  oft  wieder- 
holten  und  tief  eingepragten  Ansichten.  Wer  wird  aieh 
nicht  iiberzengt  faalten^  dasa  die  oftern  Reisen    dieses  Fttraten 


*)  Es  war  so^ion  vor  mehr  aU  16  Jahren  darcli  heimliclie  Jesuilen  und 
Jesaiten-ADhanger  im  Pobliko  ausgestrcut  worden ,  Sambugaa  hoher  Zog^ 
Ilng  hatte  ihm  jBagestohert :  aeine  erste  Haodlang  •!•  Konig  werdo  aeyot 
die  GeielUchaft  Jeau  in  Baiern  wieder  eiosufuhren*  Wir  hofFen ,  der  ko- 
nigliche  Dichtery  welcher  achte  Christns-Religion ,  Kultor  and  Freiheit  ao 
warm  besongen,  werde  darch  die  neoesten  Ereignitse  hinlanglich  iiber  den 
Bioralisc^a  nnd  politischen  Werth  jenes  Ordeni  nunmehr  aufgekJart  leyn, 
nnd  seine.  letjsten  Aeasserangen  in  Bheinbaiern  bemhigen  dieasfaila 
Ifihnlich. 


149 

nacli  Boni,  die  MsgesMbnote  BeKattdlung  dfles^tbaii  ven  Seile  jtee 
sonst  dtordi  seinen  Stok  sa  ausgfeeichnolen  rdniiscbin  Hofes 
nnd  seiner  Dignitiirieh  m  den ,  Torbereitenden  £iiileitiingeii  des 
•pater  ^olgten  Konkordats  gehdrten?  Jfonigeiof  Feiodeii^  ~ 
nnd  er  halte  deren  ja  wie  Sand  am  Meere;.  dena  der  Awh 
drack:  ibr  Nanie  sey  Legion,  reicbt  hier  nicht  mehr  hin,'—  gelang 
es  endlich^  ihn  zwar  nicht  ans  dem  Herzen  des  KonigSi  aber 
doch  "^on  seiner  Seite  and  von  der  obecsten  Leitnng  der  Staats- 
gescihafte  zu  entfernen^  Bei  dea  neoen  Ministem  wurden 
nun  die  Versnche  Roms  durch  dessea  Anhang.er  mit  erhobtem 
nnd  Terdoppeltem  Eifer  betrieben.  Der  Konig  ward  schon.  fiu* 
her  Yon  der  so  leicht  zuganglichen  Seite  seines  laterlichen  Her» 
sens  gefasst,  indem  man,  was  wenig,  in  Miinchen  ziemlich  alU 
gemein  bekannt  war^  schon  bei  der  im  Jahre  1816  vorgegange- 
nen  Vermahlung  seiner  zweiten  Tochter  erster  £he  an  den  Kai» 
eer  Yon  Oeslreich ,  ihre  ia  Rom  nachgesuchte  Entbindnng  von 
ihrem  friiheren  mit  dem  Kronprinzen  voa  Wurtemberg  bestan* 
denen  Ehebande^  zu  einer  gleichfalls  einleitenden  Bedingung 
einer  kiinltigen  ^Uebereinkunft  in  kirchlicfaen  Dingen  geroacht 
hattei  und  so  einem  Lieblingswunsche  dieses  edlen  Vaters  ent- 
gegenzukommensuchtey  den  maUy  ui|i  sich  dessen  spiitere  Geneigt- 
heit  zu  noch  wichtigern  Zwecken  zu  sichern ,  mit  acht  roiDischer 
Gewandtfaeit  zu  benutzen  wusste.  Dieser  Kdnig,"  von  seinem 
aitesten  Sobne  in  mehrfachen  VorsteUungen  vorbereitet,  wuida 
nun  auch  anderer  Seits  von  seinen  iibrigen  Umgebungen  zu  der 
an  Ueberzeugung  granzenden  Meinung  gebracfat,  eine  die  Un-» 
sichearheit  des  katholischen  Kircheu—  und  Diozesan-^Wesenft 
bezweckende  Bestimmi^ng  sey  lebhaffcer  Wunsch  desjenigen  Theib, 
seines  Volkes,  der  die&er  Religion  angehortey  nnd,  wie  schon 
im  £ingange  erwahnt,  an  Anzahl  bei  weitem  der  grossetre  Theil 
seiner  Unterthanen  war. 

Bei  seinem.  lebhaften ,  und  wie  man  sich  iiberzengt  halten 
darf,  wahren  ReHgionsgefiihle  konnte  dieser  Ginnd  vor  seinem 
sonBt  sehr  klaren «  wenn  gleich  wissenschaftlicher  «Bildung  .er- 
mangelnden  Creiste  leicht  das  Uebergewicht  gewinnen.  Indesi 
war  diess  blos  VorgebeUi  und  in  der  Wirklichkeit  nicht  der 
FalL  Das  Volk  in  Baiern  ssh  all  den  seit  achtzehh  Jafaren 
▼«^gegangenen   Veranderung^n  in  seinen    kirchlich^n  VerhiU^ 


ai«e9b:»9Ul|  M^gMtoAT.  EiiebellliQ^  BbImi  su.     Dia  »k 

JiHl#ll€r  ^^f^  ^iflftfn  J|^ffiHmhtiteiiin'ft  hAm  und  io  GeidNifis- 
llHitji^li^t  .ei<lget9^9kti  iq^rkw  inswiechea  m  ManBeni  iron 
Xwdlt^eib  4in4.'£rie)]raag  berangcreift,  imd  batten  dee  ia 
jUlrs  Ju^d  9sM  Ji#»hq  UagileAste^  non  darch  die  Cebiing  meh»* 
IBer  Jabee.Beiralwle^  nit  Kreft  feetbalten  gelemt;  der  Stom 
dert  Neoeroqgeit  war.  veirbaUt,  und  aUee  giii^  einen  eo  mbigea 
Gengi  daae.  ge^ea  dae  Verlaqgen  nach  ii^gend  einem  UmaGbviuigo 
mnd  niin  voUends  eioem  aojcbeny  der  in  jeder  Be^iebiuig 
«la  Bncbchcitt  angeadieD  werden  muestey  in  keiner  «odeniy 
ak  in  der  Priester,  uod  ihrer  nicbt  immer  aoa  lautern  Abaibh— 
tea  ihnen  ergebenen  KorypIwen^Bruat,  nocb  eiuen  AufeBlfaBlt  finden 
konnte*  Mochte  auch  in  den  ProTinseD,  die  ehemala  su  Fnn« 
ken  ^ehorteny  und  worin  noch  viele  Herzen  der  Pxieaterherr'- 
ichaf  t  hold  waren,  hin  und  wieder  ein  anderer  Wanaoh  Ttrleaw 
ten:  die  dort  ebenfalla  in  grosaer  Anxahl  Yorbandenen,  .und  miC 
den  Wa&u  hell*  und  icharfaicfal^er  wissenaefaaiUkber  Bildoog^ 
SLarakteriestigMitund  gediegener£jrfabrang  aaageruatetenFTeuiido 
dea  wahren  Lichtea  wuaaten  ao  gut  cu  wirken,  daaa  solohe 
Wiinache  nie  die  Geptalt  odor  den  Ka^akUr  einer  offeotlichea 
aUgemeinen  Stammnng  annehmeD,  oder  auch  nnr  dafir  gelten 
konnten. 

Trots  dieaer  Lage  der  Ding^  kamen  die  Unterhandlfln^ea 
mit.dem  romiscben  Pofe  im  Miniafter-Rathe  z^ir  Spraobey  ea 
wurden  Vorti*3ge  hieidber  gehalteni  und  eodlioh  dec  ab  Ge- 
aandter  von  Baiem  in  Rom  befindliche  Titalar-Biachoff  Toa 
Cherson  in  partibua  infidehamy  Freiherr  f^oi»  Hdffelin^  mit  der 
eribriiertidicn  V^llmooht  Tetaehen. 

lUm  Ergebmaa  der  Verhandlimgen  seigt  akh  nun  in  dem 
Tor  den  Augen  der  WeU  liegenden  Konkordate  vom  6»  Juni 
1S17-  l>asselbe  mnaat&  Ton  den  Tom  StaatuuLhe  auagegange- 
nen  Instruktionen  bedeutend  Terschieden  aeyn^  weil  ea  beim 
Verlesen  in  demselben  allgemeines  Aufseben,  und  einen  aolcheu 
Grad  Ton  missbilligender  Unzofriedenbeit  erregte,  dasa  aich 
nuletzt  Nie-mand  ala  Verfasaer  des  Entwurfea 
xu  nennen.  wagte,  und  wirklich  die  Sxag%  entstand» 
wvaen  Feder  aich  dordi  dieaen  £ntwarf  ein  ao  wtirdigea  Denk^ 
mal  gesetzt  habe.       Die  eUgemeine  Stimme  naonte  den  damale 


m 

boHD  Mtnisliriiiu  dM  Iitaieni  fto  4i»  Rifferk  m  get^At^eAi^^iktu 
gfllegiolteiUii  angMlentieB  MiiiliterieLBlith  '«^8-  Z9MMV«td(bii^ 
(Meiw-Rilter  i^Maikr  als  VerAMer,  pmA-voiI  ^e^em  We)"«ii 
erwwteii,  deeft  er  im  Geiete  iSlambu^d^,  weldher  ^th^tPmt  Jhhti^ 
1815  ▼erttorben  wary  uad  eoiuU  dkeen  lVie9*pll  «eeiitte-^Sac^ 
flklit  mehr  «rlebte,  liandeln*wiirde|  'xtac]i4em' er 'kclA>ti' silV 
dem  Jahre  iSQO  aich  deeaelben  Schntse  elDpfehleii>  uod  mib 
Geieteahttldigufig  ergehen  hatte.  Doch  muasto- )a  ^vo«?  Afa^en^ 
img  dteaes  Entwurfea  yortrag  entatliet  werden:  oder  'aofeh^ 
ders^e  ganis  uutergeaohoben,  oder  erat  Tor  der  Expeditiofli  mi^ 
ao  entatellenden  Ab^tQdernngen  veraehen  worden  aeyn?  ~  Ge^ 
nug,  daa  Koakordat  beatandy  nnd  es  konitte»  ohne  4b9$  aich  di^ 
Miniaterien  und  der  Staatarath  doch  immer  auf^irgend  eii^e  Arti 
koaipromittirthatteoy  ntchtwohldagegenproteatirtwerden*  Jeder'' 
mann,  der  die  Sache  aua  dem  Geaichtapiinkte.  dea  Staate-  un^ 
larchenreehta  j&u  betrachten  ▼enno^htey  wudderte  eichy  daav 
iinler  denf  Miniateriiun  einea  der  ereten  und  geprufteeten  Kam- 
pfer  fiir  AUfkli&ruag  ond  teutaebe  Geiitea-  und  .Kirchenfreiheitf 
cinea  Grafea  pon  Tftur^im^  aolch  eiil  Vertreg  mi  Stande  kMUitf 
BMu  konnte.  Die  Eracheiikung  deaaelben  mit  aeinem  vollen  In- 
hnlte  mmaatoiandi  um  ao  auflallender  aeyn^  ala  oben  eurnSm* 
lichen  Zeit  die  Konstitution  mit  ihren  £dikten  im  SlaeleVatho. 
-niir  i)i<ki]aeion  vorlagy  wovonao  manchr  Beatimmung  jenen 
dea  Ktonkerdata  achour  gerade  entgegen  atandy.UQd  mAxet^^ 
Avtikel  deieelben  gans  auCEuheben  drohte. 

.t 

.  Bemerkung^n  zum  Konkordate  vom  5*  Juni  1817.  *) 

Articulus  L  Dieaer  Artikel,  ao  einfach  er  en  nnd  ito 
aich  cuTfcheint^  aleht.  doch  mit  d^mjenigen  Thole  der  K^BBtitu* 
tLon  dea  K«^>igreiejteay  welcher  den  drei  in  Xeutscbland  beale^ 
hendea  clicidtl»  &eIicionakonfeaaionen  gleiche  Aecbte  un>8taalQ 


'  *}  Wir  bitteii  d^  geneigten  Lesery  dieelDzelnenPara^raplieo,  in  wel- 
dlaaa  Bemeakbiigen  «bg«Hbeflt  lind ,  nrit  den  einaehien  Artikaln  dafer' 
nnteii  im  ZaAammenhaDge  abgadrQcktei^  Vcrtreges  selbst,  ireranf  «ie  aiqh^ 
besieheDy  jedeamal  Tergleicben  zu  wollen.  Da  daa  baieriscbe  Konkordat 
ftr  dna  ganae*  kliilioHacbe  Tfeetaellland  Yon  eneaberedhnendea  Rfiekwfr-»*^ 
kangen  ivar ,  and  alle  fragliahea  Piuik.te  klam*  end  sduiaidandcf  ala  ii^" 
^eadWo  in  ihren  Ge^eoaatzen  beriihrt  aind,  ao  rechttertigt  aich  irohl  Ton 
aelbet  die  grobaere  Aaafiihriicfakeity  die  wir  Ihm  hlei^  gewSddtet.^ 

11 


168  ^ 

bevriHigt,  «ttd  loddt  Aem  «cbon  im  Jkibre  1608  w^mm.n^w,^^^»r 
nnd  olso  xwlie  ati  10  Jabven  inKiraft  «ndUebang  befttawlttieit 
Reliiponsedilcie  ^fsptiebt,  ia  yolljgem  Widm]f»raobe9  «m- so 
mebr,  als  ders^lbe  iii' AnsdHioken  abgefaset  ist,  welcbe  nack 
dem  Sinne  tmd  itte  Auslejf^ng,  die  ibtaen  die  romiscbe  Korie»  ia 
Fo)ge  ibpes  nle  Bttfgegebenea  Systems^  geben  kann  «od  mird^ 
diese  vom' «StalilS'^  Oriftidgesetze  augesicherte'  GleidilNit  wtBOf 
nicbt  auffooheberr,  docfa  moglicbst  za  b^ekitracfatigen  Tenndgen« 
Wks  lasst  sicfa  aus  de»  Worten:  „cain  lia  juHbu»  et  praerogali- 
tisi  qnibus  frai^debet  ex  Dei  ordinatione  et  oaifomcis  sanclio* 
btts^^/scbliessen?  Sobald  von  Prarogativen  <kie  Rede  isl^ 
l^ntnn  wobr  die  gesetj^licbe  Gleicbbeit  auf  ttnTerkiimmtrleii  Be- 
etand  nicht  zibl^n,  da  die  GrandsMlze  Rons  und  seiaer 
sicli  jetzl  so  allgemdn  verbreitenden  JUnger  Uillanglich  be. 
kannt  sind.  Man  diirfte  vielleicbt  ertnnem,  dass  die  Keoali-t 
tulion,  ■  demTege  flurer  ofientlichen  BekanntraacbiMig  nech>  fast  aoi 
ein  Jahr  jimger  sejy  als  das  Konkordat;  allein  das  Slaate^GraMU 
gesetz  musste  in  s^inen  ▼ordiiglicben  GrandbeBtimnningea  im 
SlMtsratho  nicfbt  nnr  bekannt,  sondem  zum  grdseten  Tbeilo  dft* 
mats  s^hon  erbrtert  worden  seyn,  als  das  Konkordal  i»  Ab^. 
scblnsse  erecbien,  und  di^dr  B<^lte  billig  die  Faesndg  djeeee  pt^ 
slen  Avttkels^auf  bestimafterey  elle  gegentheilige  Aosl^ong  a»* 
m^Ucb  flEiacbende  Besttmmungen  und  Aosdrucke  zu  stellen  ge^ 
wesen  seyn,  In  der  dermalig^h  Stellun^/scheint  er  nicbt  nw 
gegen  die  Konstitalion  zu  kampi^ ,  ,  eondto^n  aiic&  dlo  iibrigen 
beiden^<;hriBtIicfa^nKonfessionen  hicfat  ofane  Besorgniss  zu  lassen, 
fiir  deren  Berufaigung  docfa  die  Regierung  zu  garantirea  Aeh. 
selbst  Verbunden  erklftrt  hat  ^ 

Art.  If.  fKe  An^afal  der  faier  ausgesptocbenen  Erzbistnil- 
fiiery  Biftbunier  und  Domkapitel  ist  -wirkHch  fiir  das  VerbSlt- 
nisi  def  B^t'6lkerung  kaAoIiscber  ReIigio%  s6  wie  fiir  den  FIS« 
cfaen-Infaalt  des  Kdnigreicfaes,  Yiel  za  gross.  Scbon  im.  Jabza 
1818  erscfaien  eiiie  kleine  Scfarift  von  einem  IJugenannten  *), 
welcfae  aul  iusaeKeler  Zwedkmaseigkeit  zeigte^    dase  ein  EvtlMe* 


*)  Qaa.Koniglioh  Bairfscbe  Goncordat  mit  dem  c^mS^ 
•  chea  Sfluhle.  Srlaaterl  nach  den  GrendsatjBen  dea 
Kirchenreohts  «nd  den  Eediirfnisaen  der  Landeakirche. 
FrankfaiLi.a.lL,  .04 


16S 

tlnim  nnd  Tier  Bktbliiiier  den  katbolncli  kir^sblffiben  Btddnff* 
oinen  ifnKdnigr^icheBaiern  biolangljck  genfigt  katfen,  nnd  dttn 
die  fiintheihing  detselben  tttcb  den  beftteTieridtfn  KrMsen  gan^ 
▼ondgKcb  mc  firleicbiemng  des  QeffcbaftBgftnges  niil'd^  fte^ 
gierangeu  -  aowobl  ^  ala  aocb  mft  den  Ministerien  gedient  babefii 
wiirde.  Eine  Bnokaicbt,  die  bei  den  Unterfaendlungen  gewiss 
gesecbte  Wiirdigung  verdiebt,  nnd  die  Unterbartdler  i^on  dem 
VorworiB  zn  groeser  Nacbgiebigkeit  gegen  dte  Porderangen  des 
Rdmitcbed  Stubls  befreit  baben  wiirde,  da  diesi^be  in  der* 
9etebranknng  det  Kircben-  und  Staatsvermog^t  allain  binrei^ 
cbeDd  recbtfertigenden  Grund  geftinden  halte. 

]>at  Enbittbum.batte  teinen  Sitz  jn-  Mdncben  gebabt,  tind 
seine  Diozeae  iiber  den  ganz^n  Itarkreit  erstreckt. 

Fiir  den  Regeur  nnd  Ijnterdonaukreit  dat  Bittbum  Re* 
geBaibnrg  mit  dein  Bitcbofttitte  daselbtt 

Fnr  den  Ober-Main.  und  Rezatkreit  daa  Bittbnm  Bam« 
berg^i  init  dem  Wobnnrte'd«s  BiscboiTs  in  Bamberg;  fiir  den 
Oberdonaukreia  daa  Biaihum  Augsburg,  in  welcbe  Stadt  aucfr 
d^  Sitz  det  Bitcboffs  za  tteben  k6mmt. 

For  den  Unter.Main.  nnd  Rbeinkreia  daa  Bitthum  Wiirz. 
burg,  in  letzterer  Stadt  det  Biscboffs  AnfentbaU. 

IKe  Vertbeilung  der  Bitthumer  und  ibrer  i^pi^ngel  au^  diif 
ebeo  autgetprocbene  Weite  legt  ibre  Anwetidbarkeit  beim  er- 
tteM  ^cke  vor  Augeni  nnd  da  man  Rdmiseber  Seifct  die  zum 
Groiide  gelegte  Maxiiiie^  k«in  altet»  Kircbeniasaitut  eingeben  int 
laaaen,  mit  gans*  eigner  bartnHckiger  Anbftngtiobkeil^  am  alten 
BetkoBMnen.  feat  gehallen  hat:  ao  wnrde  dietelbe  ticber  nicbc 
lant  Torgebracbty  und  die  finanzielle  SteUnng  det  Vaterland^a 
b&tte  die  BevollmSebtigten  bester  leiten  sollen,  weil  in  dieser 
Bezichattg  eine  bed^alendeErtparang  zn  nfechen  geWesen  ^are« 

Warum  betfand  der  R&niiaehe  Hof  ni^t  im  Jabre  1801 
bei  Frankreich  aof  dergleicben  Maxime»  ottd  warum  wurd^ 
dieaelbe  angefahr  nm  drei  Jabre  tpitter  bei  den  Verbandlungetx 
mit  der  Krone  Preutten  nicbc  in  Aoregun^  gebraebt ,  ^  oder  we-^ 
nigttens  Ton  ^edem  bemerkbaren  £infltttte  auf  das  Resultat  der 
Diozetaii.£intbeiIung  fiir  dietet  Kdnigrddi  feme  geh\lten?  — 

£t>  war  die  allgewaltige  Zmt^  die  aaeh  nngefahr  zwanzig 
JalfJE«n  einen  adehen  Umtcbwong  in  denf  Aeoatarif  ond  kk  dem 

11  ♦ 


ie4 

Uinlan^  der^rarDpnichennndbefiondert  derteutsclienStAttleii  Jter«* 
V<M^brM:lk(;'batte^  wdcb^  dle  alke^,  friiber  bettandene  Kircben- 
QeograpbM  v611ig*unbr«iicbb«r  niachlie;  udd  aiis  dieaer  Ruck^iclit 
allein  eclH/n  hatte  ifare/vonRoto  aus  in  yorschlag  gebrachte 
Wiederttnwendung  hinwegfallen  sollen.  ^ 

■  '  ArtvIU;  Dieaer  Artikel  beatimait  das  Persouale*  der  Ers- 
bfachofflichieh  nnd  BisciiGfiSichen  Doinkapitel  viel  zuziahlreich,  in* 
dein  gkicb  Eitiganga  die  SteHe  dea  Probstea  oder  eraten  Digd« 
tars  aU  irt^llig-  iiberfiiiasig  eracheint.  Der  eigentlich  aub  den 
Grundziigeh,  ihrer  Verfaaaung  natiirlichey  und  deshalb  unenlr 
behriicheVoratand  dieaer  Kapitel  Bt  der  Dekan.  £r  muas  aua 
der  freien  Waiil  der  Kapitularea  hervorg<£en,  und  durch  die- 
$en  Be^veis  ihrea  lebhaf^  Vertrauena  aich  die\beaate  QualiG* 
kati^n  l«r.  die  getreue  Aaafiinung '  aeines  Wirkungakreisea  ge- 
vronnen  habeiu  Die  Zahl  der  Kapitularchi,  in  ihrer  EigenachAft 
«la  GehiOlbn  und  Rathe  der  Biachoife  fiir  die  Didzesan-Geachafle, 
erscheinety'  wenn  maiidas  Dienst-  und  Qeschahs-VerhalUiisa 
Aer  KMs-»Reigierungst^Riithe  vor  dem  Auge  bebait^  ^/v^lqhea  in 
dieser  Beziehung  ganx  aicher  den  billigsten  Maaastab  bil^et» 
zu  gresa,  und^konnte  zum  augenfalligen  VoiHheile  der  Staata- 
kease,  oder  &r  andere  der  Kirche  und  Schule  n/och  naher  lie- 
gende  Zfrecke/l>ei  den  Erzbisthiimei-n  auf  sechs,  un^  bei  den 
Bisthnnkcrn  auf  vier  Kapitularen  zBriiekgehracht  werden. 

Das  Iiiatit&t  der  iibrigen.  Priibendiaren ,  oder  aogenannten 
Vikarien^  deven  jedea  Kapitel  kunfti^n  aecha  zablen  soU,  cr- 
innert  sehr*  unangenehm  an  die  alte  Wirthaefaaft  der  firii- 
ker  beatandeoen  Domatiflter,  wo-  die  eteta  webrende  Abwesen- 
kefit '  der  Qr ossen..  Priibendentrikger  ^^e  Gegenwart  dieser  Aus- 
hiilfe  leistenden  Indiyiduen  nothwendig  machtei  und  schon 
diese  >  £iwuierung  hiitte  in  unsern  Tagen  aorglalttg  ver- 
mieden  werden  sollcn*  Auch  ist  auaser  dem  Besuche  dea  Cko^ 
rea  diesen»  Vikarien  Zkoch  ger  kein  Wirkungskreis  angewicaen, 
eine  B^stimaiiing,  die  wahrlich  ihre  Entbehrlichkeit  am  deut- 
lichsten  on  den  Tag  giht»  IHb  Domherrn  sind  verbindlieh  ge- 
maciU^y 'elle  iihrei)Eunki^»e^  aeibat  zu  verrichtcti,  tmd  lur  die 
Stellen  dec  iSekretaire  oder  zur  Aufaicht  der  kirchlichen  Begi- 
atbratur  isb  dbch  woU  die  Anzahl.  ven  sephs  Peraonen  zn  gross. 
la  cjnem  ^StaaJbe^  wie.fiaiere^   der  nech  ao  viel  an  eiten 


165 


Wmideii  blatet,  nod  der  Titerlandiiiclieii  Indastrie  uod  ttbri-» 
gen/  am  dai  Wohl  seiaer  Etnwoliaer  zu  befdrdfifny  -dfHi^end 
notbwendigett  Eioriditangeii  to  McbdrackKelie  UnUrstiitzang 
bringen  moss,  tollte  auf  dieae  gai»  uaaothige  Laatoovermeh* 
rung  kriiflig  Torbengende  Ritdksicfat  .genouibien  irarden  eeyn^ 
indem  (ein  defKirche  selbst  ao  nahe  Hegender^Gegeastaad)  das 
Looa  to  mancher  Pfarrer,  und  vor  allem  der  Elenentarlehrer 
aiif  dem  Lande  in  Tielen  Gegenden  noch  so  diitter  itt,  datt  ea 
in  der  Bnist  jedes  Vaterlandtfreundct^^en  heittettea  Wuntch 
der  tchleuHigstra  Abhiilfe  erregen  rontt. 

Art  IV.  Die  Austtattang  der  Domttifter  mit  liegenden 
Griinden  ist  wohl  dem  Geiste  der  katholitchen  Kirche  ond 
der'  aat  den  Sltetten  Zeiten  derselbenv  enttpningenen  ^ebung 
gemisSi  und  begriindet  allerdingt  die  Selbttttandlgkeit  uiid  war* 
de^olle  Unabhangigkeit  .der  Kirche  auf  die  tichertte  Weite} 
.  doch  enttteht  auch  hierbei  die  to  wichtige  Frage  i  >■  Ob  fiauern 
-  in  der  Lage^  in  welcher  et  tich  nicht  allein  sur  Zeit  dws  Kon« 
kordat8.Abschlttstety  als''  tchon  geraume  Zeit  rorher.|  ond  eeit 
dem  Abschlastey  befand,  wirklich  ohne  Nachtheill&p den  Staal^ 
eine  solche  Qaanlitat  von  liegenden  Griinden  aueh  nae  ea&tt- 
bringeny  viel  weniger  dieselben  als  entbefarlicli  daranistiUen  ver^ 
mag?  Diese  Ausscheidnng  ist  auch  bisher^  so  viel  daYon  b^ 
kannt  geworden,  niirgends  erfolgt«  Abgeteheii  iiun  vou  dieter 
Frage)  diirfte  es  schon  ari  sich  in  unsern  Tagfn  dea  riehtigen 
Gmndsatzen  einer  wohlgeordneten' StaatabaoshaUuBg  miktgat 
zusagen,  die  Kirche,  oder  vielmelir  die;  BriestersGhaft  mitlie* 
genden  Griinden  ztt  dotirea,  noch  weit  weniger  aber  isnchdie 
Yerwaltung  dieter  nnd  ihrer  Rentea  dea  Handeo  der  Priestet 
^eelbst  zu  iiberlassen,  und  dadurch  vor  allem  zur  «VerwlrkU- 
drnng  der  Idee  des  Staates  im  Staate  so  miiGhtfgea  Behrag  zu 
leisten.  '   < 

Konnen  nud  solJen  die  Priester  in  unsern  Tagen  - VoczUgi8 
and  yortbeile  vor  den  Staatedienern  ansprecbeac^ .;  Welcfa» 
Griinde;  >wenn  eie  nicht  ans  den  An»chten  dee  Enoonlasnr  und 
eilften  Jahrhuoderts,  sich  entwickeln,  konaeO'  dflfior .  aafgfefiibi^ 
werden?  Und  konnen  ste  sich  iiberZaritckseteung  odepMatigel  an 
gebiibrender  Acfatung  beschweren,  weoa  sie*  0Ach.'ifaa  Verbiiit* 
nitten  ihret  Ranget  und  Funktiondeii  Staeiedieaem  sJeidi  ge* 


tee 

steHt  Xmi  gehalf^n  wefden?  Wamni  soll  ihnen  dte.  Garantie 
des  Stadtea  ffirdie  VerabfolgungihrerBesoIdangen  nicht  genugen, 
Wenn  dteae^  aich  aolefae  gefallen  lasaen  ond  gefallen  lasaen  mii»* 
sen?  Wie  viele  gleiche  nnd  noch  heiligere  Rechte  aind  im 
Sturme  utisererZaiten  untergegangen,  deren  Unwiedeihringlichkat 
einleiichtet^  wie  dixrfen  sie  daher  die  Rechte  des  allenfallto 
fi^ihcrn  Besili^is  ib  Anspmch  nehmen?  Und  endlich  sugege— 
ben,  jedoch  nieht  anerkaunt;  wenn  sie  auch  ifirklich  eine  Real. 
burgschaft  habeh  iniisseD,  warum  deren  Administration  in  ihre 
Hand  geben?  — *  Die  Gesdiichte  rechtfertigt  diese  Ansicht  voll* 
koknmen,  tind  der  Geist  des  Konkordats  selbst  durfte  den  ge- 
niigendsten  Beweis  hierzu  liefern. 

IMe  Dekane  nnd  Kapitularen  sind  verhaltnissmSssig  faat 
gering  ausgbstaftet;  mit  der  Verminderung  der  Bisthiimer,  Hin. 
weglassung  der  Probste ,  und  mbglichsten  Beschrankung  oder 
giinzltchfeo  Eotfernung  der  Vikarien  wiirden  die  eigentlicfaen  und 
notfawendigen  Stellen  mit  einiger  ergiebigen  Ausstattung  verse- 
hen  werden  konnen,  wodurcfa  nicht  nur  der  Betheiligten  besoa- 
derer  Eilsr  belebt,  und  Wiirde  und  Ansehen  ihres  Standes  er- 
hohfc'Werden'kdnntey  sondem  der  Staat  selbst,  unjeachtet  be- 
deutender  Ersparniss,  wiirdevoUer  und  grosser  in  seiner  Hand— 
kidgsweise  erscheinen  miisste.  - 

Von  deti  vielen  Kollisionen  der  geistlichen  Administrations* 
Stelleti  und  ihrer  Beamten  mit  jenen  des  Staates,  von  der  an- 
fSnglMien  und  vielleicht  auch  langere  Zeit  fortdanernden  Un- 
behiilllichkeit  derselbeni  und  der  allgeinsin  xa  besorgenden  Un,. 
sicherheit  in  Beitreibung  der  Renten  sqU  faier  nur  voriiberge* 
hende  Erwahoung  gemacht  werden. 

Art.  rV.  Wefch  ^rosse  Probe  von  wirklich  uhverantwdrt* 
licher  Nacfagiebigkeit  faaben  die  baierischen  BevoIImichtigten 
beim  Zugeslandnisse  dieaes  Artikels  an  den  Tag  gelegtl  Des 
Aursiehtsrecbt  iiber  Slandes  *  Aufnahmen ,  und  tiber  die  Prie- 
sterbeniinariBn  wird  gane  den  Bischoffen  iibergebgit !  Ein  Recht, 
wekhes/eo  nrii^  an  die  Landeshofaeit  grafizt,  und  Ton  ausge— 
breitetem  Einfldsse  auf  das  Staatswofal  ist. 

Unbestrttten  bleibt  zwar  in  jedem  FaHe,  dass  der  Bischoff 
iiber  die  Ei^nscfaaften .  der  zum  Priesterstande  beruftoen  oder 
sich  berufen  heUenden  Individuen  zii    urtheilen    das  Tonriig- 


IklMte  I«lerttsa«  habe,  iind  d<3»  iie  AqWaU^  (or  Si^d^dgijm]^ 
gttr  Geisllicber  Am  «UMrliUaMeiidd  Angfimv)^  ,de|ii«|beR  «h( 
«ich  ziehen  siiieeeo,  daes  er  em  nechften  4ifi  gAi<6geit  S^aUigik^ 
ten  und  die  Stimnimg.  der  SintreCeQdeOi  die  Metbod^  ibree  Jjjn^ 
terzichte  nnd  der  ^a  beobeobtenden  Ditzipbn  dfr,,  At^\,9itf 
anch  die  £igeoscheften  ihrer  Lehrer  wi  AnU^w  pculeq  eoUe, 
wol  dieee  ellee  (Frundb.edingang  ,eolcher  ,Iaitit|Ue  iel^  die.  eae 
ifarer  Netax:  eich  ebleitet^  aber  der  Soayerain  und  eeine  S^^^^tl^ 
r^ernng  het  wohl  gjeichee  und  in  niancher  ^inaicbt,  eoggr 
wichtigeree  Interesse  ven  der  Modifiketioa  df  eser  JSiari/rJit^ngVi 
etets  gensue  Einsicbt  zu  besitzeny  und  eugenblicUif^  ibre  Qa^ 
iiianie  mit  dem  wdiren  und  hochsten  Sleelts^eckjQ  beu^Uieilfti 
sa  k5nnen.  Wee  kiinn  deutlicher  £ar  di^  Ansicht  dee  Wort 
reden,  ele  des  Beispiel  Oestreichey  welches  euf  diese  geaeue 
Aafsicht  durch  seinevBchdrden  iiber  eolcbe  Ans(val(en  nimals 
Verzicht  geleistet  het,  eondera  dieselbe  udt  stre^ger  Folgerichc 
tigkeit  aaeubt? 

Liegt^es  niehtdem  Steate  am  oaehstea,  deee.niu?  gut  g^- 
bildete»  sittlich  reine  Juoglinge  ia  den  ^riestere^/Ml  tfeteti, 
>iiiena  dee  fiir  die  Wii^de  der  &digK«i  eoi  n<4bweia4igef  n^d 
leiderS  durch  yiele,  je  anzehJige  Beispiele  des  Cregeutheil^  eo 
tief  gesunkene  Ansehen  dieees  Staadee  wicdeif  gehobeu  wer.4#a 
eoH?  .  Wer  kennt  nicbt  die  Ain^ogeiiz  ansiithcher»'  rober  und 
eingebildeter  Pxieeter  unser^r  ZeitJMD?  Und  wie  sebi:  ist  :iucht, 
die  Tendenz  zum  jreaatisiHtts  .sn  iUrchten,  wenn  iaa^»  .e^ 
der  Geschuchte  «nserer  Xsge  .belehrl,.  die  Blickd  voa  Sp;»« 
nien,  FrankrfBich  utid  Belgien  abwendeo  muss?  HiiXte  ,es 
dort  eo  weit.kommen  konncn^  weto.der  Staat  und  eeioe  Be« 
gierung  ihre  Bechie  iiber  diesen  Aiwkit  eargsamer  nnd.  en^i^i* 
echee  gewehrt  hiftt^?  Mal)  sege  nicht»  daes  solcbe  Extreme  sich 
m  Beiem  niGht  wohl  denkelii  hessen*  Weil.  der  Kesfiengwt 
aiah  uater  eUen  Zonea  gleichbkibil:.  soi  epricht  er..sicb|  wo^er 
kami,  anch  im..Kleioea  eu4»i  om  ea  spsiter  im,  Grossen  zo. 
wagan,}i&od  es  diirfte.  so  ecfafiver  nicht  werdeb^.  deii.fan  hewei-» 
een  zu  konnen,  daes.  eio  .bisGhafllidyste  Ordinanet^jbei.JkisteUe*' 
tion  eines  Pfarrers  en  seinen  iiber,diesenVoi^aog  Bsrieht  («^stat- 
leoden  Kommisseir  die  Frage  stellte:  airevaqi  jer  ^tJagjBlaesen^  dass 
der  bei  dieser  Feierlichkeit  anweseQde..haai|^^f  ^^i^itixiags- 


fOI 

Embw&unat^'nAs^  .Anrafa  1a  dei!)  Eird^  gAftlCeii  kabe^*  indeai 

tUsi^lBekivpalitclittt  dadiirdx  betiiitr«efatigt -wiireii ,  «nddicMr 
J&eimiuwiiff  drimit'wr';die  Sirclicntkiure  lulte.  ver^eeen  wezw 
deii  toUen;'''^'  'Wel^e  IViiolile  lasien  eish  Tmt  eolchen  Knoe<» 
fien  ItnrarttfD?  m4.  .-^' 

I!'  :  >iA«t.:Vfy  Bieio  dteeero  Ariacel  ileslgeeetBte  firriditHDg 
/rinee:  fimeritert^Hoaeee  fiir  ftlte^  in  der  Seelsorge  eigrauttt, 
sofawach  Prtid  gebredilioh  gewordene  Prieater,  ist  anth  gerwios 
aine  den*  Staat  gana  unDotbig  heachwerende  Biirde^  wcif  aic 
mit  deb  >bigherigea  Gewohnheilen  nnarer  Priester' nicht<  iibecifc 
^aatiaDnit^  und  den  Heuptawecky  Rnhe  und  notfaigB  Bflflge  '&v 
daa^  iai  Oecnete  derKirche  eckwaeh  and  gebrechhch  gewordene' 
Jilter, « nickt- erreicht,  Nicht  Unterordnung  unter  einen  ebeo* 
falla  durch  Altery  und  die  demaelben  anklebendeh  Launen  oft 
unertf^gifchen  Vorsteher,  und  die  unmireiofaende  Pilege  be- 
eahlter^  meiatens  roher  Miethliogc,  aollen  den  verdienten,  und 
eft  noch  mit  wiaaenachaftlichen  Arbeilen  beachaftigten  .Grete 
ei^rtea,  «wenn  ihn  aeine  vorgeriickten  Jahre  und  Gebrech* 
liohkeit  von  aeinem  kirchliohen/  Wirkungskreiae  entfernen.  £r 
aoll  vielmehr  mit  aolcher  TJnterstiitzung  versehen  werdeny  um 
aich  die  Pflege  iidiender  Verweadten,  oder  sonst  nadi  aeiner 
eignen  Wahl  bcstimmter  Personen  verschaiTen  2u  kdnnen^  ttna 
walire  ftuh^  des  Korpers  ittid  des  Geistes,  von  allem  robuchi'- 
aohen  Zwange  befreit,  eu  geniessen.  Auf  tcutachem  Boden.kon- 
^nen  Inatitute  der  Art  weder  WunieL  faascn,  noch  Gedeihen  ge«. 
wdnneny  und  zeigen  aich*  nur  ior  ibr  miitterlicltea  Land  Italicn 
geeignet.  ,  ^         . 

Art.  Vir*  Mehr  im -' Widerspruche  mit  dem.Bediirihiscc 
der  Zeit  und  der  beschi^niUen  Lage  der  finattziellen  Krafta.^des^ 
Staatea  steht  wohi  nicht  leicht  ein  Artikel  'dieses  Konkoxdata^ 
«Is  d^  gegenwarlige  Vlltc,  welcher  die  Wiederenrichtmag  von 
Klostern-  beiderlci  GeacUtecbla  Wrsprioht,  und  aogar  von  fAar 
Ueberecogung  re^et,  welcfae  der,K&nig  ven  dem  libtMn  dieac^ 
iBattioAc  inr  JCinshcn^and  Steat  haben  tsoIL  Die^Bcativimiii]^ 
diiliser  iKlosi^r  .witid  aa£  drei  Poiikfee  £9stgesetzt:  . 

.  1    ..1>)  iBrKiebuagi^tr  Jogend^ .  •,  . 

2)  ''Aaabiiife .  dee.  Sceiaoug^^ .  aiod 

^) Jta^e^d^Kjrerd&ca^  ...    .. 


%«. ' 


»  > 


KotMm  Hm^  Sfareoke  nidhtnanf  fMM^^CDdmadHB^AachiBil 
mMa  d^.rZeifc  bctter^etifcipreclModd  'Witf«6  fiJM  >fiAi«|«HfceQ|iJeititt 
werden,  tind  •mdisae  nicfai.  ttit'inahrjiBle'(8fffaliRfikii  wAutuKwmtL 
Bg.Jeksea  niMiA  teeiobl  WQtden?J  {Uoi.l4if«idU2<  dists  Mih- 
neotarsdiiden  mht  ia  den  Handen  der  Seeleoi^oD;  t  vnd  .^iip 
hiAertt  SftidnRi.Anelaken  anid  gmeUtttlieils  >ihln  WdtgeieHichen 
anvierfraai,  die  ifanen  aor .  airgeaMineii  Zu&i^fenbesti  Tfiistekao^ 
iBMieoi  Sckolen  den  Bakm  bedeotender  FortoidluiMe  in>>  allea 
lieiijrgegenstanden  Tereckafilt  keben,  iind.-  aiie<  ibxa  ioetititle  jroa 
dain  V^nvttrfe  crniediigender  Verbr^cken>  lUei  ao -^ar  baroknu 
ta  Oftden  onter  gesohicbllichein  ^Nachwdaa  taafeny-  ijrei  aa.iaH- 
liallen  wosaiea.  Von  Gel^echen  £inzelneor  bleibt-keijai-  nainaDh» 
laafaa  Einriehtang  frei,  und  genane  AaCucht  der  Voralande  yrkA 
ondi  in  dieeem  Falle  geniigende  Abhiilfegewahrau  't 

JOie  Seelaorge  itt-  aUentkalben  den  Weltpf ieaterA  ijfaertni>> 
§eo,  nnd  nack  den  Or^insasus  der  BistkLuaer  wizd  dje  ZsU 
(kx  Weltgeiatlicken  so  zweckmassig  yertheilt  seyn,  daas  keiM 
Kircken-Gemeinde  iiber  Verletzung  oder  Verkumung  iakiroht 
licken  und  religtosen  Verrickiuugen  und  dem  .  geeigneten  Got« 
taadienste  za  klagen  Griinde  finden  wird.  .        :« 

Za  demi  was  aonst  Ordensgeistlicke  geleistet  hfllben'i  dte 
Versorgong  vcm  Waii£abrtsorten ,  Briidersehaften  und  bfleotUf» 
cken  Prozessionen^  ist  durch  mebrerer  Jakre  Gebraneh  iusear 
Uebung  gekommeB)  nnd  wahres  religioses  Bediiirixiiss  nijiy  'son» 
dem  reiner  Uebeiiiuss  gawesen..  Aucli'  kann  die  Regiarung^ 
oltne  eick  ia  komprom&ttiren ,  so  leickt  niokt  auf  Wiederfaer*- 
stellaDg  der  Kloster  «ngehen ,  wenn  sie  die  Mbtiven  becuaki^ 
.aicbtigt)  aas  welckon  sie  im  Jahre  180S  zur  AuQiebui^  derselr 
^han^  ackritt^  iMdnebsgexst  amd  wakra  Beligion  werden  steH 
lom^nbar  bleibeni  '    -  ^i     "i 

.'fier  Dienal  Aer  Krankea '— 'nun  dieser  kat  Ton  jeker  dia 
Menscklieit  «lin  Danka'gegen  die  datniifbesohaftigten  gaiatliokeii 
Orden  Terpi(i.dftet*,  -«oiid  dieae' Ansialten  liaben  <  siek  aud^im 
heliatat  Slrabfe  vioiikeaMnMr  liutdaamkeit  allar  GlaubfiUttbai. 
kenntnisse  gexeigl  Sie  fariagiok  ziiietet^  <und  nielit  ganz^.  den 
BegierQagantelngitngeny  und^fur  die  TOiktiiMdige  £rkaltnng  oder 
Wiederherstsllung  soleker  Klbater  werden  sowoki.der  Staaty  als 
cinzelna'<Iadiaiduen  die  m&glickste  Krtfftaoalreagung  adi;bewe»> 


Mb '  traehtoD.  Mh  den  ilbrigeii  KJdfftertt'  nhmt  wM  m  d«r 
Sch^erigkcittn  nfeehraM  geben,  «Is  aelbst  die  leidensdiftftlielu 
sten  Prietter«-Frennde  eich  jetst  tTatunen  lMBeiiw«     ^ 

Def  vnnriigliGlMte  «AhiUnd  mrd  rick  «uii  d«r ,  FiD«nzlag« 
4ea  Stflate^  ergeben.  Die  Beaiitateii  dar  dmnialigen  &l&«ler 
sind  bis  auf  euuge  der  nnbedeutendaten  nnd,  ao  xa  aagei|y  ent^ 
legentten  verlcauft^  niedergerisaen, /Teranderty  asu  teohmadm 
oder  bkonomiachem  Gebraacli«  eingmchtet^  GrQndatiioke  oud- 
Waldangen  in  Priva4faandeny  oder  letstere  mit  dem  Staatsgiitil 
TerBclunolxen.  Woher  aoU  alao  die  Dotation  der  Kldftter  hom^ 
nen  ?  Ans  dem  Staatsvermogen  dieselbe  za  erwarten  ^  diirftA 
Tor  der  Hand  in  das  Reieh  der  Traame  gehoren;  «ua  derflLA* 
bhietBkaaM  iat  aucli  eine  aolche  ergiebige  Unterstntrang  irols 
all  dem  frommen' Eifer  des^Koniga  nicfat  zu  hofPen;  und  diirdi 
#fieitrage  der  Privaten  die  Eirichtung  bewirken  zu  woUen,  —  da 
bioohte  wohl  den'  Mdnchen  und  der  bescbiitzenden  r&mischtsi 
Knrie  noch  dieZeit  lang  werden,  bis  ihre  HofBiungen  ziir 
Erfallang  reifen  kobneii» 

Die  Wiederbelebong  der  NonnenkloBter  ist  nnn  ToUends 
eine  dem  Fortschritte  der  Zeit  und  geBellscfaaftlichen  BUdang 
widetstrebende  £rscheinubg.  Der  VerfaBser  nahrt  nocfa  aas 
seiner  lugend  Erinnerang  on  solche.EJloster-FrBUeH,  die  gewias 
bei  ihrer  ganzlicfaen  Entfemnng  von  aUem  WeHungange^  bei 
ihrer  Neigung  zur  Klatscluudit  und  dkm  heftigsten  Umtriebe 
der  Leidensohafteny  und*  KleinigkeitBkramereien ,  auf  gar  keintt 
Weiee  znr  Erziehung  Veiblicher  Jngend  ^  weieher  eine  andere 
BeBtimmnng,  als  das  KloBter^  werden  aollte,  geeignet  waren« 
Vom  Beicfatvater^DespotiBmuSy  und  den  nar  zu  oft  sidtaniBcheii 
Verfaaltnissen  dieser  frommen  Viiter  zn  ihrea  gcistUchen  Toch* 
tem  soU  alle  nafaere  Scfailderung  umgangen  werden»  <  Atteni, 
die  drei  oben  angegebenen  Zweek*  sind  wohi  nur  der-  scfaone 
AusfaaBgescfaild  ftir  die  AbBM&teii  des  romiscben  Kabinetk  Die«s 
woUte  dutcfaaus  den  Gedankeii  des  Wiederaulleblena  der  Kiostfer 
in  Teatscfaland  und  yor  allem  in  Baiem  auf  die  B^dia  gebracht 
'wiaseny  •  um  seiner  Zeit  sefar  leioht  die  Oelegetalieit  bevbeiflifarea 
ni.  tkpnnen,  von  Zurdokluhning  des  von  B^m  iar  die  Be^ 
Jigion  so  unentbefarlicb  anerkannten  Ordens  zu  spredheni  dessen 
4rahme  ZhAtigkeh  und  Wifkungakreie  VbUaire  uadM^niisquieu 


m 

wiraiilaMtoy  ibn  di«  Janitfdiaim  dea  pSbatlioben.StiiUft  diu.ba* 
nenneii. .  Dafor  irird  dooh  die  Vorsehiiag  des  biedere  fiaietn 
gnadig  bewabren ! 

Art.  VIII.  Der  Slaat  aorgt  riir  die  Erhaltnog  des  Kir-* 
fshengute*  £e  iat  zu  bew^dern^  dass  die  Ydmiacben  Onterbaad- 
Jer  itber  dieaen.  Punkt  keine  featere  nnd  gentner  ausgescbiedena 
Bectimmnng  verlangten.  Daher  geratheb  aie  beinahe  in  Ver-» 
dacht^  daea  aie  iiber  ihre  eigentlichen  und  veirdeckten  Zirecfca, 
4ie  nahore  filenntnits  der  KircbeDbediir{ius$e  in  Biiern  an's  An* 
ge  zn  fasaen  vergessen  hsben  mochten.  Wenn  mm .  eitn 
naeh  dem  Inhalte ,  diesea  Konkordates  geregeltes  Kirchentresen 
besteben  soU:  so  iat  die  Erbaltung  des  l^uItusTermogens  geaete« 
liches  &eGbtsbediDgnise.  AUein  die  ausschlies^Iiche  VervalSnng 
desaelben  darf  nie  in,  die  Hande  der  Geistlichkeit  gegeben  wckn 
den,-  sondern  ist  vom  Staate  zu  leiteui  uod  der  Priestenchaft 
xmr  die  Einsicbt  vom  Slande  des  Vermdgens  und  der  Art  dtr 
Verwaltnng  frei  zu  gebeuy  wobei  sich  von  selbst  verstebt/  dass 
allea  Kirchengut  dem  Gesetee  der  allgemeinen  Beateaerung  des 
Gmndeigenthums,  der  RealitiLten  und  Doniinikaiien  unterstelU 
werden  muss. 

Art.  IX*  In  dtesem  Artik^l  disj>oniyt  der  romische  Hof 
^ber  ein  Aecht,  ita  ibm  gar  nicht  geboi-t,  sondem  na'ch  den 
Bcstimmnngen  der  Kanonen  der  Kircbe,  der  Konzilien  Aul* 
eprliche,  nnd  der  TJebuag  mehrerer  Jahrhunderte  den  Kspitefai 
snateht,  welcbe  biiher  stets  ihre  Wahifreiheit  nnverkiirzt  er^* 
bieUen.  Wenn  es  gleich  unverkennbar  bleibt,  -wie  vid  der 
Krone  Baiern  darsn  liegen  mnsste,  mit  welchen  Mannern,'  mnd 
▼on  welcbem  Geiste  die  erste  Besetzung  der  Erx^  und  Bisthii.r' 
mer  erfolgen  sollte:  so  haUe  diess  allerdings  auf  dem  W^e  dos 
2ogestJindniesee  nnd  einer  vorlaufigen  Vergiinstigung^  keines- 
wegs  aber  mit  Umgebnng  der  teutabhen  Kirchen^WJihlfreiheit 
geschehen  S<dlen.  Aom  mnsste|Wohl  am  besaten  wiaseDy  dass 
ihm  aolch  eine  Dispasition  in  frnhern  Zeiten  nie  sustand  f  und 
ca  aokhe  duroh  die  neuen  Verhand)ungai  nicbt  gewinnen 
konnte^  indeoi  ibm  die  ausdriickliehe  Enteagung  im  Aschaffen^ 
hnrger  Kenkordate  entgegen  stehen  mnsste.  Der  Sobluaa  dieses 
Artikels  nnn  spricht  den  Geiel  der  rbmischen  Kurie  aus*  Ke 
neuen  und  alle  kiinftigen  baierischen  Bisehofle  aoUen  Aoneten 


171^ 

I 

t 

bcBsfalni.'  'Bttrtfm  war  'Rom  woU  to  freigebi^  mit  iremden 
Redittn  «tt 'die  ttnterfaanddlnde  Krone  Baiero,  nm  sich  aeine 
AnnateHy  PaUieng^der  und  pabsflichenMonate  zo-  erbalten,  oder 
vielpiehr  nea  und  fiir  immer  zu  erwerben.  Dieae  Miasbrauche 
dt8iMitlelalters-  soUen  bewahrt  bleiben;  ;vi^ahrend  in^  den  Stiir- 
men  uoserer  Z^iiM  AUjss,  Slaaten,  Furetenhauser,  Adeh  und  Ge- 
mciiiden  Opfer  gebmcbt  haben,  an  dereft  £r8atz  nicht  ihekr 
sN>dciiken  ist,  will  Rom  aUein  Allefs,  was  seinen  GeldTopthejl  be-* 
triffl:,  uneingeschranl^t  hergesleUt,  und  mit  moglichster  Soi^falt 
«Hialten  wissen. 

Art  X  fiom  behalt  sich  die  Besetzong  der  SteUen  des 
Probslefl  in  jedem  Kapitel  Yor,  und  iiberlasst  dem  Konige  die 
Beeetzung  der  Dekane  'ala  st&bdigy  dem  Kapitel  jedoch  in  men^ 
8^)0«  papaUbtts:  —  Welcfae  Nachgiebigkeit  der  konigUchen  Re- 
gSeron^  t>der  vielmehr  ihrer  BevoUmachligten!  Ware  es  nicht 
ifare  ^rengste  Pflicht  gewesen,  diess  Wiedererwacben  der  alten 
p&bstlichen  Reservatrechte  za  verhindern,-  und  mit  allen  za 
Gebotfae  stehenden  Mittd.n  zu  Jiekampfen?  Diese  pabstlichen 
Monate  ffrunden  sich  bloss  aUein  auf  das  mit  dem  Kaiser  und 
Reiche  abgeschlossene  Konkordat  von  AschaflPenburg,  welchea 
mit  ffeinen  Kontrahenten  unterging,  und  euf  den  neuen  Vertrag 
mit  der  Krone  Baiern  keine  rechtliche  Anwendung  finden  kann. 
Hier  kann  lediglich  die  utalte  vom  Baseler  KonziHum  bestatigle 
Kirchendisziplin  als  Richtschnur  angenommen  werden.  Schon 
oben  wurde  die  EntbehrUphkeil  der  Prdbste  gezeigt^  und  die^ 
Mittel.  fiir  sein^  Freunde  in  Teatschland  und  Baiern  za  wir- 
ken  und  ftie  za  belohnen,  hatte  dem  romischen  HoTe  aus  Griln- 
d^n  der  Nothwendigkeit  und  mit  aUem  Recfate  entsogen  wer* 
den  aollen. 

'  Aucfa  kiindet  dieser  Arttkel  ^  -die  Ankunft  des  scfaon  im 
vierten  Artikel  verfaeissenen  Nunzius  an.  Wie '  notfawendig 
wive  es  fnr  die  baieriscfaen  Unterfaandler  gewesen,  demLandi 
dfeie  firsdi^itQng,  die,  wie  bekannt,  sefar  kostspielig  isf,  zu 
ersparen.  Baiern  und  v^orziiglicfa  Mondien  erinnert  sicfa  nocfa 
aehr  gal  dea  Thuits  nnd  Treibensr  des  Ict^ten  dort  anwesenden 
Nonziiia,  des  nacfamaligen  Pabste^,  L^o  Xfl,  als  Grafen  della 
Oinga,  Desfen  sittUches  Betragen  war  wofal  nicfat  aehr 
geeignety  dte''Rlif^der  HeiUgkeit  Torzabeireiten,  /  und  nicht  nor 


Mine^  sondeni  alkar  ubrigvi  Niuuim  ifi  TeiH8«bliMi&  BiBeiiiMiab«i 
ttgaiigen  der  Episk^pal-Reditey  mid  die«4eatbalb  .  ealetaatdekieai 
uozabHgen  Streitiglieiten  eind  nocb .  ^n  Jedermenna  iloUufteBl 
Andeoken. 

Art.  XJ.  Dieser  Artikel,  der  todi  Vergebung»^  oder  Be^ 
setznnge-RecHte  der  Pferreien  bandelt*  embeint  noch  im.  bee«* 
sien  Lichte^einer.  den  .Recbtsgnindsalzen  entsprecbenden  AnAt*. 
gl«ichang  zwi&chen  Kirche  und  Staat  in  der  Torhio  beieichn^ 
ten  Beziefaung. 

Die  Wahl  und  Berufung  zur  Seeborge  mass  naturlich  Webl- 
Sache  der.  Ober-Kirchen*Vorstattde  ^  der  Biachoffe,  aeyn^  doclL 
diirfen  dieselben  auch  in  dieser  Hidsicbt  die  Ein^vriUignng  «dek 
Kegenten  nicht  nnigehen,  oder  derselben  wei^igstens  dunch  die. 
TVahl  sokher  Individuen  entgegen  kommen,  von  denen  maq. 
i«n  Voraus  iiberzeugt  seyn  kann,  dass  sie  dem  Konige  angi^nehm. 
oder  seines  Beifalls  sicher  seyen.  £s  liesse  sieh  .zwer  naehv 
den  Ansicbten  des  Staats-  und  Kircbenrechts  auch  gegen  dent 
GxundsatZ)  dass  der  BischolF  GoUator  .ordinarius  sey'>  s^hr  Be-; 
deutendes  [einwenden ;  allein  diess  mag  zn  einer  andem  Zeilf 
imd  an  einem  andern  Orte  ausgeTuhrt  werden. 

Art«  XII.  Der  durch  diesen  Artikel  ausgesprochene  Wir— 
kjongskreie  der  nenen  Bischoffe  gibt  zn  verschiedenen  Bemer-^ 
knngen  Veranlassung. 

ad  B)  Hier  wird  dehselben  dieAufnahme  der  TheoIogiacheiK 
Kandidateu  in  die  Seminarien^  und  deren  BeCorderuug  za  den 
kirchUchen  Weihen  nach  vorgangiger  BetichtiguQg  des  Xischti** 
t^  onbedingt  /rei  gegeben.  £s  wurde  schon  oben  bei  jLec 
An6iahme,  in  die  Seminarien  erinnert^  wie  iiotbwendig  die  vont 
Staate  und  seiner  Regierung  hiervon  zu  nehmende  £itisicbi  er<^ 
Bcfaeine,  und  xnan  diirfte  glauben,  dasa  von  Seite>  des  Staata 
bei  £rtheilung.  der  Tischtitel  das  ^rforderliche  besorgti  nnd  dM  ^ 
Untersachung^der  personlichen  £igen^cliaftmi.  der:  •Kjrchen-Kao* 
^idatepgi  vorgenomipen  werden  konnte^  aBein  diess  i4  im  AUr 
gemeineiB  der  Fall  nicht,  die.  £riheilung  ,def  Tischtitel-  geht; 
nidbt  ansschliessiich  vom  Staate  .o^er  dem  Smvaraine  amiy 
es  gibt  m^tre  Standesheiren,  ,  spnstige  ?ri]r|itfi  un4  (f^ainn 
den,  die  solche  Rechte  besitzen.  und  an^iibeii.  .Paher  ist  es  ^ 
j^jrdu^p  notbliirend^,  iam  daa  jOrdJn^tj  a^.Jjidw  Qita|:4ik|fy 


^      ^ 


w6'9iiB  WMbeU  yotginomnMtk  w«rdeit>  demMfnuterio  ojl«r  don 
betreifeDden  Krei8-Regiei*migen  ein  Verzeichniss  der  KandidsteQ 
▼orzukgen  haha^-  nnd  k^nem  die  Weike  ertheilen  diirfe,  bie 
nicfat  die  Erklarung  dei  Ministeriums  iiber  die  ZulaMigkeifc  der 
zu  Weihe;iden  erfolgt  sey, 

adC)  Esist  vV^lDanklei  nnd  Unbeetimmtes  in  dieaen  An»- 
drift.cken  enthalten.  Zwar  verzichtet '  hierin  der  roroifiche  Hof 
zum  erstenmale  in  einer  dffentliohen  Urkunde  auf  dae  Privilo-^ 
gium  dea  geistlichen  GeriGhts-StandeB  in  Zivil-Sachen  der  Prie» 
iter;  aber  dafiir  eollen  auch  die  cauaae  ecclestasticae  atque  in 
primfs  matnmoniales  ad  forum  ecclesiasticum  gcfaoren. 

Wm  eigentlich  zumBegriffe  der  causarum  eccles.  noch  ausser 
der  Ehestteitigkeiten  gehore,  ist  faier  gar  nicUt  ausgedrtickty 
und  selbst  die  causae  matrimonialea  sirid  nicht  mit  vollslandi- 
ger,  Kweifelsfreier  Deutlichkeit  angegeben.  Bisher  war  iiber 
die  Grancen  der  geistlicfaen  Gewalt  in  Ehetacfaen  noch  manch 
lebhafter  Streit  schwebend,  bald  solite  das  geistliche  Gericfat 
nur  auf  Trennungen  de  vinculo  entscfaeiden^  bald  wollte  man 
ihm  aucfa  nocfa  die  Separationes  a  tfaoro  et  mensa  iifaerlasseo. 
Verli-age  solcher  Art,  walche  sich,  wie  weiter  unten  vor- 
kommt^  als  Theile  des  Staals^Grundgesetzes  darstellen  wollen, 
eind  vorziiglich  mit  logischer  und  juridisdier  Bestimmtheit  und 
Deutlichkeit  abzufassen^  da  sie  fiir  die  Dauer  einer  langen  Fol-* 
gezeit  berechnet  sind; 

Die  ad  D)  dem  Bisohoffe  zugestandene  Beftiguissy  die  Die- 
ziplinarvergehen  der  Priester  zu  bestrafen,  liegt  wohl  in  der 
Nattir  seinesWirkungskreifles,  und^es  ware  alsO  hierbei  nichts  za 
erindem;  aber  da  musste  mit  romiscfaer  Feinfaeit  wieder  der 
ZtLisAx  beigefugt werden :  ^^salvo  tamen  canonico  fecursu*^  DieaO' 
Bemfong  ist  mit  dem  neuern  Staatsrechte  dorcfaaus  nicfat  ver- 
^inbnr,  das  alle  ausWartige  Einmischung  in  Rechtssacfaen  ver« 
wirft.  Dier  Staat  kann  den  Priester,  der  nie  aufhort,  Staatsbtir^ 
ger  zu  sejUy  gegen  Missbrauch  der  Amtsge^alt  seittes  ¥orge>« 
setzten  selbst  scfaiitzen.  Dieser ,  Satz  allein  Hitnf '  wiedei* 
zum  unmnstos^lichen  und  karakteristischen  Belege  des  'G«i^ 
stes  der  r&miscfaen  Kurie,  die  nie  dne  Gelegenbeit  veriifren 
Wfll;  ifaren  friifaem  Einfluss  ailf  fremde^  besonders  teutsckit 
Stftafen   geitend  ztr  matfaen.     Ft^nkreScSi  hat   sidh  liietin  nii^ 


178 
sflhie  Reehte  Y^%hmk.^    mid   dieot^cUber  finft^  wixjc$«ifam  Bmm. 

ad  £)  Diese  SteVe  «cfaeiht  'wiriclicli  datf  biiber  bestindene. 
und  stets  geiibte  landeftkerrKclie  OeneliiiiigungBrecIit  ffir  dier 
Zukunft  aurKuheb^n,  tinTldie  unmittelbare  Verbfndait^  derBi'^ 
schbSe  mit  dem  rdniischen'  tlofb  ohne  alle  l^azwfdchenkunft'  frei 
zu  geben.  Diesee  Vertrauen'  der  Staatsregienrng  eoOte*  Vrohl 
natiirlich  dankbare  Anerkennnng  fordern;  ob  aber  diesef  Y<m 
Rom  und  den  Kirchen  zu  erwarten  sey,  ist  eine  ^urdh  die 
Geschichte  ilur  eu  oflt  tehon  Verneinend  getbste  Frage.  'D&er 
Becht  der  Staatseinsicht  in  alle  bischdfflithe  Verordnungen,  oh 
nichts  flir  den  Staat  nnd  die  Kegiernng  nachtheiliges  darin  ent- 
baTten  sey,  quiUt  aUs  detti  ^nach  jeder  Slaatsrecfatslehre  dem 
Regent^n  zugesprochenen,  und  in  allgemeineUebung  ilbergegan-' 
genen  OberaufsichCsrechte ,  nach  xvelchem  Niemand  im  Staate^ 
und  am  wenigsten  die  Kirchen vorstande  ^  ihren  £influ8i  zum 
Schaden  der  Regierung  missbr^uchen  diiifen.  In  jedemFalle  hStter 
auf  strenger  Ausiibung  dieses  Rechtes  bestanden  tv^erden  aolleii. 

Art.  XIII.  Die  in  diesem  Ardkel  den  BischolFen  bewil- 
ligte  AusLibung  eiqer  unbezweifelt  im  Geiste  Roms  geleiteten 
Z^nsur  ist  wirklich  mehri  als  man  bei  dem  Zuslande  der  Auf. 
klarimg  im  Yaterlande  erwarten  .  konnte.  Die  Begierung  yer— 
fljpricht  auf  Anzeige  der  Bischofle  die  von  diesen  gefahrlich  be- 
fojidenea  Biicher  sogleich  zu  unterdriicken.  und  ihre  Verbrei** 
tung  muglichst  zu  verhindern.  ^        , 

Natoriick  ist  es  wofal^  daes  ixm  Biscfadffii 't»  vati^,..a]i| 
mAii^fSUmii  Scfariften  gegen  RflligiQn  nnd  Sitlliofakeit.  diildeii 
konnem  ond  WQlIen;  jomx  eoR  dieaa  niefat  «qf 'falpsle.  AiiKag# 
der  geietiicfaeft  Bekorden,  amndertt  Haiih  eiguer  mclktr  gjBnoni* 
meoer  Stj^  ufadex^j^aogenerJEntecinidiing.dBr  RegieriManefi  odetf 
dcs  Jdiniflteriiiin».  erfolgeiu  .  Untfrdrii^l&iiiig  oder.  Binwcgpahiiia 
eines  Bucfaee  ist  Strafe  ^  und  diese ,  wenn  aie  .  iiicht  ala  will<« 
kBfarlieh  erscheiDen  sdlly  eetzt  ein  Urtfaeil  voraus^  welcfafta  ebeo* 
lalb  nus  durcfa  Torfaergcfaande  Unleraachong,  Anhonuig  beidar 
Theiiey  mid  reiifa  fxwaguag  alleif  daiur  nnd  dagegen  Mreitendtti 
G^iiode  b^£ngfc  Btjm  kami..  Han  weiss  nnr  m  got.^  wia  ee  init 
dctt  Aniiefaten  dei:  Kbmiachen  Zenuir,  iiod  ^Oms  :Kalfd6g&  4^t 


m 

1 
t 

Uhr.  ppqVt^^  itA^ ^9^  «Ukt.ae»  froatneirBiMslioffr  Saikr 
uah^  ttammtlicfae  Sqhnflkn  sicli  d«raiif  irerseichaet  fiaden.  . 

.  .'.4j|t^»|K|]fr<  i^.^ie},  Vfirtnauen.  tcui  Snile  des  Koiiigs  von 
^mfiF^f^w^iiTf^  «^ilMrlliehei:  YerhaiuUpjigeii  vibw  diesea  Koo- 
k^rd^t^  Jflgieii  .Hf^m.tPod  die  pHb^licfaefKiuie  bewieaeo  worden, 
80  uDgemesaen^  un4  bie  ^zur  Seleidigung  anwacfasend  ist  daa 
lkli^ra«e8  ie$  ro^schen  Hofee,  da  aolcher  glaubt^  sich  im  ge- 
gfV^yfraf Ugeo  .Artikel  einen  Scfautzbrief  nnd  burgende  Yeraiche- 
ruxig.  ausa^U^n  latsen  zu  miuseny  daaa  kluiftfghin  die  Religion, 
^ie.Liturgief)  |ind  die  Priester  in  ihrep  Amtaverricfatungen  ge- 
acil^iitsty.  und^  in  beaonderer  Efare  erfaaken  werdlen  sollen.  Man 
fal}t  in  yersuQhung  zu  i>agen,  mit  wem  denn  eigenllich  unler- 
handelt  werde,  daaa  aolche  Beatimmungen  aich  als  nothwendig 
ergeb^n,  die  aUeufalla  fur  die^Zeitcn  und  den  Kar^ter  einea 
jiuUa  und  Mahomet  11,^  aber  nicht  fiir  das  neunzehnte  Jafar-- 
hundert  und  Konig  Maximilian  Joeephf  passend  gefunden  wer- 
den  diirften* 

Art*  Xy«  Der  hier  vorg^schriebene  £id  der  Bischofie  ist 
ganz  nach  demjenigen  gebildety  den  das  im  Jafare  1801  mit  der 
damaligen  Konsular  -  Regierung  abgeschlossene  Koukordat  fur  die 
franzosischen'  BiscfabSe  festsetsL 

A  r  t.  Xyi.  Wie  sefar  leucfatet  hier  die  Erbitterang  Roms 
gegen  die  in.Baiern  seit  mefarern  Jafaren  bestandenen  Geset^e 
und  yerordnungeri  hervory  da  dieselben  durch  diesen  Artikel 
formlich;  wenn  auch  nicfat  widerrufeuy  docfa  als  aufgehoben 
and  ungaltig  erkliirt  weiden  mussten ,  wafarend  es '  in  der 
KechlsUiTO  obnehin  ein  ndiestnltener  £rfahnu^aaalz  iat^  daas 
iai  neaere  und  spatere  Geaetz  iiber  einen  und  den  niuikliehett 
GegeMiand '  dia  fruhern  anaaer  Wh*kung  aetzt  Da  aich  dieae 
mmivoii  aelfaat  verstanden  hiSte:  a»  faatte  mt  Efajre  der  Krene 
BaMdy  die  in  diesaa  y.exbandlnngea  ao  viele.Naohgiebigkeitund 
Sehonung  an  den  Tag.legle^  dieaer  Artikel  allcvdiHge  umgen-^ 
g4a  werd«n.  aolleii» 

:  Art.  XyiL  Gegen  die  Beilegwig  kiiiiiftiger)  auoii  iiher 
eder  eue,  den  Konkordata«-Verfiiguttgen"entaldtender,  Streitig<-« 
keiten  «af.  deia  Wege  fireUBdschaftlicher  Uebereiidcttnfl  ware 
niohte  einettmiideBy  nnr  raiisste  den  baierischen  Bevollmach- 
tjgltan  hiilrbei  ;iiiehr  Ker^kteieterke  uod  £!eatigMt  beiweihnen. 


m 

als  diejmigen  seigCen,  die^.ila*  Kofibirdat-vel^hfiidAfM^  ^  tkd 
8o  offeniHire  UebervorlheiIiiiig«ii  zm  TenmsMnr.      <     '  '  \; -*-» 

Art»  XVHI.  Ik  dMsem  AvliUi  ymiScheni  lieideK^tra- 
beoten  die  mdglichst»  StabiJitkt  alkr  Pamkte  <d«i  gegentr&ifig 
abgescbloaaeiien  Vertragasy  ood  Bajern  «rklSxt  dans^lbeti  il4  iai 
tegrirenden- Thcil  aeiuea  Staatagrundgesetaef.  >« 

Wenn  dadurch  aun  sugleich  aoch  die  Venchofekmig  die^' 
aee  Konkordata  mit  dem  homanen  Sinne  nnd  seitgemiisfien  Ai)«: 
aicliten  dea  iibrigen  Inhalta  der  Konetitehon  anagesprochen  seyti 
aoll :  ao  fcann  ihm  daa  Schadliche,  wosu  der  Keim  in  ihm  Kegty 
wMin  nicht  ganz  entzogeny  dooh  bia  sur  ganalichen  Uniehiid«* 
Iftdikeit  gemindert  werdcn,  was  in  jeder  Hinsicfat  der  Wonaeb 
eller  redlichen  Vaterlandafreunde  seyn  mnsa* 

So  -viei  konnte.gegen  die  ^inzelnen  Artikel  bei  der  eral^ 
ilnchtigen  Betrachtung  deraaiben  erinnert  iiiserdeny  und  daraaa 
allein  aclion  mag  die  .Uebereeugung  berTorgeben,  daas  beiden 
Tlieilen  ilu-e  darauf  gebauten  HofTaungen  schwerlicb  in  Eriul^ 
lung  geben-  diurnen,  da  eineraeita  noch  die  erforderlicbe  wirk^ 
amiiie  Kralt,  und  andereraeits  der  so  unentbelirlicbe  fromme  oder 
gnle  Wille  fehlt.  Im  Gansen  konnte  das  Resnlti^t  einer  aolcbeii 
Unterbandlangy  als  det  ersten  in  .unsererZeiti  nioht  anders  ana-r 
IttUeny  weil,  wie  vom  Anfange  bia  aum  Epde  des  Konkordata 
hervorgefat,  die  JBerOcksicbtigung  dea  vorzii^icbalen  Umatandes, 
dee^fieiatea  der  Tomiscben  Kurie,  vergeaaen  oder  wenigstene 
ibersehen  ward*  Oie  Verbandelpden  gingen  Ten  •  g^nn  entgegenf 
gOMtsten  Ansichten  aus^  und  so  musste  es  siob  rogen,  dees  dev 
ebgeacblQsaette  Vertrag  nicbt  ala  wediselaeitige  Axmabening.aii 
einer  beidee  Thailen  engenehm  gewordenen  Ueberainkuiift  >  auF 
gegenseitige  liacbgiebigbBit  gebaut  ward,  sondmi  in  einer  voHageB 
Niederlage  des  Einen  der  Faaiszeiiten.  endigte,  welehe  natiirlieh 
bei  den  Kiinsten  der  rdmisch^ii  Poliliki  undbei  dea^  Unbeui^ 
aemlQait  ihrer.  Grundsiitze»  niexauf  diese  Sffite,  aendera,  immer 
auf  jene  dea  Mituntei*handelnden  fallen  muaafte*  Dieae  Grttndr^ 
aittze  aieben.de^  den  Elementen  gleieh,  aoa  denen  die  Welt  ge« 
bildet  wurde^  mit' ibnen  ist  kein  Bund  zu  flecbteni  4enn  wie 
die'  £lemeiite  ateta  das  Werk  der  Menaoiienheiid<  h^saen ,  ao 
wird  und  muaa  das  9ystem  dar  eoaiisQb-*piilwllicbeis  Mkik 
ana  ibren  tie&len  Griinden  die  iSdtoffiyigen  .undf.F^cbriCte 

^  .     \      .  ■■  12- 


1T» 

itB  imiiielilfclim  VarAaadM^*  ^1«  dtpMQ  beiMgliiheiideiVerlaii- 
gen  Qnd  fmchendee  Rvngeft  iiecAi  Auflclariing  and  der  Menach. 
htSk  nlifslioben  WahAeltin  haMeny  und  deiieelbeQ  entgegeti  aa 
arbdteri  traohten.<  Von  diesem  Slandpni^te  aaa  betrechtet, 
wird  die  GebervorlAieitQng  der  konigliohen  L'nteibandler  leicht 
begreiflich  gefanden  werden,  wonn  man  schon  glauben  soUiey 
deu  d^  m^  dean  acfatzigjahrige  BhchoS  Maffiiin  ^  naeli  eo 
geraQinem  Aafenthahe  in  Italien  and  aelbst  in  Aom,  bMser  mil 
dem  Terrain,  auf  wiAehem,  und  mit  den  Personen,  mit  wel« 
cben  er  zu  benddn  bstte»  hatte  bekannt  und  Tertraut  eeyu 
niiissen,  ttm  skfay  ab  einem  der  iUteiten  Mitglieder  dM 
Illuminaten « Ordens ,  und  einem  der  wirksamelen  Haupter 
diesM  BundM  scbon  seit  seiner  £ntstehungy  nicbt  die  Scbmach 
aufbtirden  ssu  lasseny  dan  er  in  einer  der  wichtigsten  An« 
gelegenheiten  •  edner  VaterlandM  von  den  Agenten  der '  Kurie 
eo  Tollstiii£g-fiberfliigelt  worden  sey.  Diss  derselbe  um  dM 
ihm  spKterbin  ;m  Theil  gewordenen  rothen  HatM  willen  die 
gute  Seche  ▼exrathen  hebeny  und  doMhalb  zur  so  besondem 
liachgiebigkeit'  gMtimmt  worden  seyn  soUte,  ist  bei  der  iibrigea 
UnbMcholtenheit  seinM  langen,  steta  thatigen  Lebens  nicht  wofal 
Uttd  um  eo  wenigev  anzanelimen,  ala  in  detWorde  dM,|Cardinalia 
ad  bonorefl^'  kein  bedeutender  Ge^vinn  liegt,  und  ein  eoleber  w«- 
der  das  Aneehen  noeh  die  Macht  und  Einkiinfte  der  andem 
wirkliehen  Kardinfile  besitzt,  auch  Mlbst  bei  der  WiederbMetziing 
dM  erledigten  piibstlichen  StuUe  weder  wabl*  noch  stimmialiJg 
ist;  '  Atff  solehe  WeiM  hiitte  Hdffelin  ja  die  tiheuersten  Interee* 
ften  seifl^  Vaterlandes  nocb  unter  dem  Betrage  Ton  dreisaig 
8ilberlin|fen  vei^ebacbert;  dicM  ist  dooh  niobt  wobl  von  ihm 
zu  yermatben^  de  er  von  diesem  Lande  doch  stets  aebr  mat«> 
terlich  behandelt  worden  war. 

Durch  weitere  Untexbendlungen  znr  Abanderung  der  driik^ 
kendste»  Artikel^  und  darch  Zi»gerung  im  VoUzuge  wollte 
oder  suobte  maH'  vielmehr  zu  gewinoeni  was  durch  Uebereiluog 
der  eigentlichen  Verfaandlang  Terloren  gegangen.  Ln  Jafare 
1821  kam  m  eadJich  dennocb  zum  VoUzuge,  wenigstens  in  ao 
weit  derselbe  4ie  Erricbtung  der  Erzbisthiiroer,  Bisthiimer  und 
der  bienm  gehorigen  Domkapitel  'betref*  Ber  Geist  der  Jle» 
gierungen  in  den  Kreisen  blieb  aber  diMoa  wiederauflebenden 
Institutionen  ebhold,  und  einige  derselben  gingen  darin  so  weit. 


I 


17» 

dau  hei  dtm  Attitclirtpbe»  der  VeriuMidisitiigYdei^rC&lramscr^ 
ptiont*BuUe  m  alleQ  keihoHeelieoKircheafdeii  welttiehenBeBqitea 
die  Erecheuiung  bierhei  ia  Amfcetnicht  fdMlidl  luitmegt  wojp» 
de.  Sie  etehen  niui  de  dtese  £rsbiethnmer  u.  e*  ir«  me  freiudtf 
Pfleasen  in  einem  Boden^  wohin  eie  nieht  mehr  recibt  ^eh&rem 
nnd  deeeen  Zalraglichkeit  zh  ihrem  WachethtMDe  nnd  Gedeihea 
«ret  vm  der  Zeit  sa  erwerlen  atdit.  IMe  Begieninfeny  im 
Simie  der  MiniiteiieQ,  kommeo'  ihnen  nieht  weiter  zu  Hulfe»  ale 
nodi  ganz  beetiinniten  Vorechrilten  und  BeCdilen  geecbehen 
nniie,  und  so  ist  vor  der  Hand  ihre  Exietenz  nicht  beneidiAer 
werilu  Indees  die  Priester  aller '  Art  wissen  aicb  z«  helfen,  imd 
siii^  nm  die  HiUel  edten  in  Verlegenbeit*  Selbst  die  Konsti-i- 
ttttion  hat  mehr,  ala  ndtbig  gewesen  wSrej  dieselben  bedachl» 
vnd  ihnen  dnen  befreiten  GericbtssUnd  zugesjpcoeben,  webcend 
eia  groeser  Tbeil  der  weltlichenBeamten  dem  gewobnlieben  6e<' 
richtsetande  folgen  mnss;  Disse  und  ahnllsbe  Dinge  hebea 
den  Stols  dieser  Herren  zor  Ungebiihr  empor>  und  da  der 
groeste  Theil  derselben  weder  m  den  Gebildetsten,  noch  zu  dea 
Mustern  der  Sittlichkeit  gezaUt  werden  kann,  der  Waudel  im 
Geiate  dee  Evangeliome  audi  jeUt  achon  zu  ihren  geriagsten 
Sergen  m  gdbbren  scheiiit:  ao  ergebea  n£k  Jiierena  der  Inkoor 
T«niei»en  mehr  ale  bilUg  iat 

Bei  der  Beraonal-Beettmmung  dtr  neoea  Domkapitel  mrgab 
eich  anch  noch  daa  besondere  Ereignisa,  wae  niebt  ohne  B^ 
dwtoa^  in  de#  Gesehichee  nnaerer  Tege  eeyn  wird.,  deee  dje 
noch  am  Lebeo  boindlielain  Mitglieder  der  wrmaligen  Domka^r 
plel,  die  Domhenren  mit  Abaenpriibe,  imd  dereMlii^  Peusio* 
«lairen  dete  Staaeskaase  oicbt  nttr  keinea  Wunsoh  &ifleetieay  in 
die  nea  feraiirten  Demkepitel  za  treten,  aoodero  eogar  die  ibr 
nen  dessbalb  gemacfafceo  Ajili:age  mit  ieater  Weigevuog  znrikGk^ 
wiesen*  .  Ein  mitiinter  nicbt  wiriaingsl^aer  foood  dieser  Wetr 
gerong  mag  wohl  auch  ia  der,  gegen  die  friibtai  Beouge  «nee 
Domherrn  der,  alten  Stiftei%  zn  ernilichsn  Aoeetettung  d«r  00000 
Fri&benden  gel^en  beben,  deren  Miaarerhiainisa  wirUipb  «irf^ 
lait,  indem  eich  der  JToU  orgab,  daae  der  Pirobat  dos  ebemali- 
gen  Domstifta  Bamberg  14,000  iL  jahriiebe  Peosioo  bezog»  vfA- 
rend  die  Reote  dea  aktiwa  BcobiachoCi  deeeOot  deomoleo  nur 

16fiOO  fL  betoagt* 

12* 


180 

I 

Ihtii  Volk  «all  jlieseD  Erscb^inmgen  obne  Tltellaalime  zn, 
ein  grosier  Tfaeil  konnte  so  ziemlich  nnterscheiden ,  nnd  eine 
AttssH^t,  die  »eitl799  gesaet,  nnd  ao  tbrgsam,  als  es  dieZeiU 
umstSnde  erlatihten,  gepflegt  wnrde,  konnto  nioht  wohl  ohoe 
iVncht  bhiben,  obschon  dieselbe  nicbt  sehr  iippig  gedeihen 
wollte.  Die  Feierticbkeiten  bei  Ein(uhrung  der  neaen  Domka- 
j^itel  gingen  sehr  still,  ohne  alles  Gedrange,  voriiber,  nud  der 
bekiimmerte  Vaterlandsfrennd  dachte  nnr  an  die  der  SUatakasse 
znfallenden  Lasten  bti  der  Ausstaltung  dieser  BislfaiiUner  ond 
Domkapitel.  Gliicklicherweise  blieb  es  bisfaer  bloss  bei  Abgabe 
der  Renten  in  Gelde,  von  Aasmittlong  ond  Uebergabe  des  im 
Konkordate  ausgesprochenen  Grandbesitaea ,  aas  welchem  die 
Renten  nnter  eigner  Administration  der  neuen  Stifter  fliessen 
aoUten,  worde  nichts  mehr  vernommen.  £s  icheinty  die  Mi- 
nisterien  haben  die  Unmdglichkeit  der  Ansfuhrang  dieaer  Ma- 
sdme  bei  des  Staates  dermaliger  Lage  fiachgewiesen ,  denn  von 
der  Nachgiebigkeit  der  Karie  dilrfte  bei  diesen  friiher  festge* 
atellten  Stipulationen  nach  dem  nnerschiltterlichen  StabilitaU*- 
systeme  schwerlich  viel  sa  erWarten  aeyn. 

Noch  grossere '  Hindernisse  werden  der  Errichtang  der  im 
aiebenten  Artikel  erwiihntett  Kloster  beideriei  OescUedita  eot- 
gegenstehen.  Wer  soil  sie  dotiren?  Trota  der  im:-Vertrage 
iibernommenen  Verbindlichkeit  dea  Staates,  ist  derselbe  hierau 
ganz  ansser  Stand.  Die  Freigebigkeit  dea  Konigs  wird^stch  bei 
all  seiner  religiosen-  Gesinnung  schwerlich  sa  sokhef  Hobe  anf* 
acfawingeny  nnd  von  den  Krlften  der  Privaten  es  erwarten^ 
ist  eben  so  gut^  als  die  Sache  dem  Zaftilie  anheimstellen.  Im 
Geiste  der  Prieater  selbst  hat  der  Egoiamua  der  Zeit  ao:  tiefis 
Wurzel  geschlageny  dass,  wenn  auch  noch  hin  und  wieder  aof 
dem  Wege  der  Erbachleicherei  irgend  eiike  Acquiaition  sii  nft- 
dien  isty  aie  diesdbe  mehr  auf  ihre  eignen  Personen,  als  anf 
Kirchen  oder  sonstige  Stiftungen  zu  wendsn  wisaen*  Der  aitt- 
liche  Karakter  dieser  Priester,  besonders  jener  auf  dem  fla. 
cheu  Lande  wird  die  neuen  Biscboffei  wenn  diese  ^nders  ernst- 
lidi  gesinnt  sind,  auf  frommen  Wandel  «u  seben  und  Aergemisa 
erregende  Vorfalle  zu  nnterdriiokeny  hinreicfaend  be^hiiftigen* 

Waa  man  •  an  der  Vollatilndigkeit  4e8  .  Konkordatea  noch 
vermisst,  ist  die  f  estsetzung  dea  Appellationagaogea  iu  dritter 


181 

Iiwtans  4ar  dleob^  s^n  «rwaknteo  caum  tc^eauifticae. 
Zvei  KonziU^^su  Bas^  vqi  Tljmt>  babeo  ivotil  ia  iIwq  Qt^  ' 
scUfiseen  daror  gaaorgti  «nd  jndioea  ^n  partibta  valionalea  a:^ 
BAAnt,  abcr  fifom  wusjftta  itnmar  d]a.Biifolgttng  diaaer.BeschliUse, 
trelx  der  ihehrmale  isrqeucirt9n.Befchwei:den.,za  Veneitehi,  uii4 
docb  ietiin  .  dieeem  PoDkte  i>ei  <  der  AklepTereendvng  nacb 
Bom  xmd  allen'  hi^vfn .  uvi^estrettnliQheti  .Umetibiden  der  Ko«* 
etemmfWand  f^.  die  Pftitbeien  gans  unereebwingiliQh.  Wie 
iMilHwfadig  wjire  ako  bi«tubM  tiae  klare,  denlUobe  u^tsweck- 
gemjuse  BesUmmpng  geweaen!.  - ,   I^ 

Noch  unentbehrlicher .  era^^int  ^  ein  festea  R^golativ  iiber 
di«  Tomiscfa^n  I)iaiiL<9i|8iiliqn««Taxepi  die  yon^lich  MJEhdiiAr 
deraisaen.  8o  reicblich  erhoben  werden«  .Der  p^eete  .ThfStt  det 
kalholiechen  £|nw<ohnedr  BiMerna  iet  'doch  eckon  eo  weit  fortge-* 
achritten^  daee  ibm  dje  Bewilligong  einer ^stUcheii.Eiilaubniea 
lur  Geld  'etcwassellsam'  nnd  nnbe^eiflich  vojvkonmit^  da  er 
nicbt  ei«|seheiif  an  %:dnmn  glanbt^.wi^  es  der  kirol^ioh^n  ^ber* 
gewalt^moglich  wird,  Sacben  de#.  Gewissens  uod  Geld  .jn  eiu 
^usgleicheiides  befrii^digeiides  Verh|ilUiiSe  w  bringen»  Bei  die- ^ 
een.Anakfaten  ware  04  ,4aher  wohl  ^ebr  dringend  nothwendig, 
eine  gena^eYcNrschrifl^  iur  disee,Xaxaneatae  jkIi  hfdien)  we^  anch 
djeae  Verschleppnpg  des  Oeldes  in  daa><.Auehmd  keiner  staats-i 
wirlhsGhaftHjchen  .^iicksictit  gewnrdigjG  werdep  solll^^ 

Bie  Zahl  ^er  GUubigea  urBaiemy  welch^  von  ,den  Friich* 
teii  dieses  Konkordates  daa.  Heil  der/ katholisohen  Kirche  im 
Vaterlanide  mit  einiger  Zuvefidoht  erwarten,  iet  eebr  klein,  und 
aelbst  der  aUerhdcbsteelige  Kdnig  Mfixiinilim  scbien  nicht  dar- 
TOiter  su  gehoren;  denn  a)s  ,bei  Ankunft  dee  ersten  pabstlicben 
NfinBsn^y  die  zur  eintretenden  Nisichtzeit  erfolgtei  die  Laternen 
MH  Reisewagen  ausgegaogen  und  dem  Unteroffiziere  an  der 
Thorwache  bei  Aufzeichnung  .  d^s  Namens  des  Aeisendeii  durch 
deikZog  der  Wagenfenster'  auch  das  herbeigebrachte  Licht  er- 
loschen  war»  rief  der  Konig  bei  diesec  Nachricht  mit  dem  ibm 
mgenen  kembaieriscben  {I^mor  aus:  N.uni  daa  w.ird  was 
acliones  werden;  diesi&r  Nunzius  bringt  kein  Licht 
mit,  Qnd  loscht  das  meinige  aucb  noch  an^!  Dieses 
Bonmot  ist  daa  treSeodste  Epigraph  zor  GeschicEte  des  baieri- 
•chen  Konkardales  ufid  scdnec.CpIgen.. 


\ 


fSS 

^r  ^kthreti '  j^ock  nnnffidir  m   d«ki '  fibrigen  tetittdicii 

SlnUirM^nd^  ffiren  XStiterbaMHtftigefti  tnit  ttbin  rm  die^er  -be*^ 

trtibenden  BplBc^e*  zttrtick,  und  eine  aBweite,  erfreulichere  ^  1)ie-^ 

tet  iich'  uni'  in  "^dem  wlirdevollen    and  bm^nAenen  Bekiebmw 

Firen8  8eii'ir  dtir^  d«88en  Begierung' eflen  fibrigen  ein  Beispiel 

gbgeben  faat^  «mf  Welcbe  Weite>  naeb  wdlclieft  Grutid-^ 

aHt^ent  und  in  welcher  Spf  kclie  nkit  der  FfSbsfelidben  Ku^ 

rie^ztt  r^deo  iltfjrl    Oaa  Berliner  Kabitiet/i^Urcb  die  bisherfjgeii 

Erfefarftil^n  iiberreugt)*  dass  «n*  eineteutircfa^kiitfaoliache  Kir^ 

che  und  f  u  ein   gemeinschafUichea'  Konkordat  nicht'  2U  denkeiv 

hatte  ebtofalW  Wie  Baietti,   gleich  Aaeft  geschloBsenem  Frieden, 

filr  aicH  iiiibesondre  Tia  untetfkaiideltt  beebUdjiaen,   nni  $6-  thefi^ 

'    da     die  '  dinialige    Stimibung     d«r     kbeinprorin^en     schnelle 

Uebereinkuifflt' mil  ikmn 'flothkendig  machte/Hnd  die  6em{Hher 

in  dies^  kllnrfobt  gar  leicht.  Vdn  geachaAlgef'  fntrike  bearheitet 

^rdbi  kOHHteil^  •'  Die  betrtfenden  Miniaterien  trafen  kluge  ntiA 

Tferatihidigii^  Htiieltungeif  hierftu.  ,  Ah  deti-  taugHcteiten  Mdnn^ini 

'    einer'  totMseiV>i^etitlichen  Sehdutig  itach  Bonl  wiihUe   kHan   dea 

^geheimen  Stnelai^tli  iVMi^/-,  Gelehrteif  und  Dij>Iemtft  in  ein^ 

Person,   ttti  deeafen  Namen^  Ira  Tn  -    tind  'Auslahd^  iRuhrii  sich^ 

kuti][ifte,  "^eltshW  dnrdi  j^atribtiBche  6enihle'i»rd   Aufgekl&i^e 

Geainnut^gen'lJej  HlIeirTetttacben  hodk^^erehrt^  und  dnrch  eiifeeh-A 

mende  Persoifliiihkeit  gan£  dezu  geeignet  war^  atich -das  2idtrauen 

dtea  heiligen  Vatefa  tind  die  Achtung  der  Italieher  zu  ge^nnen, 

^  inftofem  aolefaeii  nroglich  oder  nathig  Var. 

Der  ^tMtiralh  widmete  eich  dem  hochwichtlgeti  (Jiftschafte 
mi^  all  dem  'fo^nete  einea  teutachen  Mannes,  welcher  'ho  tlieure 
Ititereasen  einer  hellgebildeten  NBtion-^u  Vertrelen  halti^.  Die 
Begiemng  ihrerseita  eiichte  mittlerweile  ihre  Bechte  gegeii  kuria^ 
listische  Eingriffe  bestens  2ti  Verwahreto.  Die  Verfdgung,  hiiri 
sichtlich  dea  nach  ftottr  aeu  hehmenden  Becursea  des  ExequatUry 
(vom  Oktober  1818)  ^ar  Bewei8  dafur.  Gleich  zu  Anfange  dee 
Jahrea  1819  vertnochte  aie  denPabst,  die  katfaolische  B^olke-i^. 
mng  Erfurta  unA  der  Umgegendj  ao  wie  liuch  die  dea  Eichs-^ 
feldes  y  Ton  der  Begeilsburger  Diozese  zu  trenncn  tind  der  Ver^ 
'  waltuftg  des  F^^ischoffs  von  Corvel  ^u  iibertragen.  Ebenao 
wurden  mehrere  Bezirke,  die  bisher  zu  polniachen  Bisthumem 
Ton  Bom  aus  dem  beliebtte  Pttsidna  ^  und  Kmlfosioiie  -  Sy^eme 


19^ 

jkimg  diieft  iip^ttoIiadlBai  YiWicdea.m.&ituiigiidMargit^^  Eiil# 
vorlangge  I^idxeseo-Uin^cliti^eihttiis^  welcIie..deM  Xii4ifkig.  el^jm- 
^hlieaaexideQ  yertrege  lUe  ^fViriBider  ditDen  e<rflte»  «rhielt  4ie 
koiugliQhe  Genehmigifti^  miltekt.  Kiri>ioete*«Schj(eibena  yotxK  :& 
April  im  Friidrich  miAei^  eAVirk^  nut  ed^er  Wi)vde:  .Bfli» 
tieii  hetholiechefi  Biscbdffen  keine  veraohwenderiaQhi^  ehet  anch 
keine  kiii^ltche  Aueatattong  vejnvilligen  9U  w^eiv  D^9i  eim 
Iiatte  die  Leuta  nur  ubermiithig,  da8.endei3Q.aie  miiurrisch  ge^ 
aaeht  £a  war  non  ganz  in  der  0«dnittng|.  daal.  der  .Bradkoiib 
ioit.Manna  nnd  die  Fleiachtop£a  weder  ftu.  kooh^  mch  $h 
niediig  gehaogt  wurden* 

Der  roniitche  Ober .  BMchoiF  war  wahvettd  deor  genarao  Ae^ 
otauration  lioch  nie  gegen  Jemanden  ao  haflioh^  ala  gegeo  dte 
prensaiaehe  Regiernng»  geweaen.  Die  peraanliche  .AoHreaeDheit 
dea  Staatakanzlera^  furaten  von  JFlcwdenbirg  ^  va  Jftoib  amFriihr 
jahre  1821  vera^heucbte  die  leiEtea  Bedenkliphkeitett.  Wekhe 
I^Ubuhr  noch  nicht  hatte  beaeg^n.keoDeo.  JHm  KIL^  dajsO'^ 
mA  Ton  dem  CarboOariTiScbreckeo  iiberdiesa  .eriaasl^  erklarte 
auch  endlich  sor  Dehereiokunft  oder  Veriibileduog  wUIig.  Die 
linweiache  RegierQng  ^eute  deo  ;itreideiitigen  Maloen  eioea 
KbnLerdatea^  weieher  niehta  endera,  ala  daa  Eioge^tiiiidQiaA  er 
ner  IJiederlage  in  wohlem/rolheOen  Bechteo  jet^  .  .^Aii.SJ.  Jttan 
fol^e  aeine  Eiklamng. 

Die  pabatliche  Bnllje  erachi^  uote  deml6.'uli  1021» 
IlcT  Konig,  durch  I^abiAeta*Oi^.dre.,¥om  3S*  Aoguat  dea* 
•etben  Jahrea,  Terlieh  ihr ,  aeine  .^yataatat^berhauptliche 
B.ewilligung  und  Sanktion/^  Im  Ganxen  beatanden  dem« 
i^ach.darch daa katboHsGhe Preusaen  zwei  erabischdfflicbe 
Spr^sngeliKoln  undGneaen-Foaen:  undiieheo  biaohoff» 
lich.e:  dieBiathttmer  Gneaeu.undFoaen;  die  awei  EsLem^» 
ten:  Brealaii  und  Ermeland;  aodaOn;  Trier^  Mun- 
•ter  ond  Fftderborn^  Die  iibrigen  wesentlicjben  BoBtijn* 
Baingen   enlhall  die  Urhuude  aelbat  dettthoh  genu^  ^) 


*)  Ueber  die  eachstMi  und  weitern  Folgen  des  preuiiaiacheD  Konkor- 
datee »  die  romiflchen  Eiagrifisversuche,  das  standhafte  System  der  Regie- 
rmigf  die  Unitriebe  der  BonaQiaten,  di«  yeybiodangen  heimlicber  Jesai- 
teo»  die  EmaDaipations-Versache  der  fc]}]Mj|pbeii  KatboUkep  ofid  de- 


m 

lffif)^3cl^>viW8)^<tt^>^'  faHittchklichiiiref  kAtfaoliaehto  Uaterdianeiiy 
^i^  ,i^tel  j^ekQMfuoBn»  Dme,^wetdie  iii  polidscber  Besiehvng 
to^MriBD^^epfate  genieasen,  imd  oqgefiihr' einfge  Grade  •chlech- 
^i;^  f^Ic.bis.dabin  die  liiander,  ia  der  kofMtiluUoDeUen  Taxa- 
tiqtijr  ali«Unt|ergebeiie  det  Engliinder,  stelin,  wUrden  anch  kirch* 
ImA  ,eben  rvicbt  aehr  grosvmutbig  bedacht.  Ooch  batte  m^n  ja 
jpajif  Konstitution  iiun  auch  ein  Konkordat,  nnd  ao  irar  ingoiat* 
Vchen  pnd  'weltlichto  Angelegenbeiten  AUes  auf  das  Beete  ga» 
ichlichtet,  Die  reicheSaat  dee  grossen  Eefreiungakanipfesy  in  wel* 
chem  die  teutsche  Nation  bloa  iiir  bnttisches  Kriimer«>Jnteres8a 
lind  den  Ruin  ihres  Ilandels  durch  brit^sches  UebergeiHcht  ihr 
koslbarstes  Blut  verspritzt  zu  haben  scfaien,  sollte  itun  aiAJi  in 
dennoch  iibrigen  teutseben  Staeten  aufgehn.  Moeh  waten  dia 
kircblichen  Freiheiten  d^s  Siidens  an  Rom  »u  iiberlie&rn.  Wir 
woUen  seben,  wie  es  auch  hier  grossteiilheils  gelungen  und 
alle  InalreHgung  der  Bessern  fiir  Bowalffung  alter  Jtechte  an 
kurialistischer  Praktike  gescheitert  ist.^  .  ' 

Wenn'  von  Seite  mancher  teutsohen- Budesglieder  in  bei<« 
nabe  allen  pohtischen  Angdegcnbeiten  nichta  £rspriessUckes  er* 
wirkt  und  selten  etwa^  Riibmlicheis  anch  narmit«£rnit  gewoll^ 
worden  isti  so  trifllt  diejenigcny  wekhe  fortan  pnn  init  Rom 
es  noch  zo  thun  hatlen,  und  koUektiv  es  thaten,  .dochnidil 
dei^selbe  Vorwurf  hinsichtlich  der  Kircbenangeiegenheiten,  Hier 
trieb  der  elgane  Staat^ertheil  auf  der  einen,  nnd.die  Macht 
det  ofientlichen  Meinungi  welche  mit  unbesieglichem  Widerwii^ 
len^^die  Wiederkehr  rdmiscber  Anmassnngen  bei  einer  hellgehiU 
deten  und  rusti^vorgeschrittenen  Nation  sah,  auf  der  jmdera 
Seite  allzustark  xu  mutbigem  Widerstande  und  besonnensr  Be- 
ratliung.  Bas  baierische ,  Konkordat  hatLe  diese  Gesinniuigen 
nnd  Gefuhle  noGh  gemebr^  Man  durfte  dem  Ueberreste  der 
£i(ation  nidit  fiasselbe  aflbieteB.'  .      ; 

<  Dle  meisten  Stimmen  der  Bessern  laateten'  fnr  d»e  Yeceini* 
gung  aller  katholischen  Staaten  und  Landestheiie 
zu  einer  einzigcn^  teutschen  National-Kirche,  auch  noch 


ren  Hiodernisse,  so  wie  vibl  a^deres 'mebry  werdcn  wir  spater  an  eineia 
aiideva  Offte  ww  korauslassee» 


• 

Smnn]  «b  Prcnsieo  imd  Batern''T«r]ot6rt  ^lfifg^lifgUi.' ^'^N^det 
Iiatte  eidh  Roniy  weichee  die  Gewalt  tmd^d^b' £ihati^  d^fNlM^ 
«ieoB  iiber  die  einaelnen  Biichdffe  in  TentecMdnfd  wie^^ 'tfir 
SeHwm  ImziDeteUeD  bemiHtt  war,  wSi  E^Ma  ntt^  VigBW  ^ 
etoiUibt  me  f^Ftaienk9r^4eke  Geme  i?^lebre  tiiid^u>tii^lit  ihi^ 
eineti  liociiet  iQtereasaalen  {nc^entpiiiikt  4  Yreklierdiea^Gtest^d^i^ 
rbmudMli  Karte  und.  die  P|«ne  der  liiditgegpez'  ii¥  ein*'JlleIlett 
iitiirt  setflte,  wenn  etwa  oacfa  4^n  baiemeJien  Aflkireti  'nd^ 
g^weiiUt  werdeo  lcoonte;  soiidem:^  Itin^  voifi  der  Art  xitA 
Weiae  der  Exiedigung  dmelben  ein  Tfaeil  der  VerhandlungM 
wesentiidi  ab,  da  aoWohlBaden  die' Seche  des  'Freiherro- ete 
mMet  eigeoen  £hrenaaohe  oieclite,  al»;  diicb.  alle^  anfgekrajrifO 
SUilholiken,  in  richtiger  Widrdigttng  der  d^bei  beJ^mpAen  u64 
Tertlieidigteo  Gruodealze ,  das  SchiclLaal  der  teatschen  KireM 
inoig  dafon  gekniipft  aaho.  £ine  genauere  ScbiVderang  dies^e 
Bandels  gehort  eomit  sur  Xxetohichie  der  teiiiscbeti  Kobkordsfte 
iBi  AUgenieioen  ttnd  desJMasgem  dea  oberrlieiiMscUeil' JUetr^peMi^ 
ianyerbaQdes  inebesondere^     .  '        ^        »      it     .   •     '   *.«$ 

Der  Freilienr  v^  j  Ifeaunhrg^  Bruder  des  y  eU  K;  HU-  oe4l' 
Miclnmlier  HiniateD  lioohmrdienten ,  .aHgemein  belieblei9t  und 
bedauerten  Diplomaten/  war  ein  Zbgliiig^  der  JosephiAiscbei| 
Pcrlode  im  kathdKsUbea 'Pries terlhume,  uiid  hatle-  apf  d^r  Uni- 
irersitalf  Freiliorg' im  Breisgau  und  auf  auderi^  LehraDStalten  bes- 
•erer  Art  den  Unterriebt  irefilicber  und  kenntuissreicber  -  lilfin* 
mr  geoosseo.  *)  Seine  Familieoverhaltoisse  und  Standcsverbin^ 
^Qogeo  aber  hatten  ihn  frafaer ,  als  maoch'  andera  eeioes'  Glei- 
dien,  in  daa  Leben  ^und  dessen  verscliiedenartige  gi^dssere  fie-« 
siehiiBgeo  eingefiilirt  und  ^eingeweiht,  ood  die  Gaben  des  Glucke 
und  des  Zufells,  welche  gemeinere  Naturen  wohl  sonst  zu  va*- 
weiclilichen  ttod  zu  yerwohnen  pflegen^  gaben  ihm  bloss  eioen 
deeto  kriifbgern  Schwnng  des  Geistes ,  und  liessen  ihn  vdtlig 
«tnd  tmgestort.seioeo  schonen  Idealen  nachhadgen.  Beligidsen 
Siiin  Wki^  iotellektuelle  Freiheit,    achtes  Gfaristembam  uod  phi- 


*)  Der  Bpater  nacli  ihm  znm  Ersbiscliofr  designirte  ff^anker  war  sogar 
aein  tmd  seiner  Briider  Hofmeister  za  Feldkirchj  (dem  FamHieBgate~der 
UerreD  v.  We^eenberg^  fleweseo.  Za  Freiburg  selbst  wirkteo  die  Ja« 
kohi,  Sauler^  Petzecky  Mugf  Sehinizinger  ^  Kliipfel  n.  A.  VgK  nteSne 
""    ;iephie  KarFsv.  Roiteck  ia  den  Zeitgeaoseeifrf880.2rlM«ili^4b 


m 

loibpliUcbeFoncliviig  tehwestcriich  mit  «inandcr  ztt  vcMiliiiflrt» 
vtrebte  «F  von  ,frulier  Jug^nd  'an.  .  In  seinen  geistUchen  Vert 
/riolitangen  war  er  bald  alten  ein  Mnster,  und  der  Ernet  aeiner 
8eel0,  welcber  dorch  ein  Ton  milder  f  renndliohkeit  uad  hei^ 
tertn  Hnmor  geleitctea  AenaMre  fortwiihrend  hervorstrahlte,  orr 
warb  ihm  bei  Alten  und  Jungen  nnveriuonbare  BochachtiM^ 
Im  Jahre  1802  war  er  bereita  Domdechant  in»KonslaiiXy  als 
^arl  V.  Dalberg  ihn  anm  GeneralviiEar  des.Bislhums  emanDtsi 
In  dieser  wichtigen  Steikmg  leistete  er  eine  Reilie  yontJahren 
Uiidiirch  der  Kirche,  der  Anfkliirang  nnd  der  ;Wisaenscbaiit 
Ausserordentliches ;  er  bekampfte  die  Hauptfieinde  des  Ouri^ 
«tentbums:  Unwissenheit  und  Uosittlichkeit ,  Aberglanbeii  nnd 
tJtigUnben^  Dinge,  diederkrasse  absduteKatholiztsmBa.afO  lange 
illrrorgebracht*bat|'  imd  tiigHch  noch  faerrorbHngt.  Was  er 
Iftr  Erbebnng  des  geisDichen  Slandes^  fiir  Veredinng  desVQllu.. 
tMterricbtes,  fur  Vereinfachung  der  Ceremdnien  tmd  isthetiache 
^iWsfnnbildlichung  defselben  ,  '  feriier  fiir  Verdringnng  der 
Intoleranz  nhd  des  Moncbsgeistes  u,  a.  w.igelhan  hat,  daa..«lt' 
tta  ist  in  alier  bessern  Zeitgenossen  Munde  imd  wird  «iii  der 
Geschicbte  seines  Volkes  ein  iwxerstb^liohea  Denkmai  ihns 
grtinden»  > 

Allein ,  was  sonst  in  der  gansen  raoralisoben  Walt  fib.  Tii<«> 
gend  galty  ward  Ton  der  romischen  Kurie  ala  VerbKi^ao  ge^ 
.deutet;  fede  Annaberung  jfcuni  Urbilde  des  ei^nllichen  Chriati 
thumsy  (des  Katbolizismus  in  seiner  Reinheily)  Ward  noch  ii 
mer  und  wird  fortwahrend  als  Abirrung  Tom  «^alleinseligm»- 
cbend^  Glauben'*  betracbtet.  Die  rdmische  Kurie  .bekiiinmert 
aich  um  Christenthum  nnd  SittKchkeit  aehr  wenig,  weira  nmr 
die  Geldtruhe  und  die  Kanzleigebuhren  fortwahrend  bedacht 
und  gefnllt  werden.  Hic  Rhodus^  hie  salu!  -^  Es  fehlte 
auch  an  niedertrachtigen  Seehn  in  Teutscbland  nnd  in  Belvek 
tien  nichty  welcbe  der  Stimme  der  Verftthrung  nnd  dem  goUk 
nen  Sporn^  dera  Protonotariate  nnd  den  Ducati's  willigee  Qbr 
liehen,  um  die  Sache  der  Kullur  und  der  Nationalitat  an  den 
Ultramontanismus  zu  yerkaufen.  Spiiher  und  Aufseher^  von 
der  Nonziatiir  in  Luzern  unterrichtet,  geleitet  und  nnterstiitzt, 
fanden  sich  in  Menge,  welche  alie  Scfaritte  des  GeneralTikara 
and  aeiner  Unterbehorden  belanschten  ond  uber  den  Geist  ua4 


tsr 

d««  LAen  allec  «mzeliicii'  Priester  der  Didaete  re|[eImiMige ' fief 
richte  nacli  Luftern,  spiter  aber  nadi  fiom  Mhdieo*  £e  fcUU 
•beneo  aadi  an  Fanatikem  und  Inirikanlen  nichl,  inelsbe  di^ 
Gemiitli  -dee  Volke  ii&er  die  wiJuren  Abnchten  dee  BjjBthiime^ 
Terwesere ,  iiber  die  Reinbeit  eeiner  Lebre  nad  die  >GiUtigkeit 
eeioer  Handlqngen  mit  Unrahe  uod  BjeaorgniM  eiciaUUm  Meo 
mcbte  Stndirende  nnd  dcholjangen  sager  .  gegen  .die  TiFJitA^fit. 
h^r^iichm  Prieeter  aafzvbeleen  md  den  B^u^a  macbte .  meir 
g^oben:  der  Freiberr  sey  mit  Preiiqaurer.ny  li^reigeil- 
•tern  und  Ketzern  im  Bunde,  uin  ent^yjed^r  AA^,^ihr 
ligian  gans  zii  Tep:tilgen,  oder  dqcb  .w^iHget|^t)# 
llae  Land  latberiecb  «^u  macb^n.  r^ 

Oie  Verirrungen  einsselner  GeieUicbea,  welcbe  Wfsseff^ti^ 
•nderweitiger  Verdienetei  wegen  fie^Ieicbt  ellzu  lang^  be#ghtf*ftt|^ 
oder  deren  Handlangen  er  telbet  nicbt  genau  kannte,  yri^^^ 
niit  erfinderiscber  XUckC:  faerauegebobeny  und  ilmen  ein  KaraJ(4* 
ter  der  AlJgemeinbeit  gegeben^  so  daas  man  glaub^n  eol^te,  die 
ganze  Dioseae  eey  in  eine  raoralieQhe  Aiiarcbie  veraunken^ .  i^ 

Die  PaatQr.aIrKonferenffen.>  we]cbe  der  Bifibumav;ej^ 
weser,  ala  ^  gemrinacbaftlichea  Organ .  bi^  .B^ajprecbang  religi6a.er 
iind  wiasenachafUicher  ^MaterieP'  fiir  aeine  Prieater  gegriindet 
nnd  bia  zum  Jahre  1827  fo^tg^etzt  Jiatte^  *) —  die.S^unden 
der»  Aodacht^  .^fiir  decen  Mitberauageber ,  Beecbiitzer  un^ 
Verbreit^  ouin  den  Freiberm  bielt;  *-«  die  Affaire  dea  be- 
rahmten  Deregtr  za-  Luzernf  ^die  Art.und  Weise  der  tlsknj^bfr 
bang-der  Biicber-Zeneur  vonSeitederbiacbofilicbenKurie.;  — 
die Streitfrage  wegen  der  gemischten  £hen,  welche  fVes^^nrr 
terg  nach  Grundaatzen  der  Humanitat  und  cbriatlicben  Dald|i;^ 
in  Praxi  entacbied;  •*—  die  teut.ache  Liturgie,  we^ch^  den 
Teralteten  Rumpelkram  einea  dem  Volke  unveratandlichen  .l^tei- 
niacbeu  Bitua  eraetzte^  -^  der  Widerstand  gegen  frieden** 
•  toreriacbe  Anmaaatingen  der  Luzerner  Ni^nzia— 
tur  '''^^/und  yor  allem  dieScbritte  des  Generalvikars,  die  L.oa- 


/* 


*)  Ygl.  dariiber  meine  Biograpliie:  f^iklor  KtUer  ia  den  Zeitgenoa- 
aen,  Nene  Folge.  T.  B.  Ites  Heft  1829. 

**)  Dfe  Schnltheiss  KelUr^sche  Affaire,  trots  des  Herm  Gizzis  diplo- 
natiBchen  Jereoiiaden»  ist  noch  nnvergessen ;  yon  dieser  mrd  es  aoch  eini- 
mal^heiAsen:  y,Nichta  ist  so  feln  gesponnen,  es  kommt  doch  aa  die 
Sonneo/' 


ItVftHdiHig  d^er  liAlhoHscbeti  Schweizerkantoiie  ▼om 
B^i^iJiUfDe  KQKistanaS  zu  iiiiiderny  -~  ein  StaatMtraich  der 
{;;iu:iei  vaH  ,der  Yerdei;b1i«Ii8te&  Folgen  Bar  beide  TbeileY  wie 
fpjiter  ^^Qjgt  werdtn  wird,  ~  dies»  aliee  bildete  die  Haupt«» 

'  >  Gegen  ibn  ai4)eiteten  ganz  besonders  eiiiige  Renegaten  dee 
Liberalisaiat,  welefae  darch  tenrile  Hingebung  an  die  Sache 
Ikwiia  und  dureh  Verrath  selbst  des  Frenrfdeii  and  Wohhhiteri 
Kirehenwiirdeh  su  ^haachen  hofiten.  '  Mehrere  dieier  Minaer 
Atit,  welehe  damale  iiber  die  £nt«ittliehung  der  Di&zese  so 
eefar  scifri^en  tind  fan&tische  Anhanger'  de^  Zolibates  Wtfren, 
standeii  selb^t  in  solch^  Rufe  der  frethsten  -  fiikni6ra)iliit  und 
lebten  in  so  schaamlosein  notorisoben  Konknbinate^  6(1  mit 
DMhrem  Tersonen  zugleich,  dass  sie  GegenstKnde  allgemetner 
Verltchtiing  ond  selbst  der  Satjre  nnd  des  Hofanes"  in  Volkska-^ 
ISDdern  und  Volkaliedern  gewordto  sind.  *) 

Trblz  aller  dieser  TJmtriebe  jedocfa,  blieb  der  Freiherr 
darch  die  Gewalt  der  bfifentlichen  Meinung  stark,  und  ein  Ge« 
genstand'der  Liebe  und  Vefehrang  aller  Bessern  im  In-  und 
Atislande.  "Und  als  sein  edler  Oberhirt  und  Freund,  Kari  i^ort 
Ddlberg^  niedergedriickt  von  der  tast  der  Jahre  und  dem  tJhi 
danke  der  Herischerjiy  sein  £nde  nahen  glatlbtey  ernannte  Iha 
dieser  zuni  CoadjQtor  und  Nachfolger.  Das  Weitere  *  etilhSlt  die 
bffizielle  'Denkschrift  der  Regierun^  des  unvergesslichen 
OrOssher^ogs  Kdrl  Yon  Baden.  wcIcHe  im  Jahf^l^iS  hcr- 
ausgekommen  ist  und  eines  der  edelsten  Denkn!iale  ftirstlicher 
B^hsrrlichkelt  in  Bekampfang  pfafGscfaer  Dsurpation  bieibeil 
t^rd. 

Den  Geist  und  Karakter  der  Noten  des  Kardinals  Staata- 
^ekfetdires  zu  scfaildern,  halten  wir  far  iiberfllissig.  Gsni 
Teutschland  war  von  dem  sophistischen  Betragen  des  rBmischen 
Hofes  mit  tJnwillen  und  mit  Hochachlung '  flir  den  Marin  er— 
f&Ht,  welcher  durch  seine  Reise  nach  Rbm  ein  schweres  Opfer 
persbnlicher  Entsagung  gebracht  und  dem  Feinde  zu  ehrenvol* 


'*')  Ich  werde  ip  einer  anderA  Scbrift  Gelegenheit  Kaben»  eia^  rmcho 
CBronique  Acandaleuse  von  diesen  nnd  andeii;n  ultra-katholischen  GeistU- 
chen  dem  Pablikom  mitzutheilen. 


n' 


f6t 

I 

Um  Kampfe  Bick  sdbH  geBltUt  batte,  ohiM  jeiotib'  thiciieii 
Edelmatb  nnd  apoetoliache  Oetinnung  bcidenMolben  su  fiikdenl 
Wie  wird  aber  Teotecbland  erst  eritauneUy  wenn  einmal  di4 
gebeimen  Beitrage  zur  Geschichte  dieeer  Tage  Yollfttandig  an!tf 
Licht  treten  nnd  die  Mittel  und  Wege  bekannt  gemacfat  wer^' 
den  y  darch  welche  die  bei  fVe&senhergs  peansonlicher  Adknnfl 
bochbetretene  und  >in  Veriegenheit  gesetste  Kui'ie  erst  Ton  alltd 
Seiten  her  Bewaise  nch  zu  Terschiffen  sochtey  welohe  die  va^ 
gen  nnd  allgemeinen  Beschaldigongen  gegen  den  wurdigen  Manii 
bearkanden  sollten.  Diese  Jfothwendigkeit,  er«t  Ton  fem  aicih 
den  Stoff  zur  Anklage  herbeiaoscbaffen  ^  war  die  Uraache  dea 
langen  Verkuges,  bis  man  den  Freiherrn  vorliess  und  die  Punkle 
ihm  ▼orkgte,  -wotuhw  er  aicb  vertheidigen  soUte! 

Es  wird  beljauptet,  der  Kardinel  Comfiluij  ein  Maan  Ton 
heller  Gesinnung  und  entscbiedenen  Verdiensten  um  den  Kir« 
chenstaat  in  politisch-admimslratireri  wie  in  kirchlichcr  BezM* 
hungi  sey  PFessenhergs  personlicher  Freund|  und  durch  dte 
Niedertnichtigkeit  mancher  seiner  Anklager  oft  selbst  tief  ent« 
riistet  ge^esen^  es  wird  ferner  sogar  belianptet,  Consalvi  habe 
gegen  WeMenberg^  welchen  er  Abends  bisweiien  zu  freundli*- 
cfaem  Mahle  eingeladen^  nachdem  er  des  Morgens  ihn  mit  dem^ 
Sohmerze  des  heiligen  Vaters  und  den  Vorwiirfen  der  Kirohe  in 
donnernden  Noten  bekannt  gemacht^  —  mehr  als  einmal  mjit 
den  Worten  sich  entschuldigt :  ^yVerzeihen  %e  miry  Heber 
Ffeund!  Es  ist  die8s.eine  Farce,  die  ich  yon  Amtswcgen  fpie* 
len  muss/' 

Der  Bisthumsyerweser  hatte  AHes  getban,  was  seine  per«» 
soBlichiB  Gesinnnng  gegen  das  personlich  yerebrte  und  yer-i* 
ebrungswerthe  Oberhaupt  der  Kirche  ihm  auferlegen  konnte^ 
ja  er  hatte  mehr  gethan ,  als  der  Regierung,  seinen  Freunden 
nnd  den.  entschiedenen  Katholiken  bessern  Schlages  nur  lieb 
gewesen  war^  und  es  fehlte  nicht  an  gutgeainntcn  M|innern| 
wdcbe  die  ganze  Beise  iur  uberilussig  und  unpolitisch  betrach* 
teten.  Was  konnte  aoch  in  der  Xhat  yon  einQm.Hofe  Giinstir 
ges  erwartet  werden^  welcher  die  Wahrheit  also  falschmiinzen 
liess  »nd  solohe  Mitiel  nicht  yerschmahtei  wenn  sle  nur  zum 
Ziele  &hrten?  yon  einenl  Hofe^  welcher  die  alten  Freiheiten 

y 


tind  tti^  KoBkordsteder  tentscfato  Kation  ao  wetiig  adtatete  nml 
fcUildeii  GeboireaiD  fiir  seine  Breyen  fodarte?  *) 

:Die  Sftchen  biieben  niui  einige  Zeit  biingeny  ttnd  fVessen» 
berg  >rar  zu  sebr  Melanehihan^  am,  «le  Luthery  lurStiftang  ei- 
ver  eigenen,  teatech-kQtboliAcben  Kirebef  nach  dem  Beiapiele 
der  Utrecbter»  anfiiutreteny  Mrie  Tiele  seiner  Anbiinger  «it 
Fener  giewUnscbt  batten.  Ein  Bewei^  f!kr  die  Reinbeit  adner 
Qeeinnungdn  und  Handluogen;  denn  hatte,  die  Sucbt,  eine 
RoUe  jen^  Art  20  apieUn,  ihn  befallen  gefaabt,  so  wiiide  er 
die  fdr  ibn  ao  iiberaus  giinttige  Periode,  den  Scbutx  der  fier* 
gierungen  und  die  Stimniung  dea  Volls^ea  benfUtzt,  und  aeiue 
Anapriicbey  ala  Primas,  oder.Patriarcb  einer  aoldien  f^aiionai- 
fcircbe,  geltend  gemacbt  faaben.  Oieee  Idee  war  damala  iiiieaent 
populiir  in  Teutachbindy  und  Viele  konnten  dem  Freibemi  ea 
lange  hernadi  kaum  Terzeiben,  daaa  er  aicb  keine  Miifae  gab^ 
eie  anssulnbren*  Der  Haaa  und  die  Veracbtung  gegen  den  ro- 
■liacben  Hof,  wegen  der  Unlauterfceit  dea  in  der  fragUcbett 
Sacbe  eingeachlagenen  Systemes,  waren  allgemein,  und  eine  auch 
nur  geringe  KraflLiittsserung  wiirde,  Regierungen  und  Vdlkera 
vielleicbt  xu  hohem  Gewinne,  ein  Scbiama  erzengt  baben, 
ohbe  die  geistige  Einbeit  der  Kircbe,  die  keineswega 
(ron  den  Launen  einea  aua  beinabe  lauter  ItaUehern  gebiUie&ea 
KoIIegiuma  von  Kardiniileny  noch  Ton  ^en  aUen  iibrigea  Natio- 
neii  fast  iinsuganglichen  Tier  Mauem  dee  Laterana  abbaogl^ 
dadurcfa  au&sufaeben  '^'t)»  Nicbts  desto  wjoniger  begoiigte  man 
aicfa,  nocfa  fortwabrend  in  Scfariilten  und  Recfatsgutacfaten  den 
«erfcwiirdigen  und  nocfawicfatigen  Handel  eu  beleucbten^  und 
die  teuiscbe  Gutmiilbigkeit  lieea  eichfaeraby    die  Befaaufitangcii 


•4«- 


^*)  Ueber  den   Weeemiber^eehen  Hatidel  rgl.  aasser  der   oben 
walintea   Denkschrift:  /.   L.  Kochj    ▲uAfubrUche»   Bechtt- 

Satachten  iibpr  das  Verfahren  des  rdmischen  Hofes  in 
er  Angelegeaheit  der  Konstanzer  BisthcimsTerwaltnag 
u.  s.  w*;  die  Schrift  Ton  Fridolin  Huber  u.  s«  w*  Der  Hermes  Nro. 
VI.  enthalt  eine  sehr  griindliche  Kritik  a^  der  yerschiedenen  Werke 
Und  Plngschriften  Bir  and  wider. 

Maacbe  b^chst,  lebnreicbe  MittbeiluBgen  9  welche  bis  jetzt  nvr  rfnem 
kleinen  Kreise  Ton  FVeanden  des  Terehrten  Mannes  bekannt  sind«  diirf- 
ten  vielleicht '  erst  nach  seinera  Tode  erscheinen  nnd  das  System  einas 
jflofes  beleachteii ,  welcher,  in  Parfidie  and  Heaphflai,  Ten  den  Beiapiden 
friiherer  Zeiten  noch  immer  nicht  abgewichen  ist. 

^)  Die  kathol.  Kirche  sey»  wie  ^it  seyn  solli  oder  sie  sey  gar  nlcbt. 


/ 


m 

dkr  BoBuuiislen'  der  Linge  uiid  Bnita  )aach  zu  Widfrk^^  m}/$ 
wiire  die  Sache  nicht  langBt  eohon  ausgemacht,  und  aU  \vSre 
6«  jemals  den  Gegnera  Ernst  geweseny  durcfa  Griinde  religioaec 
oad  kanoniacher  Art  wideriegt  ia  werden. 

IJuter  den  wiirdigen  VertheidigiBrn  dea  angefoebtenen  Umr 
nes  und  der  bedrohten.  Kirchenfreiheiten  zeicbneten  besondckf 
JP^idolin  Huber  und  !•  JL  Koch  sieh  aua ,  xwei  Namen »  deres 
die  tentscbe  Natioa  immer  mit  Ebren  eingedenk  seya  wird  upd 
welche  in  dem  Weinberge  dea  Herrn.  jederzeit  nfK^  Xraftop 
gearbeilet  haben«  Letatgenannter  hat  die  JVj/isteiikfrg^sclii  Anr 
gelegenheity  nach  dem  £Bfalgetchhigetten  Erfolge  dea  personlicfaeii 
Stellens  in  fiom,  aus  dem  allgemain  staatsrechtlichen  Ge- 
Biehtspnnkte  dargestellt,  und  folgende  Schlussresultate  darans 
gezogen: 

„Wenn  aos  allen  kirchenrechllicbeii  Erorternngen  hervnr* 
geh^  dass  es  fihr  die  yaterUndiacbe  Kirch^i  ihre  Recfate  Und 
flir  wahres  Wbhl,  ausserst  nachUieilig  seyn  wiirde^  wenn  mai| 
^em  rooAaschen  Versttcb^  das  System  der  kirchlichen  Allein* 
herrschaft  in  Detitsohland  geltend  zu  maohen^  nachgeben  ynadL^ 
iio  wird  ea  zur  vollstt&ndigen  Wtirdigung  dieser  Angetegenheit 
nicht  uttdienlich  seyn^  diescn  Versuch  i^id  die  Art  und  Weisep 
wie  er  sich  ausspricht,  ^und  aof  welchen  dfientlichen  Zustand 
in  Pentschland  er  hindentety  auch  noch  unter  den  Geaicfals«- 
pnnkt  des  offenLlichen  Rechts  der  deutscben  Bundesstaaten  zu 
stellen,  nai  ihn  anch  nocfa^  von  Seiten  des  Verfa&ltnisses  dieser 
Staaten  gegea  Roni  nnd  gegen  ein<^  gewisse  Partfaei  in  Deutsofa. 
laxAf  zu  beurtfaeilen  und  zu  erforscfaen ,  ob  die  beiden  ^olt  ge<- 
oaanteR  Yomiscben  Breveni  niimlicfa  das  vom  15.  Marz,  und 
▼orziiglicfa  jenea,  vom  21«  $Iai  1817»  nicfat  geeigenschaftet  seyen, 
dasa  sie  dem  deutsGhen  Bundestage  zur  formlicfaen  Kenntnise- 
nahme  der  Vorscfaritte ,  welcfae  ein  fremder  einflussmcfaer  Hof 
in  deutscfaen'  Liindern  unternimmt «  und  des  iibrigen  InfaaUe  je« 
nea  letztem,  vorgelegt  werden*'' 

f  ,y Allen  Deutsicfaen  ist  es  bekannt|  dass  die  Bescfawerden 
der  deutscfaen  Nation  gegen  den  romiscfaen  Hof  in 
der  kaiserlicfaen  Wafalcapitulation  stets  einen  stefaenden 
Artikel  ausgeroacfat  haben.  Darauf  hinzuweisen,  wenn  sich 
eine  gegrimdete  Veranlassung  dazu  voifiudet;»  dieses  gefaort  ofane 


Ani^^i.,,fi^r^ifsn.u^eTluniiisdMm  .Rccten   nnd  PHicfaien   der 
^^Fff9^^    «^rjfi  ,iirii^.,«U9  9UPch«diese  Oarstellung»  olin»  g^ 

.  H  j»P^F. -S^  it^^  ^*»  '!*• '^*1?i'®^  der.  jiuigaUn  Wahlcapiiulatipn 
Bicib^^e  .dfm  ^^Mcfae^  Spiacopat  ?  uud  den  Domeapiteln  die 
AufreclUbaltqog  ibr^r  Recbte  und  «Gewobnheiten  ^egen  Be^ 
schwerung  dnrich  rqviisehe  Aesoripte^  Reaervationen  v«  m,  w. 
Im  ▼orlieg^nden  Falle  wuUen  roniische  Breven  dem  Domcapilel 
m  Conf tanz  ^ein  Wahlrecht  einea  Gapitalar^Vicars ,  dorrh'  eina 
neue  Reseryation)  namlich>  eioe  Torgeblich  nothige  roiniacbo 
Genthmignng  des  Gewahlteny  beachweren. 

yjm  §,  2.  dea  gedachten  Artilc/ela  veraprach  der  Kaiae^ 
abznwenden  und  vorzukommens  yydasa  die  £ra«^und  Biachofe 
^jaax  Reichei  wenn  wider  dieaelben  von  denen  ihnen  uotergebe* 
y,nen  Geiatlichen  bder  WeltUchen  etwa  geklagl  werden  aoilte, 
,yohne  vorhenge  genogsame  Inforqietion  iiber  der  Sachen  Yer- 
y^lanf  uod  BeschaiTenheity  (welche,  damit  keine  aub.  et  ob*replio 
,,contra  facti  veritatem  Platz  greifen  mdchte»  in  parti- 
y,bu8  einzuholen  iat),  auch  obne  angehorte  Veraotwortong 
yydea  Beklagten,  wenn  zumal  deraelbe  auctoritate  pastorali  zur 
),Vermehrujig  und  Verbesserung  dea  Gottesdienat^  u.  a.  w, 
^yVerfiigungen  getroffen  habe,  mit .  Monitoriia  ^  InterdicUa  nnd 
y^cominationibua  oder  declarationibos  Censurarom  aicht  libereilt 
j;Und  beschwert  werden," 

^,Ea  ist  ^ber  bereits  oben »  in  der  Erdrtemng  der  $m  Fia« 
ge^  hinreichend  auseinander  gesetzt  worden,  daas  und  auf  wel- 
cbe  Art  diese  Uebereilung  und  Beschwerung  dea.  rechtmaasig 
aufgestellten  Verwalters  der  Diocese  Constanz,  welcher,  ala 
Stellvertreter  des  Bischofs,  gleich  diesem  getch^tzt  warden 
muss,  durch  die  beiden  romischen  Breven  vorgenommen  wor- 
den  aind/'  ,  ^ 

,,hn  §.  3.  dea  gedachten  14.  Ardkels  der  Wahlcapitolation 
war  festgeset^Et,  dass  die  deutschen  Concordat^  namentlich  auch 
jenes  mit  JEugen  IV,  ^\  (worin  die  im  Acceptations-^Insfrument 


*)  Weon  aocli  dieses  Coivcordat  als  solclies  oicbt  nielir  ^oltig  ist,  so 
ist  doch  da«  AuerkeQntniss  des  Pabste^Sy  dass  die  deutsche  Nation  dia  Ba- 
seler  Dacreta  wirklich  -  acceptirt  habe,  immet  noch  wichtig  >  nadbeweiat 
ihre  Giiltigkait  in  Ofntsc^and, 


Yon  1489  enlluiheiieil  Besder  OecMe  ahgtikigei  drtfbcbeettTil-^' 
tioAalkivciienreckt  erkliret  eind)  eodanli  »uch  die    PHYSi^^i' 
gien,    StAtut^A   und  Frelbeiten  d%r  d^tttichen  Kfri' 
clie  ^g|»bandhabty    und   den   ailion  lange  dfllueKnderi   Be« 
achwerden   der   deutschen  Nation  gegeh    die   JBin-' 
griffe  dea  rdiniscben  Hof6a  nberhaupt  nnd  11>ea(Mideti 
in  Betreff  der  Nuntien  geateuert  werde.     Dasa  und  wie  die  rd« ' 
miache  Curie,  bei  der  ^ufstellutag   des  Herrn  Von  fVMtHhetg^ 
xnm  Bisthuois-Verwalfer  in  Gonstanz,  die  ihr  gfinstig  scheinen- 
de  Gelegenheit  ergriffen  und    zu  deoi  Entzweck   zu  benutzen 
gesncht  habey    um  die  deutlchen  Kirchenrecbte   und  Freiheiten 
¥dUig  zu  yernichten,  ist  in  der  obigen  Beantwortnng.d^  drit- 
ten  Frage  hinreichend  dargethan.'' 

^Damit  noch  nicbt  zufrieden ,    aucht  aber  Rom  nnch  noch  ~ 
die  Dioceae   Constapz  unter   die  Nuntiatur  zn  Lnzern  zn  zie- 
ben,  folglich  deutsche  katholiache  Unterthanen  unter  die  kirch- 
liche   Gerichlsbarkeit  und  den    Gehorsam   einea,   im  Auslande 
wofanenden,  romiachen  Vicarius  zu  bringen/* 

,yDie  Gefahr,  welche  hiermit  dem  Staate  bereitet  wird,  iat 
offenbsfTy  indem  derselbe  sich  der  Person  diesea  Vicarina,  wenn 
deaaen^Verwaltnngsmaassregeln  ea  Teranlaaaen  sollten^  nicht  ver- 
aichern  nnd  mit  Nachdruck  zurechtweisen  kann/' 

^yOnrch  die  Aufldaung  dcs  deutschen  Reicba  nnd  seiner 
Verfassong  ist  freilich  jeder  dentache  SouTerain  in  daa  volle 
Oberachntzherrliche  Recht  der,  in  aeinem  Staate  befindlicheny 
katboliacben  Landeskirche  getreten,  allein  die  deutschen  Bnn-  . 
deastaaten  haben  in  Art.  2.  der  Bundesacte  ala  Zweck  ihrer 
Verbindnng  ausgesprochen :  die  Erhaltung  der  aussern  nnd  innern 
Sicherheit  Deutschlands  und  der  IJnabhangigkeit  und  Unveiietabar* 
keit  der  einzelnen  deutsehen  Staaten.  Es  diirfte  daher  den  deutachen 
Staaten  nicht  ganz  gleichgultig  sejny  wenn  es  dem  rbm.ischen  Hofe 
geHngen  sollte,  iiber  die  Kirchen  in  einem  deutschen  Staate  ge< 
gen  die  landesherrlichen  Anordnungen,  womit  er  die  deotschen 
Kirchenrecfate  nnd  Freiheiten  zn  achulsen  gedenkt}  eine,  jene 
Anordoungen  nicht  beachtende,  aondern  eigenmiichtige  Gewalt 
zn  uben,  und  Auaspriiche  in  Volhmg  zn  setzeny  die  nreder  von 
einem  oomfietanten  Gerichi^  noch  nacb  Verhandlojsg  der  Sacha 
■nd  angehorter  Verlbeadigiiog,   aondern  auf  gefaeime  Denonzia- 

IS 


194 

tionm  erUiMB  'siiid.  Wdnfe  ein  (fleolBcker  LandesVeir  noch 
Souverain  eeyni^'  velaher  auf  eint  liothwendig  vorher^ehende 
Untersnobong  der  Sadie  dringend,  diese  im  InnUnde  nicht  or. 
langen  bonnt»>  sondent  nnr  dar  Vollzieher  eines  ihm  unhe* 
kaimten  Urtheikspmohs  itber  einen  angesehenen  Stsatsburger 
iind  Kirdhenyorsteher  in  aeiDem  Lsude  seyn  mntste,  wie  sol- 
ches  im  rdmischiBn  Breve  vom  21«  Msy  ]8t7  angesonnen  wor-« 
den  ist?  -—  Und  endlich,  welcher  Sinn  und  Deutung  liegt  derf 
Worten  dieses  Blreyes  unter,  worin  susgessgt  wird:  ,,l)iesa 
^^Hui^e^  (namlich  aur  Abaetzung  des  Herrn  i^on  PFessenberg) 
^yVerlsngen  Wir  nicht  blos  wegen  der  katholischen  Kircha,  son* 
^jdern  aach  ans  Riicluicht  Deiner  katholischen  Unterthsnen 
y,und  selbst  Deiner  Herrschaft  Nutzen  nnd  Wohl, 
yydenii  welches  Ansehen  kann  dieser  Mann  bei  den  Glaubigen 
y^haben^  den  alle  Guten  verabscheuen,  den  sie  verach* 
^tan^  von  dem  sie  aus  sichern  und  offentlichen  Orkun* 
yyden  wisseuy  das^  Wir  ihn  nicht  beatiti^eny  so  ^ssa 
,y8ich  auf  ihn  keine  Hoffnung,  die  offentliohe  Ruhe  zu  erhaltan» 
,ybauen  lassty  sondern  vielmehr  zu  befurchten  steht,  dass  die 
i^GemiUher  der  Katholiken,  wegen  ihm^  sbgeneigt  nnd  viel«* 
,,mahf  aofgebracht  w»rden  und  eine  Storung  dos  Frie'danB 
^yUnd  der  Ordnungerfolge?'^  ^ 

fjier  ganzen  Welt  iat  dio  edle  Gesinnung  Pius  Vlh  be- 
kannt^-dass  er  weit  enlfernt  sey,  die  Ruhe  der  Staaten  wegen 
kirchlichen  Differenzen  gettort  zu'  sehen.  Hat  ja  dieser  aussarst 
gewissenhafter  Pabst  der  £xcotnmunications*Bulle,  dle  er  nntann 
1(X  iuny  1809.  gegen  den  Kaiser  Kapoleon  erliesr^  ausdr&ck- 
lich  dss  Verbot  beigeiugt,  dio'  Rechte  oder  Vorzage  der  in  die- 
aar  Gensnr  begriffenen  Personen  anzutasten.  Die  angezogene 
Stelle  des  Breve  vom  21-  Mai  spricht  slso,  ihrem  nstiirlichen 
Sinne  nach,  die  Besorgniss  aos:  ein  Theil  der  Katholikeo  io 
der  Constanzer  Diozese ,  namlich-  dieGuteUy  welchedea 
Her r n  ' von  Weeaenherg  verabscheuen,  diirften  wohl 
ao  aufgebradit  werden,  dasa  eine  Storuog  dsr  Ordonng  und  dea 
Friedens  erfolge,  wenn  der  Staat  dom  Pabsta  keine  Hulfe  leiate» 
ibn  von  dem  Amte  eines  Capitnlar-Vicara  auazuschliessen.  Da 
der  biedisre  Sinn  des  deutschen  Volkes  allgemein  bekannty.  nnd 
die  Treue  der  kathdischen  ^    seit .  der  Sakularisation  nnter  dea 


m 

Scepter  niclitkalliolisclier  LanAeaberren  gekouMMWigBv  ■Pntertha- 
iien  in  mebreren  widitigeii^  uod  kriHsfilien  Ztiifiiinktai  dch  ' 
rafamlich  erprobt  hit,  und  in  dieser  Angclegtiilwt  ^ton  einer 
Rdigionskrankung  deraelbeu  nicht.einnial  die  Rede  itt,  bo  kum 
die  M^nmig  Yon  einer  solchen  BesorgDiu  woU:  dnrdh  -  niemail- ' 
deq  andera  in  Ram  erweckt  worden  aejn,  ala  dnrch  detitache, 
nnredliche  Berichtatellen  welcbe  aich  aelbtft  mit  dem  Pradicate: 
gnte  Katholikan)  beehren*^ 

i,DieUmtriebe  dieaer^  wie  sie  aich  zeigen,  Feinde  der  deot. 

'achenTaterlandiachenKirche  nnd  Staaten^  darften  allerdinga  die 

Anfmerkaamkeit  nicht  bloa  eines,  aondem  aller  deutschen  Bun-% 

deastaaten  Terdienen^  um  iiberall   die   geeigneten   Masaregeln  za 

ergreifen  gegen  die  staatswidrige  Absichty  durch  Aufreisung  dea   ' 

_  # 

Volka  den  innarn  Frieden  der  Staaten  aa.storen.  Da  iibrigens 
auch  die  strenge  Gerechtigkeitsliebe  der  Deutschen  allgemein 
bekannt  ist,  mithin  in  Deutschland  Miemand^  der  aeines  Amtes 
nicbt  formlich  durch  richterlichen  Spruch  entsetzfc  iat,  in  der  ^ 
mindesten  Gefabr  schwebt,  gewaUthatig  in  dcssen  Ausiabung 
gehindert  zu  werden,  so  konnte  seitdem  der  Herr  pon  WeMen* 
hergj  wenn  nnd  so  weit  er  es  fnr  gut  fand^  sain  Amt  ruhig 
nusiiben,  und  wird  es  auch  ferner  ohne  Bedenken  auaiiben 
konnen/' 

yySoUte  es  aber  auch  wirklich  an  dem  seyn,  dass  einige 
sogenannte  Guten,  das  ist,  Feinde  des  Herrn  vo»  WiMen- 
bergj  ihn'  desswegdn  nicht  anerkennen  wollteny  weil  er  von 
Rom  aus  ala  Gipitular— Vicar  nicht  genehmigt  ist,  ao  fragt  es 
sich^  wem  dieses  Verhaltniss  «izuschreiben  sey?  lind  ob  ihm 
nicht  damit  am  'sichersten  vorgebengt  worden  ware,  wenn  die, 
gegen  ihn  in  Rom  eingekommenen  ^  Beschwerden  vor  ein  dent- 
sches  Synodalgericht  gebracht,  nntersucht  und  abgeurtheilt 
worden  waren?  wie  es  der.rechtlichQn  Ordnun^  der  deutschen 
Kirche  gemass  ist*  Immerhin  wird  auch  jenes  Hissverhtiltniss 
anf  die  voreilige  Fublication  jenea  Breve  vom  16.  Marz  1817 
und  die  Umtriebe  einiger  verfolgungssiichtiger  deutschen  Geg- 
ner  dea  Herrn  von  JVessenberg  znriickfallen,  Ddcb  die  bessere 
Mehrheit  steht  mit  der  Regierntig  auf  der  Seite  des  fiechts, 
welcbes  gehandhabt  werden  wird.^ 

18* 


-/ 


'         -,»I>'  i  e    9'eIilQaflre8nltat«i 

au8  dem  seither  Abgefaandelten  zasammengeBtellt,  sind  folgende: 
,;1)  Datf '  !>oHiGlipitel  m  Cotistanz  war  berechtigt,  unter  dem 
iaiAit.  der  landesherrliclien  Genehmigung,  einen  Bi8tham8.Ver- 
Wdtei^  aufzustelleii.^ 

,^2)  Da88ell)e  hat  in  Aelr  Per8on  dea  Herm  Domcapitularen 
i^onf '  JV^esseniirg  einen  kolchen  rechtsrdrmlich  aufgestellt; 
tvozu  auch  daa  landesherrliche  Placet  erlheilt  worden  ist.  Daaa 
das  Domcapitel  den  Herm  von  Weseenberg  vorzugKch  walil* 
te,  war  ganz  Daturlich,  da  er  bereita  zum  Coadjutor  emannt 
war.  War  gleichwbhl  die  pabatliche  ConCrtnation  zur  Coadja— 
torle  noch  nich^  erfolgt,  ao  war  doch  auch  der  Informativpro-> 
ceaa  nicht  vorgenommen^  folglich  iiber  deaacn  Wiirdigkeit  noch 
nicht  erkannt  worden.  Ea  (ur  aich  hielt  ihn  fur  wiirdig,  und 
wahlte  ihn  daher  mit  Recht  zum  Adminiatrator/*  • 

^,3)  Zu  der  Aufstellung  einea  BiatHuma-Verwalters  iat  eine 
pabstliche  Bestatigung  nicht  erforderlich.'' 

^,4)  Wenn  aber  der  Pabst  iiber  einen  rechtlich  aufgestell- 
fen  Bifithuma-Verwalter  ao  erhebliche  Beachwerden  hat,  dasa  er 
zu  der  Verwaltung  fiir  unwtirdig  erklart  werden  aoll,  ao  kann 
die  Untersuchung  hieriib^er  nur  in  Deutschland^  und  nur  Ton 
deutschen  Richtern  yorgenommeA  und  in  Form  Aechtena  die 
Entacheidung  ausgeaprochen  werden.'^ 

,,Q)  Die  romisbheii  Breven,  welche^  ohne  vorhergegangene 
Unter»iichung  liach  rechtlicher  Form,  ergangen  aind^  um  den 
Herrn  von  JVeseenherg  von  der  Bisthuma-VerwaUung  aus- 
xuachlieaaen,  veratosaen  gegen  die  allgemeinen  und  ibespndera 
gegen  die  deutachen  Kirchenrechtsgrundaatze  und  gultigen  Ge- 
aetze.    Sie  enthalten 

9»6)  zu  gleicher  Zeit  anmaasende  Vorachritte  gegen  die  Staata- 
gerechtiamey  und  berechtigen  daher 

,,7)  den  Staat,  nicht  nur  daa  Placet  zu  verweigern,  sondern, 
erforderlichfai  Falla,  auch  eine  formliche  Caaaation  dieser  ro- 
miachen  Breven  eintreten  zu  Laaaen.'' 

,^8)  Daa  Groaahemoglieh  Badiache  Uiniaterium  iat  jedoch 
zur  Zeit  noch*  fcei  der  blosatti  Verweigerung  dea  Placet  atehen 
gebliebeo,    w«il  ixt  Herr   voi^  JVe^aenbtrg   aich 


hatte,  in  Rotn  telbst  eine  Auagleichitng  iet  entstac^enen  Difle. 
renxen  sa  Tersachen/^ 

^9}^  Die  bei  dieser  Gelegenbeit  ihm  yorgelegten^  Qetchweiw 
den  sind,  vrie  aus  der  hier  mit  strenger  Bechtlicfakeit  varge-- 
nommenen  Prufong  derselben  erhellet,  nicht  ydn  der  Art,  i^s^ 
eie  zar  AusachlieMung  Tom  Biachofsamte  hinveicben.  Es.haben 
•ich  Tielmehr  die  Verdienste  dea  Herrn  i^o/i  JVesstnh^rg^  in 
nnerschrockener  Behauptung  der  de^tscfaen  Kircfaenrecfate^  iu 
dem  achbnBten  Lichte  gezeigt,  und  anseknllch  erhbht  uod  ver* 
mebrt.     Da 

„10)  in  dieaer  Sacfae,  aelbst  auch  in  der  dritten  Note  dea 
Herrn  Gardii^I^StaatSaecretar,  an  kein  pabstlichea  Urtheil  ge*« 
dacht  werden  kann  und 

fiW)  der  Herr  von  Weaaenberg'  weder  der  AngesinQung 
znr  Niederlegung  aeinea  Amts,  nodi  auch  za  einem  Widerrof 
oder  Missbilligung  seiiies  seitherigen  amtlidien  Benehmena  skh 
willfahrig  zeigen  konnte,  indem  er  seine  Lehre  .(welche  im  Con-^ 
atanzer  Catechismos  und  Gesangbuch  acht  zu  finden  ist)^  seine 
Yierwaltung  un4  sein  Betragen  einem  richterlichen  Ui-theil  ia 
gesetzlicher  Form  willig  unterwirft,  so  folgt,  dass  die  ganza 
Streitsache  sich  jetzt  noch  in  der  namlichen  Lage  befindet^  wie 
aie  Tor  dem  Erscheinen  des  ersten  Breve^s  vom  15.  Marz  1S17| 
welches  eben  so,  vfie  das  zweite,  ohne  alle  rechtliche  Wirkung 
ist,  gestanden  hat,  und  demnach  dem  Herm  i^on  TVessenherg 
die  Rechte  eines  Bislliums^Verwalters  ziisteheny  worin  er  auch 
hia  za  einer  rechtlichen  Entscheidung,  oder  gutlichen  Ausglei-' 
chnng  um  so  mehr  zu  schiitzen  ist,  weil  hiermit  die  Aufrecbt- 
haltung  mehrerer  fiecbte,  und  selbst  die  Existcnz  der  deut- 
achen  Kirche,  in  Hinsicht  auf  die  deutschen  I9ationa1-Kirchen- 
rechte  und  Freiheiteny  innigst  verbuDden  ist.  Deswegen  ist 
denn  auch  die  Handhabung  d^  |Ierm  von  Weasenherg  in  dem 
Bechte  der  BisthumsVerwaltung  ala  eine  Sache  der  devtachea 
Kation  anzusehen.^ 

>il2)  Jeder  deutsche   Katholik,    welcfaer    die  Rechte  aeiner 
▼aterlandischen  Kircl^e  kenut,    und  an   ihrer  Erhaltung  Antheil  ^ 
nimmiy  wird  es  dankbar  auerkennen»    dasa  die  Grosshersoglich 
Badiache  Regierung  die   deutschen  Kirchenrechte»    ao  wie  die 
Rechte  dea  Domcapitels   und  in  dieaen,   jene  der  Geistiichkeit, 


'■  * 


^    l 


IW 

ctenitt  R^asenUmteti  ^'die  Domli^tt^en  «nd,  nicbt  minddr  j«ne 
des  StaaU  vollkommen  gewahrt  hat,  indem  aie  dorch  eigena 
Manut^nenzdeerete'  den  Herm  von  fVessenberg  in  dem  Besitxe 
aeiner  Wiirde  und  Rechte ,  ala  wirUichen  nnd  Irechtmasaigeti 
Capitular-^Tioar  des  Bialhums  Constans^  geachutst  ond.  gehand- 
habt  hat."  * 

,,13)  Da  die  beidcn  oft 'erw&hnten  romischen  Breven  ihrem 
Inhalte  nach  hichtig  sind,  so  hangt  es  lediglich  von  der  Gross- 
herzpgUch  Badischen  Regierung  ab,  ob  sie,  in  IQinsicht  auf  die- 
aelben,  bei  der  blossen  Verweigerung  des  landeiheriiichen  Fla^ 
cet  (Verweigerung  aller  Wirkiing)  s\eheh  hjeiben,  oder,  be- 
wandten 'Umstanden  nach,  sie  fdrmlich  cassiren,  'd.-b.  als  vol-^ 
lig  nichtig  erklaren  will*  Die  Cassation  wiirde.zur  Folge  ha- 
ben ,  dass  iich  nicht  nur  niemand  auf  sie  heztehen ,  aie  anfiih- 
ren,  oder  aich  auf  sie  stuzen.  konne,  sondern  dass  auch  jeder^ 
welch^r  dieselben  verbreiteny  fiir  giJltig  ausgeben,  und.  sie  yer- 
theidigen  wiirde,  um  die  Gemiither  zu  beunmfaigen,  der  Aufieh** 
nung  gegen  die  rechtmassige  geistliche,  vom  Stieiate'  als  solche 
anerkannte ,  Obrigkeit  sich  schuldig  uud  strafbar  machen  wiirde/' 

9,14)  Der  Grpssherzoglich  Badischen  Regierung  durfle  ea 
wohl  uic^t  zu  yerdenken  aeyn,  wenn  sie  aus  den  im.  13«  Ab- 
achnitt  dieses  Gutachtens  entwickelten  G/iinden  aich  veran- 
lasst  fandei  bei  dem  deutschen  Bundestage  iiber  die,  in  Deutsch. 
land  statt  fmdenden^  Umtriebe  eiher  Parthei,  welche  von  dieser 
Streitsache  Veranlassung  nimmt|  Beunruhigungen  der  Qewisaen 
und  der  Gemiither  zu  verbreiten^  eine  beschwerende  Anzeigq  zu 
macheny  und  dcssen  Aufmerksamkeit  auf  dicseu  Gegenstand  zu 
lenken.  Im  Gefiihle  ihrer  Kraft  ond  der  Wurde  der  deutschen 
IJilation  werden  die  Staalen  hinreichende  Mittel  flnden,  die  deut* 
schen  Kirchenreclite  und  Frciheiten  zti  schiitzen  und  ihren  ka- 
tholischcn  Unterthanen  den  innem  Kirchenfrieden  gegen  Far- 
theisucht  zu  bewahren,  so.  wie  ihnen  eine  den  Staats-  und  Cul- 
turverhaltnis^en  angemessene,  und  mit  der  achten  Kirchenver- 
fassung  iibereinsttmmende'  kirchliche  Ei^irichtung  zu  verschaf— 
fen.« 

Wir  ftihren  die  Geschichle  dieaef  Streitsache  bia  zu  Ende^ 
um  sodano  die  Verhandlungen  iifoer  die  katholiacfaeu  Kirchen* 


ifiO 
aagehganhtaflft .  im,  lAUgclbtMiim,  MtniUi^irqiBbiMi  4bisUe(|9Bi^  ,M 

lAm  dffeQtliolia  lleiatiiig  ferdenta  f^  imd-iiir.  ge|>i0Un«Gli 
4tn  Freiberlii  i^on  Wingenb^^  mm  BifcbDffe,  .ti]i4f  ^l»- d«» 
SdikkBal  der  Oben^beiDisQbea  KifcbeopKttrioii  ia  .ifolge,  .dee 
dngegatigenen  Verfragee  endllich  entacbieden  wer,  zam  Me* 
tropolitBn-*£Esbi^cboffe.  Alkin  die .  dipIometiscbeD  yerballniese 
ond  Gefiichtapa«kte  hatten  unter  der  neuen  Bednischen  Regie-. 
ming  bedentend  aich  geanderl  und  Ruckaichten  von  za  xar- 
ter  liatar,  ela  daaa  wir  aie  zu  beruhren  wagten,  trateaeiny  an 
die  man  zuTor  niemala  gedacht-  hatte  *)^  Ee  war  Tergebene, 
daea  in  den  JLannnem  der  BadniachenStandeveraammlong)  AlSa- 
Ber^  wie  Botteck  und  DuU^ager^  ihre  Stimmen  mit  Nacbdruck 
nnd  Beredtsamkeit  gegen  romiscbe  Anmaasaung  ttnd  fiir  dea 
IfaltdDalfhnAch;' ^i^oben }  ee  war  yergebens.,  dasa  die  Mehi-zahl 
der!Geiitlichen*^i  dtirch  alle  Veduhraagea  und  Drohongea  aa« 
enehiittert^  trea  ati'  der  Sadhe  dea  biaherigea  Oberhirteo  hing 
«nd  dieMfAu^aUl  der  Kapitel  IVes^enberg^  gemaaa  verfaaaunga» 
■laaaigem  Rechtey  wahlte;  ea  war  rergebena,  4aaa  aelbat  andere 
Re^iemngen  Schritte  fiir  den  Beaitz  dea  verehrteii  Mannes  tha-* 
lenc  die  romiache  Kuiie  Mieb  ihrem  Hasse  getreu,  und  matt 
opfeiie  andreraeita 'daa  In.dividuum  den  diplomatiechell 
Umat^nden  **),  d.  h.  da  der  Freiherr  erklarte,  daas'  aeinei' 
Verbaltnisae  zu  Ror^  noch  immer  dieaelben  Bejtn^  ein  Aaaite^ 
der  Versohnung  nicht  enBicbtlich  war,  und  die  Stinimang  dea 
Jahres  1822  von  Seite-  dev  weltUchen  Macht  nicht  mehr  einen 
ao  «nergiacben.Karakter  zii  aeinen  Ganaten,  wie  jene  de»  Jah<* 
re»  1818>  trugy  ao  entsagteyer  freiwiilig  der  angebotenen  Wiirde. 


/        •         ■  ■  • 

*)  Dar  Heraasgeber  der  Konkordate  kennt  diese  Ruckslchten  sehr  gut 
imd  iD  ihrein  ganzen  Umfange.  £r  hat  eine  reichliahige  Samttilang  roo 
Brtefen  aadDaten  Lebeader  nnd  GeUorbener  in  Handen»  aad  ware  er 
wirklich  die  bosartige  politische  Natnr ,  zn  welcher  manche  AgAQten  des 
Absolntismns  ibh  stempeln  wollteiiy  so  wiirde  er  gegeiiwartlge'  Geleghiheit 
ofcfat  Toriibergehen  lassen,  nm,  durch  Mitthailantg  Toa  Mamoiren  in  Betreff 
dieser  Angelegenheit,  eine  Reihe  von  hohen  nnd  njedernt  geistlrchen  uud' 
weltbchen  Personen  su  compromittiren*  Doch  —  wtr  haben  fP^eseenberf*^^ 
Nikodemns  gelesen  nnd  schweigeny  wenigstens  fiir  jetzt.  Ob  fiir 
immer?  —  das  hangt  yon  Umstanden  ab«  Der  Wahrheit  gehort  ihr  ge* 
fchichUiirbra  Rec^t. 

**)  vrele  Stimmen  sagen:  personlichen  Laidenschaften* 


V 


m 

.firi<9i%KolBat> tes'  AcfahtAg  IwtMlMri.NaliMiyi.iiiiit  S«m' fiegen»- 
c;(iniMe'i7M0rt  UoMiid  darch.  ihn  gebildeler  Prieiter,  init  dm 
]7fe¥i<l4eclMift  likMMiigMefaMerVelrra^  mid  des 

J^^^lfale»  niil*de9  Thriaeti  gevelUler  ArmeAy  .Waieen  nid  Wia*- 
(jiffin^Tr  detten  CDriea<lenge  iTvter  aod  Wofaltfafttier  wir,  endlicfa. 
aber  auc||  niiitidem.aefamcwaslicfaen  Gefuhle.iifaer/lJndaiLk  niid 
.Ye.rratfa  iroii  Hafinerny  die  er^  erie  SchlmngBD^  an  aeinclm  Bu-i 
f9W  gtonahn^  ..uiid.mkbe,  atatt  fiir  ihn,  uur  fur  sicfa  su  Bom 
^iwbeitet^hatteay  m.dea  Pjrivatatand  uber;  ein  Reicher  lunil 
Heh^  ith  uni  .durch  «ieh  aelbat.  -  Sein  Afosefaied  *),.  welcfaa^ 
^euUcthnd'  nicbt  ohne  tiefe  Riihrung  in  offentlichen  fiiattmk 
geleseni.  war  daa  Raquiem  der  letzten  Hbfiimagen  au  eiher.  teoti' 
achen  Ifatfonalkirche.  Die  erate  Leitihenrede  hatte  der  Kardioal 
Miffeiia  gafaalten.  .  <        / 

Wir  kedren  jedoch  nunmefar  ^w^  d«n  d%ifa>maii.dien  > Ver^ 
handkingen  im  Allgemeinen  znriick.  ^fiereita.  i^t  ubn  denfiei^ 
miihungen  die  Bede  gewesen ,  w«lchen  mehrere  teutiefaM  ^Oi^ 
deaniraten  fiir  Reglang  der-VerhaItili»e.lifarca-  katfadliachaii  Uii« 
terthanen  adien  friifaer  sidi  untenEogeiL  £a  ward  im  Jahra 
1818  sa  Fmnkfart  eine  aigene  Komniission  niedergesetat,  «he^ 
ateheod  aus  Abgeordneten  der  Hofe  vbn  Wiirtemberg,  Badea^ 
Besaen-Darmstadt ,  Knrhesseiiy  Nassau,  Oldehbur^,  Meokelohurg^- 
Schwarafaurg,  Anhalt,  Waldeck,  Lippe,  Schauenhur^-Lippe,  beidea 
Bohensiollem  und  Reusb,  ao  wie  der  Stadte  Frankfurt,  DQHeck 
and  Bremeiu  4       . 

Am  24*  Mans  1818  wurde  die  erite  •SitKung.gehalten  vad 
men  stelUe  in  derselb^n  die  .<}rundaatze  fest,.naoh  wdohen 
In  teutscfaeu  Staaten  ein  Konkordat  abgeschloais^  wel^deit 
diirfte.  Mehrere  der  folgenden  Sitzungen  beschaftigten  sich  mit 
den  Gegenstanden  ^nes  solclien  Konkordajtes.  Der  Freijierr 
von  fPangenhelmy  K.  Wiirtembergiscber  Steatsminister  .und '  Be^i 
voUmiichti^t^r  bei  dieser  Kotnmission ,  ein  M4nn  •  von  tiefenf 
Keaotnisaenund  edler  teulacher  Gesinnong,  hatte  durch  eine 
aehr  pierkwixrdige  Bede  die  Geister  in  Bewegung  geselzt  und 
auf    die    besondere  Wichtigkeit    der    zu   Terhaadeloden  Sache 


*)  „Des  Bisthnin^  Goastana  letater  Oberhirt  an  sein 
Geistliclikeit.'^    18^7. 


^acht  *).  '  findlidv/^  40^! JMr^  8tebekbiiiit€B'<8itimfig^ 
80^  Apvii  iflMttlbM  JbhreBv'  vto^ttted^^Wfti^Bitdi 'jilbfer  'dl«i 
^^Gmddiuge  zu  tlncor^y^rAinlwiing  'Qlb«r^<^a.^l/Wvblatbt^^ 
tbolitchen  Xircbiim  ««itA^beit  BimAefiBteatm^^'  'llll^  di«»^  ^V^ 
lundlttngMi  wiirdmjfi  duirdi  ^den  ArH^ok^-bteiuftiilt»  g^fiiitehu^nittd 

,  .  tbkmiUelborrdahrauf  «gingea  jdi^^Fiiciherreii  ^^A  THrit^i^ 
vnd  &&^«^iib4(iii%r^ !  aU  Geqifodlet  lUr^  Ibr^^ia  )]Co«te>4#l 
vereinigten  teutechen  Hofe  and  Sladte  natb  ilM»ii;<'fiSie^.:i^8tfli| 
den  beiligea  Fater^tbn  'deh  bietorigen»  VerfaendJangen*  un4  Be^ 
ecUussen  in  Kenntnisa.  AUein  dei:  heiUge.' V^t9r.'.''Mdl*^dieee 
]«|«te»Dinge  faoNritlifchr  .mU  d^  Grund^iitlie»^  der  jrdoii^eii 
Kurie  UQvettriigUeb  ^iuad  >  ^eoehmi^t^  ■blosa  eiMi.  neuev  ftegrii^i 
zang  der  Diozesen.  .  £r  Jfestancl  aucb  deranf^  daea  ehe  zu  einer 
neuea  £intbeilung  derselbeninden  wurteqiberguclien,  badnfs.chen. 
faeasischen  und  naaaauischen  S taaten  .geschri Ueh  wurde,  die  Qer^ 
biete  der  iibrigen  Fiirsten  und  Stadte.  fcater  bestimnit  we;rden 
miiaalen.  Der  Umatand^  daaa'die  Territorien  der  uhterhandd^- 
den  Staaten  beqnemen  und  angenebmep  Sprengeln 
einverleibt  wiirden^*  beachiifltigte  die  Sorgfsilt  dea  heihgeti  Vatei^ 
^mm  Torzjiglich.  .     .     .   t  , 

In  der  Hauptaacbe  war  deoinach  so  viel  ala  nichta  auage* 
ricxhlet.  Die  £rdrterungen  der  frankTurter  Kommisaion  er* 
DMerten  aich  im  Friihjahre  1820,  jedoch  nihmen  nicht  .alle  '  iia 
Eingange  gendnnten  Bevolluiachtigten  Theil  daran.  Dievoh  deir 
Kurie  begel^en  Eitnaaaigungen  wurden  gepriift  und  ein  neuer 
^j^visoriabber  Organivationa  -  £ntwurf  fii^r^die'£in« 
ricbtung  der  biachdffliohen  Sitse,  Diozeaen  unA 
Domkapitel,  80<Wie  in  Betreff  der  Verhaltniaeia 
der  Kirche  za  deren  Oberbaupte  iind  den  w«)tH*^ 
cli«ii  B/egierungeh,  uacb  Rom  .  gesendet.  •  Der  KerBidal-^ 
Staataaekretar  «cHiokt^e  ihn  mit  AndeatUDg  abenuafiger 
derun^n  znriick  und  daa  Endergebniaa^war  alaOy  nackdem 
aammtlicben  Hinderniaae  aua  dem  W^ge  geFamnt  worden^   voft 

'.  -  -    ' 

*)  V/;],  Kirdien-  uod  Staa tsfreancl,  Jena  1818.  ui.J^Onymus 
ulier  die  Verlial tnisse  der  tentschen  katholi»cben  Kir* 
ch  e  ,     Wurzborg  1818. 

**)  Die  neaesten  Grundla^en  der  teatacb -katholi- 
tohen  Kirchenverfasaang.    Stattgart,  1821.  '^ 


I 


2M 

Seit^^W&rteatbttrg»^  find  Bfldensy    im.  Ntfmen   und  aM^Jkli&nif 
alle^  nbrigen  Theilnebmer,  dem  Pebite  sor^SMibtion  tbmnmk/U 

*  Kur^  m  eriiiBse  uaterdtm  1€.  Anguflt  JS^idije  befcennte 
BuUc:  ProVidit  eolereqoe  etc»;  die  ^lgentKduelLonkbvdate* 
Urkundey  welcbe  d^n  langen  Wirren  und  IntiFikeik»  ein  Ende  maehte. 
Sie  war  an  den  Biechof  f:  Vow  ivav^^'  XjIS.  voniKeiier^ 
K:  Wurtembergisdien  Oenerftl^ikar  zu  Rotb^burg  am<  Ntfckar, 
^ericbtet,  'und  dersrfb«  erbiek  den  Auftrag  cUv>V<dllBi^Hing  cnm 
fbculttfte  Bubdelegtndi.  •  i"'     <  •'•    • 

•  Die- HatiptbcetifliiBangen  dieaer  Bnlk  firectionisr.ct  Ciicttow 
acripti6nie  wuren  folgeitde:*  .*  . .   ..  u  .    i..    i.. 

£s  B^llen  iil  ^en  Staaien  der  etidteetfldlmi  proteBtantMchen 
Fiireteif  niKibatebende  fUiif  BrslbuHiier.  eMobtet  wwdeii^ 

I,     Das  Erzlbisthum  Freiburig. 

Der  Silz  des  Erzbrschoffs  ist  Freiburg  im  Breisgau) 
Sein  bisclibfflicUer  Sprengel  erstreckt  sich  iiber  d^as  Grossher^ 
zogtfaum  Baden  und  die  beiden  Hohenzollernschen  E^jirslen- 
thiimer. 

Das  Domkapitel  besteht  aus  einem  Domdechaht/  secbs 
Domherren  und  sechs  Yikareii. 

Die  Ausstattung  ist  folgende:  xut  den  Erzbi^choff 
14.710  Gulden;  fiu:  deii  Domdechant  4,0d0  fl*i.  fiir  den  ersiten 
Domherrn  2,300  fl.y  liir  die  iibrigen  fiinf  Domherren  *  jedem 
1^800  fl.  und  den  sechs  Vikaren  jedem  900  &•  jahrlich« 

IL'  Das  Biatbum  Mainz. 

Der  Sitz^dea  Bisch))ffa  ist  in  Maimi  und  aeiue  Diozev 
amfasst  das  Grossherzoglhum  Heasen» 

Das  Domkapitel  aoU  besteben  aua  einem .  Domdecbantp 
fecba  DombeTEen  und  vier  Vikaren. 

Die  Auaatattung  isti.  fiir  denBisoboff  8>000  fl.,  fur  den 
Domdechant,  welcber  zugleich  General-Vikar  ist,  2,500. fl.,  fnr 
feden  iler  aecha  Oomheiren  1^800.  &y  dem  enten  Vikajr  900  fl«» 
md  )edem  der  drei  ilbrigen  Vikare  800  fl. 

iri.     Das^Biathum  Fulda. 
.Der  biachdfflicba  Sitz   ist  Fulda^    nnd  der  Umfiang 
dea  biacbdfilichen  Sprengela  gebt  iiber  das  ganze  Kuriuratenthum 
Heeaen. 


*     • 


D(ft  Domkfrpitel  soll •  bealdben  aiis  >€Miem!  DouxledjMt^ 
Ti^  Domherren  tmd  vier  Yikareo.  •  „«. 

Die  Aosetettling  ist:  dem  Bieclioff  6|000  £1«^  detn  Dom*< 
dechaot  S^SOO  £L,*  jed^m  dear  vier  Kapitularen  1^800  (Ly  uiA 
jedem  Vikar  9OO  fl. 

IV.    Daa  Bisthiim  Rotenbarg*  v 

Der  biechofflitlie  Sitz.  itt  Boienburg  an  der  Tauber^ 

Dnd  der  biscbofBiche  Sprengel  erstreckt  akh.  iiber  daa  Konii^ 

reich  Wiirtemberg.  ..    ,i. 

«Das  Oomkapitel  soU  bestehen  aus  einem  Domdech^nf^ 

aechs  Domherren  und  secha  Vikaren.*  ■  .•  >t 

Die  Ausstattung  besteht:  riir  den  Bischoff  lO^QOOH, 
fur  deii  Domdechant. 2,400  f!*,  fiir  jeden  der  secha  Domhecim 
1^800  fl.;  dem  effsteu  Vikar  900  fl-;  und  jedem  der  .funf  andei^a 
Vikaw  800  fl*  .  ,       , 

V.    Das  Bisthum  X»imburg. 

Der  Sitz  des  Bischoffs  iat  ku  Lioibdrg  an  der  L^n^ 
iind  der  bischdfHiche  Sprengel  erstreckt  aich  iLber  das  Herzog- 
thiun  Nassau  und  das  Cebiet  der  freien  Sudt  Fraukfurt. 

Dae  Domkapitel  hat  einen  Domdechant,  funf  Domhqrre^ 
nnd  zwei  Vikare. 

Die  Ausslattung  ist:  dem  Bikboff  6^000  fl*,  demDpmr 
dechant  2,400  fl. ,  dem  erslen  Domheriui,  izMjleicb  Pfairer.  iq. 
Limburg,  1,800  fl.^  dem  zweiten  1,800  fl.9  detn  dritten,  zugleicli 
Pfarrer  in  Ditkircben,  1,800  fl*,  dem  vierVBO)  zugleich' Pfarrer 
in  Alta-Villay  2,800  fl*,  und  dem  funlteh,  sogleich  Pfarrer  ia 
Frankfurty  seine  bisherige  Pfarrbesoldung^  jedem  der  beiden 
Vikare  800  fl.  '         f 

Durch.den  Vertrag  rom  8.  Februar  1922  |id}me|a  .siiawU 
liche  Ftirsten  und  Stadte  die  p&bstliche  BuUe  ad*  und,  es  wf^rd 
aojgleich  zur  Wahl  der  Biscbbffe  gescbritten,  Die  Landkapitel 
der  katbolfschea  GeistlicLkeit  des  Grossherzogthums  verutkig-* 
ten,  nach  M^esaenhtrgs  Rucktrittey  ihre  Stinimen  anf  den  Dr« 
Ferdinand  IFatikery  Professor  der  Moral  an  der  Hochschule 
zu  Freiburg,  als  £rzbiscfaoff;  einen  Manii,  der  als  offentlicher 
Lehrer  und  ^chriftsteller  durch  ^eisinuige,  pbilosophische,  acht. 
cbristliche  upd  gemassigie  Grundsiitze  jederzeit  sicb  ansgezeich* 
net  batte^    den   ^ten   Jugendfreund  ff^essenbergs  ^    Zogling  .4fi0 


J(Mt^iiiiiscl^«n  Oei»nl«-Seiiimariams  mid  Mitredaktenr  des  be- 
kmfiten  Ivutacliteiis  liir  den  £td  der  Priester  su  Gunsten  der 
iuMnbHe'  ootistatnante.  DiiBte  Wahl'  erfaielt  die  Grenehmtgung 
der '  lUgierang.  Wttrtetnberg^  deesen  Hof  den  Freiberrn  iwi 
KeJlerj  fFieMenbergs  alten  Freand  und  AnhHnger,  in  neneater 
Zeit  ftom  allsiutehr  aich  anniihernd  erfanden  hatte.  entachied 
•idi  far  den  freigeainnten  Dr*  J^reij  Profeaaor  zvt  Tubingen, 
eioen  Msan  von  umfaasenden  Kemtniaaen  und  vielfachen  Ver« 
dienaten.'  Naasau  fiir  den  Dr.  /.  Brand  za  Wieabaden/einen 
Himny  welcherala  Philolog  und  Menach  in  gleich  vortheilhaf* 
lem  Rufe  atand  und  auch  aeitber  darin  aich  erhalten  hat;  Bea-: 
Mn-4)arm8tadt  Vux  deci  Herrn  von  Wredi,  aseitherigen  Gene* 
^l^Vikar.  Knrheaaen  allein  xogerte  •  fortwahrend ,  weil  iiber 
4ie-iAtiS8tBttongs^Urkande  aich  Anatande  erhdben.  £ine  Sendung 
dea  Baron  i^n  PUtteradorfy  bekannt  ala  delegirter  Scfaarfnch^ 
ler  dea  teutsfchen  Beebechtera  von  Stattgart,  raumte  alle 
Sdiwierigkeiten  bei  jenem  tief -•  politiachen  und  anatandevoUen 
Hofe  weg  und  der  Stadtpfarrer  On  Rieger  *)  zu  Kaasel  warA 
ala  Biaehoff  zu  Fulda  beatimtnU  Man  legte  ubrigena  den-^er- 
nannten  Bischdffen  su  gleidier  Zeit  die  eritworfene  Kirchen- 
Pragmatiky  oder  Proyinzial-Kirchen*-Verfaaauhg 
▼or^  zn  deren  genauen  Belfdlgtinft  ^i^  >>cfa  verbindlich  machen  muaa- 
ten.'  Dttnkeln  Berichten  zu  Folge,  war  die  Wahl  dea  wiirdigen 
Wankere  dem  r&miadien  Hofe  nichta  weniger  ela  angenehm« 
Dieaer  Theolog  achien  •  vicl  zu  freiaimiigy  zuteutacfa  und  zii 
altcfariatlicfa  geainnt,  ja  viel  zu  sefar  Morali^t  im .  eigentlicfaen 
Sinne  dea  Wortea*,  cala  daaa  er  zur  bedeataamen  Wiirde  einea 
Erzbiscfaoffi^a  aicfa  geschickt  hatte»  Mannigfacfae  Anstande  er- 
faei«n  'sifih^  deiiinachy  welcfae  '  die  BegierUag  bestens  zu  beaeiti* 
gen  aucfate:  Zum  GHick  befanden  alcfa  bei  derselben^  im  ka- 
tholischeu  Kirehen*Departementy  Manner  von  aufgekliirtien  Ge^ 
sinaungeii^  welefaen  Ultra*Bomaniamua  durcfaaus  nicht  zur  Laal 


*)  Mit  dein  Aacsbnrger  Blschofie  Jlieg  nicht  sn  Terwachfleln ,  welchaa 
ein  neaerer  baierisclier  Dichter  io  dem  bckalfintea  romantischen  Liede : 

„lgnas  Albertns  ao  heisst  der  Gesandte, 

ignSs  Albectns  der  wohtbekannte, 

Frent  euch|  ihr  Lammleini  nnd  springet  nm  ihn !  Ju  s.  w«'^ 
T«riierrlidit  hat.. 


9IS^ 


gfllegt  wfircbn  koantft,  und  .welofae  sclbet  .an  WgBinAfli^ 
Schicksalt  peTaottlioby  eineii  anfiriolitigen  Antheil  geneMnen^ 
hatten^  ja  ehien  aufrjcbligeren,  ais  niancbe  Pro1ieetante»y  iweiahA 
die  Sadie  der  katholiechen  Kirche  Ucms*  ala' eineD':diplottiali«4> 
adien  Handelaartikel  betrachteten,  den  man,  jenabh  den  £rroi^A 
demiaten  des  pQlilischen  Staatsiotereases  ^  erledigen  ikomiei>  :d* 
mit  den  Katholiken  ia  der  Hanptaache  doch  ntclfta  vernunftii» 
gea  angefan^en  werden  konne»  Der  Tod  WankerM^  .▼on  aoinen. 
sahhreichen  Schiilern  ond  Verehrem,  ron  der  Stadt  Freibnrg^  ja, 
▼on  dem  ganzen  Lande  tief  gefohlt,  beireile  die  Begieniag.  wd 
die  Kniio  tou  nnangenehmen  j^erlegenheilen*  Jedennana  ev^ 
wartete  nun,  daBs  die  neue  Wahl  anf  den  anerkannt  erbten' 
katholiachen  Theologen  Teutachlandty  den  geestliehto 
Ratb  und  ProfeiBsor^  Dr.  l^onhard  Hug^  fallen  werde,  eined. 
lAann  Ton  iounenier  Gelebrsarokeit,  gescbraeidigem  Weaen,  holL» 
schen  Manieren,  aufgeklarten  Geainnnngeny  anti-^jeeuitiscber^ 
aber^  auch  anti  -  konatitutionneller  Tendena,  von  £raamischeni 
Witz  und  Geisty  von  europaiscber  Beruhmdieity  tief  yertraut 
init  allen  Partheicsn^>und  I^iiangen  wie  mit  den  Bediirfniaten  und 
Leidenachaften  detselheny  ,eine  litterariacha  Zierde  der  Stadti 
dea  Landesy  der  Mation  und  der  Ktrcbe.  Aber  ein  aokher 
Mann  schien  ebenfalla  allzu  gefahrlich  ftir  jene  Stelle;  die  bia» 
reaukratische  Mittelmassigkeit  vertrug  aich  mit  eioen  'aosgesdob* 
neten  Talente  nioht)  man  rieth  derum  lange  hin  nnd  her  iiber 
daa  Subjekt»  dem  die  hohe  Sendung  anzuvertrauen  aey.  •  Gegen' 
die  meiateu  flneuen  Bewerber  erbob  entweder  daa  Land,  jpder. 
der  Hofy  oder  die  Kurie  Eiiiwendungen.  .   r 

Die  lacherlicbsten  Iliusionen  batte  ein  Theolog  dea  Scbwarz-T 
waldea  sicli  gemacfat,  welcher  seit  einer  Reihe  Von  Jahraa 
dnrcb  unbedingten  Sklayen.Dienst  fnr  die  Sach^  der  Kurie  al— 
lerdinga  Ton  derselben  eine  stattliche  Belohnung  erwarten  kcnm- 
te  \  welcher  als  fanatisclier  Verfolger  VikU  KeUera  und  Weten^ 
hergs^  als  Libellist  gegen  die  Stunden  der  Andachty  (von 
ihm  ein  Werk  des  Satans  betitelt),  die  allgemeine  Verach- 
tnng  der  Bessern  sich  zngezogen  unc^  sein  scfaatzbares  wissen-* 
schsitliches  Talent  und  seine  Verdienste  ala  katholischer  Hof- 
prediger  K.  Friedriche  7.  voii  Wiirtemberg  zu  Stutfgart^  durch 
Anmaasaungy  Renegatismus  und  Denuncirsucbt   eriiiedr^t    «nd 


y 


i^aidtii&Qlt  lialto.  Ifiiaaer  Mann,  witlcliti:'  ge^n  ixa  Veifiiaber 
Mlbal  eiBnial^  in  der  Bitterkeit  des  Gefufcla  uber  feUgescUageae 
&lB&nngeii^  voU  Spoit  und  Hobn  gegea  gewiaae  Peraonen  und 
dte  iiadahkbare'  Kusie  aich  heranslaeaa.  und  die  Wohlfeilheit 
de»  Freieea  fiir  deh  ErWerb  ^^goldener  Sporen^'  (er  aelbat  hatte 
die  seinigen  unter  dem  Grossherzoge  Karl  niemals  tragen  diir* 
fJBn)  und' ^iapoatoiiecher  Proto-Notariate*^-  beaobi-icb  ^)^  wendete 
allea  mdgUcbe  an,  um  eu^einem  Ziele  xu  kommen;  aber  Ton 
oben  und  von  unten  war  die  Stimmnng  zu  sehr  wider  ibn, 
ala  daaa  Rom  ea  gewagt  hiittey  die  Anspriiche  einea  sokfaaa 
Bewerbera  vx  unteratiitzen ,  ufid  er  hatte  dasselbe  Schickaal^ 
welchea  etwa  10  Jahre  zuvor  den  Fiirsten  von  Hohen^ 
lohe,  den  wunderthatigen  orthopadiachen  Magas,  betroffeii  ha« 
ben  eoU.  £in  Spaaavogel  hatte  •—  wenn  die  una  mitgetheiltea 
Nachrichten  «ndera  acht^  sind  — •  diesem  Korypbiien  dea  Ob* 
akurantiamus  geachrieben:  man  gehe  Badniacher  Seite  ernatl£ch 
damit  um;  zum  Bischoffe  von  Konstanz  ihn  zu  postnliren.  Der 
Heilige,  durch  die  Zaversicht^  welche  allen  mittelmiisaigen 
Kopfen  ao  sehr  eigen  ist,  in  dlescm  Wahrte'4eichtlich  beslerkt^ 
lieaa  aich  allaegleich  Liaten  von  allen  Geieili«dailn  dea  Spreagele 
TerfaaaeD,  wdrin.  iiber  ihre  Gesinnaogen  und*i  Grundaatze  und' 
i&er*ihrThun  und  Treiben  berichtet  tmd  eine^Art  KIaaaifika«- 
tion  ihrer  Schadlichkeit  oder  Brauchbarkeit  vorgenommen  war« 
£r  dachle  schon  auf  Beforderongen  und  Absetzungen,  mittelat 
afiner  yerbihddngen  mit  Bom ;  und  vielleicht  war  dem  ehrba- 
ma  ^Martm  Jldichely  seinem  bekaniiten  Kollegen  and  Baderag^ 
eellen  im.  Mirakelmachen^  bereita  die  Stelle'  einea  Generalvikira 


*)  Et  erfalire  denn  di«  katboliiche  nad  protestantische  Welt,  dasa 
Taxe  fiir  eia  Diplom  letzterer  Eigeoschaft  selten  mehr  als  6  Loaisd*or 
betragti  and  ein  solches  Diplom  einst  yon  einem  ganz  ge\v6'hnlichen  Men- 
•chcn»  welcher  katholischer  Pfarrer  hiess,  auS  Gelz,  sariickgesandt  warde, 
4a.man  ohne  seine  vorherige  EinwilHgang  daza  ihn  creirt  hatte.  Bei  die* 
sem  Anlasse  theilen  wir  ancli  mit,  da.H8  die  theologische  Faiultat  der  nach 
Jliinchen  tmnsportirten  Hocfaschale  idindflhat  einem  )angen  Menschen  aos 
dem  Frickthale,  welcber  in  ein  paar  Jahren  Gymnasiqm ,  Lyzaum  and  Uni- 
versitaten  znsammen  absolvirte  'ond  ein  iiber  alle  Maassen  elende^  Examen 
bettand^  der  gan&en  Geistiichkeit  and  allen  wissenschafUicb  gebildeteo 
Mannern  sum  Skandal»  als  Doctor  Theologiae  promovirtet  bloss  weil  er 
das  Gliick  hatte^  Koatgftoger  eines  der Mitgiieder  jener  Fakaltat  ge* 
weaan  aa  aeyn. 


■  

sibgdlftclib  Km  MeH«  aioh  nmialifir  dia  Be«ifianiing>^r#if|M0t- 
lichen  DurQhlancbi  vor,  a^  .yon  KBiltrnlie  iliitt  geichrieben 
ward:  nien  wiaae-nidiCi  irio  er  enf  .aeldie  Gedandc^  geikoiti- 
*iiieny  mid  luemale  aey  der  fiegi«ning  Sn  Koniglichen*  flobeit 
•iicfa  nnr  im  Traiuneetiie  Poeiulatipn  deo  Prinzen  ¥on  Hobeii<- 
iohe  eingerallen* 

Die  Wahl  ^der  Begiemng  fiel  endlich  auf  den  eralen  SUdt- 
pferrer  z\l  Freiburg,  Dr.  JBemard  Moil,  eheinala  Konventnal  der 
•B^rnardiner-'Ahtei  zu  Sakin,  imd  nachher  Profeaaor  an  der 
Uniyersilat  Freihurg  wahrend  mehrerer  Jahre;  ejnen  tfaim  ?ien 
redUcho'  Geaioining  liad  wiaaenschaftlichen  Keii|itniaaen ,  weU 
cher  zwar  den  Erwartungen  Vieler  Yon  AnafulJung  etner  SteUe, 
die  ^We^senberg  nnd  JVanhgr  zu  Kandidaten  gehabti  mcht  ganz 
geoiigle,  aber  dnrch  aeinen  aanfteny  beacheideneit  und  gemiiaaig- 
ten  Karakier,  wie  dqrch  den  Umstand,  daaa  er  die  bekamite 
Erklamng  der  Geiatlichen  dea  Biathonui  Konatanz  zm  Gimaten 
fy€S9€ttberg9\  an  der  Spitze  deraelben,  mit  unterzeicbnet  hatte^ 
Burgachaft  fiir  aeine  kihiftige  fiichlung  zu  geben  achien.  Ala 
m^eihbtachoff  und  Domprobat  ward  der  Pfarrer  von  Kappel- 
Bodecky  Dr*  VUiia  Burg  ihm  beigegeben;  in  der  /Vmenberg^'' 
9c/im  Sache  ein  Terhangniaavoller  Name;  der  Aeneaa  Sylviua 
drr  Badniachen  Geiatlichkeit,  ai  magnia  parra  componere  licet. 
Die  anaaerordentliche  fieiae  nach  RoiPf  welche  er  dnige  Zdt 
iriiher  zu  Loaung  der  Verwickelungen  aeinea  Freundea  unter* 
xiommen,  hatte  fiir  ihn^  aelbat  ao  glnckliche  Folgen  gehaht, 
daaa  er,  auaaer  der  Wio^de  einea  Domprobstea,  ominoa  genugy 
diejenige  einea  BiachoiTa  in  partibua  infidelinm,  zu  Rho- 
diopolia  und  nachmala  die  einea  Biachofia  von  Mainz  er- 
Jiielt.  Die  mdaten  iibrigen  Mitglieder  dea  erzbiachofnichen  Ka« 
pitela  waren  Manner  Ton  moralischem  Werthe  und  hohen  Yer- 
diensten;  entschiedene  Anhanger  dea  Guten^  urid  aite  Freunde 
JVes^enbergs,  Die  Namen  von  Flcarij  Flad^  Martin  haben  d- 
pen  gut/en  Klang  bei  der  Nation.  Auch  den  berijhmt-n  Jlug 
^rblickte  man  mit  Vergniigen.  in  ihrer  Mitte.  Fa  hatfc  deraelbe, 
um  der  guteh  Sache  zu  dienen,  Sdbatverlaugnnng  und  Muth 
geung  gehabty  die  fioUe  einea  thatigen  Miniatera  da  zn 
iibernehmeny  wq  die  Heinung  ihn  als  Prineipem  vor  allen 
hezdchnet  hatie.    Bd  dem  Nationalachm^ze  iiber  ffss^Mberg^ 


I 

\ 


20S  '     - 

l%»dl>ifi|f«lig'^g^MKtf  ^  atfoii' dk)  itimialliislien  Yercliiwn  d^ 
wt)t(l«g4iiMiAlkMi  ii  h^oM&tcai  m«te,  ^n  'VidjSKrigcd  Vreanl 
uWi'^9^g^hki^'9tnMbki,'^\B<ye^efa\^  aod  itn  al^ 

i€A^^€  tmM^f/it'  )tti  ^  wbm:  Mit  Baimesti  jea^cli  Tenninte 
nan  in  der  Beihe  der  Kapitelsglieder  eincn  Namen,  an  wel6lien 
.  siirlfdk  '  Eritineitmg  ^uflgezeictin^er  Verdiensle'  Josiipfle,  deti 
g^MUhdtk'  Rith  Md  £wekeri  Stadtpfarirer  Dh  jEtiechele,  ala 
Leikrery*  Pjrefdi^er'  tind  Seelsorger,  Uirektor  der  Alumneny  ala 
'ScbiiflBteller  tittd  Menach  gleich  achf urtgswerth ,  und  bei  man- 
"cher  bisarren  Peraonlicbkeit  Jieben^wiirdig.  Es  heissl,  daas  daa 
Geftihl  mannigfach  erlittener  Krankung  zi^  dem  friiben  Tode 
dtesea  Mannes  nicht  vrenig  beigetragen.  Oie  Xeidenschaft  dea 
Baaae^  g^^n  ihn  ging  ao  weit^'  dasa  man  aeinen  Leicbengang 
ala  Zeitmoment  auawahTte^  wo  die  herzerhebende  teutsche  Li— 
turgie ,  WessenhergB  Werk  und  Bieclules  Lieblingsgedanke,  , 
dnrch  die  a1tromi8ch*Ia,teini8che  wieder  verdriin^t  wurde. 

Der  Gescbichtscbrciber  der  teutschen  Konkoriiate  i8t  allen 
jenen  Edlen  dankbare  Erwabnung  schuldig,  welche  unter  raan- 
nigfachen  Zeit.  und  Meinungswechseln  die  Sacbe  der  Anllcla* 
ruug  und  Geistesfreibeit  mit  Muth  und  Bebarrlicbkelt  verfoch- 
ten,  und  in  beschrankten  AmtaverhaltniBsen  einen  reicben  Saa-  ^ 
men  des  Bessern  fur  eine  wiirdigere  Zukunft  ausgeslreut  haben. 

Wurteinberg ,  nacbdera  der  roniiscbe  fiof  seine  Abneigung 
gegen  Drei  *)  nicbt  iiberwinden  gekonnt^  kam  endlich  doch 
auf  den  Freiberrn  von  Keller  zuriicky  einen  Pralaten  von  vieler 
Gelelirsamkeit  und  liebenswiirdigen  Eigeuschaften , '  auch  keinea- 
wegs  Finsterling',  welcber  jedoch  in  der  letzten  Zeit  das  Zu- 
trauen  der  ofientlicben  Meiuung  iu  minderm  Grade  als  friiher  ' 
besassi  vielleicbt  bloss  dessbalb,  weil  er  mit  allzu  geringer 
Energie,  um  seine  Sachen  nicht  ganz  zu  yerderben,  iu  den 
Verbiindlungen  der'  Kammern,  wie  in  diplomatischem  Briefwech- 
ael  und  iu  seinen  Amtsverrithtungen  aufgetreten  war.  Die  of- 
feniliche  Meinung  ist  jedoch  gegen  alle  sonstigen  Yerdienste 
von  Mannern  nicht  ungerecht^   welche  so  gliicldich  waren^  die 


*)  Die  gleich  grundltcb  aU  gemassigt  redlgirte  Tubioger  katbolisdie 
Quartalschrift  batte  dazu  nicht  wenig  beigetragen.  Eom  liebt  iiberali  nor 
Fanatiker  and  yerdankler* 


sm 


Brrat  .heiiiunifilirtta  «nd  vird  uber  lininiiitm  ri^^fim^r.i^Mif 
vmohMn,  weno  Aie  aur  Ton  jetxt  aa  die  §#c)i^<^r#%;y^lhep^. 
fur  Bolier  halteo,  al#  daa . HuldlKcheln  4in:  jromiscJipn  Jlijv^bft:, 
Qnd  ale  dafl  lutereeae  eiher  von  dem  Jahrbonderto  vArwofCcpefLi 
PartheL  .  ., .     .       ,„ 

Die  bi^herige  Wirksanikeit  dea^Erzbiechoffa  B^mard^  mid . 
•eioee  Kapitela  ^xregi  frendige  UofinpDgeii,   AfA%i^  Q^U.dlir^ 
Ve^nstenuig  nnd  dev  JZwietracbt^  dee  Jeeu^tienma  'ond  dev  1»«/ 
toleranz  nieinals  in  die  oberrheiniache  Kirchenpro^ifii99^  wik  «ein«  ^ 
ficUeichen  werde«     Viele  Einricbtungen '  der   Wwmberg^acherh 
Feiiode  aind  beibeliaUen,    oder  durch  ahpliche  efsetzt  YfO|rden»  ; 
Per  ErzbiechofF  Bq^nard  hat  aich    durch   mebrete  Zqge    und 
Tbataachen  Anapruch  auf  bleibende  Achtung  aller  aeiner  Glau-  • 
bensgenosaen  eryrorben  ^   und  man  wird  aich  ateta  mj^t  fiuhrqng 
erzaUen,   wie   er  den   evangelisrhen  MilburgeiTi^   beim  Verfall 
ihres  GoiteabauajBa,    die  ehemalige    Jeauiter-Kirche    einraumte^ 
dieselbe  Kirche^    von  der  aus   einst  durch  die  Jiing^r  Lo^olaa 
Hass  nnd  yerfolgung  wider  die  Bekenner   andern  Glaubena  ei> 
schollen;  ferner,  wie  er  den  altehrwiirdi^en  Tempel  von  The^- 
nenbach  ihnen  zudachte  und  an  der  Spilze   seine^  Kapilulai^en 
der  feierlichen  Eroffnung   der  neuen   evangeliaphen  Kirch^  bei- 
wohnle.  ^Solche   Dinge   verstehen   sich,    den    Grundsal^en    dea 
Christenthams   gemasa,   zwar   von  selbst)    aber,  verglicheA  ^it 
demBetrasen  anderer  Seelenhirten  und  mit  so  vielen  Urkunden 
von  Unduldaamkeit  in  andern  Staaten,  erregen  sie  bei  dcm  be&sern 
Menschen   bewunderungsvolle  Theilnahme    upd  die  Zuversicht, 
dass  in  dem  kalholischen  Siiden  Keime  acht-christlicher  Kultur 
noch  genug   vorhanden   sind  imd,  gepilegt  von  Mannern^  wie 
-dUxQinder  Miiller^    Theiner.  Caroy^,  > ^mahnj  Zetl  u,  A.,   selb&t 

•  •  •  ■ 

durch  scblechle  Konkordate,  nicht  g^nz  erstickt  werden  konuen. 


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14 


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Vrkunden  iiber    die  Aufridhtung    des^  Erzbisthums 
iUgen£burg  und  seines  Kapitels. 

1805  und  1806.  *)  ... 

^       1. 
D^cl^miion  de  &  jI.'  Manseignmr  I^MSecteur  jirchichan" 

Cittier  de*  /  Snipire  Omnmnique  ^    d  Sa  McqesU  PEmperHOr 

des  FrOn^ais» 

Comble  des  boDt'^ei  de  Yotre  Majeste  Imp^rialey  et  sur  le 
jpoint  ie  retoUrner  en  vAUemagne  je  prens  la  libert^  de  lui  ex- 
poser  dans  une  confiance  respectueuse  ce  qui  va  m^occuper 
relativemenf  aux  affairea  Eccl^iastiques  d^AIIemagne. 

II  a'agit  d^obtenir  par  le  concordat  une  dotatiou  solide  et 
(^nv^Dable  pour  les  Eveques  et  leor  clerg^  dana  lea  pals  £c- 
cl^iastiques  donn^es  en  dtiommagement;  Votre  Majeat^  a  de- 
clar^'  qtt'elle  ne  te  meloit  pas  dea  afiairea  intemts  de  TAlIe- 
magne ;  toutaa  fois  Pexpreasian  bienTeillante  des  seniimens  justea 
et  magnanimes  qui  caracterisent  Votre  Majeai^,  fera  surement  a 
eet  ^gard  une  bonnia  impreiBsion  sur  resprit  det  Princes  d'AIle- 
magne  qui  lui  sout  devou^  par  la  reconnaissance  et  la  ptol 
fondo  v^ndratioD. 

2)  La  foriaation  du  ch*pifre  Metroptflitain  doit  ae  faire  se- 
lon  le  sist^e  de  rEglise,  et  Pusage  ^tabHe  et  selon  la  justice 
et  Pequit^  par  la  r^union^des  denx  chapitres^  II  8'agit  pour 
inoi  d'y  mettre  au8sit6t  la  main  en  observant  toute  foi  les  for- 
nes  I^ales  et*pr^criles  par  lei  Canous  poor.que  p^onne  ne 
aoit  fonde  de  porter  plainte  ni  j^i^clamation  fond^s. 

Transferer  l'ancien  cbapitre  Metropolit^in  a  fiatisbonne, 
donner  a  celui  de  fiatisbonne  les  ih^mes  droits  qu'avoit  Tan-r 
aen  chapilre  Metropolitain  ^    tei  sera  ince^sameut  mon  ouvrage. 

3)  Dans  une  '^tat  ^lective  il  est.utiie  que  le  succesaeur 
aoit  design^  d'avance  dana  un  tema  caime.  L'ArchichanceUier 
de  rEmpire  doit  ^oindre  aux  autres  qualit^s  necessaires  a  sa 
place  Tavantage  de  posseder  la  confiance  des  grandea  puiasances 


"f)  Zam  enteninale  Bttgetheilt  renFaur:  Aaban  der  aeasten 
Kircbeogeacbichte* 


qiii  pcQTent  inflaer  nir  le  iiMDiiitieii  et  k  Mliit  de  la  Conali* 
tatioxi  :jeroi»itique.  t      .  ^  .   v 

Dee  qa'il  me  scqra  posfible.d^obtenir  avec  c^titude  on  tel 
Coadjatear,.  et.qot  poasede  d^d^oient  la  oonfiance  de  Votre 
Majc^t^,.  cettf»  aiFaire,  aei^a  faite,  et  ne  ae  fera,  que ,  daaa  an 
tel  cas.  ^ 

Tel  eat ,  Sire ,  I*  exprea aion  fidele  dea  Hermea  ^  zes^oliona 
^pia  mon  intimo^oonwtron  et  r«mo«r  dea^  defiolra  m*a-  dSmiL   ^ 


"V 


2 

Vonohlag  zUTx  Mrrioktung  Ses  MetropoUtan^KapiUh  iu  Re* 
gembwg^  nngeteicht  an  Pabet  Piue  Vlh 

l^-  Capitaliim  antiqaae  metropoleos  Mognntinae  et  capi- 
tnlam  antiquae  cathedrae  Ratisb.  ad  componendam  novam  ca- 
pitalnm  metropol.  Ratisbon.-  concurrant. 

\  2^  Sede  metropolitan.  in  ciTitale  Batiabon.  collocata 
templam  antiquae  cathedraL  ecclesiae  RatiBbon.  hunc'  templum 
metropolitaaum  est 

81!^  Ahtiqaae  metropol.  Hogant.  canonicis '  nnllas  Rati^ 
lonae  corias  obtinentibas  atque  ad  exiguas'  ex  pristiha^^^saae 
doiationis  restduis  praebehdlas  relSttctisliberum  erit  \h  Adt^  tfrb^ 
reaidere  aar  dfspentetione  sibi  ab  Ai^cliiepiscopo  cohdedenda  pro 
drcumstantiaram  suaeqiie  positionis  exigentia  uti.  '  ^ 

4te^    Qaando  metropoHtani  ejnsqae  coadjuloris  electio  pei<- 
agenda  erit ,    omnea  candnici  llatiabonae'  convenienf^. .    Praeco- 
denfiam  inter  «oa  determihabit  iempus^   quo  qoisqa6  in  suo  an- 
^tiqoo  capitalo  receptua  aot  ad^dtgnitatem  promotua  est. 

6!^  Qaisqae  lisdem,  quibas  nudcfruitar^  feditibua  froi 
perget.  - 

6!S:  CanOnici  ddmicellarea  in  altertitraqtie  ahtiqoa  ecclesta 
actn  iam  iiiYestili  ad  capitolom  inetropolttanom  saccessive  ad« 
mittantary.  prout  coiqoe  per  mortem  antiqaae  aoae  ecClesiae 
capitalaria  looua  TataTerit.  "Novi  <domleeUarea  non  UBplioa  re- 
dpientor. 

7S: .  DoCatio  capitoK  ttietropolitiaii  conaiatit  in  reditibos 
bonoran  «iitiftti  «apitoU  MoganliQii    qttee  £lectoris  Arcliicaii- 

14*  ' 


•  "    •     •  t  .        "...         1 . 


Slf 


odlarit  diftp^itioiii  MStiao  r^KcU  ffiminty  Aiqm  ^  reditilm 
,b!0|i(9*aiil^  jquij^  antiijiuim  RatisboneiMe  capitiilaiii  poesidttbat* 
.;  Sl^eWr^  Arcbi^ancelhiitts  sibi  iuiaqae  tttccessanbaa  con^ 
•«ivat  iasj^"bii6C  tooviiia.bQiia  adininistrandi,  eeranique  redituont 
partem  v.deejniam  piU  ftuidationibiu  benefidisqtte,  eccleeiae  im» 
neii40pdi. 

..,a)  lo  fiitQrum  nen  aoipliaa  quaniyiginti.  qaaUnirifianonici 
exiatent.  duod^oim  dinaatae  et  duodecim  doctores. 

b)i  ^  electioqe  metropolitani  omnea  quidem  dabunt  vottunj 
eligi  vero  non  poteruot,  nisi  diltattae. 

...  jp).  Quqdeciljv^  dioaatae  sic  dietaa  probationea  in  antiqao 
cafitulo  MogimtioO.  u^itAtas  ftcient  In  claaae  coniitum  reguan. 
ti^Pfi  f ut  ^p^ri^  nobilium  ad  bucdum  imniediatorqm  nati  sint 
oporteti  n^qu^'  igitur  principeS'  erunt  nec  subditi  ^tc, 

dj  Duodecim.  doctoj:es  constituent  consistorium  metropo- 
lit^inum,  '       .    .  •     . 

f),Ad  canbnicaius  intra  sex  men^es  capitulis  hactenQs  as- 
aignatos  vacantes  Metropolita  jure  novae  dotalionis  i^pminabit^ 
^wad.  sex;  .alios  menses  vi  antiqui  coucordati  ad.S^  Sedem 
p^rtii)^,0^^,,omnino^  conHdit^  fyre  ut  Sua  San^ctitas  ^onsuetum 
jiai^tpPf  j^ro'-.9ontinua  ^bserv.^pl^a  in.de  ab  isto  concordato  vL- 
IJ^tfiSibi  ^c  suia  succeaBoribuf  gratiose  imperliri  pergat,     , 

^  '/)  Arcbiej>is^copus  facultatei^  s^)i  jeservat  in  prima  capi- 
t|ili.  sui  formatiope  Viros,  aliauos  pro  ecclesia  bene  meritos  aut 
sorte  tetra  .saecularisation^m.  omni  auctorilate  privato^  absque 
detrimenjto  ^pdit&um  ceterorum  canonicorum  ^doptandi  etc 

.   Electip  coadjutoris  proxima,  videtur, 
Ob  difGcultates  innumeras  vero  compromissum    in  perso* 
nam  Metropolitani,  cum  Sancti^as  Sua  viic  .se  bujusmodi  negotio 
subducere  vellet,  exoptaud^  etc,  ... 

'    .        .        ,n:i  '  -  I  S*  - 

FabeHUikt^.  jBuiie.  w  AufirUikbung    dc9    B^ftntbwgmr  Mrftbu^ 

Koa  ifoimme  Baptkta   TMoK  Saiioli  *Hontipbitiy   S.  R.  £• 
PMsbyter  flai^flaMs  €^/vv>a>^Atdiiepfacop«*  MediokmaDaia.  k 
Umversia  fidem  facimus  atqae  testamuTi  Ssmom  Dniim  No« 


118 

•traia  JPiwn  Divkm  Pxcnddatttia  Papam  KIl  iti'  CooaiilQria  ae* 
creto  babito  Lntetiae  PaTisiortini  iii  ArcliMpiaedpali'  PiJttlto  idte 
priaM  Ftobruarii  1^5^  Ckihedraieni  EcScltaiam  BatiabonaMBim  in 
Helropolitanani  areKiaae»  deqne  illa  plt>yi4tee  Ai^!!S  etiiVS 
1>— *  Carolunt  Hhwdorum  d§  Daibtrg^  A|td]ia{«ia€ia(pi]ni^'J!pt4 
acopnm  Constantienoeni  S.  R»  L  Principem  Eleotorem  efe^AnsM» 
cancellariamy  pronft  funaa  eoaatat  ,ex  Schednla  Gontiatoriali> 
tenorfa  aeqttentta  Tidelicet:  •  ^   . 

Cnm  per.Apoatoliciis  Noitraa  snb  Plambo  Litldraa  ^b  Oai 
tum  Bomae  III'  CalendaaDecembris  MDCCCI,  quaratir  initiam 
,^Qni  Christi  Domini^'  ob  gravissimas  causas  in  iisdem  exi 
presasia  uoTam  fieri  jasaerimas  Dioecesiom  Circumacriptionem^ 
non  in  Teteri  Gailiamm  Tetritorio  tantum,  aed  in'ea  eliam  fte^ 
gionnm  paxte,  quae  Francorom  accesserat  Domitaatiotii^  faetit^ 
inde  est,  ut  Moguntma  Ecdesia,  quae  ontea  bonorem  Metropo* 
lia  et  jura  babebat,  ^Catbedralis  OTaaerit  SuQraganea  Arcbiepi^ 
acopi  Mecltniensis,  ex  antiqua  Dioecesi  sua  eam  tantnm  'retinena 
pailem,  quae  ad  sinislram  Bheni  ripam  jacens,  Gallomm  'Impe»> 
riia  in  Temporalibus  paret.  Hujusmodi  Ecclesia  in  noTnm  11« 
cet  statnm  erecta,  auoque  Epiacopo  ac  Pa«tore  donata,  nifail  ta^ 
men  detra,ctnm  e^t  )uri  Venerabilis  Fratris  QtrcJi  Tkeodori  dk 
Daibergf  nnprir  Arcfaieptseopi  Mogantiniy  nec  non  ahtiqni  sop-i> 
praasae  iHiaa  Eoclesiae  CapituK,  quoad  eam  Dioec^sis  pattem^ 
qnae  ad  dexteram  fiheni  ripam  manet,  siquidem  in  praecitatis 
Litteris  noatris  conalituimus,  nt  ^iwa  remanerent  Jura ,  pHvile^ 
gia,  ac  jurisdictiones  Archiepiscoporum,  Capitulorum,  et  Ordl. 
narioram  in  ea  parte  Territoriornroy  quae  Dominalioui  GalUca- 
nao  non  subjacent*  Haeo  ipsa  Tero  DtoecesiEi  Moguntinae  pars, 
ctai  per  hojusmodi  ordinationem  nostram  suo  in  Spiritualibus 
Bector^  minime  destituta  sit,  carot  tamen  sede,  Titiilo,  ac  Be* 
aidentia  proprii  Pastoris.,  Quoniam  igittu:  in  praedictis  sub 
Plimibo  Litteria  curam  Nobts  reserTavimus  proapiciendi  in  po- 
atertun  partibua  illarum  Dioecesinmy  quae  in  aliornm  Principum 
ditione  oonstitntM^.  attnt,  monerisi  ac  solicitiidinis  nostrae  esk)i 
duximos^  proTid«re,  ut  ilia  veteiia  Dfogunliliae  Dioecesis  para, 
qHae  a  tam  praacldra-  atqne  anti«|aa,  «ade-  m  Sanc^o  ipso  Boui-^ 
facioy- Germauiae  Apoatolo^<alluatrala  antea  pendebat»  aliam  ia 
pnslflma  aadm  Ant^itil  4Ui  agDpaoat,  in  quam  ^ar»|  hotioresy 


ae  ^Vfle'^  Mdgimtitisei   ^e  qiribiw'  iafra  oonititQetiir ,   noitrt 
AuUieTitite  isetiferantur. 

'  RAtiebehefisi  poVro  Edclesk   eb  anno  180S  per  obitun  p. 
m;  Io9epki  OoAratR  de  Sehroffenberg  suo  vidiuta  Paetore,  dam 
^a,  qua  par  eraty   maturitate  conailii  delibcreremus  >    qaid  sta« 
tttendUni  nobit   esael  de  snpra  dicta  parte  Dioecesis  MogmtiDae 
ad  jdestram  ftbeni  ripam  comtitntae,  quae  regimini  in  Spiritna* 
libns  sui  Episcopi  adbuc'  snberat,  et  qUo  'pacto  •  Ecclesiae  Ratis* 
bonenn  ^rovidetidum  esset  ^  ne  interea  Fidelibos  illias  Dioecesia 
cura  Pastoris  deesset,  eidem  Venerabili  Fratri  Carolo  Theodoro 
de  Dttlherg  antea  Episcopo  Moguhtino    ejus    commisimus  adofi. 
nistrattonem.      Postea  vero  cunctis ,    tam  quae   ad^  eandem  Ra- 
fiibonensem  Bcclesiam  pro  ratione  temporum  ordinandsmy  tum 
qnae  ad  constituendum  de  Moguntinae  Dfoecesis  parte  ad  Rbeni 
Dextram  posita  pertinerent,  diligentissime  perpensis^  eodem  Ca»' 
tolo  Theodoro  nnper  Episcopo  coram  audito,    exquisitaque  seo* 
tentia  nonnullomm  ex  venerabilibus  Fratribus  nostria  S.  R.  B. 
Cardinalibns  de  eori^m  coosiHo,  et  potestalis  nostrae  plenitudino 
bodie-in  Codsistorio  nostro  secreto,    nt  moris  est,    praedictala 
Ecclesfam  Ratisbonensem  ut  •supra.vacantem^  in  Metropolitsnsm 
perpefuo  ereximus,    et  instituinins ,    cum  Arcbiepiscopsti  digni- 
t^tOy  Jurtsdiotione^  et  superioritale  ^   nee  non  privilegiis  et  pra«N 
rogativis  Titulis,  honoribus,  ac  praeeminentiisy  qutt>as  Mbgunlma 
sedftoy    e)U6que  Archiepiacopi  legitime'  ac  pscifice   ^otiebantor. 
Etdem  vero  Bstisbonensi  Ecclesiae    pro   Dioecesi   et  Territorio 
interim    assignavimus   Moguntinae  Dioeoesis    paftem    ad  •Rheni 
^Detteramy   in  quam  praefali  CaroU  Theodori^    ntpote  olim  Ar* 
.  chiepiscopt  Moguntini,  intcgra  adhuc  manet  Jurisdiefio,  praeler* 
eaque  eam  tantiim  Dioecesis  Ratisbonensis  partem,  ^^uae  teropo^ 
ralft  Domitlio  snbjacet  ipsius  Caroli  Theodori^  pro  reliqua  vero 
]>arte  ejusdem  Dibecesis  Ratisbonensis,.  qnae  aliorum  Principimi 
subest  Dominationt ,    eundem  Carohtm  Theodorum  ad  Bostruda 
et  sedis   Apostolicae  beneplacitimi  confirmavimua   administrato* 
rem  ^tantnm,    quemadmodum    per  nostraa  -  Apoatolicas'  Litteraa 
foerat  depbtatns  et  eomtitutus.  •  inierim'    autem  eidtai  Arohi— 
episcbpali  et  Hetropolitanae  Ecclesiae  Rdtisbonbisi  pro  suis  8n£* 
firagan^  a^gtmvhims  Episcbpos^  eortunque  «Eedestaa.  od  dexte- 
r&m  Rheni  trpam  ^itas,  qiiae  antea  Metropalitico  jmri  Mogoirti^ 


ilae  Ecclsii«e .  «nbjici^^ntinrt  4jbc  non  dxtmiay  ntnJIiMv  «d  JQexr 
terem  BSieni  positaa,  quae  pnriler  jore  MetropoUiipo  Anohifpifr 
scojNim  JftatitbonaiHeip '  pdatalavty  tom  JUcbiaipiaci^penim:  Sa-« 
Iiebttiig,eoMa,  tom  olibi  TisemeAaa,  nac^  non  Cepiiidi  Calpoieaai^ 
eoEceplie  aemper  iie  Eecleaiiey  qmie  in ,  Aoatnee,^  et.SoroBaiee' 
Dioipiaiia.eaListiuit,  in  omniboa  Sanctee  Sedif  4P<>^<4i<M  AiUbo» 
.citete  circa  Crectionee  Dipeceaium  et  diriaiiinem.Jnrovixiciariini» 

jQoibna  in  anteQeaaom  conatitotia  BjitMbonenai  .£qcleaiae  aio. 
in  MetnopoUtenem  'erectae-  providimua  de  .Peieqmi.  Venerebilie 
Fratrie  Caroii  T/ifodoti  dj^  Jfaiberg  oUm  Archiepiacopi  MogimT 
tini  preeScienUia  eum  in  Arcbiepiecopmn  et  PaaAorem,  Gurem^ 
JReigiipen,  et  Admioialretioneoi  iltiua  £cclesiae  in  Spirituelibua 
et  Temporalibtta  eidem  committendo...  ^  qilonieiii  novum  quo» 
qne  Hetxepolitamim  Batidbonepae  Cepitnlam  JEiobia .  erigendum 
foiaaet,  nec  tamen  perficerr  id  potuerimuei  cum  pburea  i^corufli 
ec  rerum- circumatantiae  N^bia  expjoratae  aon  aint,  propteree 
voluimufty  et  eidem '  Curolo  Theodffro  ArchiepiaCQpo  commiav 
mua^  ut  aexvatia  aerviLiidie»  et  auditiaj  qfuorum  inl^roit,  pimedi- 
ctom  AfetropolitauumCepituIum  erigat,  et  conatitoet^  ejua  ater 
tnta  et  conatituMonea  opportunaai  qua  prAeatet^  |>rQd^niia  fi» 
fide  coodat»  omDi«qae,  cum^primum  potefit^.ApostoUcae  «oatrae 
epprobetioni  aubjtciat*.  Joterea,  donec'  novum  Capitulum  Metco- 
politenum  conatitatum »  et  cum,  Statuti^  auia  e  Nobie  .approbe- 
tnm  jiity  nibil  ex  utra^^e  parte  inopyen^m  eaae/  .nuUivnque 
pmeiudiciam  }uribue  Canonicorum  tam  Moguntifoinim»  qoest 
Bbtisboneneium  inferendum  e«ae  praecepimua  et  mandavimua. 
Conatiluimiia  quoqu%  ut  Metrop^itadium  Caf^tulom  Ratisboiienee 
postqaam  conatitatumi  et  authoritate  Nostra  approbatum  erit, 
jus  babeat  eligendi  in  yacalioaibua  Sedia  illi^a  novum  Archiepi* 
eoopum  BatiBboneaaem»  ad  formem  juria  et  atatutorum  aii|iqaae 
eft  A  /  Nebia  auppreaaae  HetropoUtentte  Ecdeeiae  MoguniiQa^». 
Quodai  foite  accidat,  ut  ante  conatitutnm  e£  a  Kpbia  f  j^roba- 
tBin  •BetiahQnenae  .Gapitttlun;^.  Metro)3Qlitanum  vel  pec  fobitum 
e^uedem  Caroli  T/uodorM  (qood  Deua  avertat)  Tel  f  U9  quoc^n- 
.feie^/^ioodo  .eadem  MelfopiAiteiia.Batifbvn^^iaia  £acle^4  .auc^  p#^ 
atore  orbata  sit,  .cuf]^  mnxia^  iotere^fy  iilt  a^r  f^eptip^ef^.iiyyi 

Arebi^oopi  ^uim  w^^&^&^mif^^^^^^B^yW  ^^ 
ipandavimuei .  uL  aosf  ei^^  iiV  ]^09  twMW  o^aif  o^ipi  ftt.^^fip 


I 


«fB 


iijnki^dr9\mgUiS)  jpnxptiti^^  «d-llatiiboiieBsa 

-Oi|ntfliiik  Wfk^turfi.^^pKMti,  soli  Cmoiuoi  imtiqiue  Mognnftiiiafl 
.IdtleiiMr  inrtrf 4dii[<n»  ■  a^  'jaTe  jtaraefiaitiiai,  et  ^Qxt»  faiiBem  a6 
itatata  suppiieeiee  Mt>gttiiliiHie  Bcdeiiee  ad  iioTi  Ardhiepieoopi 
#HttRii^nenw  ieleeti^ein  dareniant,  a  ^obU  vel  a  encpeseori* 
hjh  Meslrii^iaeMce^e  «onCnnandi.  Pari  nfodo^  ei  fovte  praefatne 
iCftmiSuir' 2XMoUeyri«r'Avchieplec6piis  himoDievrdKii  eripiaiur,  aiw 
te^uaai  ab'>Apo8tniica  Sede  aliqaid  oonilituattir  de  ea  parte 
Bioeceiie  Raliibim^ipiii»  quae  elteriai  Principie  Imperio  paret; 
qaainqne  •eid«B  Carolo  It^ieodoro  m  admiHiitratibnem  dontaxat 
comanrimiie,'  .oaram  Nobii  et  lniic  Sanctae  Sedi  reierferioH» 
latioiiBm  praeioribendi^  ^oa  bujui  Territorii  Adnaiiiiitratioiii  ia 
Spirittialibiii  pnnrideatiir  conBtittttiotnboe  et  ordinationibui  Apo^ 
•eloUaif^  MG  novi'  diciae  Sceleiiae  Batisbonenili  eliieqae  qmbae- 
¥ie  otiaai  jaramentOy^oonfiTmilrone  Apoatolica,  aut  quavii  firmiT 
tKte  alia/  roboratia  itatiitti  et  cemnetudkiibai,  exteriique  con** 
teriia  qntbaeqae  neqaeqoam  obelantibue,  Abiolrentei  eundem 
CartUmn  Throdorum  Archiepiflcopam  Eleetum  a  ceiiiQrii  ad 
effectum.  l)«tum  Parisiia  iub  annulo  PiiCatorii  die  prima  Fe-« 
famerii  IIIIKXICV.'  Foiftificetui  nosbi  anno  quinto. 

In  qttomm  fidem  praeeentee  manli  noitra  evibieriptai  ac 
pontificio  Sigillo  manitai  per  ApoitoScae  [/q^itionii  Secretariani 
eakpediri  mandavimai* 

Datum  Pariaiii  ex  aedibue  Beeidentiae  Noitrae  hac  die  4* 
Mrnarii  160$. 

•    ^  /.  A  Gard.   Caprar^ 

/•  ji.  Salaj  Apoitolicae  Legationii  Secretarini. 
(L.  S.) 

*  • 

I 

JtufrudUamg  iar  IMution  ie9  ehem^l^m  Btgmsburger  Catk^ 
dral-f  nunmekrigen  Itieik  dee  JiieiropolitiWh.JCapifele* 

W]|*  Cari  Tott  Gottee  Gnaden ,  dea  befligen  Stuhle  Ha  fie^ 
fenibnrg  firabiecbof  und  Primae,  der  rheihiiGiien  Conibderatioa 
Fiiret  Primaiy  iouyerainer  Fiiret  vnd  Herr^Yon  Regenrfliargj 
Aicfaaffenbnrg,  FretdKfnrt  oiid  Weldar  elc^  etc. 

Naoii  |-eiCer<  Er^agttHg  der  gegenwiirtigen  Zeibmhiiltniieo 
fiMden  Wk  Vm  t«i]piliGiilit,   ab  Erzbiecahof  vo|i  Regenabofgy 


\ 


"Stf 


4«ij«Dige  Thnl  Unsen  Mobtt^cJttaii-(k|Mtt}t,  iMUpr  ittiB«g|fitt< 
biiig  midiit^  mtt  SiolMi4«Mv  Anal«iid.-uiid]:1Kii2404ii  m^ 
GeUt  der  katkoIiachQii  lUrohedveiftami^tA&rthiileli^jUK  fiSijisu 

In  dkeer  M>aidit  ertheUen  wir.4emeeBit»  lala&Miakifiitiii^ 
«igeiithain  d&ejcnige  Gruter^  GilUiD^  rZelmidmp  •SeAterio^  ^S^ 
fiille  (detgleicben  eni^  di^enigej  IieiiecrioiAen.iiMehil&  l^  d^^ 
mcht  dieponirt  htben)  wekhe  det'  Aegeiiabknq^,iriteteeIigeiiGflih 
thedral-  uunmehrige  Hieil  dea  MetropoliteiHKepiideiiTenveilfltti 
Zeiten  her  beaeaaen  hat,  nnd  deren  figentfaOni  ilhli  idMfok>.di^n 
BeicbaacUuaa  Ton  180g  smgetheilt  wofden,.  »Aiiadmlaiteh>  iMt^ 
iiD  gensen  \M^xi%  nnaaen  Wir  Una  dock  dic^eaige  '^omreminir 
iita-Reohte  Torbehalted»  dle  Una  oech  dent  jSinne>  dee  jrhein^f 
Bchen  Bnndee  znatefaen,  deatgleichen  euch  die>  :er9ibieclietfiidie . 
Befagniaa,  die  Vereinigang  dea  hiea^n  Thetla  UnaBra  Mefero|io^ 
]aten.Kepitda  ^nt  demjenigen  Xheil,  der  in.Aeefaeffiuihnvg  reai^» 
dirt,  en  ^tancle  sn  bringen,  niid  Denenaelben  eina  genieihaanei 
Verfatenng  zu  geben,  nnter  papatlicher  Mitwixknng  nnd.naiiii 
den  Inhalt  der  pepalliohen  Bulle.  ^  .... 

Znr  Bekriiftigang  deaeen  haben  Wir  dieae  ^rkonde  eigen^* 
kindig  linterachriebeny  ^ind  Uiiter  groaaerea  geheinW/HofliiellxIej'* 
Iniiaicigel  beydrneken  leaeen.  .  .i. 

So  geaohehen  Begenaburg  am  i9ten  dea.  DeoendMre  VHHb^^ 

C  a  r  Ij  '..,  '  '. 

Erzbiachof  Ton  Begenaburg,  Fi&ret  Primae 

(L*  &)  '    dee  rheiniachen  Bundee. 


IL 

TJrhund^  des  Baierischen  I^ontqrdats .  und .  daroiif 

BeUig  hobende^  Akteniiaske^ 

1»  '  y\'        I 

»  > 

C^nventio  inter  Sanctisnmum  Domifmm  Pluni  ATf.  Sutn-^ 
mwn  FcMifieem  H  "Mafwtanm  euam  MnwimUmHum  Joam^ 
jthum^  Ban^ariae  Mfgfsmk  .    i.      « 

/j»  nmrime  BlaneU$siinam  Tmdiaiiei'    <  ^^ 

SttRtftoe  8ne  Somimn  Pobtite:  i^tte  fVi,  4t  MaMea  S«i 

Mmmiiianue  Joeephue  SeTariee  Riac  'idtiu  «rilicitadin» 


N 


{iBttUi^  iit^inMMi^^iM»  ad  f««.  Eedwailicfts  fmttiamtf  cettm 
«tebUisqiM  inoBftTanAe  Rogno  teixMqae  ei  subjectit  coiMtitiu* 
tfliriocdoy  aaleainem  pvopterea  CoxiTentioneiii  inire  decreinernDt, 
fiiHo  Senctitae.  Sw  Suoimafl  PontirejB  JHim  VIL  in  Sunm  PJe- 
niprtgf mfiimmi '  ntrminTnnt  EminenlifleiflDttai^  Domiuttni  Ha-culem 
Gonsahd  flanetae  fioi^nae  Ecclesiae  Cardinalem  diaconum  Sanctae 
Agatfaae  ad  ^nburram  Snnm  a  Secretia  Statoa;  et  Majefltas  Sua 
MoKimiUaiw  ioaephus  ^avariae  Eex  ExceUenlia^mn  m  Oqmi-* 
IMUB  Baronem  Casimirum  de  HaeffeUn ,  Episoopum  CherMnefli» 
fiinun  Miniatrnm  Plenipotentiarium  apud  ^auctam  Sedem.  Qui 
poU  aibi  mutno  tradita^  reapectivae  Pleuipotentiae  hiatriunenU 
in  aeqnentes  articulos  convenerunt.  Articulas  1*  Keligio 
Cailiolioa  IpostoHca  Romana  iii  toto  Bavafiae  regno  terrisque 
«i  sttbjcctis  flartatecta  conflervabitur  cu^  iifl  juribus  et.pr^ero*^ 
gaAiviSy  qutbns  frui  debet  ex  l>ei  ordinatioue  et  caaonieis  san^ 
etionibns.  Art*  £.  Sanctitas  sua  servatis  servfloclii»  Bavariaa 
Regni  Dioeceses  sefuenti  ratione  constituet:  Sedekn  frisingae 
Monacbiom  transferet^  eamque  eriget  in  Metropolitanam)  qnae 
pro  Dioecesi  sua  habebit  territorium  actuale  Frisingensia .  Diei»* 
oesis»  ejus  tamen  ecclesiae  antistes,  ejusque  Socoeisores.  ArduT 
npiseopi  Monachii  et  Frisingae  nuncupandi  erunt«  ~<  EiAem 
Antistiti  Epiflcopales  Ecclesias  Augustanam^  Passavienflem  ei  Aa^ 
tisboneneem  pcaevia  Metropoliticae  ^qnalitatfa  .supporesfione»  in 
Snffraganeas  assignabit  Antistes  tamen  Passavieosis  Ecclesiae 
«cta  viwns .  exemtionis  privilegioy  qqpsd .  vixsvi!,  gandebit*  — 
Bambergensem  Caihedraiem  Ecclesialn  in  Metropolitananiierigety 
iUiqne  in  Snffraganeas  assignabit  Ecdesias  Episcopales  Herbipo- 
lensem,  Eichstettenftem  et  Spirensem.  «^  Tecritorium  Ascbaffeiip' 
bnigense  olim  ad  MogUHtinamy  nunc  ad  Katisbonensem  Dioece* 
aim  pertinens,  et  partem  Bavaricam  Foldensis  Dioecesis  Berbi- 
polensi  Dioecesi  adjungit.  "Partem  aitttem,  Bavaricam  Constan- 
tieosis  Dioecesis  cnm  ezempto  .Territorio  Campidttneni{|i  Angu- 
eitanae  Dioeceei  niiiet.  Simili  modo  partem  Bavaricam  J^ioece- 
aia  Salisburgensis  et  territorium  exemtae  Praepositurae  Bercbtol- 
gadensis  pflxtim  Passaviensiy  partim  Monacensi  Dioecesi  uniety 
cni  qttidem  Dioecesi,  .praevia  si^^reaiioue  Sedis  Chiemenaisy 
hi^us 'qaoque  £c<^kaiae.J>i^oeaim  aasignafrit.  Novi  aia^illarttm 
K»en(»innii  fiaeai    in ;  qoanlna  necesse  erit»    designaba^tm* 


•tl 


Art  8.-  OApitttlB  MetaropolittntrmiirMGektuimtti*  Ubtboiitt^teil 
lllgnitates;  neaipe  JPjwepiwkttni,  ae  Decknilai,  •  «t>  dhe^efli  •€tii»n&i 
cos:  Capitnla  vero  Cathedralniiii  £eclceiarina  baliebunt  pfllritnr 
dnas  MgfiitateSy  aoilioet  PmepositnnM^  ac  Deea»tti»,i«t'  ecto  Ca^ 
fionicos;  Qaiodtibet  praeterea  CafntnlniB  tam  Metrflpeittttnnai^ 
qoam  Catkedrale  IrdieHt  «Pifaebendaios  tt^  Vicariee  aaltem  )mJ1 
Si  Yero  in  poetemm  Eccleaiaram  iatamm.  reditiii  per  tioi^aa 
fimdatioiiee  aut  lionoruttt^augmentationes  incrementnm  tale  peiv 
c^perittt,  ut  plnres^- Praebendae  erigi  poeeitit)  Canoniconufeiict 
Vidariomm  nmaerusMdtra  augebitur.  *^  In  qaovia  Capitlile 
Archiepisc^^i  et  fipiscopi  ad  formam  sacai  conailii  'Trideatam 
dooa  ex  Canonicie  designabunt^  qni.  partes  Tbeofaigi  et  partee 
Feeniteotiarii*  respediVB  agent  —  Dignitatea  et  Canoniei.  oniaee^ 
praeier  Gfaori  eerritrttm,  Atcbiepiacopis  et  Epiacopia  iniMkiik 
niatrandie  IHoeceaibus  .Snia  a  conailiis  servieMt*  Archiepiscefie 
tamen  et  £pittcopis  piane^  Uberum  erit  ad  apedalia  iinimttiat 
oegoiiay  officii  sni  illos  pro  benepi^cilo  applicare.  Simili  mode 
Vicarienim  officia.  Archiepisoopi  et  Episcepi-  assignabunt,  ^r^ 
Majestaa  taiaDen  Regia  iis  qui  ofBcio  Vicarii  GeneDalir  fungentoi^ 
qningetttos  iloraios  annuos)  iia  verovqni  Seereterii  Episcepalia 
purtes  agenty  biteentoa  ilorenos  assigaabit.  -^  Aet.  4.  &e^t«a 
Mensamm  Archtepiscopeliom  «t  Episoopalinm  in  bo^iis  .fundiaqiie 
«tabilibus'  liberae  Ai^dtiepiscepornm  et  Jilpiscoporiina  admiiiiatny- 
tioni  tradendia  eoiistituentor,  —  Simi^i  bonorttm.  genere  et  adr 
ministratioiua  |^;re  gaudebunt  capitula  Metropoliianarum  et  Cn» 
thodralinm  ^EcolesimiMiq  et  V>^^i  seu  JPraebendati  prftedidaMal 
Eoekaiamm  Servitio  addicti.  —  <)uentitaa  reditniua  anni^oviim^ 
4eductiSonepibns,«ritutsequiftur2  Dioecesis  Monace^sia.  Pr^ 
Arcfaiepiacopo  florenorum  Vigi«ti  miUium,  pro  Praeposito  floxe» 
nomm  qoatoor  miUittm,^pro  Decano  florenorum  quatuiQr  mJMiqin» 
pro  qoolibet  e  qoinqve  canenicis  seniorSiiis  florevorum  baa  ilnlf- 
liumy  pro  quolibet  e  quinque  Cauonicis  jtwiioribus  flii|reB%riM| 
millo  seaEcentommi  pr^i  quolibet  e  tribus.Vicariia-seoioribas.ilo^ 
renornm  ocfingentosttm,  pro  qooiibet  e  tribustiVicaiaiB  )iiiQocip 
Ima iflor/Biranim  aesoeototam ; «--  Dioecesi8'B*mb«rg«n»sis^ 
Pro»  ArchiepiaQopo  ilotteaetetti:  qaindecitti  miUiom^  ppo.P|»epoi 
«ito  flofehorom  tritt«i«'iaiUioai  jqninytorooi/  .pr«i.DeBfmo  flo^ 
«renototti.^tri^  ofiUiiim  ^pttpgemeirttm^  .pro  ..qiioli>ct;e;  qnjfn»» 


AttiMibb  MiiMiiliM  HoTttioraia  niOliaiki  octingeDtllniiii,  pro  ' 
^[Milbt-ili^  qmil^W-  Oanonieis,  ^imiorites  OorenorDm.  niilliaiil 
i^fUffdH^fbMki,  piro*' ^olibot  e  tnbtis  YiiSariia"  seilioribtia.  ilo^ 
MlMrttai  «ofckigekilonifiiy  pro  qnolibet  e  tribus  Vicarit»  juniori-» 
litlii ' floiMomAii  oeacceBtoTdm ;  -^  DioeceBOs  Atigastdna^ 
ft^atiBboiionBii  et  HerbipotenBiB.  '  P!r6  quolib^t  Epieco^ 
p«i'florendrtan  JecaeBi  nilliumy  pro  qnolibet  Praeposiio  fioreno* 
nmi  triam  itlilUomy  pro  quolibet  Decauo  flotenomm  ^om  mil^ 
liinBi,  ipro  quolibet  e  qUBtuor  CaitoniciB  BenioribuB  florenonim 
miSe  Mixcentonim/ pro>  quolibet  e  quatbor  CanonieiB  junioribiiA 
flcrireiioram  mtlle  qmdrigentomm,  pro  quolibet  e  tribua  VieariiB  < 
iiniotibllB  florenorUm  octingentorttm,  pro  qvoHbet  e  tribua  Vi<* 
einiiB  janioribui  florenorum  eexeentorum;  «—  DioooeBeB  Paa» 
•«irionBiBi  EichBtettenBiB"  et  SpireiiaiBi  Fh>  quolihBt 
S|iiBCopo  florenoram  octo  millium^  pro  quolibet  Prabpoailo  flo* 
Mnorttm  bia  mille  qtiingentonimy  pro  quolibet  Decano  flaraio4 
|%m  bia  mille  qttiiYgentoraro ,  pro  quollbet  e  qnatuor«€aiionioiB 
eefiioHribttB  florenorum  mille  sexcentornmy  pro  quolibet  e  qao^ 
tnoir  CattoniciB  janioribua  florenorum  milie  qmdrigenloraifa, 
pre  t]Uolibet  e  .  tribucVicariiB  aenioribua  florenorom  ootingen* 
torvmy  pt^  qnolibet  e  tribua  Vicariia  junioribus  'fliMnenonun  •  ses* 
eeniotftim.  Qoomm  omnium  reditnum  summae  sakaeBeaipet 
et  integrae  consenraadae  erant^  et  bona  fondiqaey  er  qna>ne 
fifDVeriient)  nee  ^strabi,  nee  in  {jensionea  miltflri  potenuit. 
Vefnpore  auteiii  vecationis  AnshiepiBcopalinm  •  et  EpisoopaUam 
MMtim)  Dignitatamy  Canondicataiim ,  Praebandamm  een  Vicariit. 
tntnbf  pytiodietee  reditaam  Sammae  hi  nftilitatem  reapeetiveram 
EccleBiamm  proecipiendoe  et  eonBerrandae  emnt.  ^Hdiitetio 
lilBupeT  tam  ArcUepiscopiB  et  Epfsoopis  qnam'  Dig^tatibuB,  C^ 
nMicie  senioribUBtet  Vioariif -pariler  senioribuiBy  iUo^m  digni- 
iBfi- M  stattd^tespondens  assignabitm*.  Pro  ouria  ArcJoBpiaco* 
piiliet  Episeopali  prb  capitmlo  et  Archivio  MajestBaSaa  dommn 
aptam  asBigiiabit  -—  Ad  negotictoi  faujusmodi  redituum,  fando* 
mM  el  bon<iruhi  assignatioms' intre  trimestre  post  ratifieationem 
pi^'MeHtfB  CobY^tonis  si  fieri  -poterit;  -vel  ad  sammum  iatrt 
#Mheiitre'|iarfisiendiim  uiraque  CoatrahenlaalnpanConimiAsariOB 
nbWrieblt^'  ae  <de  fiBrmali  .praedictae  issignatfotiisreolnlfia^execm 
jAMa-in^aalbtoti^  '£6vma  etpediri^abebitfUgii  MayGtfaB,  Tnmm 


pro  Arcliivio  Begio,    alteitim  pvo  Nvatio  ApotloUao ^ktn^im 
denlque  pro  Arduvio  siogidaram  GcclMi«nun»  .«t-<i  ^at'|l#iiM& 
citf^   vki  egcfetanty   cotteerratmntur.  ^^    Quo4  pef(tiiet:*'«cl.  AigN|i 
ceeim  Spireoeem,    gooiiiam  ob  iffiriilrfl  nirrlmmaniim  ei  wmm 
fMdi  ac  bona  atabiiif  •M^oaxi  iioa  poaeimty  iBlmmi  mqwtk  ^m 
liaec  aeeignatio  fieri' Taleati    providebitmr  a  IMiyeatetei  SimLfiMi 
oaaigntfdonem  pra^tetionta  aqDuatim.sdlmidfto^iD.iaeniq^i^Bi^ 
B)[iiacopo  floreNoram-  aer  miUium,   pro  Pra^odlo -flfirfeQopiMi 
Dnllo  quingeaterHmj    pro  Decaao.  floaeaornm  niila  4|ino^ciM^ 
tmtt  pro  qootia  m  oetoCanoqiGm.floniioiBuif  mUay  pipo  /fo^ 
^  e  sex  VioarUe  forenorum  ieoccdntorBnx  t^  -'f  ebiiifMom  id«|i 
irique  ipfrerHmque  fiteleaiaram^fuadiyuTaditue,.  botti  naMiUia  4^ 
immobilia  conMr?abkiihtuvi  et  nm ;  pro:  Eecleeiarmn  rTfiHtnntitrni^, 
pn>  divini  cultue .  ezpeniia  et  inaernentiiim  neceieariorQaifc  aebr 
nis  iufficiant^  9tfa  Majestaa  aupplebit» --<  A±L  t,,?%^  riBfH» 
IHoeceBibua  3eminaria  Episcopatio  oonaerTentlir  c^  idolkitioaue 
grtia  in  bonia  fuhdiiiqui)  atabilibua  proTidoantnr^    in'  im 
Koeceaibua  in  qmbut  desunt,  •ine  mora  oum^eedenaiporilev.  4q^ 
tatieiDe  in  bonie  fundiaquestabiUbna  fundentnr.   -—  la  aimiiie 
riia  aulem  admittentur  atqne  ad  normem  Sacri  Goncilii  Xrfdett^ 
tini  effoTmabantur  atque' inalitnentiit  aadoleusentea^    qnoe  ▲ndn» 
epiacopi  et  Epiacopi    pro    neceesilaeei  vel  utilttalo   njeenefliiiii 
m  Hb  recipiendoa  }adieaverint«     0onimISem]iiarifNnim..ordinaeio 
dsoctrina,  gnbematio  et  edmioiitratio^AKbiepisoe^ruitt  efc  Spi^ 
acopornm  attcioritati  pkno  libepoqu^  ym  anbjec^tae  emnt  jmUm 
formaa  canonicaa.  — -i-'B«l:torea  quoqne  et  Frcdemonei  SiHnjiii». 
tiorom  ab  Arcbiepliieopil  et  Epiacopia  iianiinabanluv^  et  qMtieef 
canqneneceaaariumaat  ntileab  ipaia  judicabitnry  remoTebaiitiiKw  ^ 
Cliki  Ejpiacopia  incambetFidei  ao.n)orBm  doctrineelavigilariB,  ittlnjh 
)ii5  otficii  eKercitio  etiam  drcaSchoIaaxpoblicaa^mllo  mod»  imr 
pedientar.  ^Art.  6-  Majeitaa  8ae*Regia,  Goliatia  cnm.Aioha«^ 
epiacopis  ft  %iacdpia  conailiia,  aaaignabit  pariter  onm  aafiicicnl^ 
dote  domum^  in  qua  iniBmu  |o  aenea  derici  benemeriti  aeianieia 
«t  asybim  reperiant.  —  Art  .7«  Inauper  Majestaa  Sua  boosid^ 
ftiiia,  quot  utSitatea  Evwleaia  atque  ipae  atatns.  a  Mliiiepaordi^ 
Mbua  'perceperint  ud  peidpere  in  posterami.pQaafnt^. etat-pvoni^ 
ptHin  anam  «rga  Sancjtam  Sedem  -irplantii^m,  prol^t,,  aUgna  Mor 
beitiootiim  ordfnam  otriaeqao  eeaJia  Coe|iobi4i<ed'^^Mtii9e|4iiii 


o 


Mi;xiIig]#M.et'iiiliric  jawcaiiyteniy  ct^in .parochoraiii  amlMidiaiD^ 

Mt.ptotaAn  ^flfkniimiiB    iniU  omii  tancU  Sede  conailio,    C1191 

«Mitisiiientx  doUtjona  iiutMMrari.ciiraJbit»  -«^    Art  S*  A#9e  eo- 

ailBefieriMi^jpeMdaeiaiay  ben^oiorufn,  fabvicenim^   omniaeDqno 

otter ont » feoieeiiaticeraei  .fundaiioiniin  eimper  et  integle  cgneer* 

9e|idei!enoit>  .nec  idistraliiy   nec  in  ptfnsioBee  mntari  poieruiit* 

•Mii*.  EQelene  innper' joa  Jiabebit,    novee  «c^oieendi  poiaiyionei| 

et^idqndide^^nDvo  .eoqniaiority  fMiet  eniUpV  et  centebitnr  eo^ 

4elni)are'>ac»vatene  foiidatioiiee  ecdeaieaticeei*  qiiernin^   nli  et 

«UatQm^    quao  iii  poetenmi  fieat|.  nnUa«Tel  suppreMio  Tel  unio 

iklri  ipotent  eKsqne    Sedie  Apoatolicee    eiicloBitetia.  interventi^ 

'  iMlvis^ftoultetiia^  e  Sacro.Concilio  Tridentieo  Epiaoopia  tribor- 

Hki  'j^  Art*iO»  tenctitae  eae,  ailienta  uliiitatei  qnee  ex  liec  con« 

vwtione  manat  in  ee,  i{UM9  ed  rea  £ccleaiae  et  Aeligionia  per« 

IkMHt,  Mejeateti.iRegta  Jfojmi/Mzni  Jotq^ii  efnaque  Succeaaori- 

hm  CBtbbikua<|ier  Litteraa  Apoatoticaa  atatioi  poat  ratificatiQneaa 

pneeetotia  Cenvenlionia  expediendaa  ii»  perpetuum  concedet  Ix^ 

dHitnminominandi.  ad  Tacentea  Arcbiepiacopi^e  et  Epiacop^lef 

Bockeaae.Begni  Eavaiici  dignoa   et  idoneoa  ec^Ieaieaticoa  viroe 

ib  doiibtta  preeditoai    quea  aacri  cenopea  mquiriiait     Talibue 

entem  viria   Sevtetitee  Sna  caaonieem   dabit .  inatitiUioiiem  joxta 

iegyiea  *  conanetee^    Plioaqoam  vero.  eam   qUinucrint,    regimini 

«MB  edmiisiatratiaiii  FfflnaiefntBi   rwpeotivarum^    ad  quaa  dmig^- 

«eti  eant|  .m^io  «modoi/aeee'  immiaoere  poteront  ^  Annatarnm 

viaro  et  ceaoelieriae  texo^  proportionebiljUer  ad  .nniaa  cojuaqo^ 

Jienanai  ennaoe  reditaa  de.novo  atatoeitluiv. -*-«  Art.  10.  Prae* 

peaitwae  tam  .  in  Metropolitania  qaam  in-  Gatbedralibue  £ccleane 

ooiilMMt  Senctitaa  Sae;  ed  Decanetue  nominabit  fiegia  Majeataa^ 

qnbe  etiem  ed  Canonicetue  in  ae^  mentibiH  Apoatolicia  aive  J?aT 

peHboa  >  nomiaabit     Quoad  elioa  autem  aex  inenaee'|    in  eornin 

4nbQe.  Airdiiepiaoopaa  et  Epiacopoei  in  reUqnia  /vero  triboa  Ca-^ 

pituliun  neaainebit.-^  In  capitula  eedeaiarnm  tnm  Metropolita'^' 

Mami' qaam  catlwdrelium  ia  poaterum  alii  non  .admittentur^ 

•qOam  iadigeni|  qui  preeter  queiitatee  a  Sacf o  Concilio .  Triden^ 

taiio.«requiaitaa|  in  animarum  cnra  et  aacrie  n^niateriia  A:um  leudf 

^MOBAi  aiaty.  aat  Archiepiacopo  vel  Epiacopo  in  edminiatranda 

OMleoeai>  edjutrioem  operam  preeatiteriaty    vd  virtutie  ao  acieii^ 

Im^ngeritie  conapica^  a^e^eddiderint    VicarH^  vero  in  ife* 


I 


4em  Hetf^polttinw  et' Ccthedriilibiis  eixksiU  jft 
809po  Ttl  EphcQfo  QonfiBrentar»  ^  •  Prb'  iiae  vioe  tinten,  qiii^ 
niMDy  cepitnlift  nbnduin . coMlilntie^  anmia  ea^.gna»  lioo  arttcid» 
rtatiHU.  flnnf^  Mrvari' non  poBsnnt,  Jiondns  rlpostalienev  <>olieiii 
cnni.Me)«stale  Stia  eonailiis'  et  an^tis.interetaelB^ntibua^  .mWi 
n  impitnla  ooB^til«ct  Ueni  oirca  •Ticaniea  eeu  pkaaifaenclatee 
0>beerTd)]tBC.  —  Dignilates,  Canonicl  et  Benaficiati!  onmea  k*efli* 
deBtielefl>uti  a.  pluraiitate  licneficioruni>  et  pranbeiidamnl»i)axln 
sacrofl  Canone»  prohibeatnr ,  ita  ad  restdentiaiB  .flecnndnvi  ^tfm 
ram  Canonnm  xigoreniy  salTa  semper  Sedis.Apostolicae  aaot«ri«* 
tate,  adstnugdntUK.  •?-*•  ArU  11«  fiex  BaiTattae.  ad  eaJbetiafitte 
tam  parbdiialia  quam  curaia  ac  simpliciapni^ent^nt/  adqna* 
OK  kgitiBio  jnro  |iatenatnfl  sive  per  dotationem  site  p<r  fandeiii 
tionan^  etre  por  conat^^tJoBOm  acfnisita  e|a8  laltoesflOBea  Bm 
oea  flt*  JEiectaeBfl  praesentabant.  -*-  Praetexea  Majeataa  Sna  praM 
atetabii  ad  ea  beneficia^  -ad  quae  oorporatioBeS'  ocdefliafltioBO 
actu  Bon.  eudstentes  praesentabant  ~i  Subditi  Majestatis  Smm^ 
^ni  )nro  palaonatus  legilime^  ut  aufirai  gandenty  ad  betteficia  rc« 
apectiTa  tam>  patoobialia  qiuam  onraAa  ao  «aiflqplioia  liojiismodH 
)iiri  patronatns  iflid>}eota  |Hrae8enftabnnti  •  -r- 1  Jbrobiepiacopi  Teno 
et  Epiaoopt  praesentatia  debtta  avquiMta  babenttefly  praeniiba 
circa  doetrinam  eft  morea^  examine  ab  ipsis  Ordinaffits  institiieii* 
do^  81  do^  {tarochiafibiifl .  aut' de  curakis  beneficiis  againr,  caaBt 
BBCBBi  dabnnt  inftitnlionem»  —  Praeeantatio  autem  ad  ompia  iala 
booeficia  inlre.  ioBDpna  a  caooniblia/ praeacriptum  fiet^  sciSiia^oo 
Uma  ab.  Acdbiepiaconia.  etiSpisoflnpiis  'conferoiitqr.  ^\Adkiqiai 
T«ro.  beneSoia.  nmhia  iami  paMtliialia  iqBani^  ooiata  a_c  simpliaiai 
4ftm  anteeessocea  AnHstitea  oclo;  eoolesianim  fiegni  :BaTiBKiM 
oonferebant,  libore  ab  Ascbiepiacopis  tt  JSpiiicopis  persomi  Ma» 
.^eistati  Snee  gratia  coxKlerentur.  --*  Art.  12.  Pro  regimlno^Bioo» 
cOsisuB  Arcbiopiseopia  et  -  Episoopis  id  omno  eaccarcecr  libemm 
erity  qnodlin  Tim  paatoralis  eorum  ministerii  eiTO  ex.decIeiEB« 
lione^  mi  mx,  dupositioao  Sacrorum  canomuii  aecundnm  .iprsie^ 
sentem  et  a  ^aDCta.  iSede.  adprobatam  £cclesiae  ^isciplinaBit  cQnii* 
petity  ac  praesertinii  ia>.  Vicarios  Consiliatibaifiti  Adiu^orda  'admif* 
nifltr^tionie  Snae  iOiMifltilnere  Ecdeaiasticos!.  quoiieniiiqM^  q,u«i'  od 
praedicta  o£ioia«idpneo8  judicaTeEiBt^  b)  Ad*  statum/ clericalem 
M'  ai^iiiobatift.  o.  Sacadk  caiiaBibBs.  lilttlis  ad  offdinM 


taMtt  mffiift§i ^tnistM' ^bESnAic^  O^^ifUk  ^Joriki^iMkikfi»'  «I  Ep^ 
•••J^i^.MI  MMr  VHMfiMisc  t^  feamiiiirloiilMs  synodalibm  m» 
■iHiiiiilll^>y»toWei^  t)«ro#  neoessarttft  *«!  otileB  siiie  Dieeco» 
Ikle  ^jttdieevtiHitty  M  «  toohfratioy  qnoe  •indigaot  cenoMrint^  m 
iOtfMpiiMA^^WSiiitnfriateere '^utii  eb  lAo  quovie  obtentn  impe» 
itAi^'^€$3aty  €)  ^eanm  eopleritfstieae  atqne  in  priinia  canaaa 
llMHnioniaMy^^qttife'  Jiuftii '  oanonem  12-  fMi.  24.  Sacri  Concifii 
Vrideniiiii'  nd ';fncKeeft'  ecdeeieelkoa'  speetant»  in  ioro  eovwn 
cogneerife^'  ac  4e'iia  Beolenliani  ferra,  «sceptia  eaaaia  mene  cim 
"vttttUft  Clerifionm/  exempli^  giralia  oontractinim,  debitommy  hae* 
vMQfclitttmy  qnaa  Laici  jadicea  tognoacent-  et  definient;  d)  in 
filencba  rlfMheiuiQne  dignoe  aftt  boneatom  clericalon  hahitnm 
eokwn  -nrdim  et  digniuti  oengraeiatem  noa  dsieranteay  yoenas 
.«^Maoro  Condlio  '  Tridemioo  staMaa,  aliaaqne  qnaa  ^omiFenieB* 
tet'  .jndlojvefkt^  lalm  eanomoo  «eeurin ,  inttgeipe ,  eoaqBo  ia 
aemlnaaiis  ■ttt'dOHlifana':aid  id  destioandia  enatodiree  cenanria 
ftefne  animadv^m.  in--^udscnisi4que  fideles  ecdeaiaslieanim 
legum  et  saexonim  casonom  Iransgwss^ffes  y  e)  «mn  Oero  el 
Fopttlo  IKoecesaiio*  pro  mimiere  olfieii  j^asftwaiia  demmnniosre» 
inaiqiie  instrneti6ne»-  et  oildjnatieiiei  -de  'rsbna  eedasiaslicia 
MberO'  peiblieare;  praieterea  EpiscopoMiin  .Ciiri  let  Popoli '  oam» 
muttfclilio  cttmi  Sanote  sedl»  in  rebns  apiritialibae  et  -iiegotiia 
eeolaiBStiBls  prorsna  libera  erit;  i)  eoHatia^oiim  •flqpa  M^o» 
alatej  praesertim  pro  ceiimiiettti  reditunm  aaiignatioiie,  «ottailiii^ 
pareiririaa  erigere,  diridere  vei  miire;'  -g)  praieeribere  'irel  ln«* 
dieere  preeel  pnMieaa  aliaqve  piii<opsni^  cnm  id  benom  fioel»» 
alao^Tel  Statna  at^  VopnK  poetnI«t|  <et  iMriBilani,  ut  in  eedo*^ 
aiaatiria  fmictionibiu  praeto^tim  anlem  in  Miean^et  in  Adnrini* 
aMtleor  flajerametttnrtim  Eedesiae  loimnlfte  >ia  liogtta  latittn 
UBiil|>etttar.  '**^  Art*  IS*  Quotiea  Arehiepiaeopi  ^  i^piscopi  li>- 
bvoe  ant  in  Ri^o^empressoa  a«l  iniUad  intraduGto»  Gabsniio 
indieafctent^  ^i  diquid  fideiy  boaie  aaeyibtta,  om  eeolesiao  diaei4. 
plintae  contrariom  cootineant^  Gubernium  ottrabit  nt  «ovum^diU 
irolgati»  debito  modo  impedialttr.  >  ~  Art.  14»  Ha|eattta  Sna 
pvoliibebitj  ne  caiholiea  Reli^a  ejnsqacriltta  vel  lifurgia  urt 
«orMs ,  *  «i^«  Aieiis^  elv»"  aeriptis  eontlmMliir  mil  eoriesiarttm 
tttiUetitel  tid^^mittiiloi  >in  «mroettdo'  mnttere'  atto/  pro^  costodien» 
dtt  preedbvttmiaJhi^rtteaMmadootribe'  otdiic^ilx^ 


t 


d«tay  Mcrif  ninittri»  bfoior  •^Tf&ury   n^a^.p^U^VK  HW^flMvi 
fieriy   qnod  dtdecns  ip#ift  «iTenre,   AUt  000  i^^^ii^«i^uiii»ffdAll^ 
oore  posaity  imo  Tero  jobebit^   ut  in  qu«cfi|ii^q#  ^0^)4^^^ 
oranibiis  Regni   Megietratibue  peculiari  reTereotia  et^iie  bpwsi 
•onun  digniteli  «lebito  cum  ipeie' «getian  •-«  ^^  Id*  Affbi^pih 
acopi  el  Epitcopi  corexD  Aegie  Majeetate  juraroentua^  £deKtalfa| 
emittent  aequentibus  verbia  expreasum;     ^Kg?  lurQ  ,et  .promi^to 
^d  aanota  Ddi  Evangelia  obedjentiam  et  fidditateBi  il^giae  Mm-^ 
yjestati;    idem  promittO|  me  nullam  communicationemi  babiln* 
,yram,  nnllique  cbnsilio  interfuturum^  nnllamqne  anspectam-uhio»» 
^em  neqne  intra  neque  extra  conservaturumi  quae  tranqniin^ 
,4ati  publicae  noceat,    et  si  tam  in  Dibecesi  mea  qnam  alibi 
^ynofverim  aliquid  in  Statoa  .damnum  tractari|  Msjestati  &uae  ma- 
^^ifeatabo/'  — -  Art*  16.  tw  praea^ntem.Conventioiu|m  legei^ 
osdinationet  et  decreta  in  Bavaria  boc  uaqna  lata^  in  qnanfim 
iili   adveraanturi    abrogata  babebuntnr.  —    Arf.  17«   Caetei^ 
^pue  ad  ree  et  personaa  eeolesieatioae  spectanl,    ^norpim  ifnUn 
in.bia  ariicolis  expreasa  facta  eat  mentioy    dirig^otor  oituiia  el 
adminiatrabnntnr  ^uxU  doctcinam  Ecdesiaey   ejuftgue  Tigeiiteqi 
et  anP'^*^^  diaciplinam^     Si  vero  ,in  posterum  anpervaperil 
dafficnltaa^  Sanctkas  Soa  et  Begia  Majestas  seciun  poiif^MTa  .#t 
T«m  amiee  oomponere  aibi  reservant  —  Art  18.  U|f)Bqm  Qhk 
lyabcotinm  para  ^ondety  Sei  ancoeasoresqna  Suoav^^nmia,.  de 
qnibiiB  in  bia  Asticolis  otrinqne  conventnm  eit,,  »99if^m^^i^ 
tiimm,  at  a -Majeatate  Begie  praesens  Gonventio.Iex  ^ifj^ua  fJL^ 
ciarabitQr.  *<r-  Sraeterea  Majestas  Sna  Regiii  spond^  nibil  im»* 
qoam  Se»  auccesaoresqne  Snesy  foevia  de  causa^   |iirtVD>Vf  b^ 
jna  conventionis  additiire«y  neqng,  10  iis  qnidfnam  |ii9miUlifiro#» ' 
vel  epadem  <SKlaratnroa  esse  ^abeque  Sedis  >A||#slalic^e.i|ui9loo- 
tata  et  cooperatione.  —  A.rt  19«  Aalifioatieniun  buJM#  o^v€»* 
tionia  traditio  fiet  intra  qnndraginln  diee  fb  ejHsdeo^  daUkvfBil^ 
oiiiii%  si  fieri  poterit  »i;:-; 

Daliun.  itomae,  die  5«  Jon*  Mni  1817« 

jEbrcuks^  Cerdinalis  CQpksaivi^  u     :  ... 

Ctuimirus  BH^tUn^  EpiaaojpA^  GJifrae^ii^snsi^i.. 

Kos  paaerafam  Gooventionem  «09  .isoiwihHt   •W  «MrtipuU& 
occeptamoi^:  ratibabeitins^ .  et .  oeiifiwuaeiiw^  ;«Mniilgne  ^viMleir  j^rgr 

16 


226    . 

mittiiDnV  ^^  oimiia^  de  qnibas  ita  conveDtnm  ett^  aanote  ier- 
yaturos^  atque  curam  habituroSy  ut  ab  omnibus  subJitia  Nostris 
atricte  observentur»  —  In  quorum  fidem  praeaentea  haaoe  lit- 
teras  propria  manu  sub^cripsimus'  et  Sigillo  Regio  Noatro  ma- 
niri  jussimus. 

Dabantur  Monacbii  in   Palatio  Nostro   Regio   die  Tigesima^ 
quarta   octobria    anno   Domini    railteBimo    octingentestmo 
'  decimo  septimo,  regni  autem  Nostri  duodecimo* 

McueimUianua  Joaephuem     (L.  S.) 

2. 

Bestimmta\gen     der    Baierechen     Kerfaaaungs  •  Urhunde     iiher 
kirchiiche  Gegenstdnde,  *  i 

Titei  IV.  §•  9»  Jedem  Einwohner  des  Reichea  wird  Toll- 
kommene  Gewiasensfreiheit  gesichert;  die  einfache  Hausandacht 
darf  dah^t  Niemanden  ^  ^u-  welcher  Religion  er  aich  bekennen 
mag,  untersflgt  werden.  —  Die  in  dem  Kbnigreiche  beatehen- 
den  dtei  thristlichen  Kirdtengesellschaften  geniesaen  gleiclie  biir- 
gerliche  und  politische  Reohte.  •—  Die  nicht  christltciiea  iGlau- 
.  bensgetiossen  haben  zwar  ▼oltkommene  Gewissensfreifaait;  sie 
'  erhalten  t^ber  an  den  staatsbnrgerlichen  Rechten  nur  in  dem 
Masse  einen  Antheii ,  wie  ihnen  derselbe .  in  den  organischen 
Edikt^  *'ilber  ihre  Aufnahnie  in  die  Staatsgesellschaft  zugesichert 
iit«'-^'AHen  Religionstheilen  ohne  Ausnahme  ist  das  Eigeilthum 
"der 'Slillllngen^  ond  'der  Gennss  ihrer  Renten  nach  den  ur- 
-s]^riin{^Alhen  Stiftungs-Urkanden  und  dem  rechtmasaigen  Be- 
aitze,  sie  aeyen  fUr  dlsn  Kultus,  den  Unlenricht  oder  die  Wohlr- 
thatig^eit  bestimmti*  rollstiindig  gesichert*  -—  Die  geistliGhe  Ge- 
walt  ^ai^f  in  ihrem  eigentlichen  Wirkttngskreise  nie  gehemmt 
werden/  und  dia'  wehliche  Regierung  darf  in  ;rein  geiatiichen 
Gegenstaildett  der  Religionslehre  und  des  Gewissens  sich  nicfat 
'^mischen,  als  in  ao  weit  das  ob^sthohtitliche  Schutz-  nnd 
Au&ichtsrecht  eintritt,  wornach  keine  Yerordnungen  und  Ge*- 
setze  der  Kirchengewalt  obne  yorgangige  fiinncht  und  das 
Flacet  des  Konigs  verkiind^t  und  vollzogen  werden  diirfen.  — -; 
Die  Kirchen  tmd  Geisthoben  aind  in  ihren  biirgerlichen  Hand- 
lungen  und  Beziehlingen-  wie  auch  in  Ansehung  dea  ifanen  zn- 
-atehendien  Vermogena  (den  Gesetzen  des  Staatea  uud  den  wdt- 


licben  Geriekten  iuiteirg«lNiii ;  atibli  koniun  sie  Toti  offsnHichen 
Staatalasten,  keine  Befreiong  anfprechen.  —  Die  iibrigen  nah»- 
ren  Bestimmiingen  iiber  die  ansaern  Aeclitsverlialtnisse  der  Ba- 
wolmer  des  Koaigrdclis  in  Beziehung  auf  Religion  und  kirch- 
liche  Gesellachaften  aind  in  dem  der  gegenwartigen  Yerfassungs. 
Urkunde  beigefagten  besondern  Edikte  ^)  enthalten.  —  §.  IQ, 
Dbb  gesammte  Stiftungsvermogen  nach,  den  drei  Zwecken  dea 
Knltus,  dea  Unterrichts  und  der  Wohlthatigiceit,  wird  gleichfalla 
tinter  den  besonderen  Schutz  des  Staates  gestellt';  es  darf  unter 
keinem  Vorwande  zu  dem  Ficauzvermogen  eingezogen  und  in 
der  Substanz  fiii^  andere,  als  die  drei  genannten  Zwecke  ohne 
Zuatimmung  der  Betheiligten  und  bei  allgemeinen  StifLungen 
ohne  Zustimmun^  der  Stande  dea  Reiches  veraussert  oder  ver^^ 
wendet  werden.  ^ 

'  ■ 

re  U  au  TUel  IT.  §.  9.  d^r  JBwr^iAm   Fer/a»' 

sung^''  UrkunfU.    «     '       •        , 

iiber  die  anssem  Bedbtsverhaltnisse  dea  Konigrrich^ 
Baiern,  in  BeziefaQng  muf  Religion  itnd  kircUiehe  Geslallw 
achaften. 

r 

L    A  b  s  c  h  n  i  t  t. 
AUgemeine  BestixmnaDgeD  iiber  Reiigtons-yerlialtnlsse.  - 

^    Srstee  Kapitel. 
ReUgions-  mid  GewiMens-FMliei^.       .  ^    • 

§.  1.  Jedem  £inwohner'des  Aeiches  ist  diffrfi  deib  9ten  §. 
dea  IVten  Titels  der  Verfassungtf-Urknifde  dne  voUkoinmene 
Gewiasens-Freibeit  gesiehert.  •<  *  ^ 

5*  <2*  £r  darf  detmiach  in  GegenBtdaden  des  Glkubena 
nnd  Gewisaens  keinem  Zwange  nnten/forfen,  auch'darf  Nieman* 
djta^  zn  welcber  Religion  er  sich  bekennen  mstgi  die  efafkchfe 
Hansandacht  nntersagt  werden.  <  '    ^^ 

5«  S*  Sobald  aber  mehrere  Familjen  zur  Ansiibung  ihrer 
Betigion  sich  verbinden  woUen,  so  wird  jederzeit  hiezu  die 
Konigiiche'  ausdriickliche  Genehmigung  nach  den  im  If.  Ab- 
schnitte  folgeaden  nahern  Bestimmungen  erfordert^ 


*)  Sieh  die  fojgende  Beilage  H,  .  .  >    ..        *  <i  > 

16* 


>»      \ 


TOBO 

t 

;^;vf3   |Ai}e  hetbiKdMti  Zi!isafflai«nkiii«fte   itiit«r  .dem  Vor- 
4dii4(i^^de»^1i&^cl/en  Gottesdietistes  sind  verboten. 


.1:  '     « 


.  1    ,  Wabl  det  Glaubens  -  BekeiintniMef • 

$^6<  PH^^fU.det  Gl«uben»-B(ekenntniises  ift  jedem  SCaats- 
^Hiis^obneiMia^li  se^ti^  ^gepen  freion  Ueberzeugung  iiberlsssen. 

§.  6*  Derselbe  muss  jedoch  ^Us  hiezu  erforderlichc  Uq- 
terscheidsin^jllt^',  welcbes  fdr  beide  Gescblechter  auf  die  ge- 
aeUdicbe  Voljjiibrigkieit  beatimmt  wirfl»  erreicht  haben. 

§.  7.  Da  diese  Wafal  eine  eigene  freie  Ueberzeugung  yor- 
auasettt,  40  kann  sie  nur.solchen  Ipdividuen  zustehen,  wekbe 
in  keiiiem  Geistes-  oder  Gemuths-Zustande  sich  befinden,  der 
sie  derselben  imrahig  macht. 

§4  S' ,  Kooe  Parthei  dar^  die  Mitglieder  der  anderndurch 
Zwang  oder  List  aum  Uebergang  verleiten. 

§.  9*    Wenn  tod   denjenigen,  welche  die  Raligiona-EnDe- 

jbniig  zu  leiten  haben»  eine  sqlcbe  Wahl  aua  eioem  der  obigen 

.jGrAndetaiigefoehteii  wird,    ao  liat  die  betreffende  HegieruDgfr- 

Bfihotde.^n.FaU  zp.  iintersnohett«  undeo  daa  KoniglicheSlaate* 

Miniaterium  des  Inne^  zu  berichten» 

f  •  10«  Der  Uebergaog .  von  einer  Kirche  sn  einer  endem 
masa  aileseit  bei  d^m  einachlagigea  Pfiirrer  oder  geiatlichen 
Vorstande  aowohl  der  neugewiihiteD»  ab  der  yerlassenen  Kirche 
peraoolich  erklart  werden» 

$•  llr  IHircb  die  Beligiens--Aeodening  gebeoi  elle  kircfa- 
liobeAiGeseUsi^liaftsrechte  der  verlassenen  JKirche  Terloren;  die- 
aelbe  hat  aber  keinen  Einfluss  anf  die  aUgemeineh  ataatsbin^- 
gerlif^en  lUchtej  «Bbren  und  Wnrdfoj  ausgenommen,  ea  ge- 
.eobebe  der  Upbertritt  zu  einer  BeUgiona^Pactbei,  welcber  nnr 
eine  l^eschraukte  Theilnahme  ^an  dem  .Staatabiirger*Rechte  g»- 
alettet  ist. 

Drittes  Kapitel.' 
Religions-Terbaltniste  der  Kinder  ans  gemiteliten  Eheii. 

^  5*  i^-  ^^^enn'  in  einem  giiltigen  Ehevertrsge  zwischen  El- 
tern,  die  verschiedenen  GlaQbens^Bekennlnissen  zdgethan  sind, 
bestimmt  worfleO  ist,  in  welcher  Religion  die  Kinder  erzogen 
werden  aollen,  ao  hat  es  faiebei  aein  Bewenden» 


Backsicht  ibrer  Foniiy  ah  dwr  ^eit  der  JErriphlfayg  fledig^icb» 
nach  den  biirgerlic^^  •  Ge«eteeii  zii  beurtheilen* 

§•  14*  Sind  keine  Eheptcten  oder  souMige  Vertrage  hii«^ 
iiber  errichtet,  oder  iat  in  jenen  Uber  die  religiou  £rxiebung 
der  Kinder  uichts  verordnet  worden,  so  folgen  die  9obaa  den 
Religion  dea  Vaters;  die*  Tochter  verden  in  dem  6hiubBBii<*B4h 
kenntniase  der  Mutter  erzogen. 

$.  15.  Uebrigena  benimmt  die  Verschiedenfiei^  de$  kirdih 
lichen  Glaubena-Bekenntnissea  keinem  der  Eltern  die  ihm  aonst 
fre^eu  der  Erziefaang  sustehenden  Rechte. 

5*  16'  ^®'  ^o^  ^^  Eltem  andert  nichts  in  den  Bestini- 
niungen  der  ^phen  12.  mid  14.  ifter  die  teligiose  £rziefaun|; 
der  Kind^. 

§.  17»  Die  Ehescheidungen,  oder  alle  aonttigen  recfatsgul* 
tigen  Auflosungen  deir  £he  konnen  aof  die  Religion  der  Kinder 
kdnen  Einfluss  haben« 

^*  18.  Wenn  ein  das  Religiohs-Verhaltnisa  der  Einder 
bestimmender  Efaevertrag  Torfaanden  iat,  so  bewirkt  der  UebeiW 
gang  der  Eltem  za  einem  andem  Glaubens^Bekenntnisa  daria 
in  ao  lange  keine  Verandemng  ^  ala  die  £he  nooh  gOQiiacht 
Bleibt;  gefat  aber  ein  Efaegatte  zur  Religito  dea  andern  iiberf 
und  die  Efae  h6rt  dadurch  auf,  gemischt  zn  sejn^  so  folgen  die 
Kinder  der  nun  gleicfaezi  Beligion  ilnrer  Eltern^  ausgenommen 
aie  waren  —  dem  bestefaenden  Efaevertrag  gemass  —  dprdi 
die  Cottfirmation  bder  Gommunion  bereita  in  die  Kircho  einer 
anderti  Confession  anfgenommen,  in  welchem  Falle  aie  bia  zuin 
erlangtexi  Unterschefdangsjahre  darin  za  belasseu  aind. 

§.  19.  Pflegkinder  werden  nach  jenem  Glattbens-Bekeniit- 
niase  erzogen,  wdchem  aie  in  flirem  vorigen  Stande  zu  folgen 
IiatUn.     ' 

§•  20.  Barch  Heirath  legitimirte  natiirliche  Knider  wcr- 
iea  in  Beziefaong  auf  den  Religion<*Untcrricht  ehelicfaen  Kin- 
dem  glei<^  geachteL 

5*  21.  l>i^  ubrjgen  natiarlichen  K^indei:, .  wenn  «ie  von  ei- 
nem  Vater  anerkannt  sind^  werden  in  Ansehung  der  Religions-i 
Eniefaang  gleicLJills  wio  die  eheiichen  behandeU,  aind  aie  aber 


S80 

▼OD  demyater  mcbt  mnkxont^  to  Werdtodi  mcli  demGIm- 
bttEi^BdtedntniM  dtrMiitter  erzogte; 

§»  22*  FindHnge  rnid  mtiirliche  Kinder,  deren  Mutter 
ndltiekannt  iftt,  folgen  der  Religlon  desjenigen,  wekher  dasKind 
anfgettommen  hat,  aofefn  er  einer  dei^  offentlich  eingefiihrten 
Kirchen  angehorty  oder  der  Religions-Parlhei  des  Findlings- 
infttitute^  worin  sie  erzbgeA'  werden.  Ausser  diesen  Fallen  rich- 
tet  sich  ihre  Religlon,  nacfa  jener  der  Mehrheit  der  ^nwohner 
dea  Findungs-Orts.  •  ^ 

§,  23.  t)ie  geistlichen  Obern,  die  nachsten  Yerwandten, 
die  Vormiinder  und  Palhen  liaben  das  Becht',  dariiber  zu  wa-^ 
chen^  dass  voristehende  Anordnungen  befolgt  werden.  Sie  k6n<« 
nen  zn  diesem  Behufe  die  Einsicht  der  betrelTenden  Bestimmun- 
gen  der  EheyerCrage  nnd  der  ubrigen  auf  ^e  Religions-£rzie* 
Iiung  sicli  l)eziehenden  Urkunden  fordern. 

n.Abschnitt. 

Ton  Religions-  und  Kirclien-GeselUchaften.    *   -    '     - 

^  Erstes  Kapitel. 

Ihre  Aafoahme  nnd  Bestatjgang* 

S-  24*  Die  in  dem  Konigreiche  bestehenden  drei  christU«» 
chen  Glaubens-Confessionen  sind  als  offentljche  Kirchen-Ge* 
eellschaften  mit  gleichen  burgerlichen  und  politischen  Rechten, 
nach  den  unten  folgenden  naheren  Bestimmungen,  anerkannt. 

%.  25.  Den  nicht  chrietlic^eo  Glaabens-O^ossen  ist  swar, 
nach  %§.  ;i.  und  2«  eine  yoUkommeoe  Religions-*  und  G^wia-^ 
sens-Freiheit  gesfattet;  als  Religiona^GesellsclfafiLen  ^nd  in  Bo- 
ziehung  auf  Staata-Burger-Recht'  aber  siad  aie  nach  den  iiber 
j3ire  burgerlichen  Yerhaltnisse  beatehenden  beaonderen  (vesetzen 
nnd  Verordnungen  zu  behandeln* 

5.  26*  Religions-  oder  Kirchen-Gesdlschaften,  die  nicht 
m.  den  bereita  gesetzUch  aufgenommenen  gehoren,  darfen  ofane 
aaadruckliche  KonigUche  Genehmignng  nicht  eingefuhrt  werden^ 

§.  27«  Sie  mu^sen  vor*  der  Anfiiahme  ihre  Glanbena-For- 
meln  nnd  innere  kirchliche  Verfassung  cur  Einsicht  and  Pr&- 
fong  dem  Staats-Ministeriom  dee  Innern  vorlegen. 


m 

Beckte  uid  Befbgiiitse  dar  aufgiiioiiimnai  «oA' b^i^biiti^ff^  Jt^sgipm-  «nd. 
'  Kirch^- Gea^llschafun. 

§-  fiS.  ,  Pi0  mit  aiudriiciUichfr ,  Konigljiclier  CtenebiDig}9ag, 
aufgenoaiiQedieii  Kizcben-v^GeaellffchAit^n  gioniemn  ,di^  Aecbh^ 
offentliclitr  CorporaUoiien.  .       < 

5»  29«  Pie  zur .  Aneiibung  .ihres  Gottesdiemtes  gewi^e^ 
teii  Gfbaude  follen,  yri»  andere  bffeniiicbe  Gebaude,  ge^cbiit^jt 
werden. 

$•  80.  ^  Dje  zur .  Feier   ibre^  Gotteadienslea  nnd  sum  Be-  " 
ligions-Unterricbte  bestellten  Personen  genieasen  die  Rechte  .und 
Acbtung  offentlicber  Beamten. 

§•  Sl-  Ibr  fjgentbum^  stebt  unter  dem  besondern  Scbutze 
des  Staats.. 

S*  S2«     ^>°®  Beligions-Geseliscbaft,  welcbe  die  Becbte  bf-* 
Fentlicb  aufgenonunener  Kircben.Gesellscbaften  bei  ibrer  Geneb- 
migung  nicbt  erbalten  bat,  vrird  nicjit  als  eine  offentlicbe  Cor«v 
poration^  sondern  als  eine  Privat-Gesellschaffc  geacbtet. 

$.  33.  £s  ist  derselben  die  freie  Ausiibung  ibrea  Pdvat- 
Gottesdienstes  gestatteL 

§>  34-  Zu  dieser  gebort  die  Anstellung  gottesdienstlicber 
Zusammenkiinite  in  gewissen  dazu  bestimmten  Gebaaden,  und 
die  Ausiibung  der  ibren  Religions-Grundsatzen  gemassen  Ge- 
braacbey  sowobl'  in  den  Zusammenkunften ,  als  in  den  Privat* 
Wobnnngen  der-  Mitglieder. 

§.  35.  Den  Privat^Kircben-Gesdlschaften  ist  aber  nicbt 
gestattet,  sicfa  der  Glocken  oder  sonstiger  Auszeicbnangen  zu 
bedienen,  welcbe'  Gesetze  oder  Gewohtdteit  den  ^flentlicben 
Kircben  angedgnet  baben. 

$.  36*  Die  Ton  ibnen  zor  Teier  ihrer  Beligions-Hand- 
lungen  bestellten  Personen  geniessen  als'  solche  keine  besonde- 
ren  yoniige.  ■  ' 

§*  87.  IHo  ihtten  «nstel^enden  weiteren  Bechte  mihsen 
nech  dem  Inbalto  ihrer  Aufmdims-Urkunde  bemeesen  werden* 

'  S«  88*  Jeder  genebmigten  Frivat-  oder  oSentlicben  Kir- 
cben-Geeellscbaft  'b>mmt  unter'^er  obersten  fitaa€s«*Aufiiicbt 
nach  den  im  Uf.  Abscbnitte  entbaltenen  Bestimauiiigen  dnie.S&^ 
fqgpiss  zu,    nach  der  Formel  und  der  von  der  Slaats-Gewalt 


''iii&k$^^^ '^^ttHtg' Srr^  K!re1ie,    aUe    Irni^ii  Eirchea- 

Dahin  gehoren  die  GegennfSnde:  . 
iV'^er  GldiiV^nsIiiibfe^  der  Form  ndd  der  Feier  dee  Oottet- 
^dien^tes/  ii)  dier  ^^istliclieti  Anitiriihraug/d)  des  religfoeen  Volks- 
'tJnt^rricht»| 'e)  det  Kircheh.Disciplin^  f)  der  Approbation  imd 
'O^diHation  diei^  Kihcheudiener,  g)  der  EinWeihnng  der  zam 
Co^tebdfehstiB  gewidmeten  Gebaude  und  der  Kirchhdfe;  h)  der 
Adsiibung  der  Geri^htsbarkeit  in  rein  geistUdien  Sachen;  n&m- 
lich  des  Gilwissens  und  der  Erfnllung  der  Aeligion««.  und  Kir- 
dieri-Pilichten  einer  Kirche,  l^ach  ihren  Dogmen ,  flymboliechen 
Biichern  und  darauf  gegriirideten  Verfassungen. 

5*  39«  ^®°  kirchlichen  Obern,  Vorstehern  oder  ihren  Be- 
prasentanten  kommt  demnach  das  allgemeihe  Recht  der  Aof^ 
aicht  mit  den  daraue  herTorgehenden  ^irkungen  zu ,  damit  die 
Kirchen-Geset2e  befolgt,  der  Cultns  diesen  gemass  aufrecht.  er- 
halten,  der  reini  Geistder  Religion  und  Sittlichkeit' 'bewAhrt, 
und  dessen  Attsbreitnng  befordert  werde.  Der  Antheil,  welcher 
jedem  Einzelnen  an  diesefAufsicht  zukommt^  wird  dm*oh  seine 
AmtsvoIImacht  bestimmt. 

§.  40«  Die  Kirchengewalt  iibt  das  rein  geistliche  Corre- 
ctions.Recht  nach  geeigneten  Stufen  aus. 

§>  41*  Jedes  Mitglied  einer  Kirchen.Gesellschaft  ist  schoL 
digy  der  darin  einjgefnhrten  Kirchenzucht  «ich  zu  unterwerfen. 

§.  42.  Keine  Kirchengewalt  ist  daher  befhgt^  Glaubens- 
gesetze  gegen  ihre  Mitglieder  mit  Susserm  Zwange  ^eltend  za 
machen. 

'  $.  43«  Wenn  einzelne  Mitglteder  durch  dfientltehe  Hand^ 
jungen  eine  Verachtung  des  Gottesdienstes  und  dbr  Religions- 
Gebrauche  zu  erkennen  geben,  oder  andere  in  ihrer.  Andacht 
stbren^  so  ist  die  Kirchen-Gesellschaft  befugt,  ^  dergleichen  un« 
wiirdigen  Mitgliedem  den  Zutritt  in  ihre  Versammlungen  ni 
Versagen* 

§.  44-  l^io  In  dem  Kdnlgreiehe  aU  b£FentUche  Corpora* 
tiofilefn  aufgenbilKmeneti  Kirditn  aind  beitechtigt,  Eigenlhum  zu 
besitzen;  und  nach  dcn  hieriiber  beatdienden  Gesetzen  audi 
kiinflig  za  erwerben. 

§.  i$. .  pi^  £igenlhum9fahigkeit  dev  tiidit  ofienlliobea  Kir- 


ciim-0«8eUidui^eii  wir4  v^  ihji^  Aflftw^m^V^iWJSflft;^^?' 
wenn  in  dieser  deriiber  nichU  festgeAetM^AsV^^fif^^^^f^fQ 
der  Privat^Geselltchaften  beit^nml;  -  ;•    ii^    rr.oi,,-.  rMi.cf 

§i  46.  Allen  BeligioQstiie^en '  ofcne  .A|i(i9^]l)fli/?.>t,,j^aM^^ 
nfge,  waa  aie  an  £igenthiiin  geset^BViHasig,  'lii^z^^  r^s  a?j^,  fBr 
,diB  Coltna  oder  fixr  den  Unterxjcht  b^^tfopty'.  ea  .hie.9Uh^  ^n 
li^enden  Gi^tem,  Eechten,  .Capilalien^  b,aaTli#i  lErelde^.jy^iipe^y 
oder  aonatigen  bewaglichen  Sachen  dur^h  den  §^  9«.iKi^lV#  J^l 
der  Verfafannga-Urkande  dea  Reichea  gacantixt..  ... 

§.  47.  Daa  Kirchenveraiogen  darf,  imi^r/  keinein  Vor- 
wande  zum  Staatavermogen  eingiezdgeii  und  in,  der  Svb^taoz 
znni  Beaten  einea  andem  ala  dea  beatimmten  Stiflungszw^eckea 
ohne  Zoatimmung  dea  Betheiligten  f  uifd  aofern  ea  allgemeine 
Stjftungen  betrifi^y  ohne  Zuatimmung  der  Slande  xiipht  verau.s- 
eert  oder  verwendet  werden. 

§0  48*  Wenn  bei  demselben  in  einzelnen  Ocmeipdeni  nach 
hinlftnglicher  Deckung  der  ^  Lokal-Kirchenbedurfniatey  Ueber- 
achtiase  aich  ergebeni  ao  sollen  diese  zum  Besten  des  i\anili"- 
cfaen  Bdigioustheilea  |iach'  folgenden  JSeatimmungen  verwendet 
werden:  a)  zur  Erhaltung  oder  Wiederherstellung  der  Kirchen 
nnd  geiatlichen  Gebaude  in  andern\  Gemeindeo,  die  darpr  kein 
hinreichendea  eigenea  Vermogen  besitzen^  b)  zur  Erganzung  dea 
Unterhalttts  eiazelner  Kiid^ndiener,  oder  c)  zur  Fundation 
neuer  notfawendiger  Pfarrstellen;  d)  j&ur  Unterstutzung  geistli- 
cher  Bildungii-Anstallen;  e)  zu  Unterhaltungs-B^tragen  der 
dorch  Alter  oder  Krankheit  zum  Kirchendienst  unfahig  gewor- 
denen  geistlichen  Persouen. 

$•  48*  In  sofierne  iiir  diese  Zwecke  voni  Kir<rhenverm6* 
gen  naefa  einQr  voUstandigen  Erwagung  etwas  ^nt|>ehrt  werden 
kann,  wird  dieser  Ueberachuss  im  £inver9tandnisse,.mit  der  be^ 

■ 

trefiendeli  geistlich^n  Ober-Behorde  vorziigUdi  zur  Erganzung 
von  Schul-Anstaiten ,  dann  der  Armeo-Slif^ungen  (wohin  auch 
jene  der  KrankenpIIege  zu  rechnen  sind)  verwendet  werden. 

.    .  Ifl.    A  b  a  c  fa  n  1 1  t.    /'    -j 

Verhalliiiase  der  im  Staale  aafgeneinmeDtin  Kir«)^AS^aaeUs^haften ,  aor 

StaaU  Gevalt.  . 

Er9tet  Kapitel. 
In>Rel]gioD8-  nnd  Kircbensaclien. 

§.  50*    Seine  Slajestat  der  Kbnig  hebWiiii  mtefareven  Ver- 


ardnangoa  Ikren  ernallidian  Willen  ai(iges|paro^Iitti^  dais  dk 
gekUioha  Gewalt  ia  ihnsm  eigentlichen  Wirkungfikreiee  nie  g9*r 
hemmt  werdeUy  Und  dio  Unigliche  wcltliche  Regiemng  in  rein 
gejstliche  GegenBtande  dea  Gewissene  nnd  der  Religionslelure 
eich  nicht  einauechen  soUey  als  in^^aoweit  das  Koniglicfae  ober- 
ste  Sohats-  oder  Aufoichtsrecht  dahei  cintritU  Die  Kon^glichenu 
Lsndesstellen  werden  wiederholt  zur  genauen  BeMgong  dersel-. 
ben  augewiesen.  t     i 

§•  51.  So  lange  denmach  die  Kixchen-Gewalt  die  Grenzen' 
ihres  eigenllichen  WirlLungskreises  nicht  iibexachreitety  ksnn 
dieselbe  gegen  •  jede  Verktznng  ihrer  £eohte  und  Gesetze  dca- 
Sohttta  der  Slaats-Gewalt  anrafeni  dei;  ihr  voa  den  Koniglichenx 
einschlagigen  Landesstellen  nicht  yersagt  werden  dar£i 

§.  62«     £a   steht  aber  auch   den  Genoasen  .einer  Kirchen-. 

Geaellschaft,   welche  dorch  Handlangen  der « geistlichen  Gewak 

gegen  die  festgesetzte  Ordnung  beschwert  werden,  dicSeiugniss 

'zu,    dagegm   den  Konijlichen  Landesfiirstlichen  Schutz  anzo- 

mfen. 

§.  5i(.  £in  solcher  Recurs  gegeu  eioea  Missbraach  der 
geistlichto  Gewait  kaaa  entweder  bei  der  einschlagigen  Regie- 
rungs-Behdrde;  welche  dartiber  alsbald  Bericht  an  das  Konigli- 
che  Staats-Ministeriam  des  Innera  zu  erstattea  hat,  oder  bei 
Seiner  Majestat  dem  Konige  onmittelbar  angebracht  werden. 

§.  64.  Die  angebrachten  Beschwerden  wird  das  Konigli-^ 
che  Staats-Miaisterium  des  Innern  antcj^suchea  lassen,  und^  ei- 
lige  Falle  ausgenommen»  nur  nach  Yernehmung  der  betrefienden 
g^tlichen  Behorde  das  Geeignete  darauf  verfugen. 

§,  55.  Dei  Aegent  kann  bei  feierlichen  Anliissan  ia  dea 
▼erschiedenen  Kirchen  Seines  Staates  durch  dia  geiatlichen  fie- 
hordea  offentliche  Gebeta  uad  D^nkfeste  anordnen. 

'$.  66*  Auch  ist  Qtoselbe  befugt,  wenn  er  wahmimmt, 
dass  bei  einer  Kirchen-GeseUschaft  SpaltungeUy  Unordnungen 
oder  Hissbrauche  eingerissen  sind,  zar  Wicderherstellong  der 
Einigkeit  und  kirchlichen  Ordnaag  uater  Seinem  Scbutze  Kir- 
dhen-Ve]»anunIangeB  su  veranlassen^  ohne  jedoch  in.Gegen- 
stiinde  der  Religtonslehre  Sich  selbat  einzumischen. 

§.  6i'  D&  die  hoheitlicfae  Oberaofsicht  iiber  alle  inner- 
haUi  der  Grenzen  des  Staats  vorfallende  Handlungen, 


m 

m 

ond  VkULIlantfT  siekjenireckti^  00  ist  dio  ^tMts^JMalt  be^- 
reefafdgity  vo»  AeB^eaig^  wat  in  den'Verfeaiiiixihiii(^  der  Kok 
cheii^GeseUidiefUii  gelehrt  und  Terlieadelt  wird,  Kiemtiiise  eiiH 
mzieheD; 

§.  '68»  Hiermch  diirfeti  keine  Creselse^  Verordnungen  oder 
eoastige  Anordnimgen  der  Kirchen-Gewilt  nech  den  hleriiJber  la 
den  Koniglidien  Lenden  schon  langsl  besteheqden  Gttiepd-i 
Mendaten '  ohne  Allerhdchste  Einsicht  und  Genelunigang  publt*»' 
oirt  ued  Vollzogen  werdeu.  Die  geistlichen  ObrigLeiten  sind 
*ge]ieHeny  nschdem  sie  die  Kunigliche  Genehmigung  sur  PubU* 
calion  (Placet)  erhalten  haben,  im  £ingange  der  AusschreiboBgea 
ihrer  Verordnungen  von  derseiben  jederzeit  ausdrilcklich .  Er- 
wiihnung  xn  tban.   ^  .       . 

§,  69.  Ausschreiben  der  geistlichen  Behorden ,  die .  sidn 
Uoe  auf  die  ibkieiL  untergeordnete  Geistlichkeit  bezieheti^  nnd 
aus  geaeharigten  allgemeinen  Verordnongen  heryoi^eheiiy  bediir^ 
fen  keiner  neuern  Genehmigung.     .  « 

§»  60«  Die  Ausiibung  der  geistlicfaen  Gek^ichtsbarkeit  koniaiC 
zwnr  nach  §.  38.  lit.  h.  der  Kirchen-Gewalt  zu;  die  dalur 
angeordnefen  Gerichte,  so  wie  ihre  Verfassong  miissen  ab^ 
▼or  ihrvr  Einfiihrang  Ton  dem  Kontge  bestatigt  werdenJ  Auch 
eoHen  die  eiinchlagtgen  Kdniglichen  Landesstellen  aufmerksam 
eejn,  damit  die  Koniglichen  Unterthsaen  tou  den  geistliefaen 
Stellen  nicht  mit  gesetzwidrigen  Gebiibren  beschwert,  oder  in 
ihren  Angelegenheiten  aaf  eine  fiir  sie  llstige  Art  aafgefaalten 
werdeu.'  ,       ' 

$.  61.  Dxe  Torgeschriebenen  Genehmigongen  konnen  niir 
Ton  d^m'  Kdnige  selbst,  mittelst  des  Koniglichen  Staats-Ministe- 
riams  des  Innern  erdieilt  werdeu,  an  welches  die  zu  puUici* 
renden  kirchlicfaen  Gesetze  uad  Verordnungen  eingesendet,  und 
eonstige  Anordnungen  ausfiifarlicfa  angezeigt  werdeU  nuissea. 

.  f  Zweites  ^apiteL  , 

Jbi  ihrea  biifgerlichjQn  Haedlangen  and  Bezxebnngen* 

§•  62.  Die  Religlons-  und  Kirchen^  Gesellscfaaftta  miiflsett 
eich-in  Angelegenfaeiteny  die  sie  mit  anderen  biirgttEehen  Ge- 
eeUsehallen   gemein   heben,    nadi    den    Gesetzeii    dea    Staats 


sw 


.  M-V'  §»  6ft»«'  DiiSQn'  64ietz«B  sind  in  ibTea  burgerlidMti  B«- 
JlMbwCieii  iowobl  idie.Ob€rn.  der  Kixohe  aU  einMlne  Mi^ieder 
4ivielbenueii£  giaiobe  Art  imfeerworfcn*.  * 

•  ;.  §•  64^  Ziir  Beseitigong  ftUer  >]dinft]gen  Anstande  werden 
xif^ik  ,«o}cb«n  Beaiehium^n  aUi  weltiiche  Gegenstande .  erklart : 
a)  alle  Vertrage  und  letztwillige  Diapotitionen  der  Geistlicben^ 
hi  idl0  Beeli^un^  iiber  liegende  Gutelr  etd.  fahrende  Babe, 
£lul2iongy  Aetttien^  Aechte  der  KircfaoD  und.ldrGfalichen  Pereo^ 
nen  $  c)  Verordnongen  und  Erkenntnisse  .  iiber  Verbretehen  und 
'Sfrafen.der  Geistlidbcn,  wekhe  anf  ifare  burgerlidien  Bechte 
cinen  Einfluss  habeni  d)  Ehe^Gesetze^  lo  aolern  siOu  den  biUH 
feriioh^n  Vertrag  und  dessen  Wirkungen.  betre£Bsn;  e)  Privilo- 
^9n^  Dispensationen ,  Immunitaten ,,  £zemtioneny  aum  Besten 
gam^r  ISarchen  •  Gesellschaften ,  einaelner  Gemeinden ,  oder  Ge^ 
eellscbafls^Genosaen»  oder  der  dem  Religtonsdtenbte  gewidmeter 
Ortettnd  Giiter^  in  sofeme  tsie  politische  oder  biirgerliche  Ver- 
haltnisse  beriihreij;  f)  allgemeine  Normeu  iiber  die  Verbindlich- 
keit  xiir  Erbauung  i;md  Erhaltung .  der  Kirchen  und  gQistlichen 
Gebaude^  g)  Beitimmungen  iiber  die  Zulassung  voh  Kirchen-* 
ffriinden;  h)  VorschriAen  iiber  die  £inrich|tung  der  Kircben- 
listent  als  Quellen  der  Bevblkeruogs-Verzeichniase,  als  Begister 
dee  GTiIstandes  und  iiber  die  Legalitat  der  pfarprlic}ien  Do* 
kumente. 

§•  65*  In  allen  diesen  Gegenstfinden  kommt  der  Staats** 
Gewalt  allein  die  Gesetasgebung  und  Qejricblsbarkeit  zu« 

§,  66.  Hiemach  sind  alle  Geiatliclien  in  biirgerlichen  Per« 
8onal*KIagsachen^  in  allen  aua  biirgerlichen  Contracten  hervor- 
gehenden  Streitaachen,  in  den  Verbandlungen  iiber  ihre  Ver» 
laaaenschaften  etc.  einzig  den  weltlichen  Geridbten  iibergeben. 

§.  67»  Sie  geniessen  nach  Titel  V.  §*  5.  det  Verfasaungs- 
Urkunde  in  biirgerlicben  und  strafrechtlichen  Fallen  den  befrei- 
ten  Gerichtsstand. 

§.  68.  Bei  Sterbfallen  der  Geistlichen  aoll  darauf  Riick- 
eicht  genommen  werden^  daas  dfe  geistlichen  Verrichtungen^ 
wenn  delr  V.entorbene  dergleichen  vorsehen  hat,  tricbt  gehemnit 
wetden;  allesy  was  darauf  Beaog  haty  und  zum  Gottesdienste 
gehorty  ab  heilige  Gefasse  etc.  :soU  von  der  Sperre  anagenom- 
men,  und  mittdst  Veraeicfatiiasea  enlweder  dem  Njicfafolger  im 


'Beneficanm  eogleich  wrafcfolgt  eidtr  soieni  wij^era  *  Bh^m 
eiostii^eilen  iibergebeD  werden,  wnm  nfc&l  m  )jbr^'UebeiibillBh4t 
ein  Abgeordneter  der  geistlichen  Beb6itle  siGh' enifiiidet^  ^1^0^10 
*  za  diesem  Ende  von  dem  weltlicben  Ricfater  b^  jedkHifiteit»- 
iallii  eines  im  Beneficium  stehenden  Geietliefaen  davioii  itiKebnffJ^ 
niss  xa  sctzeii  itt 

5»  69.  Di^  Crioiinat-Gencfatsbarkeit  aiioh  ttber^itftllcU 
•kommt  miF  deil  ieinedilagigen  Kdnlglidietf  weliMcheo  Geridr^ 
ten  m.  - 

§•  70b  Mese  aollen  iiber  die  einschliigige  geiifh'dio  B4^ 
borde  jederzeit  Ton  dem  Erfolge  der  Unterihichang  in  KennU 
niss  setzen,  nm  aach  von  ihrer  Seite  gegen  die  Person  des  Vefb 
brecbers  in  Beziebang  auf  seine  geistlichen  Verhliltnisse  'dae 
Geeign^te  darnach  verfiigen  za  konnen. 

§.  71*  Keinem  kirchlichen  Zwangsmittel  wird  irgend  eia 
Einfldss  aaf  das  gesellschafniche  Lefaen,  und  die  biirgerliche^ 
VerfalLItnisse,  ohne  Einwilligung  der  Staats-GeWah  im  Staate 
gestattet. 

§•  72.  Das  Verfahren  der  weltlichen  Gepchte  in  Gegen^ 
standen,  welche  nach  den  pbigen  Bestimmungen  zu  ihrer  Ge- 
richtsbarkeit  gehbren^  darf  dorch  die  Einschreitdngea  geistlicher 
dtdl^n  weder  antefbrochen  noch  aufgehoben  werdetf. 

§•  7^*  Die  Kirohen  und  GeisUichen  konnen  in  Ansehung 
des  ihnen  zustehenden  Vernjogens  weder  von  Landes-Uotertha- 
Digkeity  weder  von  Gerichtsbarkeit  noch  von  oflentiicben  Staata- 
Lasten  irgend  eine  Befreiung  ansprechen. 

•  '  • 

§0  7<t  .Alle  alteren  Befreiungen^  die  hierUber  mogen  ver'* 
lieben  .'^o^de^  seyui  ^^rden  als  nichtig  erklart^ 

5«;. 7^«  Bie  Verwaftang  ^es  Kirchen-Vermogens  stehet  nach 
den  hi^rHber.jgegebeoen  Gesetzen  unter  dem  Koniglichen  ol^^ 
aten  Schptze  und  Aofsi^ht.  .  .    , 

Drittes  Kapitel. 
Bei  Oegeustaaden  gettt*cht«r  KaMr*  .    ^ 

f^-Tft  'Onte^  GegenM&nden  gemischler  ICalar/werAen  dJv- 
jenigen  verstatAlen,  w^Icfao'%wirr  geistlioh  miA,  absr  dfft<Bel»>> 
gion  nioht  weftentMek  betk^eii,  und  zagkiefa^irgend  eit»  Be- 
inehiingi^iatdett  fitaat  «itfl'das  weMtcfao-WoU^der  Siiiwohiiar 


888 

^doiifllbeii  ittiMii. '  Diliiii  gdidren:  a)  AHe  AnorJfiangto  iiBer 
fien  «nnerti  *  Gotteedienst ,  dessen  Ort,  Zdty  Zafal  ete.;  b)  Be. 
aoHtfinknng  oder  Anfliebnng  der  nicht  zu  den  wesenlUchen 
Theikn  4er  Cidtae  geborigen  Feierlidikeiten,  Proceesionen, 
Mebei^Andachien,  Geremoiden,  KreiizgangennndBraderschaften; 
c)  Errichtung  geistlicher  Geselhchaften  nnd  sonstiger  Institate 
imd  BestMuattng  ihrer  Geliibde;  d)  organiache  Bestiinainngen 
iiber  geiatliche  Bildonga-,  Verpflegs-  und  Straf- Apstalten ;  e)£iii« 
theilang  der  Didcesen,  Dekanats-  imd  Pfarr-Sprengal ;  f)  alla 
Gegensliinde  der  Gesandheita-Polizei^  in  soweit  diese  kirchlicha 
Anslalten  mit  beruhren. 

§.  77«  Bei  diesen  (^egenstanden  diirfen  Ton  der  Kirchen- 
Gewalt  ohne  Mitwirkung  der  welijfichen  Obrigkeit  keini  einseu 
.    tigen  Anordnnngen  geschehen. 

§.  78.  Der  Staats-Gewalt  steht  die  Befagniss  ra,  nicht 
nur  von  allen  Anordnungen  iiber  diese  Gegenstande  £insicht 
zu  nehmen^  sondern  auch  durch  eigene  Verordnungen  dabei 
alles  dasjenige  zu  hind$rn^  was  dem  bffentlichen  Wohie  nach- 
theilig  seyn  konnte.  v 

§,  79*  Zu  ausserordentlichen  kirchlichen  Feierlichkeiten^* 
besonders  wenn  dieselben  an  Werktagen  gehalten  werden  wol- 
len,  muss  allezeit  ^die  specielle  Konigliche  Bewilligung  erholt 
werden. 

IV.,   Abschnitt 
Von  dem  Verhaltnisse  yerschiedener  Eeligiona-GeaelUchaften  g^gpn- 

einander. 

Erstes    Kapitef. 
Allgemetne  Staatspflichten  der  Kirchen  gegeneinanden  ' 

§•  80'     Die  im  Staate  besteh^den  Religibns-Gesellschaften 

sind  sich  wechselseitig  gleiche  Achtung  schuldjg;    gegen*  deren 

Versagung  kann  der  obrigkeitliche  Schutz    angernfea    werden, 

der  nioht  verweigert  werden  darf ;   dagegen  ist  aber  auch  kei* 

'  ner  eine  Selbsthiilfe  erlaubt.  ,  ^ 

§.81.  Jede  Kirche  kann  fiir  ihre  Belfgions-Randlnngen 
vOn  den  Gliedem  aller  uErigen  Religions-Parlheien  vollkomme- 
ne  Sicherheit  gegen  Storungen  aller  Art  verlangen. 

§,  8%    Keine  Kirchen-GeseUschafit   kann   verbindliii^h  ge-  « 
matiht  werden,   ap  dem  aossem  Gotlesdienate  der  Andecn  An- 


)  88» 

tlieil  xa  ntfamen,  Kciii  ReligtanB-Theil  itt  deMttdh  tohiddi^ 
die  besondereD  FeierUge  des  endem  za  Mmty  «endevB  ee  aoU 
ibm  fireietelien;^'  en  aolchen  Tagen  seio.Gtirerbe  oder  Heodthie^ 
TUtog  anflzuilben ,  jedoch  ohae  Slorung  dee  Gottesdienstea  dea 
«ndem  Theileay,  nnd  ohne,  daaa  die  Acfataog  dabei  verlet^t  wrer* 
de,  welche  nach  §.  80.  jede  Beligiona-Gesellacfaaft  d«r  andem 
bei  Anaubang  ihrer  religiosen  Handlongen  ond  Gebcittche  achul- 
dig  iat. 

§,  83»  Der  welUichen  Staata-Policet  hommt^ea  za^  io  ao« 
weit,  ala  die  £rha1tuiig  der  off^tlicheD  Ruhe  nnd  Ordoung 
xwiachen  verschied^nen  Religions-Partheien  ea -erfordert ,  Vor- 
achriften  fiir  ausaere  Handlongeny  di^  nur  zufalligen  Be^ug  ssum 
kircblicheiK  Zwecke  haben,  zu  geben» 

$•  84«  Religiona-yerwandle  einer  pffentlich  aufgenommenep 
Kirche,  welche  keine  eigene  Gremeinde  bilden,  konnen  aich  zu 
.eiiAer  entfernten  Gemeinde  ihrea  Glaubena  inoerhalb  der  Gren- 
zen  dea  Reidiea  halten* 

§,  85.  Auch  ist  ihnen  freigeatellt^  vbn  dem  Pfarrer  oder 
Prediger  einer  andern  Confession  an  ihrem  Wohnorte  jene  Dienate 
und  Amta-Funktionen  nacfazuauchen ,  welche  aie  mit  ihren  ei- 
genen  Beligions-Gmndaatzea  vereinbarlich  glauben,  nnd  jene 
nach  ihren  Religiona-GrundBiitzai  leiaten  konnen. 

§,  86.  In  dergleichen  FaUen  aollen  .dem  Pfarrer  oder 
Geiatlichen  der  firemden  Cenfeaaion  fiir  die  geleisteten  Dienste 
dle  featgeaetzten  Stolgebiihren  entrichtet  werden. 

§•  87*  IMeaen  aui  s^che  Art  der  Orta-Pfarrei  einverleib- 
ten  fremden  Religiona-Verwandten  darf  jedoch  nicfata  aufgelegt 
werden,  waa  ihrem  Gewiaaen  oder  der  jedem  Staata-Binwofaner 
garantirten  Hauaaodacht  entgegen  iat 

§•  88.  DenvMitgliedern  der  offentlich  anfgenommeoen  Kir- 
chenrGesellscfaaften  steht  die  Bildung  einer  eigenen  Gemeinde 
aller  Orten  irei,  Avenn  aie  das  erforderliche  YeTmogen  zom  Un' 
tej:halte  der  KirchencUenery  zn  den  Auagaben  fiir  den  Gottea- 
djeoaty  daon  zur  £rt7chtung  und  £rhaltung  der  nolhigen  G'e- 
baude  beaitzen ,  oder  wenn  aie  die  Milter  hiezn  auf  geaetzlich 
geatattetem  Wege  au&obringen  vermogen, 

§•  89.  Daa  Vforlialtniaa  .der  Staata-Einwohner,  welche  ei- 
ner  ReUfion  ao^oren^  derra  Mitgliedern  nur  eine^^uaaodacht 


oj^  «iMvl  Abairitg»* 6hHMiil€ti>t  gmiiiDer  bt,  nmts  aos  tei 
lAhalte  der  ConCeMiooli-Urkaiule  beurtheilt  werdea*  Sie  durfeo 
TM  ^  dev '  Dienenf  ^dw^  KiiieheiHQevelt .  ^ee  Ortes ,  wo  eie  woh- 
nany' 'gegaB'den  Siim' inid  Zwedc  der  GonfeMien  weder  be» 
eehH&nkt  tiech  1|«etelniililiget  r  werden.  l)e  eie  mil  der  Orti* 
kirche  in  kejner  VerbiDdang  itehen,  eo  konnen  von  dereelbeii 
kcine  pfimtliohen  Recble  gegen  eie  ensgeiibl  werdenj  degegen 
haben  aie  aber  euch  keinen  4ntheil  an  den  Rechten  nod  dem 
Eigienthiime  der  Kirebe. 

Zweites  Kapitel. 
Yom  Slmoltan-Oebraoche  der  Klrchen*  ' 

f*  90.  Wenn  zwei  Gemeinden  verschiedener  Relitume* 
Fartheien  .  zu  einer  Kirche  berechtigt  sind ,  eo  miisaen  dte 
Rechte  einer  jeden  faauptsachlich  nach  den  Torfaandenen  beaon* 
deren  Oesetzen  oder  Vertragen  beurthieilt  werden. 

§.  91*  Mangelt  es  an  solchen  Bestimmnngen,  so  wird  ver- 
mut&et^  dass  etne  jede  dleser  Gemeinden  mit  der  andem  gleicfae 
Rechjte  habe. 

§.  92.  nie  Enfscheidang  der  tkber  Ausiibang  dieser  Rechte 
entstehenden  Streitigkeiten^  wenn  die  Betheiligten  sie  dnrch  gS" 
meinschaftliches  Einverstandnies  nicht  beizulegen  v^mbgeny  ge- 
hort  an  das  Staats-Ministerinm  des  iDnern,  welchei  die  Seche 
nach  Verhaltniss  der  Umstande  Tor  den  Staatsreth  bringen 
•wird,  ^ 

$.  93.  Wird  aber  dariiber  gestritten,  ob  eine  oder  -die 
andiere  Gemeinde  za  der  KJrche  wirklich  T>erechtiget  sey;  eo  ge« 
hort  die  Entscheidang  vor  'den  ordentlichen  Richter. 

§>  94«  T^enn  nicht  erhellet,  dass  beide  Gemendden  ztt  der. 
Kirche  wirklich  berechtiget  sind,  so  wird  engenomnien  ^  dsse- 
diejenige,  welche  za  dem  gegenwiirtigen  Hitgebrauche  am  spa- 
testen  gelangt  ist^  denselben  als  eine  Widerlra&iche  Gefalligk^ 
erhalten  habe.  '  '  * 

X  95.  Sdbst  dn  TieljahWger  Mitgebranch  kann  f&r  sii^ 
allein  die  Erwerbung  eines  wirklichen  Rechtes  durch  Verjafarmg 
kiinftig  nidit  begriinden. 

$.  96«  Wenn  jedoch  ansser  diesem  Miigebrouche  adeh.  die 
Unterhaltdn^  der  Eirche  Von  beiden  GemJeindeh  bestritten  wor- 
den^  so  begrikndet  dies  die  Vermathungi    dase  aubh  der  spiter 


S    \ 


9*^ 


mn  llitgdirmch  gekimiiMBeii  QmMt^Sfii  ^iAlkibfmsiBmbt 


daranf  xostelio* 


•    '».'•»      /♦».*•   i>      l,ly     .*ll>l..:Ili 


§*  97.  So  ksge  eiBe  Gemkide  4m  Mit||efanoQhl  onliUii^ 
mbe  het^  hums  «ie  bei  jedeeniiligeri  Aye^ungi.eiiier^^bi^beR 
nicht  gewohnlichen  gotteedienetlichen  HeneUnag  din  fxiiubnkft 
der  Vortteher  dazn  necfaca^^eiu 

f.  98.  Den  im  Mitgebfaucbe  eiim  Ki«obe.'b^£BKieiil 
Genieinden  eteht  e»  jederseit  frei,  durch  freiwillige  UebereaiH* 
knnft  denselben  aufzohebeny  und  das  geineinschaiUiche.Junebeii^i 
Verinogen  nnter  Koniglicher  Geuehmigung,  'welche  dnrch  das 
Staeta-Miniatefiuin  dea  Innern  eingeholt  werden  muss,  abzo- 
theilen,  nnd  fiir  jede  eifie  gesondeite  golte^iiienetliche  Ansialt 
zu  bilden.  .  '  , 

« 

§.  99*  Anch  Jcann  eine 'solche  Abtheilung  von  der  Staats-i 
Gewalt  ans  polizeilicben  oder  adminifttrativen  Erwagungen^  odeir 
anf  Ansuchen  der  Betlieiligten  verfligt  werden, 

$.  lOO.  Wenn  ein  Heligionstheil  keinen  eigenen  Kirchhof 
beaitzty  oder  nicbt  bei  der  Theilung  dea  gemeinachafliichen  Kir-. 
chen-Vermogena  einen  fiir  aich  anlegt,  so  iatder  im  Orte  be- 
findlicbe  ela  ein  gemeinachaftlicher  Begr&bniaaplatz  fiir  aafnmt- 
liche  Einwahner  dea  Orta  au  betrachteiiy  zu  dess.en.  A^lage.iind 
Cnterhaltang  aber  auch  sammtliche  Beligions-Verwandte  ver- 
hiUtnissmaav^  beilragen  miissen. 

§.  101.  Kein  Geistlicher  kann  ge^wungen  werden,  das 
Begriibiiiss  eines  fremden  Beligions-Verwandten  nach  dep  Feieis- 
lichii^en  aeiner  Kirche  zu  verrichten*  . ..     . 

$.  102.,.  >Vird  ^erselbe  darum  ersucht  und   er  findet  kei-, 
mn  Anstandf    dem  BegHbnisse  beizuwohnen,    sq  miissen    ihm 
anch  die  dafur  hei^gebrachten  Gebuhren  entric^tet  werden. 

§•  103,  Der  Glocken  auf  den  Kirchhofea  ,kann  jede  ot 
fentlich  aufgenommene  Kirchen  -  Gemeinde  bei  ibren  Leichen- 
Feierlichkeiten  gegen  Bezahlung  der  Gebiihr  sich  bedienen, 

Diese^.allge^eine  Staate-Grundgesetz  bestimmt  in  Ansehung 
der  Religi^ne  -  Verhaltnisse  der  verschiedenen  Kirchen-Gesell- 
echafleny  ihre  Bechte  und  Vcrbindlichkeiten  jgegen  den  Slaat, 
die  nnverautserlichen:  Maj,eslaU'Aechte  des  B^eiiien^  ,und  die 
jedem  Unterthan  zugesicherte  G^wissens^Freiheit  und  Beligions- 
Ausiibimg»  »       -  - 

16 


n 


2tt  ,  . 

Iir  koaJbamg  -der'dbrig#n'  inneMn  KirdheiirAngelegeobeiteh 
eind  die  wefteMli  Bcitimmungeiiy  io  Bexiehong  auf  die  ketholi- 
edie  Kirche,  in  dem  mit  dem  pabstlichen  Stuhle  abgesohioase- 
aen  Conoordat  Tom  6*  Jonioi  1817,  und  in  Besiehung  auf  die 
jiroteBtantiBche  fiJndie  io  •  dera  hidriiber  ooterm  hetttigen  Tago 
erleeeoien  eigenen  £diete  entbalten. 
Milnohen,  dea  26«  May  1818« 

(L.  S.) 
Ziir  Beglaobigiuig: 

Egid  i>on  Kobelly 
SLomgL  Staatftfatfa  ood  GaaeKal-^eor^r. 

4. 

Anhang  zu  dem  iOiten  §,  dea  JEdiktea  uber  die  dipseeren  Reehis-' 
KerhaUniest  der  Einu^ohner  dea  Konigreicha  Baiern,  in  Be" 
siehung  auf  Religion  und  hirchliche  Geeelhchaften  ^  in  der 
Beilage  IL  zu  dem  Titel  IV.  §.  9.  der  Verfaesunge'  Ur* 
kunde  dea  Konigreic/ie, 

Nro.  II. 

Edikt  iiber  die  iftnem  kircblieben  Angel^enheiten  der  protesiao* 
tiachen  Gewmmt-Gemeinde  ia  dem  Konagreiobe. 

VerfSiMttng  des  protestabtisoheo  IGrehen-Begiiaeotk 
§:  1.  Das  oberste  Episcopat  und  die  daraue  hervorge- 
bende  Leitung  der  protestantiachen  inneren  Kirchen-Angelegen- 
heiten  soU  kiinftig  durch  ein  selbajUtandiges  Ober-rConsistoriiun 
ansgeubt  werden^  ^lches  dem  Staats-Hinisteriiim  dea  Innem 
nnniiitelbar  untei^geordnet  ist 

§.  2.  Dasselbe  besteht:  a)  ans  einem  PrHsidenten  des  pro- 
testantiscben  Glanbens-Bekenntnisses;  b)  aus  vier  geistlichen 
Ober-Consistorialratheuy  unter  welchen  einer  der  reformirtea 
Religion  ist;  o)  ans  einem  weltlichen  Rathe;  d)  aus  detn  noth-' 
wendigen  Dnterpersonal,  mit  Einschluss  eines  RechnungSTerslaii- 
digen/  zur  Super-^fievision  der  Pfarr-Fassionen  und  der  Redi- 
nungen  iiber  die  Pfarr-Unterstiit2ungs-  und  Wittwen.Cassen. 

§,  8.  Die  Ober-Consistorialrathe  haben  den  Rang  der  Cen- 
tral-Bathe;  die  Gehalte  nnd  respeotlTe  Fnnktions-2^gen  dee 
Geiammtperaonab  werden  auf  die  Staats-Casse  iibemommen. 


§.  4k  SMt  dflr  <bMHri0in  ;ClMnI--Dtekm(#  mObii  drei 
Contislorienr  in  Ansbacby  Bairinlh^  uiid  fiiv  im  KbmnkMM  xv 
5p«yer  eEricfatet  wttdka^         ,    i  4  «•        •  ^    .     .. 

JDiofo  sdtten  kiio^  beatehen:' a)'feiu  einein  Vontande  der 
:pvoleit«ntieckea  Gonieaaian^  dieee  Fonklion  »011 .  d^m  Begio- 
ruogADtrektor,  oder  dem  i&lleelBii  i^gierangBretbe  dereelben 
Codfession  iibertragea  werden(  b)  aua  sirei  geislliohen  nkid  ei- 
xtem  weltlicben  proteatanlischen  RaXbe^  dann  c)  ans  dem  nblh- 
wendigen  UntecpersonaL 

§.  5«  Die  Consistorialiriilhe  haben  den  Bang  der  Torma- 
ligen  Kreis  -  Kirchenrathe.  Die  Besoldungen  und  respectiv^e 
FunktloQs  -  Zulagen  des  Consistonal-Personals  werden  gleich* 
falls  auf  die  Staats-Casse  iibernommen. 

§.  6.  Die  bisberige  Verfassung  der  Distrikts-Dekanate  nnd 
Distipikts-Schul-Inspectionen;  so  wie  der  iibrigen  Mittelorgane 
.wird  beibehalten. 

5.  7«  Zur  Handhabung  der  Kirchen-Verfassnng  soll  in  je- 
dem  Dekanafe  eine  jiihrliche' Visitation ,  und  am  Dekanats-Sitze 
jiihrfich  eine  Diocesan-Synode^  dann  alle  vier  Jahre  eine  allge*'' 
meine  Synode  am  SilM  des  Gonsistortoms,,  nnter  der  Leitong 
eines  Mitgliedte  dee  Ober •  ConBistoriunia ,  zur  Berathnng  iiber 
innere  Earchen^Angelegenheiten,  in  Gegenwart  eines  Koniglicben 
Commissarinay  welcfaer  jedoch  en  den  Berathongen  keinen  An- 
tbeil  stf^nehmen  hat,  gefaalten  werden. 

§,  8'  Die  Ifaeologische  Priifangs-CoQnnisaion  Hir  die  An^ 
nahms-Priifnng  der  protestantischen  Pfarramts-Candidaten  bleibt 
in  Ansbacfa  nut  denv  Coosislorinm  daselbet,  so  wie  in  Spejer 
init  dem  dorligen  Consistorium  for  die  Candidaten  aus  dem 
Bheinkreisev  Tetbnnden.  Derselben  «ind  aneh  die  Anstellnngs* 
Priiliingen  in  den  jahrlich  ausxuschreibenden  Concnrs-TerijDiMi 

uberlragenu 

b  aoU   d^bei  riicksichtUcfa  der  Fragen  und  Anfgaben  der 

Ceaaar  nnd  Classi^cation  ein  analoges  Veriafaren,   inne  bei  den 

JPntfuagen  der  Candidaten  itir  den  Slaatadienat,  nacb.  der  Ver- 

ordnung    Yom   9.   Deoember.  1817    beobacht^   und   eingeleitet 

werden.    Im  peCrigen  verbleibt  es  bei  der-  Instroption  iiber  die 

Priifwg  der  prbteaUntischen  Pifaixamts  *  CandidUten  imd.  .der«n 


m 

SrlloVeiiilieio<tM9^  --  iji^) 

•'  5.  9.  Dio  atlg^lDAite  BnieiMitmogB^At^Uit  far  proU8t«o« 
tiHcho  0ei9tliohe  dto  iOlxsv^-Mlm»*  y  Reaai-,  Ober-  utid  Vnter- 
DfniM^  Jear-L  tind  Bege»-*Kreisee,  dann  die  Vereorgungs-Aattalt 
f&f  PAirters^WltUren  dieee^  Kreiae,  bleibt  niit  ihrer  AdmtnietnH 
tion  in  Nlktibferg,  *  •uater  der  Leitung  des  ConststoriuiRe  iti 
AttBbedi  -und  der  Oberaufeiciit  dee  Ober-^ConsiftoriuniBy    oadi 

der  bieheKtgen  Yerfaseung  dieser  beiden^lnalitute. 

;  ■  ■  •  , 

n,  -     ,  ■ 

Wvk«og«lcrei*  ie»  Ob«r  -  Con.si*toriamt  a^d  der  di«sem  Datergeocdnetoa 

CoDsistorien. 

I 

§,  10»  AUe  Gegtenstande,  welche  die  Aufirechthaltnng  der 
&eIigiona-£dicte  nnd  der  Verordnungen  iiber  die  offentlicb^n 
i|nd  burgerlichen  Verhaltnisee  der  religiosen  Gemeioden  and 
]I^Qrp.er9cl^aflten ;  die  Handhabung  der  gesetzlieheil  Grenzen  zwf- 
echen  weltlidier  und  geistlicher  Gewalt;  die  Bewahrung  und 
Vertretung  der  landetfiirst)ichen  Bechte  und  Intjeressen  in  Be- 
2{ig  au£  die  Kirchen  aller  Confessioneo  and  dereu  Anstalten 
und  Giiter;  die  Handhabung  der  gesaniinten  Beligions-  und 
Kircben-Polixei  in  allen  Beziehongeny  und  besooders  io  Bii^f 
aicht  auf  alle  ausseren  Handlungen  dei^  K,irchengemeinden  und 
ihrer  Angehorigen  betreffen,.  gehoren  zor  Gooipetenz  der  Kreis- 
Begieruf^geii  und  dea  S^ats-Ministeriuips  des  Innem^  nach  den 
D^beren  Bestiamu]|ngeo  .der  hierijiW  erlasseneb  besondereo  Ver. 
Qrdottugen  iib^r  4^  Formation  und  den  Wirkiingskreis  der 
obersten  Verwaltungs  -  Stellen  in  den  Kreisen  vom  27^  Marz 
1817f  4^90  ^h^c  den  Geschaltakreis  der  Sfaata-MinisterieQ  ¥001 
14  Afiril  4817.  ..        ^ 

§•  11.  Der  Wirknogllcreis  des  Ober-Consistoriome  so  wie 
der  iiiili  unteFgieoi^eten  Consistorien  in  den  Kreisen  ist  dem- 
uach  beediriinkt  enf  die  Gegenslande  der  innern  Kircfaeb-Poli- 
aei,  ewl  die  Aneiibang  des  mic  der  Staate-Gewalt  Teibundeneii 
E^iscopals  ttfid  'did  Leitung  der  iAneren  KircheiHAngdegeidiet- 
•eo;  'ite  eteht<»ihoeii  Mernfldl  ^u:  die  Aufsicht  iiber  Kirchen- 
V^rtlsaang,  SjreUeo^OrdAotagi  Discij^rf,.  Lehrrbrttage,  AiiQtsfub- 
tiMfguiNl  BeMgeo  der  ^etlibliieOy  Priifung,  Ordination^  An- 


m 

Itgi^mfl-UntenrichU  in  dcn  Sobulen^  Cullus,  X|^gi«  imi  Aitnal» 
Parlficationen  nnd  Piemtmhritioiicfn  olarKf^miott^  Brledigabg; 
nnd  WiederbeMtsung  der  PfanateAlen '  tind:  onderar  Krche^ 
jdienste,  Inreetitor  der  GeistlidieiYy  Syaodal^-  und  niopesBn^yer-^ 
faaltnisse,  Dispeusatibnen^^^^Pfarr^Wittwen-  nn^  Pfari^^e^^ooS4> 
Anstalten,  Fatirung  und  Veraiiderung  der  Pfan>-fiiiikafirte. 

In  Ansebnng  dts  6escliaitskre&es  dea  Ober-ConsistoriainB 
und  der  unferen  Consistorien»  >  ^wird  es  ipi  jlllgemeinen  bei  ien 
Bestimmungen  belassen,  welcbe  hieriiber  in  den  A-iiberen  £di- 
cten,  nimlich:  a)  in  der  Anordnung  einer  Section  in  Kircheu' 
Gegenstanden  vom  8*  September  1808 ,  insbesondere  im  §".  VL; 
b)  in'den  li^struktSonen  fiir  das  General-Consistorium  und  fiir 
die  General^Kreis^Commissariate,  in  Beziehung  auf  das  S^irchen- 
wesen  der  protestantischen  Gesammt^Gemeinde  des' Konigreichi 
Baiern  Tom  8*  Septe^ciber  f80&5  c)  ihdem  Edicte  uber  dieBII- 
dung,  der  Mittelsiellen  ftir  die  protestantischen  Kirchen-Angelo- 
genheiten  Tom  17»  Marz  1809  eit^lten  sind. 

§,  ^2.  In  Ansebung  der  Yerwaltung  des  dtiftungs-Ver* 
mogens  und  der  Oberaufsicht  iiber  dte  Erhaltung  und  zwecsk- 
ibassige  Verwendung  des  Vertnbgens  der  protestahtischen  Kirche 
nnd  Kirchen-Stiftungen  Verbleibt  ea  bei  den  bisherigen  gesetz- 
Iichen  Bestimmungen. 

'^  13*  Dem  Ober-Consistorium  Jst  die  Aufsicht  iiber  da$ 
protestantisch  -  theologische  Studium  auf.  der  Dniversitat  Erlan- 
gen  in  Ansehnng  'der  Leliren  iibertrageUy  anch  wird  bei  Be- 
aelzung  der  theologischen  Lehirstellen   da^selbe  mit  seinem  Gul'- 

« 

achten  Temommetf^ 

5-  14«  Demselben ,  so  wie  dan  nnteren*  Consistorien  in 
ifaren  Bezirkebi  verbleibty'  wie  achon  in  den  friiheren  £dicten 
verordnet  war,  die  Aufsicht  iiber  ^tn  protestantischen  Beligions- 
Untelrricht  in  den  -  Sehulen*  I)i.e  Aufsicht  und  die  Anordnungen 
uber  den  iibrigen  Unterricht,  sowqfd  ii^  den  Volksschulen  al$  ^ 
Sludien- Anetaljte%  gehoren  ^  ala  ein  SUat8*Polizei-:Gegenstand  le* 
diglich  zur  <]ompetenz  der  Begierungen  und  des  Sjtaats^Mini$te<- 
Tiuma  des  InD^n,  nach  den  dariiber  bestehendffii  gesetzlichen 
Einriehtnngen.  In  den  KreiseUy  in  welchen  die  grossere  Mehr^ 
heii  der  Einwohner  pfoleatantisther  Confession  ist^   aoll  jedoch 


das^Retelrat  ih  *»£»(- AligelegeMieitfcn  •emefti  Kafte  von  dietei' 
CSoaftuito  iibirttetfto,   arnoh  •olluoter  den  Ober-Stadienrfitfaen 

I 

jedenseii  £ner  dtr  prbtetlAntiMhdiB  Coufessioii  aoget tettt  werded. 

*  "^      I»  .    ■ .       '  t   ^  .    , 

diesor  zu  doD  Remrni^eD  qd^  audereD  weltlichen  BehdrJen, 

>  *  »'^  ■'*  ••.  »,• 

.   §»,ii5»    Pjo  ConBiatoriea  belialten  in  ailen  Beziehtwgea  ge^ 
gen  4aa  pber-Co;ii4i«tonQiii  das^be  Ve^lialtniu,    in  Yreldiem 

die  zdtjjjerigen  ^eneral  -  Dekanato  zu  den  Geaeral-Co^torien 
gestellt  waren. 

t  §•  19«  Oie  CoQBistorien  eind  in  ihrem  Wirkungskreiae  ge- 
gen  die  Begierungen  ahi  coordinirte  Stellen  a^i  betrachten,  wor 
nacb  sie  aich  wechaelaeitig  ge^ea  einander  zu  benefaoien  haben* 
in  StaataJolizei  undianderen.  nach  dem  Edicte  iiber  die  aiiaao- 
ren  Rechts-Verbaltniaae  zur  weUIichen  R^ierung  gehorigepi  Ge- 
genaliiode  aber  aind  aie  den  Regierungen  unter^o^'»' 9  UJ«»«  /la- 
ben  jedoch  ia  ihren  Auafertigung^n  "^  (iieaelbe  aich  jederzeit 
einer  geziemendtti  Schrjiilvcirt  zu  bedieneue 

§,  17.^  Den  Conaiatorien  8ind,T[n  Oegenstanden  jhr^  Wir- 
kungakreiaes  die  Districta-Dekanate  und  Pfarrer  untergeordnet» 
Verfugungen  an  weltliche  Behorden  konnen  sie  nur  durch  die 
Regierung  bewirken,  welche  ihneh  zur  Unterstiiizung  in  de^ 
4.Qsiibung  ihrer  Amlfibefugnisse.nicht  yerweigert  werden  diirfen. 
80  lange  aie  in  den  gesetzlichen  Schranken  ihrea  Wirkungskrei- 
aes  verbleiben;  aiich  werden  die  Landgerichte  und  iibrigen  Po- 
lizeistellen  liierdurch  angewiesen,  denaelben  hiezu  jederzeit  den 
erforderlichen  Beiatand  zu  leisten. 

« 

<  IV. 

Verhaltniue  des  Ober-Consistoriame  za  dem  Staats-MiQistft-ioxb  det 

Innera. 

§.  18*  I^as  Ober-Consistorium  ist,ei|i  dem  Staats-Ministe- 
riom  dea  Innern  unmittoibar  utitergeordnetea  Coileginin^  ea 
empfiingt  faiemich  vom  demselbea  AuRrage  und  BeiShle  durch 
Beacripte  und  erstattet  an  daaaelbe  Berichte^ 

$^49*  Oaaaelbe  hot  liiemach  an  genanntea  Staata-MinialB- 
rium  gutaefcliUehe  Berichte  zu  eratatteD  und  dureh  dieaea  die 
AUerfaoelnde  Entsdtlwaaang  «11 -ealidea;  « a)  In-aUen  Gegenalin- 


\ 


w 


^m^  neuer  Qrf%m«cber  kirc&lifcber. JSqvJeliUiOg)^  lind  «Dgemm-* 
ner  Verordniuigen;  b)ibei  Anoi^Qvngfva  aljigein^^r  oiSenUkbeK . 
Gebete  nnd  ansMriirdentUob^r  (KircbeiiJ^{i|i9t..i|4er  Ab«ch«ffan|^ 
bestebender  Fe«te  und  Feiertage;  c)  in  Fallen,  wo  es,aaf  8e^ 
stimmang  dei'~  yerhaltiMsae  xwiocben  kalholiacben  fuid  pffot*- 
•tautiicbeo  Pfarreien  nnd  etnsehier  Binwolner  rewsiawiemat 
Glaiibena-Bekenniiiisee  enkdmmt;  nacb  $^*  47*  ^"^^  48.  der 
CkuiaiatoriaVOrdnongy  wobin  isBbeaohdere  dio  Pdrificatioaeit  ge* 
miscbter  Pfazveien  geboren;  d)  bei  Oispentatif^iis-Oeaockeii  we« 
gen  Teibotener.VerwaiidtacbaAa-*tfrede;  e)  tiber  dle  AnateUniH 
gen  ond  Beforderungen  in  geistlicben  Amtsatellen,  VenltetBmigeir^ 
DegrAdatfoneo,  Suspensionen  Tom  Amte,  Pensiooiningeny  £nt- 
aetzungen  oder  Aussoblfessnng  vo^  geiatlicbea  Amto;  f)  boi 
Eintbeilnng  der  Pfarrsprengel  tmd  JB^icI|tang  neuer  Marreieny 
oder  Vereinigung  metlrerer  Gemeinden  in  eine  Pfanrei;  g)  bei 
Anordnungen  ausserordentUcher  Synodal-VersaramluBgeir;  b) 
iiber  die  Aesultate  gehaltener  aUgemeitier  Synodal-Versiimm* 
langen;  i)  uber  die  Annabme  nener  StifSlURgeii  sia  kitvhlichen 
^wecken,   mit  Voibehalt  der  GompAenz  der  Kreia.il$gierangen 

0 

in  Ansehung  der  administratiyei^  Besiehungen;  k)  in  Eallen, 
.wo  ein  Benehmen  mit  andenn  Staats-Ministerito  erforderKcb 
iat.  Mebst  dem  hat  dasselbe  am  Sclilosse  eines  )eden  Jafarea 
dne  aUgemeine  Uebersicbt  dea  Idrchlicben  Zostandes  der  pro*. 
testantischen  Gesaomit-Gemeinde ,  mit  den  im  Laufe  dea  Jalires 
dann  Torgegangenen  wicbtigen  Vei^deningen  mit  gittcchtU*- 
cben  Bemerkungen  vorzalegen* 

V. 

.     peachaftsgang. 
%•  20.    Dle   Leitung  der  Geschafte  liegt    bel   dem  Ober- 
Consistoriom  dem  Prasidenten^    und   bei  den   unteren  Consisto- 
rien  dem  Vorstande,    und  in ,  Abwesenheit  oder  Verhinderung 
desselben  dem  ersten  Rathe  ob. 

§s  21.    Aller  Einbnif  vird  rom.  dem   VonBtadde  gcoffiset 
«ind  prasentirt.     Beraelbe  hat  su  sorgen ,  daaa  idsbald  die  £iB- 
trs^ung  in  i^s  mit   denr  Geacbaflba-ProtoooUe   verbnodene  boi> 
oondere  Eiolaafs-JoQrnal.bewirkty    und  die  Prodocte , mit,  den  * 
VoihADten  «o  diajenigei>  >  ftrfcieoton  vjiegthiiilt.  werdbO)    welcsfae 


in  einzelnen  Fallen  besonders  benanct  hat       •  ^ 

^jiiF>  jptf)i£9i«  ^Mottlkhe  ^genatinds  nreidoi'  tnttteUt  gimm- 
mikMMi^s^wa&thi  in  fiimliahim  SitstagBn  behandeh;  in 
jeder  W^eofae  aoll  eine  Sitztng  nanh  de»  BeAtimnumgen  des 
friNDtadBw  >gdhakdii  fWerdeni  '  x.  . 

'^^:  S^.fii-  i'Dejr'yoxMaildFhalt/  Wie  in  anderen  GoUegieny  dte 
IPapfnVg^  aprioht  die)  BcacJblnese  nbdi  der  Einhek' oder  Mehrfaeil 
der  StRniMi  attPyU^nd^l&sat  dieselben  ia  das  Sitaang8-*Protocsoll 
eintragan.  t^bm.'  'aicfa  ergebender  StimaMn*Oleichfaeit  ial  die 
SCiAinie  dea  Vorstandes     ent^cheidendi 

§^  .fl4.-'  fiinBaitliche  Entwiirfe  werden  von  dem  Propdiie»* 
teh  iintaiseichnfet;«iind  toh  dem  Vorstande  mit  dem  Expedialor 
Tedsehen^  dev  Sekfetair  bei^erkt  anf  demselben  den  Tag  der 
fiitaang  mit  Hinweisuifg  aiif  die  Nainme^  des  Ktznngs-^Prolo*- 
eoils^  niid  ^rgt  aodaim  {tir  die  Reinschrilt* 

§'  26»     Qie  Eingaben.  gesoheben  nnter  der  AufschnA:   An 
li^na  KonigL  Baier«    proteaiantische   Ober^Consl^' 
ntorium^^  oder  in  den-Kreisen:    An  9,das.  Konigl.  Baier. 
pxotestaniische  Gonsistorinm  zu  N/' 
'  l  '    Die^Bericlite  des  Ober-Consistopidms   an  das  Staats-Ministe- 
riam  werden  in  der  allgemein  yorgesehriebenen  Form  abgefsssty 
nod    toit  der  Unterschri.ft  dea  Vorstandesi  des  Referenften  und 
Seiuretaira  bezeichnet;  die  Berichte  der  untercn  Consistotfien  an 
daa' 'Ober-Consistoriam   erhalten    die   ebenbemerkte    Aufschrifty 
unter  Beobaclitung  der  Unterordnung;    ein    gleichea   geschieht 
von  den  Distrikts-Dekanaten   und  Pferramtern    an  die  Consisto-  . 
rien.  Die AnredeHst:  ^yK&niglicbes  Ober-Gonsistorium^' 
oder  ^yKonigliches  Consistorium.^' 

Die  Unterscbrift  an  das  Ober-Consistorinm:  /.Gefaorsam- 
ates  N;^^     an  die  Consistorien :  y^Gefaorsames  N.'* 

§.  26.     Die  Form  der  Ausfertigung  ist  folgende: 

a)  jene    an  die  untergeordneten   Stellen    geachehen    mit  der 
Oeiberschrift:  „lm  Namen  Seiner  Majestat  des  Konigs.^' 

Die  Schreibart  ist  befehlend,  und  die  Unlerscfarift :  t^^o- 
niglicfa  pretestantiscfaea  Ober<-;Gonsistorium.'' 

b)  die   Solu^eiben  an  coordinirte  SteDen  fangen  mit  der  Be- 
leiichnang  der  Behorde  an^    von  welcher  und  an  wdche  ge- 


/ 

i 


I  , 


8clirieb«i  wiid y  ,  Da»  *  ^^o  iii ^lmb^i  iG Mbi  tt^ii ao&d vlii'2f/^ 
An  ^tc.  etc  ttc«  ete. .    ^  <.-.  "^    '  >•«  v.;  itnoi-jii  ^olJ>j'i  ifj(ilu;;uiu'ai 

Die  Schrdbart  ist  gentineiidiy:  ddr  Idbltiiiw&d  ii^idev;;  drit* 
teu  Person  gefaset,  den  Scfa]tt9a'bildet<di9>flIilteisdirifhtidGislVite>^ 
«tandes;  der  Sekretasr  coHtnuigBiit^'    ''    'j'<'->j   H'»   oiIm*^/    iu  • 

$.  27.  Die  Consistomn  hedieneu-^flsdbxJbi&iAiren.AjitffiBKti^ 
gnngen  eigener  fiidgel'  Biitider.dniskiliciftiS^^^Kii^iiigiL  Baier* 
protestan^ikchei  (>ber^Oovs^^li>ti4Jitil^*^(bd«ri  &'&iifcgll 
Baien  proteatautiseh^e  Go>h8iistiotviaiii,ffa  AM^  ..^      «,  . 

^.  28.  Der  Sekrelair  hfat  'di^ifiihrung)  dealourJMila  nnd 
der  Protocolie,'  so  vte  dif  Ekpedidoa  xiDMbesoi^«fn. .'^^Dm  lAuf- 
aicht  iiber  die  Canzley-  und  AegiBtifatur^^GeBchXfte  'fthrt  d^ 
Vorstand;  sie  i^afan  atidh  eineni 'JRatbe'ailfgctrilgen'  wesden. 

§.  29.  Der  Prasident  de^  Ober- CoHaistonnnis  derf  ohne  ^ 
Anzeige  und  Genehniignng  des  Staots  -  MinisteriniDs  dbs  Innerfi . 
Ton  den  Geschaften  aich  metaals  entfemei^;  ddr  VoMand  der 
nnteren  Cotisistorien  muss  davon  die  An^iei^e  hH  dem''Ober«- 
Consistoriam  macfaeny  und  detisen  Genefamigting- erholeil.  -  Der 
Yorstand  ist  befugty  den  Ralfaen  utad'  dem  iibrig^h  Personal^ 
mit  Torsorglicher  Rucksicht  anf  den  Dieiist^'  einto  Uthnib<iiuf 
14  Tage  zn  bewilligen;  bei  Urlaubs^Gesitehsn  indUi^  Attland, 
iii  die  Residen£^  oder  anf  ia»gere  Zeit  als  14  Tage^  ('«md.lltt 
]»estdienden  Vorsduriften  zu  beobachten.  <>i 

Mandien,  detf^SS*  Mai  1818* 

(L.  S») 
Ziir  BeglaaliigiiBgr 

JBgid  ffon  Kob^ll, 
Konigl.  Staataxath  und  General-Sekr«tairf 


.»      .         ... 

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I      .  4         '  j''   .xH    ,»«.1        ^'^U      '        \^    1*    '•  Ji. 


tfO 

IIL 

Urhund^  .  de9  Pren9sischen>  Kontordats  und  darauf 

Bezug  hdhendes  Aktemiiick. 

JBu  II  a    p  u  p  uJ  i  s 
a  o  Ukc  4  t  n  0  n  € 
ardi(HUionm  rti  eccUsiastioae  cfUholica$  in  regionibus  dojfunar 
tui  Regie  J^um^rum  eubdi^  eub  daUm  Romae  die  1& 

JuUi  1821. 

(Aa»4«r  Oe»et«-*ftamttlo«g  fiir  dMKoiiigl.Preosai«cb«Q8taateiv 
Nvn*  12 1  1821^   mit  der  daselb»t  ateheDden  teatscheo  Uebersetzaog.) 

Piua  £piacopus 'Servus  Servontm  l)ei«  Ad  perpetuam  rei 
nemorivni.  ,.De  falut^  auimarum»  deque  Catbolicae  Religionis 
incremento  pro  Apostolicae  aervitutis  officio  impense  sollicili 
wraa  Noitraa  continvo  intendimus  ad  ea  omnia,  ^quae  Cbristi 
£de]xum  Spirituali  regimini.  procurando  magis  a^ta^  et  utilia' 
•qompariire  jposse  dignoscamus.  Hoc  sane  consilio  jamdiu  cogi- 
I^OB^  .Nostras.pr^eqipue  intendimus  in  regiones  jllas,  quae 
ncta  Ddminattti/  aubsunt  Serqiissimi  Principis  Friderici  Guileimi 
Bomaaarum  Rf^^  ut  illius  inltercedente  ope,  ac  liberalitate  reip 
Mcram  ibidem  meliori^  qua  fieri  posaety  methodo  componere  ya- 
leremus. 


Papetlich-e     B  u  l  l  e 
h  0  t  r  0  f  f  e  nd 
ie  BinriehMmg  des   hatholisehen   Kirchetivteeene    in  den  k^nigiick- 
preuesiechen  Siaatefij  datirl.Rom  den   16.  Juli  ISU. 

Vehersetzung^ 

Piue^  Biscbofy  Knecbt  der  Knecbte  Gottefi ,  zu  ewigem  Gedacbt- 
niss*  Indem  wir  das  Heil  der  Seelen  und  die  Woblfabrt  der  katholi- 
achen  R.eb'gion ,  wie  Unser  apostoUscber  Beruf  es  fordert ,  eif rig  xu 
Henen  nehmen,  yacbtexi  Wir  bestandig,  AUes  m  bereiten,  was  irgend 
lur  geistlichen  FiihruDg  der  Ghristen  uuglicb  uud  niitsdicb  ist.  In 
aolcber  Gesinnung  batten  Wir  langst  Unsere  ^edaoken  auf  jene  Ge- 
genden  gericbtety  die  der  Durcblauchtigste  Fiirst  Friedrich  fFHhelm 
KSnig  von  Preussen  dermalen  beberrscbet;  Wir  wiinschteiiy  mit  Hiilfe 
Seioer  Macbt  nnd  nre%ebigkeit  die  Angelcgenbeiten  der  Religion  da- 
aelbet  auf  die  bestmoglicbste  Weise  vx  ordnen. 


t 


'sa 

Pifobe  siqitidtiii  Nabi«  ant»  Mnlos  ▼erMbatar  praMem  Eb*^ 
giomiiD  lilinim  raih,  pto  unquaai  deptorarl  eesMyeHMm»  Hh- 
geolia  danoia  promaiiata  ez  proeterid»  renun  perturbationibo%- 
quae  florentisdmas  olim,  atque  difi^simas  Germaniee  JBccleeiaa 
9,  yeimf  quq  praesta^nt,  splendore  dejectas^  ac  bononim  prae- 
ndio  spoliatas,  ad  miaerrimum  redegtt*ant  statum^  ex  quo  sum* 
.ma.in  Catholicam  Rdigiooemy  et  in  ^tholicos  ipsoa  pemiciea 
promanaviL 

Cumque  tempomm  conditio  minime  pateretur  ineljtae  na- 
iionia  Germanicae  ficclesiaa  ad  splendidum  antiqaum  statnm 
lupicere^reyocatas^  omne- atudihm  diligentiamque  adhibuimaa^ 
ut  tantis  malia  ea  saltem  pararemus^remedia,  quae  ad  conser*- 
Tandam  illis  in  regionibus  CathoJicam  fidem,  et  ad  animaram 
Christi  fidelium  salutem  procarandam  inpTjmia  necessaria,  et  op« 
portuna  esse  viderentur. 

Bujus  modi  autem  yotis  Nostris  mirifice  obsecundaTit  laii- 
datns  Borussorum  Bex^  cujus  propensam  admodum  inTenimaSy 
et  gr^to  animo  prbsequimur  voluntatem  in  CathoHcos  magno 
jaumero  sibi  subditos ,  ^  praesertim  ex  £i  attributa  gran^i  parte  [ 
Provinciarum  ad^  Bhenum,  ita  ut  omnia  tandem  fausto,  felicique 
exitn  componere^    ac  pro  Locorum  positione^    atque  fncolarum 


Denu  jener  Gegenden  fetziger  Zostand  scliwebte  Uns  tot  Aiigen; 
nttd  Wir  hatten  nicbt  aufgeblSrty  die  Unfalfe  m  beweinen ,  die  ans  der 
allgemeinen  Zerruttung  bervorgegangen ,  jene  einst  so  blCibenden ,  so 
reicben  Kircben  von  Dentscbland,  ibres  alten  Glanzes  und  Betitztbums 
beraubty  und  sie  in  das  tieiste  Elend  berabgestilnt  batten;  woraus 
fiar  den  batboliaoben  Glauben  uad  seine  Bekenner  ^osses.XJnbeil  ent- 
atandenist. 

Da  nun  die  Umstande  Bkbt  Tergonneten,  dieseKircben  der  rubdi- 
ToBen  deutsoben  Nation  in  vorigen  Glanz  bergestellt  ta  seben ,  so  ht^ 
hea  Wir  alle  Milbe  und  Fleits  angewandt,  Uns  wenigstens  jene  Mittel 
m  TerBcbafFen,  die  Wir  als  nBtbig  oder  diensam^eracbteteny  um  in  je- 
nea  Gegenden  den  katboliscben  Glauben  zu  erbalten  und  das  Seelei^ 
Heil  der  Gbristen  zn  befdrdem. 

'Diesem  unserem  Verlangen  bst  der  vori>elobte'  K5nig  Ton  Prenssen 
sicb  fiberaus  giinstig  erwiesen,  de^eu  geneigtea  Willen  gegen  die  cabl- 
reicben ,  seinem  Zepter  unterworfenen  KatboHken ,  besondsrs  «a  dan 
Ibm  tngetbeOten  Provinzen  am  ^ein,  Wii^mit  danSd^arem  fienen  er- 
kennen.  S.o.  TermiSgen  Wir  dctan  nun  endlfdiAlles  an  eioem  gnten 
nad  hailaBaen  Ausgang  «u  leiten ,    aach  Lega  der  Otte  «ad  Baqusm- 


«trHiMiiMtuii  IMiei  MMe  cM»tituere^  si«gttlMfafr  4«iiid«'<&»- 
Je8,.iibi<-ddlciattty  propriiS)  digoia^  ^  iAmtm  Bittoriku  doMr» 

' '*";tro'  'ckprcssis  igitor,  '  ac  de  Verbo  a3  VcrBnm  insei^'^  la- 
bdiltes^  dmnfbtis  iis^  qiiae'^  resplciant  infra  diceitdas,  veVCccle- 
Aiarnbn,  et  Capitaloriim  /  eorumque  peculiariutn  anteridruni  ju- 
rium,  ac  praerogativarum  extinctionem ,  aut  immntdlionem  aeU 
i^orifinationem  ac  respectivarum  Dioecesium  dismembrationem,  • 
tku  tiovam  applicationem ,  nec  hon  cnjuscumque  praeceflentw 
juris  metropolitici  annnTIationem,  et  insuper  quorumcbmque  in^ 
tei^eflse  habentium  consensui  plenarie  'supplentes  ex  certa  scien— 
tia,  et  matura  deliberatione  Noshis,  deque  Aposfolicae  'potestatis 
^lemtudine,  praevia  ex  nunc  omnimoda  suppressione, .  extinclio- 
ne,  et  annullatione  vacantis  Episcopalis  Sedis  Aquisgranends^ 
cum  ill^us  Cathcdrali  Capitulo  ad  statum  simplicis  Collegiatae 
nt  infra  reducendo,  atque  alterius  £piscopaIis  Ecclesiae,  et  Ca* 
pituli  Cathedralis  Corbejensis,  nec  non  Monasterii  Abbatiae  nun' 
cupati  Neocellensis,  ^lgo  Neuenzell^  ez  nunc  itepque  alteriua 
Honasterii  Abbatiae  pariter  nuncupati  Olivensis  ex  nuncpro 
tunc,  quando  scilicet   ex  Persona  VeBerabili»  Fratris  Joaephi  de 


Uehktit  der  I«wohneBdeB  eiiieii  ueaen  Zuttand  der  Kirchen  det  pr«u^ 
tiflchen  Reiefafl,  mit  neuer  Begrflnzang  der  Spreagel,  einturichten»  and 
den  eineehienStahleB  da,  wo  efl  daran  nUBgelt^  wilrdige  nnd  tfchlige 
HirteB  eu  verleihen.  t 

Derohalben,  indem  Wir  als  aufldrftddioh^erwihnt  imd  von  Wbi* 
xu  Wort  hier  einges chaltet  anflehen  allefl  dasjenige,  wa«  die  Anfh^ng, 
Umwandehing  oder  fiinrichtnng  der  unten  namhait  tn  madienden  Kir» 
ehen  und  Kapitel,  wie  auch  deren  besonderer  frdlieren  Iiechte  und  Vor- 
rechte,  imgleichen  die  Th6ilung  imd  Zuflammensetzung  der  Spreagel 
mid  die  Vemiohtung  jedefl  frfiheren  Metropolitanrechtfl  hetiliiX  ^  in- 
dem  Wir  femer  €luroh«ns  ergiinsen  die  Zustimmung  aller  derer ,  die 
irgend  cur  Sache  betheiUgt  sind  —  atu  sicherer  Unserer  Erkemitntflfl, 
BBch  retfer  Ueberlegung,  aiis  FlUle  apofltoliecher  Gewalt;  nad  in  Vor- 
gang  gilnxlidter  Aufhebung,  Brloschnng  und  Yemichtungt  schon  jetst 
der  hifldhttflichen  Kirohe  von  Aaohen  (deren*  Domkapitel  in  ein  KbUe^ . 
giatstift  ▼«rwandelt  werden  eoll) ,  wie  auch  der  bischafiiohen  Kirohe 
nad  defl  Domkapitelfl  sn  Gortei ,  und  der  Ahtei  Nentell ,  dereiint  mbflv 
(«imliah  uawh  dem  Ahgange  dos  jetogen  Abta,  Unflerfl  dvwiiddigea 


< 

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m 

Mokmwolkm  BpifeDpi  WomieiMf  modcrni^fAbhatni  .£Si«nMit 
quooiodoGvaqvs  yaca^erit;  ut  omaasaKm  maoqm  iGismammbah 
"VoU  Begiia  etianv  atteta  coiniDeiidaAioQi^ua  benigna.fialfiOBeupso^ 
aeqaaaiBr,  ad  OmnipotentiB  Dei  glortaniy  et  ad  honoimifJialitr 
Petri  ApostoloTum  Principis  Coloniensem  ficcleuain.  iam  ^ntea 
iater  ^rmaniae  Sedes  nulli  antiquitate  ac  splendore  aecuiidfim^ 
sub  Invocatione  laudati  Principis  Apostolorum  ad .  JMptropolita^ 
na^  Eccleaiae  gradum  restituimus ,  ac  in  illo  peirpetuo  eonsti- 
taendam  ease^decernimusy  eidemque  Bletropolitanae  suffiraganea) 
assignamua  fipiscopales  Ecclesias  Trevirensem,  Monasteriensem<| , 
atque  Paderbomensem. 

Episcopalem  pariter  Ecclesiam  Posnaniensem  sub  lavooa* 
tione  Sanctorup  ^Petri  et  Pauli  Apostolorum  ad  Sedis  Metropo* 
Ltanae  gradum  extoUimuSy  ac  constituimus,  eamdemque  alteri 
arcbiepiscopali  £cc]esiae  Gnesnensi  sub  Invocatione  Sancti  Adal- 
berti  per  dimission^m  Venerabilis  Fratris  Ignatii  Raczinaki  ul- 
timi  illius  Archiepiscopi  in-manibus  Nostris  libere  factam,  et 
per  Nos  admissam  ad  ptaesens  vacsnti,  aeque  principaliter  per« 
petuo  luiimi^,    et   aggregamus,    ac .  Venerabili  Fratri  TimotJieo 


Bmdersy  Joseph  von  ISbkeniolfem^  Bischofs  Ton^Ermland),  adch  der 
Abtei  OL>a  —  willfahrend  dem  allgemeiiren  Wunsche  vdn  Deutsch* 
laad,  welchov  Uas  dn^cb.  die  Bmpiahlung  des  Konigs  doppclt  werth  ge^ 
worden  ist  ••»  dem  oUikiilchtigen  Gott  sur  VerherTlicfauag,  u^^-i  zor 
£luM  des  Haupts  derApostefy  des  heiUgen  PeCrus,  setien  Wir'btaiH> 
durch  wieder  ein  in  den  Rang  einer  Metropole ,  die ,  jenem  Haupt  4e|9 
Apoatelgeweib^Oi  Kirchersu  Coln,  die  an  Gl^%  und  alierthtiniHcher 
Wiirde  keiiiiein- andern  Stphle  von  DeUtschl{iud  nachgiebty  und  ^nii&r 
gen,  dass  sie  su  ewigen  Zeiten  solcher  Ehre  geniessen^  und  ihr.dio 
bischiiflichen  ^.cheii  von  Xrier,  Miinster  und  Paderboiru  alsSuffiragjuie 
nntergebea  seyn  soUen. 

Die  bisdiofliche  Kirohe  zu  Posen ,  anf  den  Namea  der  seligeii 
Apostel  Petrus  und  Paulus  geweiht,  erheben  Wir-gleiohlalls  aum^Hangia 
einer  ISffetropoIe.  Wir  vereinigen  sse  fnr  bestaadtg  mit  jener  anders, 
detn  Namen  dea  eeligepi  Adalbert  geweihtea ,  glttcshSalle  enbisohdfls* 
chen,  Kirche  xu  Gnesen,  die  dureh  fraiwi)lige»  m,  Usiseren  Handea 
geschehcne  nnd  von  Uns  gendimigte  Enlsagnng  Unaars  ehrwilrdtgftB  Bm^ 
ders  Ignatz  Ractynski^  ihres  Jetztea  Erdissdiolsy  der«ialen>erledi|;t  istk 
Die  Obbiity  Weida  und  Vavwaltuag  dieseisKiinhe  <na  Gmeeea  iibertteagen 
Wr.«itedjdi  Dasenft  efanrixdiii^  &ni4er  X^mo^Aw  G^mmmkif  B^ 


Goiwua^i-  nodwM  EpMoopo  fioamniensi  ccnili^  regioien,  et 
adUniniBlriytiOLiieK}  q^ua  EodMbe  GneinensiB  plennie  comaiiitir 
muB,  enndMnque  Axcluepiecopan  Gne«neaeem|-  ac  PosnfuiienMin 
4paDBtitiuaiiu  y  et  depalamue;  ae  Aroluepitoopnni  iGneaBaneen*, 
ac  Posnatiiensem  semper  ease,  et  appellari  mandaoNia,  ejosqols 
juri  Metnopolitico  £piapopaliBin  Sccleaiam  Culmenaem  Sufiraga* 
neam  assignamaa. 

JEpiacopalea  vero  Ecclesias  Wratislaviensem,  ac  Warmienaem 
bttic  sanctae  sedi  perpetuo  immediate  anbjectaa  essey  ac  renuk» 
nere  debere  declaramus, 

Slngulis  autepi  Arcbiepiscopis  et  Episcopis  omnia  et  siaguln 
jura^  praeeininendasy  .praerogativas,  ac  privilegia  .aliis  illarum 
Partium  Arcbiepiscopis  et  Episcopis  legitime  competentia  tribui- 
mus«  et  confirmamus. 

Quod  spectat  Capitulum  Metropolitanae  Ecclesiae  Colonien- 
ais,  in  eo  Duas  erigimus  Dignitates,  Praeposituram  videlicet^ 
quae  Major  erit  post  Pootificalemi  ac  Decanatum  secundamy  d^ 
cem  Canonicatus  Numerarios,  et  quatuor  Canonicatus  Honora- 
noS;  ac  praeterea,  octo  Vicarias,  seu  Praebendatus. 

Arcbiepiscopalis  Ecclesiae  Gnesnensis  Capitulum  constabit 
'inposterum  ex  unica  dumtaxat  Praepositi  Diguitate,    et  ex  nu-. 


acboie  lu  Posen,  welpben  Wlr  blerdurcb  xum  Enbiscbofe  von  G&esen 
nnd  Pofiea  besteilen.  Wir  woUen,  dass  er  f&r  i^imer  Namen  und 
Wikr^  eines  ErtfaMcbofs  von  Gnesen  nnd  Poeen  anBefame  nnd  filbre. 
Bmaem  Metropolitanreobt  iuiterordnen  Wfr  die  bitcyifiiGbe  Kirdin 
TOn  Gnlm.  ■  •    » 

Anlangend  die  biieboflicben  Kircben  von  Breslan  und  Ermbui^ 
so  sind  und  bleiben  dieaelben  Unserm  beiligen  -Stttble  nnmittelbar 
tuiterworfen.  / 

Diesen  Ersbiscbofen  und  BiscbSfen  allen  yerleiken  nnd  bestltlgen 
Wir  den  voUen  Inbalt  jener^erecbtsame,  Ebren  ,  VorsUge  und  Fn»- 
baiten,  deren  sicb  andeve.£xzr^isehd£e  nnd  fiiscb8£e  jener  Gegenden 
xecbftmisdg  er&euen« 

.  Was  anlangt  das  Kapitel  der  Metropolitan-Kircbe  an  KStin ,  ao 
erricbten  Wir  in  demselben  zwo  Wiirdeny  nKmlicb  dte  Probstei,  welcho 
afcen  Hang  bat  niicbst  dem  Erxbisebofe,  und  wlt  iweiten  Wiirde  die 
l>echantei,  sodann  «ebn- wii^liche  und  Vier  Ehren-Kanonikale  ^  andi 
Mcht  Vikaxien  pder.  P£rilnden«    , 

Da^  Kapitel  der  enbisohoflichen  Kiiche  su  Gnesen  wkd  kiinftig 
nnr  ans  eineg  Wftrdo.  hirsleben ,  namlidi  der  ptoheteflicbfltt,    nnd  ans 


nero'  «ex  Canonioitiitiaiy  «herilis  -rero  PoMKniieiiMft  ArdiiqN^ 
scopalis  Ecoleeiae  Capitiiliun  effomiaibont  ioo  D»giiHalea>  Ihtk^ 
pouti  videKeet,  ao  Decanii  dcto^CanonieatQB  N^ttierariiy  et 
quatuor  Canonicatui  HonOrarii^  c  nec  bo^  odo  Vkariaie^ 
Pfaebei^datua.  :      » 

CatfaedraHum  Sccleiiarum  Titivrrensis^  atque  Paderborrred^ 
818  re^pectivom  Capitulam  constabit  ex  Duabus  l^gnitatibda, 
vna  nempe  Praepositi,  ac  altera  Decani,  ex^  octo  Canontcatibua 
liumeraxiis,  etj  quatuor  Canonicatibus  Honorariis^  atque  e.  aex 
Vicariis,  aeu  Praebendatis. 

In  Catbedrali  Ecdesia  Monasterienai  Capituliun  conatitueitf 
binae  Dignitatea^  Major  nempe  praepositurae ,  ac  aecunda  Deca- 
natua,  octo  Canonicatuf  Numerarii,  quatuor  "Bonorarii  Canoni- 
catua,  et  oc^o  Vicariae,  seu  Praebendatus. 

Culmensis  Cathedralis  Ecclesiae  •Capiiulum  •  constabit  ex  bi- 
nia  DignitatibuSy  Praepositnrae  videlicety  ac  Decanatus,^  ex  octo 
Canonicatibus  Nuinerariis,  ex  quatuor  Hbnorariis  Canouicatibus^ 
€t  e  sex  Vicariis,  seu  Praebendatis. 

Cathedralis  Ecclesiae  Wratislaviensis  Capitulum  efformabunt 
dno  DiguitateSy  una  videlicet  Praeposituraey  et  altera  Decana-* 
tus,    decem  Canonicatus  Numerarii  quorum  primus   Scholastici 


ken  fledw  an  der  Zabl;  dabin^egen  bildeD  das  Kapitel-  der 
atuderen  exlSaisdiofiichen  Knrcbe  an  Posen  zwo  Wflrden ,  Probstei  miA 
Decbantei,  acht  wirkliche  und  vier  Ehren-Kanonikate,  auch  a^t  V»- 
Junnen  oder  Pfrunden. 

Die  Kapltel  der  beideu  biscHSfliohen  Kirchen  von  Trier  und  Pa. 
derbom  werden  ein  jedes  bestehen  aus  zwo  Wilrden ,  namlich  Probsteft 
UQd  Dechantei,  aiis  acht  wSrklichen  und  vier  Ehren-Kanonikaten,  und 
sechsf  Vikarien  oder  Pfrunden. 

In  der  bisch5flichen  Kirche  sn  Miinster  werden  das  Kapitel  aus- 
machen  kwo  Wiirden,  n&mlich  als  Erste  die  Probstei,  und  als  Andere 
die  Dechanteiy  sodann  acht  wirkliche  nnd  vierEhren-Kanonikate,  auch 
acht  Vikarien  odcr  Pfriinden.  / 

Das  Kapitel  der  bischoflichen  Kirche  zn  Kulm'  wird  bestehen  ni» 
zwo  WiUden,  Probstettmd  Decha|itei,  aus  acht  wirididien  lihd  vier 
Ehren-Kanonikaten,  auch  aus  sechs  Vikarien  und  pfriinden. 

Das  Kapitel  der  bisohdfliehen  Kirdhe  zn  Breslau  werden  bilden 
swo  Wiirden ,   niiinlich  die  Probates  und  DedMitteii   daxm  teha  wiife- 


8M 

octo  VicjiniM^.MPi  Praebefl^atos. 

.Dempfli  ^od  «tUnet  ad  Epiacopalem  Ecde^am  War^iiea* 
umf  ilUva  Cath^alA  Capitiiliui^  in  eo,  quo  nonc  reperitur,  atalu 
conaiatets  reaervata  tamen  Nobis,  ac  Romania  Pontificibua  Snc- 
Cfpaoribua  Nostnia  ,faciiltate  Capitulum  ipsum  .  ad  aliarum  in 
Regno  Bomaaifco  exiatentium  Eccleaiarum  normam  impostemm 
conformandu 

Porro  in  qualibet  ex .  antedictis  Ecdeaiis  tam  Arcbiepisco- 
palibua  quam .  Epiacopaiibua  Animarum  Parochianorum  cura  ha- 
bitualia  residebit  penea  Capitolum,  actualia  vero  ab  uno  e  Ca« 
pitularibna  ad  hoc.  expresae  desigbando , '  et  praevio  examine  ad 
formam  sacrorum,  Canonuni  ab  ordinario  approbando  cum  Yi- 
cariorum  auxilio  exercebitur;  ac  in  unoquoque  ex  ibdem  Capi- 
tulis  duo  ab  ordinario  stabiliter  deputandi  erunt  idonei  Cano* 
nici,  a  qubrum  uno  Poenitentiarii,  ab  altero  vero  aacram  acri- 
pturam  atatis  diobus  Populo  exponendo  Theologi  respeciiTC  mu- 
nera  fideliter  adimpleantur. 

Singulis  profecto  ex  primodictorum  Capitulorum  Canonicia 
Honorariis^    quoa  ad  personalem  residentiam   et   ad  Servilium 


iiche  XAnonikate,    deren  Erstes  die  Schulprabende  mit  sich  fuhrt^  nnd 
Mchs  Ehren-Kanonikate,  auch  acht  Vikarien  oder  Pfrftnden. 

Was  endlich  angeht.  das  Kapitel  der  bischoQichen  Kirche  yon 
£nniandy  so  bleibet.solches  fiir  jetzt.in  seiner  biiherigen  yerfassong» 
jedoch  soy  dfiss  Uns  und  Unsem  Nachfolgem^  den  Pa))sten  zu  Rom, 
vorbehalten  »ej^  dasselbige  in  Zukunft  nach  der  Weise  anderer  Kapitel 
des  preussischen  Reichs  umzugestalten. 

Femer  soU  in  allen  den  vorgenannten  erzhischoflichen  und  bi- 
sch<5flichen  Kirchen  dieSeelsorge  iiber  diePfarrgemeinen  zwar  einRecht 
des  Kapitels  seyn ;  sie  soll  jedoch  einem ,  eigens  dazu  bestelltev ,  von 
dem  Erzbischofe  oder  Bischofe  in  Vorgang  gehSriger  Pr&rung ,  nach 
Vorschrift  der  ka^ionischen  8atzung  bestatigtenfi  Mitgliede  anyertraut 
und  Yon  demselben  mit  Hulfe  der  Vikarien  ausgeiibt  werden.  Auch 
soHen  in  jedem  der  gedachten  Kapitel  vbn  dem  Erzbischofe  oder  Bi- 
schofe  zwei  Gfaorherren  fur  immer  angewiesen  werden,  deren  der  Eine, 
des  Beichtrater-Amtes,  der  Andere  hingegen  des  Amt^s  eines  Gottesge- 
lehrten ,  welcher  an  bestimmten  Tagen  dem  Volke  die  heilige  Schriffc 
erkl&rety  treulich  zu  warten  hat. 

Die  Ehren.Kauonici  vorgedachter  Kapitel  sollen.  zur  personlichen 
und  Abwartung  der  Ghorstunden  dnrchaus  nicht  verpflichtet^ 


\ 


25f 

i 

Cliori  mitiinie  obligatos  esse  decTaraniiis,  ^deiii  ctrA  ffliii/(3eniTbay 
Canonicis  aditus  ad  Cliorain  et  ad  caeteraV  EiDftleBliisticas  Fdii*^ 
ctibnes  patebit;  Nosque  ad  majus  pi^aedicita^umr'  C^i^clesfarum 
dccus,  ac  splendorem .  omnfbus  antedictis  t)fgnitatjt)fui ,  'et  Ca^Vyi^ 
nicis  Tndnltum  ntendi  iisdenl  Insigniis,  qnibus  an);ea  fru^branttir/ 
expresse  confirmamus,  et  qiiatenus  opus  sit  d'e  novo  coiicediJ 
jnus^  et  elargimur.  * 

Cuilibet  similiter  ex  supradictis  papitnlis  Catbedralfttis' 
jDunC;  et  pro  tempore  existenlibus,  ut  ipsi  capitulariter  congre- 
gati  pronovoy  et  circumstantiis  magis  accommodato  earumdemf 
Archiepiscopalium,  et  Episcopalium  Ecclesiarumy  earumque  Cbori 
quotidiano  servitio,  nec  non  rerum,  ac  jurium  lam  spiritualium,' 
quam  temporalium  prospero  felicique  rcgimine,  gubcrnio,  ac 
directione/  onerumque  iis  respective  incumbentium  snpportatione, 
distributionum  quotidianarum ,  et  aliorum  quorumcumque  emd< 
lomentorum  exactione,  ac  divisione,  et  poenairum  incu/rendarum 
a  iion  interesiientibus  Divinis  OflBcils  incursui  singulorum  prae^ 
BentiiSy  et  absentiis  notandisy  caeremoniis;  ac  ritibus  servandis 
et  quibusvis  aliis  rebus  circa  praemissa  necessariis,  et  oppor- 
tunis  quaecuraque  Statuta^  Ordinationea ,  Capitula,  et  Decreta^ 
licita  tamen,  atque  honeata^  et  Sacris  Canonibus^  Constitutioni- 


aber  dennocH  berecbtigt  seyn,  an  diesen  Standen  nnd  allen  gottes- 
dienstlicben  ▼erricbtungen ,  gleich  den  wirkliclxen  Kanonicis,  Theil  ^ 
zu  nehmeii.  Und  zu  Zier  und  grosserem  Glanze  jener  Kircbeh  be- 
st^tigeu  ubd  nach  Unterschied  Terleihen  Wir  allen  Wfirden  nnd  Ka* 
nonicis,  solcher  Auszeichnungen  zu  gebrauchen',  als  bisher- (iblich  ge- 
wesen  sind. 

Zugleich  ermSchtigen  Wir  die  vorgenannten  Domkapitel,  so  jetzt 
als  kunftfg,.  dass  sie  zu  neuer  und  Qngemessener  Ordnung  des  Dienstes 
ihrer  Kirchen  und  des  taglichen  Stundengebets  darin ,  auch  zii  heilsa' 
mer  Leitung ,  Fiihrung  und  Verwaltung  geistlicher  und  zeitlicher  An- 
.  gelegenheiten  un^  Gerechtsaraen,  zu  Erfilllung  ihrer  Obliegenheiten, 
zu  Einziehung  und  Vertheilung  der  taglichen  und  ubrigen  Hebungen 
und  Nutzungen,  lu  Anordx\ung  der  Strafen  widersolche,  so  ii^  Got- 
tesdienste  saumig  sind,  zu  Aufzeichnung  der  Anwesenden  und  Abwesen- 
den ,  zu  Haltung  der  Zeremonien  uud  GebrHuche ,  und  was  sonst  zu 
allem  diesem  irgend  niitzlich  und  nothig  ist  —  Satzungen,  Ordnungen, 
Kapitel  und  Beschliisse ,  ehrbaren  i\nd  erlaubten  Inhalls ,  so  den  heili- 
^en  Kanons,  den  apostolischen  Verordnungen  und  den  Be^hlussen  der 

17 


258 

bns  Apostolicisy  Decreiisque  Concilii  Tridentini  minime  adver- 
santia  sub  praesidentiay  inapcfClioney  et  approbatione  respectivo- 
Tum  ArcTiiepiscoporum,  et  Episcoporum  edere ,  at^ue  edita  d'e- 
clarare,  et  interpretari,  ac  in  meliorem  formam  redigere^  et  re. 
forraarei  sbu  ^lia  de  novo,  ab  illia  ad  quos  spectat,  et  pro  tem- 
pore  apectabit  inviolabiliter  obaervanda,  sub  poenis  in,  contr^- 
facientes  statuendls  pariler  condere^  atque  edere- libere ,  ac  li- 
cite  valeant,  fac^Itatem  perpetuo  concedimua,  et  impertimur. 

Dignitatum,  Canonicorum^  et  Vicariorum,  seu  Praebendatc^ 
rnm  numero  tam  in  Metropolitanii,  quam  in  Catliedralibus  Ca- 
pitulis  ut  supra  praefinito,  ad  ea  tam  pro  hac  prima  vice,  quam 
pro  futuris  temporibus  componenda  statoimusy  ut  imposterum. 
quilibet  ad  Dignitates,  et  Canonicatus  assequendos  infrascriptis 
ornatus  esse  debeat  rleqaisitis^  nempe,  quod  majores  sacros  or- 
dines  susceperit,  niilemque  Ecclesiae  operam  saltem  per  quin- 
quennium  navaverit,  vel  in  Animarum  Cura  ejcercenda,  aut  ad- 
juv^ndfi  sese  praestiterit,  vei  Theologiae,.  aut  Sacrorum  Cano« 
luua  Frofessor  extiterity  vel  alicuique  in  Regno  Borussico  exir 
atenti  Episcopo  ih  Dioecesanae  administratiopis  munere  insen^e- 
rit,  Tel  demum  in  Sacra  ^heologia^  aut  in  Jure  Canonico  Do- 
ctoratus  Lauream  rite  fuerit  consequutns;  postremae  tamen  hu- 
jusce  conditionis  efFectu  ex  justisy    gravibusque  causis  per  De- 

Vetsammlmig  von  Trient  nidit  widersprechen ,  unter  Vorsitz  und  mit 
Gatheissung  ihrer  Ordinarien,  au&ichten,  erklaren,  auslegeo ,  in  bes- 
sere  Fassnng.  bringen ,  abXndem,  auch  deren  ganz  neue,  so  vo*n  allen, 
die  es  jetzo  angeht  und  dereinst  atigeben  wird)  zu  beobachten  sind, 
abfassen  und  ausgehen  lassen  mogen. 

Und  nachdem  Wir  eines  jeden  Metropolitan-  und  Domstifts  Wiir* 
den,  Kanonikate,  Vikarien  oder  Pfrfinden  der  Zahl  nach,  wie  vorste- 
het,*  festgestellty  als  setzen  Wir  zu  deren  jetziger  und  zukiinftiger  Ein- 
richtung  hierdurch  fest,  dass ,  wer  immer  zu  Torgedachten  Wurden 
^und  Kanonikaten  gelangen  willy  mit  nachstehenden  Erfordernissen  be- 
gabt  seyn  soll;  namlich:  dass  er  die  hoheren  heiligen  Weihen  eni* 
pfangen ,  zum  mindesten  funf  Jahre  lang  in  dem  Jlaupt-  oder  Hulfs* 
seelsorgeramte,  oder  in  dem  Lehramte  der  Gottesgelahrtheit  oder  des 
kanonischen  Rechtes,  oder  in  eines  preussischen  Bischofes  Diocesan* 
Verwaltung  gestanden  und  der  Rirche  rait  Nutzen  gedieQt,  oder  die 
hochste  gelehrteWiirde  in  derGottesgelahrtheit  oderjndem  kanoni- 
schen  Rechte  gehorig  erworben  haben  mfisse.  Dieses  letzteren  Erfor* 
demisses  bindende  Kraft  wird  jedoch  aus  erheblichen  Griinden  fiir  den 


-     .  '269 

I 

cenniiim  a  Data  praesentiam  computanclum  in  suspensnm'  rema- 
nente.  Cujuscumqae '  vero  conditionis  ecclesiasticos  Virbs  ae- 
quali  jure  ad  DignitateSy  et  Canonicatus  obtinendos  gaudere 
debere  decernimus.  Itemque  slatuimus-  unam  in  Monasteriensiy 
ac  alteram  in  Wratislaviensi  CalliedraliBus  Ecclesiis  Canonica- 
lem  Praebendam  designandam^  et  ab  eo  ad  quem  juxta  men- 
sium  altemativam  pertinebity  semper,  et  quandocumque  confe- 
rendanl  esse  uni,  6t  alteri  ci^ionica  requisita  babentibus  ex  Prp- 
fessoribus  Universitatum  in  dictis  respectivis  Civitatibus  existen-- 
tium^  atque  ulterius  decernimuB,  tam  Praepositam  Parocbialis 
Ecclesiae  Sanctae  Hedwigis  CiVitatis  Berolinensis^  quam  Deca— 
num  commissarium  Ecclesiasticum  in  Comitatu  Glacensi  p^o 
tempore  existentes  inter  Honorarios  Canonicos  tVratisIaviensis 
Cathedralis  Capituli  tn^t  cooptandos;  ita  nt  pari  cum  iis  fruan- 
tur  jure,  locum  illum,  atque  Ordinem  tenentes ,  ^qui  secundum 
respjectivae  Ifominationia  tempus  ipsis  compelere  dignoscator* 
Quihbeit  autem  ex  Canonicia  Bonorariis  in  unumquodque  ex 
antedictis  Capitulis  cooptandus  sumendus  erit  ex  numero  Ar- 
chipresbyterorum  Animarum  curam  in  respectiva  Dioecesi  lau- 
dabili^er  exercentium.  ^ 

Quod  vero  attinet  ad  novam  Supradictorum  Capituloram 


Verlauf  der  nScbsten  zehn  Jahre  von  diekem  Tage  ab  noch  ausgesetct. 
Uebrigens  sollen  Stand  und  Gebnrt  der  Geistlichen  in  Erlangung  der 
Wiirden  und  Kanonikate  von  nun  an  ^isinen  Unterschied  des  Recbts 
weiter  begrun3en.  2ugleich  verfugen  Wir  hierdurch,  dass  in  dem 
Katbedral-Kapitel  xu  Miinster ,  wie  auch  vx  Breslau ,  Ein  Kanonikat 
auseflesen  werde ,  lim  von  demjenigen ,  dem  es  hach  der  Monate 
Wechsel  geb&hret,  je  allezeit  einem  ofifehtlichen  Lehrer  an  den  hohen 
Schulen  gedachter  Stadte ,  der  jedoch  mit  den  kanonischen  Erfprder- 
nissen  begabt  sey ,  verliehen  zu  werden.  '  Gleichermaassen  verordhen 
Wir,  dass  der  jeweilige  Probst  an  der  Pfarrkirche  deT  heiligen  Jledwig 
xu  BerEn,  wie  auch  der  jeweilige  Landdechaiit  der  Qrafschaft  Glats, 
den  Ehren-Kanonicis  der  Dofnkirche  zu  Breslau  sollen  zugezahlt  wer- 
den,  also  dass  sie  durchaus  mit  deu  iibrigen  gleiche  Rechte  geuiessen, 
nnd  ihre  Stelle  nnd  Oi^dnung  einnehmen  nach  dem  Alter  ihrer  Ernen- 
nung.  Ein  Jeglicher  aber  der  Ehren-Kanpnici  vorgedachter  Kirchen 
insgemein  soH  ant  der  Zahl  der  Erzpriester  genommen  seyn  —  derer, 
die.  sich  in  der  Seelsorge  mit  Ehren  yersucht  haben.  n 

Was  aber  f8r  jetso  die  aeue  Zusammensetzung  vorgedaditer  Ka- 

17* 


250 

pro  hac  prima  vice  ea  qua  convenit  celeritate  explendam  com- 
positionem,  infra  nominando  harum  Literarum  Mostrarum  £xe- 
quiitori  potestatem  facimus,  ut  in  unaquaque  Eccleaia  tam  DL 
gnitateSy  et  Canonicatus,  quani  yicarias,  sea  Praebendatua  acta 
vadantes,  quae  ad  aequandum  numerum  ut  anpra  designatum 
^ortasse  deficient^  dignis  etidoneis  Ecclesiasticis  Viria^ex  dele« 
gata  isibi  speciali  Apostolica  facuUate,  ac  liqjus  'sanctae  sedia 
nomine  conferaf;  ita  tamen  ut  ii  dumtaxat,  qui  de  Dignitatibua 
et  Canonicatibus  ab  ipso  provisi  fuerint,  Apostolicaa  novae  Pro- 
visionis^  et  Confirmationis  Literas*  Infra  sex  menses  ex  tunc 
proximps  ai  Dataria  Nostra  impetrare,  et  expedire  facere  tenean» 
tur*  £t  81  contingaty  quod  in  aliqua  'ex  Meb^opolitanis,  vel 
Catliedralibus  in  Borussiae  Regno  existentibus  Ecclesiia  Dignita-' 
tesy  Canonici,  et  Vicarii;  aeu  Pracbendati  .legitime^  et  canonice 
instituti.  adhuc  viventes  respeclivum  numerum  a  Nobis  ut  gupra 
praefinitum  excedant,  praedictua  Exequutor  Apostolicus,  -voca- 
ti^  auditisque  interetoe  habentibus,  aut  per  voluntarias  jurium 
abdicationes  ab  illis,  vel  ab  illofum' aliquibus  emittendas  reni 
componat^  proviso  insimul  per  congruas  vitalitiai  Pensiohes, 
jam  a  Serenissimo  Rege  pollic^itaa  Dimittentiom  aubatentationi^ 


!<■  ■*! 


pitel  betrifft,  welche  allerbaldest  zu  bewirken  ist,  so  ertheilen  Wir 
Unsermi  unten  zu  beneauenden  Vollzieher  die  Gewalt,  in.  einer  Jeden 
der  vorgenannten  Kirchen,  solcbe  Wurden ,  Kanonikate  nnd  Vikarien, 
ais  wirklich  erledigt  sind ,  und  bis  zur  Erfiilhing  vorgedachter  Zahl» 
aa  wiirdige  und  geschickte  Geistliche,  aiis  besonderer  ihm  fiberirage- 
ner  apostolischer  Macbt  und  im  Namen  dieses  heiligen  Stuhls,  zu  ver- 
leihen ;  dergestalt  indess,  dass  jene,  welche  durch  ihn  zu  Wilrden  und 
Kanouikaten  hefordert  werden,  gehalten  seyn  sollen,  innerhalh  den 
nachsten  sechs  Monaten  nach  ih^er  Bef5rderung  hei  Unserer  apostoli- 
schen  Datarie  neue  Verieihungs*  und  Bestatigungs-Briefe  einzuholen 
und  ausferttgen  za  lassen.  Und ,  da  sich  zutriige ,  dass  in  einem  oddr 
andern  MetropoUtan-  od&c  Kathed^al-Kapitel  des  preussischen  Reichs, 
von  den  Wilrdeni  Kanonicis  und  Vikarien  oder  Pfriihdnern,  recbt* 
mUssig  und  kanonisch  eingesetzf,  noch  mehr  am  Leben  wSren,  ala 
Uosere  ohen  erwHhnte  Anzahl  feststellet ;  so  soll  vorgedachter  aposto- 
lischer  Vollzieher,  nach  vorgangiger  Ladung  und  Anhorung  der  Be- 
theiligten,  durch  freiwiUigen  Verzicht  Aller  oder  Einiger  voti  ihnen,  die 
Sache  abthun,  vorsorgeud,  dass  durch  angeihessenes  lebenslfingliches 
lahrgeld,  wie  der  durcbilauchtigste  IConig  versprochen  hat,  derselben 


261 

aut  si  abdicationea  bQJusmodi  miniine  babeantar,  vel  snfficien* 
tem  numerum  non  attjngant  in  boc  cafiu^  qui  numerum  in 
aupradicta  Nostra  dispositione  praeilnitum  excedentes  Dignita- 
tum^  i^anonicatuum,  et  Vicariatnum  po^essionem  postremo  Loco 
adepti  fuerint,  si  apud  Ecclesias  suas  resideant^  Gapitulares  qui. 
&tn!^  et  Vicarii  respective  esse  pergent^  juribus^  et  praerogativis 
nunc  iis  competentibus  fruenturi  suosque  redditus  in  ea  quan- 
titate  percipient ,  qua  in  praesena  ^gaudent.  Sed  quando  Bene- 
£cia  ab  iis  obtenta  quocumqife  modo  vacaverint,  aliis  conferri 
minime  poterunt,  atque  ex  nunc  pro  tunC  suppreasa,  et  extin- 
cta  debeant  intelligiy  ad  hoc  ut  deinceps  praefixus  ut  supra  nu- 
merus  in  respectivis  Capitulis  ad  amussim  observetur.  Quod 
ai  in'  aliquo  Capitulo  Canonici  minoribus  in  praesentiarum  fruan^ 
tur  reddiiibuS|  quam  qui  futuris  eorum  loco  assignantur,  nul- 
lum  isti  reddituum  augmentum  consequentur,  nisi  ab  £xe-  , 
qnutore  Apostolico  singillatim  similibus  amplioribua  redditibus 
donati  fuerint* 

Fttturo  autem  tempore^  ac  snccessivis  vacationibus  a  Nobis^ 
et  Aomania  Pontificibus  Saccesaoribus  Npstris  Praeposituray  quae 


■—■>■ 


Unterbalt  gericbert  werde.  — ^  Wo  aber  soIcb6  Verzicbtungeii ,  entwe* 
dei^  gar  nicht  oder  nicbt  in  g;eniigender  Aniahl  y  tn  erhalten  waren, 
sollen  alsdann  die  {iberz£hligen  Wiirdeny  Kanonici  und  Vikarien 
oder  Ffriiudner^  welche  spatenzum  Besitze  gelangt  sind,  falls  sie  bei  ' 
fiuren  Rirchen  wohnen ,  und  fortfahren  wollen ,  Kapitularen  und  Vika* 
rien  zu  sejn^  in  dem  Gennsse  der  Rechte  und  Vorzuge,  die  ihnen  der- 
malen  znkommeu ,  nicht  gestort  werden ,  imd  sollen  ihre  Einktinfte 
nach  dem  Maasstabe,  wie  jetzt ,  fortfahren  zn  beziehen.  Wenn  aber 
ihre  Ffrunden ,  die  sie  jetzt  besitzen  y  dermaleinst ,  gleichviel  auf  wel- 
che  Weise,  zur '  Erledigung  gelangen:  so  kSnnen  solche  keineswegs 
wieder  besetzt,  sondern.sollen  nun  alsdann  fiir'  aufgehoben  und  erlo- 
schen  angesehen  und  in  den  unterschiedlichen  Kapitelri*^  die  oben  fest- 
gesetzte  Zahl  genau  gehalten  werden.  Wo  aber  in  irgend  einem  Ka- 
pitel.die  Kanonici  bisher  gfringere  EinkUnfte  bezogen  b&tten,  als  diese 
Vorordnung  ihren  Nachfolgern  bestimmty  sollen  sia  keinen  Anspruch 
auf  ^iesen  Zuwachs  haben^  es  ware  denn ,  dass  der  apostolische  Voll* 
lieher  ihnen  einzeln  und  ausdriicklich  solche  grossere  Einkiinfte  beige- 
legt  hStte. 

Zukunftig  aber,   bei  sich  ereignenden  Erledigungen^  in  den  ge. 
dachten  ersbischoflichen  und  bischoflichenKirchenf  aucH  in  der  Kirche 


26« 

<  I 

M«ijor '  ^oH>  Pot]|ifie«Ieiii  Dignilu  fin  ivpraiiieiiKnrttit  AiMshiep»- 
sc^palibi^rf^  at'Bpiioo|puAibiM  ficcleaiitf,  b<o  non  in  Eccleda  Agvit^ 
gimeritl  iit  CMIegialiainfiit  tiifra  engenda^  itwnque  Canonicatt» 
in  McBtilbtts  Jamiariij  Martii,  Maii,  Jnlii,  Septembria/  ac  'Narein^ 
htik  in  pra^fitiB'  ficcleaiia  vacantea  confereniur  queinadaiodam 
in  Qapitttld  WtHtiakitienii  kaeteiHia  faetnin  eat:  quo  Tero  ad 
Deetelnatttd  in  pmtedlctia  Metropolitania,  et  GathedraUbua  £ccle~ 
aiiay  et  \Ad  eanonioatas  tam  in  ipaiay  qnam  in  dicta  Aquidgra-* 
nenvi  Ecdeaia  in  Collegiiitani  f rigenda  ^  in  aliia  §ex  raenaibna 
vecentee  ab  ArcbiepiacQpia  et  Episcopia  reapectire  conferentur« 
Tioanatda  amteqi)  aeu  P#aebendatua  in  praedictis  Ecclesiia  quo* 
cutnque  nMnae  vacaTerint  reapectivoruia  Ardiiepispoporuin  et 
EpiMbporttm  colUtioni  relinquiroua. 

taem  demque  Germaniae  graliaaimam,  aimnlqne  praelaudato 
BoruMsiae  Kegi  aooeptiaeimam,  Noa  esae  facturoa  jndicantesy  ai 
eleetion|ii|i  >ure  in  Tranarhenania  EccleaiiB  retento,  ac  con6rma'* 
to,  et  in  Ciarhenanis  cessato  per  Apoetolicas  DispositioAes  anni 
miUeaimi  octingentesimi  primi  nunc  in  iptis  Cisrfaeoanis  Dioe- 
ceBibua  praefati  Begia  Temporali  Dominio  subjectis,   idem  ju^ 


cu /lacben  (die,  wie  schon  erwlbnt,  in  ein  KoIIegiatstift  Terwandelt 
werden  soll)  werden  Wir  und  Unsere  Nachfolger,  die  Pabste  zu  Rom, 
nicht  nur  die  Probstei,  welches  die  erste' Wiirde '  nfichst  der  bisehofli- 
chen  isty  sondern  auch  die  in  den  Monaten  Januar,  Marz,  Mai,  Julius, 
September  und  November  zur  Erledigung  gelangenden  Kanonikate  ver- 
leihen,  und  zwar  in  derselbigen  Art  und  Weise ,  wie  hisher  zu  Breslau 
geschehen  ist.  Was.  aber  die  Dechanteien  an  gedachten  Metropolitan- 
und  Kathedral-Kirchen  anbelangt ,  desgleichen  die  Kanonikate ,  so  da- 
selbst  uud  in  dem  kiinftigen  KoUegiatstifte  zu  Aachen ,  in  den  ubrigen 
Monaten  des  Jahrs  erledigt  werden  :  so  fallea  solche  der  Vergebung 
der  betre^fenden  Erzbisch<tfe  und  BischBfe  anheim.  Die  Vikarlen  aber 
oder  Pfriinden,  in  was  fcir^inem  Monat  sie  ledig  werden  mSgen^ 
iiberlassen  Wir  ganzlioh  aur  Verleihnng  der  betreiSenden  Erzbischofe 
und  Bischofe. 

Endlich  glauben  Wir  der  deutschen  "Nation  etwas  Angenehmea 
luid  dem  vorbelobten  Konige  von  Preussen  etwas  Wohlgefalliges  zu  er- 
weisen ,  wenn  Wir  das  Recht  der  Wahlen,  welches  in  den  uberrh^ini- 
schen  Kirchen  erhalten  ufad  bestatigt,  in  den  diesseits  Rheins  belegenen 
'aber ,  durcb  apostolische  Verfiigimg  vom  Jahre  1801  ausser  Gang  gb- 
bracht  worden  ist,  in  jenen  diesseits  Rheins  belegenen  Sprengeln,  die  dem 
Zepterdes  geiiaBnlenK5nigs  imZeitlichenunterworfen  sind,  wieder  her- 


S6S 

electmuft  redinle^reliir;  4|aoii4  Capi^a  Eceleaievnm  ad  Gerit)«-H 
niant  pertinentittiii ,  Bempe  Colonieiiai« ,  XrfiVJreiiiia>  Wnitj6lm<^ 
vienrisy  Pederboriiensia  et  IKloQastecienM ,  deoeriijjiiiia^  ee  eta» 
tuiaiiiB^  quod  elie  gmctttiifue  retiooe  'vd  ceiMttelttdine^  nec 
non.electionisy  et  poetaletionie  diacrimine^  .nobiliteliaqae  net»* 
liom  seceaeitate  aublatk  Capitiiiia  praedicliat-poatqaaa»  aapra'^ 
dicte  metiiodo  ceoalitutai  et  oirdiriata.  ertmt  fecfltatem  triboiw. 
mua»  ut  in  ai^gulia  illaram  aedium  vaqptioiiibua  pee  Aotietitum 
respectivorum  obituni  extra  Boaenam  Curiam,  vel  per  earttm 
aediom  resignationem  ^  et  abdicationem  ( exc<]^to '  tatnen  ,prae. 
eenti  casa  vacalionis  Coloiueiiaia^  ec  Trevirenais  Eccleaiaram) 
infra  oonsuetum  Trimestris  spatiam  Dignitates,  eo  CaUQnici.ca^ 
pitolariter  con^egati,  ei  servetis  Caoonicia  reguUa  novos  Anli-^ 
atitea  ex  Scriesiaaticis  quibuacumque  viria  Regni  Borassioi  in- 
Golisy  digttia  taman,  et  juzta  Canonicas  aanctionea  idoneia  aerTa» 
tia  servendis  ''ad  forinam  aacrorum  Canonttm  eligere  powjnt; 
Ad  bujusmodi  autem  £Iectioiies  jus  suffra^ii  habebunt  Canoaici| 
tam  Numerarii,  quam  Honorarii  >  ne  exclosia  quidem  illis ,  qui 
iiltra  Capitularium  humerum  in  hac  reordinatione  praefinitam, 
quoad  viscerint  in  ipsis  Capitulis  conservabuntur.       \« 


stellen.  Daher  verordnen  uud  verfSfgen  Wir,  in  Ansehiuig  der zii  Deutsclu 
land  ffehorigen  Rirchen  von  Kolln,  Trier|  Breslau,  Paderborn  und  Miinster: 
dass  mit  Aufhebung  jeder  andern  bisher  bestandeneu  Weise,  und  6e- 
wohnheit,  auch  jedes  Unterschiedes  vou  Wahl  und  Postulation,  und  des 
Erforderuissps  adlicher  Geburt ,  hesagte  Kapitel  (sobald  sie  auf  vorer- 
wiihute  Weise  eingerichtet  und  ^zusammen  gesetzt  seyn  werd^n)  sich 
solchen  Rechts  sollen  zu  erfreuen  haben.  £s  sollen  namlich  bei  jeder 
Erledigung  jenerStiihle,  es  sey  durchTodesfall  extraKomanam  curiam, 
odar  durch  Abdankung  und  Entsa^ung  (mit  Ausnahme  jedoch  der  jetzi- 
geu  &ledigungeu  ron  Rolln  und  Trier)  innerhalb  der  gewohnlichen 
Frist  Tou  drei  Monaten,  die  Wiirden  und  Kanonici  kapitularisch  ver- 
sammelt  und  mi^Beobachtung  der  kanonischeu  Vorschriften ,  aus  dei' 
gesammten  Gei^tlichkeit  des  preussischeu  Reichs  sich  einen  wurdigen, 
uiid  mit  den  kanonischen  Erfordernissen  begabten  Mann  zu  ihrem  Vor- 
gesetzteu  kanonisch  zu  erwahlen  ,  ermachtiget  scyn.  Bei  dergleichen 
Wahlen  aber  soUen  nicht  blos  die  wirklichen,  sondern  auch  die  Ehred- 
Kanonici  eine  Stimme  fiihren,  selbst  jene ,  die  iiber  die ,  in  dieser  Ver- 
ordnung  festgesetzte  Anzahl,  auf  ihre  Lebzeit  in  d^n  Kapitel^  beibehal- 
ten  werden,  soUen  nicht  davon  ausgeschlossen  seyn. 


...t^.  WA\  V«K>'  ifi  Cipiti^  .£pi0Gi«|MiliAiii  £cclc8i«ruia  '^armien- 
siSf  et  CulpACO«i«i  nec  non  ArcliiepisGopalittin  Gneenensis  et 
^(9(illl4PiUAiMt  iimcAin  perpetuo  unitarumi  iBnovantes  mandamus 
d^M)iA9Wtt  ittt  Gncaneaees^  ct  Josnanicnses  Capitulares  ad  Archi^ 
e|(i«ffQpi  «^el^elionmn  conjunctiiii  ddieant  procedere*  Quod  aa« 
ttni>  spiectet  lYacaQlem  fiptscopalem  Ecqlesiam  Wraliftlaviensem, 
^peciaWroi  fAteatatem  facimua  qiiinquc  actu  in  illa  existentibns 
jpyi^nit^tiibusy  iLempe  ProepoiiitOi  Decano,  Archidiscouoy  Scbolasti- 
c«,..et  Custodi,  octo  CAnonicis  residentibus-^  et  aex  Cauonicis 
HpDoraviiSy  qul  nunc  ejus  Ecclesiae  Capitulares  babentur,  ut  ad 
^ovi  £piacopi  electionem  Canonicam  modo,  et  forma  praeoiis- 
^  aisi  bac  etiam  prima  vice  procedere  possinty  et  valeant.     , 

Qttadibet  vero.  Electionum  bujusmodi  Instrumenta  in  au- 
tb^tica  fQrma  ezarata^  ad  Sanctam  Sedem  de  jmoremiltentury 
a  qua  si  £lectio  Canonice  peracta  agnoscetur,  et  ex  processu 
Iiiquisitionis  deinde  a  Romano  Pontifice  in  singulis  casibus  ali- 
cui.ex  ArcbiepiscopiS|  vel  £piscopis  intra  fiaes  Regui  Borussici 
ei^istentibus  committendo^  et  ad  formam  instructionis  jussu  San« 
Uem.  ^  Uibani  Octavi  P^raedecessoris  Nostri  editae  diligenter  exa-* 
raudo  de   elecU  idoneitate  conBtiterit,    electiones  bujusmodi  & 


In  Attsebun^  der.Kapitel  der  bischoflicben  Kirchen  von  Ermland 
und  KuIiDp  und  der  erzbischoflichen  vori  Gaesen  uud  Posen  (die  bestMn- 
dig  vereiDigt  sind) ,  enthalten  Wir  Uns  etviras  Neues  zu  verfiigen ,  aus- 
ser^y  dass  die  Kapitularen  von  Gnesen  und  Posen  bei  der  Wahl  ihres 
Ea^bischofes  geuieinschaftlich  verfahren  soUen.  Was  abf r  die  erledigte 
bischofliohe  Kirche  von  Breslau  betriift)  so  ertheilen  Wir  den  derma- 
len  in  iMif  bestehenden  fiinf  Wiirden,  namlich  dem  Probste,  Dechanty 
Archidiakon ,  Scholaster  und  Gustos ,  wie  auch  den  acht  residirende|i 
und  den  sechs  Ehren-Kanonicis,  die  gegeuwartig  das  Kapitel  jener 
Kirche  vorstelleuy  die  besondere  Beftigniss,  dass  sie  zuv  kanonischen 
Wahl  ihres  neuen  Bischofs,  in  der  Art  und  Weise,  tvie  vorgemeldet 
ist,  aucb  fiir  diCses  erstemal  vorschreiten  konnen. 

£s  'soU  jed^ch  iiber  jede  solohe  Wahl  eine  in  beglaubigter  Form 
abgefasste  Urkunde  an  Unsern  heiligen  Stuhl  e^ngesendet  werden* 
Wenn  dieser  dsnn  die  Wahl  fiir  kanonisch  vollzogen  [anerkennet,  und 
Kraft  der  Untersuchung,  die  der  roi^ische  Pabst  jederzeit  einem  preus^ 
sischen  £rzbilcho£e  oder  Bischofe  auftragen,  und  dieser  na^  VorBcfatift 
der  Diehstanweisung  Unseres  Vozf  ahrs  Urb^mU  VIIL  seeliger  Gedacht- 
niss  mit  allem  Eleisse  fiihren  wird,  sich  von  des  Brwahlten  Tiichtigkeit 
iibeEteugt^  so  «^erden  Wir  und  iJnserc  {lacbfolger,  die  Pabste  zuRom, 


\ 


NobiB,  et  Romnris  Poiitifieiiiv»  8o€c«tovJ)Mik  iIoif(i$k  jcMk  ata- 
tutam  morem  per  Apostolica^  I^erav  conArmalMMnuiv  ^  ''■> 

In  nngulis  praeterea  CivittttibiJi/ :ta|n*'>AiMlliifcpis<»p*l^^ 
^am  EpisGi^alibus  ttnam  Cierieoi^iii  SemiMvrin»',  )l^eV'^0iMlir- 
Vandam  Tel  de  novo  qottmprimMk  eriBendamt'  alMtBtdtaimttif/ 
in  quo  is  Clerioorum  namems  «K|  'atqbeiia^  fotmakw  'Deeretor^ 
mm  Sacri  Concilii  Tridentini  inatitti»^ '  ao  «daettti^debMy  'qui 
reapectivarum  Dioeceniim  ampliiudiiriy  'tt"Ba<;eaiitati  reafftbrideaf/ 
quique  ^b  Exequatore  pmesentium  LiteraryBk  -  C9ngt*ae  «lit  prao-' 
finiendus:  Arckiepiscopi  tamen  QncikiensiB^  at  PoanaQifn^a  j<a-*^ 
dicio,  et  pradentkie  relinquimuSf  vel  m  utraque  Cjvitate' pro^ 
prium,  ac  distinctum ,  vel  uoum  tanlum  in  Posoaniensi  Civila* 
te,  quia  amplis  aedibas  cpnstaty  pro  Clericia  ambaram  pioece- 
aium  Seminarium  constabilire  prout  EcdeAiarom  ipsaram  utiHx 
taa  postulaverit.  *       "" 

^  Volentes  nunc  praevia  dismembratioite,  separalione,  atqire 
immutalione  nonnollorum  Locorum  et  Para^ciarum  a^^  priorom 
Ordinariorum  jurisdictione  sobtrahondarum  ad  efiectum  illa^  et 
illas  Dioecesibos  infraseriplis  noviter  aggregaiidi^  atque  incorpo» 
randiy  prout  magis  in  Domino  opportunum  vidittm'  foerit^  et  au* 
*        ditis  etiam  Venerabilibus  Fratribos  Nostris  S*  A.  E.  Cardinalibua 


jede  soIche.WaMy  bestehendem  Gebrattcbe  gemSis,  dnrcli  apettoliscbe 
Briefe  bestitigeD»  ' 

-Es  foH  fiberdem  in  jfeder  eribfschdflichen  mid  bisoKofifchei^Sudt 
eiD  geistliches  Seminar  «rhalten  oder  neu  gegriindet  w^den,  damit 
darin  eine  solche  Anzahl  nngehender  Kleriker  nnterhalten -und  nach 
Vonchrift  der  Beschjiisse  von  Trlent  miterrichtet  nnd  gebildet  werden 
moge,  als  es  der  Umfang  und  Bedarf  der  Sprengel  fbrdern,  und  der 
Volhieher  dieses  ge^eawjirtigea  Briefes  genau  anordnen  wird»  D^m 
Erzbischofe  .von  Gnesen  und  Posen  liberlaBsen  Wlr :  ob'  er  in  beiden 
Stadten  ein  besonderes  oder  in  der  Stadt  Posen ,  wo  ^ie  G^ande  bester 
aind,  fiir  beide  Sprengel,  ein  gemeiasames  Seminar  zu  haben  vOrriehe^ 
nach  «^emi  was  znm  grosseren  Wohl  der  Kirche  gereiohety  %u  be- 
attmmen» 

Indem  Wtr  nun , '  nach  vorgMngiger  Theilung ,  TVennnng  und 
VerSnderung  einiger  Oerter  und  Pforreien,  die  der  Jurisdiotion  ihrer 
bisherigen  Ordinariate  entzogen ,.  und  den  tmten  nahmhttft  Mi  machen-^ 
den  Sprengein  neu  hinzugefiigt  und  einverleiht  werdm'  solle»;  -^  ge*' 
mte  Unserer  b%sten  Brkenatniss  in  demHerm,  anch'^iiek  anj^ehdr^ 
tem  Rath  Unserer  ehrwiirdigen  Briider,  jener  KatdinfUe  der  heiUgen 


266 


Congragatjoni  de  Aropagatida  Fide  Praapositia  ad  noyam  DioV- 
cadani  arcuniBcriptiooeo]  procedera,  ut  aiogalapiun  diatinclia 
finibua  quaestioaiaa  omnes  auferaotur  circa  Spiritoalia  jurisdictio* 
nk  asarciftiumy  aarum  Distributionem,  ac  Dirisfonem  de  Apoato* 
licaae  potestatia  f4enitadina  d^cermmusy  praescribimus^  et  oon^ 
stitnimus  juzta  eum,  qai  aequituTy  modum,  Tidelicet:' 

.  Jietropolitanae  Eodesiae  Coloniensis  Dioecesis  eiEormabitur 
e£  Paraeeiis  sexcentum  octogtnta  sex  partim  in  siifistra^  partim 
in  dextera  Rhani  ripapositis.  Et  in  sinistra  quidem  comple* 
etetnr  f  araecias  omnes  pridem  in  auppressa  ad  praesens  Aqais- 
granensi  Dioacesi  contentas,  qnae'  ad  Provincias  pertinent  Colo- 
niensemy  Dusseldorpbinam,  et  Aquisgranensem,  nempe.  ultra 
Paraeciaa  Civitatum  Coloniaei  et  Aquisgrani  Eccleaias  catttona- 
les  nuncupatas  — -  Bergbeimerdorff  -«-  Bonna>  vulgo  Bonn  -— 
BreU  —  Kerpen  —  Lechenich  —  Lessenich  —  Loevenich  r^ 
Meckenhoim  ~  Monstereiffel  •—  Zolbiacum,  valgo  Ziilpich  — 
Crefeld  — -  Dahlen  —  Dormagen  «--  £lsen  —  Gladbach  — * 
Keuss  -^  Urdingen  -^  Viersen  —  Bnrtscheid  -—  Marcodurom, 
irulgo  Diiren  -—  Erkelens  •—  Eschweiler  «—  Geilenkirchcn  — - 
Gemnnd  — ^  Heinsberg  —  Juliacumy  vulgo  Jiilich  —  Lionig  -^ 
Montjoie  —  et  Niddeggen  -—  una  cum  earuiii  Ecdesiia  anccnr— 


Kirobe  la  Rom,  die  der  Venammlung  von  der  VerbreitUBg  des  Glan« 
bens  vorttehen ,  xu  neuer  Umschreibuag  der  DiSzesen  ubergabep :  so 
ordaen^  setsen  und  verfiigen  Wir,  damit  bei  geneuer  Grenzbestim* 
mnng  allen  Irrungen  in  Betreff  der  Ausiibung  der  geistlicbeB  Juris- , 
dtction  vorgabeuget  v^de ,  wegen  deren  Vertheilung  in  nachfolgen- 
der  Weise: 

Der  Sprangel  der  Metropolitan-Kirche  von  Kolln  soll  gebildet 
werden  aus  seohsbundert  seghs  und  achtsig  Pfanreien,  welcke  theils 
am  rechten»  tbeils  am^Iinken  Ufer  des  Rheins  belegen  sind.  L[nd 
zwar  am  linken  Ufisr  begreift  er  alle  Pfamien  der  aufgelbsten  Dioaea 
Aachen  nnter  siohi  diaxu  den  Regiemagsbetirken  KdUn,  .Aaoheu  und 
Diisseldorf  gehiiren;  namlich  neben  den  Ffarreien  der  Stadte  KoUn 
nnd  Aachen  auch  die  sogenannten  Kantpnpfarreien  Bergheimfarfdorfy 
Bonn,  Briiy,  Kerpen,  Lechenidi,  Lessenioh,  Ldwenichy  Meckenheim^ 
Mtinstereiffel,  Ztilpiob^  Krefeld,  Dahleu»  Dormagen»  £Usen,  Gladbach^ 
Keussy  Urdingen^  Viersen  t  Bortschmd ,  DCijren,  Erkelens,  Eschweiler» 
Gemiindy  Heinsbergi  JfUiehi  Linnig,  Mont)oienuid  Niedeggen  samait 
ihrca  innerhalb  dea  PreussisGhea&aiehs  und  ged«6hter  Begierungsbe. 


asr 

saKbne,  it  adaexisi  quM  'in  dicti»  Fl-^mneiis  intm  Boranioi 
Bsgni  fiim  modo  iirreDi«atur,  a  CsiitcMialibua  disjaDgaDdo  Pa*> 
raeciaaaacciiraalssy  et  adnsxss  sxtra  Regnam  poeitaa,  st  vioo-* 
veraa  aaceorsales^  et  adnexas  pridem  pendentea  a  Cantomdibils 
poiritis  extra  Regaam  aggregando  Cantooalibaa  in  Regno*  emi^' 
stentibua.  Complectetar  praeterea  Cantonalea  Eccleaiaa  ad  Leo* 
dienaem  i)ioeoeaim  pertinentes,  ac  temporariae  sdminktrationi 
modemi  Vicarii  Cspitularis  Aquiagraneijisia  ab  Aj^oatolica  Seds 
commiasaa  videlicet  Ecclesiaa  Cantonalea  iiuncupataa  -^  Cro^ 
nemburg  —  Eapea  -^  Malmedy  -~  Niederkriicbten  — -  Scble»- 
den  -—  et  St.  Vitb  — -  una  cum  earum  succuraalibtts,  et  ado 
nexia  in  Boruasica  •  ditione  aitia^  ae  acx  Faraedia  auocuraaiibaaf 
nuncopatia  —  Afden  —  AUdorff  —  Merksteiii  -^  Rolduc  ^ 
Vbacby  ~  et  Wels  -—  modo  dependentes  o  CantonaU  r-*-  Hsrck*. 
raede  -—  poaila  extra  Regnum  Boruaaicu(n*  loaupsr  complep 
ctetar  novemdecim  Frovinciae  A-quiagraaeaaia  ad  Trevirtoaett 
Dioeoeaim  asque  nonc  *pertinentea  Faraeciaa  nuncapataa  —  Alr 
lendorff  — ->  Blankenheim  «^  Doljendorff  —  HoIIeralh  -^  Lom^ 
meradorlF  — -  Maoderfeld  «—  Marmageni  —  Mulheim  —  Hettera^ 
beim  ~  Reifferscheid  -—  Reacheid  —  Rigadorff  —    Rofar  -^ 

Scbmitlheim Schonberg —  Steinfeld  —   Tondorff —  Udel- 

hoven  —  et   Wildenburg  — -   cum  suia  adnexia  Eccleaiia.     In 


belegenen  Hftlfspfarreien  nnd  Nebenkircben ;  dargeatalt:  dasa 
die  mxsseriialb  des  Reioba  belegenen^  Hiilfs-Pfarreien  und  Nebe»- 
kircben  ^etrennt»  nugekehrt  dieinnerfaalb  desselban  belegenetiy  weU 
Che  zn  ausl&ndisehen  KantonaUKirchen  bisher  gehdrten,  mit  inlMndi^ 
acben  Kirehen  dieser  Art  vereimgt  werden  soUen,  Anss^rdem  wird 
dieser  Sprengel  iu  sich  fassen  jene  Rantonpfarreien  des  Bisthums  Ltlt* 
tich,  Kleren  Verwaltung  dem  Kapitular-Vikariat  zu  Aachen  Tom  aposto— 
lischeh  Stuhle  iibertnigen  war,  Bamentlish ;  Kronenbnrg,  Eupen,  BiaW 
medy»  Nieder-Knichten,  8<dileiden  nnd  St.  Vdth  mit  ifaren  eigneu 
Htllfipfarreien  und  Nebenkirohen  anl  Preussischem  Gel»ete ;  wie'  auob 
mit  den  Hitlfs-  und  Nebenkirdien,  Namens  Afden,  Alsdorf,  Meikstein^ 
Roldau  y .  Ubach  and  Wels ,  so  dermalen  «t  d^ ,  in  dem  K9nigreicho 
der  Niederlaade  bel^nen  Kantonkirehe,  Namens  Herkerad  gehSren:, 
Femer  die  in  dem  RegierungeiBeiirke  Aachen  belegeneu,  inm  S»isthom 
Trier  gebdrigen  l^fanreien^  Namens  r  Allendorf,  Blaakenheim,  DoUen- 
dorfy  Honeralh,  Lonuoersdorf,  Manderfeld|  Marmagen)  Miihlheinr, 
Nettersheim,  ReifferschcM^  Rescheid,  Rigadorf»  Rehr,  Schmitthetai^ 
Scb<^bergy  Steinldd,  Xondorf,  vr^llbefon  «ad  Wildenbm^  mit  ifaren 


868 

dextera  anUm  Rbeni  ripa,  Provinciiaqoe  Coloniensi  DnMeldor. 
phiana,  et  Confluentina  Paraecias  complectetur  Regionnm  — 
Juilien«i8  —  Du&seldorpliianae  —  £ssensi8  — '  et  Siegburgensis 
•^.  cum  earum  succursalibus,  et  adnexis,  demptis  tamen  Parae-» 
cia  —  Rdmersfaaigen  —  PaderbornenAi  Dioeceai  ut  infra  appli- 
canda,  nec  non  Paraeciia  • —  Hachenbnrg  et  Marienatadt  — 
uimcupatisy  quae  in-Ducatu  Massaviae  repenuntur.  . 

Dioecesis  Episcopalis  Ecclesiae  Trevirensis,  ab  omni  Metro- 
politico  jure  Archiepiscopi  Mechliniensis  subtractae,  ac  Metro— 
politanae  Co^oniensis  suffraganeae  adsigna^e,  constabit  infra 
Begni  Borussici  flnes  ex  Paraeciis  Sexcentum  Trigintaquatuor, 
scilicet  in.sinistra  Rheni  ripa,  ex  iis  omnibut^  quae  actu'ad  il- 
lam  Dioecesim  pertinent , ,  et  provincia  TrevirenSi  continentur. 
Tum  vero  ex  ea  suppressae  nunc  Dioecesis  Aquisgranenais  par* 
te,  quae  in  Confluentina  Provincia  continentur,  videiicet  ctvitate 
ipsa  Confluentiae,  et  Ecclesiis  Cantonalibus  nuncnpatis  —  Ade- 
nau  ~  Ahrweiler  —  Andernach  —  Boppard  —  Castellaun  — 
Cochem  —  Creiiznach  — -  Kaysersesch  —  Kirchberg  -^  Kim 
—  Lutzerath  -—  Mayen  —  Munstermayfeld  ^  Miederzissen  — 
Oberweael  —  Polch  —  Piinderich  —  Remagen   —  Riibenach 


angeborigen  Kxrehen.  An  dem  rechten  Ufer  des  Rbeins  hingegen, 
innerbalb  der  Regierungs  -  Bezirke  KoUn,  Diisteldorf  und  Koblenx: 
aUe  Pfarreien  der  Regionen  Deutz^  Diisseldorf ,  Esten  und  Siegbuii^ 
mit  allen  angehorigen  Kirchen,  jedoch  mit  Ausnahme  der  Pfarrei 
RSmershagen ,  die  zu  dem  Bisthume  Paderbom  geschlagen  werden 
solly  und  der  Pfarreien  Hachenburg  und  Marienstiid^,  die  in  dem 
Herzogthume'  Nassau  liegen. 

Der  Sprengel  der  bischofliclien  Kirche  von  Trier,  die  Wir 
allem  Metropolitan-Einflusse  des  Erzbiscbofs  ron  Mecheln  entziehen, 
und  der  Melropolitan-Kirche  zu  KoUn  iiberweiseni  wird  innerfaalb 
der  GrSnzen  des  Freussischen  Reichs  aus  sechs  hundert  und  yier 
und  dreissig  Pfarreien  bestehen*  Namllch,  auf  dem  linken  Ufer 
des  Rheins  aus  den  in  '  dem  Regierungs-Bezirke  Trier .  belegenen, 
welcbe  jetzt  ihren  Sprengel  bilden;  dann  aber  von  dem  aufgehobe- 
nen  Bisthum  Aachen,  innerhalb  des  Koblenzer  Regierungs  -  Bezirks 
folgende:  als  die  Stadt  Koblenz  ond,  die  Kantoiial-Kirchen  Ahdenau, 
Ahrweiler,  Anderoach,Boppard,  Kastellauen,  Gochem,  Kreuzenachy  Kai- 
serseschy  Kirchberg,  Kim,  Liitzerath,  Mayen^  Miinstermayenfeld,  Nieder- 
zissen,  Oberwesel,  Polch^  Punderich,  Remageu,  Riibenach,  Simmer&f  So- 


269 

—  Sinimern  -^  Sobenilioim  -^  St,  Goar  —  Strpmberg  -— 
TreisB  —  Ulmcn  —  WaDderath;  —  el  Zell  —  cani  suis  auc^ 
cursalibus,  et  adnexis.  Porro  autem  tx  centinn  triginta  dua- 
bua  Paraeciis  tum  Cantoualibu&^  tnm  succursalibns ,  cuto  suili 
aduexis,  quae  iri  circumscriptione  Anni  miiresimi  octingentesiml 
primi  Dioecesi  Metensi  fuerant  attributae,  acf^eihde  temporariad 
administrationi  Vicarii  Capitularis  Trevirensis  ab  apostoKca  sedd 
commissae.  In  dextra  vero  Bheni  ripa  ex  cnnctis^Ecdesiis  di« 
tionis  Bprussicae,  quae  pridem  ad  ipsam  Trevirensem  Dioecesim 
apectabant,  quaeque 'per  Gallicanarum  Dioecesium  cirGumscri- 
ptionem  anno  millesimo  octingentesimo  primo  a  Nobis  factanl 
ab  illa  fuerant  dismembratae,  ac  in  praesens  a  Vicario  Aposto- 
lico  in  oppido  Efarenbreitstein  residente  ad  Nostrum  beneplaci- 
tnm  adminislrantur.  Tandem  vero  extra  praedictum  Paraecia*  , 
rum  aexcetotam  triginta  quatuor  numerum,  Begnique  Borussici 
fines  cunctia  illi8,\quae  in  Territoriis  Principum ,  Goburgensis, 
Homburgensis,,  et  Oldenburgensis  inveniuntnr^  jam  ipsi  Dioecesi 
Trevirensi  pertinentibus, 

Dioeceeim  Episcopalis  Monasteriensis  Ecclesiae  Suffraganeae 
Metropolitanae  Coloniensis  elFormabuiit  bisoentum  octoginia .  se-* 
ptem  Paraedae  intra  fines  Begni  Borussic^  sitae  et  aliae  quoquo 
extra  ejusd(Bm  Begni  finea  io  eodem  Dioecesano  Territorio  acta 


bemheim,  St.  Goar,  Stroml^erg,'' TreiM,  Ulmen,  Wauderath  und  Zell 
mit  ihren  Hiilfspfarreieii  und  Nebenkirchen*  Weiter  abe^  aus  hun- 
dert  und  zwei  und  dreissig,  theils  Kantonal-  theils  Hul&kir5hen, 
die  nach  der  Umschreibung'  vom  Jahre  1801  zum  Bisthunie  Metz  ge-' 
horig,  auf«  Verfiigung  des  apostolischen  Stuhls  dem  Kapitular-Vika- 
riat  zu  Trier  einstweilen  waren  anvertrauet  worden.  Ferner  am 
rechten  Kbeinufer  alle  Kirchen  des  Preussischen  Gebiets,  die  vor<* 
dem^zum  Trierscben  Sprengel  gehorig,  durch  Umschreibung  vom' 
Jahr  1801  davon  getrenht  worden,  und  dermalen  dem  apostolischen 
Vikar  zu  Ehrenbreitsteih  untergeben  sind.  Endlich  aus  allen  den 
hereits  jetzt  zum  Sprengel  geh9rigen  Pfarreien  in  den  angranzen- 
4en  Gebieten  der  Fursten  ron  Kpburg.,  Homburg  und  Oldenburg 
belegen, 

Den  Sprengel  der  bischSflichen  Kirche  zu  Miinster,  die  dar 
Metropole  von  KoUn  angehSi^ty  bilden  ihre  innerhalb  der  Granzen 
des  Prenssischen  Reichs  belegenen  zwei  hundert  sieben  und  achtzig 
Pfarreien  sanunt   mehreren^    ausserhalb   dieser  Gr&nzen  belegenen^ 


f' 


270 

eompreheittae  dd-qoibiia  in  tdtaA  teihpiw  disponendi  Jfobis,  et 
Boaauts  Pontifidbvft  saccesmmbus  NoBtris  prout  opportuniim  in 
Domino  judicabitur  ftacaltatem  reservamue.  Adjungimus  prae- 
tteea '  flefgiooes  mincapatae  -^  AeckHngbaasei^em  —  Sterkra- 
tfaensein  — «*  et  Aeesensem  ~  pridem  antiquae  Golonieiisis  Dioe- 
^is'^  exclttsa  tainen  «b  bao  postrema  Aegione  Paraecia  Oeffeft 
Mb^Temporali  Belgici  Regni  domifliio  existentey  nec  non  ex 
Dioeoesi  Agui^rBnenst  nonc  snppressa  Cantonales  Ecclesias  nun« 
capatas,  •«-  Calcar  ^  Gteve  —  Cranenburg  —  Dalken  —  Gef- 
iem  -r-  Goch  —  Kempen  ^^  Meurs  -^  Rheinberg  —  Woiv- 
kom  —  Wesel  -^  et  Xanten  — «  cam  suis  saccursalibas ,  et 
adnesis,  exceptis  tamen  iis  Dominio  Regis  Belgarum  in  tempo- 
nlibus  subjectis,  Adjangimtts  insaper  Paraecias  nuncupatas  — - 
Elten,  et  Emmerich  -—  cam  soa  filiali  huo  osque  sub  missSoni* 
bas  Hollandicis  eztantes,  itemque  Paraeciam  —  Damme  —  quam 
eb  Osnabrugensi  Dioeoesi  separamasy  et  Paraeciam  —  Olden- 
burgetiaem  ~  quam  sejnngimos  a  Misslonibos  septemtrionalibUs, 
quaeque  pertinent  ad  ditionem  Docis  Oldenburgensis.  Denique 
modemo,  ac  pro  tempore  existenli  Episcopo  Honasterieusi  per- 
petuo  regendasy  et  administrandas  committimas  quinque  Parae- 
ciaa  nancupatae  ~  Brochterbeck  —  Ibbenb&hren —  Meltingen 


iiad  zu  ihrer  Diozes  gehorigen,  iiber  die  Wir  Uns  mid  Untem  Nach- 
folgeruy  den  Fabsten  zu  Romy  die  Macht  vorbehalten,  in  Zukanft, 
wie  66  Uns  in  dem  Herm  wohlgefallen  wird,  za  verfiigen.  Afuser- 
dem  vereinigen  Wir  mit  ihr  die  Regionen  Rechlingl^nseny  Sterke- 
rath  uud  Rees,  sonst  zur  KSUner  Diozes  gehorig,  jedooh  mi^  Aus- 
^chluss  der  Pfarrei  Oeffelt  auf  Belgischem  Staatsgebiet;  sodazm  yon 
der  gegenwartig  aufgehpbenen  Aachner  Diozesa  die  Kanton^jEiEirreien 
Galcar,  Cleve,  Granenburg,  Diilken,  Geldem,  Goch,  Kempeii,  MeurSy 
Kheinsberg,  Wankum',  Wesel,  Xanten  mit  ihren  |^ii[£sp£arreien  und 
Nebenkirchen,  jedoch  mit  Ausnahme  der  auf  dem  Qebiete  dea  Ko* 
nigs  der  Niederlande  belegenen.  Wir  fiigen  femer  hinzu  die  Pfar- 
reien  Elten  und  Emmerich  mit  ihrer  Tochterkirche,  so  bisher  unter 
der  hoUandischen  Mission  gestaaden,  desgleiphen  die  Pfarrei,  Dam- 
me,  die  Wir  yon  der  Diozes  Osnabriick  trennen|  und  die  Gemeine 
zu  Oldenburg,  die  Wir  von  der  Nordischen  Mission  ausscheiden  las- 
sen,  und  welche  zum  Gebiete,  des  Herzoges  von  Oldenburg  geho- 
ren«^  Endlich  tibergeben  Wir  dem  jetzigen  ui;d  kUnftigen  Bischofe 
von  Miinster  zu  bestandiger  Leitung  und  Verwaltung  die  fiinf  Ffar- 
reien,  Namens  Brochterbeck,    Ibbenbilhreny  Mettingen,  Recke  und 


N. 


I 
V 


'  ,271 

—  BeckA  -<-  et  BalTcrde,  quae  BuffragAnfi  Oanabragetitia  Ad- 
ininiatratioiu  ,ad  AjpoatoUcM  0^AU  .bentpladiiam  <  eraal  eoot. 
miaaae.  .  ,  *     , 

PederborneDaia  EpisGQpalia  Eccleaieei  Clolonieiuia  MetrepaU- 
tanae  Snffraganeae,  Dioeceaia  iisdemy  qttibaa  nunc  reperiteory 
manebit  drcuiBsaripta  limitibua»  lUi  praeterea  adjungimua  aU 
teram  nunc  suppresaam  Dioeceaim  Corbejenaem  cmn  integro  am 
Territorio  a  venerabili ,  Fratre  Ferdinando  Epiacopa  Monart^ 
rienai  adminifttratam)  nec  non  ex  Treftarbenano  antiquae  Colo- 
uiensis  Dioeceais  Terrilorio  Decanatua  —  Meacbedenaem  ^*  JkL 
tendomensem  '—  BriJonenaem  —  Wormbacbensem  ~  Mede- 
bacbenaem  —  '  et  Wettenscbeidensto  —  nuncupatos  cum  auis 
Parochialibua,  et  FiUaiibus-  EcclesiiSi  pariterque  Commissari*- 
tum  — r  Haarensem,  —  et  Paraeciem  —  Bomersbageny  «-*  et 
nlterius  —  fiittbergenaem  ^  —  et  Wiedenbriickensem  —  Dec«- 
natus,  cum  ,suis  respective  Parocbialibnai  et  Filialibus  Ecclesiia 
ab  Osnabrugensi  Dioecesi  eeparaudoe^  nec  non  a  Dioecesi  olim 
Moguntina,  postea  Batisbonensi  disjungendae  Paraecias  —  Siegea 

—  et  Obemetpben  —  nuncupatas,  Civitatem  Hejligenstadt  ~ 
cum,  suo  Decanatu,  et  Decanatos  —  Beurensem  —  fiiscbofero-* 
densem  •—  Kirchwerbenaem  —  Kiilstadteneem  —  Langefelden'- 
sem  —  Neuendorfens^m  —  Nordbausensem  —  Bustenfelden- 
eem  —  Wiesenfeldenaem.  -^  cum  auia  Parocbialibas,  et  Filiali- 


Halverde,    die  der  Verwaltung  des  Weibbiscboft  von  Osnabxiiok  wi- 
dermflich  anvertrauet  waren. 

Dej  Sprexigel  der  biscBoflicben  Kircbe  von  Paderbora,  deren 
Metropole  ebenfallf  die  Kircbe  von  Kolln  ist,  behoit  seiiien  bisberi- 
gen  Umfang.  Mit  ibm  vereinigen  Wir  den  ganzen  Sprengel  dea 
gegenwilrtig  aufgebobenen  Bisthums  Corvey,  ausserdem  aber  nocb 
von  dem  iiberrbeiniscben  Gebiet  der  vormaligen  En-DicSxet  Kolln: 
die  Dekanate  Mescbede,  Altendomy  Brilon^  Wonhbacb,  Medebacb 
und  Wattenscheidy  mit  ihren  Pfarr-  und  Tochterkirchen,  ferner  das 
CommJssariat  Haaren  und  die  Dekanate  fiietberg  und  Wiedenbrfick 
mit  ihren  Pfarreien  und  Tochterkirchen  |  welche  von  der  Dioies 
Osnabriick  abgeldst  werden;  sodahn,  mit  Ablosung  von  der  Dioies 
Majnzy  nachher  Begensburg:  die  Pfarreien  Siegen  und  Obernepfften, 
sammt  der  Stadt  Heiligenstadt  mit  ihrem  Dekanate  und  den  De- 
kanaten  Ben^n^  Bischoibrode,  Kircbworben,  Kuhlst&dt,  Langezfeldey 
Neuendoxfy  Nerdhauien,  fiiistenfeldei   Wiesenfelde  mit  ibren  Pfar- 


bii«  Jifaetii^  <^4aiJ»iail  JErftti  -^^  gm  trikas  Paraeciis  tul». 
urbanti  «t^M.flitae^iia. jii;Ttirii0rio.MagBi  Ducis  SaxoiuM  Wi. 
MI40IM  fMifnlmpnt  yl^cjioaiPamtoiam  £|ppeiMem  extra  Boms- 
aJM  ftegni^i  miiSianeipeta.  Wtfldecctnsi  ab  «ntiqiia  Colonienai 
Di^osii  atgregaikUiiay .  et.  deoiatii  k  MissionQDi  .sq>temlrional]iiin 
VicariAtiL  Apoetollc»  aepftrandaey  et  a  .ftttaria,  ac  pro  tempore 
exiatantibua  Fadetbctfifenaibua  J^scopia  perpetao  adoiinistranda» 
Paraecias  -*•  Miadensem  —  scilioet  in  Westpbalia,  et  in  Pro* 
idncia  Sazonia^  — *  Adersleben  ~  Altbaldensleben  —  Ammena- 
leben  *—  Ascherslehen  —  Hadtmerslebeni  -^  Ecclesjas  Sti.  An- 
dreae,  et-Sanctae  Catbarinae  Halberstadii  —  Humersleben  — 
#H«der(0ebea  —  Huysburg  -r-  Magdeburg  —  Marienbek  -—  Ma. 
rienstubl  —  Meyendorf —  Stendal  —  Halle  et  Burg.  —  Atten- 
tis  aatem  grandaeva  aetate,  ac  egregiis  de  Ecclesia^  et  de  Ca- 
tbolica  Religione  meritis,  Venerabilis  Fratris  Francuci  Egonis 
a  2*ur9iemb€rgy  praestantissimi  Hildesiensis ,  ac  Padeibomeiuis 
Praesulis,  ac,  Missienum  aeptemtrionalium  VicarU  Apostolioi,  ne 
ipsi  novae  admiuistrationis  onna  adjnngatur  deoemimasy  et  iimn« 
domua  nibil  circa  talem  Antistitem  in  praeaena  esse  innoyaa. 
dttm»  aed.  cunctain  eo»  quo  niinc  reperituitor,  statn  interea  r»- 
linquendoy  antedictam  Paderbornensis  Dioecesis  ampliationem  eo 


reien  wid  Toohterkirclieny  ond  der  Stadt  Erfiirt  mftdea  drei  vor- 
stSdtischea  Piarreieny  wie  anch  die  Pfarreien  det  Grotiher^iogthiant 
Weimar;  nicht  minder  die  Pforrei  £ppe  im  Fttrttenlhi^nre  Watdeck, 
stntt  tum  koUnitohen  Sprengel  g^lSrig.  Endlioh  iibergeben  Wir, 
mtt  Ablotung  vom  apottolischen'  Vikariot  der  norditchen  Mittioncn, 
dens  jetsil^  nnd  kUnftxgen  Bitchofen  von  Paderbom  tu  bestindi- 
ger  Verweltiing  die  Pfaireien  Minden  in  Wettphalen,  nnd  Adert- 
leben^  Althaldentleben,  Ammenslebeni  Atchersleben ,  Hatmertleben, 
St.Andreat  und  St.  Katharina  cuHalberttadt,  Hamersleben,  Heder&lebeny 
Hnitburg)  Magdeburg,  Marienbeck,  Marienttuhl,  Majenhof,  Stendal, 
Halla  und  Burg*  In  Erwlignng  aber  des  hohen  Altert  Untert  ehr- 
wtirdigen  Bruders,  det  trefflichen  Bitcfaoft  von  Paderborh  und  Hil- 
detheim  nnd  apostolitqhen  Vikart  in  Norden,  Franz  Bgon  von  Fur^ 
9$mJ>trgy  wie  auch  teinet '  ausgenichneten  Verdienstet  um  die  Kiiv 
che  und  katholitohe  Eeligion,  und  um  ihn  mit  neuer  Bilrde  der 
Verwallitttg  su  vettclumen,  verfligen  und  verordnen  Wir,  datt  aut 
Rtioksicht  di^tet  hdcfastwtirdigen  Hirten-einstweUen  keine  VerSndernng 
vorgenommen ,  TMmehr  allet  in  dem  Stande,  worin  et  dermalen  tich 
befindety  beUtien^  un^  die  vorgedachte  Erweitemng  dw  Didzete  Pa« 


diwtaxat  tiiDpoM  lOMi  ^Si&doam  mlMnMMK'/  cmi^^Epitdbii»' 
paK  aeai  Padezbonieiin  ile  laodati  Aflriatitia  E^mnokdi^  Bg&tiU 
Persona  qooinodoconi^ae  vttcanti  noTiia  Bj^aeepw  Apoatolioo# 
tedia  auctoislate  inatituetnr.'  intevea  wro  oaiak  Loca,  el  F^ 
raeciae,  fvae  a  Colonienai^  et  OenabrligeniiDioeoesilMU^  ma^ 
pra  diamemlirantary  adnunistnitioiii  pecaiiarie  Vieam  Apoa^alte} 
•  fiobia  coBiniitteatiir,  «t  iaibi  Bsqae  ad  Padetbonieiiaia  Spieco» 
palia  aodia  ▼acatioaam,  ac  futari  noTi  JSpiacopi  iostitotioiieinf 
oxeroeat  apiritaaleni  jariadictiooem:  atqae  inanper  «lia  loca,  et 
Paraeciae  a  Dioeceai  olim  Mogantina  poatea  Ratiaboneiiai  dia» 
juocta,  ot  ab  £piacopo  pridem  Corbejenai,  nimc  Monaaterieaai 
admioiatTata  temporaneae  pariter  Vicarii  Appatolici  Adminiatrao 
tiom  tradentor. 

Arcbiepiacopaliom  Goeaoeoaia  et  PoaDanienaia  invicem  pei^ 
palno  aeqne  principaliter  nnitaram  Dioeceaea  «fformabunt  eo 
Ipao  loca,  quae  acta  in  iiadem  contiiientar,  poat  noviaaimam 
Dioeceainm  Regni  Polonici  a  Nobia  peractam  Gircnmacriptionem^ 
eiEoeptia  tamon  Deoanatibaa  Schlocbavieoai  — -  Tachelenai, .—  et 
Cameneoaiy.  Culoienai  Dioeceai  ot  infra  adjiciendia,  ac  praeteroo 
Decaoatoa  Kroaawiceoaia^  Jonivlodialavienaiai  et  Gniewkowenaia 


deibom  ent  dann  tor  yoHxiehaBg gelangen  uSO^y  wean  naoh  dem  Ab* 
gasge  dei  Yorbdobteii  Bia cho£i  Franz  Bgon  auf  dte  erledigten  Stnhl 
«o  Paderibom  ein  neiter  Biacfaof  durch  Antoritilt  dei  apostoIiicbenStnUa 
eii^selit.  seyn  wird.  ladess  tolleB  alle  Ton  den  Didsesen  KMn  und 
Osnabriieky  wie  tot  besagty  getrennten  Orte  imd  Pfarreien  einemi  ¥00 
Uns  la  bestellenden  y  apostoiiidieii ,  Vikar -fiberwiesen  werden,  nm 
sdbigo  btt  sur  ErledigUDg  det  Stuhls  yon  Paderbom  und  des  Benen  Bi» 
scbola  Einaetsotig  einstweilen  tu  Terwalten.  1b  gleioher  Art  seUen  anoh 
die^  Ton  der  Di<5ses  MaynSy  spXter  Regentbnrg ,  abgelOsten  Ort^.und 
Pfarreien^  die  yon  dem  Tormaligen  Bischofe  von  Gorvey,  jetst  Bisobolis 
▼on  Mfinster^  Terwaltet  werden,  der  einstweiligeB  .Leitmig.  eioes  apo-^ 
stolischen  yTSUxu  aaTertraut  werden. 

Den  Sprengel  der  beiden  erxbischofliohen  nnd  fBr  immer  sn 
gleichen  Reohten  Tereinigten  Kirchen  Ton  Oneseu  und  Pesen  werden 
jene  Orte  ansmacheny  die^^dazn  jetao,  teit  derietsten  Ditfiesan-Um** 
«ischreibung  des  Kdnigrvichs  Polen,  gehgren,  fedoch  mit  Ansnahme 
der  Dekanate  Schlochau,  Tuchel  und  Kamiu,  die,  wie  unten  an- 
gefiihrt  werden  soU,  sur  DJdscse  Gidm  abgeireCen  werdes, «—  Dasu 
kontmen  die  Dekanate  Xmswitx^  Gnlewkowo  *tind  Inowxaclaw,  biiher 

18 


274 

a  Dioecesi  WlaidisIaVienai  separandi,  qm  ad  pnaieoa  a  Vicario 
Apostolico  Gedan^oai  adiiiluiislrantur  nec  non  Deeanatus  OettBzea- 
zowensis  et  Kempnenais  diajungendi  a  Dioeceai  WratisIaTienaL 
Divisionem  autem  et  aaaignatipnem.  Territorii  Dioeceaani  pro 
una,  «t  altera  Dioeceai  atatuendam-  infradicendo  praeaentiumlii- 
terarum  £xequutori  peragendam  expreaae  commillimua. 

Dioeceaia  Episcopalta  Ecdeaiae  Gulmenaia^  auffraganeae  Ar- 
chiepiacopi  Gnesnenaia,  et  Poananiensia-,  conatabit  ex  biacentnm 
quindecim  Paraeciia  nempe  cum  auia  reapectiTe  Snccuraaliboa, 
et  FiUalibua  Eccleaiia  ex  Decanatibua.  Lesaenai,  Rhedenaiy  Nea« 
markanoy  Loebavienai,  Lautenburgenai ,  Straaburgenai ,  Golia* 
benai,  Thorunenai,  Culmenaii  Culmtfeenai|  et  Gurcznenai  cnm 
Paraecia  Bialutten  nuncupata:  quae  poatremae  dno  olim  Dioa- 
ceaia  Plocenaia  a  auffraganeo  Culmenai  in  praeaena  administran- 
tur;  itemque  ex  v  Decanatibua .  Gedanenai,  Putiigenai,  Mircba<« 
viensi,  DirachavienBi  ^  Stargardenai ,  Moewensi|  Neuenburgenaiy 
Schwetzenaiy  Lauenbnrgenaiy  Schloi^hayienai ,  Tuchelenaiy .  Ca* 
menensi,  et  Fordonenai;  qui  Decanatua  pridem  Dioeceaia  Wla« 
dislaTidnaia  y  nunc  ab  aptedicto  Vicario  Apoatolico  Gedanenai 
adminiatrantor,  nec  non  ex  Territorio  Monaalerii  Abbatiae  mm* 


sttr  Di&zes  von  Wrazlawek  geborig  und  ^inttweilen  unter  die  Verwal- 
tutig  dea  apostolischen  Vikariats  zu  Danzig  gestellt;  sodann:  die  De- 
kanate  Ostrzeszow  und  Kempen ,  die  ron  der  Diozes  Breslau  abgelost 
werden.  Was  aber  die  Vertheilung  dieses  Sprengels  an  die  beiden  ver- 
einigten  itfetropolitan-Kirchen  anlangt:  so  uberlassen  Wir  dem  unten 
sa  benennenden  Vollsieher  dieses  Brie£i,  dariiber  die  n^eren  Verfii- 
^ngen  au  treffen. 

Der  Sprengel  der  bischoflichen  Kirche  zu  Gulm,  die  Snffragan  ist 
>des  Erzbischofs  von  Gnesen  und  Posen ,  wird  bestehen ,  aus  zwei  hun- 
dert  und  fuiifzehn  Ffarreien,  namlich  aus  den  Dekanaten:  L^ssen, 
Rehdeny  Neumark,  Ldbau,  Lautenburg,  Strasburg,  Gollup,  Thorn, 
•  Cuhn^  Gnlmsee  und  Gurzno,  mit  ihren  Hiilfspfarreien  und  Tochterkir- 
cheny  sammt  der.PfEurrei  Bialluten  (die,  wie  Gurzno  vormals  zur 
Diozes  Plock  ^  geborig ,  dermalen  vom  Weihbischof  zu  Culm  verwaltet 
werden)  —  sodann  aus  den  Dekanaten:  Danzig,  Putzig,  Mirchau, 
Dirschau,  Stargard,  Mowe,  Neuenburg,  Schwez,  Lauenburg,  Schlochau, 
Tnchel ,  Kamin  und  Fordon ,  die  vormals  zur  Diozes  Wrazlawek  ge- 
horig  /  jetzt  von  dem  vorerwKhnten  apostolischen  Yikar  zu  Ddnzig  be- 
aufsichtigt  werden  —  endhch  aus  dem  Gebiete  der  Abtei  Oliva  >  je-  ^ 


^  576 

cnpatae  (HiTensis  nt  snpra  rappreui  ez  ntmc  pro  tnnc  qiiando 
ex  Persona  moderni  Abbatis  quomodocumqne  tracaverit.  Et 
quoniam  expositum  Nobis  fi^it  aptas  Culmae  deficere  Dopios  pro 
Episcopi,  et  capitnii  decenti  babitatione  ^  facaltatem  tribuimus 
Apostolicb  baruin  Kteramm  Exequntori^  nt  auditis  interesse  ba- 
bentibus ,  ac'  re  mature  perpensa ,  firmo  remanente  Tituto ,  ac  ' 
denominatione  Episcopatus  Cnlmensis,  et'  opportanis  assignatis 
Ecclesia  atque  aedibas,  residentiam  Episcopiy  et  Capituli  Cul- 
nensisy  si  ita  in  Domino  expedire  judicaverit,  Pelpliimm  trans* 
fexre  libere^  ac  licite  possit,  et  valeat  proviso  insimul  congruae 
Cathedralis  CuJmensis  manutentioni. 

Wratislaviensis  Episcopalis  Ecclesiae  buic  Apostdlicae  Se£ 
immediate  subjectae  l)ioeeesim  efforraabit  actuale  illius  Territo- 
riiimy  ezceptis  dumlaxat  Decanatibus  Ostrszesasowensiy  Kempnensi 
Dioeeesi  Posnaniensi  ut  supra  incorporatis ,  at  insnper  Deca- 
nattts  Plessensisi  et  Bjthomiensis  a  Cracoviensi  Dioecesi  dis- 
jwMsli,  nec  non  seqnentes  Paraedae  in  Lusatia^  videlicet  Neo* 
cellencis  Modasterii  Nullius  ut  snpra  suppressi,  et  aliae  nunca- 
patae— •  Witticbenau,  Gontersdbrf,  Hennersdorf^  Pfaffendorf,  IJllera- 
dorf  a  Decano  C^UegiataeEccIeaiae  Sancti  Petri  Oppidi  Bnddissinae  in 


doch  errt  jaach  dem  AbgaDge  ihres  ge^enwSrtigeu  BeriUers.  Und  da 
Uns  Torgetragen  i«t ,  dass  es  zu  6ulm  an  GebMuden  zur  angemessenen 
WohnuDg  des  Bischofs  und  Kapitels  fehle :  so  geben  Wir  dem  VoUzie- 
her  dieses  apostolischen  Sclureihens  hierdurch  die  hesondere  Macht, 
nach  vorgangiger  AnhSrung  der  Betheiligten  und  reifer  Erwagung,  je 
doch  nnter  Beibehaltung  des  Titels  und  Namens  des  Bisthums  Gulm^ 
und  mit  Ueberweisnng  von  Kirche  und  Gebauden,  wenn  es  ihm  in 
dem  Herrn  also  gut  zu  seyn  hediinken  wird^  den  Bischof  und  das  Dom- 
kapitel  Ton  Culm  nach  PelpUn  zu  versetteni  dergestalt  jedoch,  dass  fur 
die  Erhaltiuig  dex  Kirche  zu  Culm  auf  angemessene  Weise  Sorge  getra- 
gen  werde.  ^ 

Den  Sprengel  der  bischofLichen  Kirche  zu  Breslau,  welche  dem 
apostolischen  Stuhle  unmittelhar  unterworfen  ist,  bildet  deren  der- 
maliges  Gebiet ,  mit  Ausschluss  der  Dekanate  Ostr^szow  und  Kempen, 
welche  mit  der  ;Didzes  Posen  vereinigt  sind.  Femer  die  Dekanate 
Beuthen  und  Pless,  die  von  dem  Bisthume  Krakaii  ahgesondert  wer 
den.  Sodann  nachstehende ,  in  der  Lausitz  helegene  Pfarreiep  ^  als : 
Neuzell  ( gegenwMrtig  aufgehohenes  vormals  exemtes  Kloster),  Witr 
tichenauy  Gnntersdorf,  Hennersdorf,  Pfaffendorf,  UUersdorf,  diebis 
her  TOtt  dem  Dechant  des  KoUegiatstifts  von  St.Peter  zn  Bautzen  in  der 

1«*       . 


/  • 


2t6 

Lttsfltm  Mperfd^ri  /  Iiat^  qoae  omnet  imiimil 

itittra  flhei^BdrlissIdl  Ae^iFaraeciae  ad  Bexcentnm  Tigihti  niiiaa 
hum^Ucfi  ^scendcint.  Conaeryabit  item  illas,  qaaa  actn  liabet 
ih  'Anstrfaca  Dfticaie  Paraadaa.  Futari  praeterea,  ac  pro  tem* 
^drees^st^tia  Wratblavienna  Episcopi  Adminittrationi  perpo»' 
fab  pubjicimW  eaa ,  qoae  a  Yicario  Apostolico  Miationam  septeo- 
trionalimn  ftterHnC  bucusque  administratae  Paraeciae  in  Civitati^ 
btz^  Berolini;  PotBdamii,  Spandaviae^  FrancAirti  ad  Viadruro, 
Stetfnii ,  et  SlraUundiae ,  ^uaeque  imposterum  vi  subdekgationia 
£ptscopl  Wratislaviensii  a  supramemorato  Praeposito  ParocbiaKa 
Bccleafae  sanctae  Hodwigia  dictke  Civitatia  Berolinenaia  erunt 
iflministrandae.    ^    .  ^  * 

'  Dtetiique  Wirmienaii  Episcopalia  Ecclesiae,  ApostoKcae  se- 
di  pariter  immediate  subjectae;  Dioecesis  ex  proprio  actuali  Dioe* 
ceftano  Territorio  constabiti  ataue  insuper  ex  Decanatibas  -*• 
FBr^mrerdensi  —  Neuteicbensi  —  Msriaeborgensi  —  Stumonsi, 
~  et  Cbristburgensi  —  cum  suis  Ecclesiis  tam  snccursalibaSy 
quam  Filialibus  a  Dioecesi  Culmensi  disjtmgehdis,  ita  ut  iategra 
Dioecesis  Centum  noTemdecim  ParaeciM  complectatur. 

Praedictas  itsque  Civitates,  et  Ecdiesias  Arcbiepiscopales  et 
Episcopalesy  itemque  Paraecias  et  tiOca  respectiTis  Ecdesiis  pro 

Oberlauntz  verwaltet  worden.  Ueberbaupt  seclit  bundert  ein  und 
zwi^ozig  ^Ffarreien  innerbalb  der  Granzen  des  Preussischen  Reichs. 
Ausserdem  bebalt  dieser  Sprengel  seine  auf  Oesterreicbiscbem  Gebiet 
belegenen  Pfajnreien.  Endlich  unterordnen:  Wir  den  Biscbofen  su 
Breslau  fur  jetzt  und  kiinftig  die  Ton  dem  apostoliscben  Vikariat  der 
nordiscben  Missionen  zu  trennenden  Pfarreien  der  Stlidte:  Berlm; 
Potsdamy  Spandau,  Frankfurt  an  der  Oder,  Stettin  und  Stralsund, 
welcbe  von  dem  vorerwabnten  Probste  zu  St«  Hedwig  iti  Berlin ,  als 
Delegaten  des  Biscbofs  von  BreslaU|  .verwaltet  werden  jollen. 

Den  Sprengel  der  biscboflicben  .Rircbe  von  Ermland,  welcbe 
ebenfalls  dem  apostoliscben  Stuble  uunittelbar  unterworfen  ist,  bildet 
ibr  dermaliges  Gebiet,  nebst  den  von  dem  Bistbume  Kulm  getrenn- 
ten  Dekanaten :  Fiirstenwerder ,  Neuteich »  Marienburg ,  Stuhm  und 
Cbristburg  mit  ibren  Hulif pfarreien  und  Tocbterkircben ,  so  dass  der 
ganze  Sprengel  ein  buindert  und  neunzebn  Pfarreien  in  sich  fasset. 

Vorgedacbte  Stadte  nun  und  Kircben,  erzbiscboflicbe  tind  biscbof«- 
licbe,  sammt  Pfarreien  und  Orten»  ihnen  zum  Sprengel  beigelegti 
auch  Einwohnem  beiderlei  Geschlechts ,  sowoht  geistlichen  als  welt-^ 
lichen  Standes.  -ilberweisen  Wir  den  Kirchen  und  deren  Hirten  fU 


877 

Dioooesi  attribnta,  eoruiiqiie  Inoplat  iitri^Bfae.Sei;»^  tam  CI.q-« 
ricoa^  ^  qaam  Laicos  iisdem  EcpIetiiB  earofngtte  Preesoljbue  pro 
auia  reepecUve  Civitate,  Terxitpdo»  Dipeceii^  Clero  et  Popttlo 
perpeloo  assigiianivsy  et  in^apiritttolibui  «0001110040  enbjiciiHQa 
«d  hocjQt  coilibet  Antietiti  %A  jam  p^omolo^  .  vel  i^i  fn^orom 
ApoatoUca  auctoritaie  promovendo  liceal  ^et  ae  yel  per  alioa 
eotwn  nomine  (postqoam  tamen  eopramemoratus  Jo^epHm  Epi- 
•oopoa  Wanniensia  praesentes  L^eras,  debitae  executiooi  manda-' 
Terity  et  qnoad  nonnnl)as  dispositiones  nunc  |>ro  tooc  a  Nobia 
lactas  com  tempos  pro  illarom  execotione  ^ut  sopra  definitain 
advenerit)  veram,  realem,  actualem  efcorporalem  possessionem 
regiminis»  administrationis,  et  onmimodo  Juris  Dioecesani,  et 
Ordinarii  in  praedictis  Givitatibos^  ac  earom  Ecelesiis^  et  Dioe» 
cesibusy  nec  non  bonjs,  aliisque  redditibus  ad  ipsarum  dotatio. 
nem ,  nt  inira>  assignandis  yigore  literamm  Apostolicarom  Cano* 
nicae  Institationis  libere.apprehenderei  apprehensamqno  reti- 
iiere}  proptereaqae  statim^  ac  in  lodsper  hanc  Nostram  dbpo. 
sitionem  singolis  Dioecesibos  nuoc  attribotis  possessionem  som^ 
pserinty  illanimque  Regimen  actu  conseculi  fuerinti  omnis  anti'* 
qoonuo  sob  quocumque  Ordinarioram,  seu  Vicariorami  vel 
Admioisiratorom  Titulo  jorisdictio  cessare  debebit,  omnesque  fa- 
cnltates  in  PartibuS|  et  locis  ab  eerum  jnrisdictione  subtractis 
nnllins  eront  amplios  roboris  vel  momenti. 

eirigeD  Zeiten  als  Stadty  Sprengel,  Diozefy  Geiftliohkeit  imd  Gemexnei 
ond  miterwerfen  sie  ihnen  im  Geistlichen  dergeetalt  und  alto:  *dast| 
aachdem  Torerwahnter  Bischof  Joseph  von  firmland  dieien  Brief  ge- 
hdrig  wird  Tollzogen  haben,  und  einigeTy  in  der  Form:  dann  als 
aun,  getro£Eenen  besonderen  VerfQgungeo  Zeit  gekoiamen  seyn  wird, 
•ie  selhft  odet  durch  andere  in  ihren  Namen,  wahren,  wefenhaften, 
oad  wirklichen  Besitz  der  geistUchen  Leitung  und  Verwaltung,  und 
jeglichei  Dioxesan-  i^id  Ordinariatrechta ,  in  gedachten  Stadten  und 
dereo  Kirchensprengeln ,  wie  aoch  Giitem  und  Einkfiniten ,  zu  ihrer 
Ausstattnng,  wie  unten  fbl^,  ausgeset^t^  Kjrafl  kanonisch-apostoli- 
scher  ^nsetzungsbriefe,  frei  ergreifen,  auch  in  dem  ergriffenen  Be- 
sitxesicherhalten  mogen.  Daher  denn  auoh|  von dem  Augenblicke, 
da  sie  nach  dieser  Unserer  Verordnung  von  4en  einzelnen  zfanen  bei* 
gelegten  Sprengeln  werden  Besitz  ergrifFen  und  deren  Leitung  mit  der 
That  angetreten  haben  ,  alle  Jurisdiction  der  vorigen  Vorgesetzten, 
^jgleichviel,  ob  Ordinarien  oder  Vikarien^  aufhort,  und  alle  denselbi- 
gen  ertheilte  Fakultaten^  in  den  ihrer  Jurisdictioo  entzogenen  Di- 
strikten  und  Orten  sofort  ihre  Kraft  und  GQltigkeit  verlieren. 


278 

No8  enftt  bd  reftt>eetirortiiii  DfoeceMnorain  atiUtatr  oonsa- 
leDdam  jpraescribiiuiMy  et  in|uoginra8,  nl:  omnia  et  eingula  Do- 
camenta  reapicientia  £cclesia8y  Dioecesea^  Paraecias»  et  loca  ut 
supra  dismembrataiy  ac  de  novo  applicata  a  veteiibaa  Cancella^ 
riia  extrabi,  et  Cancellariia  Dioeceaiam  quibus  erunt  incorporata 
opporturia  forma  tradi«  atque  in  ijs  perpetuo  debeaut  asaervari. 

ViciMim  autem  Venerabilea  Fratres  modemi ,  ac  pro  tem. 
pore  existentes  Pragensia,  et  Olomucenaxs  Archiepiscopi ,  nec 
non  Episcopi  Regtnorfaadecensis  et  Litomerirensis  eamdebi,  quam 
Bunc  exercenty  Spiritualem  Juriadictionem  in  Regtoo  Boroaaico 
etiam  inpoaterum  conservabunt* 

Filiales  vero,  et  Parochiales  Ecclesias  earumque  Fractiones 
in  hac  Mostra  Dispositione  non  comprebensas,  et  extra  Regnum 
Borussiae  existc^ntes  a  Matricibos ,  «t  Parochialibus  in  eodem 
Regno  positis  disjungimus,  et  a  proximioribus  ordinariis  idiia 
Matricibusy  et  Parochialibns  Ditionum,  qujbua  in  temporalibua 
aubjacent|  appticandas  ts%e  mandamuSy  ac  vicissim  de  Paraeciia, 
et  Filialibus  Ecclesiis  cdm  suis  Fractionibus  iotra  Borossicum 
Regnum  posiLiSy  quae  a  Matricibua  extra  idem  Regnum  existen- 


Auch  wollen  Wfr  cum  Nutzen  der  untersehledticben  Sprengels- 
Einsassen  hierdurch  ▼otschreiben  nnd  verfHgen :  dats  alle ,  auf  die 
abgetrennten  nnd  anderweitig  einverleibten  ^rchen-Sprengel,  Pfar- 
reien  und  Orte  sich  beziehenden  Beweisthfitner  aus  den  alten  Kan- 
leien^  ausgez^gen,  nnd  an  die  derjenigen  BisthAmer,  dahin  die  Eaa- 
verleibnng  ^eschehen  ist^  zu  bestHndiger  Aufbewahrung  abgeliefeKt 
^  werden  solkm. 

Inzwischen  w^rden  Unsere  ehrwiirdigen  Briider,  die  Erzbischdfe  Ton 
*  Frag  und  dllnttitz,  wie  auch  dieBischofe  Ton  Kdnigingriitz  und  Leut- 
^  meritz,    ihre  5nrisdiction,    so  sie  bisher  im  Preussischen  Gebiet  aus- 
geiiht,  auch  ferner  behalten.  ^ 

Hingegen  werd«ii  die  iil  dfeser  Unserer  Verordnung  nicht  mit  ela- 
begriffenen  nnd  auiserhalb  des  Preussischen  Reichs  belegenen  Tochter. 
kirchen,  Ffarreien  nnd  BrOehe  von  Pfarreien,  von  ihren  Mutter-  und 
Pfarrkiinchen ,  so '  innerhalb  desselben  Reiehs  belegen  sind ,  hierdurch 
abgeschieden ;  niid  es  soUen  die  nftchsten  Ordinariate  dafiir  Sorge  tra« 
gen,  dass  dteselben  mit  audem  Mntterkirchen  undl*£arreien  yob  ei- 
ne^ld  Btaiftsgebfet  verefnigt  werden ;  gleichwie  Wir  es  umgekebrt  mit 
den  innerhalb  des  Preussischen  Reichs  belegenen,  su  auslandischett  Mtit- 
tem  gehSrigen  Pfkrreien,  Tochteriirohen  uad  Pfarrbriickeny  eben  so 


,  •  27» 

tibos  pondMity  idEBm  obftamidiim  me  decevnimuA;  .resenrata 
Nobis,  et  httic  Apostolicoe  sedi  cora  de  Spij^ituali  ^egimiae  aliift 
Fartikiiay  et'  Locia  ai  opus  fuerit  providendi. 

luspectia  antem  Dioecesinm  Boruaaici  Regqi  «mpUtodine, 
•c  magno  Dioeceaanorom  numero,  qum  diificile  admodum^^esset 
Arcbiepiacopiai  ''et  Episcopifl  CoDfirmationia  Sacramentom  Chrisli 
fidelibufl  adminifltrarey  aliaque  Pontificalia  munera  «ine  alterius 
Episcopi  opera,  et  i^uxilio  ezercert;  hinc  JNos  conCrmantes  Suf- 
fraganeatni  in  Dioecesibus  Regni  Borussiae  in  ^uibus  constituti 
reperiuntur,  eos  in  Goloniehsi,  ac  Trevirensi  Dioecesibus  redm- 
tegramus,  et  de  novq  constituimus :  atque  idcirco  quilibet  Ar- 
chiepiscopusi  et  Episcopus  Nos,  et  Aomanos  Pontifices  Succes- 
sores  Nostros  juxta  praescriptum  morem  supplicabit,  ut  aliquis^ 
Scdesiasticus  Vir'  opportunis  praeditus  requisitis,  ad  SuiTraganei 
munus  designetur,  ac  praevio^  Ganonico  processu,  servatisque 
coosuetis  formis  de  Episcopatu  Titulari  iu  Partibus  Irifidelium 
cum  assnetae  congruafr  [dotationis]  adsighatione  provideatur. 

Qnoniam  vero  praeclaram  antiquissimam   Colouiensem  Se- 


gebalten  wissen  wollen.  Und  bebalten  Wix.  Uns  und  diesem  apostoli- 
•cben  Stnble  vor,  was  die  geisilicbe  FQbruog  anderer  Bezirke  und  Orte 
«ngebty  wean  es  notbig  ist,  besondere  Pilrsorge  zu  tbun* 

In  BrwSgung  aber  des  grossen  Umfangs  der  Kircbensprengeln  des 
Preasisdien  Reicbs,  nnd  der  gxotsen  Ansabl  der  Eingewidmeten ,  wie 
/-  afobh:  dass  es  biemacb  deu  Enbiscbofen  undBiscbofen  iiberausscbwer 
fblleB  diirfte ,  allen  Glftubigeu  das  Sskrament  der  Finnung  aiiszuspen* 
den ,  und  obne  Beistand  eines  fremden  Biscbofs  alle  gottesdienstjicben 
Handlnngen  des  biscbdflicben  Standes  zu  vexriebteB ,  woUen  Wir  die 
Sfdlibi8eh5flicbe  Wiirde  in  denjenigen  Spreogeln  des  -  JPreussisclien 
ReicbSy  in  denen  sie  bereits  bestebt,  nicbt  allein  hierdurcb  bestati. 
.  gen,  sondiern  auch  in  den  Sprengeln  von  Trier  und  Kolln  berstel- 
len  und  von  neuem  errichten;  demsnfolge  dann  jeder  Erzbischof 
nnd  Biscfaof  an  Uns.  und  Unsere  Nacbfblgery  die  P&bste  xu  &oni, 
die  Bttte  cu  bHngen  hat,  dass  ein  uiit  den  gehorigen  Brfordeniis- 
aea  versehener  Mann,  geisljlichra  Standes,  tu  der  weibbisdioflichen 
Wiirde  besttmmt,  nbd  in  Vorg^itog  des  kanouischen  PFOxesses,  auch 
mit  Beaebtung  bergebraobter  Formen/  und  naoh  Ailweisttng  eiqes 
.  anstMndigen  Anskommens  la  einem  TituIarrBisthum  in  Landen  der 
Un^lllttbigen  erboben  .werden  mege» 

Und  ireii  Wir  dle  Heritellmig  des  bevfikmfeeni   urslten  erxbi- 


280 

jRp?ft«?Wl«P»i^^<^4WrAw»WW»nMm  yodamnwdo    kco 

3r7gj|i)tii^Wta|(^  ;INl^:bwc  Mw  erectan  odotenrartt}.  aluiaam 
^9jpi^,.Q^it«Aii.  i^[Qii^#Oftn^M  rslion^  lubendam  eaae  e»flti<« 
lllli^te%  Cijf^a|t4  ftim  i»  id  pvopAoaa  Sereniaainii  Boruanci  R«-i 
g^  Tp)fVPk^te«i{4^vniaHia,  ag  atatuimua^  quod  Eedeaia  anb  Ti* 
Ijl^o  ,,Aef»ff^^.  ]\l^rii^ei.  VijrgiAia  entaa  Catbedralia  in  Collegiatam 
lamatetui:,  .4}uaqtte.  ^UegiaJle  Capitulam.conatot  ex  nmca  tan^ 
tpm  Praepositi  .dignitaie,  et  Sex  Canonicatibua  cujoa,  et  quorom 
CpUatio.  aemper  quoad  Praepoai.taram  Apoatolicae  Sedi|  etqnoad 
Canonicat^a  eidem  Sedi  Apoatolicae  altematim  cum  Colonienai 
Archiepiscopo  ^pectare  debeat  ao  pertinere»  Hojnamodi  autem 
papJLtuloribpai  e;;:  peculiari  gratia  licentiam  def erendi 'Cappam 
nmg^ain  aericam,  yiolacei  coloria  cordulia  aerieia  anbantam  oam 
pellibua  armellinia  hyemaliy  aeativo  autem  tempore  Mozsettam 
anpra  Roccbeltnm  concedimna  et  indulgeo^uay  atqne  ultecina  fa- 
cullatem  condendi  atatuta  iiadem  modo,  et  fbrma.quibua  deCa* 
pitulia  Cathedralium  £ccleaiarum  aupra  eluottleBter  dietum  eat 
tribuimua,  et  impertimur. 

In    exeqiiutorem  itaque  praesentium  Nostrarnm  Litetarum 
praedictum  Venerabilem  Fratrem  JoBephum  Episcopum  Warmien- 


achoflichea  Stuhlt  zu  Kdllny  der  Erhaltung  dea  vor  swaniig  Jahren, 

Sleiohiam  an  seiner  Statt,  e^chteten  Bistbuina  Aaehen  vergeiogen 
aben»  aber  auch ,  in  Uebereinstimmuitg  mit '  dea  Ourehlauehtigstfn 
Koni^B  von  Preussen  Wunsch  uad  geneigtem  WiUM»»  der-  S^t  M* 
cben,etwas  Angenehmes  erweisen  woUens  ao  besohJliessen  uod  ver* 
fiigen  Wir,  dass  die  bisherige  Kathedrale  aur  batligen  Jung&au  Ma* 
ria  daselbst  in  ein  Kollegiatstiil  umgewandelt  werden  woMy  bestaliend 
^us  ^er  einzigen  Wiirde  eines  Probstes  und  aua  seehs  Kanonifcatenf 
deren  Verlnhung^  was  die  P^robstei  betrifft,  dem  heiUgen  StuUe 
eusschliesslich  ^  was  hiagegen  die  Kanonikate  angeht,  ihm  in  . Ab* 
w.echselung  mit  dem  ^nbischo£B  tu  KoUqi  gebiihren  wird«  Dieaen 
Kapitularen  verleihen  Wir  aus  besonderer  Gnade  die  Erlaubnisi^ 
violettseidene  Qross^alafe  xu  tragen,  mit  seidenen  $chnilren  aufge- 
schiirzt,  uud  im  Winter  Hermelin-Fell ,  im  Sommer  Mosetten  iiber 
die  >  |ChorI;Lemden. .  Feriier:  dia  BeCugnias,^  eigne  Satvungen  au&u- 
riich^n,  in  derselfaigen  Foi^m  un4.  Weise,  wie  oben  von  den  SAthfrf 
dxai-Ka^i/^lu.^esag^  Wprden  .ist«       .      ^       , 

,  S^u^ .  Volldeh^  dieses  Unseres  Briefiaa  emenneny  wahlen,  aetsen 
ufid,yepafduan  yirir,IJ^e^  ehrwHrdig^  Bruderi  /(0#^&  Biaohdf  von 


,  dm  oqos  pradwtiK,  4Mtriii«y  ■^ii»'lfifl^^ftit6''t^^ 
in  Donino  fidackm  hahemoB^  mpvm^^^tMhkiiiu^l^^Mi^ 
oomtitiiiiiiiU)  «t  depnUiMi  ddMp^  ooiiiiiijftiita^ 'M- %Q)[)ttta££ 
cU  omnuiy  ot  aiDguk  a  Nobk  dispositft'  Ad  pratikitiiltalii  ^fhrekn 
ptrdttcaty  at^no  pirittr  ad  dfiicfiian  vaoBdlM*  £cd^fd#*'  de'iA(^ 
mis  Pastoribns,  qnae  Prinia  iMcearitaa  eit^:  cifio^pc<yrldend7y  «t 
cnnctaa  rts  Eoclesiaaticas  ad  mtiioxem  afi^utfi,  et  ordinem  r^ 
'Vocandi  gnaslibet  Ecderitfs  cbngrna ,  et  firniti  dblktione  mntaM 
nladliaty  media  ad  faoc  neeessaria  benevolentissime,  ac  liberatt* 
ter  exhibenfe  praeiaadato  Serenissinio  Bomssiao  Rege,  qni  itta* 
yiaaimi  Priadpis  aoimum,  et  propensissimam  erga  CatholiGoa 
0|as  Imperio  sobjectos  ▼oloutatem  pro  ordinandis  absque  nlla 
nwra  Dioecedbtts  omnibns  Regni  Bomssiae  aperte  declaratit^ 
ct  aeqnentibas  ratione  ac  modo  stabiliendai  et  appEcanda*  jft<H 
posnit. 

Snper  pnbUds  Begni  Sylvis  nominatim  derignandis  tot 
Censns  anctoritate  Regia  imponentar,  qnot  enmt  Dioeceses  do- 
tandae,  et  in  respectiva  qnadtitatCi  nt  ^  m  annni  ihictiis  ab 
omnibus  cojascumque  generis,  oneribus  prorsns  libere  perdpi 
posBint  qai  satis  aint^  vet  ad  integram  ipsarum  Moecerium  do« 


Enokndy  auff  dessen  Bbitiobt»  Gelebrsamkeit  nnd  Reditticlikdt  Wir 
iB  dem  Herm  dn  grosses  ZutraueB  setseo.  Ihm  tibetfassen  Wirf 
■lles  taad  Jedes  Vori>esagte  und  ron  Uns  Verfugte  tum  Torgesettten 
Zisl  tn  Idten,  ond  (damit  die  erledigten  8tfihle|  wie  es  die  Notli 
eribrdert,  des  baldigsten  mit  tficbttgen  Hirten  Tersehen  und  £e 
Idrcbltohen  Angelegenhdten  in  besseren^  Stand  und  Ordbung  gth 
Inacht  'werden  m6gen)  die  Kirohen  mit  angemessener  und  fbster 
▲nfstattnng  tu  Tersoigen.  Die  dezu  erforderlidiett  Mittel  wird  der 
Torgepricsene  Dnrchlauchtigste  K5m*g  tou  Prenssen,  aeiner  Huld 
nadi,  frdgebig  bewilligeny  als  wdcher  F&rst  Uns  Gednnungen  der 
lidofasten  GroMmuth  liiid  Gfite  gegen  die  seinem  Zepter  unterwor« 
fenen  Katholiken,  m  erkennen  gegehen  und  xu  nuTerdiglicher  H^- 
afeellmig  aller  Didzesen  seines  Reichs  folgende  Art  und  Weise  der 
Ansstattimg  dargeboten  hatt 

Es  soUen  anf  die,  namentlich  dasu  angewSesenen  Staats^Wal* 
dnngeB  so  riel  Orunddnse  errichtet  werden,  als  aunnsti^tendte 
Sprengel  da  dnd;  und  zwar  su  solehem  Betrajg^:  dass  die  davoa 
jttriieh  tu  erhebenden  reinen,  tou  jeglicher  Belilaeigung  ireien  Ein» 
kfiolte  attsrdofaeu,  entweder  t|i  gindicher  Ausstattuug  der  Sjhrengel» 


I 

# 


i  ■ 

I 


talioMm-n  aiillain  aotu  habeant^  ▼«!  ad  Sopplmnc&tiuii  ^DtJbni 
dotaiiooia  ai  parteoi  aliquam  aaorom  Bonornm  adboo  posudeanty 
i|a-  at  Singulae  Dioeceaea  eoa  annuos  redditna  impostiBram  ha- 
baant,  qui  redditiboa  pro^  Archiepiacopali^  vel  Epiecopali  meuBa» 
pto  CapiUiIOy  pro  Seminario  Dioec^ano,  proque  Suffraganeo  sta- 
tiitia  in  quatttitate  aingulia  inieriua  designanda  pei^fecte  reapon* 
deant,  atque  hufusmodi  Cenraum  proprietaa  per  Inetnunenla  in 
legitima,  Talidaque  Regni  forma  atipulanday-  et  a  praelaudato 
Rege  aubseribeBda  unicuiqne  Eccleaiae  conferetur.  Et  quoniam 
enimciatae  Sylvae^  prout  et  publica  Bona  omnia  Regni  Bonis- 
aiae,  ob  aea  alienum,  a  Gubemic^,  bellomm  cauaa  contractum, 
hypotfaeca  gravata  sunty  atque  ob  id  super  nulla  earum  parte 
Censna  imponi  eorumque  fructos  percipi^  salva  iid^^  possunt, 
antequam  imminutay  per  solutiones  a  Gubemio  Creditoribus  hy- 
pothecariis  factas,  aeris  alieni  summa,  suf&ciens  sylvarum  quan-* 
titas  hypothecae  vinculo  liberata  fuerit;  camque  seoundum  le- 
gem,  qua  Serenissimus  Rez  Creditoribus  publicis  caTit,  anno 
milleaimo  octingentesimo  trigesimo  tertio  a  Magistratibns  defi- 
niendum  ait^  qui  agri  ab  eo  vincnlo  aolutiy   quique  adhuc  nexi 


wenn  es  durcliatts  daran  gebricht,  oder  snr  ErgKunnig  der  Ans- 
atattung,  wenn  Sprengel  einen  Theil  ihrer  Giiter  noch  besitieii,  so 
dass  jede  Di^ies  Kukiinftig  ein  solchet  Jahr*Einkonimen  haben  md^ 
ge,  wvlcfaes  die  fnr  dxe  enbischdfliche  oder  bischSfliohe  Tafel,  fSr 
das  Domkapitel,  itir  dat  Seminar  und  fiir  den  Weihbifchof  ausge- 
aetzten,  untcfn  aufsiifiihrenden  Einfcixnfte  ToIIkommeti  decke;  tind 
^dats  das  Eigenthum  solcher  Gifundzinsen  durch  Urkundea,  in  bdn^ 
diger,  den  Gesetcen  jenes  Reichs  eatsprechender  Form  abgefasst  inid 
Ton  dem  Torgepriesenen  Konige  selbst  voUiogen,  exner  jeden  Kirche 
Ahertragen  werde«  Und  weil  ▼orgedachte  Waldnngeu,  wie  die  Staatsgiiter 
[des  Kdnxgrexohs  Preussenjnberhaupt,  aus  AnlaJb  der,  im  Kriegegemachtcny 
SohuldenmitHypothekbelastetsind,  denselben  daherkein  Omndctns  auf* 
erlegt,  aueh  ihr  Einkommen  nicht  bezogen  werden  kann,  heror 
duarch  Zahlungen,  welohe  die  Regierung  den  Hypothekar-Glanhigcni 
geleistety  der  Betrag  der  Staatsschuld  verminderty  und  ein  zurei* 
ohender  Theil  der  Staats-Waldungen  von  der  Hypothek  frei  gewor- 
den  ist;  liBmer,  da  nach  dem  Gesetxe,  wodurch  der  Durchlauchftig- 
iteKdntg  den  Staats-Gllulngetti  diese  Sicherheit  gew&hrt  hat,  im 
Jahre  Tausend,  achthuBdert,  drei  imd  dretstfig  diirch  dieBehorden  sich 
entsdieiden  wird^   waa  fitir  Grundiluofce  ron  der  HypoChek  erledigt 


\ 


reHMiiebiiiiti  .  hidc  deeeitainiiia  jAraediolos  •GenMHy  siiper  tjlm 
rapraoiemoratity  dicto  Aono  miUesinio  octingenleBiiiio  trigeeiaio 
terCiOy  et  citine  etiam  ei  prine  enledicUe  sylme  ab  hypollieca 
aaltem  pro  rata  Ceoenum  iniponendorum  liberatae  foerint,  eeee*' 
imponendoe,  proplereaque  a  eiogulis  Dioeceetbue  immediete  aaU 
tem  poet  annnm  millesimum  oottngenteaimum  trigeeimum  ter^' 
tium  praedictorum  Censuum  fructne  eese  percipiendoe  ex  nuno 
autem  ueque  ad  totum  annum  millesiilium  octingenteeimum  tri- 
gesimum  tertium,  Tel  nsque  ad  celeriorem »  dictorum  Censuum 
impositionem,  eamdem  argenti  eummam  fmctibua  Censunm  re- 
apondentem  ab  Aerariie  Provincialibue  unicoique  Dioeceei  esae 
numerandaro.  Ne  vero  ullo  modo  numerationie  prorogatio  ul. 
tra  annum  milleeimum  octingentesimum  trigerimum  tertium  ti- 
meri  poesit,  quum  forte  IMagistratus  intercesserint,  ne  Cenene. 
imponantur^  non  eatie  diminuta  publici  aeris  alieni  quantitate^ 
laudatus  Bex  ultro  promisit,  conceptisque  verbis  %t%^  obiigavitf 
ai  praeter  omnem  ezpectationem  id  accidat,  se  curatumm  etz%^ 
nt  tot  agri  Regiie  impensie  emantur  pleno  dominii  jure  siiigulia 
Ecclesib  tradendi|  quot  necessarii  sint,  ut  eorum  redditus  an- 
nuas  illae  summae  exaequent,  quae  a  Censibue  percipiendae  es- 


oder  oocLh  damit  besebwert  bleiben  werden:  so  beschliessen.Wiry  dase 
die  £iiitr»gung  gedachtei^  Grandziasen  in  dem  erwahnSen  Jahre  Teu» 
aend,  achthundert,  drei  und  dreissig,  oder  auchtheilweisefriiher,*  wenn 
siSnilieh  ein  Theil  der  Waldungen  von  jener  Hypothek  befreiet  wurde^ 
Statt  finden  soIL  Es  werden  de^nach,  wenigstens  vom  Jahre  Tausend, 
adithundert ,  drei  imd  dreissig  ab,  jeue  Grundzinsen  von  den  einselnen 
Diozesen  unmittelbar  erhoben;  von  nun  an  aber  bis  su  gedachtem 
Jahre  hin,  oder  bis  dahin,  da  die  Errichtung  des  Grundzinses  frilher  zu 
SCaude  klime,  soll  einey  dem  Ertrag  der  Gmndsinseii  glaiohkommende 
liaarschaft  aus  den  Regiefungskauptkassen  der  Provinz  einer  jegHchen 
Bittzes  ausbezahlt  werden.  Und  um  )ede  Besorgniss  zu  heben,  dass 
diese  Art  der  Zahlung  aucb  {iber  das  Jahr  Tausend  achthundert  deei 
mid  dreissig  hinausreicben  kdnne,  wenn  vielleioht  die  Behorde  der  'Eay 
richtung  gedachter  Grundzinsen  widerspriiche ,  weil  die  Staatssohuld 
nooh  niokt  genugsam  vermindert  worden  sey ;  so  bat  der  belobte  Konig 
aicb  erboteo  und  fest  augesagt  und  verbeissen:  wenn  wider  alie  Er- 
wartung  sioh  solohes  sutragan  mdofate ;  dass  dann  mit  baarem  Gelde 
dea  Staat«  so  viel  Grundstticke  erkauft  und  den  Kiroben  su  eigentbiim- 
'  lichemBesitae  iibergeben  werdan  «ollea»  alserfiorderlicb  wA^  um  durdi 
ifar  itiirlkbes  Einkommen  den.Betrag  jeiier.  Grmidzinsen  zu  csteichen. 


1 


iMli^^  iiifi  iinpldimeiitiw  iUiid  iiiUffcefiiiMt  Qiiae  tainU  odiii 
SevemsiimwllM:;  ptr  Diploinela  in  velida  Regni  fonna  a  se 
fiib9cHI>e9da>in  «tnAo  ponare,.  A  polUcitiv/  nt  plenanii  et  inte» 
gram  effectuni  sao  tempore  sortientor;  biiic  auj^dicttia  Jbae. 
pibM'::£pieoopiiie.  Diplomata  liiijii«nodi  ^s^i^alie  Eedeiiie  tradet 
itt  goapoetivie  ArchiviA  aisecvanda* 

Similes  teutem  reddilas  ad  formam  protaissionis  Regfae,  de- 
ductis  brteribas,  eonstare  debebunt  aequentes  anrtuas  dotationum 
aammasy  i^empe  prd  Arcfaiepiscepo  Coloniensi,  ac  pro  Archiepi-r 
acopo  Gnesnemi,  it  Posnaniensi  duodecim  millium  tbalerornm 
Boratsicorum,  pro  Epi^copis  Trevirensi,  Monasterieosi ,  Psder- 
bornensiy  et  Calmensi  octo  millium  tbalerorum  ejusdem  mone- 
tse,  pro  Episcopo  vero  Wratislsviensi  daodecim  millium  tbale- 
rorum  dictae  monetae^  ultra  redditns  fundi  Wurbeniani  ad  ejus 
E|>i8Copalem  menssm  spectsntis  pro  parte  Dioecesis  in.Regno 
BoruSsico,  sslvis  manentibua  illis  redditibus,  quos  percipit  ex 
retiqua  Dioecesis  parte  temporali  Dominio  ^bsrissimi  iu  Cbristo 
Filii  nostri  Francisci  Austrise  Imperstoris,  atque  Hiingsriaey 
et  Bobemiae  Begis  Apostolici  subjecta;  quod  vero  ad  Warmien- 
sis  Episcopalis  mensae  dotationem  pertinety  firmis  bonisi  ac  red* 


Da  nnn  der  Durclilauchtigste  KSnig  verbeissen  bat ,  fiber  diet es  AUes 
biindigey  in  seinem  Reicb  zu  Recht  bestehende,  von  Ihm  selbtt^sa 
voUziehende  Urktmden  xu  desto  sicherer  VoUfuhrung  ausstellen  su  las* 
sen  I  so  soU  gedachter  Bischof  Joseph  verpfUchtet  itjn^  jeder  Kirche 
eine  dergleichen  Urkunde  £ur  Aufbewahrung  in  ihrem  Archiv  zn 
fiberliefem. 

Es  habeo  aber  die  Einkiinfte  dieser  Art,  der  KSnigUchen  Ver* 
beissuQg  gemKss ,  frei  von  sUen  I^asten ,  folgenden  Betrag  jahrlibher 
Ausstattung  zu  erreicheni  als:  Fiir  den  Ersbischof  Ton  Kdlln,  auch 
fOr  den  Brzhischof  von  Gnesen  und  Posen  Zwolf  Tausend  Preussiscfae 
Thaler.  Pfir  die  Bisohofe  yon  Trier,  Mtinsier)  Pacierboni  und  Knlm 
Acht  Tausend  Thaler  selbiger  Wahrung»  Fiur  den  Bischof  von  Bredan 
ZwSlf  Tausead  Tbsler  # elbiger  Wahrung ,  ausser  seinem  ,Gute- Wfirben 
im  Preussischen  nnd  ausser  seinea  EinkQnften  aus  idemjenigen  TheU 
derDidzeSy  welcher  dem  Zepter  Unseres  gelie4>testen  ^hnes  in  ChristOy- 
des  Kaisers  von  Oestenreich  mid  apostolischen  Kdnigs  vos  Hungam  und 
BShmen,  Franz^  nnterworfen  ist.  AnbmgaiMi  die  Ausslattnng  des  bi- 
schi^flicban  Tiscbes  von  Ermlandy  so  erkiaren  Wir^  dabs,  da  diaser 


dHibi»,  qnibi»  udtu  fih  mnsa  gnd^,'  iiiliil^iM  )m«iaai 
ionoTaadum  ease  declainmiif»  aed  aliqaattdbadaU*rMi>in  fiegiio 
BoroMico  memanun  nonibam  Apoetolica  iaitimiiieiiie  •kictiti»» 
tate  fore  confonnandam.  -   .  .      r .   ^ 

tmi  methodo  M etrQpolitnae  Eeeleaiae  GoloniBaiii  •  Capitm 
lom  dotabitnr  in  annna  Sommapro  Peaepoftito  thiileilMiip»  £•• 
niiiicomm  biamille,  pro  Decano  thaleroram  item.  bt8miUe,j  pro 
^qnolibat  «x  duobos  primia  Canonicis  numerariii  tbalerorum.miJM 
biacentum)  pro  quolibet  ex  leqttentibua  sex  Canonicii  tbalerpiWB 
mille,  proqnolibet  ex  dooboa  poatremiaCanoniciatbaleroriifB  octinip 
gentorom,  pro  quolibet  ex  qoatoor  Canonicia  Honorariia  tbalot 
rorum  centumi  pro  quolibet  demum  ex  octo  Vicariia^  aeoPrae»^ 
bendatia  thalerorum^  biacentam. 

Jn  Arcbiepiacopali  Eccleaia  GnAsnenai  pro  Praepcnito^^  e^ 
aex  Canonicii  qoibui  iUud  Capitulum  impoaterum  cooitabit^ ,  ei| 
redditunm  quantitae  conaervabitnr,  qoa  Praepoaittia  ^  et  aex  Ca^ 
pitolarea  Seniorea  acto  firuunlur,  Jn  Capitulo  Arcbi^piacopalia 
Ecdeaiae  Poananienaia  redditua  praedicto  modo  aaaigiiabuntor  io 
^nnoa  Snmma  pro  Praepoaito  tbalerorum .  mille  octingeotoriimy 
pro  Decano  thalerorum  pariter  miUa  octingentQriiiny  pro  qooli^. 


$talil  GUter  und  fettea  Einkommen  bea itst ,  vor  der  Hand  keine 
VerlndemDg.Stett  fiaden  aolL  Et  wird  jedoch  tn  aeiner  Zqjt  eino 
iihnliche  Einrichtung,  wie  in  Anaehung  der  librigen  Stjkhle,  darch 
apoftolische  Autoritftt  geiroffon  werden. 

Gleichermaaasen  wird  das  Metropolitankapitel  xu  KSIIn  anage- 
atattet  werden  mm  jahrlicheu  Betrage:  fur  den  Prohat  von  Zwei 
Tautend  Preusfiscben  Thalem;  fiir  den  Dechant  ebenfaUs'  Zwet 
Tansend  Thaler;  fur  die  beiden  ersten  wirklicben  Kanonici  mit 
Eintaosend  Zwelhnndert  Thalem;  fOr  jeden  der  sechs  folgenden 
wirklichen  Kanoaici  mit  Eintausend  Thalem;  filr  die  beiden  }&ng* 
aten  wirklicben  Kanonici  mit  Achthundert  Thalem;  ftit  )eden  der 
▼ier  Ehren-Kanonici  Einhundert  Thaler;  fUr  ]eden  der  acht  Vika* 
rien  oder  Pfriindner  Zweihundert  Thaler. 

Bei  der  enbischSflichen  Kirche  zu  Gneaen  werden  der  Probst 
,  nnd  die  sechs  Kapitularen,  welche  in  Znkunft  deren  Kapitel  aus* 
machen,  fortfahreni  dasselbe  Einkonnnen  tu  berieheUy  weldies  der 
Probst  und  die  sechs  ftltesten  Kapitulatien  gegenwSrtig  geniesften. 
AIs  Einkommen  der  erzbischdflfchen  Kirche  zn  Posen  werden  in  der 
▼orerwBhnten  Weise  aogewiesen  werden :  dem^  Pkobste  Eiatausend 
achthimdert  Thaler;    dem  Dechanl  ebenfa&a  Tansend  aehthundert 


m 


iMit  01'  daobnt  prinriii  Ganxmioii  IhBleroniiii  mflk  biscentiiin, 
pvo^fuolibel  ex  fBMitaor  seqventibus  tbalerorttin  mlley  pro  qao. 
JMMft^eot  daeibw  postrenir  tbaleroTBfit  octingefitoraiii  ^  pro  quo* 
libet  ex  qoataor  Canooieia  Houdrariia  ibaleroruoi  centam^  et 
piro^^<4ibeter  octaYicariiai  eea  PracAiendatJs  fbaleromm  bhcentuoi. 
>■•  la  Cajpitttlis  Oatbedraliam  ficclesiaram  tam  Trevirensie, 
quam  Paderbornensis  pro  Praeposito  thaleronim  mille  qaataor 
oeiitum,  item  pro  Decano  tbaleroram  mille  quatuor  centum, 
pi^o  quolibet  ex  doobus  primia  Canonicia  thalerorum  mWie^  pro 
duotms  aequentibuB  tfaaleronim  noningentomm,*)  pro  quolibetex 
qnatiior  CaaoBicis  Honorariia  thalerorum  centum,  et  pro  quoU- 
bet  e  sox  Vieariis,  seu  Praebendatia  thaierorom  biscentum. 

la  Episcopali  Ecclesia  Monasteriensi^  pro  Praeposito  thato» 
ronun  miile'  octiogentorum ,  ac  pariter  pro  Decano  thalerorum 
mille  octingentomm ,  pro  quolibet  ex  duobus  primis  Canonicfs 
thalerorum  mille  biscentumy  pro  quolibet  ex  sequentibus  qua-* 
tttor,  thalenmim'mille,  pro  quolibet  ex  duobna  postremis  tha- 
leroram  octingentoram^  j)ro  qoolibet  ex  quatuor  Canomcia  Ho-» 
nordriis  thalerorum  centum,  et  pro  qnolibet  ex  octo  'Vicariia 
seu  Praebendatis  thaIeroi*iim  biscoQtum. 

Tboler;  jedem  der  beiden  altesten  Kanonici  Eiatausend  sweibundert 
Thaler;  jedem  der  vler  iolgenden  Eintaoseud  Thaler;  jedem  der 
beiden  jiingsten  Achthundert  Thaler;  jedem  £hre&*JUaonico  Binhun- 
dert  Thaler  j  jedem  Vikar  oder  Pfriindner  Zweihundert  Tbefer». 

In  den  Domkapitehi  Trier  und  Paderborn  dem  Probste  Ein- 
tautend  rierhundert  Thaler ;  dem  Dechaut  ebenfalls  Eintansend  riexw 
hundert  Thaler ;  den  beiden .  &ltesten  Kanonifiis  jedem  Sintausend 
Thaler;  den  beiden  folgenden  jedem  Neuuhundert  Thaler;  den 
ubrigen  jedem  Achthundert  Thaler;  jedem  der  yier  Ehren-Kanonici 
Einbundert  Thaler;  jedem  der  sechs  Vikarien  oder  Pfrundnem  xwei- 
hundert  Thaler.       \  .  , 

In  dem  Domkapitel  zu  Miintter  dem  Probste  Eintausend  acht* 
hundert  Thaler;.  dem  Dechant  Eintausend  achtbundert  Thaler;  je» 
dem  der  beiden  Sltesten  Kanonici  Eintauseud  zweihundert  Tbaler; 
jedeni  der  rier  nachfolgenden  Eintausend  Thaler;  jedem  der  beiden 
jungfiten  Achthundert  Thaler;  jedem  der  vier  Efaren-Kanonici  Ein« 
hundert  Thaler;  jedem  der  acht  Vikarien  oder  Pfriindnem  Zwei* 
hundert  Thaler. 


*)  Die  Bestunmung  det  Gehaltes  der  fibrigen  wirklichen  Canomd  dieser 
Domkapitel  fehlt  in  dieierBulle,  nichtallein  nach  dea  iplLtereirAusgabe&  bei 
Z>roste^Jiillshoff  VL,k,f  sondemselbstnachihrerBekanntmachungdurchdie  G^ 
setzsamnilung  filr  dia  KOnigl.  Prenss.  Staaten  1821.  S.  144. 


asf 

*  . 

In  Ecclesia  €atli6mli  Ciilineiisipro  Fraeposilo  tbalatenifli 
inille  bisceotniD»  item  pvo  Deoano  Ibaleroriu  oiille  bitcentoai^ 
pro  prifflo  Canonieo  thaleroram  UEiille^  ]^o  aeciuido  tlialttromm 
Doningentorum,  pro  qoolibet  eaD  rriiqina  aeXy  tbaleronim  oelitu 
gentanun,  pra.quolibet  e  quatiior  Canemcia  Bonorariia  thakro* 
Tom  centom,  et  proqooltbct  e  aex  Victtnis,  eea  Fraebdidatie 
tbalerorom  biscentum* 

In  Cathedrali  £cclesia  WratialaTienaiy  pro  PxBep08il#  tba* 
leroTum  bismille,  pro  Decanl»  similiter  tbalexyirttm  biamiile^  pxti^ 
primo  Canonicb  Praebendam  Seholaatici  obtioente  thalerorum 
mille  quingentorum,  pro  quolibet  e  doobua  sequentibus  .dmle- 
roriim  mille  ceutuqO|  '  pro  qaolibet  ex  aliis  septem^  thaleromm 
milley  pro  quolibet  e  aex  Canonicis  Honorsriis  thalerorum  ceh'» 
tum,  et  pro  qoolibet  ex^  octo  Vicariiay  aea  Praebendatia  tfaaler 
rorom.  biscentnm* 

'In  Ecclesia  vero  Episcopali  Wamriensiy  nihil  circa  ejoo 
Capituli  dotatienem^  et  formam  ad  praesens  immntBndom  esso 
declaTaoras,  reserrata  tamen  Nobis^  et  Romanis  Poittificibus  sne- 
cessoribns  Nostris  facultate  illos  aliquando  ad  reliquarum  Bo* 
russici  Begni  Ecclesiarum  normam  couformandi  « 


In  der  Katbedral-Kirche  tn  Kulm  dem  Probste  Eintausend 
sweihundert  Thaler;  dem  Dechant  ebenfalls  Eintauiend  zweihundert 
Thaler;  dem  ftltesten  Kanonico  Eintausend  Thaler;  dem  sweiten 
Nennhnndert  Thaler;  jedem  der  iibrigen  sechs  Achthundert  Thaler; 
ledem  der  vier  Ehren-Kanonici  Einhuudert  Thaler;  jedem  der  sechs 
Vikarien  oder  Pfriindneni  Zweihuridert  Thaler. 

In  der  l5omkirche  zu  Breslau  dem  Probste  Zweitausend  Tha« 
ler;  dem  Dechant  ebenfaUs  Zweitausend  Thaler;  .  dem  ersten  Ka« 
nonico,  der  die  Scholasterpfriinde  hat,  Eintausend  funfhundert  Tha- 
ler ;  jedem  der  beiden  nachsifolgenden  Kanonici  Eintausend  Einhun* 
dert.Thaler;  den  iibrigen  sieben  Kanonicis  jedetn.Eintausend  Tha* 
ler;  den  sechs  Ehren-Kanonicis  jedem  Einhundert  Thaler;  jedem 
der  acht^  Vikarien  oder  Pfrunduern  Zweihundert  Thaler. 

Anlangend  das  Domkapitel  des  Bisthums  Ermland,  erklSren 
WiTy  dass  filr  jetzt  eine  Veranderung  seiner  Ausstattung  nicht  ein* 
treten  soU,  behalten  aber  Uns  und  Unsern  Nachfolgern^  den  Pabsten 
xu  i^m,  y^f  ihm  in  Zukunft  eine  ahnliche  Einrichtung^  als  den 
ilbrigen  Domkapitehiy  angedeihen  zu  lassen. 


^^faiMgmmmi»-  fmtHmm  Sooleme  pw  JSts  in  CoIIi^atain 
Wt  ■  wip—  ■  *fiQmtiintm^  ^apitolnM »    conataot   ek  ooica  Praepositt 
Bdppfeail»  ^el-^aas  Caninieatibaa  «amdaoi  aoDOMnioi  reddilatun 
/  SiiMBameoniariabit^-^na  aote  gaodet* 

.Gonmillioiaa.paiitar  anledtetO' A«qpAo  Epiacepo  Wannieo^ 
aiy  nt  CleiioeamD  Senrinariia  in.qiialibat  Rioeceii  opportnaa 
ceniiabiUendia  fimia  remaneote  p^saeMiene  Bonorom,  qoae  ad 
pmeeena  oWnent  eaa  Tel  parlialea^  Tel  integraa  prout  necessitai, 
olqnA  utilSlaa  poatolabity  Beaomai  dolationee  atiribuet,  qoae  ab 
adprooiiiaa  Sereniiwmi  Bonuaiae  Regia    Kberalitate  auppedita* 

buntur. 

Mandaimii'  qnoqne  eidem  Joaepho  EpiscopOy  ut  pro  co)iia« 
libet  ▲ntiititia  decenti  relidentiai  Tel  Tetera  Episcopia^  ai  com-* 
mode  fieri  poleriti '  Tel  aUaa  Domos  ad  id  a  praefato  Rege  in 
reapeetivia  CiTitatibaSy  atqne  etiam  alteras  Buri,  ai  facile  poiiit 
mNicedeiidai;  itamqtte  Domos  pro  Dignitatibus  Canonicis,  et 
Vicariiay  aen  Praebendatis ,  nec  non  pro  Curia  Ecdeaiastica» 
pro  CapitolOf    ot  ArcbiTo  tribuendaa  opportune  atatuet,    atqua 

oasignel» 

Ad  manatentionem  Tcro  Fabricarum  tam  Metropolitanamm, 
qnam  Cathedralium  Bccleiiamm^   comprehensis  quoque  supprea- 


Daa  KoHegiatstift  m  Aacbeny  aos  einem  Probste  und  secbs  Ka- 
pitnlaren  befltehendi  wird  jenen  Betrag'  des  Einkommens  behalten, 
den  das  bisberige  Domkapitel  daselbst  bexog. 

Femer  soll  gedacbter  Bischof  Jo«spA  von  Ermlandy  m  angemes- 
sener  sicberer  Anistattung  der  Seminarien  jeder  DiSces,  diesen  Anstal- 
ten,  mit  Befbebaltung  der  Gfiter,  die  sie  etwa  schon  baben,  jene  gam 
neue  oder  erganxende  Ausitattung  iiberweisen,  zu  welcher  der  Durcb* 
lancbtigste  Kdnig  in  seiner  Freigebigkelt  sich  erboten  bat. 

Desgleichen^tragen  Wir  ihuiy  dem  Bischofe  Joaephf  bierdurch 
auf :  dass  er  den  Ertbischofen  nnd  Bischofen  «u  ihrer  anst&idigen 
Wohnung  entweder  die  alten  bisch<5flichen  Residenzen,  wenn  dieses 
fSiglich  geschehen  kann ,  oder  andere  HKuser  In  den  StSdten ,  anch^ 
wo  die  UmstSnde  es  begflnstigen  ^  einen  Sommeraufenthalt ,  Alles ,  wie 
die  Gnade  des  Kdnigs  es  Terleihen  wird ,  fest  bestimme  und  anweise. 
Ein  gleiohes  gflt  in  Betreff  der  Wohnungen  und  des  Gelasses  fSr  die 
Wiirden,  Ghdrherren ,  Vikarien  oder  Ffrundner,  wie  auch  fiir  die  bi- 
schofliche  KaRzIei^  das  Domkapxtel  und  Archxv. 

Zn  banlicher  tJnterhaltung  der  MetropoHtan-  nnd  Eathedral- 
Kirdien  .(mit  Einschluss  der  als  Kathedrale  supprimirten,    ubrigens 


Cadiedvalibils  CoriiQJeiit],  ct  AqtthgtfMMi^  nfii|mRii|»4Kvini 
ctdtusy  afc  iDiervMntiaai  eicpeBMS  UfBfkim^^iAimiiiwat^^uia 
in  futiiruBi  coiisaeTabimtur,  quae  ii»  anlm  ^tfms  stot  iMi<8MNLfyl| 
quaeque  Serenisaimus  Rex  diligCDtMai»  .«ei^vitanw^at-^MI^ 
ta»;  et  in  cara.  extraoi^inluMe  necefiitijfti» '^^oosfidiitm>  l^  ut 
»bas  hisce  de  Theiauro  Aegio  iiberalittv  plrotndeattfr.    '  -  <  t 

Antedicto  Josep/io  £piae6pe  praeterea  ii^im^niiia^  vt  'et^MM 
]3»et  ArcfaiepiBCopalie,  et  Episropalia  Ecdieaiae  eiitfrag«ii<«iitiil| 
aatuetae.  congruae  Dotationi  provideat^  utqae  aiiifuiia'  ArcUepi* 
ecopia  et  Epiacopis  ad.satisfacieDdam  expeHMa  YaOarionuti  Ge» 
neralium,  et  Curiae  eam  reddituum  tribuat  quantitatem^  qaae  m 
preelaudato  Boruasiae  Bege'  jazta  liberalem,  ac  providauoi  suam 
promissionem  bisce  titulis  fkctam  constitaetnr.  i 

£t  qaoniam  Serenissimua  Borussiae  Reoc  oltro  Vobia  priliH 
oitnB  est  se  non  modo  Dpntios  illas  tam  ad  alendos  emeritioa  a»« 
nesy  vel  infirmos  sacerdotes,  quam^ad  coercendos  Eeclesiastioee 
discolos,  ubi  existunt,  coaserraturum  |  sed  eHam  novas^  abi  dev 
snnt,  comtabiliturum ,  propterea  ipsi  Joaepho  E^scopo  oommit» 
timusy  ut  cognitis  iis,  qoae  de  bac  re  statuerit  praelaudatas 
RflOCy   aoditisque  reapectim  Locorom  Ordinariis,    aob  quorum 


aber  beibehaltenen  Kircben  xu  Corvei  und  Aachen)  wie  audi  Bebufs 
des  Au;F««pxflfS  lur  den  Gottesdienst  und  filr  die  £ijrchen|)edlenteny 
SQUan  alle  jene  Quter»iind£inkun£te  auch  kiioftig  genridmet  bleiben^.  / 
welcbe  es  gegeuwartig  bereits  sind ,  und  deren  sorgfalt^ste  Brhaltuji|t» 
dar  IXur<;)iUuc^^|i^rte  &diiig  Uns  Terheissen  bat,  im  Fall  ausseror- 
dentlicA^  Noth  Tertrauea  Wir,  dass  fiir  dieses  Bedurfiuss  aus  deui 
VemiQgea  das  KdnjigUGhen  Schataes  niit  Freigebigkeife  werde  gesorgt, 
werdee.  i, 

Dem  Tfrgedacbteu  Bischofe  Jossph  legen  Wir  iiberdiss  au^. 
dass  er  bei  jedem  firzbisthuni  und  Bistbum  fur  herkdmmlich  angfmes- 
aeae  AMt^ttung  der  .weihbischoflicben  Wiirde  sorge ;  audh  den  Eis-.- 
hischefeu  |md  Bischofbn  die  erforderliohen  Einnahmen  sur  Besoldmig; 
des  General-yikars  uad  xum  UnterhaUe  der  Hehorde»  tunh  der  bochst« 
firejgebigem  und  f iirsergiiohen  Verfiigung  des  X.dnigs  iibeFifeise. 

Uud  da  der  Durcblauchtigste  Konig  von  Pxeussen  rerheisseu  haltf . 
dass  jeae  HiiMsery  die  eur  Versorgung  ausgedienter ,  alter  uad,knuiker- 
Pxiester ,   yrie  aucb  zur  Ziihmuiig  UBgeratheaer  GeistUohea  f    bereitetf 
sind,  nicht  eingehen ;  vielmebr  da,  wo  es  noch  daran  gebiriGht , ,  dereu 
neue  eznchtet  werden  soUen;.  sp  fiberlaisen  Wir  Ibm  ^  dem  Bisehofe 
Jostphf  in  vorgi&ngiger  £rkenntnissdesseny   was  der  vorbelobte  X.dnig- 

19 


290 

joriadictione  bQJasmddi  Donms  manere  ^fibebimt,  omnia  qnae 
opas  erunt  circa  memoratas  Domps,  earamqoe  congroam  dota- 
tionem  disponat  ^ 

Cum  yero  in  anppreasia  Corbejenai^  et  jlquiagranensi  Ca- 
tbedralibua  Eccleaiia  Sacra  reperiantur  auppellectilia  ad  Ponti. 
ficalia  in  illia  exercenda  non  ampliua  neceaaaria ,  faculUtem 
praedicto  Josepho  Epiacopo  concedimua  ea  in  uaum,  et  commo* 
dum  Arcbiepiacopalia  Eccleaiae  Colbniensiay  ai  opus  fuerit|  ain 
minua  in  uaum  aliarum  Regni  £ccl6aiammy  quae  iia  indigeant, 
Jibere  yaleat  convertere. 

Habita  nunc  ratione  reddituum  supramemoratia  Arcbiepi- 
acopalibua ,  et  fipiacopalibua^  Aegni  Boruasiae  Ecclesiia  ad  prae- 
aena  reapective  adaignatorum  >  in  Libria  Camerae  Apoatolica^ 
prout  aequitur,  nempe  Eccleaiam  Coloniensem  in  Florenia  Milie 
anri  de  Camera,  Eccleaiaa  invicem  unitas  Gneanenaemy  et  Pos- 
nanienaem  in  Florenia  pariter  Mille^  Eccleaiam  Wratialaviensem 
in  Fiorei^ia  Miile  centum  aexagmta  aex  cum  duobua  tertiia^  £c* 
cleaiaaque  Trevirenaem,  Monaaterienaem  ^  Paderbornenaem,  Cul- 
menaem,  et  Warmienaem  in  Florenia  aexcentum  aexaginta  aex 
cum  duabua  tertiia  taxari  mandamua. 


dieaervregeu  ▼erfogt  hat,  auch  nach  eingesogeiiem  Gutacbten  der  be- 
treffenden  Ortaordinarien,  unter  deren  Aufsiofat  dergleicben  Haoaer 
bleiben  miisseny  allet,  waa  zu  deren  Auistattung  gehort,  amuordnen* 

Da  sich  aber  in  den  Domkirchen  xu  Aachen  und  Correi  heiligea 
Gerathe  befindet,  dessen  dieselbigen  zur  Ausubung  derPontifikal-Itod- 
lungen  inZukunft  ferner  nicht  bediirfen;  soertheilenWir  dem  erwaha- 
ten  Bischofe  Joseph  die  Macht ,  •  solches  zum  Gebrauche  und  Nutxen 
der  Metropolitankirche  zu  Kolln  y  wenn  solches  nothig  ist  |  spnst  aber 
zum  Nutten  anderer  Kirchen  des  Preussischen  Eeichs  zu  Terwenden. 

Femer ,  mit  Riicksicht  auf  den  Betrag  des  Einkommens ,  welchea 
den  erzbischoflichen  und  bischoflichen  Sitzen  des  Preossischen  Reidia 
dermalen  beigelegt  worden  ist ,  wollen  Wjr  ^  dass  sie  in  den  Biichem 
der  apostolischen  Kammer  'in  Zukunffc  geschfitzt  seyn  soUeny  wie  £oU 
get:  dieKirche  zu  Koiln  mit  Tausend  Goldgulden  des  Kammersatzes; 
die  yereinte  Kirche  Ton  Gnesen  und  Fosen  ebenfalls  mit  Tausend  Gul- 
den ;  die  Kirche  zu  Breelat^  mit  Tausend  Einhundert  [sechs  und  sechzig] 
und  Zwexdijttel  Gulden  ;  die  Kirchen  von  Triery  Munsiery  Paderbom, 
Kulm  und  £rmland«  jede  su  3echahundei$  aechs  tmd  aeohaig  undZwei- 
drittel  Gulden.  ,  "" 


291 

Ut  aittem  emicta  a  Notria  nt  BHpra  cKiporifa  ritdy  felicitery 
me  celeriter  ad  optatnm  exitam  perducautar  snpradicto  /ostpho 
Episcopo  Warmiemi  hamm  Literaram  Exeqoiitori  deputato 
omnes,  et  ringulas  ad  hujnsmodi  effectum  necessarias,  at  oppor- 
lunas  concedimns  facoUateSy  mt  praeTiia  reApectivis  dotationibus 
per  In&trnmenta  in  yalida  Regni  forma  exaranda  ad  >  uniuscu- 
juaqiie  Ecclesiae  cum  auo  Capitulo ,  aive  erectionem ,  aive  no* 
Tam  ordinationem  9  ac  respectivi  Territorii  Dloeceaani  circum- 
acriptionem  procedere,  aliaque  omnia  ut  aupra  ordinata  per- 
agere,  atque  statuere  delegata  sibi  Apostolica  auctoritate  libere^ 
ct  liqite  possit  et  valeat;  atque  ulterius  ipsi  Josep/io  Episcopo 
faicultatem  pariter  tribuimuB,  ut  ad  pleni^m  rerum  omnium  in 
Locis  praeaertim  ab  ejus  reaidentia  remotia  executionem « unam, 
eeu  plureSy  peraonam  vel  personas  in  aimili,  vel  alia  Dignitate 
Eccleaiaatica  conatitutam^  Tel  constitutaa  aubdelegare,  et  tam  ipse 
Josephus^  quam  persona,  velpersonae  ab  eo  sic  subdeleganda,  vel 
enbdelegandae  super  quacumque  oppositione^  in  actn  execuLionis 
hajusmodi  quomodolibet  forsan  oritura,  servatis  tamen  de  jare 
aervandis  etiam  definitivey  et  qdacumque  appellatione  remota 
pronunciare  libere  item^  ac  lidte  ppssiut,  et  valeant,  ac  qnilibet 
eorom  respective  possit  et  valeat. 


Auf  dass  aber  Alles,  was  bier  verordnet  worden,  gebSrig,  gut 
imd  bald  ins  Werk  gerichlet  werde ,  ertheilen  Wir  dem .  mehrgedach- 
ten  Bitchofe  Joeeph  von  Ermland  y  als  angeordoeten  Vollzieher  dieses 
Briefesy  alle  nnd  jede  Vollmachken,  so  zu  diesem  Geschafte  ndthig  oder 
dienlich  rind ,  auf  dass  er,  nach  vorg&ngiger  Ausstattung  mittelst  der, 
in  rechtsgnltiger  Form  abzufassenden  Urkunden ,  zur  Errichtung  oder 
neuen Gestaltnng  einer  jeden  Kirche ,  wie  auchihres  Kapitels,  desglei- 
chen  zur  Umschreibung  ihres  Sprengels  vorschreiten ,  auch  alles  Uebri- 
ge ,  wie  vorbeschrieben  ist ,  ausrichten  und  ordn^n  moge ,  als  wozu 
Wir  ihm  hiermit  Unser  apostoUsches  Ansehen  leihen.  Femer  legen 
Wir  Ihm,  dem  Bischofe  •Toj^A,  die  Befugniss  bei :  zu  desto  voUkom- 
mener  VolIriehUng  dieser  Sachen ,  zumal  an  Orten ,  die  von  seinem 
Aufenthalte  weit  entlegen  sind,  Eine  oder  auch  mehrere  Personen,  die 
in  gleicher  oder  anderer  kirchlichen  Wiirde  stehen ,  statt  selner  mit 
Vollmacht  zn  yersehen.  Und  sowohl  er  selbst  als  jenePersOn  oderPer- 
aonen ,  so  er  mit  Vollmacht  versehen  haben  wird ,  sollen  ermSchtigt 
aejn,  uber  jeden  Einwand ,  der  rielleicht  bei  Gelegenheit  der  VoIIzie- 
faimg  dieses  Briefs  gemacht  werden  diirfte,  mit  Beohachtung  jedoch  der 
Formen  des  Rechts,  sphlieislich  und  ohneVerstattung  einigerBerufung 
sn  erkennen. 

19» 


m 

Eidem  yero  Jotepho  Epiacopo  expresae  iii)iingimiu,  ec 
mandanin»  ut  exempla  singuloruin  actorum  tam  per  se,  qaam 
per  ab  eo  Subdelegatos  in  praeaentium  Literarum  exeoutlonem 
conGcienaorum  intra  Quadrimestre  ab  expleta  ipsarum  execu*- 
tione  ad  faan&Apostolicam  Sedem  in  authenUca  forma  transmit* 
tat  in''Arcbivio  Congregationis  rebua  Gonaiatorialibna  praepoaitae 
de  more  aaservanda. 

Fraesente/s  autem  Literaa,  et  in  eia  contenta,  ac  atatuta  quae* 
cumque^  etiam  ex  eo  quod  quilibet  in  praemiasia,  vel  ih  eo- 
rum  aliquo  jus^  aut  interesse  babentea,  Tel  quomodolibet  etiam 
in  futurum  babere  praetendentes  cujuavis  atatua,  ordiniay  condi- 
tipnis,  et  praeemineuliae,  ac  etiam  specifica^  expreaaa,  et  indi- 
yidua  mentibne  digni  sint^  illis  non  conseuserinty  aeu  quod  ali- 
qui  ex  ipsisad  praemissa  minime  voq^tiy  vel  etiam  nullimode, 
aut  non  satis  auditi  fuerint,  sive  ex  alia  qualibet  etiam  laesio- 
^is)  vel  alia  juridica  privilegiata,  ac  privilegiatissima  cau^ia,  co« 
lore,  praetextu,  et  capite  etiam  in  corpore  juris  clauso,  nullo 
unquam  tempore  de  subreptionis,  vel  obreptionis,  aut  nuUitatis 
vitio.  *seu  intentionis  Nostrae,  vel  interesse  babentium  consen*- 
aosy   aliove  quolibet  defectu  quantumvis   magno,    inexcogitato. 


Wir  machen  aber  auch  dem  besagten  Bischofe  Josepk  «ur  Pflicht 
und  gehieten  ihm ,  dass  er  Ahschriften  aller  Verhandlungen ,  so  sich 
auf  die  Vollziehung  gegenwartigen  Briefes  beziehen ,  sowohl  seiner  eig' 
nen  als  derery  die  er  statt  seiner  bevollmachtigt  haben  wird,  ionerhalb 
vier  Monate  nach  vollbrachter  VoIIziehungy  in  beglaiibigter  Gestalt, 
an  diesen  apostolischen  Stuhl  iiberschicke,  damit  solche  in  dem  Archiv 
der  Versammlung ,  die  iiber  die  Konsistonal  -  iMtgelegenheiten  gesetst 
ist^  altem  Gebrauche  gemass,  aufbewahrt  werden  mogen. 

£s  soU  aber  dieser  Brief  und  Alles  was  darin  enthalten  und  beschlos- 
senist,  weder  darum:  dass  die,  oder  die,  so  an  dem  Vorbesagten, 
ganz  oder  theilweifte ,  berechtigt  oder  betheiligt  sind ,  oder  auch  erst 
kiinftig  zu  seyn  behaupten  (sie  mogen  seyn  ,  wes  Standes  oder  Ranges 
sie  wollen ,  selbst  ausdriicklicher  und  namentlicher  Meldung  wiSrdig) 
nicht  darein  gewilligt ;  oder  dass  Einige  aus  ihnen  nicht  dazu  gerufen, 
oder  gar  nichty  oder  nicht  genugsam  angehort;  noch  selbst  um  Ver- 
letzung  Willen ,  oder  aus  einem  andern  in  den  Kechten  noch  so  sehr 
begunstigtem  Grunde,  Anschein,  Vorwand,  oder  Verfugung,  selbst  des 
geschlossenen  kanonischen  Gesetzhuchs,  weder  als  erschlichen,  oder 
nichtig  f .  oder  Unserer  wahren  Willensmeinung  lind  der  ]peistimmimg 
der  Betheibgten  ermangelnd^  oder  mit  einem  andern ,  noch  so  grossen 


295 

«ubfttantiali  y  «c  snbttantiaKssimoi  aive  eiiam  gc  eo  guod  ia 
praemiasis  Soleranitatea ,  *  et  quaectimque  alia  foraan  servanda, 
et  adimplenda,  minime  servata^  et  adimpleta^  «eu  cauaae  pro- 
pter  quas  praesentes  emanaverint  non  sufficieuter  adductae,  ve- 
reficalae,  et  just^catae  foerint/  notari,  impngnari|  aut  alias  in- 
fringiy  auspeadi,  restringi^  limitari,  vel  in  contrdversiam  vocari| 
seu  adversns  eaa  reatiluttonis  in  inlegrum^  aperitibnis  oris,  aut 
alind  quodcamque  Juris,  facti,  vel  justitiae  remedium  impetrari, 
aut  sub  quibusvisy  contrariis  constitulionibus,  revocationibuSy 
suspensionibus,  limitationibus,  decretis,  aut  declaralionibus,  ge- 
neralibus,  vel  specialibus  quomodolibet  factis  miniftie  posse  com- 
prebendii  sed  semper  «b  illis  exceptas  e^se^  tet  fore,  ac  tam- 
*quam  ex  Pontificiae  Providentiae  Officio  certa  scientiay  et  po* 
teatatis  plenitudine  Noatris  factas,  et  emanataS|  omnimoda  fir- 
mitate  perpetuo  validas^  et  eificaces  existere,  et  fore,  suosque 
plenarios  et  integros .  effectus  sortiri,  et  obtinelrey  ac  ab  omni- 
btts  ad  quos  spectat,  et  spectabit  quomodoHbet  in  futurum  per- 
petuOf  et  invioJabiliter  observarii  ac  supradictarum  Ecclesiarum 
Episcopia,  et  Capitulis  aliiique,  quorum  favorem  praesentes 
Nostrae  Litertfe  concernunt  perpetuis  futuria  temporibus   ple- 


und  wesenhaften  Gebrecben ,  xne  <$s  immer  aui gedacbt  werden  mogey 
bebaftet;  noch  auch  darum:  dass  die  Feierlichkeifcen  und  Formeu 
nicht  gehorig  beobachtet  UDd  voUbracht ;  oder  dass  die  Ursachen  ,  um 
derentwillen  Vorgedachtes  ergangen  ist  j  nicht  genagsam  angefuhret, 
nacbgewiesen  und  gerechtfertigt  worden ,  jemals  konnen  in  Anspruch 
genommen,  angefeindet,  entkraftet,  ausgesetzt,  heschrankt, 'beschnitr 
ten,  in  Zweifel  gezogen,  noch  dagegen  Wiedereinsetzung  in  den  vori- 
gen  Standy  Erlaubniss  zu  reden ,  oder  irgend  ein  anderes  Kechtsmittel 
der  Porm  oder  des  Thatbestandes  zugestanden  werden»  Auch  soll  die* 
ser  Brief  unter  die  Verfugung  der  ihm  etv?a  widerwartigen  Verord- 
nungen,  Widerrufe,  Suspensionen ,  Bieschrankungen ,  Aufhebungen, 
Ver&nderungen ,  Terfiigungen  und  Erklarungen,  allgemeinen  und  be- 
sonderen ,  keiftesweges  begriffen ,  vielmehr  ganzlich  davon  ausgenom- 
men  sejn  und  bleiben,  und  als  von  UnSy  aus  pabstlicher  Fursorge,  ge- 
wisser  Erkenntniss  und  Ffille  apostolischer  Gewalt  erlassen,  sich  durch- 
aus  vollkommner  Kraft  und  Gultigkeit  erfreuen,  mithin  zu  seiner  vol- 
len  Wirksamkeit  gelangen,  und  zukunftig  von  Allen,  die  es  angeht  und 
angehen  wird,  bestandig  und  unverbruchlich  Beobachtet  werden ;  auch 
den  Bischofen  und  Kapiteln  vorgedachter  Kirchen  und  anderen  darin 
mit  Gunst  bedachten  Personen  zu  ewigen  Zeiten  in  alle  Wege  zum 


294 

.niBsiine  «nffiragttri  jkbere,  «(wdeBfique  inijicr  praemiBsk  OBunbQSy 
et  siitgalMy  vd:  illerDm  caii&a  ab  aliquibaa  quayia  aacCoritate 
fdngentibua  qu6modolibet  raoleBtari,  perUirbari^  inqaietari^  vel 
impediri,  ..neque  ad  probetionem,  aea  verificationem  quorom* 
ctimque  in  iifldem  praeaentibua  narralorom  DuUateraia  unquan 
teneri,  neque  ad  id  in  judicio,  Vel  extra  c#gi|  seu  compelli  poa« 
ae,  et  ei  secua  auper  hia  a  quoquam  quavia  auctoritate  scien- 
ter  vel  ignoranter  contigerit  attentari  irritiim^  et  prorsoa  inane 
eaaei  ac  fore  yolumus,  atque  decernimus, 

Non  obstantibus  de  jnre  quaesito  non  toliendoy  de  snppres- 
sionibus  comtnittendis  bd  partes  vocatis  quorum  interest',  aliia- 
qoe  Nostrifl,  et  Gencellariae  Apostolicae  regulis,  nec  non  dicta^ 
rnm  Eeclesiarum  etiam  confirmatione  Apostolicai  vel  qtiavis  fip- 
mitate  alia  roboratis  fltatulis^  et  consuetudinibus  etiam  immemo- 
rabiiibus  privilegiis,  quoqne  Indttllis,  et  Concessionibos  quam- 
vis  specifica,  et  indiyidua  mentione  drgnisi  omnibusque  et  sio- 
gulis  ApostoliciSi  ac  in  Synodalibus,  Provincialibus,  et  Uniyep- 
salibus  Conciliis  editis  specialibusi  vel  generalibus  Constitationi- 
buS|  et  ordinationibuSy  quibus  omnibusi  ct  singulis  eorumque 
totis  tenoiibusi  ac  fomdsy  ttiam  ai  'specialiS|  speoifica,  et  indi* 


Njatien  gereichea,  Sie  sollen  -dalieri  ia  BetrefiP  des  Vorgedacbten  und 
aus  de^sen  Anlass  vbn  Niieinanden ,  er  sey  welches  Ansehens  er  wolle, 
helastiget,  gestdret,  heunruhigt  oder  gehindert  werden;  auch  nicht 
sum  Beweise  joder  zur  BekH&ftigung  dessen.,  was  in  diesem  Briefe  ge-^ 
schiehtlich  angeffihrt  ist,  verpfUqhtet  seyn ,  und  d^zu  weder  im  Ge- 
richte  noch  aussergerichtlich  jenyds  konnen  angehalten  werden*  Und 
falls  es  sich  zutriige,  dass  JemaqA,  welches  Ansehens  ^r  auch  sey,  wis- 
sentlich  oder  unwissentlich  hiergegen  handelte;  soU  solches  als  null 
und  nichtig  angesehen  werden. 

Auch  soU  nicht  dawider  seyn :  |,dass  wohlerworhene  Rechte  nicht 
aufzuheben/'  ferner:  ^dass  bei  Suppressionen  die  Betheihgten  zu  h5* 
ren^'  uud  was  dergleichen  Unserer  und  deif  apostoiiscl^f^n  Kanzlei  Re- 
geln  mehr  sind.  So  auch  nicht  der  gedachten  Kirchen  mit  pabstlicher 
oder  sonatiger  Bestatigung  versehene  Statuten ,  uralte  Gewohnheiten^ 
auch  Privilegien ,  Indulte  und  Verleihungen  von  noch  so  besoo^derem 
Inhalti  selbst  ausdriicklicher  Meldung  Wtirdige.  Auch  nicht  die  von 
den  Pilbsten  und  in  den  Provinzial.  oder  General-Synoden  ausgegangene' 
Verordnungeu  und  Beschliisse  aller  Art,  die  Wir  vielmehr  sammt  und 
sondeisi  ihrem  ganaenlnhalte  uud  ihrer  Form  nach,  imd  (dafem  deren 


▼idoa  fkMDtio^  aea  qDHvis  alaa  fBsqireisio  liil^miday  «iit  aliqua 
alia  ezqinsita  forina  ad  hoc  aeryaada  foret  illoraio  tenoree ,  ac 
ai  de  verbo^  ad  ▼erbum,  niliil  penitua  oaiiMOy  et  fonnay  in  illb 
tradiUy  Obeenrata,  inaerti  forent^  praes^ntibaa  pro  expreeflia  ha<^ 
beiltee  ad  praemisaoram  Qmniam,  et  singaloniiQ  effectum  latie- 
aimey  et  pleiUBeime»  ac  epecialiter,  et  expreue  ex  certa  scientta» 
et  poteatatia  plenitudine  paiibus  derogaimis ,  at  derogatom  esae 
dedaramiia^  caeteriaque  contrariia  quibuacumqne, 

Yolamas  praeterea,  ut  Iianim  Literaram  Nostramm  TVan- 
aDmptia,  etiam  impresaiey  manu  tamen  alicajae  Notarii  Pablici 
aubscriptia,  et  Sigillo  Personae  in  Ecclesiaatica  Dignitate  con- 
atitntae  munitiai  eadem  prorsus  fides  ubique  adbibeatur,  quae 
ipaia  praesentibus  adbiberetur  si  forent  exbibitae  vel  ostensae* 

Nulli  ^go  omnino  bominum  liceat  banc  paginam  Nostrae 
aoppressionifey  eztinctionis,  anouUationiSjj  restitutionis,  erectionisy 
uiiionist  diemembrationis,  disjunctionis.  separalionia ,  aggregatiO'- 
niSy  applicationisy  circumscriptionis,  coneeasionisy  Induiti,  elar- 
gitionisy  assignationis ,  suppletionis^  sabjeclioais,  attributionis, 
statuti,  declarationis,  commissionis^  deputationis ,  Handati,  De- 
cretiy  derogationis,  et  voluntatia  infringere,   vel  ei  ausu  temera^ 


betoadere  aoidHLokliche  mid  eigentliclte  Emihnnng  nlHbig  odev  daau 
eine  andere  besondere  Weise  erfordeErlich  nUxe)  gleich  als  ob  ihr  TnhaH 
▼on  Wort  zu  Wbrly  nichu  ausgelasseny  hier  eingetragen,  und  in  jener 
Form  geuau  beobachtet  worden  ware ,  aus  apostolischer  Gewalt,  soweit 
es  dessen  sur  yollziehuDg  und  Ausffihrung  ijles  Vorgedachten  bedarf, 
faierdurch  glinzlich  entkraften ;  wie  auch  in  glelcher  Weisa  alles  Oebri* 
IfCy  was  Obigem  eatgegenstehet. 

Auch  wollen  Wir,  dass  den  Ahschriften  dieses  Briefes,  selhst  Ab- 
d^ucken,  die  dnrch  Unterschrift  eines  olfentlichen  Notars  beglaubigt, 
und  mit  dem  Siegel  einer  Person,  die  in  kirchlicher  W&rde  steht,  ver- 
sehen  siudy  uberall,  wo  sie  dargereicht  und  vorgezeigt  werden,  gleicher 
Glaube.  wie  der  Urschrift,  zu  Statten  kommen  soUL 

Niemand  also ,  wer  er  auch  seyn  moge , ,  soll  diesen  Unsem  Brief 
derAnfhebuQg,  ErllSsohui^,  Vernichtuug,  Herstellmig,  Erriehtungy 
Vereinigung,  Theilnng,  IVeimnng,  Absonderung,  Beiftigung,  SSuwen* 
dung,  Umschreibung,  Verleihui^g,  Verstattung,  Gewabrung,  Udser- 
weisung,  Erganznng,  Unterwerfuug^  Beilegung,  Satzung,  ErklKrung, 
Ueberlassung,  Ahordaung  und  Beaulil^agUBg ,  Befchliessung^  Aufhe- 
bung  nnd  Willenfausserung,   aiif  irgend  eine  Weise  brechen  oderire«' 


iMvcbntikiiiaf^i  sii«p|ii:^«xttiii  hocattiiitHre  pnefmiq^Mrit  j^di* 
gQationem  Omnipotentie  Dei',  ae  Beatoruin  Petri  el  Panli  Apo- 
atolanxiii  ejtir  se  neyerit  incmennmi, 

.  iLiDalnni  lLdniee>  apod  8anct«n  Mariam  Majorem  Jbiao  In* 
carnalmiie^^Daminicae  milleainio  octingentetjmo  Vigeaimo  primo 
Dedmo  Septimo  Kalendae  'Aognati»  PontificatBa  Noetxi  Anno 
VigeaSmo  eeonndo^ 


Ttotlich  dagegen  handeln.  '  Wer  aber  tolches  zn  thun  wagt,  toll  wis* 
cen  y  dasf  er  die  Ungnade  ^'^  allmMcIitigen  Gbttet  und  teiner  heiligen 
ApottelPetrut  und  Paulut  auf  tich  lenke. 

Gegeben  Hom  an  der  Kircbe  der  heiligen  Maria^  der  Aelteren, 
im  Jahre  nach  der  Menschwerdung  d.  H.  1821.  den  16L  Tag  det  M. 
Juliut.     Unteret  Oberhirten-Amtet  im  S2i  Jahre.  x 

« 

2. 

Kdmgliche    Sandion    iforHel^ender    pdpstUcken^  SuUe,     datirt 
Berlin  den  28.  Auguet  1821  *). 

Da  die  Mir  Ton  Ihnen,  vorgelegte  pabstKche  Balle,  welche 
mit  deu  Worten:  de  salnte  animarum  anhebt,  und  aut  Rom 
Tom  16teh  Jali  d.  J.  (XVil.  Cal.  Aug.)  datirt  itt,  nach  ihrem 
wetentlichen  Inhalte  mit  jener  Verabreduag  zasammenBtimmt, 
die  unter  dem  25sten  Mar2  d.  J.  in  Betreff  der  Einrichtnng^ 
Auflttattting»  und  Begranzung  der  Erzbisthiimer  und  Bitthiuner 
der  'KathoHschen  Kirche  des  Staa'ts,  nnd  aller  darauf  Bezag  ha- 
benden  Gegenstande,  getroffen;  auch  Ton  Mir  bereita  nnter  dem 
9ten  Juni  d,  J.  genehmigt  woi^den  itt;  to  will  Ich,  auf  Ibren 
Antrag,  auch'  dem  wesentlichen  Inhalt  dteser  BuUe,  namlich 
dem,  was  die  auf  Torerwahnte  Gegeiutande  sich  beziehenden 
aachlichen  Verfngungen  betrifit,  hierdurch  Meine  Kbnjgliche  Bil. 
lignng  und  Sauction  ertheilen,  Kraft-  deren  diese  Veriugungen  ale 
bindendet  Slatut  der  Katholischen  Kirche  des  Staats  Ton  allien 
die  es  ang^ht  zu  beobachten  sind. 

Diese  Meine  K^nigliche  Billigung  und  Sanction  ertheile  Ich» 
Termoge  M^iner  Majettatsrechle,  und  diesen  Rechten,  wle  auch 


**)  Ansder  <yesetz-SammIao^  fiir  die  Konifilichen  Prenstischen 
Staateo,  Nom.  12, 1821. 


897 


iJled  McHm  UnierCliamn  Enngelisdisr  ifidijnraii  ii|iAidar<JB^«i* 
gelucben  Kirche  des  Staatft,  «nbetclietlelw  •  .  ,;'  <)  i;. .  i< .  .  .f^ 
Demnach  iat  ein  Abdrock  dieserBttlle'!»  ilte-  'CeseftMnfaiik 
lung  aufzanehmeny  und  fiir  die 'Aua£ahrung'idfiiif8elbBa  vdiirch 
daa  Ministerium  der  geistlichen  AngeltgeiihQiten  i^tt' iBoirgcm;' 
Berlio,  den  23ftten  AngBBt  18&1-  *       'u-^        ^  *  '^ 

FriedrtQ.A  IFilbslm^  f 
An 
den  Staats-Kanzler  Herrn  Fursten 

f  07»  Hardenherg^  .     .  .    .       ,    . 


j.i 


Urhunde  des  Hanhdvriachen  Konkordate.  *>  •  * 

JBulla  circumscriptionis   Dioecesium   Hegni    Hcmnovermim 
Leo  Episcopusy  Servus  SerYorum  Dei. 

^d  perpetucun   rei  memoriam, 

Impeosa  Romanorttm  Po;itifiQum  sollicitndo,  qna  in  uni- 
Tersae  Catholicae  Ecclesiae  bonum  advigilant;  ad  ea  procutafid^ 
ipsoy  compellit,  -  quibus  fidelis  Populi  commodiUti  ^oofulatur 
ut  pro  locorum,  ac  temporum  rati^ne  faciliua  ad  ea  pertrahfi- 
tnTf  quae  sint  Divini  Cullus,  quaeque  ad  aeternaoi  aniiparmyi 
aalutem  valeant  conducere,  Hinc  assiduis  ipai  studiia,  in  jfi 
aemper  connisi  sunt,  ut  Dominic^  Gregi  nunquam  deesaent  £a- 
atoresy  qui  eum  in  salutaria  pascua  ^cducerent^  et  in  j^ialjLti^ 
aemitis  r^tinerent- 

Id  saue  potissimiun  intendit  Praedecessor  Noster  felicis  ra- 
cordationia  Piue'  Septimus  ,pro  cura,  quam  in  Religionia  ntilita- 
tes,  ubi,  maxime  de  ipsiua  discrifaiine  metuendum  videbatip;> 
enixe  impendebat^  quando  post  telerrimas  praeteritorum  tem^f»- 
rum  calamitates  omnibus  in  tota  Germania  Episcopalibus  Sedi- 
bus  opportune  prospicere  studnit^  cogitationesque  auas  pariter 
conyertit  ad  duas  antiquitate^  et  dignitate  praestantes  Ecclesiaa 
Hildesimensem  scilicet^    atque  Osnabrugensem  ^    qnae  usque  .a 


*)  AuB^Vroaie^SuIehojfz    Groodaatze    des  .  gemeinen  ,Kir« 
cbenrechts  der  Katholiken  nnd  BTanaeliscben.    iStlunsten 

'flftM  .  .  *  -  l-    .f 


1888. 


I 

QtKoli  liagfil  «evo  10801  dacnnt  origtnem,    qnteqiie  nnnc  «ntrn 
fines  HaDnoveriani  Regni  continenlur. 

Re  propterea  collata  cam  Serenidsimo  Georglo  Quarto  Re^ 
gnorum  Magnae  Brittaniae,  et  Hiberniae  unitorum,  nec  non  Han- 
noverae  R^ge^  ac  Brunswicensi,  et  Luneburgensi  Duce,  lauda- 
tus  pontifex.  auditia  etiam  nonnulliji  ez  Venerabilibus  Fratribus 
Moatria  Sanctae  Romanae  Eccleaiae  Cardinalibua ,  de  faciliori 
ratione  deliberaiidum  censuit,  quae  in  tanta  ^rerumi  conversione 
occnrrebat,  Unice  ad  binaa  illaa  Epiacopales  Sedea  cum  auia  Ca- 
pitulia  aliquo  pacto  conaervandaa ,  atque  ad  dotem  ipaia,  ac 
Dioeceaea,  quo  posset  aptiua  praeliniendaa. 

Cumque  f^oa,  meritia  lictt  imparibuSi  ad  Snmmi  Pontifict- 
tna  apicem  Divina  aio  diaponente  benignitate  faerimoa  evocati, 
in  id  etiam  aedulo  incumbere  diebuimna,  ne  de  illa  Catholici 
Gregia.  portione  minua  aollicili  videremur.  Perspeximus  quidem 
•  Sacrorum'  Canonum  rigore  haud  mediocriter  temperandum 
fuiaaei  multumque  locorum»  temporum,  ac  peraonarum  condi- 
tioniy  aliiaque  id  genus  peculiari|>ua  adjnnctia  tribnendam;  Aat 
cnm  maxime  congruat,  Praedecosaorum  vestigiia  inhaerere,  at- 
•que^ad  exitum  perducere,  quae  Piua  Septimus  morte  praeven*- 
tus  nequivit  Apoatolicae  Auctoritatia  munimine  roborarOi  novum 
in  Hannoveriano  Regno  £cclesiamm|  et  Capitulorum  atatum 
novosque  Dioecesir.m  limites  ad  eorum  normamy  quae  laudatoa 
Praedecessor  duxerat  admittendai  constitoi  neceas&rium  con- 
epeximus. 

Habentea  igitur  pro  expressia,  ac  de  verbo  ad  verbum  pro:* 
latis  iis  omnibusy  quae  praedictarum  £cclesiarum|  et  Capitulo- 
rum  antenora  jura,  privilegia,  ac  praerogativaa  respiciunt|  et 
consensui  aupplentes  eorum  omniumy  quorum  interstt,  de  Apo- 
atolicae  potestatis  plenitudine,  praevia  omnimoda  auppresaionei 
extinctionei  et  cessatione  prioria  statns  earundem  Ecclesiamffl| 
et  Capitulorumi  decernimusi  quod  ex  nunc  in  posterum  Capi- 
tulum  Calhedralis  Ecclesiae  Hildesimensis  efibrmetur  ab  unica 
Dedanatua  Dignitatei  et  Sex  CanoniciS|  ac  quatuor  VicariiS|  seu 
Praebendatia. 

Mensae  Episcopalia  annui  redditus  emnt  in  Summa  Qua- 
tnor  mille  thalerornm    monetae   cbnventionalisi   ut  infra   perci« 


/ 


jpMndonuDy    «c  iiMHiper  «edes  prp  decenti  bMMiiHifif  ai  mn 
a^dinty  noviter  Episcopo  erant  «ittribaendae.  .        i 

DecaiMis  .Capitoli  Gathedralia  annuo  redditu  Tlialerorum 
inille  quiogentoram  nonetae  conventionalis,  duo  Canonipi  Senio- 
rea  mille  qiiatuorcentam ,  tertiusy  etquartus  Canonicus  mille^ 
po^remi  duo  Canonici  octingentorum ,  ac  quatuor  Vicariiy  «eu 
Fraebendati  quatuorcentum  ut  infra  ^percipiendorum ,  reapective 
^udebunt,  atque  inai^per  Decanaa,  'quiiibet  Canonicua,  et  duo 
Vicarii  ia  ordine  priorea  Domos  habebunt,  unicuique  eorum 
Fraebendae  aasignandaa,  * 

^Ad  hujusmodi  autem  redditu»  constituendos  praefatua  G«or- 
giM  Rez  apopondit  intra  quadriennium  a  data  praesentium  nu- 
merandom  lot  FundoSy  ac  bona  ^bilia^  Pecimas^  et  Censua  rear 
lea  iisdem  £pi8copo>  et  Capitulo  ea^  qua  aingalis  par  eat  quan^ 
titate,  se  traditurum,  qnot  praedictia  annuis  adsignatia  redd»* 
tibns  ab  omni  cujuscumque  geqeris  onere  proraus  liberis  et  inh* 
munibus  respondeant^  ita  tamen,  ut  antea  per  infrascriptun 
harum  Literarum  Exequutorem  Apostolicae  Sedia  judicio  subji* 
ciantur,  quo  accurate  perpeosa  necessariam  ab  ipsa  adprobatlo- 
nem  nanciscantnr.  Interea  vero,  donec  isthaec  redditiium  ad*- 
signatio  in  Fundis  ac  Bonis  st^bilibus,  Decimis,  Censibusque 
JE^ealibus  locum  faabeat,  memoratae  Summae  Episcopo,  et  Capir^ 
tulo  a  Thesaaro  Regio  quotannis  in  pecunia  numerata  integr^ 
ac  libere  eront  persojvendae.  - 

Quod  vero  spectat  Ecclesiam  Osnabrugensem ,  quoniam 
praesentes  rerum  circamstantiae  atramque  Ecclesiam  dotari 
posse  non  einant,  nova  ipsius  Osaabrugensis  Epkcopalis  Men- 
aae,  Capituli,  ac  Seminarii  dotatio  sospensa  perstet;  usquedmB 
)iecessaria  ad  id  soppetant  media,  quo  casu  in  fondis,  bonia 
atabilibus,  decimis,  ceDsibtisque  realibus  erit  perficienda.  Atqae 
tanc  Osnabrngensis  Episcopua  non  secus  ac  Episcopoa  Hildeair 
mansis  annuo.reddita  Quatuor  ^illium  Thalerorum  monetae  con.- 
wntioiialis  in  supramemoratia  bonis  gauddbit,  Capitulum  eodedl, 
«c  HildeaimeBse  Capitularium^  et  Vicariorum  nomero  coa« 
atabit,  •paresque  red4itas  annui  eisdem  respective  asfligoaban* 
tur;  nec  Joon  Episcopali^  Seminario  ea  reddituiim  anhua  suoMna 
^boetux,  .  ^uae  iiec^aa6i(alibua.9  et  ulilitati  Oioecesia  valeat  re- 
apoo^eve*  . 


300  • 

QiiJinidki  Mttem  £pi8Cop$tiu  Osnabrugensie  dotatio  •mpens^ 
man/ebit,  £pi8copa1i  Menaae  Hildeaimenai  aogmentum  bismille 
Tbalerorum -e  Bonia  Eoclesiaaticia  in  Proviacia  Osnabrugenu 
fitia  percipiendoram,  itemque  Decano  Hildesimensia  Capituli 
fiugmentum  tercentum  Tbalerorum  assignabitur,  ab  ipais  annua— 
tim  respective  percipiendorum ,  perdurante  tantummodo  prae* 
dicta  dotationia  £piacopati|B  Osnabrugenaia  auapenaione. 

^tque  interea,  ne  Dioeceaia  Oanabrugenaiay  cui  ob  eas  ra— 
tionea  deaignart  in  praeaena  Antiatea  nequit,  legitimo  careat  Rei 
Sacrae  regimine,  mandamua,  ut  Venerabilia  Frfiter  Carolua  d^ 
Gruber^j  Epiacopua  Parenaia  in  partibua  Infidelium,  ejuademquja 
Oanabrugenaia  Ecclesiae  auffraganeua  Dioeceslm  ipaem,  qnoad. 
Tixerity  gubernare  prosequatur^.  eoque  deJFuncto  HildeaimensiA 
pro  tempore  Episcopua  Dioecesim  quoque  OsnabrugenseiA 
facultatibns  ad  id  ab  ApostoHca  Sede  qualibet  viee  aibi  spe* 
ciatim  delegandis  administrare ,  suumque  Vicarium  in  Spi— 
ritualibua^  Getiefalem,  qni  in  Giyitate  Osnabrugensi  resideat^ 
debeat  adsciscere.  Qui  quidem  Vicarius,  dummodo  vere  dignus, 
et  idoneus  judicatus  fuerit,  a  Romano  Pontifice  titulo  alicujus 
Episcppalia  Ecclesiae  in  partibus  Infidelium,  servatis  omnibus 
servandia,  decorabitur  ad  boc,  ut  Pontificalia  in  ipsa  Civitate, 
et  Dioecesi  Osnabrugensi  excrcere  possit,  et  valeat.  Eidem  id* 
circo  Vicario  Generali  Osnabrugensi  pro  sua,  et  Episcopalis  Ca* 
riae  dotatione  annua  persolvenda  erit  summa  trium  millium 
Thalerorum  monetae  conventionalia  a  praelaudati  Serenissimi 
Regis,  liberali  munificentia  promissa ,  v  quae  in  ipsius  Vicarii  Ge- 
neralia  congruamj  et  in  annuam  laboribus  respondentem  merce- 
dem  Ecclesiasticorum ,  qui  suam  eidem  in  ea  procuratione  ope- 
ram  commodabnnt  erit  impen.denda« 

Donec  autem  proprium  Osnabrugense  Seminarium  erigi  po* 
taerit,  bujnsce  Dioecesis  Clerici  alentur,  atque  educabuntor  in 
Ep^copali  Seminario  Hildesimen^,'  cui  propterea  bona,  ac  red- 
dituS|  quibus  actu  gaudety  iiitegre  conservabuntur :  quod  idem 
dictum  volumua  de  bonis  ac  redditibus  in  tuitionem  Aedium 
Sacrarumy  tam  Hildesimensis  ^  quam  OsnebrugenAis ,  atque  in 
sumptus  Divini  Gultus,  ac  Ministrorum  mercedem  adsignatia. 
'  '  Quotiescumque  vero  aliqua  ez  aupradictia  Sedibua  Episco- 
palibtts,  tam  Hildesimensi,  quam  Osnabrugenai,  quae  ambae  per* 


301 

]><tai8  faturis  tempodbaa  iinmediate  sobjectae  enint  Apostolicae 
Sedi*  ▼acaverif,  illius  Call^dralis  Ecclesiae  Capituldm  iulra  Men- 
•em  a  die  vacatiouis  complutandum  Regios  Ministroa  certiores 
fieri  carabit  de  Dominiboa  Candidatorom  e  Clero  totioa  Regni 
selectonimy  quorum  unusquisqne  trigeaimum  .suae  aetatia  annunli 
ad  minimum  compleverit^  et  indigenatu  praeditns  sit,  studia  in 
Theologia,  et  Jure  Canonico  cum  laude  absolverit,  curam  ani« 
maram^  aut  munus  Professoris  in  Seminariis  egregie  exercuerit, 
aut  in  administrandis  negoliis  Ecdesiasticis  excelluerit,  optima 
fama  gaudeaty  sana  doctrina^  et  integris  sit  mdribus.  Ac  si . 
forte  aliquis  ex  Candidatis  ipsis  Gubernio  sit  minus  gratus,  Ca. 
pitulum  e  catalogo  eum  exponget^  reliquo  tamen  manente  suf- 
ficienti  Candidatorum  numero,  ex  quo  noyus  Episcopns  jelegi 
▼aleat  Tunc  vera  Capitulum  ad  Canonicam  Eiectionem  in 
Episcopum  unios  ex  Candidalis,  qui  supererunty  joxta  consue- 
tas  formas  procedety  ac  documentum  electionis  in  forma  au- 
thentica  intra  melisem   ad  Summum  Pontificem  perferri  curabitj 

Confectio  autem  Pi*ocessus  informativi  super  qua|itatibus 
Promovendorum  ad  regimen  Episcopalium  Ecclesiarum  Regni 
Hannoveriani,  vel  £piscopo  alterios  Sedis  noxi  vacantis,  vel  Eo 
desiastico ,  iliins  ^egni  Viro  in  Dignitate  constituto  a  Romano 
Fontifice  comtaittetur,  et  ad  formam  Instructionis  ab  Apostolica 
Sede  in  singults  casibus  transmittendae  exarabitur,  quo  accepto 
Sumnras  Pontifex,  si  compererit  Promovendum  instroctum  iis 
ddtibusy  qnas  Sacri  Canones  in  £piscopo  requiruiit,  eum,  Q^o^ 
citius  fieri  poteri^,  juxta  Itatutaa  formas  per  Apostolicas  Litte-^ 
raa  confirmabiti 

Si  vero',  aut  Electio  minime  fuerit^  Canonice  peracta,  kht' 
Promovendus  praedictis  dotibus  instructus  non  .reperiatur ,  ex 
speciali  gratia  indulgemus,  quod  Catbedrale  Capitnlum  ad  novam 
Electionem  ut  sopra  Canonica  melhodo  valeat  prpcedere. 

Novas  Episcopus  ab  altero  Regni  Episcopo  jam  consecrato; 
atque  facaltatem  expresse  ad  id  ab  Apostolica  Sede  habent^^ 
asaiatentibus  duobus  aliis  Episcopis  ad  hoc  rogatis,  et  in  eorum 
defectum  duobus  Praelatis  Pontificalium  usQm'  Habentibus,  T^l' 
bis  quoque  deficieiitibus  duobus  Presbyteris  t'  Regni  Clero  in 
Ecdesiastica  Dignitate  constitutisy  consec^rabitut^ ' 

la  Gipkabriam  nomerom  alii  uoii  admittenlur,    nist  qui 


Wl 


indigenatn,  «t  qvalHfltibus  a  Sfacrls  Carfonibtis  reqtiisitia  praediti 
fliinty'  tn^fft  eahem  annonun  aetatem  habeant,  et  in  Preabyte— 
ratiia  Ordine  aint  conatit^tiy  qaique  in  exercenda  cnra  Anima-- 
rum,  vel  ifif' alio  obeundo  Eccleaiastico  MiniBteriOy  vel  Profesao- 
tia  uKinere  in  Seminario  Episcopali  conspicuos  sese  reddiderint. 

Quotieacamque  vero  DecanatuSy  aut  Ganonicatas,  vel  Vica- 
riatus  in  Gathedralibua  vacaverit,  Episcopiis,  et  Gapitulum  aU 
ternia  vicibus  intra  sez  hebdomadas  a  die  vadationis  proponent 
qualtaor  Gandidatos  supraenuntiatis  praeditos  qualitatibus.  Quod 
fli  ferte  aliquis  ex  ipsis  Gandidatis  Gubernio  invisus,  aut  suspe- 
ctus  sity  id  quamprimum  Episcopo .  respecti ve ,  aut  Gapitnlo  in-> 
dfcari  potent,  ut  expungatur:  tunc  aulem  Episcopus  ad  colla- 
tionem  Decanatus,  Ganonicatns^  aut  Ticariatus ,  vel  respective 
Gapitnlum  intra  quatnor  faebdomadas  procedet  ad  nominationem 
uBiua  ex  Personis  Gubernio  non  invisis,  nec  auspectia,  coi  £pi« 
scopus  canonicam  dabit  Ii^stitutionem. 

,Ad  novam  nunc  procedendo  circumscriptionem  Dioecesium 
Episcopatus  Hildesimensis ,  qui  actu  a  Venerabili  Fratre  Fran^ 
cisco  EgOTU  a  Fiirstenberg  moderno  ejus  Episcopo  guberuator^ 
et  Osnabrugensis^'  qui  suo  a  pluribus  annis  orbatus  Pastore  a 
anpramemorato  Carolo  Episcopo  Parensi,'  ac  ejusdem  Osnabro* 
gensis  Ecclesiae  Sufiraganeo  com  Apostolicis  sibi  delegatis  fa^- 
caltatibus  adminislratur,  praevia  dismembrationey  separatione, 
ac  immutatioife  a  quorumcumque  Metropolitanorum ,  Episcopo-» 
nun,  seu  Oidinariorum,  ac  Vicariorum  Apostollcorum  jorisdi^ 
etione,  aoperioritate^  ac  potestate  omnium,  et  aingularum  Givf>« 
tatum,  Terrarum,  ec  Paraeciarum  intra  Begni  Hannoveriani  li-* 
liiites  comprefaensaram  decernimus^  prout  a  Vio  VIL  Praed^ 
ceasore  Nostro  designatum  fuerat,  ut  Regnum  ipsum  in  doas 
omnino  Dioeceses  a  cursu  fluminis  Visurgis  vulgo  —  Weser  — 
nuncopati  tanqnam  suis  limitibus  separatas  dividatur,  ita  ut  Pai» 
raecifr^  ad  dezterailin  ejusdem  Fluminis  partem  sitae  Dioecesi  Hil- 
desimensi,  Paraeciae  aatem  ad  sinistram  Visurgis  Ripam  positae 
Dioecesi  Osnabrugensi  respective  assignentur^  pro.ut  sequitur, 
videlicet: 

Dioecesia  Hildesimensis  efformabitur  a  sequentibas  quinqua"- 
ginta  quinqae  Parochialibus  Ecclesiia  ad  ipsam  Hildesimensend 
Dioecesim  jam  pertiuentiba8|    nempe  -~  Achtum  •—  Adlum  — 


809 

Ahrbergen  —  Grotft-^AIgeiiBUsen  r«  Itel  ~  Beiienetedt  ~  Belt^ 
.  ninr  *— Bilderlah  —  Bokenem  . —  Bolziun  -r-  Borsiyn  -^  QeU* 
furt  —  Dingelbe  —  Dinkler  —  DorsUdt  —  Gjrow-^Diiogeii.-*" 
Emmerke  — -  GroBs-Giesen  —  Grasdorf'  -—  Graahoff  -—  Gro- 
nau  —  Goslar  —  Harsum  -^  Heinig  —  Ecdeeiaie  Cathedralia 
—  S.  Godehardi  —  S,  Magdalenae  —  SSmae  Crucis  —  in 
Givitate  Hildesheim  sitae  —  ilennekenrode  •—  Bimmelistfaur  '^ 
Hohenhameln  —  Hunnesriitk  —  Itzom  —  Lamspringe  —  Lie- 
benburg  —  Marienrode  —  Moritzberg  —  Ottbergen  —  Peina 
Poppenburg— -  Bingelheim  —  R^the  —  Schladen  ^  Soder  -^ 
Sohre  —  Sorsum  —  Sottrum  —  Steinbruck  —  Vienenbur^  ~ 
GFOSS-Yorste  —  Westfeld  —  Wiedelah  —  Winzenburg  -^ 
Wohle  —  Woldenberg  — ;  Atque  insupei^  a  viginti  Paroohiali* 
bus,  ac  tredecim  Guratis  Succursalibus  nuucupatis  Ecclesiis  in 
Proyincia  Eichsfeldiae  positis,  et  antiquae  Metropolitanae  £ccle» 
siae  Moguntinae,  seu  Batisbonensi  olim  subjectia,  quae  in  prae» 
sentiarnm-a  Veherabili  Fratre  Carolo  Friderico  de  Wendt  £pi^ 
scopo  Basinopolitano  in  partibus  Infidelium,  ac  Hildesimensis  £o 
clesiae  Suffraganeo  uti  Vicario  Apostolico  administrantury  vide- 
licet  Paraecia  —  Duderstadt  —  cum  tribus  Snccursalibus  £c- 
clesiis  —  Gerblingerode  —  Fisslingerode,  et  —  Westerode  •** 
nuncupatisi  ac  Paraeciis  —  Breitenberg  — -  Desipgerode  —  cum 
duabus  succursalibus  Bcclesiis  —  Werxhansen,  —  et  Esplinge* 
rode  —  denominatisy  nec  non  Paraeciis  —  Imminger^do.  — « 
Nesselroeden  —  Seulingen  -^  Seeburg  —  Bernshansen  —  cora 
auccuxsali  Germershausen  ^  atque  Paraeciis  -^  Lindaa  -?- 
Bilshausen  —  .Crebeck  ^  cum  succursali  —  Bodensee.  «t 
Farochialibus  £cclesiis  —  Wolbrandshausen  —  Gieboldehanatn 
«-  BoIIshausen  —  >Budenshausen  — >  Bhumspringe  —  cnm  sno- 
cnrsali  Hilkerode:  — -  Paraecia  quoque  — -  Fuhrbach  —  cum 
dnabus  succursaliboa  —  Langenhagen,  —  et  Brochthansen^  — 
nec  non  Paraecia  —  Oberfeld  —  cum  auccnrsali  —  Mingerode: 
-—  Paraecia  quoqne  —  Noerthen  cum  duabus  Eccleaiis  succniw 
aalibns^  ac  Paraecia  — -  Benshausen  —  Denique  a  tribus  Parae* 
ciis  M  Hannover  ~  GotUngen^  —  et  Celle  —  vulgo  nunciiR 
patis^  quae  hactenns  a  supradicto  modexsio  £p|scopo  Hildesif- 
mensi  Missionum  septemtrionalium  Viciaio  Apostolico  fuemnt 
'^  apiritnaUter  ^hernatae. 


bm,  Yidelicet  •£xtfDN«n«Mi  Ecdeeuie  Cetliedrelis,  et  Civkitis 
OmArHiieum  Isepte»  cowtiitente'  Pareecins,  qttarum  duae  re— 
jperiwtvT  inittvilate  ipaft  Orfnabitigensi^  reli^nae  vero  in  ipains 
Verritorio^  «HMeapanlni^uel  ~  BdJati  — *  Biasendorf  ~  Ruile 
*^  Sefaledihanaeiiy  «^  et  WaUeahorst  •*•  exDecanata  —  Iborg 
^  vulgo  dcnominalo  aeptem  pariter  complectente  Paraeciae^  nt 
ee^nitor  nimeapatas,  id  eet  ^  Borgloh  —  Glandorf  —  Glane 
Hagen  ^^  Iborg  —  Laer^  —  et  Oeaede;.  —  £x  Decanatu  *-» 
Fnrttenau— ^  undecim  aeqnentes  complectitur  Paraeciaty  nempe 
-^  Berge  ~  Fiirstenau  —  Mersen  ~  Neuenkirchen  —  Schwaga- 
dorf  ~  Vohhlage  ~  Alahausen  -<-  Ankum  -^  Badbergen  ~ 
B«-8aenbrack»  •*— '  et  Qnakenbrucl::  ~  Ex  Decanatu  -^  Vdrdeit 
'•^  nuneapalo,  qui  nndecim  sequentes  complectitur  Paraeciaa, 
Tidelicet  —  Lage  —  Malgarten  — :  Vorden  — -  Bomte  ~  HUn- 
tebnrg  «^  Osterkappehi  —  Sanctae  Ann^e  •—  Gesmold  —  Melle 
«*-  Biemsloh—  Wellingholthausen ;  — -  nee  non  partes  illas  Pa« 
raeciarum  •—  Damme^  —  et  Neaenkirchen>  —  quae  intra  li|ni« 
tea  Regni  Hannoveriani  reperiuntur;  £x  Archipresbyteratu  in- 
ferioris  Coroita^ua  »-*  Lingen  ~  duodecim  continenle  Paraecias, 
videlicet  —  Bawinkel  —  Beesten  —  Freren  ~  Lengerich  — 
Messingen  «—  Schapen  — •  Thpine  —  Baccum  — -  Bramsdie  — 
LiBgen  -—  Plantliinne,  —  et  Spelle;  — ■-  nec  non  ex  Vigtnti  ae«» 
ptemf  Paraeeiia  in  Districtu  de  '^  Meppen  ~  comprehensis,  et 
ad  Monasteriensem  Dioecesim  jam  pertinentibua  videlicet  — - 
Aachendorf  —  Beesen  —  Bokeloe  ~  Borger  -^  Dorpen  -— 
Emsbiiren  —  Haren  —  Haselanne  -*-  Heede  -^  Heralake  — «^ 
Beaepe  —  Holte  —  Laten  —  Lorup  —  Meppen  —  Papenburg 
•^  £colesia  Principalis,  ac  alia  ejusdem  nominis  Eocleaia  Sac^ 
cursalis  —  Rhede  —  Ruttenbrock  —  Steinbild  —  Sogel  — 
S<;hepsdor£P  —  Salzbergen  —  Twiest  —  Twiestingen  -—  Werl- 
te^  —  et  Wesuwe^  —  Tres  quoque  adjunguntur  Paraeciae  iii 
Frisia  Orientali  positke,  et  ptaefatae  Monasteriensi  Dioecesi  jam 
snbjectae/  quae  — '  Emden  —  Leer,  — -  et  Norden  —  vulgo 
mincapantiir.  £t  postremo  octo  Faraeciaey  quae  reperiuntur 
in.  Comitata  «—  de  Bentheim  —  aotu  a  Regno  Hannov^ano 
itt  temporalibua  depende^tea^  et  hactenns  a  praefato  Monaste- 
riensi  Episcopo  gubernataei  nempo  —  Bentheim  ^  Brandlecfat 


I 

% 


Ncaenhaut  —  Schattorf,  --  d  WiMjhmi ifto,-  4^  *  -i;i 

Fraedlctos  vere  Decanatuf,  Pavoedae^  <it  -  Loc»  Epiiioiyli 
pro  tempore  Hfldesimexi'*!,  et  OsDahm^osi  |n%  eimoi 'veaptdif 
ve  Dioecesibus  atiribnta,  eoroiDqao  Incolaa  alviMqiie  sexttsy  <tmM 
Clericos,  quaoi  Laicos  lisdein  £cclesiis,  eoraaiqae  I^esi^biie 
pro  suis  respective  Territorio,  Dioecesi,  Glero,  et  Popal*  per- 
petoo  assigaamosi  et  in  spirituslibus  omnimode  sttb|iciniasy  prof* 
ptereaque  statim  ae  praeseiUes  Litterae  plenariae  foerint  £ace& 
qnotioni  mandataey  omnis  Antiquorum  Metropolitanorumi  Ordit- 
nariorum',  Vicariorum  Apostolicoruni ,  sea  Administratorum  jo- 
risdictio  io  supradictis  lodsy  Decanatibnsy  et  Paroedis  cesaaiia 
debebit,  omnesque  tunc  facultates  in  LociS|  et  Partibos  ab  eo^ 
nun  jurisdictione  subtractis  nullius  roboris,  vel  momenti  aoK 
plius'  futuras  declaramus. 

Ut  insoper  commoditati  Fopulorum  sic  ut  supm  respectiTis 
Episcopis  subjectorum  consulatur»  praescribimas ,  ut  omniay  et 
singula  docomenta  respioientia  Ecclesias,  et  Loca<ut  sopra  di»-» 
membrata,  et  de  novo  applicata  a  veteribus  Cancellariis  extrahij 
et  Cancellariis  Dioecesium^  quibus  erunt  incorporata,  debeant 
opportnna  foroia  tradi,  atque  in  iis  p^rpetuo  asservari, 

Habila  modo  ratione  reddituum  Episcopalis  Mensae  HiMtf- 
•imenais  de  more  taxari  in  Florenis  septiogentis  quinqnaginti 
sex  aori  de  Camera»  et  hujusmodi  Taxam  ia  libris  CemerM 
Nosirae  Apostolicae  describi  mandamus.  Qopd  ver^  spectat 
£pi5CO[|alem  menssm  Osnabrogensem ,  qaai^do  loeus  faotos  fuo- 
rit  illioa  dotationi  ot-stipra  eouotialae,  Ecclesiam  ipsam  de  moro 
taxari  in  Florenis  sexcentum '  sexaginta  sex  Auri  de  Caoiera 
cum  duobtts  tertiisi  eamdemque  Taxam  in  Libris  Apostolicae 
Camerae  similitef'  de^cribi  maodamus. 

Denique,  nt  cuncta  a  Nobis  ut  snpra  disposita  rite  ad 
ioom  perdocantur  effectom,  aopradictum  J^mcUomin  Egomm 
Episcopuffl  Hildesimensem  in  harOm  Litterarum  Apoetolicarans 
Exeqoutorera  oom  omnibus^  et  singulis  necessariisy  et  opporto- 
nis  facuUatibus  deputamos,  ut  praeviis  respectivis  dotationtboa 
io  fvalida  forma  perficiendis  ad  uniusco|osque  Ecclesiae  citn  suo 
Capitulo  novan  Ordinatione^ ,  ac  respectivi  TeniCorii  Dioece** 
iani  ^GirGomscriptionem  pfocedifi^   aliaqoiomnia  ot  sopra  or- 

20 


m 

m 

dioi^  peinfere,  el  atatuei^iey  delegala  sibi  Apostolica  vAuctori- 
tate  libere,  ac  licite  poasit^  et  yaleat,  atque  ulterius  ipai  Bran^ 
cUco\Egopi  E{>iacopp . iacullatem,  pariter  ti^ibuimua,  ut  a4  ple- 
nm  reruin  ouiM^iuw  in  locia  praeaertjAd  ab  ejus  reaidentia  re* 
motia.  Exequutionem,  quamcum^ue  Personam,  aeu  Personaa  ia 
Eocleaiaatica  Dignitate  icon&titutam»  vel  constitutaa  aubdelegare^ 
ao  tam  ipaey  quam  Peraona>  vel,  Peraonae  ab  eo  aic  aubdeie- 
ganda^  vel  aubdelegandae  auper  quacumque  oppoailione  in  Actu 
Exequtttionis  linjusmodi  quomodQlibel  foraan  oritura,  senratia 
temeYi  de  jure  aervandisi  etiam  definitive,  et  quacumque  appel* 
latione  remota  pronunciare,  libere  itemi  ao  licite  poaaint,  et  va* 
lOiaut^  ac  quilibel  eorum  reapective  poant,  et  vftleal. 

^  Eidem  insuper  JPi^ancUco  JFJggni  Epiacopo  ezpreaae  inion- 
g^QQua»  ut  ex^mpla  aingulQrum  Actorum»  tam  per  ae^  quam  auoa 
aubdelegatos  in  harum  litterarum  Exequutionem  conlicienda. 
Tumy  intra;  quadrimeslrem  ab  ipsamia  expleta  Exequutione  ad 
Ap^atolicam  Sedem  in  autiientiaa  forma  tranaoiittat  in  Archivio 
Copgregationia  rebua  Consiatorialibua  praepositae  de  more  aa^ 
aervAQda*. 

Praesentea  autem  Litteraa,  et.in  &s  contentay  ac  atatuta 
quaecumque,  etiam  ex  eo  quod  quilibet  in  praemissia»  vel  ia 
eorum./ aliquo  jua,  aut  interesse  babenteai  vel  qaompdolibet 
etiam  in.  futurum  liabere  praetendentea,  cuJMsvia  status,  ordinia^ 
conditioiiia,  et  praeeminentiae  ac  etiam  apecifica,  expreaaay  et 
individttft  mentione  digni  sinty  illis  non  consemserint ,  aeu  quod 
aliqui.  ex  ipsis  ad  praemisaa  minime  vocati,  vel  etiam  nulli» 
mode,  aut  non  satia  auditi  fuerint^  aive  ex  qualibet  etiam  lae- 
sionis/vel  alia.  juridica  ^  privilegiata ,  ac  privilegiatissima  cauaa, 
colore,  praeteztu,  et  capite  etiam  in  corpoi;e  jurijB  clauso,  nullo 
imquam  tempore  de  aubreptionis,  vel  obreptionisy  aut  nuUitatia 
vitio,  aeu.  intentionia  Nostrae ,  vel.  intereaae  babentium  consen- 
sus  f  aliove  quolibet  defectu  quantumvis  magno  iuezcogitato^ 
substantiali,  ac  aobstantialissimo  sive  «etiam  ex  eo,  quod.in  prae- 
missis  solemnitatea,  et  quaecumqiie  alia  forson  aervanda^  et 
adimplenda  minime  aervata  el  adimpleta,  seu.  causae,  propter 
quas.  praesenbes  emanaverint^  non  «ufficienter  adductaey  voificiu 
tae,  et  juatificatae  fuerinti  notari,  impugnari^  aut  aliaa  infringi» 
suspendi,  reatrix^  y  JUfflilari  I  vel  in  QQptcoveraiam.vQcariy    aea 


307 

adversns  eas  reftlitationis  ih  fttte^ruxn,  aperitionis  ofr^  aiit  aliud 
qaodcuinqne  jurisy  vel  facti,  aut  justitiao  r^medium  impetrari^ 
ant  aub  quibufivia  contrariiiif  GonstitutionibuS;  RevocationibuSy 
Suspensionibns  ^  limitafionibus^  derogationibilB,  modifidaHonlbttty 
decretis,  ant  declarationibus  generalibntr,  vel  spedalibus  quomo- 
dolibet  factia  minime  poss.e  comprehendi,  sed  semper  ab  iUia 
exceptaa  esse,  et  fore,  ac  tam^oam  ex  Pontificiae  providentiae 
Olficio,  certa'  scieotia,  et  potestatis  plenitudine  Nostris  factas,  et 
emanatas  omnimoda  firmitate  perpetuo  validas^  et  efficaces  ex- 
istere,  et  fore,  suosque  plenarios  et  integros  eiTectus  sortiri  et 
obtinere,  ac  ab  omnibus,  ad  quos  speclat  et  spectabit  quomo- 
dolibet  in  futurum,  perpetuo  et.  inviolabililer  observari,  ac  su* 
pradictarura  Ecclesiarum  Episcopis^  et.CapiluIis^  atiisque^  quo-  * 
rum  favorem  praesentes  Nostrae  LiLterae  concernunt,  perpetuis 
futuris  temporibus  plenissime  saffragari  debere,  eosdemque  su- 
per  praemissis  omnibus ,  et  singulis,  vel  illorum  causa  db  ali-* 
quibus  quavis  auctoritate  fungentibus  quomodolibet  moIestari| 
pertorbari,  inquietari.  vel  impediri,  neque  ad  probationem,  seu 
▼erificationem  quorumtumque  in  elsdem  pr^seiYtibus  narratorum 
nullatenus  nnquam  teneri,  neque  ad  id  in  ^udicio  vel  extra  co- 
gi,  seu  compelli  posse;  et  si  sectis'  supeT  his  a  quoquam  qua- 
vis  auctoritate  scienter,  .vel  ignoranter  contigerit  attentari,  ir- 
ritumi  et  prorsus  inane  esse,  ac  fore  volumus,  atque  decer- 
nimus. 

0 

Non  obstantibus  de  jure.  quaesito  non  tollendo  de  sup- 
pressionibus  committendis  ad  partes  vocatis,  quorum  interest, 
aliisque  Nostris  et  Cancellariae  Apostolicae  regulis,  nec  non  di- 
ctarum  Ecclesiarum  etiam  confirmatione  Apostolica/  Vel  quavitf 
firmitate  alia  roboratis,  statutis^  et  consuetudinibus ,  etiam  im-' 
memorabilibus,  privilegiis  quoque^  Indultis,  et  Concessionibus 
quamvis  specifica,  et  individua  mentione  dignis,  omnibusque, 
et  singulis  Apostolicis,  ac  in  Synodalibus,  Provincialibus ,  et 
Wniversalibus  Conciliis  editis,  specialibus,  vel  generalibus  Con- 
atitntionibus  ^  et  Ordinationibus:  Quibus  omnibus,  et  singulis, 
eoTumque  totis  tenoribus  ac  formis,  etiamsi  specialis,  specifica, 
et  individua  mentio,  seu  quaevis  alia  expressio  babcnda,  aut 
aliqua  alia  exquisita  forma  ad  boc  servanda  foret,  illorum  te- 
nores  ac  si  de  verbo  ad  verbum  nilpenitus  omisso,    et  forma 

20* 


» , 


»08  . 

in  il|i8  tndita  obtenrata  inteiii  /orent,  praetentibns  pro  exptes* 
ab.llfi^ntV  ^d>  pi^^n^lllQruin  eQifctaoi  latiasiniei  et  {Jeniaaime,» 
f c .  specjal^ter  ^  expresse  derogamas,  et  derogatum  eue  decla* 
ramus,  caetensque  contrariia  quibuscumqne. 

yolumua  item^  i|t  harum^Litterarum  Nostrarum  Transsnm. 
ptis  eliam  imprea^is  manu  tamen  alicujus  Notarii  publici  sub* 
acriptisy  et  aigillo  Peraonae  in  EccleAiastica  Dignitate  constitutae 
mnnitisy  eadem  prorsus  fides  adhibea^tir,  quae  ipsis  praesentibna 
adbSberetnr^  ai  fbretit  cxbibitae  yel  oatensae»; . 

Nulli  ergo  omnino  hominum  liceat  hanc  paginam  Nosirae 
Sapprcasiwia»  fixtinctionis ,  Annallationis,  Disniembrationis ,  Se- 
paratienis,  Unionisy  ^ircumscriptionis ,  AssignationiS|  laduUi, 
Subjecftionis^  Suppletionisy  Declarationis ,  Deputationis,  Commis- 
sionia,  Mandati,  Decreti|  Derogationis ,  et  Voluntatis  iniringerey 
▼el  ei  aaaa  temerario  contraire:  ^  Si  quia  autem  hoc  attentare 
praesiMBpserity  Indignationem  Omnipotentis  Dei,  ac  Beatoram 
Petri  et  Panli  Apostolorum  ejua  ae  noverit  iacursuram* 

Batum  Romae'  apud  Sanctam  Mariam  Majorem  Anno  In-r 
carnationis  Dominicae  Millesiqao  Ootingentesimo  Vige^ 
simo  Quarto  Septimo  Kalendas  Aprilia.  Pontificatua 
Nestri  Anno  Primo. 


j4.  G,  Gard.  Pro-Datarius. 
/.  Card.  AlbanuSm 


Viaa  de  Coda: 
L0C9  \  Plnmbi. 


F.  Laviizariu9* 


1 1 


•  I    ' 


I 


xr 

"  W.      !-«♦'••.  •Ir«'«,<-  ,'1, 

Urlunden  des  Konkordais  fUr  die  in  der  OhefrHei* 

nischen    lCirchenprovinz     begriffenen    Lunder    uhd 

Stddie:  Wiiriembergy  Buder^  heide  Hesaen^  Nassau^ 

Franiifurt  u.  A.^  und  darauf  Bezug  habende 

jiktenstUcke*         .    ^ 

1. 

Bulia  Hrectionia  et  Circumacriptionis   de  decimo  ^septimo  K^ 
lendas  Septembria  1821» 

Pitu  Epasoopus  •enriu  serronini  Dd.  Ad  perfttittm  drfii 
meKioriaai.  Pro^da  aolertqiia  Romanorttm  Pontifipiuii  .aoUioai 
tndo  in  iis  compotiendia^  et  ordinandiay  qnee  ad  aptiorem  Do^ 
miniei  gregia  cnatodiam  ac  proourationem  ex  ipsa  etiam  tempo* 
rnm  ac  locorum  natura  magia  expedire  dignoacantnr »  eoa 
adigit  ad  novaa  Epiacopalea  aedea  quandoque  cdBBtifcacttdaa^ 
et  quand^que  illarum  aliquaa  trans&rendaa ;  ut  Domino  mea^ 
•ia  benedicentei  aptiora  exipde  in  iidelis  Populi  apirituale 
bonum  praeaidia  queant  comparari.  Statim  ac  iiaque  reddi- 
ta  fiut  Gfrmaniae  tranquillitas  >  Nos  *ad  componendas  res 
Eccleaiaaticaa  in  praeterita  tempomm  icalamitftte  perturbataa 
continuo  direximua  curaa  Noatraa,  iisque  in  Bavariae  regno, 
quatnor  abhinc  annia  opportune  ordinatia^  Nostraa  paiiter 
•oUicitudinea  abaque  mora  convertimua  ad  iiloa  omnea  Or- 
thodoxae  fidei  CuUorea^  qui  actu  aubaunt  dominationi  eereniaai- 
morum  Principum  atatuumque  Germaniae,  nempe  BegiaWirtem- 
bergiae^  Magni  Ducia  Badenaitf,  Electoria  Hasaiaei  Magni  Ducia 
Haaaiae,  Ducia  Nasaoviaey  lijberae  civilatia  FranCofurtensia,  Magni 
ihicia  Megalopolitani,  Ducum  Saxoniae,  Ducia  Oldenburgensia, 
Principia  Waldeccensia,  ac  Liberarum  Givitatum  Haaseaticarum 
Lubeccensjs  et  Bremenaiay  qui  %^e  paraioa  oa^eudendo  ad  omnem 
operam  dandam  pro  Epiacopatuum  ab  Apostolica  aede  vel  eri^ 
gendorumy  vel  instanrandorum  convenienti  dotatione  Legatoa 
communi  nomine  Romam  bujus  rei  causa  miaerunt.'  Ast  cum 
rea  omnes  Ecclesiasticae,  de  quibus  actum  fuity  conciliari  mini- 
me  potuerinfy  ape  tamen  non  decidentea  forC)  ut  pro  eorimdem 
Principum,  ac  atatnum  aapientia  valeant  illae  in  poaterum  com- 


810  V 

I 

poni;  ne  faitarea  Oaisti  fidekt^in  dicfit  R«gianibii8  com^nui- 
tC8}  quos  in  taiaxiiiia  s^irittialis  regiminis  necessitale  agnosdmua 
oonsdtutos;  diutius  propriis  d«slituanlur  Pastoribus,  ad  npnnul- 
larum  in^  praecipuia  ipsorum  Principum  et,  statuum  Civitatibtta 
ao'territorii8  6edram  Brectionemy  ac  Oioecesium  circurascriptiov 
nemprocedqndqm  esse  decrevimua^  ut  celerrime  Ecdesiia  illis 
de  suis  Episcopis  providere  yaleaffius:  reservata  Nobis  cura,  Ca<- 
thoiicos  aliorum  principum  subditos,  iis  DioecesibuSy  quas  com* 
modiores  '  judtcabimus ,  in  posterum  adjungendi.  Audito  igitur 
'  consilio  '  nonnullorom  Venerabilium  fralioim  Nostrorura  sauctao 
Romaoae  Ecdesiae  Cardinaliumy  ex  certa  scientiay  ac  matun 
deliberatione  Noetris/  deniqiie  Apostolicae  poleatatis  plenitodiBe, 
supprimimns  ^  annollam^us  et  extingpimus  ttiulumy  denominalio^ 
Aem,  natuinm  et  easentiam  totnmique  pr^ieacntem  Statum  yacaa- 
tiuin  tam  'Episoopalis  Ecolesiae  Constaniiensis,  quam  Praepoeitu* 
rae  tom  nulltiis  Sti.  Viti  £ivacen#is^  ipa  cum  snis  CapituKsy  ad 
eiE»tnm  Ubere  procedendi  ad  infra  dicendas  novas  £cclesiarum 
£rectiones  ac  Dioecesium  dvcumscriptiones ,  atqiie  olterius  im« 
mutamus  praeseotem  Statum  EpiscopalittB^  Ecclesiarum  Mogun« 
iinae  ac  Fuldensisy  ita  ut  illa  a  quocunqjie  Metropolitico  juro 
iUicbiepiacopi  Mecbiioiensis  omnino  sublractay  et  noti  ampliue 
dispositioni  nostrarum  Literarum  ApostQlicarum  ity^ipientiums  Q  u  i 
Cbristi  Dominiy  datar.um  teslio Kalendas Decembris  anni miUe« 

I 

aami  octfngeutesimi  primi  subjecta  reroaneat,  atque  ista  a  regu- 
lari  atMu  per  alias  Apostolicas  lileras  fal.  mera.  .Berudicti  dtd^ 
mi^itfor^^TraedeoessorisNostriy  quaruminitium:  lu  Apoetolico 
oonstiiutQ  ad  StatuQi  aecularem  translata  tnteiligatur  ,  '  ae 
Scientia^  deliberatione  et  poteatato  aimilihus  ad  omnipot^ntia  Dei 
gloriamj  ortbodoxae  fidei  exaltationem  «t  tlotholicae  Religionia 
incrementumi  Friburguin  Brisgoviao  Civitateoi  Principemy  stu- 
diorum  Academia  aliisque  fundationibua  iiM^gneniy  atque  a  no* 
vem  miUe  at  amplius  Civibus  iobabitatam,  in  dvitatem  Arcld-» 
episcopelem  ac  'feeleberrimum  TempJum  aub  Titulo  Assumtionis 
Beatae  Mariae  Virginis  iu  Ecdeeiam  Arebiepiscopalem  et  Paro* 
cbialem;  pariterque  Rotteoburgum  ad  Nioarum  olim  capot  Da^ 
catus  Hohenbergensis  in  medio  Regnji  Wirtemborgiae ,  in  quo 
Tribunal  Pro\^nciae  Qxistily  quodqueincolao  quinque  milie  qun^ 
geati  inlMhitant^  iu  Civitatem  £pisQopalem^  ia  eftque  porafipliam 


Templmi  tub  kirooi^M  Sti.  Uarlini  Epi8eo]li|   %l  Cit>nf<M«oi4« 
iii  Ecclesi«m  Episcopaleniy  tiec  nM  Ii«l|«f)giiltt  «id  LttltiMiitt  fejt* 
tilt  aolo  j  in  inedio  DucaU|a  Ifataovici  iitiikn  ei  bia  miUis  «•ptiiH 
gentotf  eontinens  habitat«»rei  in  'Civitatttn  ainiiliter  Epiacopaleiity 
ai  in  iyfl  exiatena  TemplUm  aub  iuToeatidne  StL  GeDtgii  in  fi&> 
deaiam  itam  Epiacdpaleitfi    cimi   oiiuiibiia  jttribiiaf  jUriadiotioBif* 
buB|  pnieeiaiiMntiia^    honoribtta  et  piivilegiia  Arcfaiepiacopiy  ei 
Epilcopalibua  TiBspectivtd  aedibaa  legitime  eotnpetentibua  pefpe* 
tao  erigimoa  et  coAatituimaa.     Antedidae  Tero  MetropoUtaiuie 
Eccleaiae  Fribnrgensi   prae&taa    quatnor  Epiacopalei    Eooleiiia 
iloguniinam,   Fuldenaemy- Rottenbnrgensimi    ao  Limbnrgeneeat 
dnfilraganeai  aaaignamua.     Porre  ^n^dlibet  Capitulam  tam  M»- 
tropolitanae  Friburgenaia,  quam  Gatbedraliutn  Eccleaianidi  l4o- 
gniitinae  ac  Rottenburgettaia   ez  uuica  Decanatua    tfignttate  et 
aex  Canenicitiboai  Fttldenie  vero  ex  dignitate  Deeanitni  et  qan^ 
taor  Cinonicitibusi  ic  Limbnrg^nie  ez  Decatutoi  Dignitate  ae 
quinqoe  Canonicatibua  reapective  conatabunt;  ao  lniiqf>er  ed  taSh» 
niatrorufn  'numerum  aliquantulum  aUgendum,  aise  in  Fribttrgensi; 
et  Botteiibargensi ,   quatuor  in  Moguntinay  et  Fuldettai,  uc  duo 
in  Limburgenai    reepective   Eceleaiis    Praebendae   se^  Yicariie 
pro    totidem  Pk*aebendatia    aeu*  Vicariia   Vnmt   ^onatabiUendair. 
Dnieuique  intem  ex  inemof itis  CipituHs^  ut  pfo  Cbori-  aenrUlo, 
prd  distribntionura  et  eliorain  quorsmtibet  emolcfmentorttm  di^  * 
▼iaione^  pro  onerum  suppoftatiotie,    pro  rernei  ac  jurium  tam 
apiritifalium  faam  terapoi^Iiirai  proaporo  fiilioiqtie  regimitte  nc 
directione,  quaeonnque  9latuta  CapitUla  it  decreta,  lioita  tamen 
et  honesti  et  Cinonicis  regulis  miniine  idterianftii  sub  respecti- 
VI  pro  tempore  existentlaAntistitb  pra«ndentia,  inapectioae  et 
ardprobatlone  condefe  atque  edere,   -tiee'  non  gratiis,    insignibtta 
ac  privilegiiS)  quiboa  alia  CithedraUana  Ecclesierum  ia  illii  par*. 
tibna  Cipitula  leg^ime  f^untur  el   gaudeM,    fnri  et  gaadeiie 
Itbere  ac  Iicite  poasint  ^t  taleant,    licenliam  et  &ooItatem  ooth> 
cedimua  ac  impertimur,     Cttifibet  profecfto  Antiatiti  anprttdioia- 
mm  Eccleirfarum  expresso  injifngimus,  ut^  aervatia  aerv^nrdia 
deputet   ex  Canonicie  tmum  qui  munus  Poenitetifiarii  atabiiiler 
exerceet;    ec  atferum  a   quo  8.  Soriptuna  stotia  diebus  popnlo 
/  vel  si  ittinud  commode  Caiionici  ad  heec   munerk 
posikil,    eurirt)Unt  Bpiscopiy   ttt  mttneriboa  hujttsittodi 

I 


«II 

«)]|>)ilUfl  i^^4  J*fl9f)^t^4rif»1j^  Htqiie  jaedia  acl  CQngrueoi 
(«Imi^Wnm^rfe^im^iPr^sl^ytmA  ip«u  c<KDparand«m  opportune 
c^p^y9%a9i(ui;3io/^W<lU0>'i|4  pra^aciiptum  sacri  Concilii  Triden- 
tipic-ipfp  .jCI^H  ;9dupaMoni&r  bc  iofUtutione  aeminarinm  pueroruni 
f^)f;9ia4i<^URi:iah,i%ia9(^o  lilKre  regendum  et  adminiatnndttm 
f^iat^vi;  d«l>^t..Ml  .«Pgulia  «x  -praedfctis  tam  ArdiiepiscopaU 
^I4a^i/£pi^<(>p$ii1^bj^.<6^c|e6ii«»  ubi.ie  alumnorum  alatur  numerua> 
qjfiuw  r-e^pectiyiat  l^io^cwa  n^cessitai  et  ulilitas  poatulat;  com*. 
§iie.  iiit  qua%ii^r./a:|:  illie  jam  adease  eciamoa^  in  reliqua  Eccleaio, 
quninipivimum  -  poterit^  cpngrue  erigendum  mandaroua» .  Yolentea 
vmic  ad  quinque  aupra^ictarum  Dioeceaium  circumacriplioneni 
puocedere)  ut  diatiiiclia  singularum  fiiiibua  nulla  quaeatio  inter 
raapeclivoa  Epiacopoa  circa  EccJeaiasticae  juriadictiooia  exerci- 
tiAiin  exuifgere  poaait^  praevia  disinembratione  infra  nominando- 
rum  locorum  ,a  Dioeceaibua  et  Ecclesii»,  a  quibna  actu  depen- 
imtf  de  aimili  Apostolica^  polestatia  plenitudine  aeqoentia  de* 
cemimua?  praeacribimua'  et  cooatituimua.  Metropolitana  Fri— 
burgensia  ecoleaia  pro  dioeceaano  auo  territorio  habebit  cunctani 
difionem  Magni  Ducatua  Badenaia,  nempe  Paroeciaa  intra  limitea 
bujuace  Duoatua  poaitaa,  quae  partim  ad  Gonatantienaem,  partim 
etMm  ad  Argentioenaem  t  Spirenaem,  Wormatienaem,  Herbipo^ 
l^iaem^  Baaileenaem  et  Ratiabonenaem  Dioeceaea  vel  perlinent 
vel  jam  pertinebant;  aliaa  quatnordecim  Paroeciaa  ci|m  aua 
SHbM  poaitaa  in  Principatu  HoheozoUern  Hechingen  ad  prae£»« 
tam  Dipecesin  Conatantienaem  pertinentea^  nec  Boii  Ttginti  qiuu 
tfpr  paroeeiaa  iu.  Priooipatu  HofaensoUern  Sigmariugen  exiaten-^ 
t^fi  eidom  Conataotienai  Dioeeeai  apectanteay  atque  inauper  octo* 
decim  Faroeoiaa  Oecanatua  Vehringen  ac  Parocciaa  a^tcmdeoim 
Decanatna  fiaigeraloch  in  dicto  aitaa  Principatu  et  ad  pracdi» 
otam  Dioeceain  pertinentea«  Epiacopalia  £ccleaia  Mognatina  pro 
aua  territorio  Dioeceaano  babebit  univeraam  Ditionem  Magiu 
Ducaitua  Baasiaci^  nempe  Paroeciaa  omnea  Dioeceai  Moguntinae 
reUqua^  post  aeparationem  locqrum  aub  ditione  Bavarica  0X.-* 
iatenUum, . aliaque  loca  et  Paroeciaa  ex.Aatisbonenai  ac  Wormafe 
tktnei  JMeeceaihua)  nec  noo  unicam  ^aroeciam  loci  Hcrbatein  ex 
fiioeeeai  Fuidenai  ad  ipagnum  Ducatnm  praedictum  in  tempora* 
liboa  pertioeDie^;  ac  deuique  Paroeoiaa  in  locia  Darmatadt,  Giea» 
aay.et  .Offenba<;h  «juadem  Ma^.  Ducatua  HasBiaci^  ita  taman,  nt 


' 


« 

•  primo  futuro  Episcopb  m  lootf^  qur  ii^f^bcftiili'W^tt«  «b  kdi^ 

dioliciB  inbabitantar,  notae  ParocbialeA  Eceleviae 'jilH»>iCMbdU^ 

fundentur,    ai  ipai  in  magnfo'  siiit  uumero;    ai  Vero"  ift'  tttigi»j 

Paroeciis  Catbolieis  Tioinioribtts  adMribiAntilr.-  '  Ect^le^  Epis^b^ 

palia  Fuldensia  pro   Dtoeoekano    auo  Tierritoi^io   hHbebft  tdtuiM 

Electoratum   Haaaiaey    vMelicet  quadva^ginta   Ptarbeciaa  *cltt'''iA 

ipaa  Dioeceai  comprebenaaa,  Paroeciaa  viginti  ex*  antj^a  Mt^rdw 

politana   Dioecasi  olim  Moguntina,     postea    Aaliabonenai    tA^ftte 

unam  in  loco  Wolkmersen  ex   dioeoeai  Paderbornonei  j   dempCia 

iUis  Paroeciarum  fractionibus,   quae  in  Bavarico  Regno  «ialeq^ 

tea  prdximioribua  altis  Paroeciia  Dioeceaiom  Regni  Bar^ae  attt 

jiam  applicatae  fuerunt  aut  brevi   ex  apostolica  dolegationffi  'apn 

plicabuntur.     Paroeciarum  autihn  exterarum  fraetiones  i»  ditie-* 

ne  Hassiaca  existentes  proximiori  alicui  Dioecesis  Fuldentis  *  P»^ 

Toeciae  vel  Paroepiis   erunt^applicandae.     *£idem   interea   Fttl** 

deHsi  Dioecesi  unitaa  relinquimus  novem    Paroeoiaa    in  *  MagnO 

Ducatu  Saxonico-Vimariensi  sita^,  de  quibna'  aliter,  ai  opua  iUe-* 

ril,  disponendi  Nobis  et  Romania  Pontilicibua  Suoceaaoribus  Ko^ 

atris  facujtatem  libdre  reservamus.     Rottemborgensis   EpiscopaHs 

Ecclesia  pro  auo  terrilorio  DioecesanO'  babebit  iotegrom  Regnum 

Wiriembergense  cum  Paroeciis  omnibu«>y  quae  jam^ub  anoo*  inil* 

leaimo  octingenteaimo   decimo  aexto    ab   Augaatmitt ,    Spirenat^ 

Wormajtienai  et  Herbipolensi  Dioecesibus  fuerunt  aepanataer,  iiee 

non  Paroeciia   ad  auppressam  Praepositoram  Sti»  ^Viti  filv^censil 

nollius  Dioeoesis  antea  ^pertinentibus.     Episcopalia   demutn  '£0^ 

ciesia  LimbnrgeBsia  prb  Dioecesano  suo  territorio  babebit  totum 

Ducatum  Nassovicum,    in   quo   comprebenduntor    qainquagfnlA 

octo  Paroeciae  ad  aotiquam  Ratisbonenaemy  et  Paroeoiae  quio* 

quaginta  duo  ad  antiquam  Freviensem)  olim  Dioeoe^es  Metrepb*. 

litanas  spectante»y    nec  non   viginti  quatuor  Paroectae  in  Pro* 

wincia    Dillembnrg>  et  Weilbarg  existentea^    ac  iol|uper  T^rrito^ 

rium  liberae  civitatis  Francofurtensis,   in  quo  com  tribua  Filia* 

libns  unica    exiatit  Parocliialis    Eccleaia    aub   Invocatione'  Sti»' 

Bartbolomaei  Apostoli|  ad  qoani  Catholici  omnea.dictaeoivitatis 

ac  TeFritorii  pertinent,  quaequo  a  aupradieto  RatisboneiM  Dioe^ 

cesi  pendebat  -  Snpradictas   iddroo  .Civitates..et«  Ecclesiae    in 

Arcbiepiscopalem  et  £pisoopales  erectaa'  cum  praedictiai  Locis 

et  Pameciia    quinque    attpranumerntM  fiobksiis  <ipro    reapeetivo 


S14 

f 

Dio^cMano  Tltrrkano  atlribiitis  iUoram  ineolas  ntrinsqiM  Bcatno 
tan  -Clericos  qvtam  Laicos  pro  Clero  et  Popnlo  perpetuo  assi- 
gnaraos  et  cujuslibet  AntitfHtiB  jurisdictioni  epiriluidi  omniaiode 
tobjicimoei  ita  ut  Peraonia  joxta  Canonicaa  Sanctiones  dignis 
aS^idoneiB  ad  easdeoi  Archiepiscopalem^et  £piscopaio8  Ecclesias 
regendas  tain  pro  faac  prima  vice,  qnam  futnns  temporibus 
Apostolicli  antoritate  praevio  InqnisitJonis  procesBu  a  Romano 
Pdotifice  ad  formam  instructionis  Piae  memoriae  Vrhani  Papae 
Octavi  Praedecessoris  Nestri  jussn  editae  in  singulis  casibus 
oommittendo^  praendefidis  liceaty  quemadmodum  nos  praecipi- 
masy  et  mandamus  per  se  ipsos  Tel  per  alios  eorom  nomine, 
postqoam  tamen  praesentes  literae  debite  atqoe  integre  foerint 
exSecutno  et  Praesules  Jpsi  Apostolicae  Provisionis  Literas  con- 
secttti  faerinty  veram,  realem  et  corporalem  possessionem  regi^ 
minis;  administrationis ,  et  omnihiodi  juris  Dioecesani  in  supAt 
dfciis  £cclesii8,  Civitatibne  ac  Dioecesibus  et  bonis  aliisque  red* 
ditibus  pro  dotatione  assignsiis  vel  assignandis  ^libere  apprefaen* 
dere,  apprefaensamque  perpetuo  retinere.  Deceniimus  interea, 
vt  omnia  et  singola  loca  supra  fnemorata  ab  iisdem  sive  vica— 
riis  sive  administi*atoribas  legitime  deputatis  temporarie  pergant 
gttbemari,  quibns  actu  subduntor.  Ut  aatem  omnia  et  singula 
superius  a  Nobis  disposita  celerem  felicemque  sortianttir  efib- 
cstnmy  Venerabili  Fratri^  /oanni  BaptiHae  dt  KelUr  Episcopo 
Evariensi,  quem  nominamusy  ^ligimos,  ac  depotamas  pra«|SeD- 
tinm  Literarnm  Nostrarum  Exequutorem ,  committtmus  et  'man~ 
damus,  ut  ad  snpradicftirntt  ecdesiarnm,  capituloram  et  semi'* 
nariorum  in  bonis  fundisque  stabilibtts  aliisque  redditibus  cnm* 
jnre  faypotfiecae  specialis  et  in  fundos  postmodom  ac  bona  sta-^ 
bilia  convertendis ,  ab  iis  in  pfoprietate  posskLendis  et  admini- 
slrandis  respectivam  dotationeni  procedat  modo  et  forma,  qat. 
bas  •  Serenissimis  Principibtis ,  quorum  sub  ditione  singolae 
Dioeceses  simt  positae,  oblata  et  eicpressa  fuerunt  per  infra  me- 
moranda  instrumenta  legitima  forma  exarata  et  ad  Nos  tfans* 
misBa,  qnae  servantur  in  actis  faujus  congregationis  rebns  con* 
rifftoriatibas  praepositae,  et  quoram  authentica'  exempla  a  prae^ 
dicto  JGxeqautore  sin^ulis  Ecclesiis  trftdentnr  in  eomm  respe- 
ctire  Arcltivis  asservands.^  Videlicet  ArcfaMfpiseopaK  Ecclesiae 
FiiburgeiiBi  in  Brisgovia  assignabit;  D^miinafam  EiifceaBemy  volgty 


SI5 

LuNs  alioiqiid  riidditiiay  qvae  bona  raddihitqu^  in  totuni  aapliia^ 
^nta  quinque  iuiUiam  tercentum  MxagiuU  quatu^r  FlorenonHn 
Abenenaiuin  annuam  auBimam  producunt,  pxout,  clarey  ao  di- 
alincte  deacnbitor  in  InaUromento  ex  •  apecjali  mandato  M#Kni 
Docia  Badanais  die  ▼igesin^  tertia  Deoembrtt  anni  milloaima 
octingenteaimi  vigeaimL  ^confeQto.  Fundoa  vero  dictua  Joaimes 
BapiUia  Epiacopua  ita  dialribuet,  ut  ex  iia  obveiuant.qMOtaiv> 
Bia  Archieptacopali  manaae  flor^ni  treadecim  miUe.qualuor  ceiv- 
tum»  quibua  addendo  eaa  |}raealatione»9  infra  enarraiidaai  a  t«^ 
bna  CathedraUbus  Ecoleaiia  annmGitim  peraolvendaa  ejoadem  Fri* 
burgemia  mensae  Archiepiacopalia  annui  redditua  'erunt  florcno*- 
rum  qoatuordecim  miliium  aeptingentorum  et  decem.  .Decaoo 
Capitttli  iloreni  quatuor  miUe;  Primo  ex  Canonicia  floreni  bia<» 
miUe  teroentttmy  cuilibet  az  aliia  qoinque  Canonicia  floreni  miUe 
octingenti;  unicoiqae  demum  ex  aex  Praebendiitia  floreoi  non**» 
genti*,  Seminario  inauper  Dio^ceaano  floreni  vigintiquinque  mil-*- 
le;  Fabricae  Cathedralia  Eccleaiae  .floreni  quinque  miUe  ducenti 
aexagiilta  quatuor,  Canoellariae  Arcbiepiscopali  florani  termiUe^ 
doo^bua  dfeniqu^  Eccleaiaatlcorum  emeritorum  vel  jam  axiatenti* 
bua  vel  afi  .OrdiaariOy  oujua  juriadictioni  aubdfnlur^  erigendiai 
floreni  odomiUe»  Praeterea  pro  Archiepiacopi  habitatione  aaai* 
gnabit  palatium  in  oiYitate  Fribui-genai ,  foro  Ecdeaiae  Motropo- 
Ulaoae  adjafienai    antea  atatihiia  provincialibua  Biiagoviaa 


natumy  cum.auia- adnosia  pertinenliia,  atque.horto  ante  portain 
civitatia.et  pro  habitatiohe  .tam  Decani  qoam  aax  Cananicorun 
€l  aax-Praebandatorum  aliaa  domqa  in  praedicto  inatrumento 
deacriptaa*  jBpiaoopaU  Eccleaiao  Mogontinae  firmia  reddltibua  et 
proventiboay.  quihua  actu  gaudet,  anouam  tribuet  anmniam  vi* 
gioti  miUe  florenorum  Ahenenaium  percipiendam  ex  pzoventi* 
buay.  ac  redditibua  Praerectorae  Mogontinae  ad.  esdgenda  vectigo- 
lia  reddituaque  dominioea  coHatitiitae  aolvendam  quotonnia  prao* 
4ictae  JEccleaiao  ea  lege^  ut  memorata  aumma  gaudeat  }ure~  hy* 
potb^cae  in  bonia  fundia  et  redditibua  dominioia  eijfuaden  Prao* 
^  fectorae  Moguntinae  utqoe  hi^uamodi  dispoaitio  firma|  ata,b]Jia 
ot  inconcuaaa  maneat^  donec  ipai  Epi&copaU  £cclasii|^  Mogon* 
tinae  praedia  et  fund^  qneram  fruatoa  viginti  miUtom  florencM 
Tom  aonMniMP,  annoatiro  produoant^  pleno  jure.  ab  ea  poaaidenda^ 
aasigneiitiir^  pioat  expveaae  covetnr  in  Inatrumonto  ea(,a] 


maDdaio  MagDi  Duois  Hassiae  et  ad  Bfaeiiiiiii  die  yigeeiiiia  eex- 
ta.  Augaati  «not  miUeeimi  octingentesioii  vigesimi  exmto.  Hec 
fitttem  samma  viginti  .  millium  florenorum  annuomm  adjaocta 
rofiditibuay  qul  dotem  modo  entantem  Mogunlinae  Eccleaiae 
QODalituaDt  tanquam  sa|>plementum  dotationis,  tota  quantitac 
reddituum^  quae  iDde  exurget,  ita  £xeqautore  dtatribuenda  erit^ 
iit  Epiacopo  florenorum  octo  miUium,  vicario  ejna  Generaii  flo* 
irenoram  bismille  quingentorum ,  cuilibet  ex  ee^  Canonicis  flo% 
cenorum  mille  octingentorom^  primo  vero  «x  quatuor  PraebeA- 
datis  nongentoruiii  florenorum,  et  cailibet  ex  aliis  tribus  Praeben- 
datia  octingentornm  florenonun  annuoa  reddi^tus  liberoa  praebeant* 
Haec  tamen  disposilid  quoad  Decanum,  Canonicosy  et  Praeben- 
datos  suum  non  sortietur  effectom,  niai  cum  Moguntinae  Ca- 
tbedralia  Ecclesiae  Canonicorum  uUmerus  ad  senarium  fuerat 
redactusy  in  quem  fioem  decernimosy  ut  quatuor  ex  decem  il- 
lias  capitidi  actualibus  praebendis  primo  quomodocunque  vaca- 
turae»  aliis  non  conferantur,  ad  boc,  ut  idem  Cspitulum  ex]De-r 
cano  et  sex  Canonicis  inposterum  constet.  Jbterea  tamen  de- 
cem  viventes  Canonici  eosdem  annuos  redditus  perdpient^  quos 
aote  avulsam  ac  Spirensi  £cclesjae  attributom  portionem  anti- 
<|uae  Mogontinae  Dioecesis  percipiebant,  qoique  post  novam 
circumacriptionem  Dioecesium  territorii  olim  Galliariun  peir  aliaa 
Koatraa  littera^  aub  plumbo  datas  tertio  Sjilendaa  J)ecembria 
aiMii  millesimi  oclingentesimi  piimi  atatutiim  illia  attributi  fae- 
runt*  Quoad  Prae|>endalos  autem  in  Moguntina  ficclesia  Cathe- 
drali  actu  non  exiitentesy  quoniam  eorum  vice  fuDguntor  Fjre$^ 
bijteri,  habentes.  redditus  partim  praebeudae  ex  officio  fabricae 
minutae  praesentiarum  nomine  nuncupatae,  partim  peDsionum^ 
'  fuae  a  Glibernio  tfolvuntur  in  praesens,  «binc  bujusmodi  Pres<- 
byteri  idem  servitium  cum  dictis  redditibus  Cathedrali  £cclesiae 
prae^tare  pergent,  donec  iis  decedentibus  quatuor  supra  memo- 
ratae  Praebenda^  ex  nunc  pro  tunc  erigendae  conslitui  poaonty 
cm.supra  enunciata  dotatione  annuorum  florenorum  nongento- 
ifam  pro  primo  et  florenorum  oclingentorum  pro  quolibet  ex 
allDI  IribuGs  Praebeudatis.  Pro  Elpiscopi  autem  hafaitatioae  do« 
tnus  illa  cum  adjacente  horto  inserviet,  qua  huc  usqu&  gavisus 
fuit,  ideraque  peragendam  erit  tam  pro-  praesentibua  quam,  pro 
finturis  C^nonicis,  pto,  quorum  habitatione  jam  assignatae  repc^ 
riuntur   decem  domus^    quarum   quatuor  hortos   etiam    habent 


m 

« 

a^acmtes.  Ad  FabricaJKi  Cal&^draKs  Bccfonae  mannteiielid^ 
et  ad  sustinendoa  samptus  ad  diviniun  cttlttim  nttcesserrlQa  eoA^  ' 
•ervabuntur  fundi,  praedia,  aliique  redditua  m  pfaedictia  Et^leAfk  ■ 
mh  antiquo  poesessa,  qtiae  ad  annnam  leitnille-tercenttirii  tri^ 
ginta  quinque  fLorenorum  summam  pertingmit.  Idem  dhp^^ 
mus  circa  Semin^riOm  Dioecesanum,  quem  praevia  svppreidtibne 
Coenobii  olim  a  Religiosis  viris  Ordinis  Fratrum  firemitak^mtt 
Sti.  Angnstini  inbal^ilati  in  ipso  Coenobio  cum  sdnexis  £edet»fA 
atqne  horto  stabiliter  erigendum  constiluimus^  ipsiqne  assignimi 
dos  decerpimus  annuos  reddiCus  partim  ex  antiqais  ejns  fundis 
Anno  millesimo  octingentesimo  sexto  restilutis,  parlim  ex  poste* 
rioribus  donalionibus  et  Legatis  provenientes  ac  termillium  ae^ 
ptingentoram  florenornm  summ^im  constituendis^  firma  etiam  r^ 
eentissima  et  uberrima  donatione  ipsius  favore  facta,  nec  notl 
aliis  in  posternm  forsan  faciendis,  quarum  redditus  eidem  Se-^ 
minario  perpetuo  erunt  addicendi*  Idem  demum  disponinms 
de  domo  Em«rit6Tum  Pfaffen^chwabenbetnil  ezisteitte  ac  destinatn 
£ovendis  et  sqstentandis  Cleris  aut  senio  fessis  aot  morbo  fra-« 
ctis,  qnam  praevia  suppressione  Coenobii  olim  ii  Canonids  Re^ 
gularibus  Ordinis  sancti  Augustini  inbabileti  in  fauTUsqne  Coe^  < 
Dobii  fabrica  conatitu^  mandamus,  et  cu}us  dotatio  annuam  prot^ 
fert  sUmmam  florenornm  mille  octingentonim  viginli  duorum 
nltra  ea,  qnae  subsidii  Charitativi  nomine  Teniunty  coUeeta  itk 
pfnrte  antiqtiae  Dioecesis  Mognntinae^  postea  Ratisbonetasis,  qjOM^ 
qne  solvi  bucnsque  solita  uon  exigua  capient  incrementH.  Ful^ 
densis  Eccle^ia  Episcopalis  faabebit  Agros,  pratay  et  silvas  alicSs* 
^ne  reddittts  annuam  summam  florenornm  Rfaenensium  vlghltiy' 
aex  milHum  tercentum  et  septuaginta  constituentes,  preut  latlue 
describitiir  iki  Instnimenle  ab  antedicto  Electore  HasAiae  sfdb 
die  quarta  dectma  Martii  anni  millesimi  octingentesimi  vigeaimi 
pnmi  confecto*  Hrinc  autem  dotationem  praefstua  exequutor 
ita  distribnet,  ut  Episcopo  sex  mille  floreni^  Decano  Capitalt  ^ 
bismille  sexcenti  florem^  unicuique  ex  quattior  Canonicia  miHe 
octingenti  floreni,  cnilibet  ex  qnatuor  praebendatie  OctiBgeiirtl 
floreni  annuiftim  obyeniavt,  fabricae  Catfaedralis  Cbclesiae  duo 
florehedrum  milliay  Seminario  Dioecesano  iieptem  miliia  floreoKH' 
rw^,  et  Arohiepiscopo-  Fribtfrgensi  tanquam  -Meta^opi6litaiio  cm^ 
ium  ajBptnagiiita  floreni  amittatim   periolYSfttur^'     Insuper  pt^ 


^  ■ 


hMiMiom  Bphcoptj  proqua  ctiria  EpncopaK  statuiiiiat  jfonuiii 
Catli^rali  Eocleme  proximatn  ad  Montem  Sti.  Micbaelis  cam 
dbobtM  adjaeeittibua  bortia  et  peTtinentiia  suis,  pro  babitatione 
Deeaniy  quatnor  Canonicomm  et  quatbor  Praebendatorum  alias 
domos  in  memorato  Inat^umento  deacyiptas,  ac  denique  pro  So* 
mtnario  aedtficiom  proicimum  Cothedrali  Ecclesiae  jam  ad  hunc 
viaum  deatinaium  cuin  borto  adjacente,  Rottemburgensis  £ccle* 
aia  Epiacopalia  gaodebit  redditibus  aingulatim  descnptis  in  In- 
atrumento  ex  Speciali  mandato  antedicti  Regis  TVirtembergensia 
die  dedma  Novembria  Anni  millesimi  octingentesimi  vigesimi 
confectOy  qui  quidem  ita  a  praedicto  Exequutore  'dmdendi 
emnt,  ut  Episcopali  mensae  decem'  mille  floreni,  Decano  Capi- 
tuli  bi»^  mille  quatuor  centnm  floreniy  unicuique  e  sex  Canonicia 
floreni  mille  octingenti,  primo  e  sex  Praebendatis  floreni  non* 
gentiy  cuilibet  ex  aliis  quinque  Praebendatis  floreni  octingenti) 
fabrieae  Cathedralis  ficclesiae  et  manatenlioni  aliormn  aedificro« 
^m  floreni  mille  quatuor  centam,  Semiuario  Dioecesano  floreni 
octo  mille  nonaginla  duo»  Cancellariae  Episcopaii  floreni  aex 
mille  nongenti  et  sexdecim,  Catbedrali  Ecclesiae  pro  divini  cul« 
tns  expensis  floreni  bismille  centum  et  quiitqaaginta,  pro  edituo 
ftliiaque  Ecclesiae  inservientibua  floreni  octingenti,  €t  ilrebiepi-* 
acopo^  Friburgensi  tanquam  Metropolitano  octingenti  sexaginta 
quatuor  floreni  annaatim  obyeniant  Quod  si  Decanus  ad  mu-> 
iiua  etiam  Yicarii  Generalis  ab  Episcopo  eligatur,  alii  floreni 
mitle  et  centnm  ipai  eront  persolvendi;  si  vero  simplex  Cano-* 
nicua  Capitularia  ad  praedictum  Vicarii  Generalia  nuinus  ab 
Episcopo  designabitur,  eidem  florenorum  mtlle  sepfingenlortim 
augmentum  attriboetur.  Praeterea  pro  habitatione  Epi^copi  pro-* 
que  -curia  Episcopali  domum'  in  civitate  Rotten^urgi  versua 
Yallem  Nicari  aitam  Pmefeclurae  Regiau  anfla  destin^t&m  cllik 
ad)acente  horto  ac  pertinentiia  suis  pro  habitatioAe  DefeikYii;  Ca^ 
pitaliy  sex  Canonicorumy  et  sex  Praebendatorum  aliaS'  domos  in 
praedioto  Instramento  pariter  descriptas,  nec  neii'  pt(f  aeiiiina- 
rio  Epiacopali  praevia  soppressione  >  Conventaa  oHm  inhabtt^ 
a  Pratribus  Ordinia  Beatae  Mariae  Virginis  de  Monte  Cai^melb 
dottoum  ipaias  quondam  Coenobii  ad  MicarUm  aitam  iw  SefkUina-* 
rii  Clericoram  uanm  respective  addici  mandamua.  EflicopMn 
Eeclesia  Liiiaburganaie  gaadebit  bonia  {qhH,  ceHsHlMlsy  dedtni^ 


V 


'     \ 


aliisque  reddilibiui  aiuiiuim  tmDinam  cenatittieDlibiM  vlgiiiti  wiqa 
milliam  aesoentum « aex  florenorttm»  prout  apparet  ex  Instrn^ 
mento  de  apeciali  mandato  Ducis  Maaeoviae  die  tertia  Januarii 
currentis  anni  milleainii  ocUngcntesimi  vigeeimi  primi  confeoto^ 
qiios,  qni^em  redditus  Exequutor  praedictua  ita  distribuety.  ut  in 
ainguloa  annoa  obveniant,  Cpi^copo  floreni  sex  miUe^  Decono  Ca« 
pituli  bismille  quatuor.  centum  florenl,  primo  paaonioo,  qui 
simul  Paroclius  Limburgeneia  erit,  floreni  miJle  octingenti, 
eecondo  Canoniiio  pariter  mille  octingenii ,  tertio  Canonico, 
qui  eimul  erit  Parochus  Ecclesiaa  Dietjurchenaia ,  floreni  item 
mille  octingentiy  quarto  Canonico,  qui  simul  Parochna  erit 
in  Alta  Villa  floreni  bismilie  tercentumy  et  quinto  CanonicOy 
aimul  Parocho  in  liibera  Civitate  Francofurtensi  ejuequ^  terri- 
iorio,  ea  ipsa  summa^  quam  oti  Parochus  actu  jam  percipit  ao- 
per  dictarum  retentione  Paroeciarum  cnm  memor^tia  quatuor 
Canonicis  Apostolica  delegata  auctoritate  dispensando  cum  lioc 
tameD|  quod  cum  [curae]  Animarum  Paroeciarum  hnjusmodi  per  idoif 
neos  Vicarios>ab  Ordinario  servatia  servandis  ad  formam  Cano- 
nicarum  Sanctionum  approbandoa  et  insUtuendoa  opportune  pro- 
videatur.  Primo  Sacellan^^,  qoi  Canonicnio- Parochum  Limbur* 
gensem  in  animarum  cura  adjuvabit,  floreni  octingenti,  secundo 
SaceUanO)  cni  Missas  in  Sacello  Stochii  Limburgensis  satisfacere 
iflcumbet,  floreni  octingenti,  Archiepiscopo  Friburgensi,  uti-Me^ 
tropolitano  pro  rata  augmenti  ejus  dot^tionis  biscentum  aeptua^ 
ginta  floxeni»  Seminano  intra  Provinciam  constituto  vel  consli^ 
tuendo  pro  Ciericarum  Limburgensis  Dioecesis  educatione  et  in** 
structipne»  floreoi  mille  quingenti,  Cancellariae  dcnique  Epiaco* 
pali  ac  pro  caeteri»  sumptibus  adminislrationis  tam  Ecclesiasti- 
eae,  qnam  bonoram  floreni  bismille  centum  triginta.  Pro  Epi-» 
•copi  praeterea  habitationey  praevia  suppreasione  Mooasterii  se« 
•oenobii  olim  a  Fratribiia  Ordiais  Sti;  Francisci  inhabitati,  pur- 
tem  ipsius  MoDasteidi,  quam  huc  usqne  obtinuit  Praeiectus  Do^ 
«dlis  Gum  finitimo  horto  miiris  aepto^  pro  Decano.yero,  quin-< 
qne  Canonicis^  et  duobus  sacellanisy  aliaa  domoa  in  praedicto. 
Instrumento  descriptaa^  xespective  assignjindaa  decemimus.  An- 
tedicto  insuper  Joanfii  Baptistae  £piscopo  injungimus ,  ut  ani-r 
marum  curae  in  Metrapolitaim*  et  Cathedralibua  Eccle&iis  oppor-* 
tune  Qpnauliity  statuatqiiey  f  qiiibns.  Pjtsbyteris  pxaevio  con* 
cursu   ad  normam  Canonicarum'  sanctionum  a  respectivo  Ordi- 


y 


I 

«  iiam  approl^ndit  $0  instkaeBdk  «t  qm  CBm  ooi^gnia  doUticNie 
ia  EccIeiiU  ipftift  debaat  exercoi;  utque  desigoet  in  quod  S^ 
minarijim  proviiiciao  £cdMi«ttic«e '  FriburgeBtis  Clerici  Dioeceaie 
Limburgensift  recipi  vmkant,  cuin  «sajgnatione  ennua  aupradi* 
ctorum  mille  quingeatoram  floreiaorum  iiaquedttin  propriiua 
Limburgeuae  Seminerium  erigetur>  «tque  ut  uUeanne  aumm«ii 
determinet  a  reapectivia'  principibua  territorialibua  aubminiatrao- 
dam>  qua  diyini  cultua  impenaia  in  auppreaaia  tam  Epiacopali 
Conatantienait  quam  Praepoaiturali  Elvacenai  EccUaiia  opportuna 
ac  atabiliter  provideatur,  ac  demum  curet,  quod  auppreaaorum 
Cepitulorom  actu  exiatentibua  Canonicia  annua  praeatatio  ad 
eorum  vitam  iutegre  ac  fideliter  peraolvatar,  Ad  conaulendum 
praeterea  reapectivorum  Dioeceaanorom  bono  et  commoditati 
praeacribimus,  ut  omnia  et  aingula  documenta  reapicientia  pa- 
roeciaa  et  loca  ab  antiquir  Dioeceaibua  diamembrata  noviaque 
applicata  a  veteribua  Canoellariia  extrabantur,  atque  opportnna 
forma  tradantur  novia  Arcbiepiacopali  et  Epiacopalibua  reape* 
ctive  Cancellariia ,  in  quibua  perpetuo  erunt  aaaervanda.  Ha- 
bita  vero  ratione  reddituum  aopra  memoratia<  Arcbiepiacopali 
et  Epiacopalibua  Eccleaiia,  reapective  iasaignatoram  ia  libria  Ca- 
merae  Apoatolicae,  prout  aequitur :  nempe  Eccleaiam  Friburgen-» 
aem  in  florenia  &excentum  sexaginta  octo  cum  uno  tertioi  £c-v 
cleaiam  Moguntinam  in  jQorenia  tercentum  quadraginta  octo  cum 
uno  aextOy*  Eccleaiam  Fuldenaem  in  ilorenia  tercentum  trigii^ta 
dttobua^  Eccleaiam  Rottemburgenaem  in  floreoia  quatuor  centnoi 
nonaginta,  et  Ecdeaiam  Limburgenaem  in  florcnia  teroentum  tTK» 
ginta  duobua  taxari  mandximuay  atque  ut  cuncta  a.Nobia,  'nt 
aupra^  diapoaita,  rite  ad  exitum  produca^tur,  aupradicto  Joanni 

"  Baptistae  Epiacopo  Evarienai  barum  Litterarnm  Ezequutori  de« 
putato  omnea  et  aingolaa  ad  bujuamodi  effectum  neceaaariaa  et 
opportonaa  concedimua  facultetea,  ut  praneviia  reapectivia  dota*^ 
tionibua  per  inalrumenta  in  valida  diveraorum  atatuum  forma  ex» 
aranda,  ad  unitiacujuaque  Eccleaiaa  cum  auo  Capitulo  sive  ere-* 
ctionem  aive  novam  ordinationemy  ac  reapectivi  tefritorii  Dio^ 
ceaani  cirGiimacriptionem  procedere,  ^  cunctaque  alia,  ut  anpr», 
ordinata,  peragere  ac  atatuere  delegata  aibi  apoatolica  auctori^ 
tate  libere  ac  licite  poaait  et  valeat;  atque  ulteriua  ipai  Joanni 
Bc^tUtae  Epiacopo  facultatem  pariteir  tribuimaa»   ot  ad  plenaBi 


m 

rerttm  omnlam  in  locif  firM8«Hfm  A  e}ii  tn^MnlBiL  tm&Q$ 
03c«ciitioiiem  miam,  seu  plores  persMam  Tel  pefeoaa»  in  dSga^ 
tate  Ecdeeieetica  conetitiittm  ^el  oonetitutfts  eubddeHire  el  tatH  ^ 
spee  JoanrM  BapiUta^  qnam  persona  Tel  perioiue  ab  eo  A^ 
mribde^genda  Tel  aubddegandae  super  quacunqtte  oppositione  iu 
actu  execntionie  hujuemodt  quom4»doIibet  forsan  oritura,  senra-^ 
tit  tamen  de  jure  servandis  etiam  definitire  et  quacunque  appel* 
latione  remota  pronuntiare  libere,  item  ac  licite  poesinty  et  va- 
leanty  ac  qnilibet  eorum  respectiTe  posait  et  valeat,'  Eideni 
porro  Joanni  BaptUtae  Epiecopo  exprefise  injungimas  et  man- 
damusy  ut  exempla  singulorum  actorum  tam  per  se,  quam  per 
aubdelegatoa  auoa  in  harum  litterarum  executionem  conficien» 
dornm  intra  quadrimestre  ab  ^pleta  ipsarum  executione  ad 
Apoatolicain  aedem  in  authentica  forma  transmittat,  in  Archivo 
praedictae  congregationia  consiatorialis  de  more  aaservanda.  Prae- 
aentea  autem  litteras  et  in  eis  contoita  ac  statuta  quaecumque 
etiam  ez  eo,  qnod  quilibet  in  praemissis  vel  in  eoirum  aliquo 
jus  aut  interesae  habentes  vel  quomodolibet  etiam  in  futorum 
liabere  praetendenteSy  cujusvis  status,  ordinis,  conditionisy  et 
jyraeenrinentiae,  ac  speciali  quoque  specifica,  expressa  et  indi- 
TidUamentione  digni  sint^iilis  non  consenserint,  seu  quod  ali* 
qni  ex  ipsis  ad  praemiBsa  minime  vocati  vel  etiam  non  satiS| 
ant  nHlKmode  auditi  fuerint^  sive  ex  alia  qualibet  juridicai  prt-^ 
ipilegiata  ac  privilegiatiseima  causa,  colore,  praetextu,  et  capite. 
otiam  in  corpore  jnris  clauso,  nullo  unquam  tempore  de  subr&k 
ptionis  rel  obreptionis  aut^  nuUitatis  .vitio  ^eu  intentionis  No-- 
atrae  aut  interesse  habentium  consenauSi  aKove  c^uoiibet  defo- 
ctu,  quantomvis  maj;no  et  substantiali  sive  et^am  ex  eo  quod 
aolemnitates  et  quaecumque  alia  forsan  servanda  et  adimplenday 
in  praemissis^minime  servMa  et  adimplieta  seu  causae,  propter 
quas  praesentea  emanaverij^t,  non  sufficienter  adductae,  verificatae, 
et  justificatae  fuerint|  notari,  impugnari,  autalias  infriDgi,  suspendi, 
restringi,  limitari^  vel  in  oontroversiam  vocari,  sive  adversus  eas 
restitutionis  in  integrum,  aperitionis  oris,  aut  aliad  quodcumque 
joris,  facti  vel  justiliae  remedium  irapetrari,  aut  sub  quibusvis  • 
contrariis  cpnstitutionibus/ revoCationibuSi  limitationibus ,  modi- 

r 

ficationibus,  decretia  ac  declarationibua  generalibus,  vel  specia-^ 
liboa  quomodolibet  factis^  niinime.posse  comprehfsadi,  eed  semper 


822 

it»  illitf  exeepfas  'etsBt  et  fore  ac  tanqukm  ex  PoDtificiae  f^roTi'» 
dentiae  officio^  certa' sdentia  et  poteslatiB  plenitadine  NostriA 
factas  et  emanatas  perpetao  yalidat  et  efRcacea  e:xistere,  et  fori 
9aosq6e' plenarios  ift  integros  'eiTectus  sortin,  et  obtinere,  ad  ab 
omnibas,  ad  qoos  Sj^eetat  <^t  quonio^olibet  speetabit,  ia  foto. 
i^m'  perpetuo,  inTiolabifiter  observari;  ab  supradictarum  Eccle'* 
siarum  Episcopis  et  Capitulis  aliisque,  quorum  favorem  prae— 
sentes  Nostrae  Litterae  concernunt,  perpetuis  fotaris  temporibas 
plenissime  suflragari  debere,  eosdemque  super  praemissis  omni* 
bus  et  singuKsy  yel  illorum  causa  ab  aliquibus  quavis  auclori* 
tate  fungentibus  quomodolibet  molestari^  perturbari,  inquietarty 
Vel  impediri  nec  ad  probationem ,  seu  verificationem  quorum- 
cunque  in  iisdem  praesentibus  narratorum  unquam  teneri,  ne* 
que  ad  id  in  judicio,  vel  extra  cogi  seu  compelli  posse,  et  si 
secus  super  bis  a  quoqoam  quavis  auctoritate  scienter  vel  icno- 
ranter  cohtigerit  attentaii,  irritum  et  prorsus  inane  esse  ac  fore 
volamus  atque  decernimas.  Non  obstantibus  de  jure  quaesito, 
tion  toUendo,  de  suppressionibas  committendis  ad  partes  voca- 
tis,  quorum  interest  aliisque  nostris  et  Cancellariae  Apostolicae 
regulisy  nec  non  Ecclesiaram  etiam  confirmalione  Apostolica. 
vel  quavis  firmitate  alia  roboratis  stitutis,  privilegiis  et  indulfia 
iguamvis  specifica  et  indlvidua  mentrone  dignis,  '  omnibusque  el 
flinguKs  Apostolicis  ac  in  synodalibus,  provincialibus  et  univer* 
salibtis  conciliis  edithi  specialibus  vel  generalibus  Constitutioni* 
bus^  et  Ordinationibus,  quibus  omnibus  et  singulis  illorum  teno^ 
res  praesentibas  pro  insertis  babentes^  ad  pra^missorum  effectum 
latissime  ac  plenissime  specialiter  et  expresse  scientia  et  po*- 
testatis  plenitudine  paribus  derogamas,  caeterisqae  contrariik 
quibuscunque.  Yolumus  insuper,  ut  praesentium  Ktterarum 
transiunptis  etiatti  impressis,  manu  tamen  alicujus  Notarii  publici 
subscriptisy  et  sigillo  personae  in  ecclesiastica  dignitate  consti* 
tutae  itounitisy  eadem  prorsus  fides  ubique  adbibeatur,  quaeipsia 
praesentibus  adbiberetur,  si  forent  adbibitae  vel  ostensae.  NnlH 
ergo  omnino  faominum  liccat  hanc  paginam  nostrae  sappres- 
sionis,  extinctionis,  annullationis,  reordiuationis ,  erectioniS)  dis- 
membrationis^  unionis,  aggregationis ,  applicationts  ^  concessionis^ 
indultiy  circumscriptionis^  assignationis ,  attributionis ,  statati, 
commissionis,  deputatiouis,  mandati;  decretii  derogationis  et 


S23 

lontatis  iofoogarey  yel,  ei  aii0ii  temerario  cootraira;  n  ^ia  antoii 
hoc  attenUre  praesitmpserit,  indigoationeni  onuiipotentia  O^i  ao 
Beatorum  Petri  et  Panli  Apoetolorom  qua  se  noverit  incorau^  ' 
Tum.  Datnm  Bomae  apad  aanctam  Mariam  Majoremv  Anno  iQcarnci*^ 
tionia  DominiGae  miUesimo  octiogentefimo  vigesimo  primo,  ^ 
dmo  aeptimo  Kalendaa  septembm,  Poptificstas  Noatri  Anno  vi- 
gesimo  secondo.  Loco  •{-  Plumbi. 

2. 

Kirehen^Pragmatik. 

Die  zar  Hersiellung  der  Diocesanverfassung  der  katlioli- 
achen  K.irche  in  ihren  Staaten  yereinten  Regierungen  haben  be« 
scblossen^  die  aussern  Verbaltnisse  der  oberrbeinischen  Kirchen- 
provinz  nod  der  sie  bildenden  Bisthdmer  naher  zu  bestimmen, 
und  moglichst  gleichformig  zu  ordnen.  Zu  dem  Ende  haben 
aie  folgende  Grundbestimmnng  als  bleibende  Norm  festgesetzt. 

!•  Verhaltnisse  der  katholitchen  Kirche  aam  Staete. 

§.  1.  Der  jLathoIischen  Kircbe  steht  das  freie  Bekennt- 
niss  ihres  Glaubens  und  die  ofienLliche  Ausiibung  ihrea  Cultua 
%u  y  ond  sie ,  geniesst  auch  in  dieaer  Hinaicht  mit  den  anden} 
im  Staate  oflentlich  anerkannten  christlichen  KirchengeseUschaf* 
teo  gleiche  Bechte» 

§.  2*  Der  volle  Genuss  dieser  Bechte'  steht  allen  katho- 
liscben  Kirch^gemeindeo ,  so  vfrie  aach  den  einzelnen  Katholi- 
ken  zu,  welche  zeither  in  keinem  Diocesanverbande  standen* 
£s  kann  in  keinem  der  eben;  erwahnten  Bisthiimer  irgend  eine 
Art  von  kirchlicher  Exemtion  statt  fiaden* 

§.  Ss  Jeder  Staat  iibi  die  ihm  als  nnver$usser1iche  Maje« 
atatsrecble  zustehenden  Bechte  des  Schutzes  ond  der  Oberauf- 
^cht  iiber  die  Kirche  in  ihrem  vollen  Umfange  aus. 

§.  4.  Die  von  dem  Erzbischofe  ond  den  iibrigen  kirchli* 
iJien  Behorden  ausgehenden,  allgemeinen  Anordnungen,  Kreis- 
achreiben  an  die  Geistlichkeit  und^die  Diocesanen,  dnrch  wel- 
che  dieselben  zn  etwas  verbunden  werden  soUen,  so  wie  auch 
alle  besondere  Verlugungen  von  Wichtigkeity  unterliegen  der 
Genehmigung  des  Staats,  und  konnen  nur  mit  der  ausdriick- 
)]chen  Bemerkung  der  Staatsgenehmigung  (placet)  kund  gemacht 
oder  erlassen  w:erdep* 

21* 


S24 

p 

I 

Ancli  solclie  aHgcmeine  kircliliclid  Anordnttngeii  tind  offentli- 
clien  Erlasse^  welche  reingeisiriclie  Gegenstande  betreffen/  aind 
den  Staatsl^etibfden  zur  Einsic&t  yorzulegen»  nnd  diirfen  nnr 
nacti  erfolgter  Staatsgenehmignng  knnd  gemacbt  werden. 

§.  5.  Alle  romisclie  BuIIen^  Breven  und  sonstige  Eriasstt 
miissen^  elie  sie  kund  gemacht  und  in  Anwendung  gebracht 
werdeu;  die  landesherrliche  Genehmigung  erhalten. 

Die  Staatsgenebmigung  ist  aber  nicht  nur  riir^aHe  nen  er- 
scbeineude  pabstliche*  Bullen  und  ConstifeUtionen ,  sondern  auch 
fiir  friihere  pabstliche  Anordnungen  nothwendig,  tobald  davon 
Gebranch  gemacht  werden  will.  ^ 

Auch  die  mit  Genehmigung  d^r  Regiemng  publicirten 
pabstlichen  nnd  sonstigen  kirchlichen  Erlasse  befaalten  jnar  so 
lange  Kraffc,  als  der  Staat  s^lne  Bewillignng  nicht  zurucknimmt. 

§.  6«  £ben  so  wie  dte  weltlichen  Mitglieder  der  katholi- 
sdpan  Kirche  stehen  auch  die  geistlichen  als  Staatsgenossen  un- 
ter  dea  Gesetzen  und  der  Gerichtsbarkeit  des  Staats. 

U*    Bild^Dg  der  oberrlielnitohctn  KirchenproTinz. 

§•  7.  fiie  Bisthumer  Rottenburg,  Freiburg,  Mainz, 
Fulila  und  Limburg  stehen  in  einem  Metropolitanverband 
und  bilden  die  oberrheinische  Kirchenprovinz. 

I)a  die  erzbischbfliche  Wiirde  auf  den  bischoflichen  Stnhl 
zu  Freiburg  bleibend  iibertragen  ist^  so  stehet  der  dortige  Bi<^ 
schof  >der  Frovinz  als  Erzbischof  vor. 

§.  8-  Die  ihrer  ursprungiichen  Bestimmung  gemass  wieder 
ber^estellte  Metropolitanverfassun|K  steht  unter  dem  Gesammt- 
acbutz  der  vereinten  Staaten. 

§•  9*  Provinzial-Synoden  konnen  nnr  mit  GeUehmigung 
der  vereinten  Staaten,  welche  denselben  Commissarien  beiord- 
nen,  gehalten  werden.    .Da  die  wichtigeren   den  Zeitumstand^ 

« 

und  der  fortschreitenden  Cultuf  entsprechenden  Verbesserungen 
in  Kirchensacben  von  denselben  erwartet  werden,  so  soll  in 
der  Begel  alle  zehn^Jahre  eine  solche  S^^node  statt  finden,  dte 
erste  aber  im  Ii^ufe  dec  niicbsten  fiinf  Jahre  gehalten  werden. 
Ausserdem  soll  zur  Erledignng  aller^  die  Kirchenprovinz  betre^ 
fenden  Verwaltungs-An^elegenheilen,  jafarlich'  eine  Sjnodal-Con- 
ferenz  .statt  finden'^  wozu  mit  Genehmignng^  der  Regierttng€ny 
der  Erzbischof ,  so  wie  auch  jeder  Bischof |  einen  BevoKmSch.- 
tigten  absendet. 


( 


m 


f*  10«  Ea  wird  aoyc^zUglicli  ein  STnodalgciricbt  0udices 
iu  parlibuB),^eb^det,  woz^u  aus.  jeder  der  funf  I)i6zeaea  der 
Provinz  ein  ^glied  abzuprdncjn  ist^'  die  Wahl  dieaes  Mitgli^- 
dea  hat  auf  dieselbe  Weise  luid  von  ^emselbea^Wahl-Collegiam 
zu  getcbeben,  -wie  bei  der  Biachoiswahl  adgeordi^  worden  isL 
Diese  Behorde  befaan^eity  unter  dem  Vorsftz  einea  aas  ihrer 
Mitte  von  ihr  aelbst  gewahl^n  Directors^  ala  Synodal-Gerichty 
sowohl  die  Beschwerden  hbherer  Art,  welclbe  gegen  Geistliche 
erhoben  werden,  ala  auch  aolche  Appellationssacbeny  welcfae  an 
eine  dritte  Inatanz  gelangen  konnen. 

§'  11«  Ea  konnen  daher  in  keinem  Falle  kirchliche  Strei- 
tigkeiten  der  KaUiolil^en  ^iuaeerhalb  der  Provinz  und  vor  aaa^ 
wiirtigen  Bichtern  verhandelt  werden.  .    ^ 

III.    Tom  Ersbischof. 

§.  12.  Der  Erzbischof  wird  sich,  bevor  er  in  seine  Amts- 
verrichtungen  eintritt,  gegen  die  Regierungen  der  vereinien  Staa- 
ten  eidlich  reserviren,  dass  er  sein  Amt  zur  Befbrd^rong  des 
Seelenlieils  der  Katholiken  in  der  Provinz  verwalten  und'  nichts 
unlernehmen  werde^  was  auf  irgend  eine  Art  zum  Nachlheil 
der  Rechte  der  Staaten  und  der  Bischofe  gereichen  k5nnte. 

§,  13.  Der  kirchlichen  Provinzialverfassung  gemass  wird 
der  Erzbischof  vorziiglich  folgende  Metropolitanrechte  ausiiben^ 
er  wird  a)  den  Vorsitz  und  das  Directorium  bei  Provinzialsy- 
noden  fiihren;  b)  die  personlichen  Klagen  gegen  die  Bischofe 
mit  den  Conprovinzial-Bischofen  untersuchen,  in  dcn  Fiillen 
ftber,  wo  auf  Deposition  oder  Privation  des  Angcklaglen  za  er- 
kennen  ware,  die  Sache  an  daa  Synodalgericht  (judices  in  par- 
tibns),  welches  im  Namen  dea  Pabstes  spricht,  zur  Fallung  dea 
Erkenatnisses  iiberwaiaen;  c)  fiir  die  in.  geeigneten  Fallen  an 
das  Metropolitah-Gericht  gehende  Appellation  sein  Kapitel  in 
zweiter  Instanz  aufstellen,  fiir  die  Behandlung  der  Streitsachen 
in  der  eigenen  Dibzese  aber  sein  Kapitel  in  2  Senate,  wovon 
der  eine  in  der  ersten,  und  der  andere  in  der  zweiten  Instanz 
zu  entscheiden  hat^  abtheilen;  d)  die  Bischofe  im  canotiiochcn 
Wege  zu  Erfilllung  ifarer  Amtspflichlen  anhalten,  und  erforder- 
lichen  Falls  nach  vorhergegangener  lliicksprache  mit  dem  <be- 
trefFenden  Staate  das  jus  supplendi  ^  ausiiben ;     e)  die  bischofli* 


/ 


\ 


S2S 

chen  Didcesen  der  ProTinz  jeaocli  nnr  aus  wiclitigen  GtOnden, 
nnd  mit  Genehmigong  des  betrefienden  Staates,  iw^Tcher  nach 
G^tbefinden  einen  landesherrlichen  Commissar  lieiordnen  wird, 
▼isitirea;  t)  fur  die  TeWaisten  Elirchen,  jedoch  nnbeachadeit 
der  Rechte  der  Domkapitel,  sorgen,  daher  auch  in  Nothnmen, 
wenn  der  pabatliche  Stuhl  erledigt  oder  der  Pabat  unzugang- 
lich  oder  auf  welche  Art  ea  auch  aey,  gehindert  sejn  aollte, 
allen  Bedurfniasen  seiner  Provinz  vorzustehen;  g)  namentlich 
aber  aeine  urspriinglichen  Confirmationsrechte  und  Pflichten 
ausubeni  wenn  die  geistllche  Bestatigung  eiaea  neuen  Bischoft 
innerhalb  der  Zeit  Ton  6  Monaten,  binnen  welcher  die  bi- 
achoflichen  Sitze  wieder  besetzt  seyn  sollen,  nic|it  erfolgt,  ea 
sej,  dass  keij|;ie  Gninde  der  Verweigerung  angegeben  oder  daas 
die  angegebenen  von  dem  Sjnbdalgericht  auf  iinrichtigen  That- 
aachen  beruhendy  oder  unerheblich  befunden  worden,  oder  dasa 
'der  pabstliche  Stuhl  selbst  in  dieSer  Zeit  erledigt  oder  gehin- 
dert  seyn  sollte. 

§•  14«  In  Erledigungs-  oder  Hinderungs -Fallen  des  erz- 
bischbfliclien  Stuhls  tritt  der  alteste  Bischof  der  .Provinz  von 
^tlechtswegen  in  die  Verwaltung  der  Metropolitanrechte  und 
Verrichtungen  ein,  und  das  bestehende  Metropolitangericht  wird 
von  ihm  bevollmachtigt. 

IV.    Bildmg  der  DioceMn. 
§•  15.    Die  fiinf  Blsthumer  der  oberrheinisdien  Kirchen- 
|MrovinB  '  aind  in  Gemassheit   der  festgea^tzten  Begel   gebildet, 
4isiss  aich'die  Grenzen  der  Didcesea  auf  die  Grenzen  der  Staa- 
«teii^  fiir.  welehe  Bisthiimer  errichtet  aind,  erstrecken» 

§.  i^.  Eine  jede  Diocese  wird  in  Dekanatsbezirke  einge- 
tbeilty  deren  Umfffng,  so  viel  thnnlich^  mit  jenen  der  V«rwaL 
tungsbezirke  ^bereinstimmen  soIL 

~'     §.  17.    nie  Katholiken,    welche  seither    in   keinem   oder 
iAft  eidem   Geistlichen   anderdr  Confessionen    ira  Pfatrverbande 
Aknden  j    werden  '  einer  der  im  Bisthum  besf ehenden  Pfarreien 
zngellieilf.      '     ' 

'5*  18.  iHr/wo  es  zweckmSssig  erscheint,  soU  mit  Emver- 
itandniss  ^er  biifchofliclien  Behbrde  eine  neue  Pfarreintheilnng 
zur  hessern  Regulirung  der  Pfarrsprengel  vorgenomnlen  werden. 


m 

.  >$•  19*  Die  l^iscboflip^ea  StiiLl^  in  cler  Proviiiz  .  werd^ 
j()ii^tjicb  duar-ch  ^e  Wa)il  h^s^zL .  Ui6  Watl  i«t  folgeode : 
«)  d^s  WA]){ko^)efium  bijdgt  Bich  bej  je^^in  /v<jrkoiuinen4ea 
Wahl-Akt  aas  dcn  sammtlicben  Milglicdern  des.  DomkapjLels  una 
«uier,dei*  geaetslicheki  ZaU  der  Dpipkiipitul^reo  pleic|tien  An- 
zabl  hiezu  (at  §•  35*)  e»gens  .geMrablten  Dekane}  b)  dai^  ^^hlf 
laeUegiiiiii.WftbU  durch  absolute  St^oieQmebrheit  drei  G^stliQbe 
aas  dem  Diocesan-iQlerus.  *  Unter  diciBea  wird^^derjenige  als  Bi- 
•chof  pcp^lamiH,  den  das.  laadesberrliche  Veto  nicbt  anascbltesst  3 
is)-  der  g«o£en  Wablverbl^ndlung  wird;  eiu  landesberrlicber  Comr 
jnisaiir  beiwobnea. 

§•  20.  Znm  Biscbpf  kAna  nur.  ein  Gqistlichior  .gewablt 
y^ej:ie]if  wejph^r  ;eip.  Peutscbei'  von  Geburt  und  Staatabiirg^r 
des  Staats^  wonn  sich  der  erledigte  Bischofssits  befuidet,  oder 
«iner'  der  Staatei>>  itt,  Mrelcbe  ^icb '  zu  >  dieser  Oiocese  yereinigt 
haben.  .Nebst  d^  vorgeachritibenea  caQOuischen  £igen8ctiaft^ 
i^t  erforderlich ,  dass  derselbe  weDigstens.  i^cbt  Jahre  ^aog  ent- 
weder  die  Seelsorge^  ein  akademisqbea  Lehramt  oder  ^qst^einp 
kircblicbe  Stelle  mit  VerdieQst  nnd  ^Auszeichnung  verwaltet  ba- 
be,  50  wie  auch  dei:  inlandischen  Staats-und  Kircbenverfas- 
aung,  der  Gesetze  und  Einrichtungen  kuhdig  sey. 

^.  2i.  Der  Gewalilte  hat  sicb  alsbald  nacb  der  Wabl 
\regen  seiner  Beslati^nng  dn  datf  Ob^rhau|>t  der  kii^cne  zu  wen- 
den/'  Vor  d^er  Consekration.  die  der  Erzbiscbof  aelbsCodtr  mit 
eeinera ,  Efnvei^standniss  ein  anderer  BlicHof  in  der  Provlnz  vor. 
zunehroen  hat^  legt'  derselbedem  L&ndesn&rm' folgeilden  £U 
ab:  Ich  schwore  und  verspreche  bei  den  heiligeii ,  EvaDgelieli 
Goltesy  Sr.  kopigl.  Majestat  (Sr.  koniglicben  Hobeit  don  'Grpss- 
herzoge  etc.)  und  AUerbochstdero  Kacbfolgern^  ao  wie  den  Ge- 
"setzen  des  Staats  Geborsam  und  Trene.  Ferner  .vera^ii^ecbe  icht 
'k.eine  Einverstandnisse'  zu  unterbalt^n,  ah  keiner  Beratltschla- 
gung  Tbeil  zu  ncbmen,  und  weder  im  Inn-  noch  im  Auslaiicl^ 
yerbindimgea.eipu^ehep/  welche  c^ie  oflentliche  Buhe  gefahr- 
den  ;;  vielmehr,  ^venn  ich  von  irgend  einem  Anschlage  zum 
Nachthejle  des  S^alea,  .  sey  e«  in  me|ner  pipc^f  oder  andera* 
wo^  Kunde  erballen  sollle,^  «olcbe»  Sr^  konigl.  Maje^lel  (Sr. 
\onigI;  £tobeit}  zu  erofinen. 


I  :  §'  OL  Kftdk  «riaogter  Comocn&m  tritt  der  Biichof  in 
j^  TQUe  Aa»i9>iuig  der  wnit  dem  Epiacopate  verbmidebeQ  ftechte 
mid  FflitihieD^  ttnd  er  wird  hierin  vom  Steate  nicht  'our  niefat 
gahtndert^  eondem  Tidmehr  gegen  alle  aOBsere  Besdhranknpg 
geaohatist 

Zogleieh  yriri  aber  anch  der  Staat  daritber  wachen ,  -  daaa 
der  Bisdtof  aeine  Ainttwlrkaanikat  dea  Didsesancn  geiitliehea 
.wd  weltlichen  StaOdee  in  der  Abaicht,  aie  an  aoawirtige  geiat» 
Ucbe  Behorden  so  verweiaen,  nicht  venage. 

§•  iS*  Dioseaan^-Synoden  konnea  vom  Bischofe^  wenn  aie 
nbtfaig  erachtet  werden,  nor  mit  Genehmigong  dea  Landeahem 
zmammenberofen  u^id  im  Beiseyo  landesherrlicher  Commisaarien 
gehalten  werden*  Die  darih  gefassten  Beachlasae  unterjiegen 
der  Staatsgenehmigung  nach  Maasgabe  der  in  den  §§.  4.  u.  6- 
feslgeaelzten  Bestimmun^en. 

$•24.  Jeder  Btscbof  oder  Bisthumaverwalter  ateht  in 
freier  Verbinduog  nrit  dem  Oberbaupte  d^  Kirche,  jedoch 
muasen  dieaelben  die  aus  dem  M^tropolitanverbande  hervorge- 
henden  Verhaltniaae  jedenseit  beriicksichtigen* 

YI.    Vom  Domkapitel. 

§.  25*  Die  Beaet;Eong  der  DomkapituIarsteUen  geachidit 
bei  kiinftigen,  Erledigungen  durch  die  Wahl  und  awiar  aof  dia 
namliche  Art,  wie  aie  oben  §.  19-  lit.  a«  b.  und  c«  beatimmt  iati 

§.  26»  Der  Landes|ierr  bej^eichnet  nach  yeruehmong  dea 
Biichofa  uod  Kapitela  den  Dpmkapitularen^  welcher  «onvDoiB- 
dekan  nu  befordern  iat.  und  der  Biachof  aetzt  ihn  in  aein 
Amt  ein. 

$•  27.  Zu  Domkapitularatellen  konnon  nur  Diozesangeiat- 
liche  gelaagen,  welche  Prieater,  dreiatig  Xahre  alt  und  tadello^ 
sen  Wandels  sind,  vorziigliche  theologische  Kenntnisse  besitzen^ 
wenigstens  sechs  Jabre  ein  offentliches  Kirchen-  oder  akademi- 
sches  Lehramt  mit  Auszeichnun^g  verwaltet  l^aben ,  und  fuit  der 
Landesverfassung  genjui  bekannt  sind. 

§.  28.  Das  Domkapitel  einer  jeden  Calhedralkirche  tritt 
in  deu  vollen  Wiikungskreis  der  alten  Presbyterien,  und  bildet 
unter  dem  Bischof  die  oberste  Verwaltungsbeiiorde  der  Diozese. 
Der  Dekan  Tuhrt  die  Direktion.  Die  Verwaltungsform  ist  kol^ 
iegialiscli. 


$1  t9.  IHis  Dmkiifild'  mc^  mit  fpmtMiA^  .«eift  fdr 
die  Di6xeBaiuVtrwdtaiig,  wom  dir  Bisdidfslii»  giU4cWt^  odtt 
•rledigt  Mt;  im  ktttin  Falle  hit  jddoeli  fiek  Meaii^thlM  Baii 
Sidii,  KQgliicli  an-dis  Spiit^ifit  DidMNinVirmlMig  di  it^tii^ 

§»  80*  Die  gance  Didziiaiiverwaltung'  wird  fiir  •  ^dto  DiSH 
sesiifen  gdatliclien  «nd  welUiclieD  Standii  'oaenffgcldUch  ge« 
fdhrt,  iind  -ea  kdenefi  smt  naai^  fixfidBlioHigiliiikriD  arnge^ 
»iUt  werden,  dabar  «uch.'  liniier  tdieiitt  £xpeditioifigdMihrev 
-weder  Ton  ionlandiaehen ,  noch  ron  aiirifindiBchen  Bebordeai  , 
Taxen  oder  Abgaben,  Ton  wekher'Art  aia  aucb^  aejn  n&geiiy 
«iboben  werden  kdnnen*  "^  •  '     f 

VIL    Ton  den  Delanen. 

$•  Sl«   Die  D^anate  werden  unter  gemeinscbafllicbeqi  Ein^    , 
▼erstandnisie  der  Regierung    und   biachollicben  fieborden    mit 
Tnirdigen  Pfarreriij  welche  auch  in  Verwaltun^sj^eacliaften  ^eiibt 
aind.  besetzt. 

5.  S2.  Die  Dekanen  aind'  die  unmittelbaren  Xircblichen 
Vorgesetzten  der  in  ihren  Dekanatsbezicken  angestellt^  Geist- 
licben.  Sie  baben  iiber  die  geeigneten  Gegenstande  an  die  Re- 
gierungi-  und  biscboilicben  Betiorden  zu  berichten^  und  dio 
abnen  Ton  daber  asugebenden  Weisungen  zn  vonzielieii.  ,£ine 
«igene  Inatmction  zeigt  ihnen  den  Kreis  ihrer '  Amts^ksai»« 
luit  Tor. 

§.  SS.  Eine  der  geaetzUchen  Zabl  der  Oomkapittalaren 
gleiciie  Anzabi  Ton  Dekanen,  durch  die  aSmnitlicben  Dikan^ 
der  Di5zes6.  aus  ihrer  Mitte  gewahlt,  bildet  mil  den  Domkapitii^ 
laren  nacfa  Bestimmung  des  §.  19.  das  Wablkollegium,  WGid'lliOt 
in  der  daselbst  festgesetzten  Form  bei  der  Wahl  aowohl  dea 
Sischofs  ala  auch  der  Domkapitularen  mitzuwirken, 

YIII.  Yon  der  GeMtlicbkeit  un  AllgeineiDen* 
§,  S4*  Ein  jeder  der  Tereinten  Staaten  wird^  wo^  dieaea 
vicht  bereits  statt  .findet^  fiir  die  zweckmassige  Biidung  der 
Candidaten  dea  katboliachen  geistliqhen  Stapdes.  dadiircb  aor- 
geo^  dass  entweder  eine  katholiscbe  theologi^che  LehraiYstalt  . 
*^rrichtet,  nnd  ala  Facnltat  mit^der  Landes^-Uniyersitat  Tereinigt 
Trerde).  oder  daaa  die  Candidaten  ndtbiginfa^Ia,  aua  deip  allger 
meinen  katholiscben  Kirdbenfond  der  Diozeae  unteratutzt  wer- 


dant    lun  eia«  «pf  diete  Art  mgmcbLdt  UmTBnitiH:  iii  der 
Proyinz  besuchen  zo  konnen*     . 

$«  85.  IXie  CancUfleten  des  geiitlichen  Slendee  werden 
nacli  Tollendeten  dreijakrigep  tbeoiogiachen  Studien  einJalu'  itt 
Prieaterseoiinar  zum  Praktiachen  der  Seelaorge  ansgefai]de.t;  und 
zwar  in  so  weit  nnentgeltlich^  ak  die  in  I>otatiJans*UckuadeB 
fiir  die  Seminarien  auageseteten  Snmmen  hinreichen. 

$.  S6*  In  daa  Seminar  werden  nnr  diejenigen  Candidaten 
aufgenomaien,  welche  in  einer  durch  die  Staats».  vnd  bisQhbfli^ 
cfaen-Behprden  geraein$chaftlich  yorzunehraenden  Prftfung  gut 
bestanden  und  eut  Erlangung  des  landesherrlichen  Xiachtitela> 
der  ihnen  unter  obiger  Voraussetzun^  e^theilt  wird^  wiirdig  be- 
funden  worden  sind. 

§'  37.  Der  la^desherrliche'  Tischtitet  giebt  die '  tirkundli- 
che  Versicherung ,  dass  im  einlretenden  Fallie  der  hicht  ver— 
achuldeten  Dienstunfahigkeit  der  dem  geistHthen  Stande  ange- 
messene  Unterhalt,  wofur  ein  Minimum  von  jahrlich  5  bis'  400 
Gulden  festgesetzt  wiid^  so  wie  die  besondere  Vergiilnng  fiir 
Kur-  und  PflegK.08teu  subsidiarisch  .  werde  geleistet  werden. 
Von.den  Titulaten  kann  nur  ein  billiger  Ersalz  gefordert  wer- 
den,  wenn  er  in  bessere  Vcrmogensumstande  kommt^  oder  in 
der  Folge  eine  Pfrtinde  erhalt^  welche  mehr  ala  die  Congrua 
abAvirft. 

.  §,  S8*  In  jeder  Diozese  wird  jahrlich  Ton  einer  durch  die 
Staats-  und  bischoflichen  Behorden  gemeinschaftlich  anzuord- 
nenden  Commission  eineConcurspriifung  mit  denjenigen  Geist— 
liohen  yorgenommen,  welche  zu  einef  Pfarrei^  oder  zu  sonst  ei- 
ner  Kirchenpfrunde  befdrdert  zu  werden  wiinschen.  Zu  dieser 
Priifung  werden  nur  Geistlicbe  zugelassen,  welche  wenigstena 
zwei  Jahre  lang  in  der  Seelsorge  als  Hiilfspriester  angestellt 
waren,  und  gnte  Zeugnisse  ihrer  Vorgesetztifn  uber  ihren  Wan- 
del  TorIegen« 

$.  39^  I)ie  in  Folge  dieser  .Priifnng  aieh  ergebenJk  Ch»- 
aifikatiott  wird  bei  kiinftigen  Bdordemngen  der  Gefiruften  fae. 
riick'!fiohtigt  t 

§.  40.  Ebenso  wird  eine  Clasaen-Eiotheilengf  der  Pfarreien 
nnd  sonstlgeti  Kirchenpfriinden  nadh  dem  Grade  •ibrer ,  Wicli- 
tSglbeie  und  ibree  Ertyaga  gefisrtig^.  doMit  aueh  Aie  PatJej^tte,.  w^ 


«81 

cfae^ntir  Kozresan  GeiltikbeprSsentirAi  kdaiiiRii   !8nr0"AiiB^M 
lueTnacfa  einzarichten  Termogen. 

'§.  41.  Eein  Geistlicher  kann  zn  gleicber  Ztit  2  Kirdien'- 
pfrtinden,  deren  eine  jeSe  die  Congrua  ertragt,  besitzen,  voti 
-welcher  Art  sie  aoch  seyen,  und  nnter  welch^m  Vorbehalte  ek 
auch  geschehen  wolle.  Ein  jeder  muss  an  der  Spitze  seiuer 
Pfrunde  T^ohnen,  und  kann  sich  nur  mit  Erlaubniss  auf  eintgb 
Zeit  Yon  derselben  enlfernen. 

§•  42.  Kein  Geistlicher  kann  ohne  Einwilligung  seinisa 
Landesherrn  Wurdeu,  Pensionen^  Orden  oder  Ehrentitel  von 
Auswartigen  annehmen. 

§.  43.  Jeder  Geistliche  wird,  bevor  er  die  kirchliche  In- 
stitution  zu  einer  ihm  verliehenen  Kirchenstelle  erhalt,  dem 
Oberhaupte  des  Slaates  den  £id  der  Tfeue  aBIegen^  dem  Bischof 
aber  den  canonidcheii  Gehoream  geloben. 

§.  44.  Der,  Staat  gewahrt  den  Geiatlichen  jede  zur  Erful- 
lung  ibrer  Beraf^eschafte  erCdVderliche  gesetzliche  Unterstuz- 
zung,  und  Bchutzt  sie  in  dem  Genusse  der  ihrer  Amtawiirda 
gebnhrenden  Achtung  ai>d  Auszeichnung. 

^.  45.  Den  Geistlich^n,  so  wie  den  Weltlichen  bleibt^  wt> 
immer  ein  Missbrauch  der  geistlichen  Gewalt  gegen  sie  atatt 
findet,  der  Hecura  an  die  Landesbel^orde. 

IX.    Vom  Kirchenyermogen. 

■ 

5«  46*  Die  yerwaltttngsweise  der  fiir  den  bisdioflioheo 
Tiseb,  djts  Domkapitel  und  Seminar  ^angewiesenen  Dotationen^ 
ao  wie  des  dem  Erzbischpfe  bestimmten  Beitrags,  wird  jedcffr 
Staat  naeh  scinier  Verfassung  und  den  hieriiber  bestehenden 
Vorschriften  anordnep* 

§•  4/.  Die  Giiter  der  katliolisdien  Kirchenpfriinden  eo 
wie  alle  allgemeine  und  besondere  kirchliohe  Fonds  -werden 
miter  Milaufsicht  des  Bitfcho£i  an  ihrer  Vallatandigkeit  erbalteny 
«md  k&nnen  auf  keine  Weise  vm  andern  ale  katholischen  kircb- 
lichen  Zwecken  verwendet  werden.  Die  Congrua  der  Pfarr- 
pfrfinden  soll,  wo  dies» "wenigjer  als.5  bis'600  Gulden  ertra- 
gen,  ^ach  nnd  nach  kxkt  dsese:  Siimme  ethohet  werden/  Das 
Terwaltong  deif  niedeniitisGheppfrcuiden  -wird  in  den*  EKoSen 


I 
l 

d«r  Natsiimer^  w«kbe  «ich  Iii^rbei  iiftdi  den  in  jedem  $Uate 
bettehendea  Vorachriftea  ca  richien  hAbeny  gelassea.  • 
.<  /  ^  48*  In  jedem  der  vereintea  Staatea  wird,  ao  bald  es 
Ihuidich  iat|  eia  aUgemeiner  katholiacher  Kirchenfond  gebilde^ 
liua  vrelchem  aolcfie  katbolische  kirchliohe  BedUrfnisse  aua- 
hiiUaweise  m  bestreiten  aind,  zu  deren  Befiriedigung  Niemand 
eine  geaetzliche  Verbindlichkeit  hat,  oder  keine  Mittel  vorhan- 
den  aind*  ^ 

8. 

Formular  dea  Fimdationa^  liutmmenta, 

Wir  etc,  etc. 

Totna  titnlna.    . 

(Hier  tind  nach  §.  2.  des  ProtocoUi  der  87.  Zttsaminenkiiiift  Ut.  B.  a.  die 
frdhem  reditlichea  Verhaltnitse  der  kxrchlichen  Einrichtang  )edet 
Landet »  nnd  die  httherige  Sorge  fiir  einen  hleibenden  Zuttand  der- 
eelben  knra  anfeuftihren  und  dann  fortznfahren:)    , 

Um  za  dieaem  Zwecke  zu  gelangen,  haben  Wir  una  mit 
mehreren  Fiiraten  nnd  Regierongen  freier  Stadte  4ea  deutachen 
Bundea  vereinigt,  und  uber  diesen  wiohligen  Gegenaland  iiber- 
iiaupty  inabeaondere  aber  zur  Begriindang  einer  eignen  kirch- 
licfaen  ProTioz  3erathungen  gepilogen. 

In  Folge  derselben  h^ben  Wir  Init  dilaen  Fiirsten  nnd 
freien  StiLdten  zu  Frankfurt  am  Main  durch  Bevoihniichtigte 
nnter  dem  7ten  Oetober  1318  einen  Veitrag  abgeachloaseiH  aach 
duFch  eine  nach  Rom  abgeordnete  Gesandtachaft  mit  dem  Ober- 
hanpt  der  katholiachen  Kirche  Verabredungen  getroffen,  woraaf 
nnter  deml6ten  Aug.1821  dieBulle:  Provida  aoleraque  elc. 
€tc.  erfolgt  iat.  Nachdem  wir  nao  mit  denjenigen  der  yereiq- 
ten  Staaten,  welche  Bisthiimer  theila  errichten)  theila  neu  eitt<- 
zichteny  nnter  dem  8ten  Febr.  d.  J«  einen  weitem  Vertrag  ab- 
geacfalosaen  haben  nnd  dieae  Biathiimer  in  eine  Kirchenprovinz, 
welcher  der  Biachof  zu  Freiburg  ala  Erzbiachof  Toretehet,. 
Yereinigfc  werden,  ,ao  woUen  Wir  fiir  llna  und  Unaere  Nach-. 
folger  zum  Beaaten  nnd  zur  vollkommenen  Beruhignng  d^ 
Katholiken  Unaerer  Lande  hiermit.  und  in  Kraft  dieaer  Uxkunde 
ein  Landeabisthmn  (neu)  begriindati  geatiftet  und  ausgeataLtet 
^ei^  «o  wie  l^ir  hjermit  dieeea  Landealiiathttm  dermaaaen  be- 


gruncieii,  stiften  and  anssf atten ,  dass  es  ^^  -diese  TheSlef  tJnse^ 
rer.Lande  enthalteD,  welche  in  der  deeBfalla  aosgeferligten,  die- 
ser  Urknnde  beigescUosaenen  Die<e&an*-Beai;Iireibinig  Teifteich- 
net  rindy  so  dass  von  nun  an  aoich  die  Katholiken,  M^lehe 
froher  in  keinem  Didzeian-YeFbande  etanden»  diesem  Landc^ 
bistham,  mit  infhebung  aller  Art  von  kircfalicher  Etemtion 
einzelner  Peraonen  oder  ganzer  Kdrperaehafteily  zngetheiH  sind. 

Der  Sitz  des  Biachofs .  und  seines  Kapitela  iat  in  unserer 
Stadt  .•••  wo  die  Kirche  (bisherige  Pfarrkirche)  zum  heiligen 
N.  N.  ala  bischoiliche  Kathedrale  besteht  (zur  bischoflichen  Ka* 
thedrale  erhoben  wird). 

Zar  bleibenden  BegrHndang  .dieses  Bisthiims  and  seiner 
Anatalten  haben  Wir  (nacb  Vernehmang  Unseres  Geheimen 
Batha),  nnd  nnter  ZuBtimniung  Unserer  getrenen  Stande  (aia 
Ausstattting  angewieseB);    1)  An  Hautern  etc.  etc.     2)  an  lie- 

j  ■  • 

genden  Grtinden  etc.  etc.  S)  fin  weiteren  jihrlichen  Einkuhften 
a)  an  Friichten  b)  an  Gold  bei  dem  Kameral-Amte  ^.  zu 
beziehen. 

Au8  dieser  Dotation  wird  bestimmt  l)  fiir  den  biachofll- 
chen  Tisch  jahrUch  — * 

(Hier  ist  der  Inhalt  einer  jeden  Dotations-Urkunde  fnr  die 
Kirchenstellen,  und  kirchlichen  Anstelten  einzehi  einzascbalten.) 

in  Summa: 

Alle  Theile  dieser  Dotation  an  Gebaudeu,  Gmndstiickeh 
und  Elnknnften,  soUen  unter  der  Mitanfsicht  des  Bischofs  in 
ihrer  Vollst&ndigkeit  erhalten^  werden^  nnd  sind  auf  keine  Weiaii 
2u  'anderen,  «b  zti  katholisch-kirchlichen  Zvrecken  za  Terwlen'- 
den.'  Fiir  die  an£  Kameral-Aemter  jahrlich  angewiesenea  £{»>- 
k&nftiB  hafteii  die  Domfinial-^^Giiter  dieserAemter  als  Unterpfand. 
Wir  behriten  aber  Un^  und  Unseren  Ifachfolgem  Tor:  dieae 
Einkiinfte  nach  ihran  Werth^  in  Gmnd.fSgenthnfli  oder  JEio- 
kiinfte  aus  demselben  umzuwandeln. 

Die' Verwaltnng   dieser  Ausvtattong  wird*  nach    den    von 

Uns  hieitlber  (im  EinverstaHdtiissi^  mit  Unsem  getreuen  Scfin>- 

*    den)  festzosetBenden  Vorschrifteii  gefSthrt  werden.  •    - 

Indem  Wir  durcfar  diese^^liAnng-ufiid-AMstattang  Ats  Lao- 
d^bistfauBs  Unsere  ^otzagliih&  S^falt  fiir  ^^  Mit^ieder  d«r 
kathoHldien  Kii^dib'  Unsteie^  L^«8^kiiMd'4httily  nmd  ^9B  hM- 


M4 

^nden^  ZttilBnd  ihmr  Uvchliofaen  l^iDriclitungtti  begrundMi^ 
••iaieii  Wir  aU  Beaohutaer  4er  Kirche  und  Stiiter  des  neuea 
Bisthume  fe&t,  daBs  die  Ton  Une  zogleich  gegeben»  Kirchea- 
pragoiiitilL  von  dem  Erzbisohof ,  vm  Unnerem  Laadesbi^chofy 
ttnd  Toin  fleinem  Pc^mkepitel,  genau  befolgt  verde« 

Als  Bedingniflfl  obiger  Unaerer  Stifltung  wolleu  Wjr  inftb^ 
aondece  hiermit  genehmigt  und  fettgesebit  haben,  da»e 

1)  der  biflchoiliche  Stuhl  durch  diiB  Wahl  beeetzt  werde, 
die  Wahlform  aber  folgende  sej;  a)  d«8  Wahlcollegiuni  bildet 
eich  in  jedem  vorkpmmenden  Walilakt  aua  deu  aammtlichen 
Mitgliedern  des  DomkapilelSy  nnd  einer  der  gesetzlichen  Zahl 
der  Domkapitulare  gleichen  Anzahl  bierzu  eigens  gewahlter  De- 
cane.  b)  Das  WahlcoIIegium  wahlt  durch  abaolute  Stunmeo- 
Mehrheit  drei  Subjecte  aua  dem  Diozeean^Klenu;  unter  dieaen 
wirdderjenige  als  Bischof  proclamirt,  den  Unser  Jandeaherrli* 
chea  Yeto  nicht  ausachlieaat.  In  dieser  Hinsicht  behalten  Wir 
Uns  VDr,  von  dem  Uns  >zustehenden  Bechte,  exclusivam  zu  ge- 
ben,  yor  der  Wahl  Qebrauch  zu  macheuy  nach  geschehener 
Wahl  aber,  welche  nur  in  Gegenwart  einee  von  Uns  eigens 
daztt  beauftragten  Kommissars  vorzunehmen  ist,  durch  Aus- 
iibung  dea  Veto  entweder  aus  den  drei  gewahlten  S|ibjecten 
durch  Verwerfuiig  der  zwei  andern  deujenigen,  weloheo  Wir 
als  G^wahlten  anerkennen^  sogleich  zu  bezeidiuen,  oder  iti  Falle 
Wir  Unszur  Verwerfung  aller  drei  Gewahltea  veranhisst  fin- 
den  sollten^  eine  neue  Wahl  eintreten  zu  lassen;  im  letztera 
Falle  werden  Wir  jedoch  die  Grunde  der  Rekosation  anzugeben 
nicht  anstehen.  c)  Das  Besultat  der  vorgenommenen  Wahlen 
wird  zwar,  sobald  die  drei  Subjecte  vorschriftmassig  geiriihU 
sind,  dem  Wafalcollegiom  erofihet,  und  sofort  zo  Unserer  Keont- 
nies  gebracfaty  der  Wahlakt  selbst  aber  soU  erst  nach  Unaerer 
derauf  erfolgten  Erklarnng  als  vollendet  angeaeheOi  und  danti 
die  getroffene  Wahi  promulgirt  werden.    • 

2)  Znm  Bischof  kann  nur  ein  Oeistlicher  gewablt  werden, 
welcher  ein  Deutacher  von  Geburt  ulid  Biirger  Unseres  Staetea, 
oder  eines  der  Staaten  ist,  welche  sich  an  Unacr  Landesbisthum 
abgeschlossen  haben.  Nebst  den  vorgeschriebeneo  kanonischen 
Eigenschaften  ist  erforderlidi,  dass  derselbe  wenigstens  8  Jahra 
lang  «ntweder  ,di«  Seielsorge,  eio  akadeniischea  Lekcamt^   oder 


m 

MtttAlt  tfaa  kirtthKtlie  SlcDt  «nik  Terifi^iMi'  ohd  Atttoeioliiimg 
Terwaltet  faabe,  so  wie  auch  der  inlandieohen  •StaaU--  mid  Kit* 
^ieDgetefse  mid  fiinrichlnngeii  limdig  sey, 
-:  '8»)  0er(gewifahe  Biscfaof^  der  iogleich  naeh  Tolkndetem 
Wahlakte  an  die  Spitze  der  fiibsesan-Verwaltang  zu  treten  dee 
Aeefat  haty  wird  aUbald  nach  derWahl  solche  deu  Oberhaupte 
der  katholischen  Kirche  anzeigen,  und  um  die  Bestatigmig  an«* 
euehen ,  zugleich  wird  er  sich  auch  wegen  des  fnformativ-J^ro- 
seesea  an  den  £rzbischo£  wenden. 

Vor  der  Consekration,  die  der  Erzbiscfaof  selbst,  oder  mit 
aeinem  EinyerstiindnisB  ein  anderer  Bischof  in  der  ProTinz  top- 
zvneiimen  faat,  legt  deraelbe  Una  deu  in  der  Kircfaen-Pragmatik 
vorgeichriebenen  £id  ab. 

4)  Nacfa  erlapgter  Consekration    tritt    der   Biscfaof  in   die 

< 

▼«lle  Ausiibung  der  mit  dem  Episcopat  verbundenen  Aecfata 
und  Pilicfaten,  nnd  Wir  werden  Sorge  tragen,  dass  er  faierin 
nicfat  nur  nicfat  gefaindert^  sondern  \ielmefar  gegen  alle  auaae* 
ren  Beachrankungen  kraflig  geschntzt  werde.  Zogleich  abar 
werden  Wit  darub«r  wacfaen,  dass  der  Biscfaof  scine  Amt»wirk- 
aamkeit  den,  Diozeaanen  geistlichen  und  weltlichen  Standeai 
in  der  Absicht^  aie  an  auswiirtige  geistlicfae  Befaorden  za  ver* 
weiseny  nioht  versage* 

5)  Da  in  keinem  Falle  kircbliche  Streitsachen  der  Katho- 
I&en  unserer  Lande  ausserhalh  der  Kircfaenprovinz  und  vou 
«nawartigen  Bicfatern  verfaandelt  werden,  aondern  za  firledi* 
gnng  BOlcher  Appellations-Sacfaeni  welche  an  eine  dritte  Instanz 
^elangen  konnen,  so  y/ne  der  Beschwerden  hofaerer  Art  gegen 
'Geistlichey  ein  Sjnodalgericbt  (judices  in  partibus)  gebildet  wei^ 
den  BoUf  woza  aus  jeder  Diozese  der  Provinz  ein  Mitglied  ab« 
suordnen  ist,  so  hat  die  Wafal  dieses  Mitgliedes  auf  dieselbe 
Weiae  und  von  demselben  Wafalcollegium  zu  gescfaefaen,  wie 
oben  bei  der  Biscfaofswafal  angeordnet  worden  ist.  Den  Di- 
rector  werden  die  Synodalricfater  aus  ifarer  Mitte  wafalen.  Aus*- 
aerdem  aoll  zur  £rl,ediguug  allery  die  Kircfaenprovins  betreiTen- 
den,  Verwaltungsangelegenfaeiten  jafarlich  eine  Synodal-Conferenz 
Ton  Abgeordnelen  aua  jeder  der  fuiif  Diozesen  Statt  habeD» 
Die  BevoUmiichdgUHg  und  In^truirung  dea .  Abgeotdneten  aua 
Unaerem  •  LaBdesbiatliHm  bleibt,    naoh   Torauagegengener 


% 


83« 

spracbe,  uiid  dngebolCer  lanleilienliclien  Genehiiiigiuig  imt 
xeiiberigen  Biechof  uberlaeaen. 

6}  Die  Besetzong  der  Domkepitalar-Stellen  gescbiebt  bei 
kiinftigen  Erledigangen  aul  die  namliche  Weiee^  wie  die  dea  hu 
scbofilichen  Sitzea,  durch  daa  Wahl-CoUegiamy  welchea  drei  In« 
dividuen  erwahlt,  aua  denen  Wir  eines  emennen,  jedocb  mil 
der  Beatimmung ,  daaa  Una  frei  atehe^  alle  drei  Gewahlte  'obne 
Angabe  der  Grunde  su  yerwerfen.  Ueber  die  Ernennung  dec 
Domcaplane  behalten  Wir  Uns  und  Unsern  Nachfolgern  die  je* 
derzeitige  Verstandigung  mit  dem  Bischofe  vor. 

7)  Zur  Stelle  eines  Domkapitularen  konnen  nnr  Didzeaan« 
Geiatliche  gelangen,  welcbe  Friester,  dreissig  Jahre  alt,  tadeUo- 
'  aen  Wandels  sind,  vorziigliche'  theologische  Kenntnisse  besitzei]| 
und  wenigstens  secbs  Jahre  ein  ofientlichea  Kirchen*  oder  aka. 
demisches  Lehr-Amt  mit  Auszeichnung  verwaltet  habeni  su- 
gleich/aber  mit  der  Landes-Verfassung  genau  bekannt  sind. 

8}  Wir  werden  uach  Vernehmung  dea  Bischofs  und  dea 
Kapitela  den  Domkapitularen ,  welcher  zum  Domdecan  sn  be- 
fordem  ist|  bezeichnen,  und  der  Bischof  setst  ibn  in  aein 
Amt  ein. 

9)  Da^  DoQikapitel  der  Katbedral-Kirche  tritt  in  den  vol- 
len  Wirkungskreis  der  alten  Presbyterien,  und  bildet  nnter  deni 
Biscbof  die  oberste  Verwaltungs-Behorde  der  Diozesen|  sorgt 
aucb  auf  gesetzliche  Weise  fiir  die  Diozesan-Verwaltung,  wenn 
der  Biscbofesitz  gehipdert  oder  erledJgt  ist.  Der  Dekan  fuhrt 
die  Direction;  die  Verwaltungsform  ist '  kollegialiach, 

10)  Die  gan^e  Diozesan- Verwaltung  fiir  die  Diozesanen 
geiatlichen  und  weltlichen  Standes  wird  unentgeldlicb  gefiibrt; 
nnr  massige  Expeditions-Gebuhren  sind  verstattet  Demnach 
diirfen  auch '  ausser  dergleichen  Expedilions  -  Gebiihren  weder 
Yon  inlandiscben  ^  nocb  von  auslandischen  geistlicben  Behbrden 
Tazen  oder  Abgaben,  von  welcber  Art  sie  auch  aeyen  und  wie 

,aie  auch  Namen  baben  mogen^  erhoben  werden. 

11)  Zufolge  der  ihrer  urspriinghchen  Verfassung  gemaaa 
wieder  hergestellten  Metropolitan-Verfassung ,  welche,  soweit  ea 
Unsere  katholischeti  Unterthanen  angeht,  ynter  Unserem  beson- 
dern  Scbutze  stehet,  iibt  der  Erzbiscbof  folgende  Metropolitan- 
Rechte  aua:    a)  £r  {librt  den  Voraitz  und  daa  Directorium  bei 


S37 

ProTinzial-Synoden*  b)  Er  hat  di«  personlichen  Klagen  gegen 
die  BiAcliofe  mit  den  Conprovinzial-Biscbofen  zu  untersudien ; 
in  den  Fallen  aber,  wo  auf  Depoaition  oder  Privation  dea  An. 
geUagten  zu  erkennen  iat,  die  Sacbe  an  daa  Synodal-Gericbt 
(jndices  in  partibus),  welcbes  im  Nameii  des  Pabstes  spricbt, 
zur  Fallung  des  Erkenntiiisses  zu  iiberweisen;  dann  c)  fiir  die 
in  geeigneten  Fallen  an  das  Metropolitan-Gericbt  gebeiiden  Ap- 
peUationen  sein  Kapitel  als  Gericbt  zweiter  Instanz  aufzustellen  (fur 
die  Bebandlung  der  Streitsacben  in  der  eigenen  Diozese  aber 
seiu  Kapitel  in  zwet  Senate,  wovon  der  eine  in  der  ersten  und 
der  andere  in  der  zweiten  Instanz  zu  entscbeiden  bat,  abzu- 
tbeilen);  ferner  d)  die  Biscbofe  im  kanoniscben  Wege  sjar 
ErfuIIung  ibrer  Amtspflicbten  anzubalteni  und  erforderlicben 
'  Falls ,  nach  vorbergegangener  Riickspracbe  mit  dem  betreffen— 
den  StaatSi  das  jus  supplendi  auszuiiben.  e)  £r  wird  die  bi- 
•choflichen  Diozesen  der  Provinz,  jedocb  nur  aus  wichtigen 
Griinden  und  mit  Genebmiguiig  des  betreflenden  Staates,  weU 
cber  nach  Gutbefinden  einen  landesberrlichen  Kommissar  ihm 
beiordnen  wird^  visitiren.  f)  £r  hat  fiir  die  verwaisten  Kir* 
cheri|  jedoch  unbeschadet  der  fiechte  der  Domkapile!,  zu  sor- 
geuy  daher  anch  in  Nothfailen,  wenn  der  pabstlicbe  Stuhl  er- 
ledigt,  oder  der  Pabst  unzuganglicfa^  oder^  auf  welche  Art  es 
auch  sej,  gehiDdert  tfeyn  soUte,  allen  Bediirfnissen  der  Provinz 
▼orzusehen;  g)  namentlich  aber  seine  urspriinglicben  Confirma- 
tions-  und  Consecrations-Rechte  und  pflichten  auszuiiben^  wenn 
die  pabstliche.  Bestatigung  eines  neuen  Bischofs  innerhalb  der 
Zeit  Yon  secbs  'Monaten,  binnen  welcber  die  biscboflicben  Sitze 
wieder  besetzt  seyn  solleuy  nicht  erfolgt;  es  sej,  dass  keine 
Griinde  der  Verweigerung  angegeben,  oder  dass  die  aogegebe— 
nen  von  dem  Sjnodalgericbte  auf  unrzchtigen  Tbatsachen  be- 
ruhend  oder  unerbeblicb  befuoden  wurden,  oder  dass  der 
pabstliche  Stuhl  selbst  in  dieser  Zeit  erledigt  oder  gehindert 
seyn  sollte. 

12)  Im  £rled]gnngs-  oder  Hinderungs-Falle  des  erzbiscbof- 
lichen  Stubls  tritt  der  alteste  Biscbof  der  Provinz  von  Recbts- 
wegen  in  die  Verwaltung  der  Metropolitan-Recbte  und  Ver- 
richtungen  ein,  und  das  bestehende  Metropolitan-Gericht  wird 
von  ihm  bevoUmachtigt. 

22 


888 

ZugWksh  luitien  Wir<  flir  4i^  wijtfieniclmftliab^  Billuiig  d«r 
eum  geistiiidlAeii  SUnde  heiliwtat^a  Itidiyidtte]}  d^cli  (bier.  \rer. 
;ie](l  di^  iu  rjed)iin  *eiMslneu«Sl^8te  m  dieser  Bessiebupg-  getrof- 
ff^neivodov  tiafolg^  4ear  Ki^obtft-ygi^flttk  nQOh  gia  Ireffie^eii 
CinricbtungeQ  ^AfdichaJltc^)  •^***  ieeovgt^  «Ad  wenle^  duixh 
d|e  fftbeiluag  d^  Xisehiitel  an  die  zu  weihenden,  auf  d^n 
Fidl  (des  nicht  Vjerscholdetea  Dienit-Unfahigkeity    iur,  dieee{b(BO 

^orgen. 

Zi|  niebrorer  Beki-aflLigong  und  znt  Biebernng  der  genaaeti 
yoH^iehjong  4ee  Vorbeftagtea,  beben  Wir  von  gegenwartigpa 
3tiftungs-Briefe  zwei  gleichl^utende  XJrsGbriften  fertigen  leMeo, 
lArovoo  die  JSioe  ia  Un^erem  Staate-Archive,  die  Andete  in  dem 
Arcbive  des  JLandesbisfthumi  su  hinterlegen  iat  i^Urfaandlich  Uti- 
aerer  hocbifteigenhandigen  Namens*Unterschrift  ub^  dei  beige- 
druckten  grosieren  Insiegela* 

Gegeben  in  Unierer  Haupt-  und    Reaideossffadt  .  •  •  •   dea 

Im  Jabre  voa  Uiuerea  Herrn  iGrebttrty  dem  •  •  •  •  Pnaerer 

Regierung* 

4. 

Grundmge  %u  eaur    Kereinbarung   iiber   dU  FsrAdUnUse.  der 
,    katheliec/ien  Kirche  in  ieutschen  BundeeetaaUn, 

(Beilage  zum  Protokoll  der  siebenzehnten  Zusammenkunft  vom 

80.  April  1818.) 

Berichtigt  id  Gemassheit  der  neaesten  iQstruktScneny  tind  der  Kiemach  in 
der  ISten  ond  19ten  Zasammenkanft  '^efassten  Bescbliiftse. 

f.  1.     7tc  Zusammenkunft.  No.  1.     Der  katboKschen 

Kirche,    als   einer  religiosen  Gesellscbarft  im  Staate,   stebt  das 

freie  ungdiinderte  Bekenntniss  ihrea    Glaubens    nnd    die^  freie 

offentliche  Ausiibung  ihres  Kultus  mit  allen  Rechten  zu,    wie 

sie  aus  den  wesentlichen  Grundsatzen  ihrer  Konfession  iliessen. 

und  wie  sie-  dieaelben   in    Gemassheit  jener  Grundsatze  btsber 

besessen  hat. 

^  5*  2*    ^^^  Staat  hat  daher  die  PKIcht,  nicht  nur  die  Hin- 

dernisse?  mbgliclist  zu  beseitigen,  welche  die  kalholische  Kirche 

in  der  Ausiibung  ihrer  von  ihm  garantirten  Rechte  storen  konn- 


*}  Vrgl.  Dieneaesten   GrDndlagen  der  dentsch-kathoU 
Kirchenrerfasflang  in  Actenst iicke-iu    Stnttgart  1821; 


fBti,  fondam  ihr  ntidi  diijcnigen  ttittd  sa  *  gvv^lhnni^y    «rtfdie 
sur  Enreicfaung  obiger  2w«cke  'Wetendlch  ndthi^  «Itid. 

5.  8»^  l0tB  Zusaiameiiltiinft  BiiiL'^ 0if,f.>  2«  Sine 
nt&ei^e  recbtliidie  BeetiMmng  eybiih  Qiee^  Sat«  ^uroir  den  85. 
uod  62-  %*  dee  Reicfae-DepatatioBd.HeQplidblaeeee^  dttrcb  wel- 
chen  die  Goter  der  Slifter,  Abteien  und  IQdeCer  xw«r  der  >rreien 
nnd  f  idlen  Dis|K>sltim  dir  Laade»*Herren ,  yedoeh  unter  dem 
bestiitiinten  Voi-befaalt  uberlaseen  wardeUy  den  Aufw^and  itir  den 
^otteedienst,  Unterricht  <  und  andere  gemeiniiutsige  Anstalten 
daraus  zu  bestreiten^  und  (hsbesondere  den  Domkirohen  eine 
feete^  uttd  Meibendo  Ausstattung  zu  Terscfaaffen. 

§•  4*     Be  mnse  demnach  der  Staat    A)  die   wesentH- 
ehen  Erfordernisse    und    Beddrfnisse    der    Kirefae 
roguliren^  und     B)  ifare    rechtlichen   Vorhaltnisee 
"bestimmen. 

5.  5*  J^  wesentliGhen  Erfordernisso  und  Bedui^fnis^e  der 
Kirche  sind:  e)  dio  fintheiliing  der  Dioceseii.  b)- Die  £rrich- 
tung  und  Besetzung  der  Bisthumer.  o)  Die  KonstituitiiiB|f  iek' 
Domkapitel,  Gencralvikariate,  und  anderer  biscfaofltchen  Befatiru 
den.  d)  firuehuogs*  und  liofaere  Lehramtalteu »  atich  Priester- 
Seminarien.  e)  Einrichtungen  in  Bezieliung  auf  die  Seeleorge. 
f)  Die  Wiederhersteljung  der  Metropolitan-Verfaiiltniseey   und  •g) 

Die  Dotation.  

.  §.  6.    Di,e  rechtliohen  Verfaaltaisse   der  Kirchft. 
eind  festzu setzen:    a)  In  Beziehung  «uf  den.  StaaL     b)  In 
Beziefanng  -auf  das  Oberfaenpt  der  Kircfae.    0}  ln  Beziehnng  auf 
andere.  cfaiistlicfae  Konfessions*Verwandte. 

A)  Erfoi^dernisse  und  Bediirfnisse  der  Kircfae. 

a)  Eintheilang  der  Diocesen. 

%.  1.    2te  Zusammenkunft.  A.  1.     Auf  die  bisfaerigen 

Bi;stfaumer  ia  Teutschland  und  ifare  Grenzen  kann  im  Allgemei- 

lien  keine  Ruckaicfat  ^enommen  werden^  sondern  die  politiscfaen 

Grenzen  'cinzelner  teutsclien  Staaten  bezeicfanen   aucfa  die  Gren^ 

zen  der  darin  befindlichen  oder  neu  zu  erricfatenden  Bistfauii^er. 

f .  B*    I  bi d.  2.     Sollte  dafaer  in  der  Folge  ein  teutscfaer  Staat 

/^inen  Zuwachs  an  kalhpliaoheiL  Untertfaanen  erfaalten,   so  sollen 

auch  diese  den^  inlttndiechen  Bischoffe  oder«  wenn  deren  meh- 

22* 


l^ht  MShiiitfa  iitf^;'  dem  ViacbfiMn  <^erg6orAnM,  mtd  vm  d- 
lel*  Vierbitidhiig  ritit  deiii"l>Uberigen  Bischoffe,  nach  kanoniadier 
Fotei,  gemmV  yricieiu  * 

^.  9«  Ibid.  3.  In  der  VorauBsetsmng,  dassbei  atark  L^ 
v51kerteny  oder  in  ihi^en  einzelnen  Theilen  geographiach.  m  aehr 
>getrenttten  Biath&nerti  durch  bi8ch5fQicbe  Vikariate  oder  Koin- 
miaaanate  die  kirchliche  Verwaltung  hinlKnglioh  gefordert  wer- 
den  mfisse,  wird  das  Maximum  der  Seelenzahl  eine^  BiaUittms 
(es  gehore  nun  Einem  Staate  oder  mehreren  Staaten  gemein- 
*  schafUich  an)  auf  800,000  Seelen  festgeaetzt 

§.  10.  Ibid.  4.    Die  Beatimmnng  der  Zahl  der  Bisthiimer,' 
der  biachofllichen  Silze,   nnd  der  Grenxen   einzelner  Erz-  und 
Biathiimer  hangt  yon  dem  Landeaherm  ab,    theila  ala   solchem, 
theiia  als  Dotator  deraelbeU;  jedoch  unteT  Beobachtunig  der  ka- 
noniachen  Formen. 

$•  ll>  4ta  Znaammenkunft  A.  12*  Staoten*  welche 
keinen  eigenen  Bischoff  aufznateUen  gedenken,  k&nnen  aich  nn- 
ter  beaondera  zu  verabredenden  Beatpunungen  an  einen  ande- 
xen  Bundeaataat  anachlieasen. 

§.  12.  2te  Zusammenknnft  4.  Diesem  znfolge  faaben 
Seine  K5nigliche  Majestat  von  IViirtemberg  die  Absicht,  for 
dj6  katholbchen  Lahdestheile  Ihrea  Staata  mit  einer  Bevolke-- 

rung  von Seelen  ein  Bisthum,  mit  dem  Sitze  in  Ro- 

tenbnrg^  zu  errichten,  nnd  haben  hiezu  bereita  die  wesehtlich- 
aten,  Anordnungen  getrofien. 

Seine  Konigliche  Hoheit  der  Grossherzog  von  Baden  wer* 
den  iur  dJe   katholischen  Landestheile  Ihrea  Staats  mit    einer 

Bev5lkerung  von Seelen   ein  Bisthum,  nebst  den  nothi- 

gen  bischofilichen  Kommissariaten,  errichten,  und  behalten  Sfch 
die  Bestimmung  des  bischofflichen  Sitzes  vor. 

Seine  K(5nigliche  Hoheit  der  Grossherzog  von  Hessen  wer- 
den  fiir  elne  SeeleilziEihl  von  •  •  •  •  das  bereits  bestehende  Bis-« 
thum  zu  Mainz  'erhaTten  und  ihre  sammtKchen  katholischen  Latt- 
destlieiie  mit  demselbeh  vereinfgen.'  '    '    ^ 

Seine  Konigliche '  Hoheit  ddr^Kurftirst  von  Hessen  nit  . .  •  • 
talhollscheritJflterthknrti.  .'.  :      •       ' 

S6lne'H66hru!rAl?cii^'Dar<ihIddKiht  dei*  Herzbg  vt>n  Itessa^ 
thit  .  ;  .  .'Stfdeb^    erklaren  t^lSufi^  sidh  bereit';   stcfa  dem  in 


/ 


I 
/ 


841 

•chickliahen  Orteii  m,  •rriqhtend^ri  |>i|icbQ01ifBber  Y^kf^inte  /odeJf 
KommisMriate  nnd  iinter  den  im  ▼origen  jf«  entludteoen  3e-r 
slimmimgen  «nzDtchHessen»  / 

Seine  HochfilTitlicfae  Dorchlancht  der  Herzog  von  Olden- 
Imi^  behalten  ea  aich  vor,  nnter  der  Bedingnng  eines  fiir  01- 
denbnrg  zn  errichtenden  eignen  bischofflichen  Vikariats»  an  ein 
demnachst  geeignet  beCnndenes  Bisthum  sich  anzuschUessen* 

Aehnliche  £rk]arnugeit  iiber  die  kunftige  Verbindung  mic 
bischdfnichen  Diocesen  heben  aich  alle  ubrigen  Theilnohmer  an 
diesen  Verhandlungen  ebenfalls  vorbefaalten. 

fa)  Betetsaiig  der  Bistbumer* 

§•  18.  4te  Zuaammenknnft*  B.  1.  Wenn  ,der  bi* 
schoflUche  Sitz  behindert  oder.  erledigt  ist,  fuhrt  dds  Domka^ 
pitely  nnter  dem  Vorsitz  des  DomdechantSy  anf  die  durch  die 
Kkdiengesetae  -bezeiohnete  Weise,  die  Diocesan-Verwaltung.  Die 
WiederbesetznDg  eines  etledigten  bischoniiohen'  Sitzes  g^schieht 
dnreh  eine  kanon>sche  Wahl  auf  folgende  Art:  ^ 

^ammtliche  Landdekane  der  Diocese  wafalen  aus  ifarer  Mitte 
iind  zwar^r  jeden  Fall  einer  Bischoffswahl  auPs  neue  eine 
der  gesetzKchen  Zahl  der  Domkapitularen  gleiche  Anzahl  voa 
Dekanen.  Diese  werden  dem  Domkapitel  beigegeben  nnd  bil- 
den  mit  den  DomfaeiTn  das  Wahl-KoUegiom. 

Vor  der  W«hl  steht  dem  Landesherrn  das  aus  dem  jure 
drca  sacra  fliessende  Recht  zu,  die  excIusiVam  zaertfaeileni 
die  ,Wahl  selbst  geschiefat  aber  ner  Jn  Gegenwait  eines  landes- 
herrlichen  Kommisaars^  auf  die  gewohnUche  Art  des  kanoni- 
afchen  Sarutiniai(Ds,  und  jedes  Mitglied  der  Diocesan-GristUchkeit 
ist,  nnter  Voraussetzung  seiner  TaugUohkeit,  wafalbar. 

*  Das  Wafalkapitel  erwafalt  drei  taugliche  Persouen,  aus  wel- 
cfaen  der  Landesherr  denjenigen  benennt,  welcher  die  bischoff- 
liche  Wurde  erhalty  falls  er  nicht  voa  dem  ifafOy  jedoch  nor 
nnter  Angabe  der  Griinde,  zustehenden  Reknsationsrecht .  Ge- 
brauch  macfat;  in  welcfaem  letzteren  FaUe  daa  gebildete  Wahl<«' 
koUegium  eine  nene  Wahl  vorzunehmen^hat* 

§•  14.*6te  Znsa^mmenkunft  B«  4«  Bisohoff  kann  nnr 
csn  Geistlkher  werdeni  der  eia  iToalacher  voAtGebuit  und 
StAfltsbilrgttr  dea  Staata  ist,  .wnrin  der  BUchoff  aeineii  Sitz  hat, 


9i& 

oder  eitm  deJr  StMlai ,  dift  elntti  gimtfnscbAflttdtoA  Biachoff 
habeDy  dat  kanoniiehe  AUiei\  uttd  die  th«ologi8cli«r  Studbn  mifc 
anfigesieichiieteiii  Erfolge  Toileii4et  bat.  £ri  ams  vor  aeiaer 
Emennnng  wenigstens  8  JabT«  bing,  .  etitweder  aicb  der  Sedr 
aorge  gewidmet,  odilr  ein  boberds  Lebramt  ▼eraeheBiy  odj^^aich 
sonst  in  kircUichen  Geschaften  geiibt  habeny  nnd  drer  anlaiidi- 
schen  St.aata-  und  KirchenverfaesiHig^  Qeeetae  und  Einrichlnagea 
Londig  Beyn»  Zudem  muae  er  gQto  Zeugnisae  ^  Sitten^  dAt 
Silers  un^  rdigidser  Vertran^Uteit  for  sicb  haben» 

§.  Ii5»  ibidem  6.  Wentt  deo  Sischofi  ernannt  ist,  macht* 
das  Kapitel  dem  £rzbisc]»ofi»  wid  'darch  die  Staatsbehord&  dem 
Pabste  dle  Torlaufige  Anzeige  Aaton*  Erstere^  fiibrt  den  Ja- 
formatiKpirOzese  y  ond  schidc^  denoselbfia  aar  fiabstbcben  Bestati* 
gUng  des  £rnaant^ii  auf  dem  BamUafaeiK  Wege  bach  Rotn,  wet* 
che  Best&liguqg  langstens  binnen.  vier  tfoQalen  erwrtAt  wirdU. 
;So)he  ixk  dies^  bestimmten  ZeiC  keine  £iitschliessuiig>  enfoljgaOf 
80  tritt  der  £rzbiecbofl'  in  seino  urspriuigUchep ,  xom  Xhell  ia 
TeuUcUand  noch.  nbliQbeii  Koit&mations-B^ble  nnd  Pflich-, 
tep  ein* 

.  Erheb^  abei;  4er  Pabstr  iiber  die  Persoa  des  Ei;wjwten  lo- 
nerhalb  jener  Zeit  Anstiindet  ao  ^vA  er.  diesetlbisaiia  dfjii  Pso^. 
yin^^  unter  dem  Vorsitz  einea  Bischiifis.  und  unto.  landeeherr^. 
licher  Mitwirkung  durch  ma  oig^ea  dafitf  ^bildete^iGwicbt^ 
^ssen  Jbnordjauog,  ^iaem  jeden  S^aat  zu  iiberlasseo.r  ist^  un» 
t^f^siuchiq^  u^d  p^pa  laa^eQ«.  Weno.  sicii  die.  Anstaiide  uabe^ 
gijindelj  iV^n^»  .sp  wird  dfar  Pabst  imierbalb  s^w^  Afonatea 
naph:  dfm  JBrkfnntniss  die  fiestatigung  ertjieilen »  und  weiv^  i^ie 
nicbt.  erfoig;!;, .  fip  trjiJI:  die  erjsbischoEQjche  BesUitignng-^uf  obfii». 
angezeigle  Weise.  ein^.  aiAdj  aber  die  Anstiiade  be^i^udety  so..lla« 
det  ^iqe  ^ne^e  .WaU  sMt*  I,.., 

%.  16.  Ib^d!ei9#/    NephdekKa  der  neu  ejmanutfl  ftifcboff  .ba*- 
^^tii^,  wir4  (V  ^om  J^sbiiphQfi'-;  kqna^rir^ .   ,< 

,  f,  i7.  .I^i4%m.  Yori  der  l^^isekration  legt  dsF  JgisGhofir 
dem  f/aadcal^srrn  i(o)geil49i:ISid  aih :  „Icb  scWorei  und  ver- 
spreche  bei  dien  beiligtfn  £,van^liea  .Goltea,  Seii^ec  KonigHcben 
]^fi^sMil*.(Seiij#*j.  KpnigJich^n.I^obeit  ^w-  Q4wA^3qge.|Btc.))und 
AUerbvoUrtdero.  ^a^bAii^mQ»  «9  ^Q  4^rQeeet»ent  des  Staato 
GebpivsiD  undXreue»   Eerner  vers^epbe  ichi.keia  £invef:sli«idr 


94S 

m»  2a  tmleilMlten',  ^an  keiiier  B6r«lh^cld4igiiii^  Tb^l  ;zu-  neb^ 
iHen,  nnd  keine  verdilcttlge  TerWndieingen  weder  im  in*  ndeh 
nn  Aoalande  211  habeiij  «i^elohe  41^ 'dfleotltobe  Riili*  gefSbrden, 
Uttd  \renn  ieh  v<m  irgend^  einenk  Anadilage  zum  Naclitfaeile  des- 
StamtSy  iey  ^a  in  mriiier'  I^ivcege  oder  anderewo^  Kiinde  ei^bal- 
ten  aollle,  «o  werde  ieh  es  Seiner  K&nigliidml' JUiB.jefltat  (Seiner* 
Kooii^hen  Hobeit)  fifroafoeii.'^ 

^»18*  Ibidem  8.  pem  Pabtote  habdn  die  En»-  nnd  M- 
schofie  folgende  «ohriMiche  Angelobuiig  durch  die  Staalsbehdrdo' 
nach  Rom  bu  sphicken :  '  ^,£go  H.  diectas  et  liobinatlis  JEccle- 
•iae  N.  arehiepiscopus  (episcopus)  promilto/  Sailctissimo  T>o-^ 
.  mido  N.  Bapa«  ej^is^ne  siiceessoribu^'  eanosi^e  intraiilibus  otie-; 
dkfnttam  canonieam  juxisi  decreta'*  universslis  ecdesiae  me  exhi*' 
bitnrum^  )ura  et  autotitatem  ecclesiae  datholicae  def^idenda  el' 
jtromo^Mda'  cuttrboy-  et  divitaum  muinjs  regeodae  ecclesiae  N* 
mthi'  camttnssom-  in  aiiiiiiarttm  populique  salttlenr  pib  Viribue' 
me  ex^ctttnrdJn  Bp^ndeoJ* 

I  •  r 

^'     Itiid.d.  Da  die  Von  denEi^z.  linABiscbofieb,  sbwlevonallen 
GeSbtlichen  abzolegende  Glaubensprofessidn   bllltg  einfacher   g^-' 
ibsst  AVerdeti  solltt^^    sb  erwa^tet  man^vbii  der  ersten  Sy^odal- 
Y^fskinmltinigeitie  ^eckhi&ssige  Abandehmg/ 

§.191'  7te  ^ttsatnmenknnfl.' 5.  Sbbald  ete  neu  er-' 
naniiter-BisMioff  bestStigt  und  kbtfs^rirt  ist,  tritt  er  insdin' 
Aint  und^  in*  den  Ger)ud6  seiher  EHnkiihfte  ein.^  ErkaiibiS^dh  nuh 
an,  ans  eigenem  Recfate/ seine  Dibcese  frei,  wie  es^^der*  lcathoii* 
scfaert  Kircfaenvdrfassttng'  gerfiSss  ist,  '  v^rwalten,  '  und''  ^t  wird 
hierftt '  Vom  Staat  riicfat  nur  nicht  gehindert ,  ibnderh'  vlfelmebr 
gegen  alle'au)ii^n  Be6ehraokung^'^<^cMtzt  werden.  '^Et  hat 
das  Recht,  oUes  dasjenige  zu  tfaun,  was,  zur  Erhaltung  ikr  ka- 
tholisbfaen  Lefarei  ^Betbrderung  dW  Mseiplib^ufad  det  Litur'^ 
.  gie,  seito  AWt  von  ifarti  fordert.  '•  '  - 

§.  20.  ibid^eni  6.  £&  findet^  demnach  keiod  E^dmtioh 
eihzelnierl^ersoneii  oder'  'gani;er  Rorperscfaaftett''  vohi'  l>iocesan- 
Vcrbande  uttd  der  blrfdiofmchcn  Jurfeitfctiob  statt. 

'  '  §.21'*  9te-Zu^8ateriie'fifcutttt.  18/  Dem*  Aiscboff' slehi 
^ns  'fcsriihticfae  €en9ur-  ttrid  Bft^f^itcLt  gegen  Laiei)  tiiid'  Geist. 
lfche'^ttr   E»  karih^ali^l'  in' Jolgenden ^PaHen  liur  uiiVcr  Mftvi^ir. 


N 


munikatioa,  anszuspredien  iiirare*, .  -  y^nder«  yergeliDngAn  der 
Laien  gegen  dje  Kirciben^iiQlit  siod^  Wjopn  ^ia  in  den  pfarr- 
a^ntlichen  ^efugmf^en  liegenden  BeleliruDgeni  firjoalikiaDgeii  und 
Verweise  nicht  znj;  Besaerung  fulired»  voq  dem  Pfaxramte  «n 
die  Staatsbeborde  zu  briuget^  luid  allein  vpn.dieaer  zu  ahnden 
und  zu  bestrafen;  2)  wenn  gegen  Geialliohe  wegen.achwerer 
Veraaumung  odeir  Verletzung  ^hrer  DieoatpfUchten »  odev  ^eg^ 
unsittlichen  LebenswandeU,  atrex^ere  Stnifeckenntiiiafe  nothwe»- 
dig  werden^  iila;  Suap^nsion  vom  Amte,  GefaAigniee^  DimisaiiMiy 
Absetzung/und,  bei  erwieaener  Unwiirdigkeit  .pdev  UnlaugliGii* 
keit  zum  geistlichen  Stande^  £ntlas8ung  aua  demaelben  etc. 

Li  diesem  letzteren  Falle  liegt  ea  dem.Biachofie  ob,  dm 
verurtheilten  Geistlibben  mit  Aufhebung  aller  aiia  den  Weihaa 
entspringenden  Vortheile  und  Verbindlichkeiten  ^  uod  mifc  Vm* 
lust  des  Tafeltitelsy  in  den  Laienstand  zuriickzusetzen*  Gerin^ 
gere  Vergehungen  der  Geistlichen,  und  solche^  wekhe.  kein  6£^ 
ilsntlichea  Aergernisa  veranlasst  haben,  konnea  von  der  bjw 
Bchofilichen  B^ehorde,  durch  £rmahi)t|Dgen^.  Vei^weiae  Bntp  ii 
iibungen  und  andere  dergleichen  Disciplinar^trafai^  ohna  Mil«» 
wirkung  der  Staatsbehorde  geahndet  werden;  hin^gea  bleifct. 
.auch  hier  d^m  Geistlichen  der  repursus  ab  abnau  an  die  Staata- 
behorde  QjTen. 

Haflet  Gefahr  auf  d^  Verzug,  ao  ist  der  Bischpff  oder 
aein  Vikariiit  zwar  befugt,  Suspension  varlii|ifig  EU.eijbeflMtiy 
jedoch  verpflichtet,  dayon  der  Staatsbehorde  aojffat  .An«eige  m 
macheu*  , 

§.  22f  Vermoge  dieser  Disciplinar-Gewalt  atieht  d^m  .fii«- 
achofle  daa  Becht  zu^  Von  den  gegen  die  rein  ^atboliadie  Leh- 
vf^  aDstoasen^en  DjfupJfSfJiriften  den  Gebrauch  b,#i.  dfientlichfn 
JOieligi^nsvorlriigen.  in  Kir^he  und  Schiile,  j^^ch,  nuv  mit  Vcmt^. 
w^ssen  und  Bewilliguug  deaj^taat^»  zu  verVijeten» 

^  y.  23v.Ibidem  1^..  /ijift^  ert^ieiU  der.Biactoff  ia.aUen 
ki^c^licl^en , ATigeI«f§§pbeiteii  .ohftp^A^jpahme,  . wena..drii]««idn 
Ursachea  vorhanden  sind^  die  erfok^derlichen  DiiypiDiiaalioiim-' 
N^5^entlich  kann.  ,Cff,  eif?[?p.;jVeI^-,odfjr,OrdeiisgeiatIicheo,  wenn 


jkmlto  liiiiliui|ISdlie>>  atk^^S^BJghdD^liiMUiHW 

dtn  LliUhittMid '2fQrJickv«mlzefl.     '        '*  -    i  ' '^ 

$.24.  10t«  ZnsaitMnfeilkunft.  D.8.  t>er'  fligentliciie 
AmU^EUifkMft  dea  Bi^offii  ailf  holiere  rnii  medisre  L^raiisiaU 
tta  beadiFiuikt  tAA  hlos  atif  daa  religiose,  Ai«  iibrige  Leitang 
devaelben  uod  uatnenflicli  dief  BestkDinadg  der  Lehrgegenstande 
geht  aber  ledigfich  Tom  Staate  ous.  ' 

.  12te  Zaea^tt^enkunft.  §.  L  G.  Sdllter  der  Bhcho^ 
ciBe>  UnterMiehaug  in  Beziehong  aof  die  Lehre  der  Universi* 
ta4s^PrefibS8Qren  fUr  nothig  erachten,  89  kanri  solche  dioht  ah- 
ders  al»  auf  Verrugung  der  Regierung  atatt  finden. 

c)  KonstftairQDg  der  Bomkapitely  Generalvikariate  nnd 

anderer  kirchliclien   Behorden. 

§.  26«  2te  Zusammenkunft.  A.  6-  Bei  jeder  hU 
acbdfflichen  Kirohe  soU  ein  Domkapitei  beatehen,  welcfaes  nacl^ 
^der  iGrdsse  dea^Sprengels  mit  einer  rerh&ltmssmSssigen  Aiizaht 
▼on  Kapitularen  und  Domkapldnen  besetzt  werden  soU;  jedoclif 
werden  bei  dem  grossten  Bisthnm  8  Kapitularft  Und  '  6  Dbm-' 
ki^hitte  altf  zureichend  erkannt  Dtoi  Domkapitd/als  aolchem, 
ateht  ein  Domdecbant  vor,  welcher  die  Oeconomica  nach  ^e* 
mainachaftliohem  Bedarfbisse  des  Kapitela  zu  leiten  hat,  und, 
Bo  wie  all^  D^i^mherren,  'unter  Anfsicht  und  Leitung  dds  Bi« 
achoiFa  steht. 

§.  26*     14te  ZiTBammenkunft    DSe  Stellen  des  6ene« 
xalvikeve  und  eines  Wtihbtschoffii  werden  so  vid  thiinlich  ih, 
eHier  Jhtteete  ^vereihii^  und  beide  SteUen^  ao  wie  die  des  Dom-\ 
plarr^s  und  dea  Seminariom-Vorstehera/  ana  der  Mitte  dHa 
D«lnkiipite]i>  beset«t      ' 

5*  27«  ^te  Zueamm^nkunft  B.  11«  Die  Emennung 
dar  Domkepitiriarey  mit  Ai^snahme  des  Domdechants,  gielschfeht^ 
abwechselnd  von  dem  Landesherrn  nnd  deib  BisGhofie;  '  tJfhiii^ 
ist  jedoch  verbunden,  vorber  dM  Gutabhten  ^^etn^s  Kapitela'  eiii- 
zttbekn>  mird  keine  dem  ftegenteu  missfjUige  Piersfoneu  za  er- 
numm,  «Die  geschdtette  Etiieniiubg  miterliegt^  de/ landesyrf- 
liehea  BeatMgung.  •  >    ^  ^        :         < 

S-  3&    Ibid«  11.  ^'D!er  erate'  komtituirung  dea  Kapiteta 


916 

gMdiicbt  aoBnabtesweiM   imr  v6n  *clrai  LMSesIieiTn  'ailB  dmi 
katholisohea  KkriM  des  Lanclea   und  iiaoh  eiogezogmein  •  (iiil^' 
aditen    der    zu    den  lirohlichen   Angelegenheiten    ^crordiieteB> 
StaatsBtelle,    so  wie  der  in  der  Dioceae  allenfalla  schoa  bestB»' 
henden  kirchlicfaen  Behorde. 

§.  29.  Ihid.  11.    Bei  der  Emennnng  der  DomkapitDlarrfv 
wird   kein  Uateraohied   der  Gehnrt  beruckeicfatigt,    und   ea  ht> 
beaondera  darairf  m  seben,   dasa  daa  Dpmk^pitely    dieser  Senet 
dea  BischoiTs,  mit  Mannern  besetzt  werdoy  die  aich  in  deh  ver**- 
schiedenen  Fachenr  der  theologisohen  Wiaaenachaften;-  des^^chul- 
weaensy  der  Sprachen  nnd  des  Kirchenrecbta   auszekbnen^  und* 
mit  der  Landesverfossung  gcnan  bekannt  sind.    *Sie  sollen  Un» 
terthanen   eines  zur  Didcese  gehorigeb  SUata,-   nicht  unter  SO 
Jahre  alt|    von  ganz  untadeUiaflem  Wandelseyn,    und  6  Jabre. 
in  der  Seelsorge  oder  sonst  in  dnem  Kirchen»  oder  bfiTenUichen 
Lefaramte  sich  ausgezeiichnet  haben.- 

§»  Sp*  fbid.  14»  und  14te  Zusammenkunft.  Den 
Domdechant  ernennt  der  Landc^herr  aus  der  Afitte  dee  Kapiteb. 
'Mit  seinem  Amte  iat  aach  das  des  Generalvikars  und  dae  de»' 
Weihbischoff»  vereinbar« 

§.  31.  Ibid.  13^  Die  Domherren  soHeni  nm  ihre  Stellen 
mit  Wiirde  auszuriilleny  nicht  nnr  das  biBcbdffliche  General'* 
Vikariat  bilden,  sondern  auch  den  aus  ihrer  Mitte  genommenen 
Dompfarrer  durdi  Prodigen  und  andere  pfarrliche  Dienstver* 
richtungen  unterstiitzen ,  und  durch  thatige  Theilnahme  an^der 
Seelsorge  Vorbilder  des  ubrigen  Klerus  seyn. 

§>  32*  Ste  Zuaanrmenkunft.  A.  8.^  nnd  6te  Zn- 
eammenkfinft  ^4.  Dem  Domkapitel  aU  General-l^arial,' 
aoll  ein  hinlangliches  Dienstpersenal  beigegeben,  und  dessen  kol- 
legialiadie  Geacfaaflsordnung  nach  kircblichen  GrundaStzeii  *bt^ 
stiaamt  wcrdetii  Oer  Vorstand  dieser  Beborde  iat  der  6eneral« 
Vikar;  Mitglieder  aber-  aind  die  DiomkapitftUreny  nnd  wenigeteMS' 
Bin  weltlieher* kathoUacfaer  Ratb«  Dieser  letztere.muss  fainrei-' 
ohende  Kenntnisse  der  Laodesverfasanng  und  •  VerwaUung  hii* 
ben  y .  und  bei  den  Verhandhitigen  6eB  KoUegiums ,  dessen  "Sia^ 
Msngen  er  ohna  Unterschied  beiwohnt,  bQsendere  aein  A«igen« 
merk  darauf  ricfaten,  daas  die  Geselze  und  allgenttihen  Verwal- 
tcmgs>Grnn^tze  dee^Staates  niemaU  aussir  Acfati  gelasaen  wer- 


ieo.-  BeiB  geifdidM  Sidlen  amgiBiioiiiiDeiit  batr^  nit  de» 
iibrigeii  Mitgliedeni  des  KoBegiaiiUf^etD  gleicbesSliknwreoht  aiu« 
wiibeiL.  £r  wMy  necli  vofclier  Ternominenem  Gutackten  dea 
Biepbofie^  vom  LdndetheRA  ernennt.  fiei  den  ensbiachbffiicheic 
Vikariaten  ^st  zugleich  jedem  der  an  der  Provinz  tbeilnehnexi* 
den  Staaten  su  iiberlaaanry  fur  die  Meti^opoUtan-GeschaAe  einen 
beeondem  weltlicben  Baih  anf  aeiiie  Kosten  beizoordfien. 

$.  36.  €te  Zneammenknnft  14.  und  I4te  Zuea^hi^^ 
menktinft.  Wenn  die  Stellen  des  General-Vikars  und  eine» 
WeibbiscfaofSii  in  frledigung  kommen  y  so  wii<d  der  Biscboff  in^' 
nerbalb  4  Wocben'  dem  Landesberrn  'dae  Mitglied  aua  dem 
Domkapitel  anzeigen^  wte]<^etaa  diese  Stellen  zn  iibeilragen  wJL^ 
ren,  nn<i^  iet  die  Persoii  dem  Landesberm  angenebm,  so  legt  dei^ 
Beacboff  die  £mennung  demaelben  znr  Bestatigang  Yor. 

$.  S4.  6te  Zusammenknnft.  13.  Die  Domkaplaneyen 
werden^  so  wie  die  Domprabenden^  abwechselnd  vom  Landes- 
berrn  nnd  dem  Bidcboffe  vergeben.  Die  Domkaplane  sind  ver- 
pfbcbtet,  sich  bei  kifchlidben  Funklionen^  besonders  bei  Poh- 
tifikalrerricbtungen ,  aucb  zttr  Ausbiilfe  in  dcr  Seelsorge,  dem 
Krankenbesuche,  Unterricbt  Jn  der  lateiniscben  Spracfae  u.  s.  w. 
gebrancben  zu  lasaen,  vorziiglicfa  aber  die  Kircfaenmusik  zu  be- 
aorgen,  und  jun^ge  Ceute  in  der  Masik  zu  unterricfa^en. 

2te  Zusaramenkunft,  6.  4*  Da  hienacfa  das  sonst 
nblicfa  gewesene  taglicfae  Absingen  der  kanoniscfaen  Tagszeiten 
ilitfat  mefar  moglicfa  ist,  aokann  einem  allenfalsigen  Ansinneu 
um  desaen  Wiederfaerstellung  aucfa  nicbt  entaprocfaen  werden. 

d):iBBaieba«^.s>*  nndiiobeTe  L^hralistftlteny    atii^li   Br-i^e^ 

.  eter- Seminarien.  j 

$.  S5i  ISte  ZiAaammenkujift.  \  1.  Um  den  Klsind»^ 
daleo.dds  kaSLboIi^ohen. ^eifditfaea Standes  eine^  aowoUodniii  ail« 
geoMoeti  ali  «ni^b  eJ^^idlunilicIleB^^BediihSniaaeii  ibrer  Konle0«< 
aion  entaprecfaende  Bildang  moglicfa  aa  niaciieny  wird;  leder 
Stant  entw^edetf  eiae  bohire  katbolieohe  tbeologiecbe  DBbranatalt 
biUeH}  '  nnd  eplobe^  aki  Baknlttt.  mit:  cbiner 
voreiai^en,.  odeir  aeinfi  Kandidktca  aus:  den.  kAtboliachen 
^ben«*Fonde  in  den  Stand  eetseni  eine  dcr.  Univ«rsitfiten  in  dai» 
vereintekv  DiaiMeii,  wolobe  atil  fiiAer*  keJboUacbflB  Fakultlit  vttc*! 


sehan  itt.  hsflacken  zn  kaniMn.  la  lctotartm  FaUft  warden  die 
lifltgetetsten  KaUegMHgeMer  «n  die  Profeflflmren)  waA  alle  ufalkho 
GA^liren  ▼oo  den  betreffendeD  Staaten  entrichtct;  der  Reklor 
vnd  die  Ftofeflfloren  der  fakalliit  haben  ia  besonderen  Fiillen 
an  die  Terflehiedeom  SUalflbefaorden  der  Kaodidaten  za  be- 
richten,  und  aowohl  die  jahrlichen  ak  die  abaokitori^cben  Zeug-' 
niflfle  dahin  einznaenden,  auch  bleibt  ea  jedem  Landeflherrn 
iLberlaflaeni  su  der  jahrlicheny  beaonderfl  su  der  letsten  Haupt- 
priifung ,  am  Schlusfle  dee  Sten  theologjachen  KarflUs ,  wotos 
die  Entlaflflung  von  der  ynivereitat  und  die  Aufnahme  in  daa 
Prieflter-Seminarium  abhangt,  entweder  einen  Koromiflfliir  abzo-« 
ordnen,  oder  dieae  Hauptprufong  io  aeinefn  Lande  beflonders 
Tornehmen  zu  laaflen,  wornach  er  mit  dem  Biflchoffe  JLikcJupnH 
cbe  nimmt,  und  flich  mit  demaelben  iiber  die  A,afnahme  ia  daa 
Seminarium,  oder  iiber  die  Anweiflung  zur  &giinxung  der  bei 
der  Prtifong  bemerkten  Mangel  durch  fortgeeetztes  Studium  au£ 
der  hohen  Sohule,  oder  auch  iiber  gaazUche  Auaflohlieflauag  voo 
diflm  geifltlighen  Stande  verdnigt,  • 

Der  Bifldioff»  welcher  bei  Beeetzung  der  LehrflteUen^  go* 
hort  wird|  und  der  jahrlicheni  flo^wie  der  letzten  Hauptpriifoog 
bei  der  theologiflchen  Fakultiit  aelbflti  oder  dorch  AbgeordnetA 
beiwohnt|  wtrd  bei  der  Verhandlung  iibar  die  Aufnahme  in 
daa  Prieflter-Seminar  auch  Aiickflicht  auf  die  wiihrend  der  S 
Kurse  beobachteten  FortflchriUe  dee  Kandidateny  und  auf  dia 
Zeugniflfle  dea  Rektorfl  und  der  Profeflfloren  der  theologiechea 
Fakull^t  nehmen. 

5*  S&  4te  Zuaammenknnft  18*  und  12te  Zusam* 
menkunft.  §•  L  Nro.  IL  Bei  jedem  biflchdfiBidwtt  Sitze  aoU 
ein  Prieflter-Seminar  beflteheni  in  welchetn  die  Kandidatett  dea 
geifltUchen  Standea  nach  vollendeten  dreijiihrigen  theolegischen 
Studien  auf  der  Univerflitat|  ein  Jahr  lang  in  dem  PraktiacfaeB 
der  Seelflorge  auflgebildet  uad  zu  dem  £fnp£mg  der'*hdheren 
Weihen  vorbereitet  werden« 

Die  Anfhafanie  in  dae  Pri^flter-Seminar  eatachaidet  l&r  den 
liatritt  in  den  geietlichen  Stand  ond  faiingt  daher  -  voa  *einem 
dreijflhrigea  Studlum  «uf  einer  hoheren  Lehr-Anstalt,  ao^ann 
von  der  geprliflett  Wiirdigkeit  der  Ki^ndidaten  ab,  iib^  welche 
des  iifiaat.  mkl  dfo  Kiveba.  gameinsdiaftiidli  zu  erkennen  faaben. 


m 

§.  87v'  6t0  Zvt«]iitn«taktiifft.  15«^  Dto  BibQlkA  «r^ 
nennt  dia  Vorstdier  nod  AdgettelhaiidM  ^^«isiiiera*  'Dn  jeddeb 
dem  Staate  aUfs  daran  liegen  nmas,  di«  Bildnng  engeliefifet^ 
CMetMchen  «nd  Volksleliter  tndrtlgeki  Banden  anTeaptntut  *m 
ifi^asen,  ao^wird  der  fiiecheff  iiber  ditf  Antwalil  der  Vortteher 
mit  defjenigep  StaetssteUe  kemmnnicirenp  welthe  die  laadcahen^ 
lichen  Rethte  in  Kirchensachen  aaaubt.  i}iei^  SteUe  hat  die 
Ton  dein  Biachoffe  gemachten  Vorischlage  au  hegotachten,  und 
crst  wenn  dieses  geschehen  ist,  kann  die  landesherrliche  Be** 
alatigang  eingeholt  werden,  deren  Verweigerung  ana  erfaebU- 
cfaen  Griinden  dem  Landeaherm  iirorbehalten  bleibt 

§.  88-  12te  Znsaromenkunft.  §^  L  Niy>.  IL  Der  Bi- 
aehoff^  welchem  in  Hinaicht  dea  Unterrichta  und  der  DiacipUn 
witer  der  Aulsicht  dea  Staates  die  Leitung  dea  Semioara  2U«^ 
ateht,  wird  auch  die  mit  Genehmigung  des  Staats,  in  welchem 
aich  daa  Seminar  befindet,  getroffenen  EinriGhtungen  auBfdhren^  . 
moid  dieaem  werdcn  aich  die  anderen  Staliten  der  Diboese,  wel;» 
che  daran  Theil  nehmeny  Tertranead  anschUeasen.  In  gieichem 
VertMaen  iiberlassen  sie.  audli  den  betreffenden  Landesherrn  die 
irorbehaltene  Beatatigung  oder  Rekusation  der  Ton  dem  Biachoffo 
s«  eviMinnenden  Seminariuras*Voraleher. 

Die  theilnehmenden  Staaten  haben  aber  daa  Recht,  Toia 
dem  Regena  Seminarii  gleiche  Berichte  und  Pradikaten-Tabeli* 
len  etc.  iiber  ihre  Landeaangehorigen  zu  fordern^  wie  derseJhtf 
aoikfae  au  seine  eigene  Staalsbehorde  Ter(aaauD|pmassig  m  er^ 
atatten  hat 

§^  89^  Ibid*  Itt  der  Regel  hat  jeder  Kandidat  nur  ein 
lahr  tn  dcm  Seminar  2U  verweilen^  und  kann  ;a]a.  geweOiler 
Priesler  aogleieh  aur  Aushiiife  in  der^Seelaorge  in  seinem  Lah^ 
▼erwendet.  werden,  wozu  ihm  der  BischiKff  die  no.thige  Appro^ 
bation  ertfaeik» 

^.40»  lite  ZaaAEimenknnft..^i(  L  firo.^JH^  Dte  oa 
dem  Eintritt  in  das  Priesteir^eminar  nod  d«m  >£mpfang  Afit 
hoheren  llWhe»  eKforderUcfaen<I£Mchtitel  Taraichsurt:  )eder  Staat 
fiir  seine  Kandidatea  durch.icin^^edtfsaMteigeiMls  anteufertigeadie 
Drknnde  anf  deniUr  die^  Badfirfiaiaae  idcr  kathDUachfp  Kiitthe 
bestimniteii  Fonds  •iB^^  tArt^Hdaaa>ijunL  laiMtnatiendApi  fatta  dev 
lebaaiJangliahe»  ^fm  gaiidaitibeni  J8>ai\datlaag»mehB<fcau  Ihiteriial» 


8B0  ^ 

wno^  tStn  MinJinuio  von  S  bis  406  Gillden  festgesetzt  yrirS, 
80  wie  beflondere  Vergatnngen  der  Kar-  und  Pflegekosten  zurei- 
chend  gedcckt  eind,  «Hd  es  kann  nar  in  dem  Falle  ein  ErMtz 
unter  biUigen  BedingungOB  Ton  dem  Titulauten  gefordert  wer- 
den,  wenn  dersetbe  in  bessere  Vermogensunslando  koilttneii 
«oilte.  Denn  die  Verbindlicbkeiten  des  Tischtitelgcbeiv  treten 
nur  iiuofern  ein,  aU  der  Geistliche  kein  eigenes  oder  keln  su- 
rcichendes  Vermogen  besifzt,  nnd  von  s^ner  Familie  die  nbtlii- 
ge  Unterstittzang  gar  nieht  oder  nicht  zureichend  erhaltoii 
konnte,  und  erloscfaen^  sobald  der  Tilulat  eine  Pfriinde  eihaU 
ten  hat.  * 

§>  41«  lOte.Zusaramenkunft.  D.  b.  4-  Da  es  oSen- 
bare  Verletzung  der  dem  geistlichen  Stande  gebijhrenden  Ach* 
^ung  isty  wenn  die  PrieBter.Seminarien ,  diese  Pflanzschulen  dee 
KleruSy'  zugleich  zu  Korrektionshausem  fUr  straffailige  Geistliche- 
nEOssbraucht  wiirden,  so  soli  fiir  eine  zwedunissigere  Einrieh* 
iung  in  dieser  Hinsicht  gesorgt  werden. 

§•  42*  lOte  Zusammenkunft  D.  a.  In  Ansehung  der 
iibrigen  Unterrichts-  und  Unterstntzungsaostalten ,  «insonder^ 
heii  det  Elementarschulen ,  SchuUehrer-Seminarien ,  latdoisdbeii 
Schulen,  Gymuasien  und  Lyctoen,  Kohvikte  oder  Stipendkn  etc. 
etc  wirdin  jedem  Staate,  nach  dessen  eigenihundichen  Ver- 
haltnissen  und  Einrichtungen  ^  auf  die  Bediirfnisse  der  katholi» 
achen  Konfession  fiiicksicht  genommen  ond  f&r  deren  Befriedi* 
^ng  gewissenhaft  gesorgt  werden. 

V 

•)   EiDticlitaDg  in   Beiiehaag  aaf  di^  Se^lsojrge» 

«»5-  "^3«  8te  Zasammenkunft.  8*  InHmsfcht  der  Ver- 
ieihung  kirchlicher  Pfriinden  bleibt  es  bei  den  bisherigen  Rechta* 
Terbaltnissen.     Es  steht  deinnech : 

a)  Dem  Landesherm  das  Vergebungsrecht  aller  Pftmjren 
und  sonstigen  geisdiehen  PfHinden  zu,  wekhe  derselbe  •  fcisfaer 
▼erliefaen  hat,  und  fewar  Termoge  des  Patronatrecbtes  $  es 
mag  dieses  durch  Fundation,  Dotation,  Augm^ntatiOn  odei*  Be^ 
kommen*  erworben  worden  seyn,  oder  ▼ermdge  irgeiid  eine^  an* 
deren  Rec^tstitels.  Auch  fallen  in  diesen  KreliB  ^andesherrii* 
cher  Verleifaungsrechte  alle  diejeutgen  ktrcfalicbeD  Pfr&nden>  bU 
welchen  vormals  gastliche  KerporatioiieBy   die  uibht  indlt  be« 


«61 

«teheny  wie  Domk^pitel  >  Stifteri   Abtejen,  KlMter  ele.  nomi- 
mi  baben. 

b)  Iq  Rncksiclit  der  von  dem  BieGliofie,  als  solchem^  aousl 
«iiiigeiibten  IkolIjitureBy    saU^eioem  ^^en  Bischo£fe  die  &*nen- 

~  niifig  9SU  einer  beatioimten  Anzahl  von  Pfriinden  uberlaseeny  ond 
diese  Zabl  nach  deD^  in  jedem  Staate  besonders  vorwaltenden 
-Verhaltnissen  und  nach  Billigkett  bcstimmt  und  kann  dabei  die 
JEjmennxing  zvs  Dompfarrey  in  die  Kollaturen  des  fiischofls  ein. 
gerechnet  werden.  Die  Bisch^e  aind  bei  Ausiibang  diesea 
fiechts  an  alle  diejenigen  Normen  gebunden,  an  welche  die 
Ausiibung  des  Fatronatrechts  iiberhaupt  hiemachst  gekniipft  isf. 

c)  Desgleichen  sollen  alle  Privaten,  welche  im  gesetzmiijsi- 
geQ  Besitz  des  Patronatrechtes  sich  befinden^  bei  demselben  ge- 
Bchiitzt  und  erhalten  werden.     Damit  jedoch 

d)  denselben  die  Austibung  dieses  Jftechts  erleichterty  nnd 
der  kirchliche  Zweck  befordert  werde,  soUen  jahrlich  General* 
konkurse  nach  den  in  den  Kirchensatzungen  enthaltenen  Yor-» 
achriften,   gehalteny    die   fahig  befundenen  Konkurrenten   nach 

dem   Maass  ihrer    Kenntnisse    und    sittlichen  Eigenschaften  iu 

« 

mehrere  Klasaen  collocirt,  und  die  Pafrone  gebunden  seyui  den 
sm  prasentirenden  alis  der  Za|il  der  im  Kpnkurse  als  Tahig  undr 
wfirdig  befuhdenen  zu  entnehmen.  Da  auch  in  verschiedenen 
Staaten  zwvckmassig  befunden  ist,  siimmtliche  Pfarrstelleny  mck 
dem  Grade  ihrer  Wichdgkeity  womit,  wenigstens  der  Aegel 
nadi,  anch  das  mehrere  oder  miadere  £rtragniss  in  VerhiUtniss  - 
atehti  in  mehrere  Klassen  sbzulheilen;  so  werden  da,  wo  diese 
Einrichtung  besteht  oder  eingefubrt  wird ,  demniichit  die  Pa*  ^ 
'*  trone  bei  VerleihUng  der  wichiigeren  Stell^  an  die  Kandidjten 
der  ersten  Klasse  des  Konkurses  zu  bindeny  bei.Mittelslellen 
zur  Auswahl  in  den  beiden  oberen  Klassen  anzuweisen^  bei  g^ 
ringeren  oder  sogenannlen  Anfangsstelien  zu  einer  ganz  freien 
Answahl  unter  sammtiichen  Klassen  zu  bei^chtigen  seyn.  Da 
iibrigens  sowohl  der  Staat,  als  die  Kircbe  bei  der  Besetzung 
der  kirchlichen  Stellen  und  Anordnung  der  Volkslehrer  daa 
wichtigste  Jnteresse ,  .  foiglicb  beide  dia  Befugniss  ^haben^  die 
Asparanten  zu  geistlichen  Stellen  ein«r  Priiftung  zu  unterwerfen, 
diese  doppelte  Pitifnng  -jedQck  mehrere  Beschwernisse  mit  sich 
tHut,   so  ist  ein  von  Staat  und  K|rche  gemeinscbaftlich  a^stt» 


Mtarf«r  K«fcMi;  4mmn  ifihiir n.  «kg^mMtm  ^A  «hv^ms 
mdk  «fciit\ jedia  L^ch»  VaAMBiig  aiodifisirtti  inrfl^  «er  d^ 
li^liP  MlfiMlg  TttewMbeD. 

e)  l^Fie  dift  Bviranbaflees  m£  gciitlidie  Stdlen,  «vf  wMkm 
dip  Tiimdtthewr  «der  ni\riityiilr»]im  m  Beminfrteil .  lielieii ,  ge- 
ecliebm  eoUea^  widl  jeder  Sleet  im  EMerertttfQdaiae  mit  der 
Kirclienbebdtde  beatimmem  Sdllte  ein  Fkmtpatron  die  gesetsi- 
liche  Frist  nDbenutxt  Torbei  gehe»  hiBseii,  ao  Hbt  der  Stiat  for 
dieeen  Fall  die  Kominatioa  aut. 

f)  Ware  es  winucfaeniwertfay  die  Einncbtnng  allgemein  n 
Ireffimy  daie  kircUic^e  Behorden  durohaQe  keine  Sportehi  melir 
erbeben.  ^ 

$•  44*  8te  Zniammenkunft.  9«  Ehe  tein  GeieflicfaBr 
die.kanoniichji  Initituliou  erbiilty  mnii  er  dem  Staat  den  Eil 
der  Treue  echworeny  ddm  Biicboff  aber  den  kanoniecbea  6e- 
horiam  angeloben,  Der  Staat  wird  darauf  halten ,  dasi '  den 
Geiftlichen  die  znr  Auifahftutg  inrer  wicbtigen  Bemfgescbiifte 
eKCbrderhche  Achtnng  nnd  Auizeicbnung  erwiesen  werde. 

$•  45-  Ibid.  10«  Der  Biicboff  kann,  jedoch  nnr  unter 
Mitwirknng  diei  Staatei,  sweekmaeiige  Ver&ndemngen  mit  den 
Dekanaten  und  Pfamprengehi  yornebmen.  £i  iit  zu  wanicben, 
deaa  zur  ErleiohtBning  dee  gemeinicbaftlichen  Geiefaaftgangea 
der  Dekanatiits  in  oder  doch  nahe  an  dem  Orte  seyn  miisie, 
ia  wekihem  der  weltliche  Bexirksbeamte  wohnt. 

§m  46«  Ibid.  Die  Emennungsart  der  Dekane  iiC  von  dea 
in  jedem  Staat  bestehenden  Einricbtnngen  abfaangig.  Da  eie 
eber  nicbt  anders  ali  unter  gemeinichaftliofaem  Einvere^adniia 

dei  Staati  und  der  Kirche  geschefaen  kann|   so  soU  in  Zukoaft 

> 

die  AnsteUnng  besonderer  landesfaerrlichen  und  besonderer  bi- 
echoCQichen  Dekane  nicht  mehr  statt  finden. 

$•  47*  llte  Zusammenknnft.  Nro.  10.  Dte  Aufstel- 
lang  und  Verse^ng  der  Kapitels-Vikarien»  wo  solche  faestdien, 
eo  wie  aller  Hiilfspriester ,  steht  dem  Bischoffe  zu,  der  der 
Staatsbebdrde  jedeamal  Nachxicht  giebt. 

§•  48«  1  Ite  Zusammenkunft.  Nro.  11.  Die  Pferr- 
Verweser  ordnet  der  Dekauy  und  zwar,  wo  nicbt  besondere» 
hierzu  bestiiBaiCe  Kapitels-Vikarien  vorlianden  sin^  y  ans  den 
Mitgliedeiii  eeines  Roral-Kapitek ,    naeh  dea  bestehenden  Lan- 


1 » 


Smsmii \ in  ■iiiiiMwitili  A«'  «Si MMibt  UiMiRir 4^4lm^WkA 

Dde  weitem  AuoidfiiHigni  eiiid  eodautt  ▼on  dm  'Wik$tUt  'mim 
XuiMiiinik^iiNi  nit  ^ibr  fiimtfcihitih  .m  tfrikt». 

5*  49.  «tie.JZaeajBmenLaiifi*  82.  Ub  GthtftW, 
Vom  ikddietcii  lae  mi  Bieiri§rtBii  ftang,  kaasi  m  l^ber  2eii 
xwei  PfrilDdQn  betibDan,  ¥0»  watcher  Jkvt  lia  ^andi  eegrannnd 
nMer  welehem  Vorwaad  ee  aadk  gesabelie.    •        ' 

§.  6(X  Ibid.  2S*  ^  Jeder  Geieflicba  iit  uMbi  wemger  wib 
yfliabtel^  an  dem  Sita  eainer  Slalle  m  wohiieB^  mi  JUnn  nnr 
mit  JErknbDiM  der  Obem,  aue  wicbtigen  Uriachen,  anf  kume 
Zeit  abwesend  eeyn. 

§.  6U  Ibid.  25.  Den  Geisaichen  jedee  lenge  iei  wbo* 
tan,  4»bne  fiinwiUigong  dee  I^uidiebemn ,  1f  iirden  ,  PenMOnad) 
Orden  o4tv  JShrentiiel  Ton  Anewarti^in  ansttiidimeni 


Q  Wie^erberstellaag  der  Metr^poiita,a<*Verh«ltnitteb  t 

$•  Ai.  Ste  Zaeammenknnft.  A.  10.  '  Wenn  nii  eineai 
ieiitichett  Staata  mebrera  BeeAumar  B&Lbig  «ud,  ao  kdmien  aie 
nnier  ainem  inlaudieeben  Snlbieahoff,  ab  MeiaofoUtani  eina 
kireblicba  ProTinsi  bildnk  .    i 

5»  M.  Ibidem.  11.  Staatan,  dia  mir  einen 'Bisahaff  ^mU 
ibig  heben,  oJhr  eeifibe,  dia  zwut  mehioere  Biachdfia  habeni 
Von  der  nech  dem  ▼origen  §,  ihnan  zdatahenden  Eefingniee  abar 
keinen  Gebranch  meffheny  wgllen ,  nnd  cdhrigene  nicht  aift  weit 
eDtfemt  ikui»  Tereinigen  Sife  eiazebMn.  Bietlrtimer  noter  ainem 
^emaittaeheftliaiien  -fiiabistbnm  za  einer  kirchliGiMa^  Paonns^ 
imd  etellen  ciaen  ihrer  Bitchdffi  ale  Erabiechctf  an£ 

•$.•64.  ibidem*  Daniit  dar  erdlixecfcoiAidte  Stoiii  tiiefci 
lenge  dSm  Ueibe^  iei  aai  aweakgem^aeerten  befnadte,  data  neeh 
dian  AUeban  dae  Meiropoiitani  iibmer  der  iiJtestB  der  JKronpro* 
viozialbiechpfty  d.  i.  dar^  ao  die  meiatan  IMeiiai^Jabra  ala.Bir 
aohoff  zabU,  in  dieee  Wiirde  eintretay  |edech  in  den.Art^  deea 
die  erzbiacho£Qiche  Wiirda  nur  dean  Bnf  einen  biacholiiofcan 
StnU  znriickkArt ,  ^enn  aammtliche.  biaehofKGbe  Sfiibla  der 
Pj^vinz  dieaen  Vorang  geneaeen.  baban. 

§.  65.  6te  Znaammenknnif  b  A.  in  daaaeoi  raUe  iat 
luin  TnfoTBiativ-ftroaeea  noihig»   itt.  deradlmibei.der  fcnennnng 

23 


m 

«liligaDgobne  vttliara  Ei^nrtliobkmKw  ynfjhAini . 
.  . .  §.  A6k  Ibt4»  7t  iind  Hte  ZurtaDittiaiikujlft.  IL  Der 
JEirzbiacboflF,  wdchcr  uiteiaeuimMbtrepalttiiii-SpreDgel  fiiachoffi 
laebrerev  Territerieii  vereuiigli»  liefc  ^en  betrefi^ndeo  Ltndee- 
iiecren  sebrtftlieli  aojmgaifQben.9  dfsa  er  gegen  die  landetberrlU 
chen  Rechte  niehta  nnternebmeny  die  AeehM  dea  Landeahi- 
schoiTs  nicht  beeintrachtigen/y  ond  iibetall  daa  Beate  der  Len- 
deikirche  beaorgen  vrolle.  Anck  iatderselbe,  wie  die  Biacfabf- 
ie,  riiekaichliich.  aeiner  Verfiigungett  an  dAaplacitum  regium 
gebonden»    . 

$•  57.  Site  Zuaammenknnft.  11.  ^in  fine.  Die  Ger 
rechtBame  dea  £rsbiacho£b  aind:  1)  Voraiiz  und  Direktorinm 
bei  Provinziakjnoden.  2)  Daa  Recht,  bei  Wahlen  der  Biacheffe 
den  InformatiY-Proseta  za  fUhren.  S)  Da*  Konaekratianiarecht 
der  Biachoffe  aeiner  Provinz.  4)  Das  Recht,  die  Bischoffe  mv 
Besidene  anzuhalten,  und  daa  Jus  anpplendi,  wenn  der  Bi« 
adioJf  aeine  Amtspflichten  ▼ersaumt;  auch  for  si6»  mit  Zuzie* 
faung  der  iibrigen  Bischdft  der  Promiz,  die  erste  InstanZy  ua4 
die.'  z>reite  Instanz  bei  Appellationen  Ton  biachofUichen  £r« 
kenntnissen  zu  bilden*  Da  jedoch  der  fall  eintreteA'  kann, 
daaa  yon  aeinen  eijgenen  hischofiQichen  £rkenntnissen  die  Appel,-^ 
lation.  ergiiffen  vrerde;  so  hat  er  zu  dein  £nde  aein.  Generalr 
Vikariat  in  zwei  Senate  abeutheilen.  6)  Des  Visitationarecbt 
der.ihm  untergeordneten  Biacboffe,  jedoeh  nor  ans  wicbtigeii 
Grnnden,  nnd  mit  Genehmigung  dea  Staateay  welcher  der  Var 
aitation  sdbst  einen  landesbeirlidien  Kommissiir  beiziml^dneii 
die  Befngnisa  haC  6)  6te  Zuaammenkunft  17*  *Die  Fiir- 
ebrge  iiir  verwaiite  Kirchen,  -.  weshslb  er  in  Nolhfatlen^  wenn 
der  piibstliohe  Stuhl  eriedigt,  oder.  der  Pabat  unzogiiagliGh  oder 
bdbindert  iat,  Fuvsorge  iiir  alle  Bediirfioisse  seiner  ProVinz  trifii 
7)  6te  Zusemmenkunft.  5*  Auch  iibt  e^  die  §*  ±6.  ihm 
wrbehaltene  Beatatigmg  der  Bischoffe  in  dem,  oben  ala  mog-» 
lich  Torgeaehenen  Falle  ana* 

§.  58«     6te   Zusammenkunft.    19.     Der    Erzbiachoff 
wird  die  ihm   untergeordneten  Bischoffe  in  dem  Kirrfienrsgi-» 
ment  ibrer  Dioceaen  ntcht  atoren. 
«   $•  69.  Ibidem*  21*    la  der  Begel  aoUen  alle  wichtigereii 


•16 

oder  Nalional8jiMdmi'b^raflllim^«ilAii|9ilbAbA9il  W0rd#it,  iVtro» 
Vibziftlsynodeti  ^Mm  liidll' iiMr6lO;  DiodMiiiynoABn  'nidil 
tibtf  ^Jahgo'  v<frich<ftp€tf  ^^iiiiip^  -uw*  ^*  m^  PmriiHEiftl. 
symiie  Hdll  wmiig»ie»»'<liiilMliaIb  6/riile  •tts|ie&  i  DiicOMttiyMiu 
den  Mlfefei  bianeif*S'Jfetbiieii^^hakett'^«#dwi^  wbldber' jediaioil 
landeAerrliciie  j^bmiAiaiBi^ieB  beiimwiAiMn  faaben.        -  ' 


.) 


g)    DoMfti^^  4.«r  Kirclie* 

§.  60.^8te  Zasammenkunft/  §•  'AieBeaolJieinfder  Etel 
biaebbffe  tind  Biaclbffe,  der  Damherren  und  Domkaplaiie^  ad  vnt 
der  Aufwand  nir  die  Seminarien,  wird  besondera  fondirt,  iinddi« 
Fonds  W«rden  imf  fiegcode  Gronde,  wo  ot  nar  immer  geadiehea 
kann^  atigewieseu. 

•  Die  Kirehe  T^rwaltet  dierie  eelbtt,  lind:  ea  muaa  bei  Aua- 
ftcheidung  deraiflben  aach  euf  die  UoteilialtaBg  der  Verwultang»* 
beamten  Biickaicht  genommen  werden.  Dio  Adminiatrtftiott  uxu 
terliegt  iibrjgena  den  wirthachaftlicheA  und  poliseylichen  Ge^ 
set^en  dea  Slaates,  un^  ftteht  uuter  desaen  Obesraufsicht. 

5,  61.  Ibidem.  Wo  jedoch  der.  durchgatigigen  Anwen^ 
dung  diesea  Grundaatasea  der  Dotation  duroh  liegende  Griinde 
Hindernisse  imWege  atehen,  und  beaondere  Vterbaitniaae  cino 
Ausnafame  von  der  Regel  notfawendig  macfaen^  aoU  auf  aUdieren 
Wegen  fur  die  Brhaltung  der  freien ,  bloa^  durch  den  Zweck 
beachrankten  Benutzung  dta  VermogeiiSi  nnd  dafdr  g^ot^  wer^ 
deUy  daas  mit  deu  ateigenden  Bediirfniaaea  der  Kirche  auch  die 
Mittely  ^e  «u  befriedigeny'aich  mehrM  konnen. 

$. '62«  Ibidem.  Dieste  Bedingungy  unter  welcher^etne  Aua^ 
nahme  Ton  der-B^el  aUein  gerechtlertiget  werden  kauny  trilt 
dUy  wenir  a)  ein  iur'die  wesentlicfaeu  Zwecke  der  Kxrche/voU# 
kommen  hinreicfaendee  Grundyermdgen  der  Kirbhe  zwar  vom 
StaataTermogeneu^geachteden,  deaaen  V^rwaltung  aber  dem  Staate 
iiberledben  wird ;  b)*  wenn  die  wesentlichen  Zwecke  der  «Kircfae, 
da,  wo  eine  solcfae  Ausscheidung  nnd  Dotifiuig  ^  derlieiben  mit 
Begendeu  Grunden  unmo^ich  i<ity  oderi/dedd  nic^^t  ohne.grosse 
Nachtbeile  «tatt  iaden  kann,  weuigstens  durch^  auf.Domaaen 
oder  Aemter  radicirte  J^enteu  aicher  gesteHt*  werden;  iftr))eid6n 
iiber  daf&r  gesorgt  wird ,  dasa    1)  die  der  Kircbe  be- 

23* 


•  I 


•liilliiil«friC]iikn|rfl«  niciit-Uoss  iil  Gdd*^  sonten  Mm  Thefl  in 
Mtttiraikil  m^cirMrfan  Wirter,  dw  a).ta«f  dtn  Etit  der  Kor. 
tlk«  auch  eine  ▼eilialtnisaitiiasaigd  Snnnie  Ar  eneeerardentlidie 
Auaitiben  nnd  einen  MelioratiMefond  gebktielit  verde ;  die  Som- 
mm  aHev  dieier 'Urcfaliohen.Einfciiiifte  aber  3)  tron  den  eiAsel- 
lien  Receptnr^n,  worauf  sie  radieirt  ^nd,  in  eine  fllgeneine 
Kircfaenkasse  geliefert  werde,  nnd  4)  dielkfteil-VerwiendaBgiiiir 
die  Kircbenzwecke  aus  dieser  allgemeinen  Kircbenkasse  durch 
die  gdstlichen  Befa5rden,  jedotfa  imm^r  nnttsr  der  Oberanfticht 
4er  StaalebehdrdeOy  gescbehe.        '    '. 

§*  68-  2te  Znsammenknnft  A.  2*  Die  Dota^en  aelbet 
eolt  iibrigena  nach  einem  in  *der  Proriiitf^getpeinichaftHdk  an^ 
geBomraenen  Normalftuey  nnd  einer  noglicbat  annahertideii 
Gleichalellnng  geschehen.  , 

•  $.  64.  Ibidenl»  7.  D^  Gehalt  dei  Biacbofis  whrd  in  der 
besondcrcn  B.iick8idity  daat  deni  Biachoffia  obliegt\  Durftige  %a 
wieerttiielzen  nnd  geiatliche  Zwecke  zn  befoddemy  auf  8  bie 
i!9j06o  fU  festgeeetst  Dex^entge  Buchoff»  der  in  die  ericbi^ 
8dii)ffliche  Wiirde  eintritty  erhik  3,000  fL  mehr  ab  seine  biabe- 
rige  biachbffliche  Kom|>etena  betrog«   < 

$.*€5.  Ibid.  DiaCompetens  der WeSifaiBchdffB;  wo  sdlche  fni: 
ndihigenchtetwerden,  wirdanf 3,000  fl.,  jenederGeneral^Viktrien 
snxf^SySOOiL,  wenn  aber  diese  beideStellen  in  EinerPenon  vep- 
«nigt  siad,  auf  S^SOO*-^  4,000  fL.,  die  Kompetenz  der  Domde- 
kane  anf  S>400  fl«t  jene  der  Domherrn  anf  1,800  fl*»  der  Ge- 
hah  des  Kapellmeiiteri  nntcir  den  Domkaplanen  anf  900  ^ 
nnd  jener  der  iibrtgen  Demkaplane  anf  800  fi^  fostgesetzty  wo- 
bei  es  sich  jedoeh  Ton  aelbit  Terstehty  dass  bei  der  iiir  Weih* 
bisdi5fle,  General*-Vikarien  nnd  Domdechanten  aiisgewarfenea 
Kompetenz,  densdben  der  Ertng  ilirer  Dompriibende  mit  ein* 
gerechnet  werde. 

5*  66«  Ibidera.  Alle  dieee  IndiTidnea  werden  engbich 
eine  ihrem  Bange  angemessene  Wohnung^  und  wo  mogiioh  aoch 
eioeu  GirteD  erbalte». 

§»  67.  Ibidem. '  Wo  diese  Besoldungen '  blosa  in  Geld  be- 
stimmt  'sindy  vritd  dafiir  gesorgt  werden, '  dass  sie  nach  Maasa* 
glibe' d^r  wecfaseltidin  Oetretdepreise,   Ton  Zeitf  feu  Zeit,    nnd 


I 
zwar  mmgstens  «U«  5  Jbilir^,  neu  r^gvMrt  werijl«ai    obile  •d«8« 
jedoch  iiese  oben  tetgesetaten  NemelrKompeleiuseii  je  vemo^ 
geit  werdeiv  konnen*  •  ^  « 

§.  68.  Za  demjeoigttiy  wae  der  Erxbiecbeff^  als  s«lGhl»r(r 
•Qsser  seiaer  tuscfadfHidben  KonipetenZy  ^hftlt,  tregen  elle  be« 
tbeiligte  Staaten  nadi  dem  MaassUb  der  Seeleazafal  ilirer  katho<» 

*  V 

liechen  Unterthanen  bet.  v  .        .  i 

5-  69«  4te  Zusammenkunft.  12.  Diejenigeii  Staatetti» 
wetche  keinen  eigenen  Bischpff  anfttellen,  ttnd  sibh  an  die  Dio* 
cese  eines  benachbarten  Staates  anschliessen ,  tragen  nach  ebea 
dems^ben  Verhiiltniss  zu  deren  Uotation  bei;  £a  werden  in 
dieaem  FaUe  die  Kosten  liack  dem  Maasstab  der  Seelensahl  der 
kalholischen  Lsndesnnterthanen  aof  die  aa  dem  Bisthnm  theit- 
aehmenden  Staaten,  nach  einer  besonderen  Uebereinkonft  der- 
selbeii,  yertheflt,  imd  diesen  auch  die  BestimteDng  wegen  der 
Kosten  der  Lokalkommissariate  iiberlassen. 

§.  70.  Ibidem.  t3.  In  einem  Bistham,  welches  mehreren 
Staaten  gemeioschaftlich  ist,  Tereioigen  sich  dieselben  ein  fiir 
allemal  uber  einen  Aufwanda^Etat,  des  Priester^^eminars ,  und 
yertheilen  den  ganzen  Betrag  unter  sioh  nach  der  Zahl  der  in 
jedem  Staate  befindlichen  katbolisdben .  Pfrunden ;  die  resulti- 
re&de  Summe  wird  sodann  in  Quartal-Raten,  jediesmal  yor« 
ans^  MXk  den  fur  das  Institut  aafgesteliten  Kassa-Beamlea  eiiu 
geschiokt. 

§•  71.  lOte  Zusammenkunft.  1.  Es  soU  unter  den 
«ben  $•  62«  bemerkten  Modifikationen  moglichst  Bedacht  daraa^ 
gtnoifimen  werden,  in  jedem  teutschen  Staate  neben  der  Dota*- 
tion  der  Bisthiamer  und  der  dasu  geh&rigen  fnstitutey  einen  ei^- 
genthiimtichen,  yon  dem  Slaatsgut  abgesonderten  allgemeinen' 
Kirchmfond  neu  za  bilden;  und  yon  weltlichen  katfaolischei» 
Kirchengliedem  unter  der  Aufsicfat  des  Staats  und  der  Kirche 
yerwalten  za  lassen,  damit  aus  demselben  diejenigen  kircfalichen 
Bedtirinisse  bestritten  werden  koiinen,  fiir  deren  Befriedigung 
ortliche  Fonds  entweder  gar  nicfat  yorhanden^  oder  docb  nicht 
zureichend  sind. 

$.  72«  Ibidem.  B.  Dieeer  aligemeine  Kircfaenfond  bat 
den  Zwecky  die  kirchlichen  Lefar-  und  WohlthiUigkeits-Anstal^ 
ten  sa  unterstiitzen*    Vbnsugsweise  gefadren  hieher:  'JEvriclAang 


>    * 


m 


bessenmg  211  gerinf  'ddtS^er  Pfnireien  vnd  Kaplaneien  etc», 
wdclie  die  f^tgesefzte  (ioh^ina  noch  niciit  habete,  ttedzu^e* 
ren  Aufbnnguhg  kein  Rieclitttitd  besteht,  oder,nicfat  zur  Ans. 
{iihriuig^  gdbracht  «imdto  kaiin.  Anetalten  aar  Unterhaltim^ 
dieti8tttntd6b<ig^r'oABr  fcranker»  auf  PIHinden  wieklich  angeaidl-» 
t^r,  GeiBtfichMiy 'Stfpendien  iiir  studirende  Theologen,  AufiBags* 
gdlder  iiir  aiMi.Meiter  etc. 

$•  7S*  llte  Znsamtnenkunft  8*  Aaa  den  Inlerkalaiw 
""  Gef^llen  aller  eriedigten  geiaUichen  Stellen,  ohne  Ausnahmey 
aoll  ein  besonderM:  Tond  errichtet ,  und  auf  eine  Art  varwahet 
werden,  die  ihn  aioh^  stellt,  dasa  er  nur  su  Kxrchenarmc^eii^ 
nnd  unter  dtesen  auchnicht  zu  solchen  Verwradet  werde, 
weldie  der  Staat  zu  erfiillen  hat.  AUe  geisUiche  Besoldiingeit 
hdren  hiernaoh  mit  dem  Tage  der  Erledigung  der  Stellen  aiul^ 
und  der  Termia  der  Pfarrabkurungen  wird  mit  dem  des  iu  je* 
Aam  Staate  bestehen^en  Rechnungsjahrs  gleichgesteUt. 

Der  Ertrag  dieses  Fonds  soU  nacb  Abzug  der  PfriindTer- 
wesungskosten  vorziigUcfa  verwendet  werden  a)  zur  Unterstiiz* 
zung  kranker,  oder  anf  einige  Zeit  dienstunfahig  gewordener, 
(ur  die^elsorge  verwendeter  Halfspriester,  bei  weldien.  die 
Verpflichtung  des  Tischtitdgebers  noch  .nidht  eintritt ,  ^obei 
das  Minimum  zum  Unterhslt  anf  Einen  Gulden  taglich  gesetst 
und  die  allenfalsigen  Kurkosten  noch  besonders  rergiitet  wer- 
deUi  jedoch  unter  Beriicksichtigung  der  Vermbgensnmstande 
und  der  schuldigen  Cnterstlitzung  tou  Seiten  der  Familien ;  b) 
zur  Mitigen  Untersttitxnng  der  Pfarrer,  deren  Pfriinden  iiber- 
haupt  y  oder  bei  besondem  Ungliicksfallen  zu  ihrem  Unterhalt, 
oder  znr  Aufstellung  eines  BiiUspriesters  nicht  zureiehen }  e) 
zur  Aufmunterung  ansgezeicJmet^  fahiger  GeisUichen  dnrch  Be- 
willigung  Tott  Preisen  fiir  geUeferte  und  wiirdig  erkannte  Ar- 
beiten,  und  von  Ketsegeldern  zu  ihrer  weitem  Ansbildnng. 

Die  wdtere  Art  der  Verw^ndUng  -hangt  nach  Zeit  und 
Umstanden  Ton  den  Verabredungen  zwisdien  Aegiemng  und 
Biflchoff  abi 

$•  V74.  lOte  Zuaammenkunft,  Mro.  1*  LokaIs1i(tun<- 
gen-  bkib^n  mdi  Wie  Yor  far  Lokalzwecke  bestimmty  wodurch 
jedoch  nicht :  ausgeschlossen  ist,    dass  die  reicheren  Stiftungen 


i»d  mit  fi«fi»«abt«jig  dm*  »01190  m  .dmi  Kirt^httnge^^taBeii  imtbd^ 
teiien  n5h»ren. >B<«tinimMPgeoy  nnd  Qiit.Aucluicht«li«if,die  I^ieaC^ 
henden  SUatfeinriQbtangpn  hid&eicbe  Hfmd  bieteo* ; 

$.  1l6i'  Ibid.  a  B.  S.  Dit  jeder  kifAliclitti  Sldle  «1  er- 
theilende  Congrva  hingt  twar  von  aUmrielen  liOkieiit&ten  und^ 
Umstiinden  ab^  ala  daes  eine  -  allgeMine  Noitai  nid^Kch  ware, 
,  da  man  jedoch  bei  Verbeaserung  der  bettehendeit  tnd  ErjadbUing 
iNMr  Ffironden  einen  Blaaattab  zu  haben  wttnschty  nacb  wdchem 
hieribei  m  Werk  gegaagen  werden  kbnnt^  ao  iat  tnan  ubereinge-* 
kommen:  die  Congrna  derdenPfarremBttr  Aoihiilfebeigegebenen 
Geiatlichen,  anf.  dem  Luide  anf  S65  fl.»  in  der  Stadt  auf  400  &, 
dae  Congrua  aelbatatandiger  Kaplaneypfriinden  aof  500fl*i  jene 
d^  DorfpfanreTon  auf  6  bia  TOOfl^  jane  der  atadiiaoheaPfarreyen 
anf  ioO  fl«  ond  wtan  mit  deraelben  ein  Deka^at  verbondea  iat, 
auf  iyOOOfl.  featznaetzen.  Dieae  Congrua  wird  jedoeh  nor  ala 
Minimnm  fiir  die  hier  aufgesahlten  Stellen  angeaehen,  und  aiiid 
weder  die  fireie  Wohnung  und  der  Garten,  wo  man  aolchen 
haben  kann,  noch  die  Stolgebiihren  dabei  einsurechnem  %Wo 
▼ormala  Kloater  dmrch  ihre  zur  Verwaltung  kloaterlicfaer  Ein^ 
konflo  cxponirten  Ordensglieder  die  Seelaorge  fur  einen  gewia< 
aen  Diatrikt  verwaketen,  iat  daranf  zu  aehen,  daas  von  den  der^ 
maligen  Kloaterbeaitzern,  Pfarreyen  oder  LokalkaplaneyeUy  nach 
dem  Geiate  dea  Reichadepntationa.HauptaGfalttaaeay  geatiftet  Uiid 
auf  vorerwfifante  Art  dotirt  werden. 

§•  76.  lOte  Zuaammenkunft.  C.  8.  nnd  6*  Die  Gi^ 
ler  der  katholiacfaen  KirGhenpfrunden ,  ao  wie  alle  allgemeinen 
akid  beaondem  Kirchenfoncla  ao}len  in  ihrer  VoUatandigkeit  et^ 
halleiiy  und  auf  keine  Weiae  zn  fremdartigen  Zwedaen  verweoi 
det  werden.  Entere  bleiben  tibrigena  in  der  Verwaltui^  d^ 
Kfitziiieaaery  unbeschadet  der  hergebrachten  Afchte  der  Patro». 
nen^  unter  der  Anfaicht  d^  Staatea  und  dea  BiacbofiW 

5*  77.  Ibidem.  4.  Die  Verwaltong  dea  kathoiiachen  Kir- 
chen&brik.BriideraGhail-  oder  «onatigen  Vermdgena  aoll  ao  ein^ 
faeh  und  wenig  kostapielig  ala  .moglich  -eingericfatet  werden^ 
Die  Pfarrer  imd  Dckane  nebjnen  an  deren  V^rwaltui^  Tfaeil; 
der  Sfaat  and  der  Kachofl*  fiihren  aber  die  ObeniUjraiQla  dai^ber* 


tf^ii  j4'7&  Iliid4<i|i«  6«  ytpKmicwiiigm  fnmnittt  VwDgoM» 
iM^  k,«nMh  Bitr  in  Fallea  aii«iduaiitter  Nolii  odmr  antttrkenH 
bfiWH  Voriliiib  mit  Jk^trilligWig.dM  fiuchofb  imd  Geneliiiiigang 
dee.SUaU  sUtt  BiideB. 

.  S^  79k'  Ibideiti*  C.  7.  Der  Regel  nedi  eiad  in  dei»  teat* 
eobea  SUatda  SirclMnigiiUr  voa^der  KoakiifraiE  za  Stenem 
^fff  jEnei^  d»  sie  entweder  Beiolditngelheile  der  Kirdieiidienert 
odec  si  Beslreitang  kircUicher  Bedi^r&iese  beetimmt  eind,  und 
wr  ffueeerordeiUliche  FalU  der  Ifodiy  die  den  ganaen  SUat  be- 
treffea»  necben  AQsnahmea  fUr  die  Daaer  dee  Nothetaiides  wh* 
laMig;  vo  eie  aber  nach  der  Verfaaiuog  .einee  Leodea  in  dio 
3teuer  gelegt  sind^  muae  wenigstena  dann^  wenn  die  Congrun 
dadnrch  verleUt  wird|  oder  der  Stiftnngszweck  nicht  mebr  er* 
reicht  werdmi  kann,  eine  andere  hinlang]iche  Entafhadignng 
statt  finden. 

B.    Rechtliche  Verhaltnjsse  der  Kirche. 
a)  In  Besiehuag  aaf  dan  Staat. 

5*  80.  7te  Zusammenkanft.  C.  2.  Nech  den  natir^ 
lichen  Verhaltnissen  zwischen  $Uat  ond  Kirche  sind  die  Mit« 
gUeder  der  kathoUschen  Kirche,  sowohl  Laien  aU  Geistliche» 
Uoterthanen  und  Burger  des  SUats^  in  welchem  aie  sich  bo« 
fuudeny  und  stehen  als  aolche  onter  dessen  GeseUen  nnd  der 
QerichUbarkeit 

$•  81«  Ibidem.  3.  Dem  Landeehemii  %u  wel«dier  Kon^ 
fesaion  er  jiich  aach  bekennen  mag|  atehen  deher  jene  RechU 
ubar  die  J^atholische  Kirche  zu,  die  ans  dem  Jure  majeata-» 
tico  circa  sacra  fliessen^-ond  in  dem  Jure  caTeodiy  suf 
premae  inspectionis  und  advocatiae  liegen* 

^-  82t  Ibidem<.4.  Der  Landesberr  wird  dieae  seina 
Reohte  iiber  die  katholisohe  Kirche^  da  wo  die  Anaahl  katho» 
lischer  UnUrlhanen  -eine  solche  Einrichtung  geataltet,  enlweder 
durch  ein  eigenes  aus  katbotiscben  MitgUedem  bestehendea 
KoUogium^  oder  durch  eine  andere  SUatasUUej  wetchcr  ka^ 
th^Usche  Rathi»  in  Terbaltnissmaasiger  ZahL  beigegeben  aind^ 
ai|suben«        ,  .  ,      : 

,    I  &93*    Ibi4^oi*-&    9a  4i9  Kirche  in  ihrevi  Aeweereti 
den  SUat  auf  mannigfache  Art  beriJhrty  so  hat  der  Bischoff  bei 


m 

aHan  idmm  AmtsYmiuhtuiigiif,  ^fche-^tiilAi  Bkiug^mt  dea 
Staat  bftbtOy  oder  IuiImd  kdmienv  ^Si^bri  l^BAMniilafl^NriMi 
Synoden,  ¥itttklioiieii  in  dtoi  Ai^Mitii,  iLiiAaAreibeii  von'I^^^ 
liaA  FeMagen,  neu  za  Terordnenden  PrMteMitonto^  BrbMiui^ 
neaer  Kfrchcnf  Errichtang,  Suppression^  Union  oddbDtlnnelbbre- 
tkm-Yon  Pfarreien  imd  Pfriinden^  nicbt>  ieinder  Mi  Erlei^n^f 
TOH  Verlogungen  und  Creisecfaretben  en  die  Geietlidikeft  etO/, 
weon  er  dieaelbo  dadnrcfa  ta  etwae  teHbinSeii  \vtil,  eeine  Vei^ 
fugungen  vorerat  der  Genefanigung  de»  Slaets  8ti  mferweifM^, 
■Bd  dieedben,  wtsnn  dieee  erfolgt  seyn  wirdj  nicht  RHders  ale 
imt  der  BeBerknng  jer.  «rtheiken  Staattgendnnigang  (pltci- 
mm.  i^ogium)  knnd  za  macben.  ' 

Bei  allea  andoren  ktrchlicheii  Verfiigan^en  aber^  welche 
onf  den  Staat  und  die  polittiche  Ordiiang  der  Dinge  keinen 
Bezug  haben,  a.  B.  wenn  sie  rein  moralischen  oder  dogmati* 
iGhen  Inhalts  sindy  folglich  an  und  fur  sich  eiher  Genehmigung 
des  Staates  nicht  unterliegen  konnen,  hat  er  dteselbe  vor  der 
Pab}ikation  den  Staatsbehbrden  nur  zun  Einsicht  yorzolegeny 
ond  selbe  nidit  eher  als  wenn  sie  mit  dem  landeeherrliehea 
Vidit-vereehensinJl)  bekiinnt  zu  madien. 

Die  bloese  Aasfuhning,  Emeuerung  oder  Anwendung  b^ 
reits  genefamigter  und  nocfa  giiltig  bestehender  Verordnungen 
nnterliegt.  diesen  Besdirankungen  nm  so  weniger,  als  der  deoi 
biscbofflichen  General- Vikariat  beigegebene  weltltche  Rath  in 
dergleichen  Fallen  ohnefain  die  Gesetze  und  allgemeinen ' Ver- 

se  de^  Staats  nicht  ausser  Acfat  lassen  wird. 


§'  84«  llte  Zusammeukunft  §.  IT.  6.  Bie  Geistli* 
chen  steben  zwar  in  allen  burgerlicbea  Angelegenbeiten  unter 
der  Gerichtsbarkeit  des  Staats.  Bei  Sterbefallen  derselben  soH 
jedocfa  zur  Absonderung  des  Kirchen-Eigentbums,  sowbbl  bei 
der  Obsignation  als  Reseration  der  Dekan,  oder  ein  Bevoll- 
machtigter  desselben  zngezogen  werden,  damit  er  die  Kircben- 
und  Pfrtindakten  und  Paramente  etc.  in  Empfang  nehme. 

5.  85-  Bei  P^rutig  der  Girihtandsregister  werden  dik 
Geistlichen,  wo  ilinen  dieselbe  anvertraut  iM^  lils  divflstands- 
beamten  betrachtety  ond  sind  in  dieser  Hinsicht  lediglicfa  d4n 
Gesetzen  dee  Staates  tmtergeorflnet:    Es  liegi  ablisordem  dem 


m 

ffKTfgmOkimi  ob^  «igetilUBln  Xiifthenbacihttv  iriualich  abgMoki- 
dett»  Tatff-v  Tranr^iiiiid  Stserberi^siftieir  m  £ibran.  ~ 

§.  86.  in  ^e  fem  die  l)ieci|iliiiaK^weit  der  Kircbe  .die 
IKlwirkiing  det  Btaate»  bediarfe,  iet  ofoea  ad  §.  21.  Aaher  b** 
atiiBDit  worden* 

S*  87i  -Ote  ZaaAmmenkanft  Nro.  14.  Wo  iomier 
cia  Miefbraneh  dcr  geiatlicben  Gefwalt  atatt  finden  eolltfif  bleibt 
ea  allen^  die  aicfa  gekrankt  fttfalen,  unbenommen»  denfiekors  ait 
den  Steat  xa  nehmen.  (reGorsaa  ab  abnau.)' 

5-  88*  Ibidem.  15«  Wo  gegenwiirtig  noch  Moocha*-  odet 
Franenkloster  beateben,  kann  der  Staat,  wie  achon  dordb  de|i 
Eeichadeputationsachlnsa  yeratattet  woiden,  dieselben  aufhebea 
oder  aussterben  lassen;  keine  Kegierung  wird  die  Veribindtich- 
fceit  iibemelmieni  EJoster  za  erhalten,  wiederfaersnstellen ,  oder 
neu  zu  erricfaten.  Anch  werden  die  Regierungen  die  Aufnahme 
nnd  WiederherstellQng  keiner  im  yormaligen  teatacfaen  Heidie 
an^ehobenen  OrdensgeseUachaften  zulassen. 

$.  89.  Ibidem.  16.  In  deuEjrchen  konnen  keine  Staata- 
oder  (loliaeyliche  Gesetze  yerkundet,  und  keine  weUhchen  Hand* 
Inngen  vorgenommen  werden^  es  ware  denn,  dass  die